Rojava/Kobane/Afrin: YPG-Führung & “junge Welt” verdrehen die Tatsachen. Warum?

Die angeblich „von allen Seiten allein gelassenen Rojava-Kurden“ ….

für die Rückeroberung alter kolonialer Einflusszonen werden sogar die internationalen Brigaden missbraucht

…. mussten keine „zeitweilige Unterstützung durch die USA akzeptieren“, wie das bis weit in die europäische Linke behautet wird, …

im Dienste des Macronats ..

… schrieb TOPAS Rainer Rupp in seiner Antwort an die Teilnehmer einer linken internet-Debatten-Runde. Der aus der “jungen Welt” hinausgemobbte Rainer Rupp schrieb weiter: “Vielmehr wollten sie mit Hilfe der Amis die auf arabisch-syrischem Territorium eroberten Öl-Quellen ganz alleine für sich haben. Die Amis ermunterten sie, um den Zugriff der Zentralregierung in Damaskus zu verhindern. Die Kurdenführung ist gierig geworden. Mit dem Öl glaubten sie, ihren unabhängigen Staat finanzieren zu können und haben dabei die Realität aus den Augen verloren. ….

US-Anwerbung

… So haben sie das Vermittlungsangebot der Russen ausgeschlagen. Sie wollten alles, haben hoch gepokert und alles verloren. Fragt sich nur, wie lange es dauert, bevor die eigenen Leute sie davon jagen.”  An anderer Stelle berichtet Rainer Rupp davon, dass die YPG-Führung monatelang das Angebot sowohl der russischen als auch der syrischen Regierung der Grenzsicherung durch Bodentruppen auf US-Army-Anraten abgelehnt hätte. (siehe dazu weiter unten: Rainer Rupp: YPG-Führung hätte türkische Invasion verhindern können!)  Nun wird daraus bei Nick Brauns von der “jungen Welt” etwas ganz Anderes:

Zum nunmehrigen Einrücken der Miliz erklärte der Sprecher der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG, Nouri Mahmud, am Dienstag, die Regierung in Damaskus komme endlich ihrer Pflicht nach, sich an der Verteidigung von Afrin zu beteiligen. Aufgabe der Regierungskräfte sei der Schutz der Grenzen und die Verteidigung der Einheit Syriens. (jW 21.02. 18)

und einen Tag später:

»Unsere Kräfte haben von der Regierung und der Armee Syriens gefordert, ihrer Aufgabe bei der Verteidigung Afrins und der Grenzen nachzukommen«, erklärte YPG-Sprecher Nuri Mahmud. »Auf dieser Grundlage hat die syrische Regierung Militäreinheiten in die Region entsendet. Diese Einheiten werden an der Grenzlinie stationiert und die Grenzen sowie die territoriale Gesamtheit Syriens verteidigen.« (jW 22.02.18)

Dass es sich hier nicht nur um ein Zitieren von YPG-Positionen handelt, sondern um deren inhaltliche Übernahme, belegen die weiter unten im Wortlaut angefügten jW-Artikel Nick Brauns.

Für Regime-Change & Kurd-US-tan

Wie Nick Brauns in der jW die Tatsachen verdreht, zeigt ein weiterer Artikel von Rainer Rupp auf :

YPG-Führung hätte türkische Invasion verhindern können

Tagesdosis 26.1.2018 – YPG-Führung hätte türkische Invasion verhindern können

 

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Die Invasion der türkischen Armee in die von Kämpfern der YPG besetzte nord-syrische Region um die Stadt Afrin wird vor allem in Kreisen der „Linken“ mit großer Anteilnahme verfolgt. Allerdings hätte die YPG-Führung es in der Hand gehabt, den türkischen Einmarsch abzuwenden. Denn seit Wochen und Monaten hatte Moskau in vielen Gesprächen mit allen Parteien versucht, die drohenden Kämpfe zu verhindern und eine Lösung zu finden. Vergeblich! Die von den Amerikanern gekaufte und bezahlte YPG-Führung weigerte sich, den angebotenen Kompromiss auch nur ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Verblendet von der Aussicht auf einen unabhängigen YPG-Staat unter US-amerikanischem Schutz, der zudem auf reich fließende Öleinnahmen aus den von der YPG besetzten arabisch-syrischen Regionen zurückgreifen könnte, sind sie Opfer ihres eigenen Wunschdenkens geworden. Ihr größter Fehler dabei war, sich absolut auf die Zusicherungen der Amerikaner zu verlassen. Damit waren sie verlassen. Das Schicksal ihrer kurdischen Brüder im Nordirak nach dem Unabhängigkeitsreferendum hätte der YPG eine Lehre sein müssen.

Aber wie kam es zu der aktuellen Tragödie um Afrin? Auslöser war die Entscheidung in Washington, auf syrischem Territorium in den von Kurden kontrollierten Gebieten, direkt an der Grenze zur Türkei eine 30 Tausend Mann starke, mit modernen Waffen ausgestattete YPG-Armee aufzubauen, laut US-Verlautbarungen angeblich um ISIS zu bekämpfen. Tatsächlich zielt die US-Strategie darauf, Syrien aufzuspalten und dadurch doch noch den Regime-Wechsel in Damaskus durchzusetzen.

Es war jedoch voraussehbar, dass die Türkei in dem US-Vorhaben, eine moderne, schlagkräftige YPG-Armee an ihren Grenzen aufzubauen, eine nicht hinnehmbare, sicherheitspolitische Herausforderung war. Für Ankara ist die YPG nichts anderes als eine Terrororganisation, die mit der PKK zusammenarbeitet. Die US-Argumente, dass sich die YPG unter US-Aufsicht nicht gegen türkische Interessen wenden würde, konnte Ankara nicht beruhigen. Nicht zu Unrecht fürchteten die Türken, wegen der geo-strategischen „Spielchen“ der USA um die territoriale Integrität ihres Landes. Da der NATO-Verbündete USA nicht von ihrem Plan ablassen wollte, wurde die Invasion des NATO-Verbündeten Türkei in die YPG-Regionen immer unausweichlicher.

Um eine drohende Offensive der Türkei in Nordsyrien abzuwenden, unterbreiteten die Russen den Vorschlag, dass die YPG die Truppen der syrischen Regierungsarmee wieder zu ihren rechtmäßigen Positionen an der Grenze von Afrin zur Türkei durchlässt. Die syrischen Regierungsverbände würden dabei an der Grenze von russischen Einheiten als „Stolpersteine“ unterstützt. Zugleich sollten die YPG-Verbände weiterhin die kurdischen Städte und Ortschaften im Gebiet von Afrin unbehindert kontrollieren, was dem Zugeständnis einer Autonomie von Seiten der syrischen Regierung gleichkommt. Mit diesem Kompromiss wären die US-Pläne für eine YPG-Armee blockiert und die Türkei zufrieden gewesen. Der Grund für die Invasion wäre weggefallen. Zugleich hätte die YPG in Afrin eine Garantie gegen türkische Grenzüberschreitungen gehabt, denn diese hätten zu einer direkten Konfrontation mit den syrischen und russischen Streitkräften geführt.

Allerdings war der russische Vorschlag an eine Bedingung von Damaskus geknüpft: Die YPG-Kurden sollten die von ihnen besetzten Öl-Quellen im Gebiet um Deir Ezzor in Ostsyrien wieder räumen. Diese Quellen befinden sich in einer Region, wo traditionell ausschließlich Araber leben und die Kurden weder einen historischen noch aktuellen Anspruch haben, außer, dass die YPG-Kämpfer die zuvor von ISIS gehaltenen Gebiete mit Hilfe der US-Streitkräfte erobert hatten. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Öl- und Gasproduktion von Deir Ezzor sollte allen Syrer anteilig zu Gute kommen und zugleich den Wideraufbau der Infrastruktur im ganzen Land, einschließlich in den kurdischen Autonomiegebieten finanzieren. Auf Beistand der Amerikaner werden sie vergeblich hoffen, denn denen ist die Türkei als Verbündeter wichtiger als die Kurden.

Das genügte der YPG-Führung jedoch nicht. Sie wollte alles, und sofort. In ihrem Hochmut und ihrer Verblendung, glaubten sie sich jetzt neben den Amerikanern auf der Siegerseite. Mit ihren separatistischen Ambitionen hat die YPG-Führung hoch gepokert und verloren. Jetzt besteht die Gefahr, dass sie in ihrer engstirnigen Uneinsichtigkeit und sektiererischen Ignoranz sogar bereit ist, ihr Volk in einem hoffnungslosen Widerstand gegen die Türkei zu opfern. Schuld an ihrer prekären Lage gibt die YPG-Führung jetzt den Russen, weil die kurz vor der türkischen Invasion in Afrin ihre Militärpolizei, die dort zum Schutz der russischen Diplomaten war, abgezogen haben.

Der Grad der Verblendung der YPG-Führung wird anhand der jüngsten Episode des YPG-Emissärs Sinam Mohamad in Washington deutlich. Dort hatte er zu Beginn der türkischen Invasion in einem Interview gesagt, dass das syrisch-kurdische Volk nun von den USA eine Flugverbotszone über den Kurdengebieten „einschließlich Afrin“ verlangt. Vor allem Afrin sei  „eine sehr reale und unmittelbare Prüfung der Ernsthaftigkeit des US-Engagements gegenüber ihren kurdischen Partnern.“ Die Vereinigten Staaten müssten und könnten die Türkei stoppen, so der YPG-Anführer.

Da fragt man sich tatsächlich, in welcher Traumwelt die YPG-Kurden leben. Die bei weitem wichtigste Operationsbasis der US-Luftwaffen in der Region ist der türkische Militärflughafen Incerlik. Der YPG-Anführer schlägt also allen Ernstes vor, dass US-Kampflugzeuge von Incerlik starten, um türkische Bomber, die ebenfalls von Incerlik kommen, davon abzuhalten, Ziele in Afrin zu zerstören. Sollten die USA von Incerlik aus mit ihren Jets fliegen, um die türkischen Jets über Afrin abzuwehren, die auch von Incerlik starten? Alle anderen, möglichen Routen für die US-Jagdflugzeuge führen entweder über türkisches oder syrisches Hoheitsgebiet, wobei Letzteres von den gefürchteten, russischen Luftabwehrsystemen abgedeckt ist.

Erwarten die Kurden, dass die USA Krieg mit der Türkei oder Russland riskieren, nur weil die Amerikaner sie so lieb haben? Dennoch hat sich Washington in eine Sackgasse begeben und Afrin könnte für sie noch sehr heiß werden. Davon geht zumindest die einflussreiche „Soufan Group“ aus, ein „Stratfor“-ähnliches, privates Unternehmen, das auf sicherheitspolitische Probleme spezialisiert ist. In einer Rundmail an Soufan-Kunden heißt es: „Die USA werden in dem Konflikt ihrem NATO-Verbündeten Ankara entweder nachgeben oder eskalieren müssen“. Ihr Opponent Erdogan scheint jedoch zu allem entschlossen und ein Kniefall vor Washington hätte für ihn zu Hause fatale politische Folgen.

 

 

 

Nick Brauns
Syrien

Gemeinsam gegen Ankara
Kräfte der syrischen Regierung treffen in Afrin ein
Der syrischen Regierung treue Milizen sind am Dienstag in den seit über einen Monat von der türkischen Armee und mit ihr verbündeten Dschihadisten angegriffenen selbstverwalteten Kanton Afrin im Nordwesten des Landes eingerückt. Nach Angaben staatlicher syrischer Medien wurde der Konvoi bei seiner Fahrt durch Afrin von der türkischen Armee bombardiert. Nach unbestätigten Angaben wurden dabei zwei Regierungsanhänger getötet und fünf weitere verletzt.

Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und den Selbstverwaltungsbehörden von Afrin über die Stationierung syrischer Truppen liefen bereits seit vergangener Woche. Zum nunmehrigen Einrücken der Miliz erklärte der Sprecher der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG, Nouri Mahmud, am Dienstag, die Regierung in Damaskus komme endlich ihrer Pflicht nach, sich an der Verteidigung von Afrin zu beteiligen. Aufgabe der Regierungskräfte sei der Schutz der Grenzen und die Verteidigung der Einheit Syriens.

Das syrische Staatsfernsehen zeigte einen Konvoi von rund 20 Fahrzeugen mit schweren Maschinengewehren, auf denen Kämpfer syrische Staatsfahnen schwenkten und Parolen zugunsten der Regierung von Präsident Baschar Al-Assad riefen. Bei den nun in Afrin eingetroffenen Kräften handelt es sich nicht um Verbände der Syrisch-Arabischen Armee, sondern um Kämpfer der Nationalen Verteidigungskräfte (NVK) aus den nahe Afrin gelegenen Städten Nubl und Zahra. Zu diesen von Angehörigen der schiitischen Glaubensgemeinschaft bewohnten Orten besteht in Afrin traditionell ein gutes Verhältnis. So hatten die YPG während der fast vierjährigen Belagerung der beiden Städte durch die Dschihadisten der Al-Nusra-Front einen Versorgungskorridor nach Afrin offengehalten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Dienstag angekündigt, die türkische Armee werde in den kommenden Tagen eine Belagerung über die gleichnamige Hauptstadt des Kantons Afrin verhängen, um zu verhindern, dass die YPG Verstärkung durch syrische Regierungstruppen erhalten.

Am 22.02. 2018 schreibt Nick Brauns seine Verdrehungen weiter:

Ausland

Nick Brauns
Kurdistan

»Wir sind eins«
Erdogan zeigt sich von Ankunft syrischer Regierungstruppen unbeeindruckt und setzt Angriffe auf Afrin fort
Nach einem Angriff der türkischen Armee auf einen Konvoi mit Kämpfern einer loyal zur Regierung in Damaskus stehenden Miliz zeichnet sich im Norden Syriens eine erneute Zuspitzung des Vielfrontenkrieges ab. Der Konvoi war auf dem Weg in den seit über einem Monat von der türkischen Armee angegriffenen Selbstverwaltungskanton Afrin, als er von einer türkischen Drohne und Artillerie beschossen wurde. Zwei Milizionäre wurden dabei getötet und drei weitere verletzt.

Nach tagelangen Verhandlungen hatten sich die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und die Regierung in Damaskus am Dienstag auf einen militärischen Pakt geeinigt. »Unsere Kräfte haben von der Regierung und der Armee Syriens gefordert, ihrer Aufgabe bei der Verteidigung Afrins und der Grenzen nachzukommen«, erklärte YPG-Sprecher Nuri Mahmud. »Auf dieser Grundlage hat die syrische Regierung Militäreinheiten in die Region entsendet. Diese Einheiten werden an der Grenzlinie stationiert und die Grenzen sowie die territoriale Gesamtheit Syriens verteidigen.« Von seiten der syrischen Regierung liegt bislang keine offizielle Erklärung über das Abkommen vor.

Bei den nach Afrin entsandten syrischen Truppen handelt es sich um Einheiten der Nationalen Verteidigungskräfte (NDF). Diese Freiwilligenmilizen waren im Jahr 2012 zur Unterstützung der Syrisch-Arabischen Armee von Damaskus gebildet worden. Die nun in Afrin eingetroffenen NDF-Einheiten stammen aus den Städten Nubl und Zahra. Während einer fast vierjährigen Belagerung durch den syrischen Al-Qaida-Ableger Al-Nusra-Front waren diese schiitischen Enklaven von Afrin aus durch einen von den YPG offen gehaltenen Korridor versorgt worden. Über soziale Netzwerke verbreitete Filmaufnahmen zeigen die Milizionäre nach ihrer Ankunft in Afrin-Stadt. Gemeinsam mit YPG-Unterstützern schwenken sie syrische Staatsfahnen und die dreieckigen Wimpel der YPG. Dazu ertönen Rufe »Wir sind eins.«

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zeigte sich von solchen Bildern unbeeindruckt. Die Milizen seien nach »Warnschüssen« wieder umgekehrt, behauptete er wahrheitswidrig Dienstag abend in Ankara. Die Thematik habe sich damit »vorerst erledigt«, erklärte Erdogan laut der Zeitung Hürriyet Daily News. In Telefonaten mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani habe diesbezüglich zu Wochenbeginn Einigkeit bestanden. »Leider fassen einige Terrorgruppierungen im Alleingang manchmal falsche Beschlüsse. Das ist unannehmbar. Sie werden dafür büßen müssen.« Damit stellt sich Erdogan auf den Standpunkt, es handele sich bei den NDF um irreguläre Kräfte, die ohne Abstimmung mit der syrischen Regierung beziehungsweise ihrer russischen und iranischen Verbündeten agierten.

Ganz falsch liegt der türkische Präsident nicht. Denn wie das Nachrichtenportal The Region zu Wochenbeginn unter Berufung auf kurdische Vertreter aus Afrin berichtete, soll die russische Regierung versucht haben, den Militärpakt zwischen Damaskus und Afrin zu verhindern, um das Astana-Abkommen nicht zu gefährden. In diesem ist die Türkei als Garantiemacht für eine Friedenslösung in Syrien eingebunden. Mit Rücksicht auf Moskau wurde der entscheidende Punkt Luftabwehr so offenbar in der Einigung zwischen Damaskus und Afrin ausgespart. Denn eine Kontrolle des Luftraums wäre technisch nur durch die offizielle syrische Armee (SAA) und in Abstimmung mit der russischen Armee zu leisten. Nachdem türkische Artillerie in der Nacht das Stadtgebiet von Afrin beschossen hatte, flog die Luftwaffe am Mittwoch erneut Angriffe auf die Kreisstadt Dschindires.

Unterdessen kündigte der Führer der Miliz »Syrischer Widerstand – Volksfront zur Befreiung der Provinz Iskenderun« Mihrac Ural an, mit einem »zweiten Kontingent« von Regierungstruppen nach Afrin zu kommen. Als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber den YPG veröffentlichte Ural alte Fotos, die ihn zusammen mit PKK-Gründer Abdullah Öcalan in Syrien zeigen. Erst letzte Woche hatte Ankara den früheren Generalsekretär der türkischen marxistisch-leninistischen Organisation »Acilciler« Ural, der seit dem Militärputsch 1980 in Syrien lebt, auf die Liste der meistgesuchten »Terroristen« gesetzt und ein Kopfgeld von vier Millionen türkische Lira (ca. 850.000 Euro) auf seine Gefangennahme ausgesetzt. Erklärtes Ziel von Ural, arabischer Alawit aus Hatay, ist die Befreiung dieser Ende der 1930er Jahre von der Türkei annektierten syrischen Provinz.

Lässt sich die Friedensbewegung wieder vor den US-NATO-Kriegskarren spannen?

.. wie in Teilen bereits bei Jugoslawien, Libyen, der Ukraine….

Dieser  Aufruf & Beitrag zur Analyse der Lage in Syrien wurde leider von einigen Mailinglisten-Moderatoren nicht weitergeleitet, ist aber zur Klärung vor den angekündigten großen Afrin-Soli-und den Anti-SIKO-Demos zur Auseinandersetzung mit ihren Forderungen dringend notwendig, um zu verhindern, dass die Friedensbewegung wie schon einmal bei Libyen vor den US-NATO- Kriegskarren gespannt wird. Und auch schon bei Syrien, obwohl Seymour Hersh, der WATERGATE-Enthüller den Einsatz von Giftgas durch die „moderaten Rebellen“ als von Killary Clinton initiert bewiesen hat …. Jetzt wird die „Giftgas-Keule“ schon wieder gegen die syrische Armee geschwungen und so die weiteren „Befreiungsbombardierungen“ der völkerrechtswidrig illegal in Syrien operierenden US-Luftwaffe, der israelischen Luftwaffe und das offizielle Macron-Bombardement propagandistisch vorbereitet. US-Werbung

Die syrische Armee hat Rojava/Afrin die Sicherung der syrisch-türkischen Grenze angeboten. Die PYD-YPG Führung hat das in Absprache mit der US-Army abgelehnt. Die Türkei hätte den Angriff auf syrische -russisch unterstützte Armee-Stellungen nicht gewagt. Die US-Army hat mit dem türkischen Angriff kalkuliert , um dann als „Retter“ der Kurden „völlig legitim“ befreiungsbombend eingreifen zu können. Auch in Absprache mit der US-Army hat die PYD-YPG-Führung die Forderung  der syrischen Regierung abgelehnt, die Gewinne aus der Ölförderung  zum Wiederaufbau Gesamt-Syriens zur Verfügung zu stellen. Das ist eine Sanktionsmaßnahme der PYD-YPG-Führung gegen das syrische Volk. weitere US-Werbung

Wer das nicht versteht, landet als Zugnummer vor dem US-NATO-Kriegs-Karren.

gehört er/sie bereits zum Befreiungsaufgebot des Macronats?

Jetzt fehlt nur noch der von westlichen Diensten gefakte Giftgasangriff der Syrischen Armee auf Zivilisten und dann schlägt das Macronat mit der Force de Frappe zu, um altes Kolonial-Eigentum/Mandatsgebiet zu “befrieden”.

 

“Deir-ez-Zor, Rojava & die Einheit Syriens” – droht ‘linkes’ KurdUStan in Nordost-Syrien?

Israelische und US-Bomben zur Rettung der Kurden?

Die angeblich „von allen Seiten allein gelassenen Rojava-Kurden“ mussten keine „zeitweilige Unterstützung durch die USA akzeptieren“, wie das bis weit in die europäische Linke behautet wird (HaBE), schreibt TOPAS Rainer Rupp in seiner Antwort  an Reiner Thiel und die Teilnehmer einer linken internet-Debatten-Runde. Rainer Rupp schreibt weiter: Vielmehr wollten sie mit Hilfe der Amis die auf arabisch-syrischem Territorium eroberten Öl-Quellen ganz alleine für sich haben. Die Amis ermunterten sie, um den Zugriff der Zentralregierung in Damaskus zu verhindern. Die Kurdenführung ist gierig geworden. Mit dem Öl glaubten sie, ihren unabhängigen Staat finanzieren zu können und haben dabei die Realität aus den Augen verloren. So haben sie das Vermittlungsangebot der Russen ausgeschlagen. Sie wollten alles, haben hoch gepokert und alles verloren. Fragt sich nur, wie lange es dauert, bevor die eigenen Leute sie davon jagen.

 

Wichtig ist jetzt doch nicht, über das alte, den Kurden angetane Unrecht zu lamentieren. Fakt ist, dass die kurdischen Verbände der YPG in Afrin und andernorts in Nordsyrien direkt mit den USA und den NATO Aggressoren zusammen arbeiten. Sie erhalten von den USA Waffen, Geld, Logistik und Ausrüstung. Im Gegenzug erlauben diese kurdischen Kämpfer den USA und der NATO die Stationierung von Militärbasen auf syrischem Staatsgebiet, welches zur Zeit unter Kontrolle dieser sogenannten „kurdischen Kämpfer“ ist. Mittlerweile 13 US Basen, weitere sind geplant. Laut Elias Samman, ein syrischer Politiker der oppositionellen SSNP (Syrian Socialist National Party), handelt es sich bei diesen angeblichen YPG-Kämpfern auch nicht vorwiegend um syrische Kurden. Der Großteil setzt sich laut Samman aus arabischen Stammeskriegern und ausländischen Kämpfern zusammen, die zuvor auf Seiten von ISIS und anderen Halsabschneidern gekämpft haben und nun direkt von den USA als Söldner bezahlt werden.

Diesem Kurz-Statement Rainer Rupps muss noch hinzugefügt werden, dass – übertönt vom Geschrei um AFRIN –  Israel in Kriegsverbrecher-Kooperation mit den von Israel mit ausgebildeten und ausgerüsteten islamistischen Schlächtern über die geraubten Golanhöhen nach Syrien einmarschiert.  Das verschweigt sogar MONITOR (Sendung vom 1.2.), wenn dort ausschließlich über die türkischen Angriffe auf Afrin berichtet wird und über die Waffenlieferungen Deutschlands an die Türkei. In der heutigen MONITOR-Sendung wurde nicht nur verschwiegen, dass die YPG-Führung die Instalierung von bisher 13 US-Stützpunkten auf syrischem Territorium gegen den Willen Syriens garantiert. Es wird auch verschwiegen, dass Deutschland Israel mit Waffen beliefert, die derzeit beim Einmarsch nach Syrien eingesetzt und zur Ausrüstung der IS-Schlächter weitergegeben werden.

Siehe auch dazu:

YPG-Führung hätte türkische Invasion verhindern können

“SDK”- & YPG-Führung im Zwielicht & hat sich die “junge Welt” der NWO schon unterstellt?

Der YPG-Hilferuf aus Afrin an Assad – eine dienstlich gestellte US-Falle in Nord-Syrien?

AFRIN & YPG & USA & Israel & NATO & Syrien & Russland & Türkei & Kurden & DEUROLAND

Aus Damaskus zu AFRIN & YPG schreibt der Schweizer BgK-Korrespondent Heizmann

WAS PASSIERT IN AFRIN? Eine de fakto-Kooperation Erdogan & Trump? Und Putins Rolle?

Hawaii ist nicht PearlHarbour- US-Säbelrasseln im Pazifik soll von Syrien ablenken

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Wer sich über die Lage in Nah-Ost und derzeit besonders in Syrien aktuell, umfassend informieren will, sollte im „Parteibuch“ blättern:

https://nocheinparteibuch.wordpress.com

Al Kaida bekommt ISIS im Südosten der Idlib-Tasche nicht klein

ebenfalls zu empfehlen ist neben den Grundlagen-Artikeln von  Karin Leukefeld, Ex-TOPAS Rainer Rupp und Joachim Guilliard – Jörg Kronauers jüngste Analyse in der „jungen Welt“:

https://www.jungewelt.de/artikel/327055.weltpolitische-wende.html?sstr=kronauer

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

Ein Gedanke zu „Rojava/Kobane/Afrin: YPG-Führung & “junge Welt” verdrehen die Tatsachen. Warum?“

  1. Der Analyse von R.Rupp ist nichts hinzuzufügen.Mit klaren und verständlichen Worten spricht er Tatsachen aus die vielen nicht passen.
    Ich hatte einmal ein JW-Abo.das habe ich gekündigt weil die Oberflächlichkeiten und politischen Verdrehungen in dieser Zeitung immer mehr zunahmen.Leider ist aus der ehemals linken JW eine linkspopulistische Gazette geworden.Schade.

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