Ganz unvermummt: 5000 NS-Kriegsverbrecher singen unbehelligt das Horst-Wessel-Lied

Tatort: der Friedhof von Ludwigsburg – Beerdigung des  SS-Oberst-Gruppenführers Josef (Sepp) Dietrich. Doch nicht ganz unvermummt: 8 der von Paris Match abgelichteten tragen Sonnenbrillen. Einer dieser Sonnenbebrillten ist von besonderem Interesse. Wenn er es wirklich ist, dann hat den die Badische Landeskirche besonders ins Herz geschlossen.

Zunächst aber zu Sepp Dietrich

Datei:Bundesarchiv Bild 183-J27366, Sepp Dietrich.jpg

 Josef Dietrich im Rang eines SS-Oberst-Gruppenführers bei der Verleihung der Brillanten zum Ritterkreuz (1944)

Datei:Bundesarchiv Bild 101III-Alber-045-30, Berlin, Sepp Dietrich mit Ehefrau.jpg

 Dietrich mit seiner zweiten Ehefrau Ursula, geborene Moninger (1942).

Da der Name des Hitler-Vertrauten und SS-Leibstandartenführers Dietrich für die Brauerei Moninger nach 1945  sich doch etwas geschäftsschädigend hätte auswirken können und Sepp  trotz alle dem Schlussstrichmachens etwas länger einsitzen musste, trennte sich die Ursula Moninger, die Ex-SS-Brenner-Gattin um 1955 von ihrem 1942 angetrauten ranghöheren SS-Goldfasan Josef-Sepp Dietrich, legte den Namen ab, der aber den Kindern blieb, zumindest einem Sohn, der dann ein evangelisches-musisches Gymnasium in Mannheim-Neckarau besuchte und dort im Internat, dem Ott-Heinrich-Stift untergebracht wurde. Ex-Schüler dieser Anstalt „zur Erziehung einer evangelischen Elite“ berichteten dem Autor, Sepp Dietrich sei eine hohe Hausnummer in Elternbeirat und im Kreis der Sponsoren gewesen. Weiter berichten sie, dass der Leiter des Internates und später auch des evangelischen Bach-Gymnasiums  Offizier in der SS-Leibstandarte „Adolf Hitler“ gewesen sei. Selbstverständlich auch „Deutscher Christ“, promovierter Theologe (seine Doktorarbeit zum Thema „Jesus war ein Arier“ haben Internatsschüler auf dem Dachboden des Internates gefunden).

Manche erzählen auch von dessen (noch nicht gesicherter) Teilnahme an der Beerdigung Dietrichs 1966 in Ludwigsburg und verweisen auf die Fotos in Paris-Match, wo er mit Sonnenbrille im Zentrum des Bildes zu sehen sei. (Das Foto stammt aus dem Geschichts-Archiv Ludwigsburg – in der Stuttgarter Zeitung sind dabei die Autoren angegeben: Foto: factum/Granville

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kriegsverbrecher-aufmarsch-nazideutschland-ist-auferstanden.80396c57-3aa9-4285-9af9-e3e444d4dc27.html:

Wer erkennt wen auf diesem schon 51 Jahre alten Bild ?  Die über 5000 Trauergäste  singen am Grabe gerade das Horst-Wessel-Lied

Die Teilnehmer dieses „Trösterchens“ dürften mittlerweile bereits das Zeitliche gesegnet haben. Der  Ex-Leiter des Mannheimer Internats und des Gymnasiums, der von 1945 bis 1958 nach einem quasi-Persilschein-Urteil der Spruchkammer Predigtverbot hatte, wurde von der Badischen Landeskirche vor Ablauf des Predigt-Verbotes im Eberbach am Neckar zunächst als „nichtpredigender“ Konfirmanden-Lehrer eingestellt, dann aber nach Beschwerden der Eltern wegen Missbrauchsvorfällen von dort nach Mannheim-Neckarau versetzt, wo er ab 1960 das Internat des Bach-Gymnasiums leitete. Seine SS-Tätowierung am Unterarm konnten die Schüler bei den Prügelstrafen, den Schlägen ins Gesicht gut erkennen. Aber „der Alte“, wie er ehrFURCHTsvoll von den Schülern genannt wurde, zeigte diese Tätowierung auch sehr gerne beim Schulsport. Dr. Hermann Wallenwein ist 1975 gestorben.
Man könnte jetzt sagen: „Friede seiner Asche!“ – aber sein „pädagogisches“ und politisches Wirken hat Nachwirkungen – so wie das der 4999 anderen SS-ler, die in Ludwigsburg versammelt waren …
Diesen Nachwirkungen müssen wir nachforschen, man muss sie bearbeiten.. . u.a. die Traumatisierungen der Missbrauchsopfer dieses Internates. Die badische Landeskirche hat es abgelehnt, für die dort geschehenen Missbräuche öffentlich um Entschuldigung zu bitten. Sie hat es abgelehnt, die Therapien finanziell zu unterstützen. Sie hat es abgelehnt, Schmerzensgelder zu zahlen …
Zum Vergleich hier Bilder, auf denen der promovierte Nazi-„Deutsche Christ“ und Ex-Offizier der SS-Leib-Standarte „Adolf Hitler“ abgelichtet ist: auf dem ersten Bild ist er rechtsaußen zu sehen

 

SODOM:
Selbsthilfe-Organisation
Der Opfer von Missbrauch
in den evangelischen Landeskirchen Baden und Hessen-Nassau / Kurhessen-Waldeck

SODOM  = Selbsthilfe-Organisation Der Opfer von Missbrauch in den evangelischen Landeskirchen Baden und Hessen-Nassau / Kurhessen-Waldeck
Es sind jetzt bei Manchen schon über 50 Jahre vergangen und vieles schwärt offenwundig im Untergrund. Beziehungen sind zerbrochen. Ehen gescheitert, Kinder und Partnerinnen belastet bis zum Zusammenbruch. Bei den Einen mehr, bei Anderen weniger. Wir haben vieles verdrängt, vieles hat der Alltag unter sich begraben. Wir haben uns in Arbeit geflüchtet.

Wir wollen nicht zu Salzsäulen erstarren, wenn wir zurückschauen.

SODOM:

Wir haben traumatisiert, stigmatisiert, von Angstattacken und Albträumen gequält lange Zeit nicht zurückgeschaut und sind deshalb erstarrt, wie es uns das Alte Testament von Lots Weib andersherum erzählt. Man hat uns die Sexualität verteufelt, Erotik mit ErosCentern gleichgesetzt, die unsere Peiniger(innen) im Brustton christlicher Überzeugung und Tugendhaftigkeit vehement bekämpften, während sie sich an uns schadlos hielten, im Gegensatz zur Eroscenter-Kundschaft zum Nulltarif.

Wenn wir uns jetzt in SODOM wiederfinden, brechen wir ein von unseren ErsatzGöttern und Zieh-und Züchtigungs- und Unzüchtigungsvätern und -müttern ehern gesetztes Tabu: wir schauen zurück und erkennen und können uns so vielleicht von ihren unheilvollen Schatten und immer wiederkehrenden Übergriffen befreien …

SODOM steht erst ganz am Anfang. Wir hoffen auf Unterstützung durch Mit-Leidensgenossinnen, was sowohl die psychologische Begleitung, die rechtliche Beratung und die organisatorischen Fragen betrifft. Wie können wir uns treffen und gleichzeitig die Anonymität wahren, wie können die, die sich outen, die öffentlich berichten, anklagen, auf öffentlicher Bitte um Entschuldigung bestehen und Wiedergutmachung fordern, sich rechtlich absichern ? Fragen zur Verjährung sind zu klären, engagierte Journalisten zu finden und Quotensteigerungfetischisten á la SPIEGEL-BILD &Co. abzuwehren.

SODOM will Gesprächstherapien anstoßen, vermitteln, selbst organisieren. – Angesichts der Schwere der Traumatisierungen und unterschiedlicher Stabilität der Missbrauchsopfer sind Gruppengespräche wahrscheinlich eher die Ausnahme. Wir stellen uns vor, dass SODOM zunächst wie ein anonymes Kontaktforum arbeitet, das durch Gesprächspartner-innen -Vermittlung Hilfe zur Selbsthilfe leistet und Kontakte zu psychologischer Begleitung anbietet/ anbahnt.

Die hier skizzierten Ziele/Zwecke kann SODOM nur erreichen, wenn sich alle Betroffenen und Engagierten an das Gebot der Selbstbestimmung halten: die Opfer bestimmen ob und wie, wie laut oder leise und wem gegenüber sie sich äußern ….

Die in Amt und “Würden” eingesetzten Vertreter der evangelischen Landeskirchen in Baden und Hessen haben unsere Einsamkeit, Hilfsbedürftigkeit, soziale Abhängigkeit ausgenutzt, unser Zutrauen missbraucht, uns unsere kindliche und pubertäre Erotik erwürgt und vergewaltigt, uns unsere schönsten Blütenträume zertreten und unser Kinder- und Jugendparadies in ihr SODOM und Gomorra verwandelt. Dass wir begannen unsere Sexualität zu entdecken, das haben unserer Peiniger als Todsünde gebrandmarkt, uns zum Teil öffentlich dafür abgekanzelt und sich danach heimlich an uns vergriffen.

Unser SODOM war früherotisch lustvoll paradiesisch, sie haben es in eine Hölle verwandelt und uns zeitlebens gezeichnet.

Wir wollen uns unser SODOM wieder zurückholen.

Hartmut Barth-Engelbart

HaBEbuechnerei@web.de

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Ach ja, fast hätte ich es vergessen: damit die Arbeit von SODOM nicht umsonst ist, braucht SODOM auch etwas Geld und da SODOM noch kein  fiskalisch anerkannt gemeinnütziger Verein ist, gibts für Spenden auch keine steuermindernden Spendenquittungen. Wer SODOM trotzdem mit Spenden unter die noch schwachen Arme greifen will kann die gerne unter dem Stichwort SODOM auf mein Konto

bei der VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen eG.  unter dem Kennwort „SODOM“ eingezahlt werden. BIC: GENODEF1LRS  /// IBAN: DE66 5066 1639 0001 1400 86

 Politisch/künstlerisch sinn(en)voller wäre es, mich zu “Büchnerei”-Lesungen, Erzählungen, Austellungen, Konzerten, Seminaren, Münzenberg-Projekt-Werkstätten einzuladen. Ihr könnt/Sie können mich gern haben :-O))) und das für relativ wenig Gage pro Abend, Matinee oder auch ganztags, mehrtägig bis ganzwöchig. Programme schicke ich auf Anfrage. Zur Zeit mache ich eines mit dem Titel: “Wie kann man Frieden kriegen?” und ein Weiteres mit dem Arbeitstitel “an der Tafel des Abendmahles”: Komm Andrea, sei Du unser Gast, nimm hin was Du uns bescheret hast.

Mit einem dreifach lauten VerGELDsGott als DANKESCHÖN

HaBE

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DAS KROKODIL
Ein Ei im Sumpf des Medieneinerleis

Gute Nachrichten zuerst: DAS KROKODIL ist aus dem Ei geschlüpft. Jetzt treibt es sein Wesen und knabbert mal hier und mal da am aufgeblasenen MedienMoloch. Vielleicht macht es plötzlich „zisch“ und der Moloch ist zu einem Molöchlein geschrumpft: „Pffffttt….“ Jetzt aber im Ernst: DAS KROKODIL ist eine vierteljährlich erscheinende „Grundsatzschrift über die Freiheit des Denkens, bissig – streitbar – schön und wahr und (manchmal) satirisch.“ Die Ausgaben Null bis Einundzwanzig liegen vor – aber nur für eine mutige Leserschaft. ……  weiter hier: http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18039

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