Alle Jahre wieder – kommt das Schreibverbot auf den HaBE nieder und das nächste droht

dankenswerterweise melden sich jetzt doch einige KollegINNen mit Solidaritätsbekundungen und nachfragen:

16.10.08
Danke Hartmut,
fürs erste reicht das.
aber für alles weitere bräuchten wir schon noch materialien. 2006 oder 2007 hast du uns aus havanna geschrieben, dass dort deine gedichte und wandzeitungen erst von der deutschen delegation vernichtet wurden und du sie dann “mit hilfe der messeleitung und der “trabjadores sociales” auf dem zentralen messeplatz auf einer eigens zur verfügung gestellten litfaß-säule” (“damit ‘la gente’ deine texte besser lesen kann!”) – so hast du geschrieben, wäre der kommentar der kubanischen messeleitung gewesen – eigentlich unglaublich — hast du das schriftlich ? hast du bilder ?)
erneut schreiben konntest. das ist alles ziemlich verwirrend in deinem brief. das schreib-, spiel- und sing- auftrittsverbot im kbw, deinen ausschluss aus der kbw-theatergruppe in ffm, auch dazu wäre schriftliches nicht schlecht und eben bilder !
schicke doch auch noch die “linienbereinigten und urheberbereinigten” texte und lieder.

hast du zu deiner verhaftung 1967 (sprengung des npd-parteitages in ffm) zusammen mit emil carlebach und ellen weber noch dokumente?, zu deiner festnahme und der beschlagnahme deiner manuskripte, plakate, transparente und flugblätter gegen die notstandsgesetze vor dem bundestag 1967 in der bonner bannmeile ? wo sind die inkriminierten
texte zur unterstützung des metallerStreiks von 1964 ? gibt es dokumente zu deinem schulverweis ? schön wären schriftliche “standverbote” der ordnungsämter, oder das von dir berichtete polizeiliche “verbot des megaphonartigen einsatzes d(ein)er stimme” nach megaphon- und flüstertütenbeschlagnahmung.

dann kann ich ja in den nächsten … eventuell eine  artikelreihe vorschlagen. spannend wäre auch die aufforderung dieter dehm an dich als bundesvorstandsmitglied der sozialistischen schüler (auss) zurückzutreten wegen deiner “antikommunistischen haltung” (protest gegen den einmarsch der warschauer-pakt-armeen in die cssr)
da scheint er aber doch richtig gelegen zu haben, denn deine solidaritätsfahrten zwischen 1981 und 1987 nach polen zu unterstützung der solidarnosc scheinen doch eindeutig aus einer antikommunistischen Haltung gespeist zu sein.
Unseres wissens bist du (seid ihr von Hanau aus) zusammen mit einer erlesenen schar cia-finanzierter leute z.b. von der
“internationalen gesellschaft für menschenrechte”, die sich besonders heute um china, cuba, venezuela, bolivien
und selbstverständlich um die chinesische provinz tibet kümmert.
kein wunder, dass du an der ddr-grenze mit deinen liedern etwas probleme bekamst.

da besteht noch etwas klärungsbedarf.

etwas in Eile
NOK

—– Original Message —–
From: “Hartmut Barth-Engelbart”
To: nooneknows
Sent: Thursday, October 16, 2008 3:47 PM
Subject: Re: Erneutes Schreibverbot auf der FFMer Buchmesse

Lieber nok.,

es war die Buchmesse in Frankfurt 2005. Von meinen Aktionen gibt es beim Zambon-Verlag ein Bild, wo ich die “Ausleseförderung” durch
die bertelsmänner – und -Frauen angreife. Das hat zu erheblichen Unruhen bei verschiedenen Schulbuchverlagen geführt. Zumal damals
schon die Kontroverse um den Muttersprachlichen Unterricht zwischen mir und Brumlik in der E&W lief. Rund 45 Manuskripte wurden von
de Security geschreddert. Ich versuche jetzt noch mal in anderen Archiven die bericte von 2005 zu finden. Denn meine Artikel dazu
sind mit der festplatte (leider keine Kopien) über die Wupper gegangen.

Und hier findest du das Bild: http://www.zambon.net/pagine/libri/unterschlag.html

Erneutes Schreibverbot für HaBE auf der FFMer Buchmesse

Der Schriftsteller Hartmut Barth-Engelbart erhielt heute am 15. 10. 2008  nach dreistündigem öffentlichen Schreiben im Eingangsbereich der Frankfurter Buchmesse auf Anweisung der Messeleitung erneut Schreib- und Leseverbot.

Ob das Schreib- und Leseverbot gegen Barth-Engelbart ausgesprochen wurde, weil er einen konstruktiven Vorschlag für den AuslandsEinsatz von gewaltbereiten Jugendlichen bei der Lösung der Kurdenfrage unterbreitet hatte, war von der Security nicht zu erfahren.

MitarbeiterINNEN der Security, die das Verbot zu exekutieren hatten -Androhung der Beschlagnahme der  DIN-A2 großen Manuskripte – erklärten sich zwar inhaltlich mit den meisten Texten voll einverstanden – nichtsdestotrotz müssten sie ihren Auftrag durchführen ….

KANN MAN
DURCH SCHREIBEN
EINE BUCHMESSE
STÖREN ?
ANALPHA – BETEN !
SOLLEN EBEN
NICHT LESEN
SONDERN HÖREN !

Barth-Engelbart war wie üblich mit seinen ABC-Waffen ausgerüstet als er am Mittwochmorgen um 11.35 die Messe betrat, um sich mit seinen Verlegern zu treffen zur Vorbesprechung der Veröffentlichung seines Frankfurt-Romans “Putztruppen” und zur Vorbereitung einer deutschen Ausgabe eines Gedichtbandes des italienischen Arbeiterlyrikers und Fabrikpoeten Ferruccio Brugnaro.

Da der Autor sich weigerte, 36 Euro für das Betreten der Messe zu bezahlen, war er gezwungen im Eingangsbereich zu warten. Barth-Engelbart nutzte die WarteZeit für die Übersetzung weiterer Brugnaro-Gedichte und das öffentliche Schreiben neuer eigener Texte – auch zur Buchmesse und zu einer Veranstaltung der ZEIT, bei der Prof. Dr. Micha Brumlik zum Thema: Ab nach Sibirien — eine Lösung gegen Jugendgewalt ? im bertelsbemänntelten Zeit- Bildungsforum oder Bild-Zeitungsforum sprechen sollte.
HaBE wollte die Debatte bereichern mit verschiedenen Vorschlägen und Texten, für die es höchste Zeit ist:

EMMAnzipationsEinmarsch in Afghanistan
mit Alice Schwarzerborn
(rechtzeitig zur Entsendung der hessisch-Schwarzenborner SchnellenEingreifTruppe zur Terror- sorry- zur Rauschgiftbekämpfung)

Während ich den EMMAnzipations-Text als Nachruf auf die
Börne-Preisverleihung durch den HeimatFRont-bei-guter-Laune-Halter Harald
Schmidt an Alice Schwarzer, die große FrauenbewegungsVerMerklerin,
schrieb erreichte mich die Meldung , dass Lothar Reininger, der
Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Frankfurter Römer am 5.6. vor der
Frankfurter Börse wegen des Verteilens antimilitaristischer Flugblätter
gegen die Bauernfängerei der Bundeswehr bei einer “Ausbildungsmesse” von
der Polizei festgenommen wurde: “Arbeitsplätze statt Auslandseinsätze” ,
diese Forderung laut zu vertreten und die Bundeswehr bei ihren
grundgesetz-und völkerrechtswidrigen Einsätzen zu behindern ist unbedingt
notwendig. Dass die völkerrechtswidrigen Bundeswehreinsätze im Ausland
ihre Entsprechung in der Verwandlung des Inlandes zum Kasernenhof finden,
belegt dieser Polizeieinsatz.  Wo die Bundeswehr auftaucht, werden
Grundrechte, bürgerliche Freiheiten und Menschenrechte außer Kraft
gesetzt.  Nachdem die FRankfurter FRontschau inner- wie äußerlich
U-Boot-kombatibles SchützengrabenFormat angenommen hat, könnte EMMA unter
Alice im Unterstand LandserFormat annehmen und die neuen Blitzmädels auf
SchützenLinie und bei der Fahnenstange halten. Dass auf dem Hessentag
unter aufwändigster HR-Berichterstattung ausgerechnet ein Tornado
ausgestellt wird, mit dem die ersten Inlandseinsätze über den
Demonstrationen gegen den GB-Gipfel in Heiligendamm geflogen wurden, zeigt
überdeutlich, was die Stunde geschlagen hat: keinen Fußbreit für diese
Kriegspropaganda! Weder Auslands- noch Inlandseinsätze der Bundeswehr!
=============================
EMMAnzipation auf dem Vormarsch

Bei der Bundeswehrmacht
kriegen nun endlich
auch die Frauen
Ausbildungs
plätze
wenn
frau
genau
wie man
robustman
datet hin zum
Norden in Afganistan
nach Koso-oder sonstwo
hinkommandiert zum Morden
folter- & hinrichtungsunterrichtet
zum Solidaritöten ausgebildet wird
nennt Alice Schwarzer das emanzipiert

Und solche Leute kriegen heute den Börne-Preis.
Für Börne gäb’s heut Schreibverbot und Platzverweis.

DURCHS WILDE KURDISTAN

Sie tun es gut & gern(?)
für ihre Herrn
für ihren Sold
auch wenn sie dann
der Zinksarg holt
Gewaltbereitschaft wird belohnt
wo der wilde Kurde wohnt
und der Terrorist sich sonnt
bleibt kein Dorf, kein Feld verschont
wo sich so das Morden lohnt
schafft’s Ruhe an der Heimatfront

Auf das Schreiben dieses Textes reagierte eine türkisch sprechende Bodyguard-Boy-Group mit erhöhtem Interesse und intensivem Fotoshooting. “Und wogegen protestieren Sie hier?”

Nach fünf Minuten kam dann die Aufforderung der Security, das folgende Gedicht abzuhängen:

In dieser Kapitalthetrale
in diesem hohen Tempel Baals
Freiheit des Worts ?
Andernorts !
Jedenfalls
gilt auch hier
das Grundgesetz
des Kapitals

Roland Kochs Wiedergutmachungsvorschlag:
nach einem Kurzlehrgang in RoKos BootCamps

(noch während des Schreibens dieses Textes eilte Wiglaf Droste mit wallendem Schal, den schwarzen Filzhut tief in die Stirn gezogen fast vorbei – noch schnell konnte ich ihm meinen LeserDankbrief mitteilen, den die junge Welt nicht abgedruckt hatte, wohl weil ich seiner zahnlosen Dieter-Lerryn-Dehm-Kritik ein paar Eckzähne verleihen wollte – aber Wiglaf hatte keine Zeit , er sollte für die FRankfurter FRontschau fett angekündigt etwas lesen.  was juckt ihn da mein Schreibverbot?)

Warum ich das Gründauer Bürgerbegehren unterstütze

Für ein Bürgerbegehren gegen die Schaffung der hochbezahlten Stelle eines 1. Beigeordneten!

1. grundsätzlich bin ich für die direkte Entscheidung in politischen Fragen durch die Bevölkerung.
2. dass ausgerechnet die Kräfte jetzt für einen der Ihren einen gut bezahlten Posten schaffen wollen, die bisher  viele soziale Forderungen aus “Kostengründen” abgebügelt haben, ist nicht einzusehen:

– als es 1994 z.B. in Mittelgründau um die Einrichtung eines schulischen Betreuungsangebotes  (durch eine ehrenamtliche Bürgerinitiative (der IAS e.V.)) ging, wurden Zuschüsse von der CDU-FWG-Mehrheit aus Kostengründen verweigert

Jagd auf Piraten mit deutschen Fregatten (FR v. 23.9.2008) das alte Lied dazu von 1975

Als der Jung noch Apel hieß und in der SPD war, HaBE ich dieses Kinderlied nach der Melodie “War einst ein kleines Seegelschiffchen” geschrieben und damit die deutsch-französische Waffenbrüderschaft befördert, denn die französische Version heiß “Une petite Navirre …”  “Verteidigungsminister” Apel hat damals das sozialdemokratisch-liberale Flottenbauprogramm in etwa so begründet wie seinerzeit die SPD ihre Zustimmung zum PanzerkreuzerBauProgramm in der Weimarer Republik – rein defensiv…(Und wer sagt uns denn, wieviel EUROS es wert ist, dass man eine solch tolle Begründung für den out-of aerea-Einsatz der Marine geliefert bekommt ? Da liegen doch die Optionen eng beieinander: kommt ein V-Mann in die verhungerde Region an der sudanesischen Grenze und bietet vorab schon Mal ein paarhunderttausend EURO Lösegeld für noch zu entführende deutsche Touristen ? Die Dauerstationierung deutscher “Wüstenfüchse” an der sudanesischen Grenze ist doch dann nur noch eine Frage von einer Woche vielleicht, wenn es nicht schon bereits geschehen ist… im Rahmen eines humanitären Einsatzes! Selbstverständlich ! Der Einsatz vor der Libanesischen Küste ist ja schon rein humanitär, und der vor Somalia wirds dann wohl auch.  (Somalia heißt eigentlich richtig SomeOilYeah !)

Das Fregatten-Lied

(Von Apel und von Helmut Schmidt)

Für den Apel
läuft vom Stapel
Fregatte Nummer eins
unsre Schiffchen für den Frieden
schießen soll doch keins.

Versuche über den Produktions VAC-Tor (wenn er streikt)

Liebe Mit-Menschen an der Moni-Toren, wo ja keine Streikposten stehn, an den VolksempfängerRöhren und den FlachBildHirnen – könnt ihr mich zwar noch nicht recht hören – aber sehn ?

Beim Bayer-Preis des VS-Hessen bin ich leider wieder mal auf Platz 3,4,5, oder noch weiter hinten gelandet und hab nix gekriegt. Georg Büchner würde als Terrorverdächtiger wegen seines “Friede den Hütten , Krieg den Pälästen
den Büchner-Preis nicht kriegen sondern lebenslang in allen Knästen Europas und die USA unter Bush oder Obama-BinAfterBush hätten ihn schon lange mit deutscher Regierungsunterstützung nach Guantanamo verschleppt.

Gerhard Zwerenz hat man wegen seiner “Soldaten sind Mörder!” den Büchner-Preis verweigert
oder warens andre schlimme Wörter aus des Schrift- und Kupferschmiedes Mund und Feder
Ist es jetzt noch möglich, dass das jemand steigert ?

Von Gründau-Lieblos nach Amerika? Über die Leipziger Straße? Durchs Kalbfleisch-Haus?

Auf der Leipziger Straße nach Amerika ? Afrika ? nach Asien ? Nach Australien ?

Heute (14.11. 2018) habe ich beim Versuch einer Abkürzung von Lieblos nach Niedergründau am Friedhof die alte Verbindungsstraße gefunden. An einem Schlagloch kam das alte Kopfsteinpflaster zu Tage. Jene alte Höhen-Straße die Niedergründau und Rothenbergen mit Lieblos verband , bevor es die Alte Leipziger Straße gab.

(Die Bilder zum Artikel muss ich erst noch einscannen)

Das Hagen-Rether-Programm nach meinem Offenen Brief an Hagen Rether

Hallo,

es gibt doch immer wieder positive Nachrichten!!
Dank einiger Hinweise aus den Listen attac-d, attac-f, freidenker-ML, lapsus-forum, contraste bin ich jetzt erst auf die erfreulichen Folgen meines offenen Briefes an Hagen Rether und meine Fragen an Günter Wallraff gestoßen:

lesen Sie zunächst bitte meinen offenen Brief vom 16.November 2007 durch und sehen Sie sich dann das RetherPrgramm bei der Scheibenwischer-Gala am 29.12.2007 an.

Dass Hagen Rether meinen Vorschlag an Günter Wallraff vom Deschner-Text in “Das leben des Brian” geändert hat, kann ich ihm verzeihen. Ich finds auch deshalb besser, weil die meisten Flachbildhirne den Brian besser kennen als den Deschner.

UND JETZT GEHT’S ABER SO WAS VON LOOOOS:

hier vorab schon Mal die Rether-Adresse für alle, die meinen Brief nicht lesen wollen: http://www.youtube.com/watch?v=QL65dcC_UNM

(und an dieser Stelle Dank an Maggy B., die meinen Offenen Brief gerettet hat, denn er war mit meiner Festplatte über die Wupper gegangen)

Alles weitere ist hier zu lesen: www.barth-engelbart.de.vu

Der WIBAU-VAC-Tor – ein Solidaritätsbeitrag zum VAC-Streik

W-eiterbauen

I-st

B-esser

A-ls

U-ntergehen

liebe KollegINNen bei der VAC,

um den Kampf um den Tarifvertrag und letztlich auch den Erhalt  von einiger,maßen menschnenwürdigen Arbeitsplätzen bei der VAC zu gewinnen, müssen wir aus der Geschichte lernen! Collodin, Milchwerke Hanau-Unterreichenbach, Naxos, Wilhelma, DEGUSSA, Illert, Horst KG, usw ….

als vor fast 25 Jahren mit fürstlicher Hauptgewinnbeteiligung  die WIBAU in Gründau-Rothenbergen durch durch das Spekulanten- und Privatentnahme Quartett Graf von Galen, Fürst Christiam von Ysenbug-Büdingen und den edlen Herren Esch und Spika platt gemacht wurde und dann   – anstatt die von der Belegschaft angestrebte Konversion öffentlich zu fördern  von FDP-Spitzenpolitiker und Konkursverwalter Dirk Pfeil scheibenweise verscherbelt wurde … da stand auch schon Mal eine Region auf, um nicht nur die 1250 WIBAU-Arbeitsplätze zu retten – sondern auch die weiteren 3- bis 5 Tausend, die mit diesem Bertrieb zusammen ruiniert wurden. Nicht nur wehgen ausbleibender Aufträge und Kundschaft, auch wegen ausstehender Forderungen an die WIBAU. Noch Jahre später wurden die Menschen in und um Gründazu von den deutschen Heuschrecken verhöhnt, weil angeblich bei ihnen nichts zu holen sei, um die Forderungen aus der Region zu begleichen. Fürst Christian spielte den verarmten Hochadel (mit breit gesteutem Grundbesitz in den ehemasligen deutschen Afrika-Kolonien und in Süd-Afrika und -amerika.  Über das Fernsehn durften die Esch- und Spika- und letztlich auch Pfeil-Opfer erfahren, dass bei Esch (&Co) nichts zu holen sei, denn alle Privatentnahmen seien auf dem Konto seiner Lebenspartnerin gelandet und die betrieb (mit ihm zusammen) dann in den USA eine der größten und profitabelsten Modell-Agenturen. Damals sind noch zu wenige aufgestanden. damals habe ich nicht nur Lieder für die und mit den KollegINNren gegen die schließung geschrieben (“Die WIBAU, das ist unser Leben… wer hat ihr die Kugel , wer hat ihr den Pfeil zum Abschluss gegeben? …). Was letztlich übrig blieb, war unser leider nur teilweise erfolgreicher Versuch aus der WIBAU-Konkursmasse die Lehrlingsausbildungsstätte zu retten und sie in ein überbetriebliches umlagenfinanziertes Ausbildungszentrum zu verwandeln … wovon jetzt das BBZ, die AQA übriggeblieben ist. (na ja, es liegen eben tiefe Gräben zwischen Intention und Wunsch und Wirklichkeit!).
Wir waren vor 25 Jahren bei der großen Solidaritätsveranstaltung im Saalbau Faß in Rothenbergen schon viel zu spät dran.

Wir müssen der Willkür des Kapitals und seinen blindwütigen Verwertungsgesetzen gemeinsam drakonische Schranken setzen!
Und wesentlicher Teil dieser schranken sind die Tarifverträge!
Natürlich ist es nicht erklärter böser Wille der VAC-Führungsriege, die tanzt gut klimatisiert und bestens überbezahlt nach der Pfeife ihres Götzen, des Kapitals, der “Seele” der Superreichen.
Und dafür geht sie über Leichen. Geschäftsmäßig!

Ungeachtet der Differenzen zwis chen mir und vielen anderen Unterzeichnern der Resolution “Eine Region steht auf” möchte ich sie nach Kraften unterstützen und sie unterschreiben.

Vor hier aus auch mein Apell an duie Kulturschaffenden der Region und auch darüber hinaus:
kommt aus euren Schreib-Schubladen und Schauspielhäusern, aus Opren und gesuicherten Partei-Kultur-Programmen in die Open-Air-vorm VAC-Tor

Auch für die Kunst
und ihre Zukunft spielt dieser Faktor keine
Nebenrolle
singt, schreibt, malt und spielt
vor dem
VAC-TOR

Mit solidarischen Grüßen

Hartmut Barth-Engelbart

Es folgt der WIBAU-VAC-Tor:
W-eiterbauen

I-st

B-esser

A-ls

U-ntergehen

…. Kurz vor Weihnachten 1983: schöne Bescherung für die Region Main-Kinzig, die WIGAU- Gründau-Rothenbergen, einetr der größten Starßenasphaltiermaschinen- und Betonpumpenbauer kurz vor dem Aus. 1250 Arbeitsplätze direkt bei der WIBAU und noch Mal bis zu 5000 drumherum gehen über die Wupper. 18.12. Solidaritätskonzert mit Julius Schittelhelm(ExEmbryo) und Bilblzu und einer türkischen Musik-Gruppe, 20.12. Diskussionsveranstaltung mit Gewerkschaftern und auch MdLs & MdBs der “Grünen” im Saalbau Fass: “Wie weiter mit der Wibau?”. In einem Flugblatt weren >Vosdaschläge unterbreitet: “Man darf sich nicht in die Tasche lügen: klar, der Markt ist zu. -Nach Innen und nach Außen. Der Nahe Osten ist verschuldet und im Krieg, Lateinamerika kann nichts mehr kaufen- und Beton und Asphalt gibt’s bei uns schon mehr als genug und Schulden auch. – Also haben die WIBAUerInnen keine Zukunft?

Wir meinen, es gibt einen Weg aus der sackgasse:

1. die hessische landesregierung muß Mittel aus dem Sofortprogramm ’83 für die Weiterführung der Ausbildung bei der WIBAU herausrücken und aus der WIBAU zum Teil ein umlagenfinanziertes Ausbildungs- und Umschulungszentrum machen.

2. Weiterführung der Ersatzteilproduktion – gelichzeitig schrittweise Umstellung auf andere Produkte – wie z.B. Rauchgasentschqwefelungs- und andere Filteranlagen, Kläranlagen (wie früher mit der ausgereiften WIBAU-Fördertechnik – nur noch besser!), dezentrale Energieversorgung, Müllentsorgung usw..

3. Patenschaften der Technischen Universitäten Darmstadt und Kassel, Finanzierung der Forschungsprojekte und des Prototypenbaus für z.B. dezentrale Energieversorgung durch die hessische Landesregierung

4. Eine breite, neue Produktpalette ist möglich. Die Qualifikation der Belegschaft und der maschinenpark der WIBAU bieten beste Vorfaussetzungen.

5. Ein Absatzmarkt für die neuen Produkte ist u.a. durch die öffentliche Hand zu svchaffen (z.B. Entwicklungshilfe!) Öffentliche Förderung für den Straßenbau gab es ja bisher auch!

6. Die Landesregierung muss eine Auffanggesellschaft bilden und mit den Banken ein Stillhalteabkommen aushandeln und die notwendigen Kredite beschaffen.

7. Um in Zukunft Fehlentwicklungen im Finanz- und Produktionsmanagement zu verhindern, muss die Belegschft den betrieb selbst verwalten…

(Autoren und v.i.S.d.P. die grünen Gewerkschafter Peter Völker und Hartmut Barth)

UND HIER FOLGT JETZT DAS LIED DER WIBAUERINNEN:

Im Refrain heißt die letzte Zeile: “nach vorne heißt manchmal zurück!”, weil die WIBAU früher schon im Bereich Be- und Entlüftung, Filtertechnik produziert hat. Und daran sollte die Konversion anknüpfen….

WIBAUen wir unser leben?Wie bauen wir unser Leben?
Wie bauen wir unser Glück?
Wie bauen wir unsere Zukunft?
Nach vorne heißt manchmal zurück!Fürst, Galen, Esch, Spika, die haben
Uns was wir geschaffen versaut
Das Werk und so unsere Arbeit
Und uns in den sack gehaut

Ein (aktuell erneuertes) Gedicht für die Belegschaft der Hanauer VAC

bei der heutigen (12.9.2008) Lesung des Textes/Gedichtes zur Unterstützung des Streiks
der Hanauer VAC-Belegschaft haben viele der über 300 KollegINNen  vor dem VAC-Haupttor Ergänzungs- und
Verbesserungsvorschläge gemacht, die ich bei der anschließenden 323.
öffentlichen Hanauer Widerstandsschreibung in das Gedicht mit eingearbeitet
habe.

Diesen Prozess nenne ich Demokratisioerung der Kunst in der Tradition Hanns
Eislers und Bertold Brechts. Das Gedicht habe ich  nach der Lesung auch ins
Gästebuch der Streikleitung eingetragen.

Unter Mithilfe vieler KollegINNen habe ich im Bereich des VAC-Haupttores
ein  DinA1-großes Plakat mit der neueren Version des Streikgedichtes
beschrieben.

Als zweiten Schreib-Standort habe ich auf Hinweis einiger Streikposten die
Mauer der Stadtwerke gegenüber der Süd-Ost-Einfahrt von Heraeus und der
benachbarten VAC-Einfahrt ausgewählt und hier eine noch Mal verbesserte
Version auf 2 DinA1 Plakate geschrieben:

Die
Herrn
ganz oben
die hätten es
besonders gern
nach Gutsherrnart
nach Lust und Laune
von Fall zu Fall, so wie
ihr Götze pfeift, das Kapital
nach Aussicht auf den Höchstprofit
nach Immobilienwert und Auftragslage
dann schaffst du ohne Pausen, ohne Feiertage
dann wieder Feierschichten und Bereitschaftsdienst
Wenn du in einer Putzkolonne im Zweitjob deinen Feierabend
in den gepflegten Managementbüros ganz oben bei der VAC verbringst

Dann zieht der Aufschwung merkel-spürbar in die oberste Etage
an dir vorbei und dir den letzten Cent beim Aldi aus der Tasche
und Ex-Kollegen treibt HARTZ 4 mit Ex&Hopp zum Griff zu Flasche
und deine Kinder jobben vor & nach der Schule
weil du mit jeden Tag noch weiter in die Schulden sinkst

Egal ob der Heraeus dich verkauft, ob Siemens oder JPMorgan über satt gestiegene Rendite grinst
Ob dir die BILD-Zeitung einbleut: “Du streikst? Du spinnst!!!”:

Alptraum des Seismographen auf dem Vulkan

Der Alptraum des Seismographen

auf dem Vulkan

 

Jedes Wort

und jede zeile

gleichen immer mehr

den Steinen

Sisyphos

ließ sie längst liegen

wozu soll ich mich auf Biegen

und auf Brechen

opfern ?

es sind

nicht nur

die müden Augen

die zum Lesen

kaum noch taugen

nicht das löchrige Gedächtnis

die das Schreiben mir erschweren

Wer denn will noch meine Worte hören

die beim Tanz auf dem Vulkan

nur die Party-Laune stören

 

Sie werden

mich noch

mit der Last

die ich für sie

den Berg mit schon fast

überirdischer Geduld

hinaufgetragen

unendlich

immer

wieder

steinigen

 

 

9.9.2008