Dr. Christian Heldmann, Mittel-Gründaus Abgeordneter im Hessischen Landtag war entschiedener Gegner heraufziehender Völkerschlachten

weitere Dokumente & Bilder folgen noch später

Dr. Christian Heldmann war nicht nur entschiedener Gegner wieder heraufziehender Völkerschlachten. Er stand für eine soziale Republik & für den Ausbau des öffentlichen Verkehrswesens, für die Bekämpfung der Ursachen der Armut in Deutschland.

Der im damaligen Wahlkreis Offenbach nach über 10 Jahren Zuchthaus in den 1860ern mit überwältigender Mehrheit gewählte soziale Demokrat, Mediziner, Naturforscher, Kollege Justus von Liebichs und Bahn-Pionier hat in den 1860ern entschiedenen Widerstand gegen den „deutschen Bruderkrieg“ Preußens gegen Österreich geleistet und vor dem Heraufziehen gigantischen Schlachtens ganzer Völker gewarnt, deren Rückkehr nach Europa er nicht mehr mit erleben konnte , durfte, musste…

(seine Freunde, wie Friedrich Gerstäcker, haben damals schon von dem Völkerschlachten der europäischen Kolonialmächte in Amerika, Asien, Afrika, Ozeanien berichtet und Jack London hat diese Bericht-Tradition 50 Jahre später fortgesetzt z.B. mit „Alaska-Kid“)

Bei unseren gemeinsamen Forschungsarbeiten zur Geschichte der Hessischen Demokratie, der Entwicklung der Hessischen Eisenbahnen sowohl im Gebiet des Kürfürstentums Hessen-Kassel als auch im Großherzogtum Hessen-Darmstadt und auch in  Kurhessen-Waldeck haben Dr. Manfred Köhler als Mitglied der Hessischen Historischen Kommission und ich als eher heimatkundlicher Laie der Geschichtswissenschaft  auf der Suche nach Dokumenten zur Biografie Wilhelm Pfannmüllers, zur Eisenbahn-Geschichte, speziell der von Dr. Christian Heldmann forcierten Entwicklung der Oberhessischen Bahnen und deren Anschluss an die bereits existierenden Main-Neckar- & Taunusbahn und der in Planung befindlichen Bahnen im Kurhessischen von Hanau nach Bebra usw …und auch bis ins Südhessische mit der Odenwaldbahn via Hanau/Darmstadt Richtung Höchst im Odenwald, von wo aus der Anschluss an die Bayrischen Bahnen geplant war via Obernburg/Aschaffenburg … Lohr … Gemünden und der weitere über Michelstadt  durch den Krähberg-Tunnel nach Eberbach und weiter mit dem Anschluss an die main-Neckarbahn  Richtung  Heilbronn, Stuttgart.

Dass es einem sozialen, liberalen Demokraten, Mediziner und Naturforscher, unserem  zu  15 Jahren Zuchthaus verurteilten EX-Abgeordneten der Paulskirche nach seiner Entlassung nicht alleine gelingen konnte, diese Bahnprojekte zur Bekämpfung von Armut & Arbeitslosigkeit zur Förderung von Landwirtschaft, Handwerk und Industrie (lange vor dem Geld-“Segen“ der Reparationszahlungen aus Frankreich  ab 1871) durchzuführen, ist völlig klar. Dass er dafür die Herrschenden, seine Gegner gewinnen musste und gewinnen konnte war ein diplomatisch-politischer Bravour-Akt Dr. Christian Heldmanns … Er starb bereits 1866 noch vor dem Baubeginn der „Heldmann-Bahn“ an den Folgen seiner Zuchthaus-Haft, die sich übrigens im Nachhinein als illegal erwiesen hat.

Hier besonders zur Eisenbahn-Frage und zu Heldmanns Gegnerschaft zu dem Hungener Steuerkommissar Hunzinger und seinen „Nordbahn-Plänen“ sind die Seiten 529 bis 560 wichtig .

Bei der Frage der neuen Grenzziehung in Mittel-Gründau im Jahr 1862 ist die Haltung der Abgeordneten der Fortschrittspartei und des Nationalvereins im Hessischen Landtag von Bedeutung, da sich dort eine demokratische Mehrheit gegen den Preußisch-Österreichischen „Bruderkrieg“ aussprach und für eine neue demokratische, antimilitaristische Ordnung in Deutschland eintrat. Dem setzte Bismarck dann keine 10 Jahre später die deutsche Einheit unter der Pickelhaube und die Sozialisten-Gesetze entgegen.

In der Offenbacher Bahn-Kommission wurde in den 1850ern und 1860ern zur Unterscheidung der beiden Bahnen nur von der Hunzinger- und der „Heldmann-Bahn“ gesprochen, eine Bezeichnung, die bei den unzähligen Interviews Dr. Köhlers in den Ortschaften an den Bahnlinien immer wieder von den Interviewten benutzt wurde.

Begonnen hat Dr. Köhler die Arbeiten an diesem 740-seitigen Werk 1988 unter der Förderung durch seinen „Doktor-Vater“ Prof. Dr. Eckart G. Franz.

Quelle: Köhler,Manfred (Hessische Historische Kommission, Darmstadt) „Im Feuer der sozialen Republik – Lebensbild des demokratischen Achtundvierzigers Christian Heldmann“, Darmstadt 1998,  ISBN 3-88443-035-1

Warum die Obrigkeit so schlecht auf Mittel-Gründau zu sprechen war & ist – früher & heute noch

liegt daran, dass im Vormärz und der demokratischen Revolution die Anträge, Beschlussvorlagen, Petitionen aus Mittel-Gründau an den hessischen Landtag wie an das Paulskirchen Parlament zu demokratisch, zu sozial, zu „aufrührerisch“ waren und deshalb von den Landtags- und Parlamentspräsidenten nicht zur Beratung und Beschlussfassung zugelassen wurden.  Das oberhessische Dorf galt bei den 1848ern als „revolutionärer Vorort“. Bis auf eine Resolution mit dem Aufruf zur Rettung der demokratischen Verfassung ist kein „nur“ Mittel-Gründauer Dokument mehr erhalten. Alle Anträge aus Mittel-Gründau wurden nach ihrem Eingang und der umgehenden Ablehnung sofort vernichtet. Nur aus den Ablehnungsbegründungen in der Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Dr. Christian Heldmann ist zu entnehmen, warum die Mittel-Gründauer Anträge nicht mehr vorhanden sind: sie seien zu „majestätsbeleidigend“, zu „aufrührerisch“, um überhaupt behandelt zu werden. (die Dokumente mit diesen präsidialen Urteilen über die Mittel-Gründauer Anträge hat Dr. Manfred Köhler bei den Forschungsarbeiten zur Biografie Christian Heldmanns entdeckt).

Das vom Mittel-Gründauer Demokratischen Verein mit verabschiedete WAHLMANIFEST der Oberhessischen Demokratischen Vereine muss bis heute so manchem Politiker ein Dorn im Auge sein: hier werden die „Constitutionellen“ hart angegriffen, die sich als „Demokraten“ haben wählen lassen, um dann auf die Seite der Monarchiefreunde zu wechseln.

Wahlmanifest

Der Bezirkstag der demokratischen Vereine von Oberhessen

An die Bürger der Provinz

Mitbürger! In wenigen Tagen werden – nach einem neuen freisinnigen Gesetz – die Wahlen zu einem neuen Landtag stattfinden, der wohl der wichtigste ist, welcher je in Darmstadt getagt hat. Denn ist auch diesem Landtag die Befugniß verweigert worden, unserem Staate eine von Grund aus neue Verfassungzu geben, so wird es doch seine Aufgabe seindiejenigen Veränderungen der hessischen Verfassung vorzunehmen, welche die deutsche Reichsverfassung, die Grundrechte, die unveräußerlichen Rechte des Volkes vorschreiben, deren schleunigste Ausführung durch ein Edikt vom  6. März v.J., vom Großherzog auf das feierlichste versprochen worden ist.

Da es sich aber in den früheren Ständekammern oft und kürzlich im deutschen Parlamente ereignete, dass Männer als Wahlkandidaten versprachen, die rechte des Volkes zu schützen, später aber gerade diese Rechte, welche sie zu schützen gelobt hatten, auf das frevelntlichste mit Füßen traten; so hat der Congress der Demokratischen Vereine zu Nidda, in Übereinstimmung mit der Volkspartei in den beiden Schwesterprovinzen, dieses Manifest aufgestellt, um die Hauptgrundsätze der Volkspartei festzusetzen, deren Vertheidigung auf dem Landtage die Wahlkandidaten zu übernehmen haben. Diese Grundzüge müssen euch bei der Wahl der deputierten einzig und allein leiten, wenn ihr nicht euer und eurer nachkommen gutes recht schmachvoll veräußern und verrathen wollt.

Solche Grundsätze sind:

  1. Festhalten an der Reichsverfassung, welche die allein berechtigte, aus der wahl des souveränen Volkes hervorgegangene constituierende Nationalversammlung beschlossen hat, und die von unserer Staats-Regierung verkündet worden ist, als der gesetzlichen Grundlage, auf welcher die Neugestaltung Deutschlands im Ganzen und in seinen einzelnen Theilen erfolgen muß;  und hiernach bestimmte Verweigerung des Beitritts zu dem, von den Königen von Preußen, Hannover und Sachsen vereinbarten, sogenannten Reichsverfassungsentwurf.
  2. 2.     Vollständige Durchführung der deutschen Grundrechte, durch Aufnahme in die Verfassungsurkunde und Aufstellung derjenigen gesetzlichen Bestimmungen, welche nach dem Einführungsgesetze der gesetzgebenden Thätigkeit der Einzelstaaten vorbehalten sind.  Wir erwähnen hier unter Anderm:  Abschaffung alles Standesvorrechte, Sicherung der persönlichen Freiheit durch mögliche Einschränkung der vorbeugenden Untersuchungshaftund Feststellung  von Garantieengegen den Mißbrauch der Amtsgewalt.
  3. Umgestaltung der hessischen Verfassung soweit es das Edikt vom 6. März, die Grundrechte und die Reichsverfassung  (§ 194) erfordern.

Hierzu ist Euch in der jetzigen Wahl Gelegenheit gegeben, versäumt Ihr diese, so werdet Ihr und Eure Kindeskinder bitter bereuen müssen, die Männer nicht gewählt zu haben, welche Muth und Fähigkeit besitzen, dem mit Riesenschritten andringenden Elend einen Damm entgegen zu setzen. – Betrachtet das Wahl-Manifest der sogenannten Constitutionellen, es enthält nur einen ehrlich, offen und unumwunden ausgesprochenen Grundsatz; Alles andere sind allgemeine Redensarten, die man so oder so, je nach Belieben deuten kann; es sind Lockspeisen, die man hinwirft um Euch zu angeln, und habt Ihr einmal angebissen, dann seyd Ihr willenlos gefangen und müßt der Angelschnur folgen, wohin es auch gehe. Nur in dem Einen sind die Herren sog. Constitutionellen ehrlich, nämlich in dem offen ausgesprochenen Abfall von der deutschen Nationalversammlung und der Reichsverfassung, der sie früher Gut und Blut zu opfern versprachen, die sie beschworen haben. Daß Kammern, nach solchen Grundsätzen und aus einer solchen Partei gewählt, nicht die geringste Bürgschaft für die Erhaltung Eurer Rechte gewähren, daß sie sogar im Gegentheil zu Eurer Unterdrückung mitstimmen und ihre Rechtfertigung dafür aus ihrem schwankenden Wahl-Manifest herleiten können, bedarf keines näheren Beweises.

Darum prüfet und wählet das Beste.

Nidda, den 16. September  1849

Der Bezirkstag der demokratischen Vereine Oberhessens


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Mittel-Gründau: ein ganzes Dorf arbeitet für den Verfassungsschutz

Am   hatte ich unter diesem Titel den folgenden Artikel geschrieben, der die Arbeit der ersten politischen Partei seit 1848 in Mittel-Gründau beleuchtet. Als die Resolution des Demokratischen Vereins Mittel-Gründau  zur Verteidigung der demokratischen Reichsverfassung im April 1849 verabschiedet wurde, war der Verein noch kein Jahr alt. Angesichts der aktuellen Wortbrüche so vieler Wahlversprecher ist das – von Delegierten des Mittel-Grüdauer Demokratischen Vereins mitverfasste –  Wahlmanifest des Bezirkstages der Demokratischen Vereine Oberhessens vom 16. September 1849 geradezu prophetisch…..(siehe weiter unten Original in lesbarer Größe)

Quelle: Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission – Neue Folge Band 14 / Dr. Manfred Köhler: „Im Feuer der sozialen Republik  – Lebensbild des demokratischen Achtundvierzigers Christian Heldmann (1808-1866) /Darmstadt 1998

Mittel-Gründau: ein ganzes Dorf arbeitet für den Verfassungsschutz

Sie haben richtig gelesen! Das ganze Dorf hat für den Verfassungsschutz gearbeitet ….

und versucht, einen Putsch gegen die Demokratie zu verhindern.

Wer mit dabei war ? 

Das steht alles in den Akten: alles was in Mittel-Gründau und den Nachbarorten Rang und Namen hat: Kalbfleisch,Weinel, Dauth, Noß, Meininger, Hölzinger, Lott, Geiß, Wagner, Mohn, Schmidt, Betz, Jäger, Günther, Volz, Birkenstock, Reuß, Pfeifer, Hainbuch, Hartwig, Schwinn, Burghardt, Herle, Achtzehnter, Schwarzhaupt …..

Das war aber bereits vor 160 Jahren. Die Mittel-Gründauer haben nicht nur ihren Abgeordneten demokratisch gewählt und seine Arbeit unterstützt. Sie haben sich selbst aktiv in die Politiik eingemischt, ihren Abgeordneten mit dem Einbringen von  Petionen und Anträgen beauftragt, die sie vorher in ihrem “Demokratischen Verein” disktiert und beschlossen hatten. Die Anträge aus Mittel-Gründau waren dabei so radikal demokratisch und sozial, dass die Parlamentspräsidenten sowohl in der Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche als auch im Hessischen Landtag ihre Behandlung nicht zuließen. Von den Mittel-Gründauer Anträgen an beide Häuser konnte bisher kein einziger wieder gefunden werden. Nur die Antworten auf die Anfragen des für Mittel-Gründau zuständigen linken Abgeordneten Dr. Christian Heldmann, warum die Anträge aus Mittel-Gründau nicht behandelt würden, sind noch zu finden: die Auskunft der Sitzungs-Präsidenten lautete jeweils, die Anträge aus Mittel-Gründau seien “zu radikal demokratisch” , “zu radikal sozial”, “zu majestätsbeleidigend” usw… Deshalb wurden die Anträge auch nicht in die Protokolle aufgenommen und verschwanden in der Versenkung. Der Frankfurter Historiker Dr. Manfred Köhler hatte bei einer Veranstaltung zum 150. Jahrestag der 1848er Revolution in der historischen Alten Schule entsprechende Zitate aus den Antworten auf die Heldmann-Anfragen vorgetragen. Bei dieser Veranstaltung der IAS (“Initiative Alte Schule”) 1998 zeigte Dr. Köhler neben den auch aus Mittel-Gründau stammenden Forderungen der Oberhessischen Bauernaufstände von 1830/32  auch die einzige noch erhaltene 1848er Resolution des Mittel-Gründauer “Demokratischen Vereins” zur Unterstützung der Reichsverfassungskampagne.

Mittel-Gründauer Resolution zur Verteidigung der demokratischen gesamtdeutschen Verfassung

204. öffentliche Sitzung (der Paulskirchen-Nationalversammlung in Frankfurt/Main)

vom 23. April 1849

Hohe Nationalversammlung!

(übergeben von dem Abgeordneten Heldmann)

Auch wir, die Mitglieder des hiesigen Vereins, erheben unsere Stimme, um vereint mit den anderen Vereinen, ja mit dem ganzen Volke, den Volksvertretern zuzurufen:

Haltet fest an der Verfassung, die Euer Werk, mit der Ihr stehen und fallen werdet, und welche zu verteidigen das ganze Volk fest entschlossen ist!

Wagt nicht den törichten Versuch einer Vereinbarung mit den Fürsten und sprecht entschieden das Recht der Nation aus, aus ihrer Mitte ein verantwortliches Oberhaupt zu wählen!

Hört auf die Stimme derer, die Euch berufen. Die ihre Ehre, ihre Freiheit in Eure Hand gegeben! Handelt im Sinne und nach dem Willen des Volkes, und seid versichert, dass das Volk dann auch Eurem Rufe folgen und mit allen Mitteln zur Durchführung unserer gerechten Sache Euch unterstützen wird.

Mittelgründau, den 19ten April 1849

Der Vorstand des Vereins

B. Kaffenberger

H. Schwinn

Bürgermeister Günther

Kalbfleisch

Johannes Lott

Bei dieser Resolution des „Demokratischen Vereins Mittel-Gründau“ ging es um die Unterstützung der Wahl eines Staatsoberhauptes, das dem Parlament verantwortlich und von diesem auch abwählbar sein sollte. Die Gegenposition -vertreten u.a. durch den Büdinger Wissenschaftler und Heldmanns unterlegener Wahlkreis-Gegner  Ludwig Thudichum – forderte die Wahl eines nicht mehr absetzbaren Fürsten als Staatsoberhaupt, das auch dem Parlament nicht verantwortlich ist und jede parlamentarische Entscheidung durch ein absolutes Veto blockieren können sollte.

Die Mittel-Gründauer hatten diesen pseudodemokratischen Schwindel zu Gunsten des Adels schnell durchblickt… Bereits Ende April 1949 versuchte das deutsche Volk seine demokratische Verfassung gezwungener Maßen mit Waffengewalt gegen preußische Monarchisten und Militaristen und ihre Hilfstruppen zu verteidigen. Gewürdigt wurde die Teilnahme nicht weniger Gründauer an der Reichsverfassungskampagne zur Verteidigung der ersten deutschen Demokratie bisher nur einmal: in der Festschrift „750 Jahre Niedergründau“ macht sich ein Artikels zu diesem Thema über die Teilnehmer lustig. Es ist der gleiche Zungenschlag, der auch dort im Bericht über den Bauernaufstand 1830 in Niedergründau den Ton angibt.

Trotz seiner konstitutionell-monarchistischen und seiner dem Büdinger Fürsten unterwürfigen Haltung wurde Thudichum 1850 verdächtigt, sich für Demokratie und Republik eingesetzt zu haben. Ihm wurde deshalb ein Lehrstuhl an der Gießener Universität verweigert, worauf Thudichum nach England auswanderte.

Dr. Christian Heldmann wurde zu Zuchthaus verurteilt. Er starb im Alter von kaum 58 Jahren an den Folgen seiner Haftzeit. Die Inbetriebnahme der im Volksmund nach ihm benannten und von ihm initierten Butzbach-Licher-Eisenbahnverbindung. der „Heldmann-Bahn“ von Gießen nach Gelnhausen 1870 konnte er nicht mehr miterleben.

Die folgende Unterschriften-Liste unter der Resolution zum Kampf um die demokratsiche Verfassung besagt, dass über 80 Familienvorstände (damals nur die Männer!) für ihre Familien mit unterschrieben haben. Die Familien waren damnals größer als heute, 5 bis 10 Kinder waren die Regel. So wurde die Resolution von wahrscheinlich weit über 500 Mittel-Gründauern unterstützt. Wobei der Lehrer Bernhard Kaffenberger die Resolution als Vorstandsmitglied und Schriftführer des “Demokratischen Vereins” verfasst haben dürfte. Dafür wurde er 1850/51 zunächst nach Darmstadt strafversetzt, dann ins Zuchthaus gebracht und dann zur Auswanderung in die USA gezungen. Sein UrUrUrUrEnkel  Richard Kaffenberger hat sich vor einiger Zeit aus den USA per internet beim Verfasser dieses Artikel gemeldet und sich alle Geschichten um seinen Vorfahren schicken lassen

(Unterschriften des Vorstandes des “Demokratischen Vereins Mittelgründau” vom 23. April 1849, die Erstunterzeichner)

B. Kaffenberger

H. Schwinn

Bürgermeister Günther

Kalbfleisch

Johannes Lott

Weitere Unterschriften unter der Mittel-Gründauer Resolution vom April 1849: (Günther, Johannes Lott, H. Schwinn und Kaffenberger haben damals wohl doppelt unterschrieben)

B. Kaffenberger

Bürgermeister Günther

Tobias Meininger II

Heinrich Reuß

Wilhelm Meininger I

Heinrich Boller

Friedrich Weinel I

Friederich Hoenstein

Edgar Wagner

Philipp Burkhardt

Freiedrich Jäger

Peter Gärtner (?)

Peter Herle

Konrad (?) Herle

Georg Lott II

Friedrich Meininger II

Johannes Geiß

Johs Lott

Friedrich Lott

Balthasar Glock

Friedrich Meininger 6

Konrad Mohn

Johannes (?) Schmidt

Christian Mohn

Friedrich Hölzinger

Gabriel Altvater

Konrad Heinbuch

Friedrich Diederich

Wolf Geiß

Heinrich Volz

Conrad Lott

Johs Altvater

Christian Eckart

Tobias Geiß

Wilhelm Meininger III

Heinrich Käufig (?)

Johannes Birkenstock

Wilhelm Reuß

Johannes Pfeifer

Heinrich Wiegand II

Johannes Mohn

Gabriel Schmidt II

Heindrich Eckart

Christian Betz

Friedrich Dauth II

Johs. Dauth III

Heinrich Geiß

Heinrich Weinel II

Heinrich Meininger

Konrad Mohn

Georg Dieterich

Peter Henning

Johannes Schmidt II

Heinrich Hölzinger V

Heinrich Jäger

Gottfrit Echart

Johannes Jäger

Peter Jäger

Georg Lott I

Johs. Schwarzhaubt

Wilhelm Dietrich

Friedrich Weinel II

Konrad Boller

Georg Achtzehnter

Heinrich Schwinn

Johannes Wolf

Heinrich Noß

Heinrich Rühl

Heinrich Weinel I

Johs. Schmidt III

Peter Bieber

Peter Wagner

Wilhelm Meininger IV

Conrad Birkenstock

Johs. Pfeifer II

Georg Geiß

Heinrich Mohn

Johs. Meininger IV

Friedrich Hartwig

Johs. Meininger 5

Peter Hartwig

Johs. Hartwig

J. Schwinn

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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