Auch das hat der VS schon lange: Zum Feste HaBE ich das Beste vom letzten Jahr (?!) neu aufgelegt: GRENZGÄNGER & andere Leseproben aus meinen Roman-Fragmenten – barth-engelbart.de mit noch mehr Bildern

GEWISSEN LEUTEN WÄRE ES GANZ RECHT, ICH WÜRDE MICH VERPISSEN!

Denen sage ich knallhart, verbissen: Ihr Puppenspieler hinter den Kulissen und ihr netten Marionetten, ihr habt bei mir schon längst verschissen! Ich überleb euch, woll’n wir wetten? Euer Rufmord hat mich nur ermuntert. Der puscht mich noch bis über Hundert!


Hier gibt es die jüngste Fassung auch mit allen Bildern, Cartoons, Fotomontagen:
„Die Putztruppen“ mit noch mehr Klarnamen, Dokus, Bildern -erweiterte Fassung: – barth-engelbart.de

HaBE liest auf der Leipziger Buchmesse 2024 aus „Schlafende Hunde IX“: Wie soll ich schlafende Hunde wecken? Politische Lyrik lässt sich nicht verkaufen? Meine schon! – barth-engelbart.de
Putztruppen -Sammlung hier der Text ohne Bilder (aber leider auch mit Dopplungen! Einfach überblättern!)
Die PUTZTRUPPE “vögelt” bis zur Folter: 68/73er Polizistenmordfall PHK Finkh -4. Teil
“Vögeln” war das “geflügelte Wort” für die Verhörmethoden des Putztruppen-Triumvirats im 18. Kommissariat. Finkh, Vogel und Loos, das passte sogar namentlich. Nur Loos passte da nicht, aber dann doch, denn der war im Trio der Loser. Hilfssheriff für’s Grobe. Für alles, was die Greif-Kommandos noch nicht abschließend bearbeitet hatten. Schläge in die Weichteile, nicht ins Gesicht, denn das hätte man dann auf den erkennungsdienstlichen Fotos gesehen und dann musste man ellenlange Erklärungen abgeben über die Ursachen von Hämatomen, Platzwunden usw. … Finkh und Vogel waren eher spezialisiert auf die Psycho-Spiele. Das stand ihnen auch zu in ihrem Dienst-Alter. Körpereinsatz hatten sie hinter sich. Das war etwas für den Nachwuchs, der sollte sich austoben – oder halt für Loser wie Loos.
Carlos Nottraum-Ausflüge während der “Vögel”- Verhöre im Markuskrankenhaus, im Keller das Frankfurter Landgerichtes, im Klapperfeld, im alten Frankfurter Polizeipräsidium an der Friedrich-Ebert-Anlage, während des Schlagabtauschs von bösem und liebem Bullen halfen als Flucht nach Innen. Mit diesen Halbtraum-Ausflügen konnte Carlos Schmerzen mildern, sein Schweigen zu den Fragen nach den Rädelsführern besser durchhalten, den Angeboten von “Strafnachlass bei Kooperation” besser widerstehen ….. 3 statt 5 Jahre, das war doch schon ein verlockender Rabatt.
Von den Prügelorgien der Greiftrupps unter die “schützenden Fittiche” Finks und Vogels entlassen zu werden schien ihm zunächst wie eine Rettung. Koblenz, das war doch nicht nur die Erinnerung an die Operation im Bundeswehr-Krankenhaus, dieses Blutbad bei missglückter Anästhesie. Da war doch … Carlos blitze der Phantomschmerz durch die Eier. “Breit aus die Flügel beide, oh Jesu meine Freude!”, das hatte einer der Greifer angestimmt, während er mit drei weiteren Carlos Arme und Beine auseinanderzog und ein fünfter und sechster mit dem Gummiknüppel in die Weichteile drosch. Was war er damals so froh, dass er nicht in Koblenz bleiben musste und sofort nach Frankfurt überstellt wurde, wo ihn Finkh und Vogel maliziös grinsend empfingen: “Na, da haben die Koblenzer aber doch etwas über die Stränge geschlagen!” – “Die Samenstränge! Haha – naja, blöde Bemerkung! Haben Sie noch starke Schmerzen? Brauchen Sie vielleicht einen Arzt? Kein Problem, wir haben welche im Haus!” Echt rührend diese Fürsorglichkeit. “Aber ist auch kein Wunder, Wunder! Was machen Sie auch in Koblenz? Denen die Vereidigung versauen! Tausend Kameraden das Fest , die Stimmung vermiesen! Und dann die Kollegen in voller Montur durch die Stadt jagen! Ist doch verständlich, dass die sauer sind. Wochenende weg, Überstunden … “.
Koblenz, Bundeswehr, öffentliche Rekruten-Vereidigung, das war doch erst 76?` Das Blutbad war früher, 10 Jahre früher. In der Stube hatten sich die Kameraden beschwert wegen seines Dauerschnarchens, das auch mit Handtuchschlägen nicht zu stoppen war. Der Oberstabsarzt im Revier entschied: Knorpelbeseitigung. Nasenbeinbruchfolgen. Atemaussetzer. “Bevor der unter der Gasmaske abnippelt, ab nach Koblenz!”.
Im Panzergrenadier-Bataillon 362 hatte die “Deutsche Eiche”, ein Schüler des “Schleifers von Nagold”, einen Fähnrich in den NATO-Draht getrieben. Er blieb dort hängen und wurde, weil er trotz Anruf und Warnschuss versuchte weiter zu klettern, von einem Wachsoldaten erschossen. Carlos Freund Franz hatte wie er als Offiziersanwärter den Kriegsdienst verweigert. Nein, er hatte nur gewagt, den Antrag auf Anerkennung als Verweigerer zu stellen. Die Verhandlung stand noch aus.
Die “Deutsche Eiche” fickte noch viele andere in den NATO-Draht, in den Wahnsinn im Bau. Jakob war einer davon:
Der Zucht entflohen
Der Flucht entzogen
Jakob haben sie gezogen
Schon lange vor der Bundeswehr
Wo ihn die Schleifer griffen
Er wurde lange vorher schon geschliffen
Und nicht gefragt
Willst du unter die Soldaten
Sie zogen und warfen ihn darunter
Er kam unter die Soldaten
Wie Kinder unter die Räder kommen
Dem Findelkinder- und Erziehungsheim
Entwachsen
Mit Fenstergittern in den Augen
Sie haben ihn gezogen
Mit Haut und Haaren
Mit Haut und Knochen
Sie krallten ihn zu unterjochen
Sie haben ihn belogen
Sie zogen ihm das Fell
Erst ganz langsam
Und dann schnell
Über seine Findelkinder-Segelfliegerohren
Da ist er so vor fast 40 Jahren
Mit heiligem Zorn fast zum Himmel gefahren
Erst sang er die alten Lieder
So lieb und treu wie die Alten sungen
Und als er dann entdeckte
Dass das Gitter nicht in seinen Augen steckte
Und er sich nach einem Fluchtversuch
die frischen Wunden leckte
Da sang er mit Inbrunst und Engelszungen
Soldatenlieder mit ganz neuen Texten
Gegen den Krieg und macht das Tor auf
Und nieder mit Stacheldraht und Todesstreifen
Er sang er schrie sie immer wieder
Er hat den Natodraht verflucht
Die Panzer- und die Ausgangssperren
Hat er laut lachend niedergesungen
Hat seinen Notausgang gesucht
Und ihn dann auch gefunden
Als wir ihn fanden
Draußen vorm Zaun
War er schon abgehaun.
Aber diese Fickerei bei der Bundeswehr war im Vergleich noch harmlos gegen das, was die Hauptkommissare Finkh und Vogel “Vögeln” nannten. Wenn die beiden Carlos in der Mangel hatten, dachte der, es sei nicht mehr weit zu den Folterorgien im Klapperfeld vor 30 Jahren oder 40 oder 50. Waren es nicht schon 60? Während der Verhöre konnte Carlos ab einem bestimmten Punkt nicht mehr genau sagen, in welchem Zeitabschnitt er sich gerade befand.
„Kameradenschwein, so sagt man doch auf Deutsch? Oder nischt?
Weil isch meine Kameraden nischd verraten wollte, aben mir die GESTAPO-Leute die Zähne ausgetreten. Die Oden zerquetscht & die Aare ausgerissen ..“
So, wie der die letzte Silbe jedes Wortes mit zwei und mehr Silben betonte und nach hinten hochzog, musste es ein Franzose sein.
Mit einer kurzen theatralisch eleganten Handbewegung, die so ganz und gar nicht zu seinem speckig abgeschabten Zweireiher und noch weniger zu seinem Narben übersäten Gesicht passte, riss ihr „Chauffeur“ sich seine eklig-klebrige Frisur vom Kopf ….. eine Bewegung, die Carlos an die Szenen aus den Drei Musketieren erinnerte, wenn die vor ihrem KÖNIG bei der AUDIENZ die Hüte zogen und dabei einen Hofknicks machten….Hofknicks? Den machten doch nur untergeordnete Hofdamen. Jedenfalls gingen die Musketiere bei ihren Ergebenheitsbezeugungen so weit in oder auf die Knie, dass sie dem König die Füße küssen konnten.
Der Schneider schüttelte seine Perücke aus, lies sie in den Schoß fallen und strich sich mit beiden Händen über die Glatze, während er das Lenkrad mit den Knien bewegte beziehungsweise festhielt.
„Vielleischt aben sisch die ERREN aus meinem Skalp ja noch einen Lampenschirm gebastelt, so wie der Doktor Mengele….
ihr kennt diesen Docteur nischt ?…
aber vielleischt abt ihr schon mal…diese Maschin gesehen … ? in die Bauerei ?
wie sagt man das rischdisch ?
in die Landwirtschaft?
Wenn in die Bauerei Pipi und Kaka de la vache gestreut in die Felder tut die Bauer das in Deutschland mit ein gros Maschin von Monsieur le Docteur Mengele….“
Er wurde ärgerlich, fing an zu stottern, mischte sein zunächst fast gestochenes Hochdeutsch immer mehr mit französischen Brocken, bis sich das Verhältnis umkehrte und er richtig wütend wurde.
Auf seine Passagiere?
Carlos beschlich ein beklemmendes Gefühl, er spürte seinen Puls bis in die Haarspitzen ..
Brennende Herrenhäuser, Schreie, Wimmern, Heulen, messerscharfe Kommandos in unverständlichen Sprachen, Schüsse … flüchtende Frauen und Kinder, stürzende Pferde …. Seine Mutter hatte ihm die Bilder gezeigt, die ihr Großvater ab 1902 aufgenommen hatte, als Polen, Letten, Kaschuben, Litauer und Russen anfingen, sich am russisch-deutsch- baltischen Adel für die Jahrhunderte lange Sklaverei und Fronarbeit zu rächen. Carlos Vorfahren hatten dabei noch das Glück, dass der deutsche Kaiser sie gerade noch rechtzeitig als „Volksdeutsche“ aus Reval in das seit 1871 wieder deutsche Elsass geholt hatte, um dort die republikanisch-widerspenstigen Preußenhasser zu re-evangelisieren, zu re-germanisieren , „Eindeutschen“… Sicher wusste der Schneider auch das …
„Egal, diese gros Maschin für l’Agriculture, comment s’apelle ?
Jauchesteuer? Scheißesteuer?
Non, pas la merde pour l’etat, pas les taxes !.
Miststreuer ? C’est ca ? Vous comprenez ? Oui, d’accord !
Isch abe in das Elsass in die Landwirtschaft gearbeitet, in Baden pres de Fribourg, in Menzenschwand in eine Uranium-Bergwerk, in Schwetzingen und apres in Schwaben, bei Pforze-eim und bei Möckemühle und in eine Mercedes-Fabrique in Basturqueeim … und der Docteur Mengele lebt wie der Gott in Frankreisch in Argentinien und seine acienda bezahlt er mit seine Miststreuer-Profit aus Deutschland.“
Der Schneider lachte kurz auf. Es klang fast wie Bellen. Wer bellt, der beiß nicht !?
Die Citroen-Maschine warf sich jetzt mächtig ins Zeug, ging majestätisch in die Kurven wie ein Dampfer auf hoher See. Den nicht blinden aber etwas sprachlosen Passagieren wurde dabei ziemlich mulmig. Obwohl der Schneider jetzt wieder die Hände am Steuer hatte. Das Gespräch während der Weiterfahrt in Richtung Paris wurde immer einseitiger. Hannes , Gerd und Carlos schwiegen. Nein, im Nachinein wußte Carlos, dass allein er und Gerd schwiegen.
Hannes sagte nur nichts.
Da war er wieder, dieser hermetisch verschlossene Raum, dieser versteckte Innenhof, dieser Hochsicherheitstrakt, in den Hannes vielleicht noch Gerd, seinen „Zwillingsbruder“, aber ihn – Carlos nicht einließ. Das tat weh…war ihm etwa nicht zu trauen ? Wollte Hannes ihn schützen? Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!? Trotzdem …
Der Kartoffel-Zitronen-Schneider aus Marseilles kommentierte ohne seine im KZ „verloren gegangenen“ Zähne – überbrückte das Schweigen…
„abe ich eusch erschreckt ? Mit meine Glatze ? Mit dem zahnlosen Narbengesicht? Mit meinen Worten ? Ja, ich weiß, ihr seid ein anderes Deutschlande, ein neues, das macht mir offnung. Ihr konntet nischt aussuchen eure Eltern und die Großeltern. Vielleischt isch mache eusch Angst, solsch eine Gespenst wie isch, in einem Gangsterauto, wie Jean Gabin,- aber ohne Aare und ohne Bauch“
Er hoffte wohl auf ein Lachen, wenigstens einen Anflug von Lächeln, ein leichtes Grinsen. Aber die Drei saßen zwischen den geplatzten Kartoffelsäcken und den herumrollenden Zitronen am Boden versunken in den unergründlichen Citroenpolstern und schwiegen mit niedergeschlagenen Blicken.
„In welchem KZ hat ihnen die GESTAPO die Zähne ausgeschlagen ?“
Woher Hannes jetzt den Mut nahm, den Zahnlosen zu fragen. War‘s der Mut der Verzweiflung ? War‘s die Angst vor drohender Vergeltung? Vielleicht würde der Schneider, beziehungsweise, das, was die GESTAPO von ihm übriggelassen hatte, sie allesamt an den nächsten Chausseebaum klatschen. Stoff für einen Fünfzeiler im Polizeibericht der Boulevard-Presse … oder auch ein größerer Aufmacher bei Le Monde:“Späte Rache eines Nazi-Opfers?“ Der Citroen hatte starken Seegang. Ein Gefühl wie auf der Titanic. Nur ohnen Tanzsaal und Orchester. „Spiel es noch einmal“. Nein das war der falsche, dieser andere Film, aber spielte der nicht auch in Frankreich. Algier ? Casablanca ! James Dean in der Hauptrolle ? Nee, es war Humphrey Bogard und Ingrid Bergmann … Und der Vichy-Franzosen-Flick hatte rechtzeitig die Seite gewechselt. „Hau matsch Watsch is it?“ übt ein altes jüdisches Ehepaar für das Land ihrer Rettung…
„Strutthof en l‘ Alsace – und das Schlimmste war nischt einmal die GESTAPO. Das Schlimmste war die Behandlung dursch das normale Lagerpersonal.“
Der Schneider hatte sich anscheinend wieder gefangen und zu seinen Deutschkenntnissen zurückgefunden zu einem verblüffend umgangssprachlichen Erzählton, der im krassesten Gegensatz zum Inhalt stand:
„Das waren alles elsässische Nazis,- HIWIS, die ihre Landsleute am sadistischsten quälten .. elsässische Kommunisten, Leute aus der Resistance .. bevor die wegen der Unzuverlässigkeit der Vichy-Kollaborateure ins REICH, in die KZs auf der reschten Rheinseite gebracht wurden….“
Hannes Augen waren zu schmalen Schlitzen geworden. Die Lippen zu Strichen.
Gerd suchte krampfhaft angestrengt seine mageren Französisch-Kenntnisse zusammen. Man sah es an seinen bis zur Schläfe anschwellenden Halsschlagadern.
Die Stille war unerträglich.
Und Carlos wollte sich auf keinen Fall die Blöße geben und etwas aus dem Liliput-Dictionaire vorstottern.
Gerd schaffte es, und fragte erst stolpernd nach den Kindern des Olymp, nach Gerard Philipp, nach Juliette Greco, Marcel Morceau, Django Reinhardt, nach der Rolle der Piaf, die doch mit Vichy kollaboriert haben sollte … nach Johnny Stark und Mireille Matthieu, dem überzuckerten Piaf-Abguss für deutsche Kriegs- und Nachkriegsveteranen. Und als dann der Schneider auch noch meinte, sie seien aber sehr gut informiert über “la grande Nation”, wurde Gerd tollkühn und erkundigte sich nach den Auftritten von Johnny Holliday im Olympia, und ob und wo man noch Karten bekommen könne und wie viel das kosten würde.. Carlos war diese gestelzte Konversation unendlich peinlich. Zumal alles etwas arg dick aufgetragen war, angesichts ihrer schwindsüchtigen Reisekasse, aber dann kriegte Gerd doch noch die Kurve zu den vordringlicheren Fragen. „Esceque vous savez un Hotel à Paris pas si chere pour nous ? «
Ein kleines Hotel auf der Seine-Insel ????(Mike Weiss eine) in der Rue … Sie sollten sich dort nur bei der Consierge melden und sagen, der Schneider aus Marseille hätte sie geschickt. Das würde reichen. Er bräuchte sie gar nicht selbst dort vorzustellen, das mache er immer so.
Trotz Carlos im hintersten Hirnwinkel nach wie vor schlummernden Verdachts, der Zahnlose könne sich eventuell doch noch an ihnen rächen und sie in Paris ins Verderben schicken – in die Pariser Unterwelt, nur ohne Jaques Offenbachs Libretto und seine neckischen Can-Can-Tänzerinnen .. trotz all dieser Befürchtungen stellte sich die Adresse als zwar nicht gerade 5 Sterne-Hotel aber dafür als kostenlose Bleibe für sie heraus. Ihnen stand die Welt ohne Geld offen. Paris graduite! Nur der Gedanke daran, dass die französischen Ferien schon längst begonnen hatten und man auf der Rue Saint Denis mehr Deutsche als Franzosen treffen würde, trübte den Sonnenschein über der Seine etwas. Dass sich die tieferen Gründe ihrer Reise bereits seit einigen Tagen an der bretonischen Küste mit ihren katholisch gestrengen Eltern züchtig vergnügen mussten, machte die Stimmung auch nicht besser. Obwohl die drei vergötterten Doppel D’s – Diane, Dominique und Dorothee Delbes, die sie als die Drei Musketiere aus der elterlich-züchtigen Gefangenschaft zu befreien gedachten, hatten ja drei Monate Sommerferien. Da war also doch noch genügend Zeit für Paris…auch wenn die Ferien daheim einen Monat kürzer waren …. Egal
Die Concierge meinte in gebrochenem Deutsch:
“ wenn der Schneider aus Marseille sie at empfohlen, ca fait rien! Combien d’jour?“
„ Pour troi!“
Hannes war am Zuge, der konnte am besten Französisch.
Logisch ! Karlsruhe lag doch in der französischen Zone! Ober wenigstens näher dran als Frankfurt. Carlos hatte mal eben Karlsruhe mit Baden-Baden verwechselt, von wo aus die Panzerverbände unter General Massue von Charles de Gaulle nach Paris abkommandiert wurden, um die Hauptstadt vor der Revolution zu retten und Carlos stürmte zusammen mit Tausenden von Studenten von Saarbrücken nach Forbach, um Danys Einreise nach Frankreich zu erzwingen. Er sah die Maschinengewehrnester der CRS ganz deutlich an den Hängen hinter dem Grenzübergang, man sollte sie wohl sehen. Man wollte sie damit einschüchtern, doch sie waren nicht aufzuhalten. Und Carlos schon gar nicht. Die beiden Beine in Gips nutzte er auf seinen Krücken wie Rammblöcke. Rammböcke, heißt das, du Dumpfbacke! Nein, es sah nur so aus. Er konnte damit riesige Sätze machen, die Krücken weit vorne aufsetzen, die Beine nachziehen bis sie fast waagrecht durch die Luft nach vorne flogen und dann mit den Krücken ruckartig abstoppen – keinen halben Meter vor der Dreifach-Kette der französischen Nationalgarde. Früher im Sportunterricht hatte er den Unterschwung nie richtig hinbekommen, aber nach 12 Wochen im Doppelgips war er da fast Olympia-reif
Hoppla, der Schneider war 1964 oder 65, das mit Dany war 68 ..
Schon wieder verirrt, verträumt.
In welchem Zeitabschnitt befand er sich jetzt?
Was wollte Vogel und wer war Vogel?
Wer war der Vogel hinter Vogel ?
So viel war Carlos trotz allen Nebels vor Augen und im Hirn klar:
Es ging Vogel um seinen Kopf.
Aber womöglich ging es dabei auch um Vogels eigenen Kopf.
Was wusste Vogel von Finkh ?
Wusste Vogel von der Verbindung zwischen Hannes Schwarzmüller und Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh?
Suchte Vogel im Rahmen des erneuten Ermittlungsverfahrens – nach der Entdeckung der Fälschung im Bekennerschreiben dieses Obdachlosen in Preungesheim?
Suchte Vogel nach Finkhs Mörder ?
Vermutete Vogel durch ihn, durch Carlos fündig zu werden, Hannes zu finden oder Gerd, die sie beide anscheinend bis heute nicht auseinander halten konnten oder wollten ?
Gerds Mutter war längst unter der Erde, Gerds Vater, der Pfarrer schon über 40 Jahre. Konnte man da noch taugliches DNA finden ?
Vielleicht.
Exhumieren ging immer noch. War aber doch etwas aufwändig.
Bei Hannes war es leichter möglich.
Hannia Schwarzmüller, seine Mutter lebte in der Nähe von Durlach in einem Altersheim. Dort könnte das BKA mühelos ausreichend Proben besorgen, reine Routinesache, wie in jedem mittelmäßigen TATORT.
Und die Leiche oder zumindest Leichenteile des 1972 erschossenen vermeintlichen Hannes Schwarzmüller hatten die Dienste für weitere Ermittlungen sicher konserviert.
Was konnte Carlos gegenüber Vogel raus lassen, ohne Hannes oder Gerd zu gefährden? Weder von Gerd noch von Hannes gab es seit diesem 2. Juni 1972 in Augsburg ein Lebenszeichen, aber welcher von den Beiden war in Augsburg erschossen worden ?
Egal,…
Und wenn du es dir aussuchen könntest ?
Stell mir nie wieder solch eine Frage!
Für Carlos waren sie eh Eines geworden.
Sein Zustand war instabil, aber Carlos war stabil genug, um zu wissen, dass sein Zustand instabil war. „Wir wissen nicht, was die Ursachen für Ihre Blackouts sind, ihren Gedächtnisverlust, ihre Gleichgewichtsstörungen, ihre Schwindelgefühle..“ , orakelten die Weißkittel, Halbgötter in Weiß ? Nö, das nicht. Von Oben herab nur deshalb, weil er lag und sie um ihn herum standen. Nur die leicht feixende Nachfrage, ob er „Wiederholungstäter“ sei, eine Frage, die ihm immer wieder gestellt wurde, machte ihn etwas unsicher. Offenbar konnten die Ärzte an Hand der Röntgenbilder und der Kernspintomographien die Spuren der verschiedenen öffentlich rechtlichen Kopfzerbrechen finden. Seine ebenfalls öffentlich rechtlichen Dauerbesucher ließen auch für die „Schneemänner“ den Rückschluss zu, dass es sich bei Carlos Gehirnerschütterungen, Schädel- und anderen Brüchen nicht um normale Arbeitsunfälle handeln dürfte.
Carlos Hirn arbeitete in Dämmerzustand, im Energiesparmodus, im Schonwaschgang. Langsam aber erstaunlich klar.
Er wusste, er konnte sich nicht lückenlos auf sich, auf sein Gedächtnis verlassen, brauchte Hilfskonstruktionen, um die mosaikstückartigen Erinnerungsfetzen richtig zu ordnen. Hatte nicht Vogel gesagt, er wolle ihm nur bei der Rekonstruktion seines Gedächtnisses behilflich sein ? Dieses hinterhältige Schwein. Unter Druck sollte er nichts ordnen sondern im Chaos Details verraten, die dann der Vogel professionell zusammensetzen würde…
Warum hatten die Ärzte nichts von seinen Doppelbildern erwähnt ? Von den gerissenen Sehnerven ? Das hätten die doch wissen müssen ! Oder doch nicht. War er im falschen Zeitabschnitt, traumwandelte er durch vergangene Ereignisse und hielt sie für gegenwärtig ? Sein Halbschlaf produzierte Albträume, Wahnsinnsspiralfilme. Wenn die Ärzte jetzt seinen Doppelblick nicht erkannten, dann hatte er vielleicht gar keinen, dann war das alles nur Einbildung und über ihm hingen tatsächlich 8 Neonleuchten und nicht vier .. und Geraden wurden durch Schiefen gebrochen und rechte Winkel zu unrechten gedehnt oder gestaucht . Es gab keine wirklichen Parallelen. Hier im Krankenzimmer trafen sich diese Linien nicht erst in der Unendlichkeit. Die acht scheinbar parallel angebrachten Neonleuchten trafen sich bereits über dem Fußende seines Bettes. So gesehen war Rudolf Steiner mit seinem Waldorf-Anthroposophen-Humbug völlig überflüssig! Es gab überhaupt keine rechten Winkel.
Carlos versuchte verzweifelt aus der Waldorf-Spirale zu fliehen. Wann war das Jetzt ?
Er verwechselte Zeitabschnitte, kondensierte Ereignisse, übersprang Dekaden, weil sich die Polizeieinsätze kaum unterschieden. Eine Unterscheidungsmöglichkeit gab es selbst in den Albträumen: wenn ihm Gesichter erschienen, bevor der Knüppel zuschlug, konnte Carlos Szenen aus den 60ern und 70ern gealpträmt haben.
Waren in den Warrior-Rüstungen keine Gesichter mehr zu erkennen, dann mussten die Szenen aus den 80ern und 90ern stammen oder bereits aus dem neuen Jahrtausend
So what? Nemo Problemo!?
Von wegen ! Das Chaos in Carlos Kopf war unbeherrschbar. Er tauschte scheinbar oder tatsächlich austauschbare Figuren aus: Finkh erschien ihm als Vogel, Vogel als Loos oder allesamt wieder als die etwas blasseren anderen Mitspieler bei „Lieber Bulle, böser Bulle“, deren Namen sich in den Wolkenschleiern in Carlos angeschlagenem Hirn aufgelöst hatten. Nebelkrähen, die in diesigem Wetter am Straßenrand geduldig darauf warteten, dass die Raubvögel ihnen etwas Aas übrigließen.
Carlos wachte auf, verharrte aber vorsichtshalber in Scheinschlaf, vergewisserte sich durch die nur spaltbreitgeöffneten Augenlieder, ob er ungestraft die Augen öffnen konnte „Wie fröhlich bin ich aufgewacht, wie hab ich geschlafen so sanft die Nacht, hab Dank im Himmel oh Vater mein… „ Warum fiel ihm jetzt dieses frömmelnde Lied ein, mit dem er als Kind schon zusammen mit der Muttermilch zwangsernährt wurde, ohne es freilich so zu empfinden. Da gab es noch keine Albträume, keine Angstattacken oder vielleicht doch….
Carlos riss sich aus den Kindheitserinnerungen, bevor sie ihn verschluckten und probierte mit aller Kraft den Einstieg in die noch beängstigendere Gegenwart.
Der Vogel schien ausgeflogen zu sein.
Oder war es Loos oder Finkh ?
In welchem Zeitabschnitt befand er sich gerade.
Sein Kopf rangierte 10, 20, 30 Jahre …
Das mit den Doppelbildern, mit dem gerissenen Sehnerv bildete er sich nicht ein, das war Fakt. Vogel war der jüngste in der Reihe. Carlos war sich fast sicher, es musste das Jahr 2006 sein. Er öffnete die Augen ganz weit, suchte sein Zeitraster, die Quadratreihen der Neonleuchten über sich, sah sie nur verschwommen, griff neben sich zum Nachttisch nach seiner Brille. Die Doppelbilder, die gestauchten rechten Winkel, die sich kreuzenden Parallelen waren weg, klar doch, die Augenoperation war erfolgreich verlaufen. Carlos konnte wieder einigermaßen klar sehen.
Vogel war ausgeflogen. Zumindest flatterte dieser Leichenfledderer nicht mehr über ihm. Auch das ein Zeichen, dass er noch lebte. Vogel, dieser Aasgeier. Das Bild stimmte irgendwie schon.
Carlos spürte sich ab Bauchnabel abwärts verwesen.
Hatte er seine Beine noch ?
War sein Henkel wenigstens noch zum Entwässern zu gebrauchen ?
Ein prüfender Griff fand etwas Weiches, was leblos zwischen den beiden Säulen lag, die sich anfühlten wie Teig, wie ungebackene Brotlaibe und wahrscheinlich seine Beine waren.
Heute bleibt der Henkel trocken!
Ha, ha.
Das war überhaupt nicht lustig.
Wie sollte er mit diesem schlaffen Ding umgehen, wie sollte er gezielt Pinkeln, wenn er nicht Mal fühlen konnte, ob dieses tote Stück Fleisch weit genug in der Urinflasche hing.
Und was war, wenn sich diese Taubheit weiter nach oben ausbreitete.
Vogel hatte ihm vielleicht was in den Tropf gespritzt, um ihn weich zu kriegen, seine Selbstkontrolle auszuschalten. War er nur deshalb rausgegangen, um auf die Wirkung zu warten? Mal schnell auf ne Rindswurst und nen Kaffee in die Kantine und dann stank er wieder so, wenn er sich über Carlos beugte.
Da beugte sich etwas über ihn. Vogel war es nicht.
Bilder, wie überbelichtete Dias. Blendend weiße helle Flecken. Verfinsterten sich plötzlich in dunkle Wolken, die sich zu Nasen, Mündern, Augen formten, Gesichter dicht über ihm, so dicht dass er sie nicht richtig erkennen konnte. Jetzt wieder blendendes Weiß, hochgeschlossene weiße Anzüge, Kittel ..er war wieder umzingelt von Schneemännern und dann kamen diese großen Ohren auf ihn zu, man wollte ihn abhören !
Carlos drehte den Kopf – versuchte ihn zu drehen. Es knirschte bedenklich, aber das Knirschen kam nicht von seinen Halswirbeln. Die knackten nur kurz und schmerzten leicht. Aber die Drehung reichte Carlos, um neben seinem ein zweites Bett zu entdecken, ebenfalls mit Galgen und Tropf ausgerüstet. Und was das knirschte, waren die Bettfedern dieses zweiten Bettes.
Carlos sah einen flachatmenden Blondschopf zwischen Kissen und Bettdecke liegen, der sich jetzt langsam zur Seite drehte und ihn mit stahlgraublauen Augen anstierte. Terence Hill-Verschnitt.
So ganz klar schien der Junge noch nicht bei sich zu sein.
Wo war Vogel, wo war Finkh, wo war Loos. Was war los.
Carlos beschlich das Gefühl, in eine Falle geraten zu sein. Bisher konnte er sich wenigstens nachts für ein paar Stunden der Beobachtung und der peinlichen Befragung durch die Kriminalen entziehen. Auch laut denken, fluchen und schreien, bis einer der Pfleger ihn zur Ruhe mahnte: „Wir können Sie auch gerne in die Geschlossene verlegen!“
Das reichte dann zur Beruhigung, denn Carlos wusste aus seinen goldenen Zivildienst-Zeiten, wie man mit auffälligen Patienten und dabei jedes Menschenrecht umging. Beschwerden erhöhten lediglich die Prügelfrequenzen und die Sedativdosierung. AOK hieß Alles Ohne Kontrollen. Ombudsstellen, Patientenfürsprecher, solche sozialdemokratischen Mitbestimmungsspielwiesen waren in der Regel was für Privatpatienten und auch bei denen dienten sie mehr der Beruhigung von Angehörigen als der Abschaffung von Willkür. Bei besonders „querulatorischen“ Fällen schossen die Pfleger zum „Selbstschutz“ die Beruhigungsmittel mit einem Projektil auf ihre Delinquenten.
Carlos war schon froh, dass dabei nicht mehr ins Auge ging. Szenen wie aus dem Schlachthof. Die „Brüder“, wie sich die Pfleger in den Anstalten der Inneren Mission nannten, waren eben beim Abfingern wesentlich sicherer als beim Abdrücken, obwohl besonders die Älteren direkt nach dem Morgengebet im Speisesaal vor wie nach dem Frühstück sich mit ihren Schießkünsten bei der Wehrmacht brüsteten. Für den Treppenjäger war das prustend spuckende Imitieren eines Maschinengewehrs die ritualisierte Einstimmung auf den Arbeitstag, Morgengebetsverlängerung: „ Und so hab ich dann einen Russen nach dem anderen kalt gemacht!“ Jeden Morgen ein „Unternehmen Barbarossa“. In seinen über 20 Inneren Missionsdienstjahren hatte er als Fortsetzung seiner abgebrochenen Äußeren Mission an der Ostfront offenbar große Teile der Roten Armee liquidiert. Morgen für Morgen mindestens Zehn ostische Untermenschen, mal 364, mal 20, und die , die er mit dem Nachtgebet noch erledigte noch nicht mal mitgezählt ergab das eine stolze Abschusszahl von über 60.000 … und das Haus hatte so ungefähr 40 Brüder und davon mindestens fünf „Barbarossa-KleinUnternehmer“
Der Treppenjäger sorgte für Ordnung in der Anstalt, in diesem Haus Gottes. Gleich nach den Russen beim Morgengebet stürzte er sich noch am letzten Stück Frühstücksbrot kauend auf sein tägliches Zweitopfer im Treppenhaus, den Trambahnmaler. Carlos hätte tagtäglich das Bild dieses Trambahnmalers malen können. Es hat sich in sein Hirn gebrannt. Dieser weich wirkende hartnäckig versteinert still stehende Zeichner, der nicht von der immer gleichen Treppenstufe wich, auch wenn er sein Bild fertiggezeichnet hatte. Ein Bild, das einen weich wirkenden hartnäckig versteinert still auf der offen Plattform eines Straßenbahnwagens stehenden Mann zeigte, der einen Foxterrier wie sein Kind im Arm hielt, fast so wie der Zeichner seinen Zeichenblock, dessen oberstes Blatt mit dem fertig gezeichneten Bild er jetzt am rechten perforierten Rand mit dem Bleistift vorsichtig löste und es nach links umblätterte, wo es sich mit äußerster Vorsicht erst über und dann unter die vielen anderen Blätter mit den gleichen Bildern legte, um so dem nächsten Blatt, dem nächsten Trambahnfahrer mit Hündchen Platz zu machen …
Carlos hatte den Ton abgeschaltet, das Kreischen der Patienten, das Schreien der Pfleger, das Getrappel der Holzpantinen auf den Fluren, jetzt musste er nur noch den Geruch wegblenden – ein Szene voller Ruhe, Adolf Menzel hätte das Licht und Schattenspiel mit diesem unverrückbaren verrückten verzückten Zeichner auf der Treppe sofort gemalt. ..die Morgensonnenstrahlen im staubigen Dunst des Anstaltstreppenhauses. Der Tramfahrer hätte auch ein Heiligenbild von Caspar-David Friedrich abgeben können.. Delacroix hätte ihn als Spanier gemalt….
Mitten in diese Menzel-Friedrich‘sche Idylle stürzt der Treppenjäger auf sein Opfer, brüllt mit sich überschlagender Stimme, prügelt auf den Zeichner ein, zerrt an ihm herum, versucht ihn die Treppe hinunter zu drängen, kann ihn aber keinen Zentimeter bewegen. Der Trambahnfahrer stöhnt nur leise unter den Schlägen , bleibt aber stehen wie ein Baum, eine Säule, bis zwei weitere Brüder dem Treppenjäger zu Hilfe kommen, dem Zeichner die Arme auf den Rücken drehen und ihn gebeugt von der Treppe weg in Richtung Keller zerren. Wenn er sich nicht zu stark wehrt, kriegt er die Sedierungsspritze schon auf der Treppe. Sonst folgt im Keller die Gitterzelle und aus sicherem Abstand der Fernbeschuss mit dem Projektil …
Es war zum Verrücktwerden.
Carlos kniff sich ins Ohrläppchen. Er hatte sich verträumt. Das war doch 1966 oder 67, als er mit einer Überdosis vergeblich die Flucht aus diesem evangelischen PsychoThriller versucht hatte. Heil- und Pflegeanstalten der Inneren Mission. Nieder-Ramstädter Heime. Der Name der Rose mit seinen bettelmönchigen Qualtingerszenen im Kloster Erbach war dagegen eine Kinderbelustigung. Wolfsrachen und Fischhäute, mehrfach behinderte Kinder mit heraushängenden Enddärmen, menschenähnliche Wesen, die sich beim Füttern in die Löffel verbissen, um den Pfleger nur für ein paar Sekunden länger bei sich am Bett zu halten, deren Gaumen und Gebisse zerstört waren, weil man den Biss nur mit dem Verkannten des Löffels gewaltsam öffnen und so den Löffel aus diesem Loch im Gesicht herausziehen konnte, um den Löffel und dann das beißende Loch wieder zu füllen oder das nächste urlautende Bett abzufüttern. Das alles war noch zu ertragen. Carlos lernte diese Fast-Menschen-Kinder kennen und auch fast lieben, wenn sie ihm grunzend mitteilten, dass sie sich freuten, wenn er an ihr Gitter-Bett kam. Unerträglich wurde es aber, wenn Carlos mit ansehen musste, wie die christlichen Brüder diese Wesen schlugen und sexuell missbrauchten ….
Das Aufwachen nach dem missglückten Selbstmordversuch war genauso vernebelt wie jetzt, wo er sein Zeitregister an der Decke nicht klar erkennen konnte.
Verlaufen, verfahren, verloren, verirrt ? Verträumt.
Hatte er im Schlaf gesprochen ?
Die Mittsechziger Phase war nicht so riskant. Hoffentlich hatte er von den Anderen nichts erzählt.
Carlos musste sich zukünftig noch schärfer kontrollieren. Kontrolliert schlafen ! Kontrollierter Halbschlaf.
Wie lange sollte das hier noch dauern? Das war Folter. Es reichte ihm.
Nicht nur, dass er nicht wusste, was dieser Vogel von ihm wollte. Er bekam keine Auskunft darüber, was mit ihm und wann es passiert war. Was man und wer was mit ihm vorhatte.
Und wenn sie ihm es sagten, konnte er ihnen glauben?
Natürlich nicht, und wenn doch, was nützte es.
Was war wahr, was stand fest?
Die Erde war fließendes Magma mit dünner abgekühlter Schale.
Alles war im Fluss. Die Kontinente drifteten auseinander und aufeinanderzu, unter- und übereinander , Italien schob sich unter die Alpen. Bayern versuchte die Zugspitze zu überwinden. Der ostafrikanische Graben wurde jährlich um einen Zentimeter breiter und so und so stand der Weltuntergang vor der Tür. Endete nicht der Mayakalender 2012 ? Mit einem Blick zur Decke in sein Neonlampenzeitraster wollte Carlos sich vergewissern wie viel Zeit ihm da noch blieb.
Er schaffte es nicht.
Hochnebel, ?
Eher wie Schlieren aus Flugasche, dunkelgrau.
Kam das jüngste Gericht etwa schon vorzeitig ?
Alles im Fluss, Nichts steht fest.
Auf nichts ist Verlass.
Nur dieser sau doofe, pseudoschlaue Spruch schien zu stimmen, den jeder Halbbildungsbürger bei allen unpassenden Gelegenheiten absonderte:
Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Na, toll!
Zweiter Versuch.
Carlos suchte am Galgen, der nicht bis in den Nebel reichte, vorbei nach seinem Kalender.
Sonst konnte er ihn immer durch das Dreieck des Trapezgriffes orten. Doch das Neonraster wurde von dunklen Wolken verdeckt, die durch das Krankenzimmer zogen.
Wolken im Zimmer?.
Das war hier doch keine Open-Air-Veranstaltung!
Er rieb sich die Augen, doch die Wolken blieben, wanderten mit seinem suchenden Blick.
Er schloss die Augen und wartete, öffnete sie wieder, der Nebel war noch da, aber etwas verschoben und heller.
Er schloss die Augen noch einmal und übte sich in Geduld.
Augen auf!
Wie bei einem Kindergeburtstag oder an Weihnachten bei der Bescherung.
Schöne Bescherung !
Er hatte die Wahl zwischen Schlaf in den Augen oder beginnendem grauen Star oder sowas.
Netzhautablösung, Glaskörpertrübung? …
Er entschied sich für nicht ausgewaschenen Schlaf, was ihm schon deshalb logisch erschien, weil seine Augen aus verschiedenen Gründen sehr stark tränten. Wohl auch in Schlaf. Er wischte sich erneut die Augen und …. hatte wieder freie Sicht. Carlos landete Punktgenau in einem Planquadrat seines Biografie-Registers an der Decke.
Da kommen Heimatgefühle auf.
Hier stimmten die Verhältnisse: zehn Mal zehn Zentimeter, so schätzte er zum ixten Mal, waren die Quadrate groß.
Gerade noch in Angst und Schrecken war Carlos wieder im beruhigenden AlltagAllnachtRhythmus seines Krankenlagers angekommen, Gefangenenlager würde die Sache nicht ganz treffen, aber irgendwie kam es ihm schon so vor …
Die vergitterten Neonlampen maßen rund Dreißig Zentimeter auf zwei Meter. .
Die Dritte Leucht-Spur hätten sie sich sparen können, zweispurig ? Einspurig hätte auch gereicht. Oder war es tatsächlich nur eine Leuchtspur , nur er hatte wieder Doppelbilder ?
Carlos hatte seine Biografie in Zehnjahresabschnitte eingeteilt. Der Bereich der pränatalen Ereignisse zählte für im ersten neonQuadrat von 1936 – dem Jahr der Nazi-Friedensolympiade, mit dem Fackellauf-Erfinder und Lieblingvorturner des Führers Karl Diehm- bis 1946, 1946 bis 1956 mit den prägnanten Datum des KPD-Verbotes und des „Ungarnaufstandes“, 1956 bis 1966, dem nicht minder wichtigen Datum des Beginns seiner Bundeswehr-Karriere als Offiziersanwärter und Unteroffiziers-Ausbilder, von 1966 bis 1976, 1976 bis 86 , da war doch Tschernobyl, dann bis 96 …..,
Carlos konnte sich daran erinnern, dass er in einer vorherigen Wachphase kein Register für aktuelle und zukünftige Ereignisse angelegt hatte .. also musste 2006 und Folgende Jetztzeit sein.
Danach, also nach dieser Zeitrechnung konnte der Blondschopf neben ihm nicht Peter Jungmann sein.
Und nicht Finkh fehlte im Zimmer an seiner Seite sondern Vogel oder sogar dessen Nachfolger ?
Nein es musste Vogel sein, der gerade nicht da war. Vogel war in den Endsechzigern-Anfangssiebzigern noch ein Jungspund neben dem guten Bullen-Opa Finkh. Der Vogel war in den Siebzigern vielleicht noch keine 30 und jetzt wie Finkh in den Siebzigern kurz vor der Pensionierung. Warum war der Vogel so heiß auf ihn, auf Hannes und Gerd ?
Carlos wunderte sich über seine selbst im Halbtraum doch recht ordentlich funktionierenden analytischen Fähigkeiten. Er träumte schon davon, sich beim Träumen zu beobachten. So weit waren die Bullen gottseidank noch nicht. Noch war er , nein er fühlte sich manchmal wie der HERR SEINER Träume:..Traumhafte Selbstüberwachung! Selbstbeherrschung. Doch Carlos bekam manchmal richtig depressive Schübe beim Gedanken, nicht einmal mehr im Schlaf entspannen zu können. Immer auf dem Posten! Und meistens merkte er diesen Stress gar nicht.
Er überging ihn.
Das war mittlerweile alltäglich und allnächtlich.
LowLewel-Torture.
Trotzdem war es irgendwie beruhigend und so gesehen weder Alptraum noch Folter. Denn Carlos war erleichtert darüber, dass er sich im Traum noch kontrollieren konnte. Seine Befürchtungen, er könne im Schlaf Finkh, Loos oder Vogel zu viel erzählen, hatten sein Unterbewusstsein so tief geprägt, dass er selbst die Träume zensieren konnte.
Mensch bleib realistisch, das geht doch gar nicht.
Klar, was aber war , wenn das alles nur ein Traum war, wenn er sich doch nicht lückenlos kontrollieren konnte. Wie weit kann ich mich auf mich selbst noch verlassen ? Kann ich meinen Träumen trauen ? Meinen halbwachen Gedanken ? Zwischendurch konnte er nicht mehr zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden, zwischen Wachheit und Schlaf..Carlos begann sich wieder in den ihm schon vertrauten Traum-Gedankenspiralen zu bewegen, die immer enger wurden und ihm die Gurgel zudrückten: das Kind liest ein Buch mit einem Titelbild, das ein Kinds zeigt, das ein Buch liest mit einem Titelbild, das ein Kinds zeigt, das ein Buch liest mit einem Titelbild, das ein Kind zeigt beim Lesen eines Buchers mit einem Titelbild, auf dem ein Kind abgebildet war, das ein Buch liest …
Ich muss mich wecken ! Ich muss das nicht träumen!
Träumte er?
War er Escher ?
Hatte der sich nicht umgebracht, weil er aus seinen Labyrinthen nicht mehr heraus kam ?
Ich muss hier raus!
Aber wie?
Carlos durchstöberte sein Hirn auf der Suche nach Weckmitteln. Wachhaltemethoden, für die er keine fremde Hilfe brauchte. Wie hießen noch Mal die Wunderpillen , die er beim Abi eingeworfen hatte, nach durchpaukten und durchsoffenen Nächten?
AN1!
Nur hatte er jetzt keins.
Vor ihm stand der 24-Tonner… oder fuhr er ? Nee, der steeeeht.
Carlos fliegt durch eine Milchstraße voller Glasscherben … Ganz ohne Aufprall durch die Hülle der Paradieskugel…
war das das Schneetreiben,
wer hatte ihn durchgeschüttelt?
Carlos flog durch die Nacht des Alls.
….
mit dem überladenen LKW . Statt 7,5 Tonnen hatte er 8,5 geladen. Deinhard Lila, dem Lockmittel für die Kundschaft am Stand der Deutschen Leasing auf der Hannovermesse.
Der Stand sollte längst stehen.
Er stand aber noch nicht.
„Wir können uns keine Konventionalstrafe leisten!“ brüllte der Chef durch die sich schon füllende Messehalle.
Nicht nur der Sekt fehlte.
8 Tonnen Deinhard Lila beim Großhändler in Mühlheim laden, ein halbe Tonne Schnittchen und Snacks beim Grossisten in Offenbach, letzte Deko-Drucke beim Siebdrucker in Bergen-Enkheim abholen.. Oh diese scheiß schönen Dorf-Gassen, verträumt und eng. Toll. Mach dir mal nen schönen Abend: Wendemanöver in der Fußgängerzone … Gottseidank um Mitternacht kaum mehr jemand in diesem Totehosenstadtteil unterwegs, nur ein paar Besoffene. Aber die kamen mit Papierkörben, Blumenkübel und Sitzbänken immer gern unter die Räder. Super Schlagzeile für Bild Frankfurt „ Betrunkener von 8 Tonnen Sekt überrollt“ …Drei Stunden warten. „Die Sachen sind fertig, aber noch nicht transportfähig, die müssen noch trocknen!“ dröhnt es aus dem halbdunklen Kellereingang der Hinterhof-Druckerei. Eine zweite Stimme kommentiert: „ Sind wir auf die Arbeit, net auf das Flucht! Sigar! Sigar!“ Schwaden von Druckfarbenchemie wallten ihm entgegen, Carlos traute sich nicht durch die niedrige Tür. Wahrscheinlich wurden hier früher Kartoffeln, Rüben und Koks eingelagert. Der klapprigeTürrahmen sah noch so aus. Das war nicht nur Druckerschwärze. Kein Wunder, dass hier Griechen arbeiteten, Bückmäen wären noch besser geeignet gewesen..
Nix wie weg! Raus aus den Gassen. Autobahnauffahrt. 3 Uhr zwanzig, HR3 bis zum Anschlag. Bloß wach bleiben. Einreihen in die Schlange zwischen die 26-Tonner aus Holland, Italien, Türkei … und gleich im Stau.
Der LKW vor dir bewegt sich nicht, er steht und du stehst auch – bei laufendem Motor. Warum jetzt beim Vordermann im Stehen die Bremslichter aufleuchten ? Warum tritt der auf die Bremsen, wenn er steht? Und dann dämmert es dir in bleierner Zeitlupe: der Vordermann steht nicht, …. noch nicht., aber du fährst mit weit über Hundert auf den fast stehenden Vordermann auf. Und dann willst du blitzschnell bremsen und mitten in diesem Reflex denkst du in Zeitlupe nicht so schnell, Stotterbremse ? Hat dein Bock nicht ABS ? Warum kommt das alles in Zeitlupe in meinen Kopf? Da war doch schon vorher etwas, was blitzschnell gehen sollte, aber nur im Schneckentempo kam. …du gibst dir einen Stoß, willst dein Denken beschleunigen, denn du hast nur Bruchteile von Sekunden. Du musst schnell entscheiden.. Deine PS geben aber die notwendige Beschleunigung nicht her.
Oder ist der Tank leer ?
Was Falsches getankt.
Hast nur Diesel und bräuchtest jetzt Super, nein Kerosin ! ….
Dann eben langsam – und wenn es nicht reicht, dann reicht‘s eben nicht.
Und du weißt, dass du nichts mehr ändern kannst.
Du bist plötzlich die Ruhe selbst – so ruhig, als wäre alles schon passiert – und deine zerquetschten Überreste würden gerade aus dem Führerhaus gekratzt.
Und dann trittst du seelenruhig auf die Bremse und weißt, dass du eigentlich schnell bremsen müsstest, um nicht auf den dicken Belgier vor dir aufzufahren.. und dass du eigentlich langsam stotternd bremsen müsstest, weil dich sonst 8 Tonnen Deinhard Lila durch die Frontscheibe schieben..
Und dann bremst du ganz schnell – Vollbremsung langsam stotternd, irgendwie Beides gleichzeitig.
Hinter dir krachen die 8 Tonnen Deinhard lila, eine halbe Tonne Schnittchen und ein Zentner Bleche mit Deko-Siebdrucken und blöden Sprüchen: „Leistung aus Leidenschaft“ .. mit Vollgas gegen die keinen halben Zentimeter dünne Rückwand des Führerhauses.
Sie krachen nicht, die Tonnen drücken eher gemächlich, behäbig und ihrer Kraft bewusst gegen die ängstlich ächzende Trennwand. Die Gurte sind zum Zerreißen gespannt wie deine Nerven und wenn sie reißen, dann wirst du von Sekt erschlagen- ein schöner Tod. Fast wie vorhin beinahe der Besoffene. Fernfahrer von Deinhard Lila erschlagen. Nein zerquetscht. Prickelnd!
Und vorne ? Carlos sieht die Scheibe und den Belgier auf sich zukommen.
Er fliegt durch eine Milchstraße voller Glasscherben ganz ohne Aufprall durch die Hülle der Paradieskugel … durch nächtliches Schneetreiben ins All..
Blitzalptraum – Sekundenschlaf..
Carlos schreckt auf , bremst zitternd schweißgebadet.
10 Zentimeter trennen seine Flachschnauze von der belgischen Stoßstange.
Carlos wusste genau, warum ihm die alten LKWs mit den langen Schnauzen lieber waren.
Oder wenigstens die Halbschnauzen von Magirus Deutz und Mercedes Benz.
Aber nein, wenn die Kings oft the Road die Füße mit dem Gaspedal schon fast im Arsch des Vordermannes hatten, brachte das eben anderthalb zusätzliche Lademeter…..mindestens.
Carlos, wie war das mit dem Wachbleiben ?
Den Auffahrunfall hatte er offenbar im Traum geträumt, sonst könnte er sich jetzt nicht zum Aufwachen ermahnen. Aber in der ersten Traum-Schlafebene könnte sich ähnlich katastrophales ereignet haben oder anbahnen. Gut, die Todesstrafe würden sie nicht gleich wieder einführen, aber ein paar Jahre Knast sind auch nicht ohne .. und das vielleicht nicht nur für ihn.
Was wollte Vogel von ihm ?
Nein, nicht wirklich von ihm, Vogel fragte immer öfter nach Hannes und Gerd, nach beiden.
Das waren die Opfer, über denen dieser Geier kreiste.
Er schien dabei Gerd für einen Decknamen von Hannes zu halten.
Dabei sollte es bleiben,
Carlos musste ihn darin bestärken.
Auch wenn er selbst nicht wusste, welcher von beiden in Augsburg erschossen worden war.
Was wollte er von den Beiden.
Vogel hatte schon ein paar Mal nach dem Kuvert gefragt, das Carlos nach Zürich gebracht und es Hannes oder Gerd am Flughafen Glattfelden übergeben hatte oder war es in Basel oder in Bern?
Die ICE-Fahrt nach Basel, die er mit einer Fahrkarte nach Zürich angetreten hatte, um eventuelle Verfolger abzuhängen …
Aber Vogel kreiste gerade nicht, die Luft war rein.
Carlos entspannte, sank zurück ins Kissen und ließ sich rückwärts in freien Fall durch die Atmosphäre gleiten. Carlos! Wach bleiben ! Bremsen, Reißleine, sonst öffnet sich der Fallschirm nicht und du machst den Möllemann! Carlos war zu schwach, nicht unangenehm, er wollte, er konnte den warmen Lufthauch nicht verlassen, der ihn in den Schlaf streichelte. Flog er in Zeitlupe ?, segelte er ? Das war kein Fallen.. er glitt dahin….. Wohin ? Unter ihm gierte die Erde, wartete auf seinen Aufprall… Da passiert nichts, du gleitest … Carlos glitt in den Schlaf …. zurück hinters Steuer, nein das war kein Cockpit, er glitt hinters Lenkrad seines Siebenkommafünftonners.
Wach bleiben.
Eigentlich sollte ihn jetzt sein Beifahrer aufmuntern, – nein nicht streicheln, wachhalten! oder ihn ablösen.
Aber nicht nur die Schnauze fehlte an seiner Kiste, auch der Beifahrer war weggespart worden. Und meist schlief der , der Alte, bevor sie ihn rausgeworfen hatten. Das war soundso mehr ein Beischläfer. Wenn er Carlos nicht die Ohren voll sabbelte. Zum Schluss hätte Carlos ihn auch gar nicht mehr ans Steuer gelassen.
In die Ohrenkneifen bis der Schmerz nicht mehr auszuhalten ist. Das treibt die weißen Elefanten von der Fahrbahn.
FR ließ “Putztruppen”-Lesung vor 7 Jahren im EZBank-& Krankfurter Hauptbahnhof platzen. Mit von der Zensur-Partie: die Heilige “Stabsstelle Sauberes Frankfurt”
FR ließ “Putztruppen”-Lesung im Hauptbahnhof Frankfurt platzen
Die Frankfurter Rundschau hat durch Indiskretion die für den 12. Oktober geplante szenische Lesung des HaBE-Romans “Putztruppen” im Frankfurter Hauptbahnhof platzen lassen.
Frankfurt (mass-media/srid/srad/drysat/ire/upi) Die Frankfurter Rundschau hat durch Indiskretion eine für den 12. Oktober geplante szenische Lesung des HaBE-Romans “Putztruppen” im Frankfurter Hauptbahnhof platzen lassen. Geplant waren -nach Angaben des Verlages “Die Büchnerei”- szenische Darstellungen mit Laiendarstellern der Frankfurter “Stabsstelle Sauberes Frankfurt”, Einsätze der “Putztruppe” unter dem Kommando Joschka Fischers, dessen Rolle vom Jungsponti, über Umweltminister & Siemens-Porsche-RWE-REWE-Berater, alternden Nato-Feldherr beim Kreuzzug gegen Jugoslawien & Atlantikbrückenpfeiler – der Schauspieler Heinz Hoenig übernehmen sollte.
Was von dem HaBE-Lesungsevent nun übrig blieb, ist die Headline der heutigen FR-Ausgabe von FRANKFURT-Rhein-Main: “Putztruppe im Hauptbahnhof” und der Mittwoch als “Aktionstag Sauberes Frankfurt” im Hauptbahnhof, den die GRÜNE Umweltdezernentin Rosemarie Heilig zusammen mit der FES (Frankfurter Entsorgungs Service GmbH, ein outgesourcter Teil der Stadtwerke, die ehemalige Stadtreinigung) durchgeführt hat:
Putztruppe im Frankfurter Hauptbahnhof
Von Thomas Stillbauer
Mit Hochdruck und Hitze, aber ohne Chemie: FES beim Putzen einer Bahnhofstreppe. Foto: Christoph Boeckheler
Nach massiven Beschwerden über unhygienische Zustände schickt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig eine Putzkolonne an den Hauptbahnhof. Eigentlich ist dort die Deutsche Bahn zuständig.
Mittwoch, 9 Uhr, Frankfurt Hauptbahnhof: Es stinkt. Barbarisch. Nach Urin. Das ist jetzt nicht unbedingt neu, leider. Am Hauptbahnhof stinkt es immer nach Urin. Genau deshalb sind die Leute in den orangefarbenen Overalls ja heute unterwegs.
Der Mittwoch ist „Aktionstag“ am Bahnhof, eine gemeinsame Anstrengung der Frankfurter Entsorgungs- und Service-GmbH (FES) und der eigentlich zuständigen Deutschen Bahn (DB), um mal eine Grundsauberkeit reinzukriegen. Angezettelt hat das Ganze die Umweltdezernentin. „Wir haben zuletzt viele berechtigte Beschwerden von Reisenden über unhygienische Zustände, vor allem an den Zugängen zur B-Ebene, erhalten“, berichtet Rosemarie Heilig (Grüne). Kein gutes Aushängeschild für die Stadt. Daher: „Ich möchte jetzt ein Ausrufezeichen setzen.“ Der Aktionstag soll „Bewegung in die Sache bringen, damit wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG und der VGF eine dauerhafte Wende zum Besseren erreichen“.
Wer sich den ganzen FR-Artikel antun möchte, bitte hier anklicken: http://www.fr-online.de/frankfurt/unhygienische-zustaende-putztruppe-im-frankfurter-hauptbahnhof,1472798,34848086.html
Die Verabschiedung des ersten Bundeswehrkontingents zum Einsatz in Jugoslawien -nach der Bombardierung Belgrads in Ribbentrop’scher Tradition- sollte mit Fischerdarsteller Heinz Hoenig nachgestellt werden.
Als Rudolf Scharping sollte Rolf Becker auftreten (Sorry Rolf, das lässt sich wieder abschminken! :-O))))
zusammen mit Harald Krassnitzer als Gerhard Schröder
Krassnitzer-Bildnachweis: „© Arne Müseler / arne-mueseler.de / CC-BY-SA-3.0“ www.arne-mueseler.de
und Georg Schramm kunstgraumeliert als KFOR-Befehlshaber Bundeswehr-General Klaus Reinhardt
Die heute im EZBankfurter Hauptbahnhof eine Hauptrolle spielende Heilige “Stabsstelle Sauberes Frankfurt” spielt im HaBE-Roman “Putztruppen” lediglich eine -aber nichtsdestoweniger wichtige- Nebenrolle. Sie ist die “zivilgesellschaftliche”, oberirdisch arbeitende Oberfläche der mehr im Untergrund arbeitenden Spezialabteilung des 18.Kommissariats der Frankfurter Kripo, die mit dem internen Mobbing-Spitznamen “Putztruppe” seit 1945 die Arbeit der legendären “noskischen Putztruppe” aus den 20er Jahren weiterführt (eben auch eine sozialdemokratische Tradition von Landmann bis Feldmann:-O))) : die Säuberung der politischen wie der kleinkriminellen Frankfurter Unterwelt, die sich in den kaum erforschten Katakomben, Kasematten, Tunnels, Versorgungsschächten, den Entwässerungskanälen, dem historischen doppelten Wasserkreislauf, schiffbaren Mainzugängen unter der Altstadt, unter dem Bahnhofsviertel, dem ehemaligen Juden-Ghetto und unter dem Anlagenring, der alten Stadtmauer, am Deutschherrenufer auch in Sachsenhausen eingerichtet hat(te).
Die “Putztruppe” der 20er und 30er Jahre, eine Spezialeinheit der Frankfurter Kripo, die ab 1920 die Entkernung der Altstadt politisch begleitete und so Alt-Frankfurt polizeilich regierbar machen wollte, säuberte in gleicher Besetzung auch von 1933 bis 1945 die Frankfurter Innenstadt politisch weiter. Eine Aufgabe, die sie auch nach 1945 weiterverfolgte – im Auftrag zunächst der amerikanischen Militärregierung und später im Auftrag des Innenministeriums und des Magistrats der Wirtschaftswunder-Metropole, in der die Mörder Rosemarie Nitribitts ebenso spurlos verschwanden, wie Rosis Notizbuch im Nirwana des Polzeipräsidiums in der Friedrich-Ebert-Anlage mit den Namen ihrer Kunden, früherer Reichswirtschaftsführer und dann hochdotierter Propagandisten Freier Marktwirtschaft. Alles Abs-olut unauffindbar.
In der Frankfurter Polizei führte die Bezeichnung “Putztruppe” für die Fischer- BodyGuard, die aus der Lehrlingsbewegung rekrutierten Sponti-Jungs fürs Grobe – zu Lachkrämpfen. Eine Kindergartengruppe im Vergleich zum Original. Man hatte im Polizeipräsidium hinter vorgehaltener Hand nicht erst seit den Schwarzmarkt-Observations-Geschäften der K18-Putztruppe nach 1945 Gerüchte über Schweizer Konten des Putztruppenkerns gehört und auch verbreitet. Es sollte sich um Goldschmuck und Schutzgelder aus jüdischen Familien handeln, die für die Beschaffung von Papieren, Bestechung von SS- und GESTAPO-Leuten, die Bezahlung von Schleusern, Reichsbahnlern und Schauerleuten aufgebracht, in der Verwandtschaft gesammelt und an die Putztruppe abgeliefert, aber von der nur zum Teil dafür verwendet wurden. Entweder, weil die Familien schon vor Beschaffung abgeholt wurden oder, weil man sie (“um nicht aufzufallen”) nicht rettete. Nach Auskunft des “Putztruppen”- Hauptkommissars Finkh mit der Quote 50% retten, 50% an GESTAPO und SS ausliefern. Das galt nicht nur für Juden, das galt auch für Kommunisten und Sozialdemokraten, die man ja von vor 33 gut kannte. Ein zweites finanzielles Standbein und eine gute Rückversicherung der “Putztruppe” vor 1945 war die Verkupplung jüdischer Mädchen mit SS- und GESTAPO-Goldfasanen. Den Mädchen wurde erzählt, sie könnten so ihre Familien retten. Die SS- und GESTAPO-Goldfasanen wurden bei der “Rassenschande” heimlich fotografiert und waren so erpressbar – vor 1945 und danach.
So verkuppelt und mit Rettungsversprechen getäuscht wurde die Mutter einer der Hauptfiguren im Roman “Putztruppen”: Hannes Schwarzmüllers Mutter verlor so ihre gesamte Familie. Sie wurde vollständig- bis auf die über den Hamburger Hafen via Lissabon in die USA geschleußte Tochter in Auschwitz ermordet.
Hannes Schwarzmüller hat sich im Frankfurter Hauptbahnhof mit dem Schrei: “Wir werden euch nicht noch Mal den Juden machen!” der Festnahme entzogen, als er 1970 auf dem Weg zur Sprengung eines Wohltätigkeits-Fressens der Rhein-Main-Highsociety im Wiesbadener Kurhaus von Zivilfahndern verhaftet werden sollte.
Mit dem gleichen Ausruf hat er sich dann auch in Wiesbaden im Kurhaus gegen seine Festnahme gewehrt, wurde von Security & Polizei durch den Kursaal und die schreienden VIPs an den langen Haaren über den Boden und eine Kellertreppe hinunter geschleift und vorläufig in der Küche im Keller des Kurhauses eingesperrt. Dort wurde er dann völlig überraschend vom Küchenpersonal freundlich und ermutigend begrüßt, zunächst mit Schnittchen versorgt und dann mit größeren Tüten voller Wohtätigkeits-Schleckereien (“Für Deine Demo-Kumpels draußen vor dem Kurhaus!”) durch eine Hintertüre freigelassen.
“Ich HaBE mich bereits daran gewöhnt, dass die Frankfurter Rundschau meine Theaterstücke, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und politischen Kunstaktionen entweder nicht oder für den falschen Termin und Ort ankündigt, meine Bücher nicht rezensiert und wenn, versucht sie nur zu verreißen!” Das Schlimmste -so HaBE- sei die Falschankündigung der Uraufführung des Thaterstückes über das ADLER-KZ “Katzbach” gewesen, das die Frankfurter Rundschau im Winter 2000 in den Club Voltaire “verlegte”, wo dann die Besucher schlangestanden, bis sie merkten, dass das Stück im drei Kilometer entfernten DGB-Haus gespielt wird ….und es nicht mehr dorthin schafften. Mit den Eintrittsgeldern, Spenden und den gespendeten Gagen der Musiker und Schauspieler sollten die Wohnungen der Überlebenden des Todesmarsches nach Dachau in der UdSSR (Ukraine) behindertengerecht umgebaut werden. Die Eintrittsgelder und Spenden der rund 150 von der FR fehlgeleiteten Besucher fehlten dann natürlich.
Hier einige Links zu Teilen und Recherche-Material des HaBE-KrimHistoPolit-Frankfurt-Romans “Putztruppen”:
„Putztruppen“ & “Oppenheimer-Effekt”? Fragt den TATORT-Autor Peter Zingler!
HaBEs Brief an Matthias Beltz, Die Putztruppen, Der Damenschneider, ZORA, OnkelMord, Der Erbsenzähler, DoppelKopp, Grenzgänger, Zickensturm am MesseTurm,
Rekonstruktion der “Putztruppen”: erste Versuche
FRschweigen=auch Lügen / FRschwiegene Fakten zum Londoner Schuldenabkommen1953
Frankfurter “Wasserhäusi”: Crome oder Krome & Jöst, aber da gabs noch einen Kiosk-Kaiser nur wie hieß diese Kiosk-Kette
HaBE erzählt, zugehört, aufgeschrieben & dazu-gedichtet:Kurt Helds ‘Rote Zora’ & ‘die schwarzen Brüder’ HaBEn in Wien ihre Schwestern: “Funny & die Salzdiebinnen von Wien”
Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Jutta Ditfurth & Joschka Fischer?
Standard & Poor & warum Arnulf Ratings Agentur umbenannt werden sollte & Jutta Ditfurth bei Joschka Fischer landet
Tödliche Recherche ?: Abs, Nitribitt, Deutsche Bank, Schleyer, Heydrich, Littmann, Neven-Dumont, SZ, FR
Ein Hoch auf den EZBankfurter Denkmalschutz: Großmarkthalle futsch, RUNDSCHAU-HAUS abgerissen, Sondheimer-Villa verhökert, aber wenigstens Nitribitts Wohnung gerettet
Josef Fischer (als Ministrant noch Joschka genannt) zieht mit eigener Firma in den EURO(pa)-Wahlkampf für die GRÜNEN, Daniel con Bomb-It, der EUROfighter ist mit von der Partie
100 von 150 Jahren FRraten & FRkauft,
mitgeKRIEGt & mitgeSIEGt & bis heute Arzt am Krankenbett von Kaput Baal
Cohn-Bendit FRaufgewärmt & Arno Widmanns Alt68er Kinderladen-No-Missbrauchs-Story & HaBEs Notwendige Ergänzung zur FRankfurter Rundschau –
Woran liegt es, dass Kamerun im Frankfurter Stadtteil GALLUS liegt? & Warum hat Joschka Fischer dort seine “PUTZTRUPPE” rekrutiert?
Der Kosename „Kamerun“ für das Gallus-Viertel kommt nach Berichten der „Dorfältesten“ aus verschiedenen Quellen: es sei die Stationierung, Zwangs-„Einmietung“ von afro-amerikanischen Soldaten im relativ unzerstörten Stadtteil gewesen – wie im Gutleut, wegen der Gutleut-Kaserne und dem dortigen Militärgefängnis (in dem die „Black-Panther“-GIs, die legendären “Ramstein-Five” später auch eingesperrt wurden), … es käme von der „Schwarzen Kunst“ der Sozietäts-Zeitungsdruckerei der FAZ in der Frankenallee und am wahrscheinlichsten: von den Kohle-Klau-Aktionen, bei denen die Kameruner/innen* mit Kohlestaub-geschwärzten Gesichtern auf die Dampf-Pfeifsignale der Lokführer der Kohle-Güterzüge warteten, Züge, die das Kohle-Heizkraftwerk am Westhafen belieferten. Dann legten die KamerunerINNEN -vom Zugbegleitpersonal, der Bahn-Polizei nicht oder kaum identifizierbar- Bremsschuhe auf die Schienen, so, dass die eh schon abbremsenden Züge nur noch schrittfahren konnten. Dann schippten die aufgesprungenen Kameruner-innen die Kohle aus den Güterwaggons. Das machte sie noch schwärzer. Und erst nach dieser “Schwarzarbeit” entfernten sie die Bremsschuhe wieder. Das alles ging natürlich nicht ohne die LokführerINNEN.
Eine Nachmeldung kam jetzt aus dem “Kamerun” von jemandem, der dort seine KFZ-Lehre gemacht hat: “Mir haben die Alt-Kameruner KFZ-Schlosser erzählt, dass der Name im ersten Weltkrieg entstanden sei, als Soldaten aus dem Kamerun, der deutschen Kolonie rekrutiert und im Gallus kaserniert wurden.”
Hier macht das innen” wirklich Sinn, denn die Männer waren gefallen worden, in Kriegsgefangenschaft, verkrüppelt, amputiert und in diesem Jammertal zu Alkoholikern gemacht worden. Die Restfamilien durchbringen ging nur mit der Schwerstarbeit der Trümmerfrauen und den “Hungerzügen” in die östlichen Kornkammern in der SBZ, in der OST- ZONE, dh. in der sowjetisch besetzten Zone. Die Organisatorinnen dieser Hungerzüge aus den Gewerkschaften, dem ASB, der AWO, dem DGB und dem FDGB, der KPD, der SPD, den Falken, der FDJ, dem “SOLIDARITÄTS-VERBAND”, den FreidenkerINNEN, die zigtausende von Kindern aus den zerbombten Industriezentren im Westen vor dem Verhungern und Verdursten retteten, wurden ab 1948 wegen organisierter Kindesentführung angeklagt und erhielten drastische Gefängnisstrafen.
… Das Kohle-Klauen, das sogenannte “Fringsen”
war der eigentliche, der Haupt-Ursprung für den Stadtteil-Namen “Kamerun”. Die Rocker im Gallus haben diesen Namen bewusst übernommen, verschiedene, konkurrierende Banden, die -mit Wissen des damaligen linken SPD-Jugend- & Sozial-Dezernenten Herbert Faller- das Jugendhaus Gallus praktisch selbst verwalteten. Einer der höchsten Selbstverwalter war „Prinz“ , Peter Altmann, der spätere Neckermann-Erpresser. Der hasste seinen prügelnden Alten, der 1955 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkam und sich dann als der Chef aufspielte. Und PRINZ wurde in der Schule als “Muttersöhnchen” gemobbt, weil sie seine geachtete Bezugsperson war, die Hosen an hatte und zupacken konnte. …. Später musste er sich als harter Mann bei den Kamerunern beweisen, Klint in den schatten stellen usw. … Klint war der intellektuelle Kopf der Kameruner, der auch die Forderung nach dem Jugendkulturzentrum in der Alten Oper zusammen mit den Rockergruppen entwickelt hatte. Dabei wurden die Rivalitäten überwunden: (das Linoldruck-Plakat HaBE ich in ihrem Auftrag gemacht und es wurde 1969/70/71 tausendfach vervielfältigt und in der ganzen Republik geklebt. Auch von Teilen des sich auflösenden SDS, die einer “Randgruppen-Strategie” folgten)

Die Lineoleum-Druck-Platte habe ich heute noch. Nachdrucke sind möglich
• * Fringsen hieß das, weil der damalige Kölner Erzbischof Frings das Kohle-Klauen zu einer “lässlichen Sünde” erklärte, die nicht Mal gebeichtet werden musste. Frankfurt hatte keinen solchen Erzbischof, der Mainzer machte das wohl nicht und auch der von Fulda nicht, der für die Osthessischen Regionen zuständig war.
Trotz ihrer gewaltigen Widersprüche zur älteren, teils schwerbehinderten, männlichen Kriegs-Generation, waren die Kameruner sehr “basisorientiert” und durch die Trümmerfrauen-Mütter-Generation, die auch lohnmäßig den Laden schmeißen musste, während die Kriegsheimkehrer nicht die Ernährungs- & Wohn- Probleme lösten, sondern eher “Jösten”, und “Crome”-Touren machten, soffen und “Geschnorrte” pafften: “Auf Bub, geh emol nunner un hol mer Zigaredde! Unn e Binding, awwer vergess net de Pfand !” und dann ging der Bub nunner, weil der Alte nur noch ein Bein hatte. “Eins, zwei, drei vier Eckstein …” Und hat den Pfand vergessen und Heiner Wundertüten dafür gekauft und Lakritz gegessen.
Es gab am JÖST-, am CROME-Kiosk Klickerwasser*, wie auch an denen des dritten Kiosk-Königs, dessen Name ich vergessen habe, Bier in Einzelflaschen mit Pfand und Einzel-Zigaretten , oder im Zweier-, Dreier- oder Vierer-Pack … die Kinner sin oft unne gebliwwe und die Alde, die noch zwaa Boa hadde, sin von de “Crome-Tourn” oft nie me-i widder hoam-komme. Alter Frankfurter Weiber-Nachruf: “Mach mer blos kaa Crome-Tourn!” Und da waren nicht etwa nur “krumme Touren” gemeint. Und “die Alte” durfte dann das “Angeschriebene” Bier und die Zigaretten aus ihrem Frauen-Hohn-Lohn bezahlen.
• *Klickerwasser, hieß der Sprudel, weil die Flaschen früher mit einer Gasklicker verschlossen wurden, da das Wasser zwar gesund war, aber stank wie eine Stinkbombe, wie die Gesundbrunnen-Trinkwässer in Bad Orb, Bad Soden usw .. Deshalb war auch das “Klickern-Spiel“ rum um die Kioske noch beliebter, als das Versteck-Spielen: “Eins, Zwei, Drei, Vier Eckstein ….“
Die Kameruner Rocker waren “unterbewusst” politisiert. Offenbar wurde das bei der Besetzung des Bundesbahn-Ausbesserungswerkes in Frankfurt Nied 1968, wo die Lehrlinge eine überbetriebliche, selbstverwaltete Ausbildungswerkstätte, statt der Schließung forderten. Unterstützt wurden sie dabei von der Gesamtbelegschaft, den Ausbildern, den Meistern und Gesellen.
Die DB wollte schon damals und nicht erst seit Stuttgart 21 oder EUROPA-Viertel in EZBankfurt mit ihren oberirdischen Bahnanlagen Immobiliengeschäfte machen. Güterbahnhof weg, produzierendes Gewerbe weg. Geschäfte weg, bezahlbare Wohnungen weg….
Aus dieser Lehrlingsbewegung, für die ich als einziger Berufsschüler im Bundesvorstand des AUSS, der “Kinderorganisation” des SDS, zuständig war,
haben Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit später für ihre “Putztruppe” rekrutiert, während der geschätzte “Kollege” Hübsch, der Frankfurter Timothy Leary, sie über seinen Laden in der Bockenheimer Landstraße mit seinen “bewusstseinserweiternden” Mitteln versorgte, sedierte & gewaltbereit enthemmte. Das machen heute der US-IS, der Boko-CIAram und deren Nachfolge-Organisationen so wie die US-Army bei den GIs in Vietnam ….
HaBEs Sternstunden 8.:
Gebrauchte Lieder im OKTOBERLAND-Vorprogramm zu Heiner Müllers “Zement” im Bankfurter Schauspiel 1976
Nun ja, Diether Dehm, Lerryn war damals sehr darauf bedacht, dass ich bei den “Liedern im Park” in Frankfurt am Main “als Agent des Klassenfeindes” nicht auf die Bühne kam. Pech für ihn. Es ging auch ohne Bühne, viel mobiler wie schon bei den Demos und Blockaden und mit oder ohne Megafon , aber mit großem Volkschor: “Keinen Pfennig mehr, als bisher!” und die Spontis mit Johnny Klinke an der Spitze fielen dazu ein mit “Nulltarif muss her!”, was auch ich zunächst getextet hatte, bis mir die Regionalleitung des KBW die richtige Linie in die Feder diktierte….
Nun ja, immerhin noch besser als des militanten Daniel Cohn-Bendits schlechtgereimte Großmaulerei: “Wenn die Preise weiter klettern, werden wir dem Rudi Arndt ganz gewaltig eine brettern!” Gerd Koenen hat ihn dann ja auch im größten Hörsaal der Uni für den Arbeitseinsatz in einer bulgarischen Fischmehlfabrik empfohlen, zusammen mit Rudi Maurer von der DKP, der sich über die günstigen Puffs im RGW ausgelassen hatte. So was habe ich später nur noch von Passagieren der Sex-Bomber-Flotte von CONDOR gehört, wenn sie nicht nach Mombassa sondern nach Kuba zum Bumsen unterwegs waren: “Des is billischer als woann de noch Thailand flieschsd …. un die hawwe aach koan AIDS. Do is de Fidel eschd schdreng! Do heert de Spaß beim Bummse uff!.” Aber solche Reise-Empfehlungen gab es durchaus auch in Hochdeutsch. Cuba-Si! Genauso wie die Empfehlungen nach Polen: “Schaff Dir ein Polenmädel an, das was vertragen kann, und dich auch waschen kann……”
2 Jahre später, 1978 diktierte dann das KBW-ZK unter der Führung der Genossen Hans-Gerhard (“Joscha”) Schmierer, Horst Löchel und Gerd Koenen von der KBW-Regionalleitung-Mitte mir die Texte, meine Versionen wurden linientreu gewaschen und als Lieder der Mannheimer Prol-Vorzeige-Truppe “Drum Links” verkauft. Anschließend wollten die Herren und eine Dame, Annette Mönich, mich wegen “Volkstümelei” ausschließen. Aber zu spät, ich war Sekunden vorher schon ausgetreten. Sozusagen mit dem Gang auf die Toilette der Paulis, Wilhelm Pauli tat das Gleiche, bevor auch er in dieser Nachtsitzung der Stadtzelle Hanau ausgeschlossen werden sollte.
Joscha Schmierer saß bis vor Kurzem noch mit Frank Herterich von der KPD/AO und der KBWlerin Brigitte (Biggi) Laubach in Joschka Fischers Jugoslawien-Kriegs-AA-Think-Tank und Horst Löchel in der obersten Etage der Francfort School of Finance & Management. Volkstümlich ist das jedenfalls alles nicht so recht. Nun, von Kretschmann soll man erst gar nicht anfangen. Noch weniger von Burkhart von Braunbehrens, dem Galerie LEO im Bündnis mit dem DOKUMENTA-Sponsor Bodemann-Panzerbauer.
In Frankfurt hatte Fassbinders TAT-Ensemble gerade begonnen das Theater am Turm zu räumen, weil ein Umbau vorgenommen werden sollte. Das war sozusagen der Anfang vom Ende 1995, wo der Betreiber des Kinos Bergerstraße mit Hilfe DM-starker Finanziers und der Stadt Frankfurt das gesamte historische und sozialpolitische Zentrum und architektonische Ensemble “Volksbildungsheim” aufkaufte, um ein gigantisches Volksverblödungszentrum dort einzurichten:
Kinopolis.
Das TAT wurde danach in das gerade noch vor dem Abriss bewahrte Bockenheimer Straßenbahn-Depot umquartiert … Nun, das TAT-Ensemble hat uns beide, Brigitte Brunnengräber und mich eingeladen, in ihrem 1976er OKTOBERLAND-Programm mitzumachen, besonders mit unseren Liedern gegen den § 218, zur Jugendarbeitsosigkeit, zu den Mieten & den Fahrpreisen usw…
Das rebellische TAT-Ensemble wurde an die Städtischen Bühnen, das Schauspielhaus verfrachtet. Es machte dann dort weiter Furore mit dem Roman & Theaterstück meines Freundes Gerhard Zwerenz “Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond”, das bei Fassbinder dann “Der Müll, die Stadt und der Tod” hieß, das er dann als alter Egomane als eigenen Roman erscheinen ließ. Kein Wort mehr über den eigentlichen Schöpfer des Stückes.
Aber lassen wir das. Die Wut der Frankfurter richtete sich damals überhaupt nicht gegen den Mann der Deutschen Banken fürs grobe Gentrifizierungsgeschäft, Ignaz Bubis. Das Objekt des Volkszorns war der Schah-Freund und Bankier Ali Selmi, zu dem schreibt das Deutsche Architektur-Forum:
Die Gebrüder Selmi waren in den 50er Jahren durch eine in ihrer Branche in Deutschland neuartige Vertriebsmethode zu erheblichem Reichtum gekommen, dem Teppichhandel durch Haustürverkauf. Der seit 1952 in Frankfurt tätige Ali Selmi war später eine der umstrittenen Figuren im Frankfurter Häuserkampf. Den Gebrüdern Selmi gehörten einige der besonders umkämpften Adressen im Westend, u.a. die Bockenheimer Ldstr.93 oder das 1971 besetzte, kurz darauf geräumte und dann in demoliertem Zustand lange Zeit leer stehende Haus Grüneburgweg 113.
Schnell aufgesprungen auf eine große Bewegung. Fischer und Cohn-Bendit, die später in ganz anderen Dimensionen Wohnraum vernichten ließen. Unter Beifall der GRÜNEN “Fischer-Chöre”
Das Hochhaus an der Eschersheimer Landstraße war von 1972 bis zu ihrer Schließung im Jahr 1976 Sitz der im Dezember 1968 gegründeten Selmi-Bank AG. 1968 wurde Ali Selmi Vorstand der von ihm gegründeten Selmi-Bank AG, die nach der Pleite der Kölner Herstatt-Bank im Juni 1974 ebenfalls in Schwierigkeiten geriet. Da ihre Rekapitalisierung misslang, gab die Bank ihre Lizenz zurück und beantragte 1975 die Liquidation. Vielleicht hat sie damit nur die Schließung durch die Bankenaufsicht vermieden, denn ins Gerede war die Bank auch wegen illegaler Auslandsgeschäfte mit Wertpapieren, u.a. mit Luxemburg und der DDR gekommen. Nach der Wende wurde bekannt, dass die Selmi-Bank gute Geschäfte mit den Firmen des Stasi-Bevollmächtigten Schalck-Golodkowski getätigt hatte. Wegen illegaler und betrügerischer Wertpapiergeschäfte sind später in einem jahrelangen Wirtschaftsstrafverfahren einige Vorstandsmitglieder der Selmi-Bank (Selmi selbst hatte damit nichts zu tun) zu hohen Haft- bzw. Geldstrafen verurteilt worden. Das Urteil wurde allerdings nicht rechtskräftig, denn der Prozess endete – dies nur am Rande – in einer schlimmen Justizaffäre: der BGH stellte das Revisionsverfahren der Verurteilten 1988 ein, nachdem es der Frankfurter Justiz über sechs Jahre nicht gelungen war, die Prozessakten dem BGH in Karlsruhe vorzulegen.
Ali Selmi war fraglos eine schillernde Figur, mit bekanntermaßen allerbesten Beziehungen zur hessischen SPD und zum Magistrat, weshalb sein Name auch wiederholt im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen gegen Beamte der Bauaufsicht und SPD-Magistratsmitglieder auftauchte.
Mit seinen Immobiliengeschäften hatte er nicht nur Glück, das „große“ Selmi-Hochhaus am Platz der Republik konnte er bekanntlich nicht vermieten und hat es schließlich nach über zwei Jahren Leerstand Anfang 1977 an die Zentralbank der Volks- und Raiffeisenbanken, die heutige DG-Bank verkauft.
Auch das “kleine” Selmi-Hochhaus sollte brennen
Am 3.5.1972 geriet das „kleine“ Selmi-Hochhaus erstmals in die Schlagzeilen der Lokalpresse: „Hochhaus sollte brennen, Anschlag von der Polizei in letzter Minute verhindert“ titelte die FAZ. Von einer wachsamen Nachbarin seien fünf junge Leute dabei gestört worden, wie sie in der Nacht auf den 2. Mai 1972 in einem benachbarten Hof aus einem Citroen Benzinkanister, Molotowcocktails und zwei Dutzend Pflastersteine entluden. Beim Eintreffen der Polizei, waren die Täter längst über alle Berge. Als kurze Zeit später wieder einige Personen erschienen, um die Tatwerkzeuge abzutransportieren, wurden sie, heftig Widerstand leistend, in einem benachbarten Hof festgenommen, zwei minderjährige Frauen und drei junge Männer zwischen 21 und 24 mit Wohnsitz im besetzten Haus Corneliusstraße 24; zum Vorwurf der versuchten Brandstiftung schwiegen sie beharrlich. Der gegen die drei Verdächtigen beantragte Haftbefehl wurde vom Amtsgericht nicht erlassen.
Ende 1973 wurde vor einer Großen Strafkammer in Frankfurt über die Anklage wegen Verabredung zur Brandstiftung gegen drei Angeklagte verhandelt. Der Prozess endete mit einer Verurteilung von zwei Angeklagten wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt (hatten sich gegen ihre Festnahme gewehrt); ein Verfahren wurde eingestellt. Es war dunkel damals, die Zeugin hat eigentlich nicht viel gesehen, andere Zeugen konnten nicht geladen werden und so dürften die Angeklagten und ihr Verteidiger Rupert von Plottnitz nicht unzufrieden gewesen sein (damals war die Mehrfachverteidigung noch zulässig). Einige Jahre später war zu lesen, dass einer der Angeklagten in diesem Brandstifter-Prozess einer der Wiener OPEC-Attentäter von 1975 war, Hans-Joachim Klein.
Mal ganz abgesehen davon, dass hier schon klar wird, wie weit der tiefe Staat in damalige Bewegungen schon seine “Militarisierer” – u.a. Cohn-Bendits Busenfreund Hans-Joachim Klein- eingeschleust hatte, zeigt das ganze auch auf, wie man den Protest gegen Banken-Terror und Kapital-Macht und gegen die Schah-Freunde einfach in “Anitsemitismus” umpolte, mit der Behauptung mit dem Immobilienhai im Stück sei Ignaz Bubis gemeint.
(Nun, wer sich einen Hai-Schuh anzieht, dem dürfte er auch passen, ob es ihm passt oder nicht!)
Dass Fassbinder den Immobilien-Hai nicht Muslim sondern Jude sein lässt, hätte zwar Lessing nicht weiter gestört, aber im beginnenden Kampf der Kulturen war das natürlich ein willkommenes Fressen. Warum hat er nicht Blumenauer, den Philantropen genommen?
Nun, der hat gezielt seine villenähnlichen Objekte auch im Westend an Wohngemeinschaften vermietet, bei relativ günstigen Mietpreisen. Blumenauer hatte sogar eigens für diesen Markt eine Firma ausgekoppelt und dort studentisches Personal eingestellt, vorzugsweise abgebrochene BWL und VWL-Studenten, aber mit adornitisch-SDS-Krahlschen Vokabular (Generation Praktikum :-O))))))) .
Eine ganze Villa hatte er dem AUSS-Bundesvorstand vermittelt, wohl in der nicht unberechtigten Hoffnung , dass sich dort über Drogenkonsum, Drogenhandel und Party-Lärm, versorgt aus dem Laden von Hayattullah Hübsch in der Bockenheimer Landstraße die angestammte Bevölkerung vertreiben ließe.
Die Uhland-Kommune, in der Uhlandstraße 47 wurde zum Schluss genauso, wie sich die Blumenauer das vorgestellt hatten: ein Polizeieinsatz jagte den nächsten, eine Hausdurchsuchung die zweite und immer offene Türen. Um schlafen zu können, legten wir unsere Personalausweise schon neben die Betten. Die Kommissare blieben auch Mal gerne zum Frühstück. Und nachts, bevor die Einsatzkräfte in die Wohnung kamen, machten die Frankfurter Dealer mit Pistolen auf dem Flur die Preise und die Reviergrenzen klar. Am Ende bleib uns nur noch die Flucht in ein Haus im Bäckerweg, in dem uns ein Königsteiner oder Falkensteiner Anwalt namens Korte mit der gleichen Absicht wie Blumenauer das Parterre vermietete. Der Rechtsanwalt aus König- oder Falkenstein hatte dieses Haus Ende der 1930er “arisiert”. Die Tora-Spalte neben dem Eingang hatten wir nach kurzer Zeit unter dem bröckelnden Putz entdeckt.
Das tat-Ensemble ging defakto über Jahre in dem des Schauspielhauses auf. Das Heiner Müller Stück “Zement“ wurde inszeniert und das Ensemble beschloss ein Vorprogramm aufzuführen: “Oktoberland” und dieses Programm mit aktuellen Bewegungen zu kombinieren. Das Ensemble bat deshalb Brigitte Brunnengräber und mich, unsere aktuellen Lieder in das Programm einzubauen.
Wir taten das und verbanden es mit der Unterschriftensammlung für den Volksentscheid gegen die §§ 218 und 219.
Das versuchte der Intendant zu verhindern & alarmierte die Polizei.
Als diese mit mehreren Einsatzwagen eintraf, hatte sich das gesamte Ensemble des “Zement”-Stückes im Foyer eingefunden und bildete einen Schutzring um unseren Tisch und die Anlage und die Gitarren usw. “Keiner, nein keiner schiebt uns weg!”…” und den Professor Dr. med Prätorius sang das Ensemble im Chor. Dazu kamen die Besucher. Die Polizei musste zusammen mit dem Intendanten abziehen… Die Unterschriftensammlung während der Wochen der Zement-Aufführungen wurde ein großer Erfolg.
Brigitte Brunnengräber kurz vor dem Vorprogramm zum “Zement”
Das war eine Sternstunde.
Viel sterniger als die folgende Uraufführung des Liedes “Das Märchen vom Recht auf Essen” beim Frankfurter Chanson-Wettbewerb im Palmengarten 1976.
Kurz vor dem Wettbewerb hatten wir uns, Brigitte und ich auch künsterisch getrennt. Mit ihr zusammen hätten wir den ersten Platz geschafft. Beim Auftritt vor dem gerammelt vollen Gesellschaftshaus habe ich den Text vergessen, ging hinter die Kulisse und kam mit dem Zettel zurück und erntete begeisterten Beifall, weil alle glaubten, das sei ein eingebauter Gag. Seit dieser Zeit klebte ich mir die Texte auf die Gitarre und auch die Folge der Harmonien.
Wäre ich B.B. gewesen, sie wäre meine B.B. geworden. Aber dann kam ein viel besserer Gitarrist, der eine Mischung zwischen DKPler und Sponti war. Mit dem ist sie dann in den Vogelsberg vondannen und wohnte mit ihm und bald einigen Kindern irgendwo bei Schlitz oder Schotten in einem stillgelegten Bahnhof hinter den Tannen am Waldrand. Idyllisch bis zum Geht-nicht-mehr. Irgendwann habe ich sie noch Mal besucht. Mit ihm war ich auch schon länger befreundet gewesen, schon lange vor Brigitte. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch hinter den Vogelsbergen.
Die Geschichte im Palmengarten mit Liesel Christ, Manfred Sexauer und meinem dritten Platz für “Das Märchen vom Recht auf Essen”, die Lieder gegen den § 218 und die Fahrpreise usw. kann man in den folgenden Texten und unter den folgenden Links finden:
HaBE: (auch un-)politische Lyrik und Lieder1966 bis 2004 bis2018 (Teil 1: 1966-2004-2008)
https://www.barth-engelbart.de/?p=203605&embed=true#?secret=Jz2FGGM30x#?secret=YFpleoNeU6
HaBE GEBRAUCHTE LIEDER gegen die §§ 218 & 219a & die GroKrieKo
https://www.barth-engelbart.de/?p=202342&embed=true#?secret=JqIEhZTLt6#?secret=pMbb0fItb8
HaBE “GEBRAUCHTE TEXTE” u.a. gegen die GroKrieKO und ihre Vorgänger
https://www.barth-engelbart.de/?p=202325&embed=true#?secret=ZHW9n7Fpf9#?secret=HzJnU4yuOM
Broder, Brumlik & Cohn-Bomb-It, schlimmer noch als Roland Koch
https://www.barth-engelbart.de/?p=119891&embed=true#?secret=QCs2qC9FzQ#?secret=erhxBoAtNU
HaBE GEBRAUCHTE LIEDER gegen die §§ 218 & 219a & die GroKrieKo
GEB-RAUCH-TE-LIE-DER (2004 kurz vor dem Tod Wolfgang Stryis zusammengestellt. Sie sollten zum Teil auch in das Programm unserer „kisuM & kiryL“-Europa-Tournee eingearbeitet werden. Tournee-Start sollte 2006 Konstanz und Bregenz sein.
Eine Reihe von Liedern aus den 70 & 80ern, Straßenlyrik, Bänkellieder, AgitProp-Songs, die heute zum Teil leider wieder sehr aktuell sind.
Joe Hill
(amerikanischer Originaltext/Musik; Heyes/Robinson)
Meine Übersetzung von 1981,
Joan Baez und Caren Silkwood gewidmet,
Hier 1966 auf dem Bankfurter Römerberg beim Ostermarsch zwischen meinen Freunden Wolfgang Neuss &Egon Becker
(die Widmung für Joan Baez hätte ich nach ihrem Auftritt in Hanau 2019 vor noch nicht maskiertem Publikum in Schlosspark Philippsruhe fast wieder rückgängig gemacht, da sie sich nicht von der Kriegsverbrecherin Killary Clinton und dem noblen Friedenspreis-Flugzeugträger & Drohnen-Massen-Killer-Bomb-Obama distanzierte & die entscheidenden Strophen bei “Joe Hill” weggelassen hat)
1.
Im Traum hab ich Joe Hill gesehn
so wie ich euch jetzt seh
Ich sage: “Joe, du bist doch tot!”
Joe sagt: “Ich sterbe nie!”
Joe sagt: “Ich sterbe nie!”
2.
“Zehn Jahre warns, in Salt Lake, Joe,
da standst du vor Gericht.
Nen Mord ham sie die angehängt,
Gott weiß, du warst es nicht!
Gott weiß, du warst es nicht!
3.
Die Kupferbosse haben, Joe,
dich selber umgebracht
aus Angst vor dir, aus Angst vor uns,
aus Angst um ihre Macht!
Aus Angst um ihre Macht!”
4.
“Der Kugelhagel traf nicht mich,
sie ham es nicht geschafft,
sie trafen meinen Körper nur,
sie trafen nicht die Kraft!
Sie trafen nicht die Kraft!
5.
Die Kraft lebt weiter, hält im Streik
mit Macht die Räder still,
deshalb, wo die Gewerkschaft kämpft,
da findest du Joe Hill!
Da findest du Joe Hill!”
6.
Von San Diego bis nach Maine,
in Bergwerk und Fabrik,
wo Arbeiter nach vorne gehn,
da kommt Joe Hill zurück!
Da kommt Joe Hill zurück!
7.
Wo Arbeiter für Lohn und Recht
den Kampf organisiern,
da ist Joe Hill, du hörst sein Lied
und siehst ihn mitmarschiern!
Und siehst ihn mitmarschiern!
8.
Im Traum hab ich Joe Hill gesehn,
so wie ich euch jetzt seh,
Ich sage: “Joe, du bist doch tot!”
Joe sagt: “Ich sterbe nie!”
Joe sagt: “Ich sterbe nie!”
Am 19 November 1915 wurde Joseph Hillström -wegen eines angeblichen Mordes verurteilt- hingerichtet. So hatten die US-Behörden den ihnen unbequemen Gewerkschaftsführer und Liedermacher ausgeschaltet, der bei den Arbeitern als Joe Hill bekannt war.
Streik-Blues
1976
Zum ersten Streik der GEW, vorgetragen bei der Streikkundgebung in der Wiesbadener Rhein-Main-Halle gegen den Willen des damaligen hessischen GEW-Vorsitzenden Ludwig, der zwei Jahre später zum Regierungspräsidenten in Kassel ernannt wurde. Der Vortrag dieses Liedes wurde trotz des Verbotes (u.a. durch den Bundesvorsitzenden Erich Frister) und der verweigerten Lautsprecheranlage möglich, weil einige hundert Lehrerinnen aus dem Main-Kinzig-Kreis und aus Frankfurt es bei vorbereitenden Versammlungen bereits kräftig geübt hatten und es dann in Wiesbaden gemeinsam mit geballter Wut gegen die Tribüne brüllten.
(Melodie “Kippestecher-Blues”: “Babbe, gugg, do vorne leit e Kibbe…. de Monnemer Hemshof-Buggie)
1.
In Hamburg haben sich fünf Referendare
ins Fensterkreuz gehängt,
das hat die Zahl der arbeitslosen Lehrer
um ne viertel Promille gesenkt
2.
Wenn zwanzigtausend auf der Straße liegen,
nutzt der Staat die Gelegenheit,
zwingt die Kollegen, die ne Stelle haben
zu unbezahler Mehrarbeit
Refr.: Der Unterricht fällt aus
die Klassen sind zu groß
20 000 Lehrer sind arbeitslos
da hilft kein Strick
kein Verhandlungstrick
Kollegen, da hilft uns nur der Streik
3.
Die Herren von den Parlamentsparteien
erzählen uns die Kassen wärn leer
doch wo nehmen sich diese Schmarotzer
ihre fetten Diäten her?
Mit Steuern schröpft der Staat die Löhne
und weil im Sparprogramm fürs Kapital was fehlt,
wird an Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen
gespart und keiner eingestellt.
Refr.: Der Unterricht fällt aus..
4.
Um die Schüler und die Eltern zu beruhigen
führt der Staat Dreiviertel-Stellen ein
und er stellt dich aus sozialer Verpflichtung
noch vor der Wahl als Billiglehrer ein
Nach der Wahl kriegst du gekündigt
denn du wirst nur provisorisch eingestellt
Wie fordern gleichen Lohn und gleiche Rechte
wir fordern Arbeitslosengeld
Refr.:..
5.
Kollegen, nur mit der Gewerkschaft
und gegen das Beamtenrecht
werden wir das Ziel erreichen
alleine nicht und nicht als Knecht
Wir solln uns gegenseitig unterwürfig prügeln
um die Stellen, um jede Mark
doch der Staat hat sich verrechnet
gemeinsam sind wir stark.
Refr.:…..
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Rag der arbeitslosen Jugendlichen
1974/75/76 ?
(in Anlehnung an die Melodie des AKW-Nein-Rag von Walter Mossmann.
Das Lied ist entstanden während der Besetzung des Maintal-Dörnigheimer Jugendzentrums. Mitgründer der späteren Rockformation “Captain Sperrmüll”, arbeitslose Jugendliche, haben es arrangiert, mit Hilfe der “Beatles-Revival-Band” eine Studio-Aufnahme produziert und es per MCs und zahlreichen Liveauftritten im Rhein-Main-Gebiet verbreitet. Der Versuch, es über den KBW-eigenen Sendler-Verlag in Mannheim auf Platte zu publizieren, scheiterte. ((KBW = Kommunistischer Bund Westdeutschland, hauptsächlich aus der 68er Studentenbewegung (SDS) hervorgegangene Organisation, die sich als antistalinistisch und volksdemokratsich bezeichnete und sich an den chinesischen Kommunisten orientierte))
Drei Monate nach diesem Versuch erschien im Sendler-Verlag die LP “Drum links” mit der KBW-Linien-bereinigten Version “Lied der arbeitslosen Jugendlichen”. Text und Melodie:”Drum links”, das war die Vorzeige Musikgruppe der KBW-Zentrale. Ich war stock sauer, und die Youngsters vom JuZ hatten einen unvergesslichen Eindruck, wie Revolutions-Oberlehrer mit ihnen und ihren Initiativen umgehen. Bei der Vertonung des Anti-Franco-Liedes “Weder König, noch Bourgeoisie!” machten sie mich auf die Zeile aufmerksam: “…da wolln die Herrn Revisionisten den Kampf des Volkes kontrolliern, rechtzeitig sich die Posten sichern überm Volk als neue Herrn!” – ‘Das wird bei EUCH auch nicht anders und du änderst da auch nichts dran!’-
Trotzdem ging die politisch-musikalische Zusammenarbeit weiter.
Die Arrangements fast aller folgenden Lieder aus den frühen 70ern habe ich mit den JuZ-Kids gemeinsam erarbeitet.
Das ist die Fußballmannschaft des besetzten (evangelischen) Jugendzentrums in der Maintal-Dörnigheimer Waldsiedlung. Eine Mädchenmannschaft gab es auch. Der evangelische Herrscher Pfarrer Fricke ließ den Jugendlichen den Strom und das Wasser abstellen, um sie im Dreck ersaufen zu lassen, sie in der Bevölkerung als die verschissenen , verkotzten, ungewaschenen Schmarotzer dastehn zu lassen. Doch die Besetzerinnen wurden aus der Nachbarschaft unterstützt. Die Nachbarn versorgten das JUZ via Kabeltrommeln mit Strom, mit Heizöl fürs Warmwasser, die Toiletten und Duschen wurden über Gartenschläuche mit Wasser versorgt. Die Jugendlichen bekamen Getränke und Essen gespendet. Zusammen mit den Nachbarn wurde eine Volksküche betrieben. Betriebsräte und Vertrauensleute de IG-Metall , allen voran die von Honeywell und Windsor unterstützten die Besetzung, (Dank posthum an den Konzernbetriebsratsvorsitzenden Rolf Knecht und seine IG-Metall- & DKP-Betriebsgruppen). Auch die Belegschaften von WERTKAUF und massa, Marburger & Söhne usw . unterstützten die Besetzung. … Den Jugendlichen ging es nicht mehr nur um die Wiedereinstellung ihres entlassenen Jugendarbeiters Klaus Katarsky. Sie wollten ein Jugendzentrum in Selbstverwaltung. Christlich ging es in der Waldsiedlung im besten urchristlichen Sinne weiter. Mit der Volksküche veranstalteten die Youngsters fast jeden Abend ein gemeinsames “Abendmahl”. Und es kam überraschende Unterstützung sogar aus dem Pfarrhaus: die Gattin des Patriarchen ließ sich nicht mehr von ihm unterdrücken, suchte im JUZ immer öfter Asyl, half an allen Ecken und Enden auch als Streitschlichterin und ließ sich noch während der Besetzung von diesem Ungeheuer scheiden. Zumindest hat sie während dieser Zeit die Scheidung eingereicht. Das war ein Befreiungsschlag für die ausgebildete Sozialpädagogin. DAS war Emanzipation
Rag der arbeitslosen Jugendlichen
1974/75/76 ?
(in Anlehnung an die Melodie des AKW-Nein-Rag von Walter Mossmann.
1
Im letzten Schuljahr hast du nichts mehr gelernt
“Bei euch ist doch alles zu spät!”
hat der Rektor gesagt und uns so überzeugt,
dass es ohne Abschlußzeugnis geht
Nach der Schule fängt die Große Freiheit an
hast du die vorgestellt
doch diese Freiheit heißt, keine Ausbildung,
keine Arbeit, kein Bock, kein Geld
Refr.: Wir brauchen einen Lehrlingslohn,
von dem man leben kann
und ne Ausbildung, die uns was nützt,
die wir selbst bestimmen, Mann!
und wer von uns keine Arbeit kriegt,
braucht Arbeitslosengeld
den halben Facharbeiterlohn
weil die Hose sonst nicht hält!
2.
Jetzt rennst du täglich zum Arbeitsamt
warst zwei Stunden oder drei
kommst du dran und fragst, sagt der Typ jedesmal:
“Es ist leider keine Stelle frei!”
Mit nem Lehrvertrag ist soundso nichts drin
wenn du Glück hast, kommst du vielleicht
in nen Vorbereitungslehrgang mit nem Hungerlohn
der nicht mal für die Kippen reicht. Refr.:….
3.
Und du liegst deinen Alten auf der Tasche,
da ist schon für die zu wenig drin,
und die Wohnung ist zu eng und du willst endlich raus
und du weißt nicht mal wohin
in den Kneipen wirst du ausgenommen
im Jugendhaus ist nichts los
und hast du irgendwie den Abend rumgebracht
geht der Scheiß am Morgen wieder los Refr.:….
4.
Das geht jetzt schon seit Wochen so
die Rennerei hat dir nichts eingebracht
drei Kumpels von dir hams aufgesteckt
und schon den dritten Bruch gemacht
Beim letzten Mal ham die Bullen sie
beim Ausräumen erwischt
in den Wagen geprügelt, rumgebrüllt:
“Klauen könnt ihr, doch schaffen wollt ihr nicht!” Refr.:….
5.
Und dann findest du nen Hilfsarbeiterjob
für ein paar lumpige Mark
und die Antreiber stehn hinter dir
und fühlen sich furchtbar stark
Sie drohen dir mit den Arbeitslosen,
die draußen Schlange stehn:
“Wenn der Lohn und das Arbeitstempo dir nicht paßt,
kannst du ja wieder gehn!” Refr.:……
6.
Zur Berufsschule gehst du auch nicht mehr,
für den Tag bekämst du keinen Lohn
der Unterricht wär auch zum größten Teil
nur Geseich und Religion
Fürs Schwänzen kriegst du nen Bußgeldbescheid
vom Ordnungsamt der Stadt
so zeigt sie dir, daß sie großes Intresse
an deiner Ausbildung hat. Refr.:……
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Zehn Kinder aus dem Kamerun
(1971/72/73?)
(Grüße an die “Toten Hosen”)
Kamerun wird je nach Ort ersetzt durch “Zehntmarkweg”, “Freigericht”, “Lamboystraß’” …
Kamerun ist ein Teil des Frankfurter Gallusviertels. Zur Jugendarbeit im Kamerun kam ich über die Freundschaft zum Chef einer Kamerun-Rockergruppe, Prinz, Peter A.
Die Geschichten der “Kameruner” waren der Hintergrund des Liedes.
Das Frankfurter Jugendamt herrschte damals durch Teilen im Kamerun und seinem Jugendhaus, indem es zwei konkurrierende Rockergruppen gegeneinander ausspielte. Trotzdem kam es zum Zusammenschluß der Gruppen. Späte, allerdings fatale, Auswirkung der Politisierung der Kameruner Rocker war, daß Prinz Ende der 70er versuchte, Joseph Neckermann um eine Million zu erleichtern. So freilich war das mit der Befreiung vom Diktat des Kapitals nicht gemeint. Prinz hatte offenbar irgendwann den Anschluß ver- und bei der Schulung über das Abenteurertum nicht richtig aufgepaát und gemeint, daß das mit der Revolution zu lange dauern würde.
1.
Zehn Kinder aus dem Kamerun
wolln in die Schule gehn
am ersten Tag wo Prüfung ist
da warens auch noch zehn
2.
Die Eltern müssen schaffen gehn
ein Kind blieb tags allein
der Lehrer schickts zur Sonderschul
da warens nur noch neun
3.
Der Lehrer hat zu wenig Zeit
drum hat er schnell gemacht
dabei war eins nicht schnell genug
da warens nur noch acht
4.
Acht Kinder aus dem Kamerun
wurden überall vertrieben
da spielten sie dann auf der Straß,
da warens nur noch sieben
5.
Sieben Kinder aus dem Kamerun
eins wurde nicht versetzt,
zuhaus mußt es Geschwister hüten,
da warn sie noch zu sechst
6.
Eins wurd beim Schokoladeklaun
erwischt, als Dieb beschimpft
der Hunger blieb, es klaut noch mal
da warn sie noch zu fünft
7.
Ein Vater wurde arbeitslos
jetzt zieht er fort von hier
weils Geld nicht für die Miete reicht
da warens nur noch vier
8.
Die Wohnungen sind viel zu eng,
da gibts oft Klopperei,
dabei wurd eins zu viel gekloppt
da warens nur noch drei
9.
Von dreien mußte eines gehn
zurück in die Türkei,
sein Vater wurd nicht mehr gebraucht,
da warens nur noch zwei.
10.
Das Schulrat sprach: “Im Kamerun
die Klasse ist zu klein
Er hat die beiden aufgeteilt
da waren sie allein
11.
Doch:
Die zwei ham sich zur Wehr gesetzt
die andern hams gesehn
weils den’ genauso dreckig geht
da warns bald wieder zehn
12.
Das geht nicht nur im Kamerun.
Warum? Das ist nicht schwer,
der Kamerun ist überall,
drum werdens immer mehr.
Es folgten bei diesem Lied die jeweils aktualisierten Versionen bei Schulstreiks, besonders da, wo gewerkschaftliche Betriebsgruppen, Vertrauensleute, Betriebsräte in die Auseinandersetzungen eingegriffen haben, was Anfang der 70er in fast allen Arbeiterwohnbezirken im Rhein-Main-Gebiet der Fall war.
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
“Die Putztruppen” mit noch mehr Klarnamen, Dokus, Bildern -erweiterte Fassung:
HaBE (nicht nur) “Die Putztruppen”-(Anti-)HeldINNen mit Klarnamen vorgestellt: “Metzger” wird zu Fischer, “Deins” zu Meins, “Pattler” zu Rudert, “Klaustal” zu Carlebach, “Pinke” zu Klinke, “Schwarzmüller” zu Weißbecker, “Reichenstadt” zu Mangelsdorff, “Gansdorf” zu Halberstadt, “Deinhaus” zu Meinhof, “Geiss” zu Wolf , “Schrader” zu Schröder, “Matzen” zu Melzer, “Greta Rehling” zu Gudrun Ensslin. “Fred Satin” zu Fritz Teufel, “Troll” zu Thorwald Proll , “Harder” zu Baader, “Feltranello” zu Feltrinelli,”Wackerhagen” zu Wackernagel usw. …
“Hannes” zu Thomas, “Christel Bamberger” zu Liesel Nürnberger, “Siggi Elster” zu Stefan Rabe, “Beginner” zu Amendt, “Armée” zu Heer, “Pumá” zu Loewy, “Lehbar” zu Rabehl, “Diamont” zu Rubinow, “Blum” zu Blüm, “Nachtisch” zu Vortisch, “Walter Birger” zu Werner Pirker, “Aloys Mendel” zu Alois Mende, “Uwe Reichmann” zu Udo Riechmann, “Karl Knappe” zu Reimut Reiche, “Paul Ganderflug” zu Peter Gäng, “Paul Noire” zu Peter Weiß, “Stiermüller & Kupfer” zu Bärmeier & Nickel, “Hans Berg” zu Heiner Hügel, “Klaus Müller” zu Kurt Weber, “Jack Cardown” zu Yaak Karsunke, “Fürchterlich” zu Mitscherlich, “Sorry & Fullcarry” zu Schade & Füllgrabe, “Königs Brauner” zu Kaisers Kaffee, “Billy” zu Levi (dem Überall-Discounter der ersten Stunde), “LH-Leybrandt-Handel” zu HL -Horst Leibbrand, “Füßli” zu Latscha …
Thomas Weißbecker 1969 in der Frankfurter “Uhland-Kommune”, der WG des AUSS-Bundesvorstandes an meinem Schreibtisch
Zur Verwirrung beim Lesen sorgt der Wechsel der Namensverschlüsselung bei den nach 2008 unter Zeitdruck entstandenen Rekonstruktionsversuchen: da wurde schon mal Emil Mangelsdorffs Verschlüsslungsname “Reichenstadt” zu “Armstädter”, der Frankfurter KPD-Drucker Dunker wechselte von “Bunke” zu “Bunker”, “Metzger” wurde zu “Metzler” oder “Fleischer”, “Weckermann” zu “Schleckermann”, der Neckermann-Erpresser Peter Altmann wechselte von “King” zu “Prinz”, was sein echter Nickname bei den Kameruner Rockern im Gallus war. Das Wirrwarr bei den Journalisten, Exilantinnen, Künstlerinnen, ProfessorINNen , DezernentINNen & MinisterINNEn werde ich von Lesung zu Lesung immer weiter entwirren -auch mit Hilfe der sich einmischenden Zuhörenden. Ach ja, die Anwälte . Da ist Vorsicht geboten. Riemann wurde zu Niemann, Ormond & Raabe lass ich weg, von Plottnitz auch, Golzem wurde zu Golem, wobei der mir Mal gestand, dass er seine Anwaltstätigkeit ohne den Schutz durch die Putztruppe nicht hätte leisten können. Leben in harten Zeiten, bleiern eben!
Aber “Arndt” bleibt Rudi Arndt (nicht ganz, der Volksmund hat ihm einen passenden Spitznamen verpasst: Rudi Dynamit) und der 1953 gestorbene und von über 10.000 Trauergästen begleitet auf dem Hauptfriedhof beerdigte Frankfurter Unterweltkönig “Stalin” bleibt nur deshalb “Stalin”, weil ich seinen bürgerlichen Namen auch nicht von “Flüster-Willi”, Stalins Mann fürs Auto-Schieben erfahren habe. Willi Münch hat mir viel verraten in Frankfurt und später dann in seinem “Ruhesitz”, dem Michelstädter “Bürgerkeller” am Lindenplatz, nur das eben leider nicht. (Und das lag nicht an seinem Flüstern durch das krebsgefressene Loch am Kehlkopf. Willi konnte schweigen “wie ein Grab”. Und da liegt er jetzt leider auch)
Der Drucker Dunker (“Bunker”) in der Langen Straße wusste “Stalins” Namen nicht mehr, und Jochen Schäfer, der Tonmeister im RÖMER wie im HR von 1946 bis 2010 (, der das Frankfurter Literatur-Telefon versorgte), wusste ihn auch nicht mehr. Dafür kannte der “Stalins” Beschützer bei der Polizei, “des war de K2FF, de ‘Schmutz-Finkh!’vom 18.K” –
“Stalins” Frau war Margret, die Puff-Mutter der Breiten Gasse (us-engl. “Broad Way”), die Beschützerin der Matura und der Nitribitt, bevor die sich selbständig machten. Das hatten sie nun davon. Über sie ging dann auch nie mehr “Die Sonne von Mexiko” auf. Das war die Kneipe & “Stalins” & Margrets Kommando-Zentrale mit Zugang zu den FFMer Katakomben in der Allerheiligenstraße. Margret hatte sie Beide gewarnt, aber die Mädels wollten nicht hören. Schade drum!
Und die Kneipe? Steht im Weg und nicht unter Denkmalschutz: Eingangstüre und Fenster sind zugemauert. Vielleicht kam auch schon ein Bagger mit dem Denkmalschubs. Siehe dazu auch: Alt68er Zeitzeugen-Geschichten bis ihr SCHWARZ werdet – noch 2 Jahre bis zum 50. des Militärputsches in Griechenland – barth-engelbart.de
Nach der nach Jahren letztlich erfolgreichen Zerlegung ehemaliger Alternativen und ihrer Publikationsoptionen (von Spaltung kann hier keine Rede sein, sonst gäbe es ja zwei Alternativen oder drei oder gar vier, und noch mehr Schein-Alternativen!) habe ich es satt, nach Verlagen zu suchen, die meine Texte zwischen zwei Sargdeckel packen mit einem goldgeprägten Rücken als Grabstein für ihre Beerdigung in der deutschen National-Bibliothek. Von den Pseudonymisierten finden sich über 20 auch unter den hier Nachgerufenen mit Klarnamen:
Horst Trapp, Einar Schlereth, André Vltchek, Sepp Sigulla, Hannia Wiatrowski, Miriam Makeba, Klaus Vack, Horst Bethge, Rolf Knecht, Pete Seeger, Peter Kleinert, Fred Schäfer, Wolfgang Neuss, Eberhard Dähne, Eckart Spoo, Emil Carlebach, Gerhard Zwerenz, Lorenz Knorr, Heiner Halberstadt, Gerd Albrecht, Matthias Beltz, Flüster-Willi Münch, Reinhold Seeger, Peter Altmann, Rose Buchheim, Rosa Luxemburg, Louise Michel, Louise Bröll, Ulrike Meinhof, Holger Meins, Gudrun Ensslin, Slobodan Milosevic, Muammar Al Gaddafi, Pier Paolo Pasolini, Wolfgang Stryi, Günter Amendt, Vittorio Arrigoni, Mahmud Darwisch, Erich Fried, Willi Münzenberg, Karl Liebknecht, Karl Hecht, Lina Hecht, Heinrich Volz, Heinrich Merz, Wilma Heil, Herbert Noss, Heinz Vaupel, Michael Zierz, Giangiacomo Feltrinelli, Ernesto Che Guevarra, Fidel Castro, Thomas Weißbecker, Patrice Lumumba, Ernest Jouhy-Jablonski, Robert Jungk, Giuliano Mer-Khamis, Werner Pirker, Reuven Moskovitz, Walter Herrmann, Manolis Glezos, Janusz Korczak, Anton Makarenko, Mikis Theodorakis, Jannis Ritsos, Grigoris Lambrakis, Ursula Behr, Christian Krähling … viele wurden viel zu früh gegangen, viele gingen viel zu früh & … unersetzlich – barth-engelbart.de .
und in dieser (teils-PUTZTRUPPEN-) Klarnamen-NOMENKLATURA,
deren Strafen für alle begangenen “68er-Verbrechen” längst abgesessen, abgezahlt und die angeblichen oder tatsächlichen Heldentaten längst verjährt sind (auf “Schwarzen Listen” für die (noch lebenden) Roten oder in der Registratur der V-Leute-Reserve der Sorte von vor 1933 stehen sie dort so oder so):
Regine Reichwein, Inge Hornischer, Wolfgang Abendroth, nicht Katja Riemann, sondern die Partnerin dieses unvergessenen gleichnamigen Rechtsanwaltes (oder war es seine Schwester?), Eberhard Kempf, & KollegINNen, Eberhard Dähne, Schütte und von Friedeburg, Friedhelm Nyssen, Horst Bethge, Prof. Mollenhauer, Prof. Richard Meyer, Arno Rudert, Käthe Klösters, Rolf Knecht, der letzte Vorsitzende des KPD-Ortsvereins Hanau-Lamboy, der Genosse Breideband, Louise & Karl Bröll, das Hanauer “Moulin Rouge”, Hanaus Polizeipräsident Gallus und seine Tochter, Axelrod, Udo Riechmann, Lila Eule, Neue Vahr, Koschnik, Arbeiterpolitik, die Wackernagels, Walter Mossmann, Frank Zappa, Zörgiebel, Noske, Polizeipräsident Littmann, OB Brundert, RA. Riemann, Christa Appel, Helmut Theis, Jörg Dobrovic, Alois Mende, OB Landmann, Reichart, Libresso, Heiner Hügel, Josef Fischer, der im Roman als Metzger auftritt, Johnny Klinke, Hannes Heer, Ronny & Hanno & die ganze Corona der Loewys, Selmi, Ignatz Bubis, Galinski, Fassbinder, das TAT-Ensemble, Yaak Karsunke, Dr. Martin Barth, Onno Poppinga, Ralf Dahrendorf, Scholl-Latour, (SDS)-Wolf eins , Wolf zwei, Wolf drei, Helmut Richter, Heippe Weiß, Arnim Golzem, RA. Raabe, Günther Amendt, Stefan Rabe, Reinhard Kahl, Hartmut von Hentig, Herbert Stubenrauch, Gernot Koneffke, Hans-Joachim Heydorn, Heide Berndt, Oskar Negt, Jürgen Seifert, Monika Seifert-Mitscherlich, Ernest Jouhy-Jablonski, Robert Jungk, Henry Ormond, Erich Kuby, Gaston Salvatore, Helmut Schauer, Reimut Reiche und sein Gäng, Edgar Weick, Ekkehard Schall, Wolf Biermann, Rudolf Rohlfs, Vittorio Arrigoni, Giuliano Mer-Khamis, Liesl Nürnberger, Heinrich Barth, Contzen, Sven Hedin, Heinrich Harrer, Dalai Lama, Ché & Fidel, Lumumba, Ingrid Feltrinelli, Rur-Uni-Prof. Renate Eisel, Dietmar Schönherr, Vivi Bach, Ernesto Cardenal, Jakob Moneta, Daliah Moneta, die beiden Blüms (Burghard & Norbert), Volkhard Mosler, Heiner Halberstadt & seine Else hinterm VOLTAIRE-Tresen, Polizeipräsident & Kultusminister Krollmann, die GEW-“Kollegen” Frister & Ludwig, Kanther, Kohl, Milde, Oswald, Zinn, Friedrich Ebert, Otto Grotewohl, Füllgrabe, Wilhelm Piek, die Seegers (Reinhold & Pete), Schäfer eins-zwei-drei, “Stalin” & Margret, das Königspaar der Frankfurter Unterwelt, die “Sonne von Mexiko” am Allerheiligentor, der Drucker Dunker, Flüster-Willi, Broad-Way, wie die US-GIs und die Offiziere die Breite Gasse nannten, Matura, Nitribit, Karl Gerold, Emil Carlebach …., Matthöfer und sein Neffe, Rudi Arndt, Cohn-Bendit, Holger Meins, Ulrike Holler und Ulrike Meinhof, Andreas Bader und der Jünschke, Horst Mahler, Adolf von Thadden und andere Dienstwaffen, Frank Herterich, der Genosse Hutter und der Rest des KPD/AO-ZKs, Antje Vollmer, Gudrun Ensslin, Fritz Teufel, Rainer Langhans, Rudi Dutschke, Wolf Biermann, Hilde Benjamin, Klaus Vack, Heinrich Hannover, die “Schmetterlinge”, Dieter Dehm (alias LERRYN), die KBW-Zentrale mit Personal: von Hager bis Löchel, Schmierer bis Koenen, von Braunbehrens bis Kretschmann und den Ralf Füchs (Ex-Chef der Böller-Stiftung), Wissmann und Löchel, Ernst Aust “Hoch die Faust”, Fritz Härtle (der MLer im hessischen Rundfunk-Rat), Dr. Kadelbach (Intendant des Hessischen Rundfunks) und sein Sohn, der linke McCarthy von Hanau, der Reversen-Schreiber Elmar Diez, den Frankfurter Ehrenbürger Fritz Dietz, Hermann Josef Abs, die Familien Quandt und Schickedanz, Josef Neckermann und “Prinz”, der Chef der “Kameruner” Rocker -Peter Altmann, Herbert Faller und Horst Bethge, Jochen Steffen, Professor Peter Rhein, …. und Albert Mangelsdorf & EMMES Pöhlert, Oma Schlüssler und ihr Hanauer Clan, Emil Grimm und Emil Mangelsdorf, Lippmann & Rau, John Cage, Ingrid & Gerhard Zwerenz, der Verleger Dröge, Horst Bingel, Peter Zingler, Alexander Schubart, Jossy Oswald, Bärmeier & Nickel, die alte Frankfurter Schule von Adorno bis endlos, Krahl und seine (Königsbacher?)Kneipe im Kettenhofweg, Heymann & Orthmeier (der Ältere & der Jüngere), die ihm zu Füßen saßen wie auch dem Adorno im Café Laumer , dem Herrn Hübsch (als er noch nicht konvertiert war), Abraham Melzer und dem MÄRZ-Schröder, Henrik M. Broder als Porno-Autor in Melzers “OLYMPIA-Verlag”, Bernd Rabehl, mit dem der Spiegel mich im SDS/AUSS-BuVo-Büro immer verwechselte, Lech Walesa, Dr. Hendryk Marek, Frau Doktor Goldstein, Dieter Zimmer, “Shorty” Kurz vom Hanauer Anzeiger, Annette Mönich, Hannia Wiatrovski, FFM- OB von Schoeller, einige IMs, die mich erfolglos anzuwerben versuchten. Einer davon war Mitglied im Bundesvorstand des AUSS und kam aus Berlin. Sein Name sollte Lukasik oder so ähnlich gewesen sein und er war neben mir der einzige Berufsschüler im AUSS-BuV0.
Namen sind jedoch nur Schall & Rauch und in meiner STASI-Akte auch geschwärzt.
Ein Versuch vor dem Intershop in Ostberlin am Bahnhof Friedrichstraße nach dem Besuch des Hauses der Presse mit Ekkehard Schall und der Begegnung mit Wolf Biermann in fast direkter Nachbarschaft zu Brechts Theater am Schiffbauerdamm schlug fehl, weil ich 1964 als gerade 17-Jähriger zu wenig Geld dabei hatte, um zwei bettelnden DDR-Bürgern aus dem Inter-Shop die Einkaufstaschen zu füllen. Er kann nicht als solcher gewertet werden. Ein erster ernsthafter Versuch 1968 im Frankfurter Hauptbahnhof durch einen Mitarbeiter des Druckhauses Köln-Neuss, zweiter Versuch nach meiner Kriegsdienstverweigerung in der Bundeswehr beim zivilen Ersatzdienst 1967 im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Weinsberg, dritter Versuch im Studien-Seminar 12 in Hanau 1977,
vierter, fünfter, sechster, siebter, achter, neunter, zehnter und elfter Versuch 1981, 82, 83, 84, 86, 87, 88 an der DDR-West-Grenze (meist Helmstedt/Marienborn) und an der DDR-Ostgrenze (Forst, Frankfurt/Oder, Stettin, Görlitz ). usw . … und ungezählte HR- & FR-DissidentINNen
Ob und wie ich Erwin Eckert, Ellen Weber und noch einige (andere) aus FDJ, VVN/BdA, SEW/SED, KPD, USPD/KPO (Heinrich Fischer), DFU, AUD, DS, DL und DKP (Rolf Knecht) pseudonymisiert habe, weiß ich erst nach erneuter Suche in meinen Manuskript-Fragmenten und noch erhaltenen 2HD-Disketten.
Oh Gott, oh Gott, den Dieter Bott hätt’ ich beinah vergessen, wie auch den NDR-Bott, den Samuel Schirmbeck und den Malte Rauch auch, die NATURFREUNDE, den nicht nur radelnden SOLIDARITÄTSVERBAND, den BDP, die FALKEN, den KJVD, den FDGB, den Eckart Spoo,
den Ekkehard Schall
un was noch all,
wie es die Hessen ergänzen. Wer sich alles von den Genannten nun um 360, 180, 90 oder 45 Grad gewendet und herausgedreht hat, dazu muss man die aktuelle AA-Chefin Annalena Baerbock befragen, die weiß es ganz genau von der NSAu & der CIA aus den “Rosenholz-Papieren” und anderen Wessi-Akten.
Auf dem SDAJ/MSB-Spartakus- STAMOKAP-Flügel und im Kulturbereich zwischen Adamek und Zupfgeigenhansel, Süverkrüpp & Degenhardt, Lerryn & Lage,
Pete Seeger und Anna Seghers wären noch viele Tasten anzuschlagen, Halb-, Miss- & Zwischentöne, Nachhall & Über-Schall, Dissonanzen & Disharmonien ab-& an- zuspielen.
Auf der Klaviatur der Prä-& Post68er-Nomenklatura, der Frankfurter Schule(n) … von SDS, AUSS, über SB, SDAJ, MSB, Spontis, GIM, SAG, ML , diversen K-Gruppen & ihren RGW/EWGeschwistern herum zu klimpern zwischen Adorno & Zwerenz, Abendroth & Zingler, Altvater & Zumach & Ziegler, Dutschke & Langhans, Dehm & Dähne, Krahl & Kahl, Frank & KD Wolf, Lutz Weber & Ellen Weber, Kurt Weber & Hilde & Walter Benjamin usw., das mag ja für das Kurzzeitgedächtnis vieler Ü75er ein gutes Training sein, aber die Arbeit der Putztruppen und ihres zivil-getarnten Dezernates “Sauberes Frankfurt” erstreckt sich nach der erfolgreichen “Preußifizierung” mit den Beutegeldern aus dem 1871 besiegten Frankreich von Mumm von Schwarzenstein / Miquel / Adickes / Landmann bis hin zur Schwarzen Roth – und überdauert auch den Feldmann.
Die Wasserhäusi- & Klickerwasser-Kaiser, die Kiosk-Imperialisten von Crome bis Jöst beherrschen die Frankfurter Straßenzüge von 1919 bis 1990.
Vergeblich habe ich bisher den neben JÖST & Crome dritten Kiosk-Imperator gesucht, der den Frankfurt-Säuberungen nach 1956 spätestens in den 1970ern zum Opfer fiel. Selbst die Studienarbeiten Frankfurter HistorikerINNEN über die FFMer Kiosk-Imperien nennen diesen Namen nicht mehr, der zum “Tätigkeitswort” wurde für den Gang zum Kiosk. Für Crome habe ich dieses Verb ersatzweise erfunden: “crometourn”, de Alde verabschied sisch: “Isch geh emol crometurn!” zum “Zigarettenholen”. Im Frankfurter Dialekt rufen die Frauen ihren verschwindenden Männern nach: “Mach mer blos ka Krometuurn!” Worauf die Nachgerufenen dann für Stunden., Tage, Monate, Jahre oder ganz verschwunden, während die Bagaaasch unne Klickern spielte oder Versteck: Eins, zwei drei vier Eckstein, alles muss versteckt sein. Dann dauerte es auch länger mit den von der verlassenen Mutter zum Zigarettenholen ausgeschickten Kindern. Die Eckstein-Zigaretten gab es wie Overstolz auch einzeln zu kaufen.
Wer mir den Namen des dritten Frankfurter Kiosk-Imperators schickt, der bekommt von mir die signierten “unter-schlag-zeilen”
Die in den 1920ern verstärkt fortgesetzte “Entkernung” der Frankfurter Altstadt und die Umsiedlung der Altstädter nach Riederwald, “Zickzack-Hausen”, Goldstein, Schwanheim usw. … in gut überschaubare Massenunterkünfte ist zu 50% polizeilichen Erwägungen zu verdanken. Die anderen 50% teilen sich die “Licht-Luft-Sonne”-SPDler, die “Neue Heimat” Ideologen in den Gewerkschaften usw. …
(Hier kreuzen sich die Putztruppen übrigens mit Anna Seghers 7. Kreuz, wo sich Georg durch diese Siedlungen schleicht auf der Suche nach Kontakten zum illegalen Widerstand.)
… Die Fortsetzung solcher BAUHAUS-“Städte-Planung” fand nicht nur in BRASILIA sondern eben auch in der Frankfurter NORD-WEST-STADT in den 1970ern statt und geht über den Riedberg weiter. Man sollte den Namensgeber der Avenue Haussmann mal befragen, nach welchen Vorgaben er den Neubau des 1871 zerstörten Paris geplant und realisiert hat. Alt-Paris war polizeilich unregierbar. Das neue schon viel mehr. Die ab 1920 auch schon arbeitsdienstlich & später dann mit “notverordneter Gewalt” betriebene Entkernung der Frankfurter Altstadt mit der Abriss-Spur durch die Braubachstraße wurde durch die alliierten Bomberverbände 1944/45 vervollständigt. Die letzten Widerstandsnester gegen die Nazis wurden ausgeräuchert. Mehr dazu in den “Putztruppen” und hier: Wenn Wladimir Putin von einer “sinnlosen Bombardierung deutscher Großstädte durch die West-Alliierten” gesprochen haben sollte, hat er sich geirrt. Der folgende Artikel beweist den Sinn der Bombardierungen: “Besser tot als rot!” ist ein Churchill-Zitat*. Zerbomben & Tot- & Ver-schweigen: die westalliierte Liquidierung des antifaschistischen Widerstands in Deutschland … – barth-engelbart.de
(Ach, noch was, die Geschichte der FAG, der FRAPORT und ihrer Vorgänger mit den Flugplätzen auf dem Lohrberg, auf dem Rebstock-Gelände mit Bahnanschluss bis zum Güter- & Hauptbahnhof, dem Bau der neuen Start-& Landebahn für des Führers Wunderwaffe,
Der Me 262 wurde 1944/45 im thüringenschen Kahla in den unterirdischen REIMAHG-Werken (Abkürzung von Reichsmarschall Hermann Göring) produziert siehe: REIMAHG – Wikipedia
dem Messerschmitt-Volksdüsenjäger Me 262 durch ungarische jüdische Frauen am heutigen FRAPOT-Standort und die Wiederentdeckung ihres KZs im Mörfelder Wald … all das spielt in den “PUTZTRUPPEN” mit, DANKE an Malte Rauch · Bernhard Türcke · Eva Vossen für ihren 2002 entstandenen Dokumentarfilm Die Rollbahn – Film ∣ Kritik ∣ Trailer – Filmdienst //
DANKE an Jossy Oswald und Alfred Arndt, die als Schüler lange davor das Mörfelder KZ wiederentdeckt, gegen immensen Widerstand von OBEN aber mit Unterstützung der Mörfelden-Waldorfer DKP geforscht und die Überlebenden gefunden haben)
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Ich gehe mit meinen Sachen wieder dorthin, wo sie meist entstanden sind: unter die Leute. Und erzähle auch die oft genau so spannenden Geschichten ihrer Entstehung.
Ich habe aus Furcht vor Abmahnungen, Prozessen usw. so lange mit verschlüsselten Namen meiner „HeldINNen“ geschrieben, dass ich kaum noch entschlüsseln kann, wer denn gemeint war. Mir sind dabei auch sehr peinliche Fehler passiert, besonders wenn ich zu Interviews & Recherchen unterwegs keinen Internet-Anschluss hatte. So wollte ich den Vorsitzenden der Kärntner KPÖ nicht mit dem Pseudonym „Schwarzenegger“ verschlüsseln. Der Name des österreichisch-US-amerikanischen Gouverneurs von Kalifornien war mir so zuwider, dass ich für den Grazer KPÖ-Vorsitzenden Kaltenegger den Verschlüsslungsnamen Kaltenbrunner genommen habe. Ich erinnerte mich zwar an den österreichischen Familien-Namen, wusste aber nicht mehr in welchem Zusammenhang der mir untergekommen war. Weißenborn wäre ja auch gegangen, war aber schon belegt.
Die Antwort aus Graz war dann auch sehr frostig: Kaltenegger war einer der schlimmsten austro-faschistischen Kriegsverbrecher im angeschlossenen Österreich. Und die Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber sie sieht sich doch sehr ähnlich: am gleichen Tag, als März 2023 die Meldung kam, dass die ukrainischen Faschisten ihre „Gebirgsjäger“ nach der SS-Gebirgsjäger-Einheit „Edelweiß“ benennen, und die EU mit der Speerspitze Deutschland diese Einheit mit Waffen ausstattet, zeigte 3Sat den Film „Ein Dorf wehrt sich“ und das Wirken des NS-Verbrechers Kaltenbrunner. Ein guter Film, aber heute als Tarnkappe eingesetzt. Die „Kaltenbbrunners“ von heute regieren und morden und brandschatzen und liquidieren wieder mit SS-Runen, Hakenkreuzen und anderen NS-Symbolen … für Reinrassigkeit, aber jetzt ohne Schnauzer.
Ich werde den Roman „Die Putztruppen“ sowie viele weitere Romane nach der Vernichtung meiner Festplatte 2008 nicht mehr komplett rekonstruieren, dazu ist mir die Zeit zu schade und ich möchte nicht mehr in Schreib-Quarantäne gehen, sondern „analog“ unter Menschen, die Geschichten in Werkstatt-Lesungen und -Erzählungen vortragen, und mit den Teilnehmenden zusammen korrigieren, erweitern …. Lieder dazu singen …
Wer mich dazu einladen möchte, soll es tun. h.barth-engelbart@gmx.de Eventuelle Gagen (auch Klingelbeutel-Gagen) gehen nach Deckung der Fahrtkosten, Kost und Logi an meine Ex-Grundschülerin Rema und ihren kleinen Nasser im Slum von Kampala. Wer sie direkt unterstützen will, kann das auch gerne ohne Lesung tun: Rema (26) & Nasser(6) sind Opfer deutscher Kolonial- & Neo-Kolonial-& Abschiebe-Politik: Ein Hilferuf/A Cry for Help – barth-engelbart.de
Mein Lesungs-Erzählangebot betrifft nicht nur „Die Putztruppen“ sondern auch
„Der Erbsenzähler“
„Der Damenschneider“
„Onkelmord“
„Vatermörder“
„Die Vertreibung aus dem Rosengarten“
„Doppel-Kopp“
„Grenzgänger“
„unter-schlag-zeilen“
„Steinschlag in Sichelsberg“ / “Der weiße Stein vom Sichelsberg” (Herman-Göring-Werke)
„Die Russenweiber von Bermuthshain“
„Bankfurt-Mordend“
“Carlo Levi kam nur bis Lieblos”
“Wie der Bischof von Paris nach Steinbach kam”
„Der Hunnenhof oder wie Attila über den Rhein kam“ – (oder ist es ihm Nie gelungen? Im oberhessischen Dorf Mittel-Gründau, dem Ausgangsort der oberhessischen Bauernaufstände von 1830 gab es einen Mithras-Koboldstein, einen Hagen-Grund gab es, bis er als Bauschuttdeponie verfüllt wurde, einen Juden-Grund …. und aus gutem Grund wurde das Dorf zum “Revolutionären Vorort” der 1848er, der 1918er und auch der 1948er)
„Warte nur Napoleon!- wie die osthessischen Bauern Napoleon die Kriegskasse raubten und so den Russlandfeldzug verkürzten“ (Gründau-Rothenbergen)
(Natürlich gab es 1806 das Lied gegen den „Erbfeind“ von 1871 noch nicht)
Sowie eine ganze Reihe von Kurzgeschichten und fünf Kinderromane: “Enrico schreibt keine Liebesbriefe”, “93 Stickers für Giovanna”, “Die Ziege ZORA”, “Zickensturm am Messeturm”, “Funny und die Salzdiebinnen von Wien”
Gedichte und Lieder seit 1964 bis heute / Geschichte(n) & Lieder aus der Main-Kinzig-Region / Enttarnung verschlüsselter Widerstandslieder von den Bauernkriegen bis heute …
Hier als Vorabsendung schon Mal Fragmente der „Putztruppen“ und das Recherche-Material. Bei der „Vertreibung aus dem Rosengarten“, dem Mannheim-Roman sind die Recherchen noch nicht abgeschlossen.
HaBE Peter Zingler zum “Putztruppen”-Werkstatt-Gespräch eingeladen, suche Ersatztermine & -PartnerINNEN. Jan Seghers? Wolf Wetzel? Gerhard Zwerenz ist leider verhindert. “Flüster-Willi” auch. – barth-engelbart.de
Peter Zingler POST MORTEM FRurteilt & geköpFRt. HaBEs Gegennachruf für einen passend FRzeichneten, FRdrehten, FRschnittenen & FRschriebenen – barth-engelbart.de
Noch ein Frankfurter Loch wie bei der EZB, jetzt bei Chagall in der SCHIRN & ein überraschendes Wiedersehen mit der Tochter meines väterlichen Freundes, Kritikers & Förderers Jakob Moneta – barth-engelbart.de
Micha Brumlik: Die palästinensische BDS-Bewegung & Fragen zur anhaltenden Debatte zu Antisemitismus & Nahostpolitik – barth-engelbart.de
Gedenken an die “Reichs-Pogromnacht” in der Provinz: z.B. in Gründau – barth-engelbart.de
Zur ausgefallenen 800-Jahrfeier herzliche Glückwünsche nach Rothenbergen oder warum das in Gründau so lieblos übergangen wurde – barth-engelbart.de
Die Geschichte des jüdischen Gelnhäuser OPEL-Händlers Blumenbach hat eine Vor- und Nachgeschichte, die verschwiegen wird – barth-engelbart.de
Dieser Artikel ist den Nachfahren der jüdischen Gelnhäuser Familien Blumenbach und Scheuer geweidmet. Die „Adolf-Hitler-Kaserne“ steht unter Denkmalschutz, die Blumenbach’sche Autowerkstadt wurde abgerissen und das Wohnhaus bis zur Unkenntlichkeit umgebaut Hier gibt es nicht einmal einen Stolperstein. Das Anwesen der Familie Scheuer gimng als „Judenschnäppchen“ an die Stadt Gelnhausen, das Haus wurde nicht zurückgegeben und man lässt es jetzt zerfallen .. Auch vor der Villa des jüdischen Gelnhäuser Rechtanwalts Sondheimer oberhalb der Altstadt gibt es keine Hinweistafel, …
keinen Stolperstein. Sie wurde als Hehlergut an die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ verkauft, ging dann in den Besitz des evangelischen „Mütter-Genesungswerkes, und dann in den Besitz des Landes Hessen zur Einrichtung einer Landwirtschaftsschule. Das Land Hessen verkaufte um die Jahrtausendwende ihr Hehlergut an eine Immobilienfirma.
So was nenne ich strukturellen Antisemitismus, aber das schert doch unsere Damen und Herren üüüberhaupt nicht. Noch was in dieser Preisklasse? Gerne: an der A% wurde eine Toiletten-Anlage mit dem Namen des Motorrad-Weltmeisters Bernd Rosemeyer getauft. Der Name wurde anscheinend von „Hessen-Mobil“ entfernt. Vielleicht wegen Beschwerden? Nö. Jetzt wurde kurz vor der Einmündung der Abfahrt von dieser Toiletten-Anlage ein Hinweisschild angebracht „Bernd-Rosemeyer-Denkmal 70 Meter rechts“ – in dieser Auffahrt herrscht aber Halteverbot. Siehe dazu: Störche bringen Kinder und Zigeuner bringen sie um. Oder? & wo wurde Bernd Rosemeyer versteckt & wie lange werden die Adlers & Weiss noch gejagt? – barth-engelbart.de
Bevor das DKP-Umfeld Klaus P.s in der TAT ausgereift umfällt, HaBE ich noch eine Frage ge- & etwas dar- & klargestellt … – barth-engelbart.de
„Bankfurt-Mordend“ – der Roman zum Stadtteil – barth-engelbart.de
HaBEs Sternstunden 8.: Gebrauchte Lieder im OKTOBERLAND-Vorprogramm zu Heiner Müllers “Zement” im Bankfurter Schauspiel 1976 – barth-engelbart.de
Vom tragischen Tod des Putztruppen-Chefs (keine Panik, Joschka lebt noch) – barth-engelbart.de
War der Frankfurter Polizistenmörder von 1973 ein Alt68er? Neues im Fall PHK Finkh – barth-engelbart.de
Der Sieg der Syriza wird nur scheinbar die “Morgenröte” auf den Plan rufen. – barth-engelbart.de
FR ließ “Putztruppen”-Lesung im Hauptbahnhof Frankfurt platzen – barth-engelbart.de
UND hier die Links zu anderen Roman-Fragmenten:
Der Roman “Vertreibung aus dem Rosengarten” … – barth-engelbart.de
Wo die “Putztruppen” den “Damenschneider” zum “Erbsenzähler” bringen & “Grenzgänger” die “Vertreibung aus dem Rosengarten” & Theresienstadt & Auschwitz knapp überleben … – barth-engelbart.de
“Vertreibung aus dem Rosengarten”- jetzt kommt mein Mannheim-Roman – barth-engelbart.de
Vertreibung aus dem Rosengarten – barth-engelbart.de
Opfer, Täter, Herrenmenschen / Recherchen zu HaBEs Mannheim-Roman “Vertreibung aus dem Rosengarten” – barth-engelbart.de
Mannheimer Presseball 1964/65 im Rosengarten kurz vor oder nach Günther Grass’ EsPeDe & Klaus Kinskis Publikumsbeschimpfung – barth-engelbart.de
Den folgenden Nachruf habe ich Anfang November 2010 geschrieben:
Jochen Schäfer ist tot. HaBE versucht, ihn wieder unter das Römerdach ins Leben der Stimmen der Literaten zu holen. Ein erster leider vergeblicher Wiederbelebungsversuch. Ein Weckruf für den Tonmeister des Frankfurter Literatur-Telefons.
mich trifft Jochens Tod wie ein Luftschlag. so muss das Gefühl sein, wenn eine Transall einen überfliegt und ein Tornado im Zielanflug auf einen zukommt. Jochen ist tot und ich will es nicht wahr haben, es ist wie der Tod Wolfgang Stryis, obwohl, obwohl, obwohl, wir kannten uns nur ein paar Tage und Wolfgang hat 14 Jahre die Töne meiner Texte gemacht, meinen Texten Töne, meine Worte zu Musik gemacht. Jochen hat sie “nur” aufgenommen.. sofort verstanden und wir uns auch. (((Die Trauerfeier findet am Mittwoch, den 10. November um 9.45 Uhr auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt.)))Wir haben uns bei den Aufnahmen erst kennen gelernt. Ich habe ihm meinen Roman “Putztruppen” als erstem fast ganz erzählt, nachdem der bei einem Festplattencrash über die Wupper gegangen war. Jochen hat bei der Erzählung viele Details mit eingeflochten, denn er kannte, nein, hatte “ein duzend Oberbürgermeister aufm Buckel”… Jochen hat mir auch gesagt, dass er die Hauptfigur des Romans persönlich kennt: “Jochen, ich hab den erfunden!” “Nein, isch kenn denn!! Ich weiß wo der wohnt. Dem hawwe die Amis nachem Kriesch, e Kneipe hinner die Katharinekersch gestellt, Geschenkt, mit em Bergepanzer hawwe die e Wellblesch-Halle vom Rebstock gebracht un hiegestellt. Da hat der die ganze Unnerwelt unner kontrolle, de Schwarzmarkt, die ganze Jazzer, de Emil un de Albert warn dort noch vor de kleine Bockenheimer. Die war doch noch verschütt…” Wenn Jochen in Fahrt kam, hat er geslangt, wie’n eschde Friedrisch Schdolze. Er hat mir den ersten Literaturpreis verliehn : mit meiner Geschichte war ich in seine Realität eingedrungen und wir haben gemeinsam das Lied vom KWFF gesungen und auch von seiner polnischen Frau, der Displaced Person, der ex-Zwangsarbeiterin, die jetzt für ihn putzte.. “Isch kenn die genau, na, isch habb se gekannt. Bevor se aus em Fenster gefalle is. Die hat im Riederwald in de Schul geputzt ” So hört sich das an, wenn Frankfurter Hochdeutsch reden, es versuchen, Jochen konnte das wunderbar…… Jochen wollte mir die Karriere dieses Polizei-Hauptkommissars noch genau aufzeichnen…. Im Runterfahrn im Aufzug haben wir festgestellt, dass wir am gleichen Tag Geburtstag haben, er nur 10 Jahre früher oder warens 5 ? (es waren 10! HaBE 2023).
Ich bin in den 5 oder 6 !!! Jahren nach der Aufnahme und nach unseren langen Gesprächen danach nicht mehr zu ihm nach Frankfurt gekommen, habe es immer wieder aufgeschoben, weil immer wieder irgendwelche Kriege dazwischen kamen, gegen die ich unbedingt anschreiben musste, da mussten die “Putztruppen” und auch Jochen erst Mal warten . Und jetzt hat er unsere gemeinsame Geschichte einfach unerzählt, erzählt ja schon aber noch lange nicht aufgeschrieben mit ins Grab genommen. Ich werde den Roman für ihn fertig schreiben. Ich werde einen ersten kurzen Nachruf und dann unsere Geschichte als sehr sehr sehr langen ihm nachschreiben. Jochen , ich mach sie mindesten 300 Seiten, nein 400 Seiten lang und sie wird so kompliziert wie die Katakomben unter der Altstadt, dem Ghetto und was davon die Bomben und später die Bagger noch übrig gelassen haben… Ich schwörs Dir… Ehrlich….Jochen, jetzt bist Du mit dem Aufzug nicht nur ins Tonstudio nach oben unters Römerdach gefahren. Du hast den allerobersten Knopf gedrückt und mich nicht mitgenommen. Du wolltest mir doch KWFFs Wohnung zeigen! Das hättest Du auch noch machen können, bevor Dein letzter Aufzug kam. Aber, wie so oft bin ich zu spät gekommen. Lach net, Achmet! Halt mir oben einen guten Platz frei, ich will mit Dir die Paulskirche sehn und nicht den bescheuerten Gerippten am Westhafen.. Dann werden wir den Banken-Herrn und -Damen dieser Stadt von oben die Leviten lesen…Das wird schön.
Und grüß mir STALIN, na Du weißt schon, seinen Doppelgänger ! Oder ist der in den Tiefkeller gefahren ? Aber man sieht sich ja trotzdem, da ist so ein Paternoster wie früher im Rundschauhaus .. Und vergiss nicht dem Hannes Schwarzmüller die Grüße auszurichten. Ich werde die Kerle noch finden, die seine Familie nach Auschwitz durch den Schornstein gefeuert und gleichzeitig für ihre Rettung Geld kassiert haben. Die Schweizer Konten sind noch voll. Der KWFF hatte die Nummern in seinem eingeschlagenen Schädel. Aber da ist nix mehr zu finden… Wie nach meinem Festplattencrash.
Zusammen hätten wir jetzt sogar doch noch die Nummern gefunden…Überleg schon Mal, wie wir das von oben aus packen. Und wie die uns hören. Naja, Du bist der Tonmeister. Du schaffst das. Du hast eigentlich immer alles gepackt.. Sechs meiner Gedichte in 10 Minuten und lupenrein und brilliant im Ton. Wer kann das schon, wer macht das jetzt ? Gibt es jemanden, der Dich ersetzt ? Ich kanns nicht glauben. Aber wie ich Dich kenne, hast Du schon einen angebaggert und angelernt , einen Jüngeren vom hr, vom hessischen Schwarzfunk mit den vielen Tier- und Koch-Sendungen, einen der Lust hat, auch Mal was Anderes zu machen, außer dolles Dorf, und Pinguin und Co uund hessen schwitz und Kochduelle..Wir werden ihn kennen lernen..
Schaumerma. Lebbe gehd weider!
Pass gut auf uns auf.
Dein HaBE
Und ehrlich gesagt, die Scheibenwischer schaffen das mit dem Starkregen vor meinen Augen auch nicht mehr so richtig. Naja, mer soll die Scheibenwischer eben doch net beim ALDI kaufen. Du glaubst mir widder net. Doch, ich hab nah ans Nizza gebaut. Nee, des war mir zu teuer. Dribbdebach am Deutschherrnufer. Üwwerm “Underground”, da wars billischer. Richtung Schlachthof.. Ich bin traurig. Machs gut. Bis später. Irgendwie freu ich mich auf dich.
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
Autor von barth-engelbart.de Alle Beiträge von Hartmut Barth-Engelbart anzeigenAutorHartmut Barth-EngelbartVeröffentlicht am9. November 2010KategorienAllgemein, Lyrik, Termine„Jochen Schäfer ist tot. HaBE versucht, ihn wieder unter das Römerdach ins Leben der Stimmen der Literaten zu holen. Ein erster leider vergeblicher Wiederbelebungsversuch. Ein Weckruf für den Tonmeister des Frankfurter Literatur-Telefons.“bearbeiten
2 Gedanken zu „Jochen Schäfer ist tot. HaBE versucht, ihn wieder unter das Römerdach ins Leben der Stimmen der Literaten zu holen. Ein erster leider vergeblicher Wiederbelebungsversuch. Ein Weckruf für den Tonmeister des Frankfurter Literatur-Telefons.“
- Birgit Menzelsagt:16. November 2010 um 19:05 Uhr BearbeitenLieber Hartmut Bart-Engelbart,vielen Dank für Ihr Erscheinen am Mittwoch, Ihre Anteilnahme und das Buch! Die Deutschlandreise im ICE habe ich ihm schon vorgelesen.Wenn ich darf, habe ich eine Bitte an Sie: Ihre Worte auf Ihrer Homepage zum Tod meines Vaters bedeuten mir sehr viel, weil ich ihn mir dabei auch so lebhaft vorstellen und sogar fast hören kann. Ist es möglich, dass Sie mir diesen Text einmal per Mail zur Verfügung stellen? Irgendwann rutscht er nach hinten, weil sich die Welt weiterdreht und viele schlimme aber auch schöne Dinge passieren. Dann finde ich den Text vielleicht nicht mehr und das fände ich sehr schade.Ich danke Ihnen schon jetzt für Verständnis und verbleibe mit den besten Wünschen für Sie und Ihr SchaffenMit herzlichem Gruß
Birgit Menzel - Für meinen Babba
- Ist der Tod das Ende?
Mit Verlaub, ich glaub’ es nicht.
Ich schau auf meine Hände,
suche den Schalter für das Lebenslicht.
Hör ihn klicken, wird nicht hell,
ist ja auch noch viel zu schnell.
Seh einen Schimmer ganz weit hinten,
und hoffe, ich kann noch mehr Licht finden.
Vermisse, weine, will nur schreien,
doch nichts davon kann mich befreien.
Muss warten und auch etwas ruhn,
ach Papa, ich dank Dir für all Dein Tun.
Für Deine Liebe und Dein Lachen,
für Deinen Zorn und auch die Strafen,
für einfach alles, für Dich und mich
Du bleibst bei mir, ich spüre Dich.
5. In Liebe
Deine Bobba
6. Birgit Menzelsagt:9. November 2010 um 11:41 Uhr BearbeitenDanke für diesen Text, der mir meinen Vater ein Stück erhält. Ich will es auch nicht wahrhaben, alles in mir wehrt sich und doch ist es so. Er hat seine Arbeit und seine Heimat geliebt und so viel gewusst. Das schönste für ihn war, wenn es ihm gelang, die Töne der Menschen einzufangen und zu einem harmonischen Klang zusammenzuführen. Behalten Sie ihn in guter Erinnerung.
7. Mit traurigem Gruß
Birgit Menzel geb. Schäfer
HaBE Emil Mangelsdorff zum 95. geschrieben
Lieber Emil,
da wir beide am 11.04. (dem Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald unter Anleitung durch Emil Carlebach) Geburtstag haben, will ich Dir zu Deinem 95. alles Gute wünschen.
Es gibt aber noch weitere Gründe dafür, dass ich Dir aus der Geburts-Gruppe 47 schreibe, denn Du hast 1987 zu meinem 40. und zum 5. Geburtstag der links-alternativen Neuen Hanauer Zeitung mit Deinem Quartett ein wunderbares Konzert gegeben. Eure Soli-Beinahe-Benefiz-Gage von 600,-DM konnten wir damals aus den Eintrittsspenden bezahlen. Und 150,-DM für jeden von euch für ein anderthalb-Stunden-Programm gehört eigentlich in die Kategorie “brotlose Kunst” :-0)))).
Leider war der große Saal des Hanauer Nachbarschaftshauses Lamboy-Tümpelgarten zur Konzert-Matiné nur zur Hälfte besetzt. Das lag daran, dass die Frankfurter Rundschau unser nhz-Geburtstagsfest ebenso boykottiert hatte wie der Hanauer Anzeiger, der Maintal-Tagesanzeiger und die Hanau-Ausgabe der Offenbach Post: kein Artikel, keine Ankündigung. Rühmliche Ausnahme war das Main-Echo. Na ja, dort saß einer der unter Pseudonym schreibenden nhz-Redakteure in der Redaktion!
“Swing tanzen verboten”. Gesprächskonzert mit Emil Mangelsdorff und seinem Quartett in der Stadtbibliothek Hanau. Emil Mangelsdorff – Altsaxophon, Uli Partheil – Piano, Jean-Philippe Wadle – Bass, Janusz Stefanski – Drums Aufnahmeort: Hanau, Deutschland // Bild: Frank C. Müller
Für dieses Konzert möchte ich mich als Ex-Herausgeber, Redakteur, Feuilleton-und nhz-Kultur-Werkstatt-Macher auch im Namen der gesamten damaligen Redaktion bei Dir und deinen Kollegen bedanken.
Es gibt aber noch viele weitere Gründe: Du hast mit dem besten Freund und Kollegen meines Lehrers „Emmes“-Werner Pöhlert mit Wolfgang Lauth zusammen gespielt.
Und Du spielst zusammen mit deinem Bruder Albert in meinem Frankfurt Roman „Die Putztruppen“ eine wichtige Nebenrolle.
Du als Erwin Reichenstadt und Albert als Albrecht Reichenstadt. Ihr spielt dort noch nicht in dem noch verschütteten Keller in der Kleinen Bockenheimer sondern in der Wellblechhalle/Baracke hinter der Nikolai-Kirche, die die US-Army dem Polizei-Kommissar Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh mit einem Bergepanzer vom Rebstock-Flugplatz durch das Trümmerfeld gehieft und hinter die Nicolai-Kirche gestellt hat.
Ein weiterer Grund ist, dass Du für den Film meines Freundes aus der Geburts-Gruppe 37, Malte Rauch, für seinen “Blues March Soldat Jon Hendricks” die Filmmusik geschrieben und gespielt hast.
Du bist mir 22 Jahre voraus und hast die meisten der Menschen im „Putztruppen“-Roman noch besser gekannt als ich, der viele erst kurz vor ihrem Tod interviewt hat oder sie nur „aus zweiter Hand“ kennenlernte. Den Frankfurter Unterwelt-König mit dem Kosenamen “Stalin” und seine Frau Margarete, die die “Broad-Way”, die Breite Gasse von der “Sonne von Mexiko” aus, Stalins Hauptquartier in der Allerheiligenstraße, managte und der Matura wie der Nitribitt ein bitteres Ende voraussagte, als die sich selbständig machten.
Nimm es mir bitte nicht übel, dass ich Dich und Albert so verschlüsselt habe. Fast alle habe ich verschlüsselt, Fritz Rau als Friedrich Glatt oder in Anlehnung an Johannes Rau : Bruder Friedrich, Heiner Halberstadt als Heiner Ganzdorfer und Thomas Weisbecker als Hannes Schwarzmüller, dessen Eltern den Holocaust überlebt hatten und der bei seiner Verhaftung im Wiesbadener Kurhaus neben mir in den Saal schrie “Wir werden euch nicht noch mal den Juden machen!”.
Nur einige Nebenfiguren tauchen in den “Putztruppen” deshalb als Metzger, Fuchs, Crohn-Binding, Streicher, Mager, Flickel usw. auf, weil ich bei denen -allesamt in höchsten Positionen gelandet, die verlorenen Söhne zurück im immer noch furchtbar fruchtbaren Schoß- im Gegensatz zu Dir mit Abmahnverfahren rechnen musste. Minister, Staatssekretäre, Topp-Manager, Banker, Unternehmensberater, Topp-Anwälte der oberen 1 % , Atlantikbrückenpfeiler, vom “Springer-Enteigner” zum Springer-Funktionär usw…
Zu meinem 75. wünsche ich mir nach dem CORONA-Terror mit Dir zusammen eine Konzertlesung aus den “Putztruppen” in der “Sonne von Mexiko”. Da die aber zugemauert wurde und leider nicht unter Denkmalschutz steht, würde ich das gerne in Bockenheim im Titania machen oder beim Meister Praml in der Naxos-Halle. Der Desche-Otto, die Kneipe am Mainufer in Schwanheim ist leider dafür zu klein. Das Café KANTE am Merianplatz würde aus allen Nähten platzen. In die Alte Oper will ich gar nicht. Dieses Denkmal für den bekannten Nachkriegs-Gewinnler, Zuckerschieber, Kopfgeld-Jäger & Ehrenbürger Fritz Kietz wollte Rudi Dynamit nicht verhindern. Der wollte nur kein Jugend-Kulturzentrum in Bankfurt haben, dafür hat er posthum an der Stelle des Volksbildungsheimes eine Volksverblödungsanstalt erhalten. Ach ja, im alten TAT hätte ich auch so gerne mit Dir gelesen. Es darf auch gerne früher sein: Du mit 96 und ich mit 74. Du an Stelle meines langjährigen Partners Wolfgang Stryi aus dem “ensemble modern”, der am 4. März 63 geworden wäre. Ihr hättet euch kennen lernen sollen. Oder kanntet ihr euch? Mit Frank Zappa hat er komponiert und gespielt. Hast Du vielleicht mit ihm ? Das wäre fast himmlisch. Oder besser noch: höllisch!!
Lieber Emil, mach die Hundert voll und schreib Dein Leben auf oder diktier es jemandem in die Feder.
Wir brauchen Dich, Deine Musik und deine Geschichte.
Dein HaBE
Dein Hartmut Barth-Engelbart
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
Als Joschka Fischers “PUTZTRUPPEN” noch Schulkinder waren, spielten sie in HaBEs Frankfurt-Roman schon ihre Rollen
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Auf einen Nachtisch bei Vortisch im “Garten Eden”? beggars banquet & Pirker-Müsli?
Das HaBE ich vor anderthalb Jahren geschrieben.
Werner Pirker ist schon lange tot, den Betonbau-Proleten Bierwirt, genannt “TIGER”, den Bankfurter Ex-“underground”-Rausschmeißer habe ich weder in Roms CINE-CITY noch sonst wo wieder gesehen.
Unvergesslich, wie es einer Mit-Kommunardin 1971 noch möglich war, ihm ein Peace besten schwarzen Afghan in den Butzbacher Knast zu schmuggeln. Mit einem erstaunlichen Ergebnis: TIGER hat sofort nach seiner Entlassung mit dem Kiffen aufgehört: “Wenn Du in der Zelle kiffst, verstärkt sich nur das Gefühl des Gefangenseins um über 100%! Von wegen high sein, frei sein – ein Joint muss mit dabei sein! Das erzählen uns die Hippie-getarnten US-Verbrecher, um uns das Hirn anzufixen und dann mit LSD und Koks zu vernebeln!” Kinder- und Proletenmund tun manchmal auch die Wahrheit kund!
Zurück zum Kampf der zwei “linken” Linien 1971 in Bankfurt:
Wie die Dusche gegen die Luxusbadewanne gewann oder Als einmal ein Beton-Facharbeiter die MSB Spartakus-Genossen Herrant Vortisch & Werner Pirker von der bürgerlichen auf die proletarische Linie zurückholte
Das mit der Luxusbadewanne hat der einstige führende Frankfurter MSB Spartakus-Funktionär Herrant Vortisch lohnend weiterentwickelt: heute betreibt er eine, wenn nicht DIE führende Wellness-Anlage, den “Garten Eden” vor den Toren EZBankfurts in Neu-Isenburg
Der Begriff “Pirker-Müsli” in der Überschrift ist ein totaler Fehlgriff: erstens hat Werner nicht gefordert “Vegetarier aller Länder, vereinigt euch!” und zweitens schon gar nicht wie die gut gebräunten Züricher Bircher-Propheten die Vereinigung der Veget-Arier gefördert.
Als Redakteur des Zentralorgans der KPÖ, der “Volksstimme” ging er als deren Korrespondent nach Moskau und wurde später der fähigste Kolumnist der linken Tageszeitung “junge Welt”, der bis zu seinem Tod seine Analysen mit der Rasierklinge zu schreiben schien. Für mich hat sein Tod nach dem Hirnschlag Wolfgang Stryis das zweite nicht wieder nachfüllbare Loch ins Leben geschlagen.
Vorne Herrant Vortischs damalige Freundin Maryse und dahinter damals noch eng befreundet: Werner Pirker und Herrant Vortisch
Werner Pirkers Buch: “Dialektik der Konterrevolution” hat Erich Schaffner mit einer Lesung am 13.11.2014 im Frankfurter Club Voltaire vorgestellt. Einen kongenialeren Vorleser hätte sich Werner gar nicht wünschen können
Linker Transparenthalter Werner Pirker, rechter Transparenthalter Herrant Vortisch. Ob’s die Genossinnen zum Nachtisch gab? Nö! Wenigstens Maryse, die Herrant in Paris kennen gelernt hatte, war zu stark.
Werner spielt mit verschlüsseltem Namen in meinem Frankfurt HistoPolitKrimi “Die Putztruppen” nicht von ungefähr eine der Hauptrollen:
Werner Pirker von der Geburtsgruppe 47 -wie ich auch- wohnte mit mir zusammen in einer politisch bunt zusammengewürfelten Frankfurter WG in einem von uns instandbesetzten Haus 1971/72/73 im nach dem Westend zweitedelsten Franfurter ehemaligen Judenviertel nördlich des Bethmannparkes im Bereich Mauerweg untere Bergerstraße .. im Bäckerweg 4. Alles war vertreten: Mitglieder des Weiberrrates, Trotzkisten der vierten Internationalen, ein Israeli im Exil, Spontis, MLer, DKPler, unabhängige Linke, SDSler, AUSSler, RäteKommunisten, Anarchisten, Feministinnen, ein schwules Pärchen, “Sie”, der aus Michelstadt geflohene jüngste Sohn eines Biologie-Oberstudienrates, “Er”, der aus Kronberg geflohene Sohn des “Sonnenhof”-Hoteliers, der als ausgebildeter Koch schon in der “Uhlandkommune” die gesamte WG gelegentlich edelbekocht hatte. Schließlich war der Schah Reza Pahlewi bei seinem Deutschlandbesuch – mit seiner Fahrah Diba (oder wars die Soraja?) und seinen Geheim-Dienst-”Jubelpersern” im Sonnenhof abgestiegen… Nach zwei damals noch nicht erbfolgebelasteten Liäsonen mit Küchenjungen, wurde der verlorene Sohn im Personalwohntrakt bei seinen Geliebten untergebracht und enterbt. Ein tiefer Fall ins Proletariat mit erheblichen Integrationsproblemen.
Nun, das einzige echt proletarische Element war der aus Zwingenberg stammende Beton-Facharbeiter Bierwirt. Er hatte nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit in Frankfurt einen Job als Rausschmeißer beim “Underground”-Jazz-Beat-Disko-Keller am oberen Deutschherrenufer gefunden. Sein Spitz- und Dienstname war “Tiger”. Dass er zehn Jahre später nette Postkarten aus Cine-City bei Rom schrieb und uns mitteilte, dass er jetzt fast in jedem Italo-Western als Stuntman & Dauerkomparse recht gut Geld verdiene, wunderte uns üüüberhaupt nicht. Wir gingen in die blödesten Italos, nur um Tiger wieder zu sehen.. In einem der Blödesten spielte Lee van Cleff die Hauptrolle.
Tiger war ein Bär, ein Gorilla, aber ein Seelchen von Mensch. Vor dem “Underground” machte er Dealer platt, die seine Mädels anfixten. Er hatte ein gutes Gespühr für die Beimixung harter Drogen… er kannte seine “Pappenheimer”. Nein, er war kein Zuhälter. Er hätte den Glöckner von Notre Dame wahrscheinlich ohne Maske besser spielen können als Charles Laughton. Tiger wollte “seine Kinder” vor dem BÖSEN schützen. In den Bauernkriegen hätte er den BodyGuard von Thomas Müntzer gemacht. Er hatte schon einige Male wegen Körperverletzung gesessen. Wegen ein paar Pfund besten Libanesen, die er für seinen “Underground”-Chef aus Amsterdam holen musste, musste er kurz vor dem Ausbruch des Kampfes zweier Linien aus dem Bäckerweg weg vorübergehend in Butzbach einrücken.
Es lief bis dahin alles super, es gab regelmäßige Mietervollversammlungen mit in 6 Sprachen geführten Debatten.. , Thomas Weisbecker war nach der Uhlandkommune zwar mit in den Bäckerweg gekommen, aber meist für die Revolution unterwegs. Ob es schon die “Bewegung 2.Juni” war, ich weiß es nicht mehr so genau. Den Raubversuch im Haus seines Vaters hat er ohne unser Wissen mit unserem 1956er Käfer (mit Brötchen Rückfenster und noch echten “Winkern”) unternommen, aber der Vater hatte vorher seinen Tresor mit der richtigen Ahnung geleert. Außer Spesen nix gewesen. Bis dahin hat ihm Jochen Steffen , “das Rote Nordlicht” in der SPD noch die Stange gehalten. Thomas war sein Schüler.
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Sein Zimmer konnten wir anderweitig nutzen. Holger Meins und er waren (zusammen mit Jean-Marie Straub) in unserem Cineastisch-Literarischen Verein aktiv, der Dokumentar-Filme zur Heimrevolte und zur Schüler- und Lehrlingsbewegung produzierte. In Thomas Zimmer konnten wir viele Kids von der Staffelberg-Kampagne verstecken und legalisieren, so lange unterbringen, bis wir schulische und betriebliche Ausbildung organisiert hatten, unter der Schirmherrschaft von Professor Mollenhauer, seinem Assistenten Friedhelm Nyssen, Monika Seifert-Mitscherlich und dem Frankfurter Jugendamts-Chef Herbert Faller, sowie dem damaligen Schuldezernenten Prof. Rhein, beide vom linken Flügel der Frankfurter SPD.
Eingezogen war dann auch der Fahnenflüchtige Gerd Albrecht mit seiner Freundin, die das Michelstädter Oberstudienrats-Elternhaus fluchtartig verlassen hatte.
…. etwas störend, lästig waren die häufigen Besuche von John Rubinow, dem Sohn des Chefs des Amerikanischen Handelszentrums, der junge US-Revolutions-TouristINNen mit seinen Kontakten zu berühmten REVOLUTIONÄREN beeindrucken wollte. Dieser Kordeldepp im Zweireiher mit Fliege, wenn er nicht gerade sein Revolutionskostüm angezogen hatte, gefährdete mit seiner Aufschneiderei auch unsere GI-Vietnam-Deserteurs-Verteilung nach Frankreich, Schweden usw. … Das Großmaul hatte uns sogar bestgefälschte Papiere für die Deserteure versprochen, wegen seiner “guten Kontakte im US-Generalkonsulat” … doch auch dieses vermutliche U-Boot im Vorstandsbereich des Aktionszentrums Unabhängiger und Sozialistischer Schüler (AUSS), Reinhard Kahls Busenfreund konnte uns nicht aus der notwendigen Arbeit bringen …
bis es eben zu diesem verdammten Kampf zweier Linien kam: der proletarischen gegen die bürgerliche Linie bei der Instandhaltung und Renovierung des besetzten Hauses, das sich ein Rechtsanwalt aus Kronberg so um 1939 zurechtarisiert hatte. Die schräge Mauerhöhle für die Thorarolle neben dem Hauseingang haben wir unter dem abbröckelnden Putz entdeckt.. Die Mitbesetzer aus Italien, Griechenland, der Türkei, Portugal und Spanien hatten üüüberhaupt kein Verständnis für diese grundlegende politische Frage… aber die waren ja noch nicht so weit. Die begannen ja erst als anatolische Kleinbauern und solche aus Andalusien und aus dem Mezzogiorno, von der Mani und aus Lakonien sich zu modernen Proletariern zu entwickeln (insofern war die Anwerbung von preisgünstigen Gastarbeitern eigentlich ein Akt der Entwicklungshilfe, an der Friedrich Engels seine helle Freude gehabt hätte und sein Freund Karl ? Na ja, etwas weniger, weil der doch die asiatische Produktionsweise und das russische Dorf im Kopf hatte, das so weit vom anatolischen nun nicht entfernt war…
Aber das führt jetzt etwas weit ab von der Geschichte….
Der proletarische Standpunkt in punkto Badezimmer-Einrichtung/-Einbau war die Duschkabine, die sowohl eine zweite Toilette als auch noch eine Speisekammer ermöglichte. Die bürgerliche Linie bestand auf einer Luxusbadewanne (dabei gab es gleich um die Ecke am Merianplatz ein öffentliches Wannenbad für alle, die für die Badewannen in den Wohnungen keinen Platz hatten. Und das waren in der Regel die Proleten… die hatten -wenn überhaupt- zuhause eine Dusche…..). Noch lang vor Barschel und dem Ohrwurm “die Wanne ist voll!” war die Badewanne Sinnbild für die bürgerliche Linie. Und ihr Hauptvertreter war der MSB-Platzhirsch und Honda-Goldwing-Fahrer Herrant Vortisch, der für alle Fälle -also für das Ausbleiben der Revolution – noch ein Lörracher Kaufhauskettchen als ErbeReserve im Rücken hatte… ..
Herrant Vortisch beginnt sich von der Speerspitze des Proletariats abzuwenden und entscheidet sich rechts hinten gerade für seine spätere Karriere als Bademeister: so ging die Revolution baden!
2011 auf der Wiener krilit, der kritischen Buchmesser des ÖGB, habe ich Werner nach Herrant gefragt, der von Tiger, dem BetonFacharbeiter so ins Gebet genommen wurde. Werner hat nur abgewunken… nach 40 Jahren haben wir uns in Wien zum ersten mal wieder getroffen. Wir wollten zusammen unsere 65sten Geburtstage in Wien feiern …
Leider klappt es jetzt auch nicht mehr, dass wir beiden Alt68er zusammen 68 werden, schrieb ich vor 6 Jahren.
Heute, am Jahrestag der Selbstbefreiung Buchenwalds, wo ARD & ZDF den erfolgreichen Aufstand der Häftlinge unter der Führung der KPDler im Lager, besonders Emil Carlebachs gezielt verschweigen und die Befreiung durch die US-Army hier genauso erfinden wie bei der Selbstbefreiung des KZ Dachau ebenfalls unter kommunistischer Führung … heute muss ich besonders an Werner denken. Er würde jetzt wie ich heute 72.
Wer noch nicht genug hatte, hier gibt es Lesenachschub:
Weitere Recherchen zu den PUTZTRUPPEN, Roman-Fragmente, Hintergrund- & Entstehungs-Geschichten bis hin zu Teilen eines verschütt gegangenen, weiteren HaBE-Romans: “Bankfurt-Mordend“
HaBE Peter Zingler zum “Putztruppen”-Werkstatt-Gespräch eingeladen, suche Ersatztermine & -PartnerINNEN. Jan Seghers? Wolf Wetzel? Gerhard Zwerenz ist leider verhindert. “Flüster-Willi” auch. – barth-engelbart.de
Peter Zingler POST MORTEM FRurteilt & geköpFRt. HaBEs Gegennachruf für einen passend FRzeichneten, FRdrehten, FRschnittenen & FRschriebenen – barth-engelbart.de
Noch ein Frankfurter Loch wie bei der EZB, jetzt bei Chagall in der SCHIRN & ein überraschendes Wiedersehen mit der Tochter meines väterlichen Freundes, Kritikers & Förderers Jakob Moneta – barth-engelbart.de
Micha Brumlik: Die palästinensische BDS-Bewegung & Fragen zur anhaltenden Debatte zu Antisemitismus & Nahostpolitik – barth-engelbart.de
Gedenken an die “Reichs-Pogromnacht” in der Provinz: z.B. in Gründau – barth-engelbart.de
Zur ausgefallenen 800-Jahrfeier herzliche Glückwünsche nach Rothenbergen oder warum das in Gründau so lieblos übergangen wurde – barth-engelbart.de
Die Geschichte des jüdischen Gelnhäuser OPEL-Händlers Blumenbach hat eine Vor- und Nachgeschichte, die verschwiegen wird – barth-engelbart.de
Dieser Artikel ist den Nachfahren der jüdischen Gelnhäuser Familien Blumenbach und Scheuer geweidmet. Die „Adolf-Hitler-Kaserne“ steht unter Denkmalschutz, die Blumenbach’sche Autowerkstadt wurde abgerissen und das Wohnhaus bis zur Unkenntlichkeit umgebaut. Hier gibt es nicht einmal einen Stolperstein. Das Anwesen der Familie Scheuer ging als „Judenschnäppchen“ an die Stadt Gelnhausen, das Haus wurde nicht zurückgegeben und man lässt es jetzt verfallen … Auch vor der Villa des jüdischen Gelnhäuser Rechtanwalts Sondheimer oberhalb der Altstadt gibt es keine Hinweistafel, …
keinen Stolperstein. Sie wurde als Hehlergut an die NS-Organisation „Kraft durch Freude“ verkauft, ging dann nach 1945 in den Besitz des evangelischen „Mütter-Genesungswerkes”, und dann in den Besitz des Landes Hessen zur Einrichtung einer Landwirtschaftsschule. Das Land Hessen verkaufte um die Jahrtausendwende ihr Hehlergut an eine Immobilienfirma.
So was nenne ich strukturellen Antisemitismus, aber das schert doch unsere Damen und Herren in den oberen Etagen üüüberhaupt nicht.
Noch was in dieser Preisklasse?
Gerne:
An der A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt wurde eine Toiletten-Anlage mit dem Namen des Motorrad-Weltmeisters Bernd Rosemeyer getauft. Der Name wurde anscheinend von „Hessen-Mobil“ entfernt. Vielleicht wegen Beschwerden? Nö. Jetzt wurde kurz vor der Einmündung der Abfahrt von dieser Toiletten-Anlage zurück zur A5 ein Hinweisschild angebracht „Bernd-Rosemeyer-Denkmal 70 Meter rechts“ – in dieser Auffahrt herrscht aber Halteverbot. Ob es im Pissoir eine Hinweistafel gibt? Ich muss Mal – nachschauen. Und wer läuft denn dann die 270 Meter zum Denkmal ohne Fußweg hin und zurück zum Auto? Gerne auch mit schulpflichtigen Kindern!
Siehe dazu: Störche bringen Kinder und Zigeuner bringen sie um. Oder? & wo wurde Bernd Rosemeyer versteckt & wie lange werden die Adlers & Weiss noch gejagt? – barth-engelbart.de
Bevor das DKP-Umfeld Klaus P.s in der TAT ausgereift umfällt, HaBE ich noch eine Frage ge- & etwas dar- & klargestellt … – barth-engelbart.de
„Bankfurt-Mordend“ – der Roman zum Stadtteil – barth-engelbart.de
HaBEs Sternstunden 8.: Gebrauchte Lieder im OKTOBERLAND-Vorprogramm zu Heiner Müllers “Zement” im Bankfurter Schauspiel 1976 – barth-engelbart.de
Vom tragischen Tod des Putztruppen-Chefs (keine Panik, Joschka lebt noch) – barth-engelbart.de
War der Frankfurter Polizistenmörder von 1973 ein Alt68er? Neues im Fall PHK Finkh – barth-engelbart.de
Der Sieg der Syriza wird nur scheinbar die “Morgenröte” auf den Plan rufen. – barth-engelbart.de
FR ließ “Putztruppen”-Lesung im Hauptbahnhof Frankfurt platzen – barth-engelbart.de
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
Autor von barth-engelbart.de Zeige alle Beiträge von Hartmut Barth-EngelbartAutorHartmut Barth-EngelbartVeröffentlicht am12. April 2019KategorienAllgemein„Nachtisch bei Vortisch im “Garten Eden”? beggars banquet & Pirker-Müsli?“bearbeiten
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UNTERSTÜTZUNG
Hier sollen noch Links zu weiteren Teilen der “Putztruppen”-Recherchen folgen:
(im Roman treten viele unter Pseudonymen auf, da ich seit den End-199oern immer wieder mit Abmahnungen und Anzeigen rechnen musste, so wie Christine Wittrock bei ihren Büchern auch. Rund 15.000 € habe ich dabei allein für EIN Abmahnverfahren aus dem Bundesvorstand der Partei “Die LINKE” zahlen müssen. (wg. Mark Säubert))
Neben der vermeintlichen Kunstfigur Karl-Wilhelm Friedrich Finkh, Polizei-Hauptkommissar im Frankfurter 18. Kommissariat, dem politischen, mit den Kosenamen KW2F oder kürzer K2F (in Anlehnung an diese tiefenwirksame Säuberungscreme K2R) und dem beliebtesten Spitznamen “Schmutz-Finkh” wegen seiner einfühlsamen Ausspähungen der Frankfurter klein-kriminellen Unterwelt und des KPD-Umfeldes, seit 1927 ohne Unterbrechung)
Die Frankfurter Oberbürgermeister Adickes , Voigt, Landmann, Krebs, Hollbach, Blaum, Kolb, Bockelmann, Brundert, Möller, Arndt, Wallmann, Brück, Hauff, von Schoeler, Roth und Feldmann (unter dem auch verdiente ex-ver.di-Kollegen ihr Versorgungspöstchen kriegen, so wie früher der Mai bei der FAG als Arbeitsdirektor usw. …) Wie heißt noch dieser Ex.Hanauer Juso? , nein. nicht der Niedriglohn-“Spezial-Haus-Tarif” Abschließer Schweitzer von der ÖTV, der wurde Chefrationalisierer bei der “HSB”, den Hanauer Straßenbahnen, die nur noch Busse haben), so wie sein Kollege, der Ex-Personalratsvorsitzende des Main-Kinzig-Kreises, der im MKK mit einem ähnlichen Posten versorgt wurde. War das nicht der Ehemann einer gut florierenden Boutique. Aber dieser Ex-Hanauer Juso, ich komme partout nicht auf seinen Namen. Ich habe ihn verdrängt. Der hat mich im Frankfurter DGB zum “Antisemiten” gerufmordet, wegen meiner wissenschaftlichen und politischen Kritik an Micha Brumlik.
Regine Reichwein, Inge Hornischer, Wolfgang Abendroth, nicht Katja Riemann, sondern die Partnerin dieses unvergessenen gleichnamigen Rechtsanwaltes (oder war es seine Schwester?), Eberhard Kempf, & KollegINNen, Eberhard Dähne, Schütte und von Friedeburg, Friedhelm Nyssen, Horst Bethge, Prof. Mollenhauer, Prof. Richard Meyer, Arno Rudert, Käthe Klösters, Rolf Knecht, der letzte Vorsitzende des KPD-Ortsvereins Hanau-Lamboy, der Genosse Breideband, Louise & Karl Bröll, das Hanauer “Moulin Rouge”, Hanaus Polizeipräsident Gallus und seine Tochter, Axelrod, Udo Riechmann, Lila Eule, Neue Vahr, Koschnik, Arbeiterpolitik, die Wackernagels, Walter Mossmann, Frank Zappa, Zörgiebel, Noske, Polizeipräsident Littmann, OB Brundert, RA. Riemann, Christa Appel, Helmut Theis, Jörg Dobrovic, Alois Mende, OB Landmann, Reichart, Libresso, Heiner Hügel, Josef Fischer, der im Roman als Metzger auftritt, Johnny Klinke, Hannes Heer, Ronny & Hanno & die ganze Corona der Loewys, Selmi, Ignatz Bubis, Galinski, Fassbinder, das TAT-Ensemble, Yaak Karsunke, Dr. Martin Barth, Onno Poppinga, Ralf Dahrendorf, Scholl-Latour, (SDS)-Wolf eins , Wolf zwei, Wolf drei, Helmut Richter, Heippe Weiß, Arnim Golzem, RA. Raabe, Günther Amendt, Stefan Rabe, Reinhard Kahl, Hartmut von Hentig, Herbert Stubenrauch, Gernot Koneffke, Hans-Joachim Heydorn, Heide Berndt, Oskar Negt, Jürgen Seifert, Monika Seifert-Mitscherlich, Ernest Jouhy-Jablonski, Robert Jungk, Henry Ormond, Erich Kuby, Gaston Salvatore, Helmut Schauer, Reimut Reiche und sein Gäng, Edgar Weick, Ekkehard Schall, Wolf Biermann, Rudolf Rohlfs, Vittorio Arrigoni, Giuliano Mer-Khamis, Liesl Nürnberger, Heinrich Barth, Contzen, Sven Hedin, Heinrich Harrer, Dalai Lama, Ché & Fidel, Lumumba, Ingrid Feltrinelli, Rur-Uni-Prof. Renate Eisel, Dietmar Schönherr, Vivi Bach, Ernesto Cardenal, Jakob Moneta, Daliah Moneta, die beiden Blüms (Burghard & Norbert), Volkhard Mosler, Heiner Halberstadt & seine Else hinterm VOLTAIRE-Tresen, Polizeipräsident & Kultusminister Krollmann, die GEW-“Kollegen” Frister & Ludwig, Kanther, Kohl, Milde, Oswald, Zinn, Friedrich Ebert, Otto Grotewohl, Füllgrabe, Wilhelm Piek, die Seegers (Reinhold & Pete), Schäfer eins-zwei-drei, “Stalin” & Margret, das Königspaar der Frankfurter Unterwelt, die “Sonne von Mexiko” am Allerheiligentor, der Drucker Dunker, Flüster-Willi, Broad-Way, wie die US-GIs und die Offiziere die Breite Gasse nannten, Matura, Nitribit, Karl Gerold, Emil Carlebach …., Matthöfer und sein Neffe, Rudi Arndt, Cohn-Bendit, Holger Meins, Ulrike Holler und Ulrike Meinhof, Andreas Bader und der Jünschke, Horst Mahler, Adolf von Thadden und andere Dienstwaffen, Frank Herterich, der Genosse Hutter und der Rest des KPD/AO-ZKs, Antje Vollmer, Gudrun Ensslin, Fritz Teufel, Rainer Langhans, Rudi Dutschke, Wolf Biermann, Hilde Benjamin, Klaus Vack, Heinrich Hannover, die “Schmetterlinge”, Dieter Dehm (alias LERRYN), die KBW-Zentrale mit Personal: von Hager bis Löchel, Schmierer bis Koenen, von Braunbehrens bis Kretschmann und den Ralf Füchs (Ex-Chef der Böller-Stiftung), Wissmann und Löchel, Ernst Aust “Hoch die Faust”, Fritz Härtle (der MLer im hessischen Rundfunk-Rat), Dr. Kadelbach (Intendant des Hessischen Rundfunks) und sein Sohn, der linke McCarthy von Hanau, der Reversen-Schreiber Elmar Diez, den Frankfurter Ehrenbürger Fritz Dietz, Hermann Josef Abs, die Familien Quandt und Schickedanz, Josef Neckermann und “Prinz”, der Chef der “Kameruner” Rocker -Peter Altmann, Herbert Faller und Horst Bethge, Jochen Steffen, Professor Peter Rhein, …. und Albert Mangelsdorf & EMMES Pöhlert, Oma Schlüssler und ihr Hanauer Clan, Emil Grimm und Emil Mangelsdorf, Lippmann & Rau, John Cage, Ingrid & Gerhard Zwerenz, der Verleger Dröge, Horst Bingel, Peter Zingler, Alexander Schubart, Jossy Oswald, Bärmeier & Nickel, die alte Frankfurter Schule von Adorno bis endlos, Krahl und seine (Königsbacher?)Kneipe im Kettenhofweg, Heymann & Orthmeier (der Ältere & der Jüngere), die ihm zu Füßen saßen wie auch dem Adorno im Café Laumer , dem Herrn Hübsch (als er noch nicht konvertiert war), Abraham Melzer und dem MÄRZ-Schröder, Henrik M. Broder als Porno-Autor in Melzers “OLYMPIA-Verlag, Bernd Rabehl, mit dem der Spiegel mich immer verwechselte, Lech Walesa, Dr. Hendryk Marek, Frau Doktor Goldstein, Dieter Zimmer, “Shorty” Kurz vom HA, Annette Mönich, Hannia Wiatrovski, FFM- OB von Schoeller, einige IMs. die mich erfolglos anzuwerben versuchten. Einer davon war Mitglied im Bundesvorstand des AUSS und kam aus berlin. Sein Name sollte Lukasik oder so ähnlich gewesen sein und er war neben mir der einzige Berufsschüler im AUSS-BuV0.
Namen sind jedoch nur Schall & Rauch und in meiner STASI-Akte auch geschwärzt. Ein Versuch vor dem Intershop in Ostberlin am Bahnhof Friedrichstraße nach dem Besuch des Hauses der Presse mit Ekkehard Schall und der Begegnung mit Wolf Biermann in fast direkter Nachbarschaft zu Brechts Theater am Schiffbauerdamm schlug fehl, weil ich 1964 als gerade 17-Jähriger zu wenig Geld dabei hatte, um zwei bettelnden DDR-Bürgern aus dem Inter-Shop die Einkaufstaschen zu füllen. Er kann nicht als solcher gewertet werden. Ein erster ernsthafter Versuch 1968 im Frankfurter Hauptbahnhof durch einen Mitarbeiter des Druckhauses Köln-Neuss, zweiter Versuch nach meiner Kriegsdienstverweigerung in der Bundeswehr beim zivilen Ersatzdienst 1967 im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Weinsberg, dritter Versuch im Studien-Seminar 12 in Hanau 1977, vierter, fünfter, sechster, siebter, achter, neunter, zehnter und elfter Versuch 1981, 82, 83, 84, 86, 87, 88 an der DDR-West-Grenze (meist Helmstedt/Marienborn) und an der DDR-Ostgrenze (Forst, Frankfurt/Oder, Stettin, Görlitz ). usw . … und ungezählte HR- & FR-DissidentINNen
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
HaBE Peter Zingler zum “Putztruppen”-Werkstatt-Gespräch eingeladen, suche Ersatztermine & -PartnerINNEN. Jan Seghers? Wolf Wetzel? Gerhard Zwerenz ist leider verhindert. “Flüster-Willi” auch.
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Hauptkommissar Finkh in Frankfurt ermordet. Die „Putztruppen“-Mordsgeschichte 1968-2008/18
Fast jede(r) Ü70er(in) ist mehr oder weniger ein(e) Alt68er(in) und kann sich im Rahmen von Schwarm-Kompetenz an den Werkstatt-Gesprächen beteiligen. Die Beiträge von U70er(innen) sind nicht minder wertvoll, da manche Anspielungen erst durch Nachfragen entschlüsselt werden.
Die “Romanfabrik” in der Frankfurter Uhlandstraße war der Ort erster “PUTZTRUPPEN”-Werkstattgespräche mit Peter Zingler. Die neue in der Hanauer Landstraße ist nicht nur als architektonisches Verbrechen dafür ungeeignet. Seit die Hochglanzoberfläche den kleinkriminellen, kleinhändlerischen Untergrund der Hanauer erstickt hat und Gräf-Völsing nicht mehr nur beste Worscht is, sondern viel mehr fast nur noch regional-folkloristisch dekoriertes FAST-FOOD, sind das Verschwinden der Eisenbahner-Kantine und jetzt der Abriss des Ostbahnhofes letzte verklingende Untertöne im Finale des Frankfurter Ostends …
Im Hinterhof einer besetzten Westend-Villa liegt er mit eingeschlagenem Schädel, ein Jahr vor seiner Pensionierung, kurz bevor er sein Lieblingskind aus der Taufe heben konnte: die Stabsstelle “Sauberes Frankfurt”, die zivile Ergänzung seiner Spezialeinheit in der politischen Polizei im 18. Kommissariat – mit dem Spitznamen “Putztruppe”. Keiner wusste so genau, wer dazu gehörte. Nur der harte Kern war bekannt: die Kommissare Vogel und Loos und Finkh als Chef. Und der hieß polizei-intern nur “der Schmutzfinkh”. Und es ging ein Gerücht um im alten neobarocken Polizeipräsidium in der Friedrich-Ebert-Anlage: der Schmutzfinkh hätte ein Nummernkonto in der Schweiz. 1000 Jahre Frankfurt putzen hätten ihm dieses Konto prall gefüllt. Aber wie das mit den Gerüchten halt so ist, belegen kann man’s nicht.
Von dem Michelstädter Friseurmeister Rodemich, der in der End40ern und den 50ern zu den besten Friseuren Deutschlands gehörte und nicht nur alle Filmsternchen aufdonnerte sondern auch die ersten Adressen des Frankfurter Rotlichtmilieus versorgte: u.a. die Matura und die Nitribit,
….. von diesem Meister kam der leise Tipp, es könne sich beim Tod des Schmutzfinken um einen Racheakt von Leuten aus der “Sonne von Mexiko” handeln. Diese Kneipe am Frankfurter Allerheiligen-Tor war die Kommandozentrale des Frankfurter Unterwelt-Königs mit dem Spitznamen “Stalin” und seiner Frau Margarete, die von dort aus die Breite Gasse, den “Broadway” kommandierte. Meister Rodemich war für das Styling der Mädels zuständig. Der Friseur war auch mit “Stalins” Chef-Autoschieber Willi Münch gut befreundet, der sich Ende der 60er zur Ruhe setzte und -ganz zufällig- Michelstadt zu seinem Ruhesitz erkor und dort am Lindenplatz eine Kneipe aufmachte, den “Bürgerkeller”.
Verhörprotokolle, Notizen, Zeugenaussagen, Berichte, Reportagen, Autobeichten, Erinnerungen Geständnisse …
Recherchen zum “Alt68er”-Mord an dem Frankfurter Kriminalhauptkommissar Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh am 10. August 1973 durch Unbekannt
Der Ordner mit über 400 Seiten dieses Berichtes verschwand 2001 bei einem selbst durch sonst für BKA, BND & CIA tätige IT-Spezialisten nicht zu reparierenden Festplatten-Crash im internet-Nirwana. Leider hatte auch Schäuble von dieser Scheibe keine Copy. Peter Zingler hat die Datei, die ich ihm mit der Bitte um Co-Lektorat geschickt hatte, nach seinem vernichtenden Urteil (“einen so quer-strukturierten Roman habe ich noch nie gelesen!”) gelöscht.
((( jetzt kommen Fragen, warum Peter Zingler? Ich hatte bei ihm “noch etwas gut” :-0)))): Als Peter Zingler lange vor seinem Aufstieg zum “Roman-Fabrikanten” & TATORT-Drehbuchautor noch in Weiterstadt im Knast saß, hat mir der Hanauer Dieter Schüssler von seinen Knacki-Schreibwerkstätten erzählt. Dann habe ich zu Beginn der 1980er die ersten Rezensionen über Zinglers Bücher für die Neue Hanauer Zeitung (nhz)geschrieben: “Notizen aus der Mülltonne” & “Spur 139”, erschienen in einem Mainzer Kleinverlag. )))
Der hier vorgelegte Bericht-Teil ist ein Remake , entstanden aus Manuskript-Fragmenten, aus Werkstatt-Lesungen, bei denen der Bericht freihändig erzählend und von Mal zu Mal ergänzt vorgetragen und danach wieder niedergeschrieben wurde.
Vorab sei hier schon Mal angemerkt, dass es schenkelklopfende Lachsalven gab bis zum sprichwörtlichen Totlachen im Polizeipräsidium in Bankfurt, als dort bekannt wurde, dass die Fischer-Friends BodyGuard vom Spontifex MachoMax “Putztruppe” genannt wurde. Bis zu dem bekannten Fischer-Springerstiefeltritt auf einen am Boden liegenden Polizisten (dieses Bild ist im Internet nicht mehr auffindbar!!) hielten die Normal-Bullen Fischers HiWis für eine Playmobil-Ausgabe der wirklichen PUTZTRUPPE, die bereits seit 1921 die Main-Metropole politisch säuberte. Vater und Großvater Finkh und dessen Ziehsöhne & -Enkel waren von Landmann bis Feldmann – also weit über 1000 Jahre stets schlecht aber doch besser als die Normal-Proleten bezahlte Säuberer Frankfurts …
Vorab zwei: Armin Golzem, der mich schon 1966 bei meiner Verweigerung als Offiziersanwärter und UFFZ-Ausbilder in der Bundeswehr unterstützt hatte, hat mir kürzlich im Gespräch über meinen Roman gesagt, er hätte ohne den Schutz durch die Putztruppe seine anwaltliche Arbeit in Frankfurt nicht mehr leisten können. Das glaube ich auch, nur mir geht es ja nicht um die instrumentalisierten Jungproleten sondern um die Macht-Politik der Oberkommandierenden Atlantikbrücken-Fischer und Cohn-Bombits. Und der Golem, wie wir ihn auch gerne nannten, hat mich 1968 schließlich aus den Dauerverhören durch Finkh, Vogel & Loos im Krankenzimmer befreit per Einstweiliger Verfügung. Danke, lieber Golem!!!
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Die Fakten lagen so klar auf der Hand, beziehungsweise auf den Schreibtischen der zuständigen Ermittlungsgruppen wie das etwa ellenlange Stück verzinktes Wasserrohr in der Hand des verfuselten Obdachlosen, zwischen dem überquellenden Müllcontainer und dem toten KWFF –oder KW2Eff /KzWoFF, wie er sich abkürzte- im Hinterhof einer damals noch immer besetzten Villa im Frankfurter Westend, einer der wenigen, die die Räumungsprügelorgien der Polizei erfolgreich vom Häuserrat verteidigt überstanden hatten. Die Kollegen vom 18.K, dem politischen Kommissariat, die zeitgleich mit der Spurensicherung eintrafen, waren abgebrüht genug, nicht gleich in Depressionen und Gejammer zu verfallen, weil es einen von ihnen erwischt hatte. In ihrem Bereich war der Tod zwar nicht genauso präsent wie bei der Mordkommission, die ebenfalls am Tatort herum hektisierte, aber auch im 18. gehörte der Tod zum fast alltäglichen Geschäft. Sogar Polizeipräsident Knut Müller gab sich die Ehre, OB Arndt sonnte sich im Blitzlichtgewitter und es wurde gemunkelt, dass außer LKA und BKA auch noch die oberste Etage aus Wiesbaden eingeflogen würde. Vogel, Finkhs Ziehsohn und sein designierter Nachfolger probte etwas verfrüht bereits den Aufschwung in den Chefsessel und spielte in einer kurzen Nebenbemerkung in Richtung PHM Loos, seinem kommenden Assistenten, auf Finkhs internen Spitznamen an: „Nomen est Omen“ … Loos nickte artig wie beiläufig: am Tatort, wenn er es denn tatsächlich auch war – sah es aus, als hätte sich der Schmutzfinkh mit dem Obdachlosen um Essensreste aus dem Container geprügelt. Doch, wenn man wusste, was die Hausbesetzer so an Müll übrigließen, worum sollte sich da ein offen erkennbar erfahrener Trebegänger geprügelt haben und dann auch nicht Mal mit einem Kumpanen sondern mit einem leibhaftigen Kriminalhauptkommissar?
Vom Kräftevergleich her gesehen durchaus möglich: Finkh war an die 65, kurz vor seiner Pensionierung… Aber die Spurensicherung hatte den vermeintlichen Rost am Wasserrohr als Finkhs getrocknetes Blut erkannt, sogar einige Haare aus Finkhs schütteren Bestand klebten am Wasserrohr und .. das Rohr passte 100%ig in die Delle in Finkhs Schädel. Beide stanken nach dem gleichen Fusel, aus der Flasche, die der Obdachlose mit der Linken fest umklammert durch sein Delirium gerettet hatte. Ein erster Alkoholschnelltest ergab satte 1,5 Promille trotzdem eindeutig unterhalb der Schuldunfähigkeitsschwelle. Es schien auch wesentlich mehr von dem Fusel auf die Klamotten und das Pflaster als in den obdachlosen Hals geflossen zu sein. Finkhs Blutalkohol lag unter der nachweisgrenze. Bei ihm steckte alles nur in den Kleidern. Kampfspuren waren bei ihm nicht zu erkennen. Bei seinem vermutlichen Mörder ebenfalls nicht. Also doch kein Streit ums Fressen. Finkh war von hinten erschlagen worden, ohne dass er sich gewehrt hätte, ohne sich wehren zu können.
Eigentlich ein klarer Fall. Doch Vogel schmeckte die Sache nicht, es waren zu viele Merkwürdigkeiten im Spiel. Warum ausgerechnet Finkh und nicht einer der HIWIS aus der Truppe, warum im Hinterhof dieses Hauses, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Metzgers Hauptquartier, das vor gut trainierten Bodygards fast aus den Nähten platzte. Das war alles zu glatt. Und warum tanzte hier die ganze Vip-Loge den Kriminal-Tango? „Sind wir hier bei Dreharbeiten? Gibt’s en neuen TATORT ?“ – Loos assistierte „Die nächsten Wahlen stehen vor der Tür“ . Mag sein, aber auch das war zu einfach … War Finkh vielleicht alleine auf dem Weg zu Metzger gewesen? Keiner auf der Dienststelle wußte von Finkhs Westendbesuch. War er privat hier gewesen ? Schlecht vorstellbar oder doch, gerade deshalb. Man konnte diesem alten Trüffelschwein alles zutrauen. Der glaubte unbeirrt an die eigene Unfehlbarkeit. Finkh hatte neben den offiziellen auch eine ganze Reihe inoffizieller V-Leute an der Hand. Vogel kannte sie alle. Alle ? Es gab immer eine gewissen Nähe zwischen Jäger und Gejagten. Wer Frankfurt säubern will, muss sich im Dreck auskennen.
Christine saß – den Minirock kaum weiter hochschiebbar – breitbeinig neben mir in den endlosen Tiefen der Kinosessel im ESPLANADE versunken. Das war traumhaft, die dicken Plüsch- Polster dünsteten eine Duftmischung aus Schokolade, Poppkorn, airfresh und sonstigen Lebenselexieren aus. Aber auch hinderlich, denn die Armlehnen konnte man in Gegensatz zu denen in Zugabteilen der ersten Klasse nicht hochklappen. Was dort bei zugezogenen Vorhängen und Tunnelbeleuchtung oder der nicht seltenen Bundesbahntotalverfinsterung meist wunderbar klappte, wenn man das Geld für die ersten Klasse hatte, das klappte hier auf den günstigen Plätzen der Rasierlogen jedenfalls nicht, zumindest nicht so leicht. Auf den billigen Plätzen wurde auch das softeste Petting zum Kraftsport für Fakire und Hürdenläufer. Limbotraining. Drunter oder drüber? Und das immer am Rande der chronischen Genickstarre.
Ich wußte nicht wie mir geschah, Christine saß tatsächlich neben mir im Kinocenter an der Hauptwache und ich traute mich schon kurz nach der Werbung – als die Langnesetante ihr Eis am Stil tiefdekoltiert sublimationsanimierend über die Reihen gebeugt an die Leute gebracht hatte – mir war das alles zu teuer – mein Job-ergänztes Honeffer, jaja, nerv nicht, so hieß damals das BAFÖG und musste nach dem Studium zurückgezahlt werden, das reichte zwei Mal monatlich fürs Kino auf den Spar-Plätzen. Die Knutsch-Couchen in Rang 4 , den hintersten Logenreihen, waren unerschwinglich. Warum war das eigentlich in Theatern und Opernhäusern anders, da waren doch die hintersten Reihen am billigsten und die erste Reihe unbezahlbar! Was für ne Frage? Hier kam der Geldadel in Tuchfühlung mit den Schauspielerinnen und Sängerinnen, wo erste Blickkontakte geknüpft werden konnten und die großen Scheine die jeweils gewünschten Ausschnitte erreichten..
Ich schweife ab. Hannes hat mir das so oft gesagt, Mensch schweif doch nicht immer ab, so wird das nie was, konzentrier dich auf das Wesentliche , Hannes war manchmal unheimlich hilfreich: was bitte war wann das Wesentliche ? Woher sollt ich das als provinzieller Novize wissen. Wenn ich Glück hatte, kam mir der Meister dann mit Bauernregeln, Volksweisheiten und Kinderversen unter dem Motto: Kindermund tut Wahrheit kund. „Findst Du den Spruch auch ganz bescheuert, Du bist genau wie jedermann letztendlich schwanzgesteuert. Es liegt – selbst angeschwärzt durch Emma- die Lösung in und neben dem Dilemma. Das half im Kampf der antagonistischen Linien der sexuellen Revolution bei der Überwindung von Probleme in der Praxis ungefähr so viel wie die Rote Fibel mit ihren Mao-Sprüchen beim Krachen der Türfüllung im zweiten Stock der Uhlandstarße 47, wenn unter Vorwegnahme eines später geflügelten Volksbankspruches der öffentlich-rechtliche Zugriff stattfand: dem „Wir machen den Weg frei!“ sollten wir nach Mao-Tse-Tung das „Wenn der Feind uns angreift, ist das gut und nicht schlecht!“ entgegensetzen. Das mag ja alles objektiv seine Richtigkeit haben, aber ganz subjektiv, kostete die Reparatur der Türe ein Stange nicht vorhandenen Geldes, abgesehen von den Tagen und Wochen Arbeit, die wieder kein Schwein in der WG machen wollte. Streitereien, ob die Anschaffung einer neuen Türe oder die Reparatur der alten mit ihren klassizistischen Tür- Kassetten und Zierleisten bourgeoise oder proletarisch war. Die korrekte politische Linie war entscheidend – nur welche war welche ? Allein der Gedanke an die endlosen Referate des sattelfestesten Linienreiters in der Uhlandkommune lösten nicht nur Pantomschmerzen kommender Magengeschwüre aus. Was halfen mir da Hannes Sprüche und die Mao-Fibel? Konnte man nicht ganz einfach die Türe so reparieren ? Musste jede Pisstoppentleerung politisch begründet sein? Wie wurde proletarisch Geschirr gespült und Müll runter getragen ? Oder waren etwa Schädel- und andere Knochenbrüche mit dem Festhalten an der politisch korrekten Linie zu schienen und zu flicken ? Musste man oder Frau beim Ficken, Vögeln, Bumsen , wie, wo und was auch immer vorher den Weiberrat einholen oder den Grundsatzbeschluss der Selbsthilfegruppe werdender Männer abwarten? Bis der Kampf zweier Linien oder auch dreier oder achter mit und ohne den großen Steuermann in den Schützengräben der WG-Küche im Morgengrauen ihrer Klärung entgegen gingen, war mir meist schon die Lust vergangen oder und auch die Erinnerung an die Ausgangsfrage: Worum ging es eigentlich gestern Nachmittag? Nun ja, spätestens beim Versuch, noch einigermaßen pünktlich an der Stechuhr bei Schneider und Söhne, bei der Rundschau, bei FMA-Pokorny oder sonstigen Broterwerbsquellen zu erscheinen, oder auch als von Papa voll allimentierte Jugendsünde die letzten Vormittagsveranstaltungen an der Uni zu erreichen (den seinen gibt’s der herr im Schlaf!) tauchte die Ausgangsfrage unerbittlich wieder auf: wie kriegt man bloß diese verdammte Türe zu? Wenn die morgens die Tür eintraten hätten sie ja freundlicherweise dann tagsüber und nächtens nicht nur jedes Kommen und Gehen registrieren sondern gefälligst auch den Objektschutz übernehmen können. Zu holen war zwar nicht viel in der WG, die Türe stand in der Regel auch immer auf, war angelehnt, und wenn sie Mal zu war, höchsten nachts abgeschlossen. Und das war dann auch leider der Grund, warum sie jetzt kaputt war.
Hannes Sprüche! Hilfreich wie die Tageslosung der Evangelikalen, den sie noch vorm Frühstück vor Tagesanbruch vom Herrnhuter Abreißkalender ablasen, wie wir die Sinnsprüche von Bärmeier und Nikel auf dem Klo.
Ganz so einfach war das nun doch nicht. Hannes Sprüche waren meist äußerst subversiv und wiesen schon im Frühstadium der politischen Debatte auf die später sinnbildlich oder real offenstehende unverschließbare Türe hin. Da stand sie vor einem und gebot eigentlich unfehlbar als Problem selbst den nächsten Schritt zur Lösung.
Hannes konnte das mit schlafwandlerischer Sicherheit: er übersprang alles Unwesentliche, hatte sich schnell zum Kern des Sache vorgearbeitet und löste munter drauflos , nicht locker aber doch unverkrampft –gelöst eben – — vielleicht hat ja Lösen etwas mit Lust zu tun und die Katechismen aller Religionen mit ihren Losungen waren nur der Hohn darauf ? Dass Hasenscheiße auch Losung hieß, war nur zu passend. Dass Hannes sich beim Lösen anstehender Aufgaben auch selbst auflösen konnte, ohne dabei aus der Facon zu geraten, das kam noch dazu und darum beneidete ich ihn. Außer sich und bei sich und das gleichzeitig.
Und ich schob diesen ganzen Berg von Bedenken und Erwägungen, Projektionen und Zweifeln vor mir her, sah vor lauter Bäumen keinen Wald mehr und auch nirgends eine Tür offen stehn.
Christine saß neben mir, sie saß einfach neben mir , bereitbeinig und wahrscheinlich ohne jeden Hintergedanken. Oder mit offenen Vordergedanken ?
Wie war das noch Mal? Die Lösung liegt meist direkt neben dem Problem
War ich das Problem ? Mein rationalisierender Kopf ? Und sie die Lösung? Christine saß direkt neben mir.
Also kurz nach der Werbung, d.h. aber noch vor der Langnese-Attacke auf Eros und Portemonnaie , bei der tiefe Einsichten in Twiggyhemdchen und unter Twiggy-Minis zwar nicht direkt die Hosen aber doch die benachbarten Geldbeutel des zahlungskräftigeren Publikums zielsicher öffneten. Wie es später Mal einen heranreifenden Studienreferendar bei der Milka-Almjausenpausenhütte bei der Be-Be-Be-Be-Bestellung von mandelsplitternackter Schokoladenbräune zum errötenden Stottern bringen sollte. Die Spannung stieg von langer Hand gesteuert und durfte sich entladen, wenn sich dein Portemonnaie entlud, du deinen letzten Penny für die schokoladenkremigkühle Saugleckundschlecklust verheißende Hand der Langnese-Hostess im Hugh-Hefner-Bunny-Dress gedrückt hattest. Wechselgeld ? Da war mann spendabel, da wollte mann die Lust nicht mit etwas Kleingeld verklimpern. Und die Ungeduld der drängelnden Nachbarn nicht überstrapazieren.
In der Breite Gasse bekamst du , wenn du dich trautest und löhnen konntest, für dein Geld mit großer Sicherheit einen schnellen sauberen realen Orgasmus, die Mädels hatten alle ihren Abstrich-TÜV . Da wußte man genau woran man war. Ficken , Abputzen, Zahlen, fertig. Eine runde glatte Sache, wenn der Zuhälter keine Zicken machte: Aufpreis, Perversionszulagen und was so noch drin war. Bedait-Benutzung, Endreinigung. So was kannte man ja von den Hotels, wo es hinterher wegen der Putzkolonne um15 % teuerer wurde als im Katalog. Nomen est Omen.
Aber hier, hier sollte dir bei Eis am Stil, bei Zartbitter für Attika-RaucherINNEN (es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben) oder bei Volks-Vollmilchnuss einer abgehen oder auch nicht. Es war eher wie eine Ladestation, Der Akku wurde wochenends gefüllt und man konnte ihn dann über 5 bis 6 Tage wartungsfrei arbeiten lassen . Aggressionsstau, Energieabfuhr, und wer in deiner Reichweite saß, schlief, arbeitete oder im Stadion für die Kickers oder die Eintracht grölte, konnte froh sein, wenn das alles in die gleiche Richtung brüllte, in Arbeit mündete, an Fließbändern, Druckmaschinen oder Maschinengewehren und dabei anderes und andere traf als Dich und Deine Leute, deine Wohnung, das bischen zeug, was du dir zusammen geschafft hattest. bei Massenschlägereien beim Rock am Rebstock, im Waldstadion oder am Bieberer Berg, auch da tobte sich der Langnese-Lust-Stau aus, jaja, es gab auch Schöller-Eiscreme, und der absolute Gipfel des Erotik-Surrogats, war dieses Eisbonbon, das man nach langem Lutschen nach EXTRA-GROSS-gedruckter Gebrauchsanweisung auf der goldbraungefärbten Verpackung vorsichtig aufbeissen sollte, wobei ein Strahl süßkühlen Saftes sich im Mund über Zunge und Gaumen verströmte.
Das hier war ein eiskalt kalkuliertes Vor- Spiel, wahrscheinlich wurde sogar die Klimaanlage darauf abgestimmt. Wer wollte da nicht mindestens insgeheim zugreifen ? Der Griff zur Geldbörse versprach Kühlung. Während die Lüftung flautete und die Kinosesselpolster über 39 Grad zu fiebern schienen.
Und die Armlehne war immer noch im Weg. Sie hatte sich an diesem Kinoabend anscheinend extra breit gemacht.
Es war echt schwül, Haut klebte auf der Haut, das Sesselpolster begann zu jucken, wo es sich mit Schweiß vermischte, in den Kniekehlen, im Nacken. Auch ich machte die kühlende Grätsche, so weit es ging. Hier vorne waren auch de Einzelsitze schmaler als die Thronsessel in den Logen ! Nieder mit dem Klassen-Kino! Wie sollte sich hier der kleine Mann ausbreiten, entfalten, wenn er noch nicht Mal alle Fünfe grad sein lassen konnte.
Breit aus die Flügel beide, oh Jesu meine Freude, das war subkutaner Sexismus pur ! Das meinte nicht die Flügel der meist weiblichen Engel, das meinte die Beine. Und eigentlich sangen sie doch alle: Breit aus die Beine beide, Maria meine Freude. Auch Jesus hatte Beine und bei elf Jüngern dürfte der eine oder andere auch an Jesu seine Freude gefunden haben. War doch eine gelungene Arbeitsthese für Aufstiegsspürnasen unter den Theologen ! Warum sollte es nach der Theologie der Befreiung und der feministischen Theologie nicht auch eine Schwulen-Theologie geben?
In die Breite.
Christine war weder Maria, noch war sie ein Problem
Sie saß immer noch neben mir. Waren es Stunden oder nur die wenigen Minuten vor dem Film. Mir schien es endlos. Und im Hinterkopf lauerte bereits die Angst vor Versagen und zu schnellem Vergehen. Dann doch lieber noch etwas Vorfilm, etwas Werbung, etwas Eiskonfekt und Poppcorn
Mein linkes Knie hatte sich auf der Flucht vor der schweißtreibenden Wärme meines rechten so weit entfernt, dass es –welch göttliche Fügung – Christines rechtes Knie spürte., fühlte, ertastete und jubelte. Ja, auch Knie können bisweilen jubeln.
Jetzt versuchten die Finger der linken Hand den Übersprung, nahmen Anlauf in Zeitlupe – Übergriff wäre hier jetzt die falsche Wortwahl- sie versuchten den Uberschleich, denn erstens ging es sehr langsam und lautlos und zweitens war der eigentlich näherliegende Weg unter der Armlehne so eng und verwinkelt, dass ich ein Zusatzgelenk im Unterarm gebraucht hätte, um mein Ziel zu erreichen. Ich weiß, es gab Typen , die machten das mit Links. Bei mir funktionierte das so nicht. Ich war mit der Rechten besser. Die Linke war eher für Grobmotorik geeignet. Aber ich saß nun Mal rechts neben Christine. Und einen Übergriff von rechts hätte mir niemand – auch Hannes nicht als rein zufällige Landung der Rechten auf dem zentralen Hügelgelände der möglicherweise noch jungfräulich unerforschten Venus geglaubt. Neil Armstrongs Landung auf dem Mond war noch nicht soo lange her. Und jetzt im Esplanade war es wie der Wettlauf zur Mondlandung, nur dass wir weder West- noch Ostblock spielten, sondern wie üblich als Speerspitze der Revolution allen weit voraus bereits einen Hügel der Venus besteigen wollten. Nein, besitzergreifen? Fähnchen hissen ? Das lag uns fern. Nieder mit dem US-Imperialismus, Nieder mit dem Patriarchat! Kampf dem bürgerlichen Besitzfetischismus!
Es wurde endlich stockfinster.
Die lange Durststrecke durch Werbung und Vorfilme lag hinter uns.
Der Hauptfilm begann. Er verlief mit seinem programmatischen Titel nahezu synchron zur realen Handlung vor der Leinwand:
Stanley Kubriks „Odyssee 2001“ – und Hannes und ich auf dem Marsch durch die Galaxy. Und ohne dass ich es wusste: wir beide vom Kap der guten Hoffnung zeitgleich gestartet unterwegs auf der Milchstraße zum Lande, wo dieselbe vermischt mit Honig verläuft..
Nur dass Christine ihre Beine immer weiter ausbreitete, verhinderte eine zu frühe Begegnung mit Hannes Kosmonautenfingern. Ich war guten Mutes und wähnte mich auf dem rechten Wege alle Selbstzweifel und Denkomanien hinter mir lassend und verpasste dabei entscheidende Passagen aus Kubriks Jahrhundertwerk. Gerade als ich am Saum von Christines Mini angekommen und darüber genau so erschrocken wie begeistert war, für einen Moment vor der eigenen Waghalsigkeit zurückschreckte und wegen der gebotenen Coolness die heftig aufwallende Erregung versuchte wegzudrücken, da kam diese Szene mit den weißen Schalensesseln, die mich damals fast aus der Zielkurve warfen und heute noch das Gefühl vermitteln, als solle man es sich in den Tränensäcken des alten Horst Tappert bequem machen.
Nach der tapferen Überwindung dieser ersten Zurückschrecksekunde wagte ich mich nun schon beinahe im Zeitraffer auf Erkundung des benachbarten Planeten, drang vor in die vermeintlich unberührte Wildnis des Venushügels und traf dabei auf Hannes Mittelfinger, der Christines Venus ortskundiger als ich bereits zu ersten Vorbeben brachte. Mein Dazutun schien weder Christine noch Hannes zu stören, den es war kaum zu unterscheiden, welcher Finger nun zu Christine, Hannes oder mir gehörte, Irgendwie war es dann auch egal. Kubrik ließ gerade den neandertaler den abgenagten Knochenin die Luft werfen, wo er sich just in dem Moment in eine Raumstation verwandelte, als Christines Venushügel als Vesuv entpuppte und sie mit einer Lautstärke kam, daß sie Wagners „Also sprach Zaratustra zumindest für mich weit übertönte und ich für sekunden befürchtete, dieser Höhepunkt hätte den vollbesetzten Kinosaal um den Höhepunkt des Films gebracht. Stattdessen baruste beifall auf und ich wußte wieder nicht, ob er dem Film oder Christine galt., die sich nach dem Übergang von Wagner zur schönen blauen Donau im Strauß-Kubrik‘schen Dreivierteltakt ausklingen ließ.
Ach Christine, dich hatte ich ganz vergessen. Sexistischer Schwachsinn in der Retrospektive ? Sicher nicht aus deiner Perspektive erzählt. Schwanzgesteuerter Männerschweißausbruch. Wechseljahre auf der Couch?
War es so? Es war so.
Hannes war auch dir gegenüber im wahrsten Sinne einfühlsamer, sensibler, konnte abgeben. Ruhte in sich selbst.
Während ich alles in mich rein fraß, grabschte, was zu greifen war, blind auf MEIN Ziel zustolperte. Um alle Verdrängungen der letzten Schaltjahre aufzuholen, war mein Scheitern schon deshalb vorprogrammiert, weil Christine unter der Hand zum Objekt wurde. – Nur keine Bange Junge, so schnell läßt sich Christine nicht zu Opfer machen, Deine Gedanken sind verräterisch! Deine hochwohllöbliche Absicht, die Frau neben dir nicht zum Opfer machen zu wollen, ist selbst schon versuchte Entmündigung.
Christine und Kubrik versinken im Nebel um den Glühfaden einer Leselampe. Zumindest wäre es in jedem handelsüblichen Jerry Cotton eine gewesen.
Karl tastete mit dem, was von seinem klinisch-politischen Bewusstsein noch übrig war jetzt weniger nach dem, was er für Christines G-Point hielt- tatsächlich aber nur der seiner maskulin-verqueren Fantasie entsprechend von ihm zum Frauenpenis geadelte und überstrapazierte, überreizte Kitzler war. Wer hatte sich eigentlich diesen Namen ausgedacht? Eine Frau bestimmt nicht. Sicherheitshalber wollte Karl dann aber doch erst bei nächster Gelegenheit Mal eine Frau dazu befragen.
Was ihn jetzt zum autistischen Wahnsinn kitzelte- zum vorschnell pubertären Orgasmus trieb,das juckte Christine nur wenig, war ihr auf die Dauer lästig und schmerzte letztendlich.
Aber so weit kam ich erst gar nicht. Hannes war mir in so vielem voraus und nicht nur im Tasten –„Ick bün schon da!“- nur war nicht klar, wer von uns beiden der schizoide Igel und wer der Hase und wer denn nun tatsächlich als erster da war.
Wenn ich meinen Fingern traute und Christine nicht mir Unbeholfenem und sich auch selbst geholfen hat – was ich im Nachhinein stärkstens bezweifle – dann waren es Hannes feuchtwarme Finger, vor denen ich zurückschreckte. Obwohl ich für einen vorbewußten Moment durchaus auch Gefallen an Hannes feuchten Fingern fand. Doch das ist ein ganz anderes Kapitel.
Ach Christine. Ich taste nicht nach deiner Höhle, ich taste mich durch schallgedämmte Gummizellenwände, durch Nebel und Watte, geknebelt und ans Bett gefesselt ..Und erkenne neben mir in verdächtig ziviler Uniform den Herren über meine Alpträume: Hauptkommissar Klaus-Rainer Vogel.
Ich hätte liebend gerne noch viel weiter nach Deinen Höhen und Tiefen getastet und geträumt davon, als Du mich das erste Mal gefögelt und mich hast fliegen lassen. Und dann den Hannes nahmst und dann er Dich und Du mich liegen ließest.
Es war schon so, dass nicht wir Dich und deinen Venushügel wie Neil Armstrong auf den NASA-gefälschten Landungs-Flimmer-Bildern die jungfräuliche Luna als Supermacht-Machos bestiegen.
Du hast und tumbe Hummeldrohnen wie eine Orchidee gelockt ( – ja, ja ich weiß, das Bild stimmt nicht, und der Chor der Biologen verbeißt sich ein geringschätziges Grinsen, Drohnen sammeln keinen Nektar.). Du hast zwei vagabundierende, frierende, hungernd dürstende erfolglose Jäger und Sammler vor Deine Vagina , in Deine rettende Höhle gelockt und niemand weiß, wer das wärmende Feuer in Deiner Höhle entfacht hat. Du selbst? Wer sonst?
Wir haben vielleicht etwas Holz zum Nachlegen mitgebracht. Aber Du warst die Hüterin des Feuers, Du hast es entzündet. Es heißt ja auch nicht umsonst: Come on baby, light my fire! Du hast uns eingeheizt, uns angefeuertt, uns gewärmt. Uns sogar vorausschauend zum Holzholen geschickt, ewobei wir nicht mal ahnenten wozu das gut sein sollte. Du hast geplanzt und gehandelt nicht als Caritas und sich aufopfernder Agape-Engel, diesem Neutrum. Du hast Deine Lust gesucht, geholt, gefunden, gefühlt, gemacht und Du hast uns mitfühlen lassen. Mitgefühl kann auch so sein.
Und ich ? Ich hab‘s einfach nicht kapiert. Ich muss nicht nur auf den Augen blind gewesen sein. Ein angeschlagener Blinder im nebligen Sumpf – mit Angst vor der Hölle, vorm Feuer, vorm Hellen, vorm Hellsehen, vorm Klarsehen, vorm Durchblicken. Immer nur: Augen zu und rein und durch. Wie Richard Kimble auf der Flucht im Geburtskanal. Augen zu und durch!
Vogel hatte anscheinend das alptraumatische Zucken meiner Augendeckel bemerkt.
PHK Vogel stand auf, beugte sich über Karl, der aus dem Spalt zwischen Unter- und Oberlid den Zweitagebart des hauptkommissars wie durch ein vergrößerungsglas und die Stoppeln einzeln zählen konnte. Es daerte eine Ewigkeit. Vogel szank aus dem und nach Rindswurdst und Senf. R musste kurz vorher in der Krankenhauskantine gewesen sein. Karl zählte 53 Bartstoppeln auf einem Vogel’schen Quadratzentimeter Kinn. Wieviele Quadratzentimetrer hatte Vogel heute morgen nicht rasiert? Wie viele Quadrartzentimeter hat ein Kommissarskinn ? Wieviele stoppeln waren es insgesamt Was verbrauchte dieser zivilbulle durchschnittlich pro Jahr an Rotbart-Rasierklingen oder Wilkinson ? Gab es die Rotbart eigentlich noch ? Die waren der ständige begleiter aller Landser beim Unternehmen Barbarossa. Unrasiert und fern der Heimat. Ja , die landser vielleicht, aber das Offizierscorps gab in derregel galttrasierte befehle. Mit deutscher Rasierklinge, Marke Rotbart. Karl!Konzentrier Dich auf das wesentliche! Eigentlich sollte ihn die Fage mehr beschäftigen, ob und wann und zu welchem Lebensabschnitt das Vogel-Verhör weitergehen würde.
Karl versuchte sich bei fast geschlossenen Augen von Vogels Bartstoppeln und seiner Rindswurstausdünstung zu lösen, nicht ohne bei diesem mentalen Abschied noch zu bemeken, dass es sich keinesfaslls um die Gräf-Völlsingschen Rindswürste von der Hnauer landstarße sondern um hundsgewöhnliche IndustrueWust aus der Dose gehandeölt haben muss. Karls kurzzeitgedächtnis war angeschlagen, er konnte sich nicht mehr genaus daran erinnern, was in der letzten Runde dran war. Die Vogel mit einem psychischen KO beendet hatte. Karl sortierte Erinnerungsfetzen. Er war ins Koma gefallen und Vogel konnte ihm dorthin nicht nachfliegen. Aber jetzt. Jetzt saß er wie ein Falke über ihm flatternd auf der lauer. Saß ?Flatternd ? Falke? Weiß der geier!
Vogel stand über ihn gebeugt und quälte sich ein väterliches Lächeln aus den Bullenaugen.
„Herr Wunder ? Können Sie mich hören?“
Leichte Schläge auf die Schläfen brauchte Karl nicht mehr zu befürchten. Bei einer der ersten Verhörrunden hatte er im Halbschlaf oder Halbcoma mitbekommen, wie ein Oberarzt den Vogel zur Schnecke machte, nachdem der ihn im Beisein des Arztes mit leichten Ohrfeigen hatte wecken wollen.
Vogel stierte und Karl spürte wie er sich die Hände hinter seinem Rücken zurückhielt.
„Kommen Sie Wunder – wirr kennen uns doch schon seit 66 – oder war es 67 Helfen Sie mir auf die sprünge! Da warn Sie doch mit danei, Sie, die Dr. Schneider bvon der DFU.der Werber Carlsberg von der VVN. Da haben Sie doch mitgesprengt und sich die ersten linken Orden und ein paar Nackenschläge eingefangen!
Schweigen – anhaltendes RestComa mit offenen Augen …
„Wenn Ihnen das zu sanstrengend ist, — soll ich die Krankenschwester rufen ?“
Karl schüttelete den Kopf – nein, er deutete vorsichtig ein Schütteln an – eine Verneinung.
Vogel grinste.
Es sollte eigentlich wieder ein väterlich mildes Lächeln werden.
Vogel aber musste sich im Erfolg seiner Köderei sonnen und hakte nach mit dem gelungenen Bariton-Vibrato eines verschmähten Operettenliebhabers.
„Wissen Sie, wer damals zuerst da war? Der Gebhard von der Rundschau oder der VVN-Chef, der Erich Carlsberg ? Oder der Karl Schneider, nee, die Ellen Schneider, die Frau Doktor … die ist doch gar keine Ärztin oder ?
Karl war aufgesprungen, nicht im Bett in eine Sitzstellung, nein auf Vogels Leimrute.
Karl hatte die Szene klar vor Augen: als erster war Erich Carlsberg da, der die Aktion gegen den NPD-Parteitag initiert hatte. Die Grünanlagen um das Haus Dornbusch, die NPD war schon drin, im Cantatesaal. Ein paar Nachzügler marschierten unter Polizeischutz noch ein. Carlsberg hielt Reden, dirigierte Sprechchöre: „Deutsche Polizisten schützen die Faschisten!“, „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.!“
Was hatten due Nazs mit dem Schoß zu tun? Waren die Frauen, war die Frau Schickelgruber, war ihr Schoß schuld am Faschismus? Oder hat Brecht etwa für eine klare Ursache das falsche Wort benutzt? Der Schoß war nicht passender als ein Arsch. Und woher das kam, war nicht mit einem Schoß zu bezeichnen. Schöße gibt es immer wieder und ohne sie sind Menschen weder denk- noch gebärbar.
Gebhard kam später – wie immer, wenn alles nicht mehr so gefährlich war, wie seine Spätheimkehr aus dem Schweizer Exil, während Carlsberg in Buchenwald den Widerstand und schließlich sogar die Selbstbefreiung organisiert hatte . Gebhard kam später. Als die Polizei den Nazis den Weg schon freigeprügelt hatte. Blut spritzte, Schädel brachen, fünf Festnahmen, Anklage wegen schwerem Land- und Hausfriedensbruch. Widerstand gegen die Staatsgewalt …
„Gebhard kam später!“ krächzte Karl aus dem Restcoma, „als Ihre Leute schon zugeschlagen hatten!“
Was heißt hier zugeschlagen, Wunder ? Wir hatten unsere Aufgabe, es war unsere Pflicht, unsere verfassungsgemäße, die Versammlungsfreiheit zu schützen !…“
„Nazis schützen und Kommunisten krankenhausreif prügeln und festnehmen, anklagen, aburteilen und wegsperren ….“ Klar, Carlsberg sollte weg, die Schneider, der Trautwein … aber die kannten sie doch schon , die hatten sie schon 1949/50/51/52 wieder verhaftet, in die gleichen Zellen wie 1933 schon wieder eingekerkert – ja ja nur kurz und 1956 verurteilt, die standen unter andauernder Beobachtung. Die waren kaltgestellt. Was wollte Vogel jetzt noch.
Karl hatte sich fast auf eine Diskussion mit Vogel eingelassen. Der wollte weitere Namen wissen.
Finkh, Vogel und Co. Die ganze Truppe „Frankfurt säubern!“ Vogel wollte alle. Aber welche ? die von 1964 ? von 1966, die von 68 ? die von 72, von 78, von 86 . Nebelschwaden zogen durch Karls Hirn immer dann, wenn Entscheidungen anstanden zwischen mehr als 2 Möglichkeiten. Karl wußte nicht mehr in welchem Abschnitt in welchem der 6 oder 7 Filme er gerade spielte. War Finkh der Vogel, war der Vogel der Finkh? Hannes war 72 … ? Oder war er schon 66 dabei? Carlsberg war 67, …. Karl musste sich sortieren, Der Nebel machte jede Orientierung unmöglich, schluckte seine Worte, Karl hörte sich nicht mehr. Der Nebel drohte ihn lautlos in Stummheit zu ersticken. Karl musste schreien, rufen, fing an , die Namen und die Jahreszahlen zu rufen, hoffte auf Antwort. Dass er sein eigenes Schreien nicht hörte, machte ihn stutzig: dann habe ich vielleicht keine Stimme mehr. Ich habe also gar nicht geschrien. Ich habe mir das nur eingebildet. Finkh wollte, nein, Vogel wollte, dass ich schreie, aber ich kann nicht schreien, weil sie mir die stimme beschlagnahmt haben. Das hatten sie jetzt davon.
Karl wußte nicht, ob er den Vogel geträumt hatte. „ Wunder, ganz einfach gesagt: sie können ihre Haut retten, wenn Sie uns Namen liefern. Sie kennen das Umfeld von Schwarzmüller.
Loslassen, einfach nur Loslassen! Die polizeipsychologische Fortbildung brachte sich in Stellung. Wenn sie blos nicht noch den Loos auf mich loslassen. Doch der kam nur selten dran. Der galt in diesem Triumvirat als Loser. So wurde er auch im Dienst gemobbt. Karl empfand schon beinahe etwas wie Mitleid für diese Knechtsnatur
Warum Atze Brauner HaBEs “Putztruppen” nicht verfilmte: zu nah an Kohl, Kiep, Kanther, Koch, Kirsch, Schleyer, Herrhausen … & den Spenden aus “jüdisch-schweizer Vermächtnissen”?
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Als ich 2008 Artur Brauner für die Verfilmung meiner Romane “Putztruppen”, “Der Damenschneider”, “Vertreibung aus dem Rosengarten” und der Roman-Trilogie “Grenzgänger” gewinnen wollte und er “wegen meines hohen Alters” absagte, weil er sich “diese schweren Stoffe nicht mehr zutraue”, ahnte ich noch nicht, wie weit Artur Brauner in den CDU-Spenden-Skandal, die sogenannten “jüdischen Schweizer Vermächtnisse” verstrickt war. Da in allen drei Romanen die Aufarbeitung des Faschismus eine zentrale Rolle spielt, dachte ich in Gedanken an Brauners frühe antifaschistische Filme, er sei der Richtige für diese Projekte.
Die Warnungen Evelyn Hecht-Galinskis, der Tochter Heinz Galinskis, des ersten Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland vor einer Zusammenarbeit mit Brauner erreichten mich zu spät. Sie waren aber für mich der Anlass für weitere Recherchen über mögliche Schnittmengen zwischen den”Putztruppen” und den “Schweizer Vermächtnissen”, der Baseler Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und dem dortigen (Vorstands-) Wirken des SS-Sturmbannführers Freiherr von Schröder von 1930 bis 1945, der nach 1945 die SMH, die größte deutsche Privatbank aufbaute und HANOMAG und WIBAU liquidierte und staatlich vor der Pleite gerettet wurde.
Besonders intensiv recherchierte ich auch deshalb, weil eine Zentralfigur dieses üblen Stückes, neben Wolfgang Schäuble der CDU-Schatzmeister Weyrauch von meinem Ex-KBW-Rechtshilfe-Verteidiger Eberhard Kempf verteidigt wurde.
Zudem gehörte Weyrauch, wie auch Leisler-Kiep in einer meiner Faschismus-Forschungs-Schwerpunkt-Regionen zu den ständigen Gästen der 1000jährigen Herrschaft des Fürstenhauses Ysenburg-Büdingen, kombiniert mit dem “Sonnenschein”*
des Hauses des CDU-Herren Schwarz-Schilling, der im Vogelsberger/Wetterauer Volksmund als Taufpate des “Schwarz-Geldes” gehandelt wird.
*”SONNENSCHEIN” https://de.wikipedia.org/wiki/Accumulatorenfabrik_Sonnenschein
Für Artur Brauner dürfte meine frühe literarisch-publizistische Bearbeitung der Leuna-Minol-Schmiergelder, des metzgerlichen Bruderbundes Kohl-“Dieu”-Mitterant, des Verschwindens und des Verbleibs der STASI-“Rosenholzpapiere” in CDU-Schreddern und bei der CIA, Kohls Rolle bei der Opferung Hans-Martin Schleyers und seine Beziehungen zum SS-Goldfasanen-Quartett um Heydrich in Prag: Schleyer, Ries, Sepp Dietrich-Moninger und dem Rüstungsindustriellen Renner … wohl doch zu riskant gewesen sein.
Bis zu meinem großen Festplatten-Crash, bei dem fünf bis sechs jeweils mehrere hundert Seiten starke Manuskripte über die Wupper gingen (es gab keine Sicherheitskopien), war mir nicht ganz klar, in welche Wespennester ich mit meinen Romanen und den damit zusammenhängenden Recherchen gestochen hatte.
Etwas von der Brisanz ist in dem “Schweizer Vermächtniss”- Beitrag im (mit Vorsicht zu genießenden transatlantischen Propaganda-Medium) Wikipedia-Portal zu erkennen:
https://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaffäre
In welche tiefbraun-schwarzen Löcher ich mit meinen Romanen eingetaucht war, dürfte dem umtriebigen Artur Brauner sehr schnell klar gewesen sein:
der tragische, literarisch bearbeitete Fakt, dass die Holocaust-Überlebende Heldin Hannia W. im “Grenzgänger” nach der Befreiung von Auschwitz aus Polen, wegen des dort auch nach dem Krieg starken Antisemitismus nach Pälestina und von dort wieder, wegen des in Israel herrschenden antiarabischen Rassismus nach West-Deutschland flieht und dort ihren Sohn ausgerechnet in ein evangelisches Internat schickt, das von Schleyer, Sepp Dietrich-Moninger und Ries gefördert wird, muss von dem wie Hannia W. aus Lodz in Polen stammenden Brauner als nicht erfundenes Konstrukt erkannt worden sein.
Die NAPOLA- NS-Elite-Schulfreundschaft zwischen Schleyer und Herrhausen und beider antiatlantische Einstellungen waren für Brauner auch nichts Neues.
Dass Schleyers Plan für den Aufbau von Airbus/EADS, des größten Boing-Konkurrenten ohne die enge Beziehung zur Deutschen Bank und zu Herrhausen nicht möglich gewesen wäre, dürfte Atze Brauner ebenfalls gewusst haben.
Eventuell neu für ihn waren meine Ausflüge in die scharfen Konkurrenzkämpfe innerhalb der NSDAP, des SD, der GESTAPO, des RSHA und der SS. Diese Kämpfe gingen viel weiter als die Liquidierung des Röhm-Strasser Flügels in der NSDAP und die Hinrichtung Röhms. Es gibt Hinweise darauf, dass im Konkurrenzkampf zwischen Himmler und Heydrich das Attentat von Prag nicht vom tschechischen Widerstand sondern von Himmler-Vertrauten ausgeführt, oder doch vom tschechischen Widerstand aber mit Himmlers Kenntnis und Unterstützung durchgeführt wurde. Schleyer, Ries, Dietrich-Moninger und Renner erhielten von der Privatsekretärin Heydrichs am Tag des Attentates die “Anweisung” nicht wie sonst üblich in Heydrichs Dienstwagen mitzufahren.
Die Privatsekretärin Heydrichs ehelichte nach dem Attentat einen Sprößling der mit Himmler engverbundenen Kali & Salz-Hierarchie Ebeling.
Seit meinen Recherchen in diese Richtung sind bei Google so gut wie keine Eintragungen mehr zum Hause Ebeling, nicht einmal zur unter Denkmalschutz stehenden Ebeling-Villa in Hannover zu finden. Auch in den Texten zu Kali & Salz taucht Ebeling nicht mehr auf. Da scheint es eine hervorragende Vernetzung zu geben. Man will sich ja schließlich nicht das Geschäft versalzen und sein Abwässerchen nicht mit NS-Schlamm trüben lassen.
Wer trotzdem noch etwas finden sollte, soll sich bitte bei mir mailden.
Besonders wichtig für weitere Recherchen ist der Mädchen-Name oder der Erst-Ehe-Familienname der Privatsekretärin Heydrichs, bevor sie von einem Spross aus der Ebeling-Kali-& Salz-Dynastie geehelicht wurde.
Eine Erwähnung der Ebeling-Villa -als Büro des AWD-Herrn Maschmeyer gibt es doch noch (jedoch nichts über deren Geschichte und die ihrer Eigentümer):
https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Maschmeyer-Villa-wird-abgerissen
Fischer-“Putztruppen” sind keine Noske-“Putztruppen”, aber beide führten zum Krieg
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Der 1973 im Hinterhof einer besetzten Frankfurter Westend-Villa erschlagen aufgefundene Kriminal-Hauptkommissar Karl-Wilhelm Friedrich Finkh vom 18., dem politischen Kommissariat ist zwar Jahrgang 1908 aber durch seinen noskistischen Vater, dem Polizei-Hauptkommissar Karl-Otto Finkh nachhaltig geprägt, als er 1926 als Anwärter im preußischen Polizeidienst in dessen Fußstapfen tritt. Frankfurt säubern! Damit hatte der Papa schon angefangen, schon vor der Jahrhundertwende. Er hat es nicht geschafft. Die Altstadt war unregierbar, ein Sündenbabel mit finsterem Untergrund in den Katakomben. Das lichtscheue Gesindel stank zum Himmel. Aber jetzt konnte K2F, der Blitz-Fritz oder wie ihn seine Kollegen nannten “Schmutz-Finkh” in der Altstadt sauber machen. Entkernung, Umsiedlung … Arbeitsscheue, Tagediebe, Zigeuner, Juden und Kommunisten … und ihm winkte eine sonnendurchflutete Wohnung in der May-Siedlung im Riederwald. Frankfurter Küche ist eben doch mehr als nur “Handkäs mit Mussik odder Grie Sooß”. Und er konnte dort wählen zwischen FSV und Eintracht, Jöst und Crome, Schade & Füllgrabe oder Konsum. Wie hatte seine Mutter immer gesagt: “Du gehst mer net bei die Judde-Buwe, Du gehst zum FSV! Un bei die Bollizei, des is e Schdellung fers Leewe! !” Wie de Mama Hesselbach ihr Hochdoitsch!
Klar, der Fußball-Verein der Reichen, die “Eintracht” war für ihn als Kind nicht zu erreichen. Für ihn blieb nur der Proleten-Club, der FSV. Das hat sich schön aussortiert, und vom Gymnasium musste er auch runter, nix mehr “Musterschüler”! Das Geld reichte nicht für die Nachhilfe und das Fahrgeld ins Westend, denn die Primanerinnen wollten nicht nach Zeilsheim in die Rotfabriker-Siedlung. Es war ihm immer höchst peinlich, wenn ihn diese angehimmelten Engel in gestochenem Hochdeutsch mit eingestreutem Französisch fragten: “Was, Du wohnst in Höchst? Mon Dieu, das riecht dort doch noch schlimmer als in der Altstadt!” Und dann wurde er aussortiert. … (Fortsetzung nach der schrägen Zwischenbemerkung)
Das stört hier jetzt zwar den Lesefluss, soll es aber auch: seit dem 16. 12. 2019 hat niemand mehr abonniert, weil niemand wusste wie es geht. Und so geht es:
Wer den HaBE-newsletter abonnieren will, muss unten rechts unter NEWSLETTER als ERSTES den DATENSCHUTZ anklicken. Die Seite, die dann erscheint mit der langen Datenschutzerklärung kann frau/man muss sie aber nicht lesen. Auf der rechten Spalte unten erscheint jetzt wieder das Feld „NEWSLETTER“ , dieses Mal mit dem Kasten ICH BIN KEIN ROBOTER. Hier erst anklicken, wenn frau/man zwischen „täglich“ und „wöchentlich“ gewählt oder beides angeklickt und seine E-Mail-Adresse eingegeben hat. Danach erhaltet ihr/erhalten Sie eine e-mail mit der Aufforderung das Abo zu bestätigen. Das war’s.
… Heute würde man das Gentrifizierung nennen. Klingt auch hygienischer, humaner.
Jetzt war es ja 1966/67 im Westend nicht so, dass da die gleiche Mischpoke wie in den goldenen 20ern wohnte. Juden gab es dort gar keine mehr. Die Wohnungszwangsbewirtschaftung nach dem Krieg hatte da schon viel Strandgut angeschwemmt. Von Ostpreußen bis Siebenbürgen, Böhmen, Mähren, Schlesien, Sachsen, Pommern … alles gut durchmischt und die Teilwohnungen noch bezahlbar, sogar mit Facharbeiterlohn. Ja, bis der Schah-Freund und Jubel-Perser Selmi und die vergleichsweise kleinen Immobilien Haie Blumenauer und Bubis ihr Herz für die Jugend entdeckten und leergemachte Wohnungen an Studenten vermieteten und an Gastarbeiter. Hinter dieser Kulisse mit Schießbudenfiguren und Pappkameraden führten damals erst deutsche Großbanken die eigentliche Regie. Das gemeine Volk durfte sich an den Geisterbahnfiguren abreagieren: “Mir verbrenne jetz dem Selmi sei klei Häusje!” sangen die Frankfurter, als das Selmi-Hochhaus brannte. Und die Altfrankfurter raunten: “Des geschieht em recht, dem Judd!” Aber das ist doch kein Jude! “Habb isch aach net gesachd: es gibt en große Unnerschied zwische Judde unn Juude. Die oane sin Bänker und die aonnern gehn in die Synagoche. Des muschde ausenannerhalde! Gel, Du kimmschd net aus Froankford?!”
Da war zwischen Bornheim und Bockenheim der Teufel los. Die Studis zahlten pro Zimmer zwischen 100,- und 150,-DM. Die Gastarbeiter noch mehr. Und nach 3 WG-Durchgängen war kein Altmieter mehr vorhanden und der Putz bröckelte. Und dann kamen die Abrissbagger. Da half letztendlich kein Häuserkampf mehr und keine Putztruppe. Na ja, bis auf ein paar gerettete Denkmalstücke, die Reichsnährstandskammer blieb stehen, Das Sondheimersche Literaturhaus wurde erst 45 Jahre später verramscht. Und einige der Hausbesetzer wurden zu Hausbesitzern und Ex-Ministranten zu Ministern.
Thomas Weisbecker: ein in Notwehr erschossener Attentäter ?
Es ist eine Situation wie vor 40 und vor 50 Jahren, wo man entweder Notstandslagen inszenierte, mit Todesschüssen provozierte (Benno Ohnesorg), Terrorismus mit V-Leuten implantierte (Schmücker & Co), oder mit GLADIO-Einsätzen fingierte, um die Stimmung in der Bevölkerung zu kippen, Bundeswehreinsatz im Inneren zu ermöglichen, Notstandsgesetze durchzupeitschen und zu verschärfen, Wiederbewaffnung, Aufrüstung und Kriege zu ermöglichen. Dafür geht von der Leichen auch über die Gleichen – und der Erzengel Gabriel liefert die Waffen. Frieden schaffen mit noch mehr deutschen Waffen. Erst für Außen dann auch für Innen.
Zu den zwischen 1949 und 1977 -in angeblicher “putativer Notwehr”- von der Polizei erschossenen 500 Menschen in der Bundeserpublik gehört auch mein Freund und langjähriger linker Schüleraktivist im Karlsruher “Roten Turm”, Thomas Weisbecker, der in Augsburg vor seiner Erschießung am 2. März 1972 noch seine Pistole gezogen und sie dann -bereits mit Herzschuß tödlich getroffen- auf dem Rücken liegend wieder hinten zwischen Asphalt und Rücken in den Gürtel gesteckt haben soll. Siehe Foto in der Augsburger Allgemeinen.
Thomas Weisbecker 1969 in der “Uhland-Kommune” in Fankfurt/Main, der Bundesvorstands-WG des AUSS, des Aktionszentrums Unabhängiger und Sozialistischer SchülerINNEN, beim Redigieren der Flugblätter-Neuauflage des Aufrufs zum Generalstreik gegen die Notstandsgesetze, die dann um die Ecke beim Drucker Dunker in der Langen Straße 31, der alten KPD-Druckerei nachts “schwarz”-kostenlos gedruckt wurden. Dabei erzählte uns der alte Dunker von der Frankfurter Nachkriegsgeschichte von 1945 bis zum KPD-Verbot 1956. Die KPD hatte ihm die Druckerei schon Jahre vor dem Verbot “verkauft”, um sie so vor dem Zugriff der Justiz zu retten. Dunker berichtet von einer Spezialeinheit der Frankfurter Kripo “noch hinter dem 18. , dem politischen Kommissariat, das SK SAUBERES FRANKFURT”, ein Kommissariat, das es bereits in den 20ern gab, das ab 33 dann 1000 Jahre Frankfurt für den Führer säuberte und nach 1945 dann für ihre neuen Dienstherren, die sie bis auf ein paar zutiefstbraune Goldfasane alle übernommen haben. Er kennt auch die Namen vieler dieser Sonder-Kommissare. Zwei davon haben mich am 12. Februar 1968 verhaftet und im Krankenhaus tagelang verhört: Vogel und Finkh. “Woher weißt Du das alles?” – “Wir hatten unsere Leute in der Polizei, manche davon waren auch Doppelagenten … und das haben wir dann aus der Frankfurter Unterwelt vom “Stalin”erfahren. Bei Margrets Mädels in der Breiten Gasse waren die sehr gesprächig und die Nutten haben das dann in der “Sonne von Mexiko” abgeliefert. (Die “Sonne von Mexiko” in der Allerheiligenstraße war bis in die 1980er noch die Zentrale der Frankfurter Unterwelt / HaBE). Von dort kamen Boten auf Umwegen ins Parteibüro, in die Druckerei oder als Kunden für Speisekarten und Plakate, “Stalin” (der Chef der Frankfurter Unterwelt -bis zu seinem Tod 1953 – hatte den Spitznamen “Stalin”, weil er im gleichen Jahr geboren war und auch so aussah: Frisur, Schnauzer) und seine Frau, die Margret, die Puffmutti kamen nie selbst ….”
Hartmut Barth-Engelbart sagte am 2. Oktober 2014 um 16:16 :
Der Eintrag über Thomas Weisbecker bei wikipedia ist völlig löchrig. Dass er “Halbjude” war, wie es die Faschisten nannten, wird bei wikipedia geflissentlich verschwiegen. Die Familie seiner Mutter wurde bis auf sie selbst in Auschwitz umgebracht. Ein Polizist hatte ihr versprochen, wenn sie sich mit SS-Goldfasanen verkuppeln lasse, könne er die Familie retten. Sie hat sich in der Hoffnung geopfert, dass dadurch die Eltern und Geschwister gerettet würden. Thomas hat bei seiner Festnahme bei der Sprengung eines Wohltätigkeits-Fressens der Haute Volée im Wiesbadener Kurhaus den Greifern entgegengebrüllt: “Wir werden euch nicht noch Mal den Juden machen!” Ansonsten fehlen die Angaben über Tommys Karlsruher Zeit, über die Versuche der Sprengung der Funktürme von Radio Free Europe, der vergebliche Versuch, den Tresor seines Vaters mit einem Überfall/ Einbruch in Kiel zu plündern usw…. Natürlich fehlt auch der Hinweis, dass Thomas nach seiner Erschießung auf dem Bauch lag und er wahrscheinlich aus reiner Bosheit die Pistole -schon tot- zurück in den Gürtel gesteckt hat, um die Polizisten so des Mordes zu überführen… so sind sie halt die Terroristen der Bewegung 2. Juni.. eiskalt kalkulierend noch im Todeskampf. bo ey! Dass der “Halbjude” Weisbecker die Palästinenser unterstützt hat, ist ein weiterer Grund für wikipedia seine jüdischen Wurzeln zu verschweigen… von wegen unabhängig :-)))))) Und der Widerspruch hier im Text? Erst auf dem Bauch und dann auf dem Rücken? Hat wer an der Leiche gedreht? Wurde er von vorne oder von hinten erschossen? Bauchlage spricht für von hinten, Rückenlage für von vorne.. Das Bild in der Augsburger Allgemeinen zeigt Thomas in Rückenlage
Der Fahnenflüchtige Gerd Albrecht
Der “vorläufigen Erschießung” durch die Feldjäger – schon damals beim Einsatz im Inneren- ist mein fahnenflüchtiger Schulfreund Gerd Albrecht 1967 in Neckarels vor dem Haus seines verstorbenen Vaters, des Pfarrers Albrecht nur deshalb knapp entkommen, weil sich der früh (wegen Notengebungsverweigerung) zwangspensionierte Mosbacher Oberstudienrat und Ex-Schweizer Ex-Offizier Menger den Feldjägern in den Weg stellte und sie im Befehlston brüllend in Habachtstellung zwang und sie so wg. strammstehenden Salutierens schießunfähig machte .
Ebenfalls knapp einer “vorläufigen Erschießung entkommen” ist mein Kollege Heiner Nitschke (der spätere Betreiber des Hanauer KuBa, “Kultur-Basar”). Ein informeller Mitarbeiter des CDU-Landtagsabgeordneter Walter KORN, ein Lehrer der Gesamtschule Bruchköbel-Nord (heute Heinrich-Böll-Gesamtschule) namens Stürmer, meldete seinem Auftraggeber, dass der Lehrer Nitschke am Tag der Ermordung Bubaks oder Schleyers wie am Tag zuvor und danach nicht in der Schule gewesen sei, “angeblich krank”. Nitschke war Aktivist des “Sozialistsichen Lehrerbundes”, meines Wissens auch GEW-Vertrauensmann. Walter Korn sah rot, war alarmiert und alarmierte sofort die zuständigen Stellen VS, LKA, BKA usw. und die schickten eine Spezialeinheit, die dann mit vorgehaltenen Maschinenpistolen Heiner Nitschke aus dem Unterricht holten, festnahmen … eine falsche Bewegung, vielleicht der Griff nach dem Notenbuch, Autoschlüssel, Brieftasche, Adressbuch mit Anwaltsadressen …. das hätte gereicht …
Ich selbst bin zwar öfter knapp dem dienstlichen “vorläufigen Totschlag” mit einer lebenslänglichen Schwerbehinderung (nach dem Sturz vom US-Handelszentrum) und gesammelten 4 Schädelbrüchen entkommen, von drohenden “vorläufigen Erschießungen” gegen mich ist mir bisher nichts bekannt, dafür aber neben den dienstlichen Schädelbrüchen bei Aktionen gegen u.a. zwei NPD Parteitage in Frankfurt 1967 (zusammen mit Emil Carlebach, Ellen Weber und Kurt Trautmann) und 1978, entging ich Dank einer mutigen Menschenansammlung am Hanauer Freiheitsplatz am 9.12. 2004 meiner “vorläufigen Festnahme” wegen angeblicher “Volksverhetzung”, “Vorläufig festgenommen” wurden dagegen eine Rolle unbeschrifteter DIN-A1 Plakate, 45 oder 55 Gedichte auf gleichem Format, eine Rolle Tesa-Krepp, mehrere Filzstifte, ein Schweizer Offiziersmesser mit Schere,
also kurz gesagt: eine volle Ladung ABC-Waffen …
Hier die Etiketten aus der Asservatenkammer, die bei der staatsanwaltlich angeordneten Herausgabe der Texte nach 6 Wochen Untersuchungshaft mitgeliefert wurden
Thomas Weisbecker spielt in meinem Roman “Putztruppen” als Johnny Schwarzmüller eine Hauptrolle, so wie der fiktive spätere Außenminister Josef Metzger eine kleinere Nebenrolle spielt. Der folgende Artikel ist Thomas Weisbecker und Gerd Albrecht gewidmet:
Einem auch noch im Nachhinein: Thomas Lehrer und politischer Ziehvater in Kiel war mein Freund Jochen Steffen, das Rote Nordlicht, der mir noch kurz vor seinem Tod 1987 gesagt hat, dass er die offizielle Version vom Notwehrschuss auf Thomas nie geglaubt und deshalb Thomas Mutter bei ihrer Anzeige immer unterstützt habe. Jochen hat die politische Karriere von Heide Simonis stark beeinflusst. Das war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Grund für ihren Sturz als schleswig-holsteinsche Ministerpräsidentin. Für mein walking-talking-Stegreif-Kabarett war Kuddel Schnööf einer der wichtigsten Anstifter. (Er hat mir auch “gebeichtet”, dass er zusammen mit Johano Strasser mit Unternehmer-/Managerschulungen in Marxismus Geld verdiene: ”Die wollen wissen, was und wie ihre Gegner denken!” Ich habe ihm mit Bauchschmerzen zwar – aber dann doch die Absolution erteilt!)
Polizei stürzt Demonstrant vom Dach des US-TradeCenters FFM
Veröffentlicht am 5. Februar 2008 von Hartmut Barth-Engelbart
Geplant war ursprünglich eine Leviten-Lesung im Paternoster des alten
Frankfurter Rundschauhauses … aber was nich is -is nich.
Jetzt folgt halt ein virtueller Lesungsversuch, mit ersten Nachlieferungen: zum 35. Jubeljahr des Frankfurter PolizeiDachSturzes vom 5.2.1968 fand 2003 eine Lesung vom Dach des Gallustheaters mit Megaphon, Sturzhelm und Schiebeleiter aus 7 Meter Höhe im Freien statt. Zum 25. Geburtstag des Gallustheaters an einer Stelle, wo sich in den Adlerwerken das KZ-Katzbach mit 1600 polnischen Zwangsarbeitern befand, von denen 250 überlebten.
Götz Aly und Gerd Koenen sei Dank für die Blumen zum 40. Jubiläum!!!
Eigentlich sollte zum 40. Jubeljahr einer staatlichen Schwerbehinderung eine Lesung vom Vordach des Frankfurter Zürichhochhauses stattfinden: fällt aber in die Baugrube:
mit dem Zürichhochhaus wurde auch das USAmerikanische Trade-Center abgerissen, von dessen Dach der zur Bewährung als V-Mann nach Frankfurt zur PoPo strafversetzte Hanauer Bereitschaftspolizist M. Krzistek den 20jährigen FR-Schriftsetzerlehrling HaBe in eine jetzt 40jährige Schwerbehinderung stürzte. Es ging um Bewährungspunkte, Kopfgeld und die Verteidigung der deutschen Freiheit in Vietnam – wie heute in Afghanistan und im Koso- und in sonst noch wo.
Nach fehlgeschlagenem Festnahmeversuch bekam der V-Mann keine
Bewährungspunkte und kein Kopfgeld.
Das kassierte das höherrangige Bodenpersonal, das den Gestürzten noch im Notarztwagen auf dem Weg zur Operation festnahm, verhörte und versuchte, KronzeugenAussagen gegen Günter Amendt, Rudi Dutschke, Hans-Jürgen Krahl, Gaston Salvatore, KD.& Frank Wolf und andere zu erpressen. Der Sturz war die Rache des “kleinen (Polizei-) Mannes”.
Die ADN-Meldung “Protest Tausender vor USA-Konsulat” stand im ND auf Seite 1 und enthielt auch die Nachricht, dass die Polizei einen Demonstranten vom Dach des US-Handelszentrums geworfen habe. Diese ADN-Meldung hat “FELIKS” bei wikipedia gelöscht oder löschen lassen
Nicht nur.
Auch ein “Beitrag zur prophylaktischen Terrorbekämpfung” , würde Gerd Koenen es ausdrücken. Götz Aly würde Parallelen zum Horst Wessel-Mythos aufzeigen und in der FR veröffentlichen. Hier ein hochgejubeltes Opfer einer Schießerei im subproletarischen Rotlichtmillieu Groß-Berlins der 30er und da ein als gefallener Held gefeierter proletarisierter ExOffiziersanwärter im 68er Chaos der Randale von Rockern und radikalen linken Studenten. Aber sicher: nach den Fernsehbildern gibt sich die linke terrorgebärende Politprominenz die Krankenzimmertürklinke in die Hand. Selbst Signorina Feltrinelli schwebt von Italien über die Buchmesse ans Krankenbett und küsst den kleinen Helden wach. Heide Berndt und KD Wolf bringen in Rudi Dutschkes Auftrag den FR-Stift als Büroleiter im SDS-Bundesbüro unter und in Brot und Arbeit. Mitten in der Schaltzentrale der 68er. Der Spiegel veröffentlicht ein großformatiges Bild mit dem Delinquenten. Bildunterschrift: “Bernd Rabehl bei der Arbeit”. Na ja, der SPIEGEL. Nach mehreren Verhaftungen bei Demonstrationen u.a. gegen die Notstandsgesetze, den Einmarsch der WarschauerPaktBruderArmeen in die CSSR … übergibt die Frankfurter politische Polizei dem STERN die mittlerweile angefertigten erkennungsdienstlichen Passfotos HaBEs und des gesamten Bundesvorstandes der unabhängigen und sozialistischen SchülerINNEN (AUSS) zwecks Illustration einer Artikelserie zum Thema “Frankfurt, Zentrum des Schwerstverbrechens, der organisierten Schwerstkriminalität”. Mitabgelichtet der heutige Bildungsjournalist Reinhard Kahl. Beste Empfehlung für spätere Bewerbungen! RA. Johannes Riemann führt deshalb gegen den Stern einen Schmerzensgeldprozess und gewinnt. Die erstrittenen Schmerzensgelder gehen in die “Rote (Rechts-) Hilfe”. Und auch weniger linke SPD-Prominenz sorgt für prominente Verteidigung: RA.Christian Raabe gibt sich die Ehre. Nein, er schickt einen späteren RAF-Verteidiger ins Rennen und schon ist sie wieder sichtbar, die Koenensche Wurzel des Terrors und Götz Alys “wie die 33er Väter so die 68 Söhne!”
Und heute die Enkel ?
Irisablese, DNS-Abdruck, Fingerprints – alles nicht genug zum wiedereinzuführenden Berufsverbot muss noch eine Gesinnungsprüfung für Aus- UND IN-Länder ! Wahlrecht nur noch für die mit der rechten Gesinnung !
Es war am 5. Februar 1968, 4 Tage nachdem der SüdVietnamesische Polizeichef vor den Augen der Kameraleute in Saigon einen gefesselten FNL-Mann mit der Pistole direkt an der Schläfe liquidierte. Vom Vordach des Zürichhochhauses zielte ein Mitarbeiter der MG-Tochter ANACONDA-Metall-HandelsGesellschaft mit einem Kleinkalibergewehr auf die TeilnehmerINNEN einer einige Tausende zählenden Demonstration gegen den US-Krieg in Vietnam. Klint, eine Kultfigur der Frankfurter Rocker, der Medizinstudent M., der Soziologiestudent Sch. und der Schriftsetzerlehrling H. Barth klettern auf das Vordach, um den Mann zu entwaffnen. Der Mann entkommt (mit Hilfe der Polizei, die statt des Bewaffneten die Entwaffner auf- und festhält und versucht festzunehmen). Die Menge ist zunächst fassungslos, Dann gehen die Scheiben des Handelszentrums zu Bruch.
Und Krzistek, diese arme kleine Bereitschafts-Sau ? – wurde später wieder fallengelassen, entlassen, trotz seines überragenden Einsatzes gegen “die Väter & Wegbereiter des Terrorismus” (Gerd Koenen und siehe auch Götz Aly in der FR vom 30.01.08, siehe auch jW-Artikel von Arnold Schölzel http://www.jungewelt.de/2008/01-31/059.php).
Krzisteks Schuldkonto war ja auch erdrückend:
er war halbschwarzes Besatzungskind mit polnischem Namen und er war schwul, das reicht doch! Oder? Ein Mischlingskind womöglich einer Displaced Person, einer in Hanau hängengebliebenen polnischen Zwangsarbeiterin in US-Diensten ? Das konnte nicht gut gehen!
CDU-Hinterbänkler im frankfurtnahen Hanau-Main-Kinzig-Kreis haben bei Kreistagssitzungen in den späten 80ern des vorigen Jahrhunderts schon Mal bedauert, dass dieser HaBe-Sturz weder in einer Beerdigung noch in einer 5jährigen Gefängnisstrafe endete. Ersatzweise forderten sie dann die Einweisung in ein Arbeitslager, so der Abendroth-Schüler, verhinderte SPD-Kultusminister und anschließende CDU-Kulturspezialist Wolfgang Haseloff, der langjährige Rektor der Hanauer Hohen Landesschule, einem EdelGymnasium.
Während der Kulturexperte & Frontmann der MKK-CDU Aloys Lenz (Kosename “MeineidLoysel”) nicht wie seine Hinterbänkler die standrechtliche Entsorgung sondern die Ausweisung HaBEs in die DDR forderte und nach dem Hinweis auf ein Einreiseverbot seit 1968 ergänzte, “dass noch nicht Mal anständige Kommunisten diesen ‘Marx-Engelsbart’ haben wollen!”,
toppte Joschka Fischer bei Veranstaltungen gegen seine Kungelei mit der Atom-Mafia mit der FischerChorBelustigungsBemerkung, ” man merke doch immer noch dass der Barth-Engelbart schon Mal vom Dach gefallen sei”. Worauf sich seine Fans auf die Schenkel klopften und blökend wieherten, schnaubend blökten.
Nachdem Götz Aly in der FR jetzt scharf herausgearbeitet hat, dass die 68er die legitimen Erben der 33er sind, kann die Jubelfeier leider nicht im FRontschau-Haus stattfinden. Es steht ja auch nicht mehr -schräg gegenüber von Rosemarie Nitribitts Appartment in der Stiftstraße. Dabei stand es doch schon so blitzblank mitten im neuen (Best-Western) Deutschland. Die Kommunisten Emil Carlebach und Arno Rudert waren schon fast 20 Jahre früher herausgesäubert – lange vor Wiily Brandts Berufsverboten.
WiderstandsLesungen und -Schreibungen im Internet leiden chronisch an undifferenziertem & manchmal auch mangelndem feedback ((der SPD-Vorsitzende hat davon wegen des Imperativs zu viel abbekommen!! und sieht deshalb schon so aus wie eine Ersatzbirne!!)) Ich lese und schreibe dann doch irgendwann lieber wieder “live” – wie zuletzt nur noch in den Ostkolonien.
Um es etwas abzukürzen:
von Beileidtelegrammen bitte ich genau so abzusehen wie von Kranzspenden. Stattdessen würde eine Bestellung meiner “unter-schlag-zeilen” beim Frankfurter Zambon-Verlag diesen auch förden..
Auch Vorbestellungen für mein “Lamboy-Kids”-Buch und/oder die 68er Roman-Trilogie “Grenzgänger” würde ich lieber als Blumen und Kränze entgegen nehmen.
Wer die “Unter-Schag-Zeilen” direkt bei mir bestellt, kriegt Sie handsigniert für 15 Euro plus Porto oder die ZORA ebenfalls signiert für 7,90 plus Porto. Da mein ZentralOrkan meine Bücher nicht so promotet wie DieterDehm-Lerrys “BellaChiao” und auch “moin Froind Rende-Sischer” Norbert Blüm sich in der jungen Welt nicht lobend über meine Werke äußert, muss ich den ganzen Krempel wieder mal selbst erledigen .
ENDE DES WERBEBLOCKS
jetzt folgt das Wetter präsentiert von der DB-Bad-Bank DresdnerBank: Dresdner Bank –
die SS-Beraterbank!
Hirn einfalten
Löhne senken
immer an den Standort denken
HaBE
Nachmaildungen:
erstens:
nach kurzer Info in der Lehrwerkstatt am Morgen des 5.2.68 waren abends alle Azubis zusammen mit dem Meister bei dern Demonstration und der Kundgebung in der Siesmeyerstarße vor den US-Konsulat, mit dabei waren große Teile der Belegschaft der FR-Druckerei (damals noch im & hinterm Rundschauhaus) und ebenfalls große Teile der Redaktion. Von der Mehrheit der FR-KollegINNen mitgetragen (auch als Transparent) wurde damals auch die Forderung nach einem Generalstreik gegen die Notstandsgesetze und diesen Krieg und die deutsche Unterstützung dieses Krieges.
Forderungen, die im Übrigen schon beim großen Kautschuk-Streik 1967 bei Dunlop – Hanau, Veith-Pirelli, bei Metzler, ODENWALD, bei Gummi-Peter in Hanau, bei Ulrich, Horst, Joh und Veritas in Gelnhausen in den Betrieben stark verankert waren und nicht erst seit der SDS-Parole gegen den Muff von 1000 Jahren unter den Talaren. (( “Gegen Bonner List und Tücke, Streikfront ohne Notstands-Lücke!!”))
Sehr geehrter Herr Aly,
die Studenten und Schüler(innen) forderten die Entlassung der Altnazis !!!!
Sie schreiben in der FR als professioneller Betrüger!!!
Die Nazi-Studenten forderten die Nazifizierung der Universitäten und Schulen, die 68er forderten die ENTNAZIFIZIERUNG und nicht nur die personelle! auch die geistige!
zweitens:
direkt nach meinem polizeilich verursachten Sturz vom Dach des US-Tradecenter hat mich die FR entlassen: das war nicht unbedingt böser Wille , denn es gab damals noch keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, aber die Geschäftsführung und Karl Gerold hätten die Weiterzahlung von AOK-Beitrag und 16,50 DM Tagessatz-Ausbildungsvergütung durchaus noch tragen können. Aber so weit wollten sich weder Karl Gerold und Georg Fritz (BR-Vorsitzender) nicht aus dem Fenster lehnen.
drittens:
das Folgende mögen nur Gedankensplitter sein, Fakten sind es trotzdem, 68er Mosaiksteine. Als zusammengesetzte Splitter entsprechen sie dem Gefäß, dem sie entspringen: nach fünffach staatlich verordnetem Kopfzerbrechen gehen auch Erinnerungen zu Bruch und müssen wie archäologische Fundstücke wieder richtig zusammengesetzt werden. Diese Mail ist auch ein Teil dieser Rekonstruktionsarbeit.
Diese mail geht an alle ExKollegINNen bei der FR, auch an alle ExExKollegINNen, die immer noch dort drucken – naja jetzt halt in Isenburg, oder gewechselt sind zu den verscherbelten Gewerkschaftsdruckereien -union und Nachfolger, bei Brönner-Umschau, bei Burda-mstadt, die jetzt beim SPIEGEL, bei der TAZ, bei Ossietzky, beim hr und beim wdr, bei titanic und anderen mädchen mehr oder weniger notgedrungen lohnschreiben oder auch nicht lohnschreiben. Freie Freie eben!
JETZT FOLGT DER AUFRUF ZUM GENERALSTREIK:
Schon wieder indy-zensiert: ( (wegen der antizionistischen Position meines Freundes Thomas Weißbecker? oder des obigen Hinweises auf meine Roman-Trilogie oder der Kritik an Götz Aly und Gerd Koenen. Die Zensurentscheidungen von Indy-Media sind mir unergründlich)) ((Jetzt wird indy-media selbst tot-al zensiert HaBE ohne Hähme 2020 und ikch demonsteriere dagegen. So was nennt man Ironie des Schicksals? Oder?)))
Aufruf zum Generalstreik ? leider nur vor 40Jahren!
68er wie die 33er ? Schoß des Terrors ?
Es läuft wie auf Bestellung: kurz vor einer höchst umstrittenen Entscheidung über die Ausweitung der deutschen Kriegsbeteiligungen sowohl in Afghanistan als auch im Kosowo – muss jeglicher Widerstand dagegen niedergeschrieben werden . Und wo macht mans am besten: in der Frankfurter Rundschau zum Beispiel. Und durch wen? am besten durch Leute, die bei Linken noch ein gewisses Vertrauensguthaben haben: Fischer war für die erneuete Belgrad-Bombardierung gut, die neue Welle muss von anderen ideologisch abgesichert werden: Götz Aly und Gerd Koenen als rechte Dreckschleuder-Davids gegen die linken Goliath-Monster (letztere konnten bekanntlich nicht Mal als P&LKW-Dreiräder das Wirtschaftswunder überleben!).
Aly Koenens Ziel und Aufgabe ist es, das Wiedererstarken wesentlicher 68er Elemente zu verhindern, die damals in der Hauptsache die rechts-sozialdemokratischen Notstandspfleger am Krankenbett des etwas hüstelnden Kapitalismus/Imperialismus niedergehalten haben: die Bewegungen für den politischen , den General-Streik gegen die Notstandsgesetze und eine Deutsche Kriegsbeteiligung, gegen alle imperialistischen (Raub-)Kriege und für die Unterstützung der Befreiungskriege der Länder der “Dritten Welt”.
Die Götz Alysche Gleichsetzung der “33er” mit den “68ern” ist eine kaum überbietbare Propagandalüge und die Behauptungen Gerd Koenens, die 68er seien der Schoß für die Entwicklung des Terrors gewesen stellen nicht nur die Geschichte auf den Kopf, sie verfälschen sie noch im Kopfstand! ((Na ja, es herrscht ja auch heute Notstand!HaBE 2020))
Als Beleg für seine “TerrorSchoß”-These zieht Gerd Koenen u.a.. das von
Günter Amendt herausgegebene rororo-aktuell- Buch (Nr1135) “Kinderkreuzzug”
heran.
Gerade dieses Buch belegt, wie mit gezielten Maßnahmen die erstarkende
emanzipatorische Bewegung in Betrieben und Universitäten ausgebremst,
gespalten und zum Teil in tödliche Sackgassen getrieben wird /wurde.:
Thomas Weißbeckers Schrei bei der Besetzung des Wiesbadener Kurhauses zur
Sprengung eines Wettfressens der Haute-Volée zur “Bekämpfung des
Welthungers” 1969: “Wir werden Euch nicht länger die Juden machen!!” ist
nichts anderes als ein Verzweiflungsschrei, der in der Bewegung 2. Juni und
letztlich in seiner Hinrichtung -Erschießung von hinten durch die Polizei in
Augsburg endet. Ihn, den AUSS-Schüler-Aktivisten haben seit Geburt die
Alpträume und Traumata seiner Mutter begleitet, deren ganze Familie in
Auschwitz ermordet wurde. Er wußte schon als Heranwachsender viel über den
Zusammenhang von Notverordnungspolitik und Nazi-Machtübernahme. Was er
damals als antizionistischer Mensch bereits bewusst erlebte, dass der
Antisemitismus zum Antihamitismus umgewidmet und modernisiert wird:
Notstandssgesetze im Dienst des “Kriegs der Kulturen” . Die Juden haben
ausgedient, jetzt sind die Mohren wieder dran ! Gegen die Kontrolle
strategisch wichtiger Regionen und Resourcen durch die UdSSR waren die
Mohren eine Zeitlang gut; Jetzt müssen die Resourcen nur noch von den Mohren
befreit werden, das alles hat ihn erst in den Widerstand und dann in den
Untergrund getrieben.
Alle friedlichen, politischen Mittel zur Verteidigung, zur Abwehr von
Angriffen auf soziale und politische Rechte schienen ausgeschöpft und wurden
abgestumpft. Es wurde gezielt die Stimmung verbreitet: “für ein paar
Lohnprozente reicht es noch, aber sonst kann der kleine Mann so und so
nichts ändern!”
Die bleierne Zeit begann schon lange vor den ersten Schüssen, schon lange
vor den Kaufhausbränden. Und diese bleiernen Verhältnisse haben die RAF und
ihr Umfeld erst hervorgebracht. Die 68er haben verzweifelt versucht, gegen
diese bleierne Atmosphäre, gegen diese gezielte Lähmung , Sistierung und
Verblödung anzuarbeiten. Gut zeigt das ein Dokument aus dem Amendt-Buch
“Kinderkreuzzug”: ( S.53)
AUFRUF ZUM GENERALSTREIK!
STREIK!
Überall in der Bundesrepublik fanden während der 2. Lesung der
Notstandsgesetze Protestkundgebungen und Streiks statt.
Allein in Frankfurt streikten schließlich mehr als 3000 Schüler, von Schule
zu Schule ziehend.
Währenddessen verweigerten die “Volksvertreter” im Bundestag sogar die
namentliche Abstimmung, um sich der Rechenschaft durch die Wähler vollends
zu entziehen.
Praktisch ohne Veränderungen wurde die von der Regierung “vorformulierte” Vorlage durchgepaukt. – der Einsatz von Bundeswehr und Bundesgrenzschutz gegen die Bevölkerung wird schon in Friedenszeiten möglich.
– Die alliierten Vorbehaltsrechte, angeblich beseitigt, werden über die Hintertür der NATO-Zwangsverpflichtungen bestätigt.
– Telefon- und Postkontrollen können nicht einmal mehr im Rechtsweg überprüft werden.
– Das Streikrecht wird endgültig ausgehöhlt, politischer Streik und spontane Arbeitsniederlegungen werden zu Fällen des “inneren Notstandes”.
– Internierungen – “Schutzhaft” wie gehabt – sollen über die Einschränkung des Grundrechts auf Freizügigkeit (Art. 11 GG) wieder möglich werden.
– Das Widerstandsrecht wird verdreht zum Recht des einzelnen Bürgers auf Lynchjustiz
.
DIE BONNER NOTSTANDSSTRATEGEN SIND FEST ENTSCHLOSSEN, DIE NEUEN ERMÄCHTIGUNGSGESETZE AM 29. MAI DURCHZUPEITSCHEN.
Appelle, Petitionen, Diskussionen allein helfen heute nicht mehr. Gemeinsam mit allen Demokraten, den Streikenden in Universitäten und Betrieben muß in letzter Minute alles getan werden,damit nicht noch einmal Ermächtigungsgesetze in Deutschland widerstandslos hingenommen werden.
Wir lassen uns von autoritären Schulbürokraten nicht einschüchtern. Führt Informationsveranstaltungen in den Schulen durch. Legt den Lehrbetrieb in Warnstreiks zur 3. Lesung der Notstandsgesetze lahm.
Führt am 29.5. an allen Schulen einen Generalstreik durch.
Das besondere Gewaltverhältnis an den Schulen kennen wir.
Verhindert die Verwandlung der Gesamtgesellschaft in eine Zwangskaserne.
Der Generalstreik der Schulen muß die Antwort aller demokratischer Schüler auf die
Herausforderung durch die Notstandsgesetze sein.
ES GIBT NUR EIN FRIEDLICHES MITTEL, DIE NOTSTANDSGESETZE ZU VERHINDERN: ICH STREIKE, DU STREIKST, WIR STREIKEN,ALLE STREIKEN:
GENERALSTREIK!!
AUSS Aktionszentrum Unabhängiger und Sozialistischer Schüler -6 Frankfurt, Wilh.-Hauff-Str. 5, Tel 776068 – Bundesvorstand- Verantwortlich: H.Barth; Druck: Alfred W. Dunker, 6 Frankfurt am Main, Lange Str. 31
STREIK
Der Schoß des Terrors ist die Jagd des Kapitals und seiner Marionetten nach den höchsten Höchstprofiten und den Rohstoffen, die dafür benötigt werden. Davon sollen und wollen Götz Aly und Gerd Koenen ablenken. Und dass bei diesem Kampf um Höchstprofit ab und zu auch Kollateralschäden in der eigenen Klasse und Kaste in Kauf genommen werden, das belegen die im Gegensatz zu den Kriegs- und Hunger-Sterberaten der dritten Welt aber auch denen der zweiten und der ersten in den unteren Gesellschaftsetagen – vergleichsweise geringen Verlustzahlen. Mal ganz abgesehen davon, dass nicht wenige dieser Kollateralopfer direkt aufs Konto der eigenen Dienste gingen. Aldo Moro zum Beispiel oder eventuell auch Herr Rohwedder, den die Atlantiker so gerne aus dem Weg gehabt hätten und ja dann auch hatten. Oder genauso Alfred Herrhausen.
Wo es bei der NPD von Kopf bis Fuß nachweislich von Dienst-Konvertiten und/oder V-Leuten nur so wimmelt, gab und gibt es Ähnliches auch in der RAF und ihrem Umfeld und dem Nachlaß. Nicht selten war da einer wie Schmücker mit am Drücker
Interessieren würde mich schon Mal, wieviel Honorar Götz Aly und Gerd Koenen
so kassieren.
Schöne Grüße
Hartmut Barth-Engelbart
Die 68er-Roman-Trilogie: GRENZGÄNGER – “Über-Springer”, “Putztruppen” und
“Die Kanalarbeiterin” sucht ihren Verlag. Er soll sich melden.
Neue Texte aus HaBEs “Büchnerei” bei www.barth-engelbart.de.vu
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Texte aus HaBEs “Büchnerei” entstehen in der WortWerkStatt der Mittel-Gründauer “Büchner-Gilde”. Die hat HaBE dort initiiert, wo die oberhessischen Bauernaufstände 1830 unter dem Einfluss von Büchner, Weidig & ihrem Giessener Kreis begannen. Das oberhessische SchmugglerGrenzNest war Scharnier/Adapter zwischen den frühdemokratischen Bewegungen in (Ober-)Hessen-Darmstadt & Hessen-Kassel. Die radikaldemokratischen Forderungen der (Mittel-Gründauer) Bauern gegen die (Ysenburg-Büdinger) Fürsten & (von Riedeselschen) Barone, gegen den Adel insgesamt hatte der Lehrer Paul Nagel an diesem Ort formuliert. Er verscholl deshalb nach 1830 zusammen mit vielen Bauern in einem fürstlichen Zuchthaus. (Sein radikaldemokratischer Nachfolger und Kollege, Bernhard Kaffenberger wurde 1850 als Anführer der regionalen 1848er bestraft und zur Auswanderung in die USA gezwungen.) Die “Büchner-Gilde” soll im Sinne Büchners, Weidigs & der linken 1848er “die Leut zu Wort kommen lassen & ihnen ihre Stimme & ihre Lieder wieder geben”. Mit-Täter-Leser-Schreiber-MusikerINNEN gesucht! Eine Reihe von Texten aus der “Büchnerei” & den Hanauer Widerstands-(Konzert-)Lesungen & OpenAir-Schreibungen sind als Bücher erschienen & es stehen wöchentlich neue in der Neuen Rheinischen Zeitung (http://www.nrhz.de/flyer/):
“unter schlag zeilen – befreite worte – gebrochene reime zur lage” –
Nach einmonatiger Untersuchungshaft wurden sie zur Leipziger Buchmesse 2005 von der Hanauer Staatsanwaltschaft (wieder)herausgegeben: 320 Seiten politische Lyrik&Grafik mit einem Vorwort von Ingrid & Gerhard Zwerenz, Zambon Verlag ISBN
3-88975-107-5)
“ZORA”
HaBE (text) & Barbara Braguti (bilder); das bilderbuchunartige & fabelhaft neue Kinder-Bilder-Lesebuch von der Ziege Zora & ihren sieben Geißlein in den Hauptrollen; in Nebenrollen Minister Killy, Nachbar Haftlinger, Christa Ganzen auf dem Bildschirm mit NachrichtenParade-Hengst Ulrich Wiehert sowie ein Schnelles Anti-Graffitty-Kampfhubschrauber-CitySäuberungs-EingreifKommando des Sicherheitsdienstes unter Minister KikeriKilly (Zambon Verlag FFM; ISBN 3-88975-128-8);
“Lakonisches Lächeln”,
2001, erschienen bei yedermann, München-Riemerling, ISBN 3-935269-14-5 (leider vergriffen ((gottseidank))Restexemplare gibts noch beim Autor) : auf hundert Seiten entfaltet sich nicht nur die Geschichte einer Männerfreundschaft mit griechisch-tragischem Ende, sondern auch die lächelnde Geschichte eines Bergdorfes und mit ihr die Geschichte Griechenlands und des christlichen Abendlandes, nebenbei auch die Geschichte der Imi- und Emigration: wie aus deutschen Aussteigern auf dem Weg nach indischer Erleuchtung plötzlich Gewächshauseinsteiger und Mundräuber mit Pestizidkotzen und anschliessend Not-Landarbeiter werden, sich in Polen, Rumänen, Bulgaren, Jugoslawen und schließlich in Albaner verwandeln und Pogromopfer werden, wobei sich Phasen und Farcen ebenso abwechseln wie Tragik und Komik und das Weinen im Lachen erstickt oder umgekehrt, halt wie im richtigen Leben auch wenns oft das falsche ist. Aber was ist denn richtig, was ist ein Grieche und was denn ein Deutscher oder ein Europäer, und Elefteria war nicht nur die Schönste im ganzen Dorf sondern auch der Grund, warum das halbe Dorf zumindest Jagd auf ihren Vater, den Schäfer machte, bis er im Zuchthaus saß: klar Ziegenhirten sind Schäfer und sind oder waren arm und meist im Verdacht der KKE anzugehören,. Und wenn das Land nicht reichte, für die die nicht auswandern konnten, dann wars gut wenn einer verschwand. Auf der Suche nach seiner kleine Tochter hatte er 1964 “Elefteria, Elefteria!” über die Platia gerufen, so laut, dass man es noch im neuen Unterdorf im Kafenion hören konnte. Tschja.. Pech! Elefteria heißt Freiheit und die Obristen waren an der Macht. Pambulakos war nur noch halb so viel, als er Ende der Sechziger wieder ins Dorf kam. Heute ist dieser Fels von einem Menschen tot.
Mit zwanzig Grafitzeichnungen des Autors aus dem Peloponnes
Hier folgen einige Texte, die bei wikipedia wegzensiert wurden, und für einige Aufregung bei den Moderatoren sorgten
Versuchte Volksverhetzung
2007 hat ein Benutzer den Satz “Im Dezember 2004 werden bei einer solchen Lesung 45 Gedichte von der Polizei „wegen versuchter Volksverhetzung“ beschlagnahmt und der Autor mit Festnahme bedroht.” mit der Begründung “max. wegen Verdachts der versuchten Volksverhetzung; die Polizei wird sicher keine strafrechtlichen Urteile gefällt haben. Bitte klären, vor allem wenn als “Wortzitat”, bis dahin entfernt, da falsch” entfernt. Den nachfolgenden Satz habe ich nun ebenfalls entfernt, da er sonst keinen Sinn macht, halte den Vorfall für die Biographie Barth-Engelbarts aber schon für relevant, also bitte neuschreiben (oder falls Löschung falsch begründet, beide Sätze wiederherstellen). —85.1.238.72 22:32, 31. Jan. 2009 (CET)
Die Streichung ist völlig ungerechtfertigt: mir liegt die Quittung für die Beschlagnahmten Unikate und der Filzstifte, der leeren Plakatpappen, usw. vor, darauf steht “beschlagnahmt wg. versuchter Volksverhetzung”. Das ist jedoch nur ein Beispiel für insgesamt über 12 solcher Staats-Aktionen, wobei es auch solche von “links” gab, z.B. die vernichtung meiner auf der Buchmesse 2006 in Havanna/Kuba geschriebenen WandzeitungsLyrik und Prosa – nicht durch die kubanische Messeleitung, die mich im Gegenteil sehr freundlich materiell unterstützt hat – sondern durch die Leitung der deutschen Delegation, der meine Texte nicht passten und die mir gegenüber behauptete, die Messeleitung hätte die Texte vernichtet. (nicht signierter Beitrag von 84.177.221.177 (Diskussion | Beiträge) 23:47, 18. Mär. 2009 (CET))
Presseberichte für die Polizei-vom-Dach-Aktion
Hallo, für so eine skandalöse Aktion wie das Herunterschubsen eines Demonstranten von einem Dach müsste es doch Presseberichte geben. Kann jemand die noch einfügen? —Gormo 19:11, 28. Nov. 2009 (CET)
Barth-Engelbarts Vordachsturz und der Volkskrieg des Vietkong
Da mir hier regelmäßig vorgehalten wird, ich würde mich nicht äußern, ich würde keine Presseberichte vorlegen usw..erstens ist mir das hier alles für meine Sehbehinderung zu kompliziert und zweitens habe ich versucht, bei meinem ehemaligen Arbeitgeber die Artikel zu besorgen. Ich habe sie nach langen Hin und Her endlich erhalten, kann sie aber hier nicht einfügen. Sowohl die FR als auch die Abendpost-Nachtausgabe hatten den Sturz gemeldet. Tags drauf dementierte die Frankfurter Polizeiführung unter Polizeipräsident Littman, dessen Tochter selbst Zeugin der Vorgänge auf dem Dach des US-Handelszentrums war. Noch ein Zeuge hat die Vorgänge aus sicherer Entfernung hinter den Polizeireihen am Opernplatz und in der Bockenheimer Landstraße beobachtet: John Rubinow, der Sohn des damaligen Chefs des US-Handelszentrums. Rubinow schloss sich noch Ende 1968 dem Frankfurter USSB, dem Unabhängigen Sozialistischen Schülerbund an. Als Entlastungs-Zeuge vor Gericht hat er sich nicht angeboten aber später bei einer Delegiertenkonferenz des AUSS, als es um meine Wiederwahl in den Bundesvorstand der sozialistischen Schüler ging. Ein Konkurrent und Liedermacher aus dem DKP-orientieren Flügel des AUSS forderte mich zum Verzicht auf eine erneute Kandidatur auf, denn ich sei ja wohl nicht vom Dach geworfen worden, sondern selbst gesprungen. “Der Genosse will sich hier nur als Held aufspielen!”. Dieser von der Polizei übernommenen Darstellung durch den führenden Frankfurter Schülerfunktionär und Liedermacher trat John Rubinow als Zeuge der Vorgänge auf dem Dach der Handelsmission entgegen. Zurückblickend muss ich sagen, es war eine wirklich sehr sehr bunte Gesellschaft, in die ich da aufgenommen wurde…. von einigen erfahre ich erst jetzt, woher sie kamen und mit welchen Absichten… John Rubinow, der Angela Davis als CIA-Agentin “enttarnte” und die KPdUSA eine FBI-Gründung nannte, war wie viele (Groß-)Bürgersöhnchen und -töchterchen ein kleiner Fisch, ein Wichtigtuer, so wie die Tochter des Frankfurter Polizeipräsidenten auch. Seine Position in Frankfurt war wegen der linksradikalen Ausfälle seiner Tochter aber nachhaltig geschwächt. Der 1952 zur Säuberung Frankfurts inthronisierte Starke Mann im Polizeipräsidium konnte sich nicht mehr allzu lange halten. Von seiner vorbildlichen Vorbereitung/Durchführung der Zerschlagung der KPD in Frankfurt und Umgebung wollte niemand mehr etwas wissen. In einem Spiegel-Interwiew über die von der Polizei zu verantwortenden schweren Verletzungen von Gegendemonstranten bei einer NPD-Veranstaltung im Fankfurter Cantatesaal kommt deshalb auch der Spiegel-Interviewer nicht darauf zu sprechen, dass es sich bei den Verletzten hauptsächlich um Altkommunisten handelte. Die Polzei hat seelenruhig dabei zugesehen, wie die NPD-Schläger gegen die Kommunisten vorgingen.. Das war eine typische Littmann’sche Arbeitsteilung… (nicht signierter Beitrag von 84.134.118.197 (Diskussion) 15:30, 24. Sep. 2012 (CEST))
Der Artikel formuliert: “[HBE wurde] bei einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg von einem Polizisten vom Dach des US-Handelszentrums in Frankfurt gestoßen”. Auch unbefangenen Wikipedia-Lesern fällt auf, dass eine Pro-Vietkong-Kundgebung auf dem Zürich-Haus in FFM wenig glaubhaft ist. HBEs eigene Darstellung des Vorfalls auf der Site des befreundeten Künstlers Thomas Immanuel Steinberg lautet: “Als wir versuchten, einen Bewaffneten mit Gewehr im Anschlag auf dem Vordach des (mittlerweile abgerissenen) Zürichhochhauses am Opernplatz zu entwaffnen, wurde ich von einem ZivilBeamten erst festgenommen, und als ich mich befreite, vom Dach geworfen […]” Anschließend schreibt HBE von einem als “V-Mann” beschäftigten “Bereitschaftspolizisten”, der “schwul und schwarz” gewesen sei und sich bei ihm 1973 im Club Voltaire für diesen Vorfall entschuldigt habe. Der Hessische Rundfunk benennt HBE nicht, beschreibt aber offensichtlich denselben Vorfall: “Etwa 2000 Studenten ziehen […] von der Universität ins Westend. […] Es kommt zu den heftigsten Auseinandersetzungen zwischen Studenten und Polizei, die Frankfurt bis dahin erlebt hat. Doch den Demonstranten gelingt es nicht, die Sperren vor dem Konsulat zu durchbrechen. […] Dennoch gelingt es einigen Studenten, das Dach des Handelszentrums am Opernplatz zu erklimmen und eine Vietcongfahne zu hissen.” Der Liedermacher HBE hat also am 5. Februar 1968 zusamen mit Günter Amendt, Gaston Salvatore, Rudi Dutschke, Hans-Jürgen Krahl und anderen “spontan” (siehe HR) zuerst das Konsulat und dann das Amerika-Haus erfolglos angegriffen – und nach dem Scheitern beider Attacken auf dem Vordach des Zürich-Hauses zusammen mit einem schwarzen schwulen Genossen eine Fahne der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams gehisst. Dabei ist er “vom Dach gefallen” (Joschka Fischer, zitiert nach HBE). Was von all diesem Blödsinn überhaupt Relevanz hat, wage ich belanglose IP nicht zu entscheiden, vielleicht äußert sich der Liedermacher selber mal hier zu dem Durcheinander?– 84.142.9.190 11:28, 31. Mär. 2011 (CEST)
HaBE geantwortet:
Das hier ist mir alles zu kompliziert: aber auch ohne die Eintrittsformulare ausgefüllt zu haben, möchte ich dem verzweifelten Bezweifler gerne einen Blick in die mir vorliegenden Akten der Anklage gewähren (und wer das kann, darfs auch gerne auf die Seite vorne stellen): von der Anklage wird der ehemalige Bereitschaftspolizist Kristzcek, (Sohn einer tschechischen oder polnischen Ex-Zwangsarbeiterin und eines schwarzen GIs, ehemals wohnhaft im Hanauer Stadtteil Lamboy, Schwarzenbergstraße, mit den Negativmerkmalen schwarz und schwul) als Hauptzeuge angeführt, neben zwei oder drei Hauptkommissaren des 18. (politischen)K der Kriminalpolizei, die mich in Zivil nach dem Aufprall auf den Waschbetonplatten zusammen mit zwei ahnungslosen SDS-Genossen in ein benachbartes China-Restaurant trugen.. Die beiden Polizisten in Zivil sagten zu den SDSlern, sie könnten ruhig wieder zur Demo zurück, der Saniwagen käme gleich und sie würden das auch alleine schaffen… und dann begannen die Verhöre im Restauarnt, im ASB-Saniwagen bis zur OP im Markuskrankenhaus, wo der Chefarzt die beiden Kripoleute zunächst rausschmiss und danach gings weiter im Wachraum und dann weiter im Krankenzimmer, bis mich ein von sympatisierenden Schwesternschülerinnen informierter Rechtsanwalt namens Golzem (aus der Sozietät Ormond-Raabe) von dieser folterähnlichen Verhörmethode befreite. Zuvor wurde ich vor die Wahl gestellt: keine Anzeigen gegen Kristczek, namentliche Nennung aller Rädelsführer, die bereits vorformuliert mir vorgehalten wurden: Krahl, Rudi Dutschke, Gaston Salvatore, Burghard Blüm, K-D und Frank Wolf, Günther Amendt, die Tochter des Polizeipräsidenten, der Sohn des HR-Intendanten, auch drei, vier FR-Redakteure und noch eine ganze Reihe anderer, an deren Namen ich mich heute nicht mehr genau erinnern kann … natürlich waren auch meine Mitangeklagten dabei, deren Namen heute noch in den Akten des VS, des BND, des MAD, des FBI, des CID und der CIA usw. stehen und die deshalb bei jeder Einreise in die USA entsprechende Schwierigkeiten bekommen…. Schwedt, Markowski, Klint, und Knörndel (die Hauptfiguren der Frankurter-“Kameruner”-Gallus-Rocker)…. Als Alternative hatten die beiden Kripo-Beamten der Sondereinheit “Sauberes Frankfurt” (intern auch schon damals als “Putztruppe” gehänselt und von mir als Romantitel benutzt für den historischen Bankfurt-Polit-Krimi “Putztruppen”) mindestens 5 Jahre Gefängnis im Angebot: wegen schwerem Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch, schwerer Sachbeschädigung, Vernichtung von Hoheitszeichen, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Rädelsführerschaft … und schon damals versuchten die Kripoleute die Kosten der Polizeieinsätze geltend zu machen… einen der verhörenden KripoLeute kannte ich bereits von einem Knüppeleinsatz der Frankfurter Polizei gegen eine Demonstration um das Haus Dornbusch (oder wars der Cantate-Saal?) in FFM, als wir zusammen mit Emil Carlebach, Dr. Ellen Weber und dem Genossen Trautmann versuchten, den NPD-Parteitag zu “sprengen”. Das war 1967 und damals bekam ich meinen ersten oder schon zweiten behördlich-öffentlich-unrechtlichen Schädelbruch geschlagen. Wem es wieder zu fantastisch klingt: einfach bei Friedrich anfragen, der hat die Anklageakten gegen mich, Emil Carlebach, Dr. Ellen Weber und Trautmann noch in der Konserve. Kristczek hatte Pech: sein Bewährungsaufstieg als V-Mann bei der politischen Kripo scheiterte spätestens nach seiner erneuten Enttarnung bei einer Demo für die Black-Panther-Genossen “The Ramstein-Four” an der EZBankfurter Gutleutkaserne, wo er weit vorne mitmarschierte als “Black-Panther”! Mir fiel der Akzent auf und dann erst sah ich ihn.. und schon gabs ne Begrüßung, Lautstark unter “dem (polizeilich in echt mir immer verbotenen) “megaphonartigen Einsatz meiner Stimme”. Und schon war er hinter den Reihen der Polizisten verschwunden… Kristczek hatte zwar ein paar Kopfgelder für Festnahmen erhalten und hatte sich nach seiner Strafversetzung (Schwulsein war damals noch strafbar) bewährt, aber eben nicht genug für einen schwarzen schwulen Brikett, wie die Hanauer ihn nannten. Fünf Jahre nach seiner “Heldentat” auf dem US-Handelszentrum wurde er aus dem Polizeidienst gefeuert. So zumindest seine Version am Tresen des Club Voltaire. Armes Schwein. Ich habe ihm gesagt, ich könne wieder so einigermaßen gehen und habe ihm auf seine etwas unterwürfige Frage, ob ich ihm noch böse sei, “verziehen”. Nach Ansicht meines Anwaltes war das genau der gröbste Fehler: zu diesem Zeitpunkt war die Tat des V-Mannes Kristczek noch nicht verjährt und ich hätte gegen ihn und das Land Hessen um zigtausende Schmerzensgeld, Rente usw. klagen können. Ja, ja, diese Gutmenschen… Ansonsten geht mir das ganze Procedere hier gewaltig auf den fünffach geschlagenen Keks.
Um meine Eitelkeit etwas zu bedienen: neben den zwei Artikeln von Ruth Dröse in der Frankfurter Rundschau, gibt es eine ganze Reihe von Rezensionen im Hanauer Anzeiger, im Main-Echo, auf diversen Literatur-Portalen, in der jungen Welt, in der “Publik”, Zeugen für den Vorgang findet man unter den im Streit entlassenen Mitarbeitern des Büros Joschka Fischer ne ganze Menge. Seine Zwecklüge ich sei “vom Dach gefallen” , sollte in Hanau bei einer Podiumsdiskussion, (bei der er neben mir auf dem Podium saß zusammen mit dem heutigen antideutschen Matthias Küntzel und dem AntiAKW-Anwalt Matthias Seipel) nur davon ablenken, dass ich seinen bereits seit einigen Monaten bestehenden Beratervertrag mit RWE, Porsche und Siemens recherchiert hatte und damit auch den Grund, warum er die Hanauer Nuklearbetriebe nicht dicht machte. (er hoffte damals, dass ich ihm gleich auf’s Großmaul haue, aber RA. Seipel hat mich glücklicherweise zurückgehalten, DANKE!) Auch die CDU wusste mittlerweile von diesem Beratervertrag, traute sich aber nicht, das öffentlich zu sagen, sie behauptete nur – völlig korrekt, Fischer hätte die Betriebe schließen können und hat es nicht getan. Sie forderte aus der Opposition heraus von Fischer dafür eine Begründung. Doch die kam nie… warum wohl ?
Siehe auch:
„Putztruppen“ & “Oppenheimer-Effekt”? Fragt den TATORT-Autor Peter Zingler!
und
Dein Turm wird- mein Turm wurde schon abgerissen
KinderLiebeKinderTräume: Loukardis Gräfin zu Erbach-Fürstenau zum 60. Geburtstag
Loukardis stürzte 2005 im AFE-Turm in den Tod, mich stürzte 1968 ein Polizist mit Staatsgewalt vom Vordach des ZÜRICH-Hochhauses in eine lebenslängliche Schwerbehinderung. Nächste Woche wird nichts mehr an beide Türme erinnern. Schon 2008 war das Zürichhochhaus weg, als ich beim 40. Jahrestag im Februar vom Vordach eine Erinnerungslesung machen wollte. Als Ersatz habe ich sie vom Dach des GallusTheaters gemacht bei dessen 25. Geburtstag, in den Hof, in den die 1600 ZwangsarbeiterINNen im ADLER-WERKseigenen KZ-Katzbach blicken mussten, wenn sie es konnten und durften – bei fauligem Wasser und verschimmeltem Brot. …. http://www.barth-engelbart.de/?p=8897
Auch ganz gut dazu passend:
Warum sollte Marine LePen keinen VW-Phäton fahren ?
RAF-Book-Mist oder was haben Schäubles “Drei Friseure” mit einer Handvoll Mogadischu-Sand in Baaders Schuh zu tun
Wer erschoss Hanns-Martin Schleyer & wer wird Marine Le Pen attentöten
Wer erschoss in wessen Auftrag den Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer ?
Gegen die ARD-Verschleierung der Attentate auf Schleyer, Rohwedder und Herrhausen durch “Die Spur der Bombe”
Nach Schleyers Mördern weiter suchen! Nach Herrhausens und Rohwedders auch ! Wenn die Commerzbank mit Detroit baden geht, kriegen Deutsche Bank und EZB nicht nur nasse Füße … HaBE ich im Juli 2013 geschrieben .. und jetzt?
„Die Spur der Bombe“ 1.12. ARD 23.30 – die Leichen im Keller werden umgebettet
Tödliche Recherche ?: Abs, Nitribitt, Deutsche Bank, Schleyer, Heydrich, Neven-Dumont, SZ, FR
Damit niemandem auch noch das Hören und Sehen vergeht:
Hier eine Sammlung von Bildern, Ged-&Gesch-ichten, die in meinen Programmen abwechselnd verschiedene kleine & große Rollen spielen. (auch die GeBlödelDichte)
https://www.google.de/search?q=Wolfgang+Stryi+Barth-Engelbart&client=firefox-b&sa=N&biw=1238&bih=819&tbm=isch&tbo=u&source=univ&ved=0ahUKEwjBwKDP0onOAhWBFiwKHSRDC-U4ChCwBAg0
Von den Kabarett-Veranstaltungen gibt es m.W. keine Videos aber hier folgen einige Kostproben von Lesungen u.a. welche mit kleinen improvisierten Kabarett-ähnlichen Bei- & -Einlagen
Wo die “Putztruppen” den “Damenschneider” zum “Erbsenzähler” bringen & “Grenzgänger” die “Vertreibung aus dem Rosengarten” & Theresienstadt & Auschwitz knapp überleben …
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Hier folgt die Veröffentlichung eines Teils der geretteten Roman- & Erzählungsmodule aus über 6 Roman- und Erzählungsprojekten, die 2007/08 bei einem Festplatten-Crash über die Wupper gingen und auch von Spezialfirmen für Flugschreiber-Rekonstruktion nicht mehr zu retten waren. Eine Installation für automatische Sicherheitskopien folgte erst nach dem Crash. Leider sind auch die Kopien, die ich einigen Kolleginnen u.a. auch Peter Zingler geschickt hatte, nicht mehr erhalten.
Erschienen im Verlag des Cineastisch-Literarischen Vereins, Frankfurt 1969
Verschiedene Rekonstruktionsversuche sind hier veröffentlicht: http://www.barth-engelbart.de/?p=83539
Siehe dazu auch:Vom tragischen Tod des Putztruppen-Chefs (keine Panik, Joschka lebt noch) http://www.barth-engelbart.de/?p=216599
Das muss so um die 1998 gewesen sein, da war das Kulturzentrum Schweinehalle noch nicht abgerissen
Rekonstruktion der “Putztruppen”: erste Versuche
Erstveröffentlichung am 14. August 2008
VOR-VORbemerkung:
SteinbergRecherche hat geschrieben, dass der Artikel unklar wäre: Klar, zuviel Vorbemerkung verwirrt. Also zwei Absätze weiter unten beginnen die Rekonstruktionsversuche der “Putztruppen”, Alfred Mente aus Berlin hat den Text korrekturgelesen und ihn korrigiert! Danke lieber Ali-Mente !!
VORBEMERKUNG: schon wieder nach Tibet und Myanmar und Tibet und und und … drängt, nein – sprengt mich Kriegsvorbereitung und drohender globaler jetzt auch zunehmend militärischer Krieg weg vom Schreiben an meinen belletristischen und lyrischen Aufgaben. Kann ich in dieser Lage nicht anderes tun, als selbstmitleidend meine Festplatte und die Manuskripte versuchen zu retten: störe meine Kreise nicht . Kaukasische Kreise, kaukasische Greise, kaukasische Voll-Weise, und die Mainstreammedien schreiben und gehen über kaukasische blutverschmiert kreidebleiche Leichen . Statt über die Putztruppen sollte ich jetzt über die US-Schutztruppen schreiben, und die ukrainischen und die israelischen in BarCashWillis EUSA-stützpunkt Georgien, wo die prall mit Waffen gefüllten TransÜberfallMaschinen nur notdürftig in Humanmilitär-Wolldecken ge- & verhüllt sind: humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge hüstelt der ARD-Korrespondent und Hof- Kriegsberichterstatter Roth in die Kamera. während bewegte Bilder von russischen Panzern gezeigt werden, ja von auf Kameraleute schiessenden Bestien in russischer Uniform.
WIR KENNEN DEN RUSSEN!!!
Ja das ist keine Aktion der israelischen Armee gegen Libanesische Raketenstellungen oder gegen die Schrottwerfer der Hamas in Gaza. Hier greift der RUSSE friedliebende Militärbasen und -Vettern der USA und der EU und der Nato an, sprengt Waffenlager in die friedliche Luft über Gori. Und von Süden können Zeugen schon die Ankunft einer Befreiungsarmada im Persischen Golf melden, die alles bisher Gesehene in den Schatten stellt. Golfkrieg 1.2.3.. das alles dürfen wir getrost vergessen: hier kommt was Neues, Großes und der Oberbefehlshaber soll McCain heißen, aber auch Obama-Bin-AfterBushsLaden wird Georgia on his mind haben müssen und sich in den persischen Apfel verbeißen. Gescheitert ist der Versuch, den obigen und diesen Beitrag mit Steinberg-Recherche und dem Hamburger Meta-Info zu verlinken, wo er dann regelmäßig rausflog. Wahrscheinlich habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Denn der Hinweis auf die Qualität der Mainstreammedia-Nachrichten aus ARD und ZDF und denen aus den Agenturen von dpa bis ap, kann ja nicht der Grund gewesen sein … oder ?
Es gab in Frankfurt eine Putztruppe schon lange vor Joschka Fischers Sandkasten-Version
Die Geschichte dieser vor Fischer’schen Putztruppe ist ein Politthriller: Frankfurt erlebte zwischen 1920 und 1974 mehrere große Säuberungswellen: unter Noske, unter Hitler, unter der US-Militärregierung erst eine antifaschistische und dann gleich danach eine antikommunistische, die mit dem Verbot der KPD nicht endete und 1968 und die folgenden bleiernen Jahre zu einer Säuberungssturmflut wurden. Informeller Chef der “Putztruppe”, wie diese zuständige Abteilung beim 18. politischen Kommissariat genannt wurde, war der Haupt Kommissar Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh- auch als SchmutzFinkh gehänselt. 1973 wird Finkh erschlagen im Hinterhof einer besetzten Frankfurter Westendvilla gefunden. Ein Obdachloser sitzt dafür 10 Jahre, war es aber nicht. Wer hat den Hauptkommissar Finkh ermordet und warum?
Nach einem Festplatten-Crash im PC des Autors muss er völlig neu geschrieben werden – der Politthriller über den 1927 in die väterlichen Fußstapfen bei der Frankfurter Kriminalpolizei stolpernden Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh und seine nach noskischen Säuberungseinsätze zur Reinigung des Frankfurter Nizza – des nördlichen Main Ufers – auch am südlichen “Dribbdebach”, am Deutschherren-Ufer, das seinem Namen wieder alle Ehre machen soll. So wie die Damen von Welt und ihre Herren in Paris an der Seine promenieren, so sollen es die Gleichen auch in Frankfurt am Maine tun können. (Finkh spricht: an der Saine wie am Maine und er hätte so gerne aine von denen als die saine) Deshalb muss der Pöbel mitsamt den Wasserhäuschen verschwinden.
Aber das ist nur die Oberfläche. Die Wasserhäuschen sind auch Treffpunkte und Nachrichtenbörsen, Geldsammelstellen für Kommunisten, Arbeitsscheue und andere Kleinkriminelle – neben den roten Zellen in der Brotfabrik und in Zeilsheim in der Farbwerker/Rotfabrikersiedlung, bei der Casella, es sind Kommandozentralen der Wohngebietseinheiten des Rotfrontkämpferbundes, und nicht selten Verbrüderungsgeschwüre mit den vaterlandslosen Gesellen seiner eigenen Partei, die vor seinen Augen noch nach Feierabend im Riederwald um die Jösthäuschen wuchern.
Da stinkts nach Urinstein am Rinnstein
Frankfurt säubern!
Er wusste was das heißt: im Gymnasium -Bub, aus Dir soll mal was besseres werden!- da war Schmutzfink noch das harmloseste, was ihm die Schul-”Kameraden” nachriefen. Er roch als Kind eben wie ein Sozi so riecht – da konnte ihn die Mutter schrubben wie sie wollte, das machte es oft nur noch schlimmer: nach den Schrubborgien roch er nach Kernseife und Sagrotan. “Bub, kämm dich, HAST DU DIE FINGERNÄGEL AUCH GEBÜRSTET ?” Es hat alles nichts genützt. Die kaum noch bezahlbaren Nachhilfestunden brachten ihn nicht so weit, dass er durch glänzende Leistungen und Bestnoten seinen Sozigeruch wettmachen konnte. Es kam dann eben doch alles zusammen: im Gagern-Gymnasium wollte sich niemand mehr neben ihn setzen, das Geld für die Nachhilfe wurde eingespart, und schließlich war er auch froh, dass er auf die Realschule wechseln konnte. Da konnte er alles aus dem FF, so wurde er begrüßt, bei Fritz Finkh war das so.
-der kanns aus dem FF !
Der gescheiterte Gagern-Gymnasiast wurde zum Klassenbesten in der Realschule.
Und war immer blitzsauber. Und dann war er auch noch im Turnverein, nein nicht bei „de Juddebuuwe“, wie die großbürgerliche Eintracht genannt wurde, sondern im 2 fachen FF: im Frisch, fromm, fröhlich, freien Turnverein – und in der Tradition des Turnvaters Jahn. Der passte zu Finkh, und Finkh passte zu IHM. Rennen konnte er auch noch so toll: er war nicht nur Frisch, Fromm. Fröhlich und Frei, er war flink der Finkh wie ein Windhund und hart wie Kruppstahl und auch zäh, zäh wie Offenbacher Leder. Und die jungen Damen aus dem Elisabethen-Gymnasium im Westend, das war doch etwas ganz anderes als abgeroppte Dinger aus Fechenheim, aus dem Riederwald, aus dem Ostend. Ihm wurde ganz anders in der Magengegend, wenn er die Mädchen aus der Ouarta, der Untertertia jetzt als höhere Töchter, als Damen der Gesellschaft mit den Herren Söhnen der Frankfurter Hautevolee am Nizza flanieren sah. Das war auch noch besser als die Bäcker- und Metzgerstöchter, die das Gymnasium entweder gerade so schafften oder mit zwei Mal Sitzen- bleiben von der Schulbank weggeheiratet wurden – von Metzgern und Bäckern und besseren Kneipenwirten. Manche schafften es ja auch bis zur Hotelierfrau, aber dann war meist Ende der Fahnenstange.. Die Garderobe war dementsprechend nicht Haut-Couture sondern von der Stange, . Französisch war weder sprachlich noch im Bett sein Ding: was er fließend beherrschte war Blümmo, Portmonnee, Schäßlong, Trottwar, auch Tollette, statt Scheißhaus ging ihm gut über die Lippen und jener Sachsenhäuser Warnruf für frühreife Metzgerstöchterchen aus der Franzosenzeit: “Machmer bloß kaa Fissematente!” Das wusste Willem schon als Ouartaner, als es mit der Quälerei mit dem Französisch losging: das hieß ursprünglich ”visiter ma tente” und war die Frage napoleonischer Offiziere, die in Sachsenhausen einquartiert waren also kurz vor Francfort – an die berühmten Sachsehäuser MetzjersTöschtersche: “Voulez vous visiter ma tente ce soir? “ (Möchten Sie heute Abend mein Zelt besuchen? )
Willem wollte die zerbrechlich aussehenden Bankiers Töchter, diese Engelsgesichter. Diese unerreichbaren hochgeschnürten Engelsbrüste. Diese guten Feen seiner Träume vor dem Schmutz und dem Bösen schützen, so wie das Vaterland und die deutsche Scholle vor Hunnen und Bolschewisten, wie Prinz Eugen einst Wien vor den Muselmanen.
Finkh wird wegen seiner guten Kenntnisse im Millieu der Kommunisten und der Frankfurter Kleinkriminellen -”das ist eh das gleiche Pack, die gleiche Mischpoke” – zu seinem Erstaunen von den Nazis nicht entlassen, nicht verhaftet – nein bruchlos übernommen, auf die neue Ordnung eingeschworen -und die konnten das auch ohne jeden Kompromiss durchziehen ! Frankfurt säubern !
1973 wird Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh im Hinter-Hof einer besetzten
Westendvilla erschlagen aufgefunden. Neben ihm ein Obdachloser mit einem Wasserrohrstück in der einen und einer Flasche Fusel in der anderen Hand.
Das Rohr passte genau in die Delle auf dem Finkh’schen Kopf, das Rohr hatte sich auch etwas aus der dünn gewordenen Finkh’schen Haarpracht mitgenommen und mit echten Finkhenblut angeklebt. Die Sache war glasklar und der Obdachlose konnte auch nicht beweisen, dass er mit vier Schluck aus der noch fast vollen Flasche bereits schuldunfähig alkoholvergiftet war. Nach 10 Jahren Preungesheim erhängt sich der arme Müll-Schlucker in seiner Zelle, hinterlässt nach 10 Jahren Tatleugnung nun doch noch ein “Bekennerschreiben”.
Das wiederum erweist sich bei erneuter Fahndung im Umfeld des Todesfalles Finkh als Fälschung:
Wer hat den Finkh ermordet?
Finkh ist von der Frankfurter Spruchkammer als “Widerständler” eingestuft, -weil er ja so viele SPD’ler und Gewerkschafter und auch Kommunisten und jüdische Familien retten konnte –na ja oft ging es halt partout nicht. Er war ja umgeben von echten Nazis und konnte auch nicht jede Familie retten, er musste auch mal die eine oder andere ausliefern, einliefern, er musste auch SPD’ler und Kommunisten verhaften, sonst wäre ich doch sofort aufgefallen und hätte dann niemand mehr retten können !-
Finkh wird von der Militärregierung mit dem Aufbau der entnazifizierten demokratischen Frankfurter Kriminalpolizei beauftragt, liefert einerseits gute Bekannte an die Spruchkammer, liefert aber auch gegen Bares beste Persilscheine und denkt sich dafür jeden erdenklichen Tric Kaus, kennt den Schwarzmarkt und den lieben Schieber Fritz Kietz, weiß wer später bei der Rosemarie im roten 190er saß und dann auf ihrem Schoß oder sie auf den immer noch furchtbar fruchtbaren absoluten Herrscherschößen .
Was ? Seit wann gebären hier die Männer ?
Das bleibt Frauensache – auch im Puff. Ach ja seine Kneipe hinter der Katharinenkirche, die hatten ihm die Amis geschenkt, fürs erste nach dem verlorenen Krieg. Und da waren sie alle drin, der Ossi Büttner, der Finkh hat sich mit seiner nachnoskischen Nazi-Putztruppe ein Vermögen erpresst, hat jüdische Bürgerstöchterchen an Brauns Goldfasane verkuppelt und doppelt kassiert, bei den einen wegen der Rassenschande bei den anderen, wegen der benötigten Geldmittel und Goldmittel zur Beschaffung von gefälschten Papieren für die Flucht und für die Bestechung von Nazis und Mitläufern, Reichsbahn-Schaffner, -Zug- und Unterscharführern bei der SS.
Eines der verkuppelten Mädchen ist die Mutter der zweiten Hauptfigur in dieser Geschichte. Ihr Familie verspricht Finkh vor den Krematorien in Auschwitz zu retten. Sie opfert sich und macht die Beine breit für eine Frankfurter Nazigröße. Finkh lässt sie im Unklaren darüber, ob die Familie jetzt gerettet ist oder nicht . Er dringt darauf, dass sie aus Deutschland verschwindet. Über seine Kontakte zu den Gewerkschaftern von Untergrund KPD und SPD in Hamburg und bei der Reichsbahn kann sie ausgestattet mit falschen Papieren in Hamburg überleben und mit einem Brasilianischen Frachtschiff via Südamerika die USA erreichen, wo sie in der Exilgemeinde von der Vernichtung ihrer gesamten Familie in Auschwitz erfährt.
Im Exil noch lernt sie den konfessionslos- sozialdemokratischen
Naturwissenschaftler Professor Schwarzmüller kennen, der nach dem Krieg zurück nach Kiel kommt und dort die Universität mit wiederaufbaut. 1947 bringt sie ihren ersten Sohn zur Welt: Johannes Schwarzmüller.
Finkh hat in Frankfurt die Aufgaben im Vorfeld des Verbots der KPD recht gut gelöst. Er sieht zu, dass möglichst alle ausgeschaltet werden, die sein eindeutiges Doppelspiel durchschauen könnten oder durchschauen. Er gibt den Kumpel und den Frühwarner bei Razzien sowohl in den Druckereien der KPD als auch bei den Radfahren des Solidaritätsverbandes, bei den Kleinkriminellen in der Hasengasse, deren unterirdische Verbindungen zur Kleinen Bockenheimer er noch besser kennt als Emil Reichenstadt, der “Swinging Handkäs” im Jazzkeller. Er weiß auch wo die Gänge unter den ehemaligen Judenghetto in Richtung Fischerfeld führen und in welchen Kellern Ein- und Ausstiege zu finden sind. Einer dieser Ausgänge muss sich in einer Nische der Rauschgifthöhle namens “Aquarius” befinden.
Doch das war nicht sein Ding. Das Rauschgiftdezernat war für ihn nur eine Einstiegshilfe in eine Szene, deren Sprache er im Gegensatz zu seinem fast angeborenen Proletenslang und SEINEM PARTEIKATECHISMEN-DEUTSCH nicht ansatzweise beherrschte: er musste lesen lernen, da gab es von Bonn aus Anweisungen, vom Generalbundesanwalt, vom LKA- Wiesbaden – Fortbildungskurse
auch bei Leuten aus dem fernen Pullach: Parteichinesisch, Psychologie,
Soziologie .. dafür wurden sogar Professoren extra von Köln nach Frankfurt gescheucht in die Friedrich-Ebert-Anlage, um dort an Wochenenden ihm und seinen Kollegen das nötige Vokabular für die “Neue Linke” beizubringen. Das machten diese Professoren sogar im Doppelpack zusammen mit Offiziersanwärtern der Bundeswehr: Staatsbürger in Uniform !
FRITZ MACHTE DAS SPIELCHEN MIT – ABER MIT GROLL IM BAUCH. KURZ VOR SEINER PENSIONIERUNG; SOLLTE ER SICH VON DIESEN SCHWÄTZERN NOCH SAGEN LASSEN; WOHIN DIE REISE ZU GEHEN HÄTTE: DER PROFESSOR SCHLAUCH TAT SEINEM NAMEN ALE EHRE UND SCHLAUCHTE; WAS DAS ZEUG HIELT:
Über mehrere Einsätze Finkh’s im neuen Millieu kommt der
Polizei Hauptkommissar in die WG des Erzählers Carlos und der zweiten
Hauptfigur Johannes Schwarzmüller. Dort gibt der grauhaarige Opa Finkh den guten Bullen, der sich nach der Razzia nach Dienstschluss noch Mal in der WG meldet … er lässt seine Biografie der 30er Jahre etwas heraushängen – offenbart ansatzweise seine Zwiespältigkeit, und die jungen Leute gehen ihm zum Teil auf den Leim. Zum Teil. Es gibt neben vielen anderen Spaltlungen im Alltag der WG-Kommune- eine sogenannte Finkh-Spaltung. Die dritte Hauptfigur, die Tochter eines Gerichtsreporters einer großen Frankfurter Tageszeitung mit linksliberalem Touch plädiert für die Umpolung- Umerziehung des geläuterten Polizisten und weist auf dessen Angebot hin, er wolle im Apparat etwas ändern, auch mal auf die Bremse treten, ihnen Infos zukommen lassen, EVENTUELL AUCH FRÜHWARNEN; WENN ER SICH DABEI NICHT SELBST GEFÄHRDET: ABER EIGENTLCIH — HABE ICH NIX MEHR ZU VERLIEREN: ICH GEH SO UND SO IN RENTE: ich hab ja grad noch 5 Jahre
Johannes scheint zu wissen, wer da die Kommune infiltriert und plädiert sehr zur Überraschung der Hardliner in der WG für Christines Plan der “Umerziehung”
Die Putztruppe besteht selbstverständlich nicht nur aus Fritz Finkh -… er hat noch drei Überlebende aus dem 1000jährigen zwar nicht unter seiner Fuchtel, aber eben doch als Kollegen mit dabei und er hat sich neue Leute herangezogen: Vogel, Klaus Vogel, genannt der Geier, nicht wegen dem Florian Geyer – das würde schon hinhauen, denn Vogel kommt aus dem Vogelsberg und die Bauern dort waren schon immer etwas rebellisch, gerade jetzt, wo die Frankfurter den Mondschein-Bäuerchen dort oben das Wasser klauten, da gab es sie wieder, die Rebellen vom Vogelberg, nein Vogel, wurde deshalb Geier
genannt, weil er sein Opfer verhörte wie ein Aasgeier, der mit einer
Himmelsgeduld darauf warten konnte bis der letzte Lebensnerv aufgab, nein bei ihm war es nicht der Lebensnerv, es war das Letzte sich sträuben, die letzte Gegenwehr und er wusste, dass ein zu frühes Nachhacken nur unbrechbare Widerstandskräfte mobilisieren würde. Vogel harrte aus, machte den Freund und Helfer. Dabei gab es im Vogelberg weder Geier noch Adler, doch Adler gab es, in Birstein gab es Zigeunersippen die hießen Adler, die kannte er noch aus der Vorkriegszeit.
DA WURDEN DIE VON ÜBERALL IN OST UND OBERHESSEN NACH FRANKFURT ZUR GROßMARKTHALLE ZUSAMMENGETRIEBEN UND VON DORT WEITER IN DIE KZ’s NACH OSTEN:
Aber das waren nicht die Adler die Fritz meinte: Klaus Vogel war ein
absoluter Eintracht-Fan. Als er ihm einmal in den frühen 70ern in ihrer
Kneipe am Güterplatz die Geschichte mit den JuddeBuuwe erzählte, hätte Vogel ihn bald erschlagen. Die Eintracht, ein jüdischer Verein? Das war gelogen ! Aber diese Sache war schon einige Jahre alt.
Bub ist der meist geschützte und einer der meistgehassten Menschen in Bankrottfurt.
Motive für einen Finkhenmord haben viele der Menschen in dieser Geschichte:
es war schwierig, das erpresste Geld und Gold in Sicherheit zu bringen. Es gab Nazis in der Schweiz und es gab Sozialdemokraten in der Schweiz und KPDO’ler und SPD’ler im Schweizer Exil. Bei der Umgestaltung der Fahne hätte man mit vier Strichen am weißen Kreuz auf rotem Grund aus dem Geldschränkhli schnell einen großdeutschen Alpen-Gau machen und die italienische Schweiz dem Duce schenken können wie einst die lustigen Tiroler.
Aber ein sicherer Geldschrank außerhalb der Reichsgrenzen damals und heute außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten der FINANZBEHÖRDEN; DER STAATSANWALTSCHAFT WAR SCHON BESSER als ein Konto auf der Frankfurter Sparkasse oder ein Depot bei Oppenheimer oder nur so unterm Kopfkissen.
Vier aus der Putztruppe wussten zumindest, dass Finkh das Vermögen in der Schweiz untergebracht hatte, ob sie die Bank wussten und die
Zugangsmöglichkeiten hatten? Von den Vieren, wurden zwei nach dem Krieg als Nazis vor die Spruchkammer gebracht und durften weiterhin Frankfurt nicht mehr putzen. Die beiden „Entnazifizierungsopfer“, gründeten kurz nach der Währungskonferenz, in Kronberg, mit Unterstützung aus einer Villa, eine mit funkelnagelneuen BMW-Motorrädern ausgestattete Sicherheitsfirma, einen Wachdienst und verdienten innerhalb eines Jahres das zehnfache ihres ehemaligen Polizistengehaltes. Finkh nannte diesen persilscheinfreien
Karrieresprint nur bissig den “Quandtensprung”, ohne genau zu wissen, was der denn tatsächlich in der Wissenschaft bedeutete: das war dann doch manchmal ein Handykap mit nur der Mittleren- Reife. Mit einem Gaggern-Abitur hätte er es gewusst. Pech ! Aber man kann halt nicht alles haben im Leben.
Pech für die beiden war, dass es schon auffiel, dass sie mit BMW-Motorrädern arbeiteten, wo doch die Bad Homburger Konkurrenz Horex kostengünstiger und auch noch besser war. Alt eingesessene persilweißgewaschene Firmen hatten immer weniger Interesse Aufträge an ein Unternehmen zu geben, das im Rhein-main-Gebiet als eine NaziFirma bekannt war und zudem auch noch von Leuten angeschoben wurde, die in Nürnberg vor dem US-Ankläger gestanden hatten. Das hatte zunächst auch negative Wirkungen auf die Auftragsbücher-
die öffentliche Hand , das rote Hessen, aber auch die US-Army vergaben
möglichst keine Aufträge an Unternehmen, die mit öffentlich bekannten Nazis zusammenarbeiteten. Klar sah das schon in den frühen 50ern hinter den Kulissen ganz anders aus. Man brauchte dann ja auch wieder solche Kerle hart wie Kruppstahl, um Aufzuräumen ! Und Leute, die aus dem Schwarzmarkt auf den Weltmarkt aufsteigen wollten, mussten sich Mitwisser und lästigen Schmuddel-Konkurrenz vom Hals halten oder schaffen. Und so kamen die Kameraden von der Putztruppe doch wieder zusammen. Während die einen privat nicht selten Mäuler knebelten und Hände fesselten waren den anderen da die Hände gebunden durch Gesetze und andere Fesseln.
Es war eine gedeihliche Arbeitsteilung, ein eifriges Hin- und Herrichten zwischen Autobahnraststätten, Frankfurter Kreuzen ohne sichtbare Haken, Hafen und Flughafenbau bis hin zur U-Bahn und ein professionelles Hinwegsehen und Ein- und Abgreifen.
Die weiteren mitspielenden Personen, die ich in der Urversion der „Putztruppen“ aus Angst vor juristischen Schritten der Betroffenen mit verschlüsselten aber doch einfach entschlüsselbaren Namen versehen hatte:
Johannes Schwarzmüller,
der als Mitglied der Bewegung 2. Juni im August 1972 in Augsburg “auf der Flucht” in Notwehr vermeintlich erschossen wird, tatsächlich handelt es sich aber bei dem Erschossenen um Hannes’ Doppelgänger –
Gerhard Albrecht,
einen Pfarrerssohn aus Neckarelz, der mit seinem Vater als 15 Jähriger nach Karlsruhe zieht, wo der Vater eine Pfarrei übernehmen muss
Hannes ist derweilen vorübergehend im Ardeche-Tal untergetaucht und taucht jetzt als Gerhard Albrecht mit dessen Papieren in Frankfurt wieder auf. Die Identitätswechsel haben die beiden schon in der Schule abgesprochen und eingesetzt, wo sie sich wegen ihrer Ähnlichkeit gegenseitig bei Prüfungen vertreten konnten und sich auch bei der Bundeswehr den Dienst teilten.
Christine Plappert,
leidet nicht nur unter dem Familiennamen sondern auch unter dem Ruf ihres Vaters, des berühmt-berüchtigten Frankfurter Gerichtsreportes, studiert Soziologie und Psychologie, hospitiert nebenbei bei den Anthropologen/Völkerkundlern, die Umerzieherin des Herrn Finkh, hat
sowohl mit Hannes Schwarzmüller als auch mit Carlos Wunder ein Verhältnis, das verhältnismäßig als für die 68er sehr lange hält, wobei sie nicht so genau weiß ob sie jetzt Gerhard oder Hannes unter neben oder über sich hat. Aber sie riecht es. Auch Carlos weiß, dass es eigentlich kein Dreiecksverhältnis ist, sondern ein Vierecks …
Carlos Wunder-
ist weder mit Carlos Santana verwandt oder verschwägert, hat auch mit der Terroristenlegende Carlos nix zu tun, heißt eigentlich Karl Wunder und wundert sich ab einem gewissen Punkt in seinem Leben über nix mehr.
John Goldstein-
ist der Sohn des legendären München-Befreiers & Leiters des US-Handelszentrums in Frankfurt und Mitglied bei den Unabhängigen sozialistischen Schülern in FFM
Luise Hamburger-
kommt aus der FNL in Wien- einer Strömung im kreuzbraven SÖS und befreit zusammen mit Gudrun Ennslin, Andreas Baader, Holger Meins und eine ganze Legion von Kindern und Jugendlichen aus Erziehungsheimen, so auch aus dem Erziehungsheim Staffelberg
Leon Vatter,
der Initiator der ArbeitslosenSelbstHilfe, Kinobetreiber, Initiator von
Kinderläden und Selbstverwalteten Betrieben- ein nicht zu fassender
Querdenker und wie Finkh es ausdrückt: “ein Hans Dampf auf allen Gassen!” Auch Finkh kriegt Vatter nicht zufassen.
Hans Metzger,
liebt die hohe Kunst der Arbeitsvermeidung und –Delegation, war schon immer gerne Chef de Mission, Delegationsleiter und ließ immer gerne für sich arbeiten. Entweder Geld oder Leute, sein Lieblingslied ist das von der “Macht der Hiebe”, seine >Freundinnen tragen permanent Sonnenbrillen.
Mao,
ein Frankfurter ML-KampfKater, der einzige, der seinen vollen Namen sprechen kann und bei Linienkämpfen in der WG eine wichtige Rolle spielt.
Trotzki,
ebenfalls Kampfkater aus einer der benachbarten Zentralen der 4.-
Internationalen,. Er lernt MAO im nahegelegenen Bethmannpark auf einer Safari kennen. Das Anlegen von Vorräten ist ihm ein aus der roten Fibel verinnerlichte Grundeigenschaft: er organisiert aus den umliegenden Häusern mit italienisch-jugoslawischen Massenunterkünften jede Menge zum trocknen aufgehängte Salami, die auch bei nur Teilrückgabe gegen besten Slibovicz und oder original italienischen Rotwein einzutauschen ist. Endlich Urlaub vom
Billig Lambrusco von Penny, Albrecht, Levi und Co. Manchmal war das mit der Bewusstseinserweiterung im eher traditionellen Stil zwar billiger und hatte nicht so lange Folgewirkungen aber die Erweiterung bezog sich eher auf den gefühlten Kopfumfang.
Der Vorratsbeschaffer war natürlich MAO , Trotzky fraß nur oder schrieb der sich mit “I” ? Ich glaube , dieser Leo schrieb sich mit “i” am Schluss.
Ach ja, den Kampfkater Stalin hatte ich noch vergessen, der aus einer MSB-Spartakus-WG stammte und sich regelmäßig mit MAO und TROTZKI und einem weiteren namens LENIN im Bethmannpark traf. Marx und Engels waren nicht dabei.
Der ganze Roman befindet sich auch nach dem Verlust des über 400 Seiten umfassenden unfertigen Manuskriptes als fertiger Film in meinem Kopf. Ich muss ihn jetzt nur wieder auf die Festplatte bringen. Und das kann dauern.
James,
der vom Mossad/Schibeth verfolgte Sohn einer Tel Aviv-Amsterdamer Pelzhändlerin, die Auschwitz überlebt hat, und ihren Sohn gegen seinen Willen in die Israelische Armee bringen will
Josef Lewitzky,
Sohn der Auschwitzüberlebenden Hannia Lewitzky aus Lodz, die aus Polen noch Israel auswandert und mit ihrem dort geborenen Sohn 1963 Israel fluchtartig verlässt, weil sie den 6-Tage-Blitzkrieg kommen sieht und keine Menschen mehr aus ihrer Heimat vertreiben will. Lodz war zweisprachig bevor es Litzmannstadt wurde. Sie will unter Gleichberechtigten leben.
Dr. Anna Silberberg-
hat das Kinder- KZ- Lodz überlebt, musste mit ansehen, wie die Nazis die Uniformfabrik in Lodz in Brandschossen, in der einige Hundert
KZ-ZwangsarbeiterINNEN eingesperrt waren, wenn diese noch Menschen als brennende fackeln aus den Fenstern sprangen, um sich eventuell noch vor den Flammen retten zu können, wurde das Gewehrfeuer auf sie eröffnet. Die in Reih und Glied angetretenen Kinder aus dem Kinder- KZ wussten, dass ihre Eltern in dieser Fabrik eingesperrt waren. Anna studierte Medizin und wurde in Polen
KinderKardiologin, sie saß bereits zwei Mal in Polen im Internierungslager:
einmal unter Gomulka und das zweite mal unter Jaruselski. Beide male musste sie wieder entlassen werden, weil man sie als Herz-Spezialistin brauchte.
Johnny Pinke,
natürlich der, der den Tiger nicht in den Tank sondern in den Palast packt
Prinz- Peter Altmann,
war Chef der Kameruner Rocker, hat später Mal den Joseph Neckermann um eine Million oder waren es 7 erpresst.
Klint,
der Sekretär der Kameruner,
Birgitt Rittmann
die Tochter des Frankfurter Polizeipräsidenten, der Messeturm und der
Hammer-Man, das Zürichhochhaus und Rosemarie Nitribitt
“Stalin”,
dieses Mal kein Kater sondern der König der Frankfurter Unterwelt, bei dessen Beerdigung 1953 rund 15 Tausend Menschen den Sarg begleiteten.
Ossi Büttner,
muss ich nix zu sagen? Oder doch? Also, der berühmte Frankfurter Boxer
Willi Münch,
der “Flüsterwilli”, wegen seines Kehlkopfkrebses, der beste Autoschieber zwischen Hamburg und München
Dr. Helene Schneider,
die VVN/DFU-Frau,
Erwin Karlsberg,
der kommunistische FR- Redakteur und Befreier von Buchenwald,
Hans Dunker,
der kommunistische Druckereibesitzer in der Langen Straße,
Jochen Pfahl,
genannt die Fliege, der Schüler Funktionär, der sich gerne so kleidete wie seine Professoren, eine reihe anarchistischer und trotzkistischer und maoistischer Flüchtlinge aus Frankreich, und einer der nicht nach Frankreich zurück durfte,… aber das sind alles nur Nebenrollen, wie auch die
Annette Kirsch,
die berüchtigte Frankfurter Schülerin, die Kondome propagierte,
Pillenquellen nannte und wegen ihrer ARTIKEL IN SCHÜLERZEITUNGEN UND IHRER VORTRÄGE von der Bildzeitung als “SexKirsche” verschrieben wurde: “Sie lädt ihre Schulkameraden zu Kirschen-Essen ein” “GruppenSex mit Kirsche und Kondom” und ähnlich Geschmackvolles. Bei einer Aktion in Neu Isenburg gegen einen Kinder-Quäler in Gestalt eines Religionslehrers und Pfarrers titelte
die Presse: “Sex-Kirsche lockt Kinder aus der Kirche!” ; “Statt Religion gibt’s Kirsche mit Kondom”, “Kirsche mit Kondom statt Gottesdienst im Dom” schrieb die Frankfurt-Ausgabe der Bildzeitung.
Es geht also ziemlich hoch her, nicht alles kommt in das Buch aber doch einiges und auch etliches, was ich hier nicht schreibe.
Vom tragischen Tod des Putztruppen-Chefs (keine Panik, Joschka lebt noch)
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Klar, es gibt Wichtigeres: der nächste Welt-Krieg wird ausgebrochen, die Erde geröstet …wer aber die Vor-Kriegs-Geschichte nicht kennt, der marschiert wie die Leminge in den Abgrund, den Rattenfängern und Menschen-Fischern hinterher wie bei den Überfällen auf Jugoslawien, Gaza, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen, Somalia usw. …. wie bei den Regime-Change-Versuchen durch “bunte Revolutionen” aus dem Hause OTPOR und ihren UnterstützerINNEn von Albright bis Zuckerberg von ARD bis ZDF. Und so Gates immer weiter. “Almost SOROS soon forgotten!”
1973: Hauptkommissar Finkh in Frankfurt ermordet. Die „Putztruppen“-Vor-& Nachgeschichte 1968-2008/18
Eigentlich fing die Geschichte ja schon 1966 im 3. Panzergrenadier-Bataillon 352 in Mellrichstadt an. – Oder doch schon 1926 nach der Fertigstellung der Frankfurter Riederwald-Siedlung? Hier endet zwar nicht die Geschichte aber das Leben der Frau des PHK Finkh -beim Sturz der Putzfrau aus einem Fenster der Pestalozzi-Schule irgendwann in der späten 50ern.. Wäre ein schöner Abschluss gewesen. Zumindest literarisch. Aber dann kommen doch Fragen auf: war es Selbstmord oder ein Arbeitsunfall der aus Polen stammenden Ex-DP, Ex-Zwangsarbeiterin? Ihr Mann konnte sie nicht mehr festhalten, es ging um Sekundenbruchteile. Schon einmal hatte er sie gerettet und sie dann nach dem Krieg geheiratet, doch jetzt kam er zu spät. K2Fs Kollegen kamen jedenfalls bei ihren Ermittlungen erfreulich schnell zu dem Ergebnis : Arbeitsunfall. Warum hätte sie sich auch umbringen sollen?.
Vielleicht hat die ganze Geschichte aber auch bereits 1916, mitten im 1. Weltkrieg angefangen in der Rotfabriker-Siedlung in Frankfurt-Zeilsheim. Von dort kam sein Vater in den Riederwald …. Licht, Luft, Sonne und eine größere Wohnung als bei den Eltern in Zeilsheim. Die Mama hatte Finkh-Senior aus den stinkenden Kloaken des Dickichts rund um den Dom befreit-gefreit, worüber der Zeilsheimer Arbeiter-Adel nicht sonderlich erfreut war ….
Wer hier vorher noch reinschaut, kriegt den vollen Durchblick durch den Bankfurter vor-& nach68er Polit-Dschungel:
Man ahnt es schon: es gibt mindestens zwei PUTZTRUPPEN”, die Lachnummer des FDP-UrgeSTEINS Volker Stein nicht mitgezählt. Neben dieser Gelb-GRÜNEN SauberMannschaft gibt es aber eine ernstzunehmende Stabsstelle “Sauberes Frankfurt”, deren Name Gustav Noske besonders gut gefallen hätte https://www.bild.de/regional/frankfurt/frankfurt-am-main/frankfurt-sauber-und-sicher-steins-neue-putztruppe-52881004.bild.html
und voila:
https://www.fr.de/frankfurt/putztruppe-frankfurter-hauptbahnhof-11068782.html
Doch jetzt wird es tot-ernst: K2F, der Kommissar kommt um
Im Hinterhof einer besetzten Westend-Villa liegt er mit eingeschlagenem Schädel, ein Jahr vor seiner Pensionierung, kurz bevor er sein Lieblingskind aus der Taufe heben konnte: die Stabsstelle “Sauberes Frankfurt”, die zivile Ergänzung seiner Spezialeinheit in der politischen Polizei im 18. Kommissariat – mit dem Spitznamen “Putztruppe”. Keiner wusste so genau, wer dazu gehörte. Nur der harte Kern war bekannt: die Kommissare Vogel und Loos und Finkh als Chef. Und der hieß polizei-intern nur “der Schmutzfinkh”. Und es ging ein Gerücht um im alten neobarocken Polizeipräsidium in der Friedrich-Ebert-Anlage: der Schmutzfinkh hätte ein Nummernkonto in der Schweiz. 1000 Jahre Frankfurt putzen hätten ihm dieses Konto prall gefüllt. Aber wie das mit den Gerüchten halt so ist, belegen kann man’s nicht.
Von dem Michelstädter Friseurmeister Rodemich, der in der End40ern und den 50ern zu den besten Friseuren Deutschlands gehörte und nicht nur alle Filmsternchen aufdonnerte sondern auch die ersten Adressen des Frankfurter Rotlichtmilieus versorgte: u.a. die Matura und die Nitribit,
….. von diesem Meister kam der leise Tipp, es könne sich beim Tod des Schmutzfinken um einen Racheakt von Leuten aus der “Sonne von Mexiko” handeln. Diese Kneipe am Frankfurter Allerheiligen-Tor war die Kommandozentrale des Frankfurter Unterwelt-Königs mit dem Spitznamen “Stalin” und seiner Frau Margarete, die von dort aus die Breite Gasse, den “Broadway” kommandierte. Meister Rodemich war für das Styling der Mädels zuständig. Der Friseur war auch mit “Stalins” Chef-Autoschieber Willi Münch gut befreundet, der sich Ende der 60er zur Ruhe setzte und -ganz zufällig- Michelstadt zu seinem Ruhesitz erkor und dort am Lindenplatz eine Kneipe aufmachte, den “Bürgerkeller”.
Verhörprotokolle, Notizen, Zeugenaussagen, Berichte, Reportagen, Autobeichten, Erinnerungen Geständnisse …
Recherchen zum “Alt68er”-Mord an dem Frankfurter Kriminalhauptkommissar Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh am 10. August 1973 durch Unbekannt
Der Ordner mit über 400 Seiten dieses Berichtes verschwand 2001 bei einem selbst durch sonst für BKA, BND & CIA tätige IT-Spezialisten nicht zu reparierenden Festplatten-Crash in internet-Nirwana. Leider hatte auch Schäuble von dieser Scheibe keine Copy. Peter Zingler hat die Datei, die ich ihm mit der Bitte um Co-Lektorat geschickt hatte, nach seinem vernichtenden Urteil (“einen so quer-strukturierten Roman habe ich noch nie gelesen!”) gelöscht.
((( jetzt kommen Fragen, warum Peter Zingler? Ich hatte bei ihm “noch etwas gut” :-0)))): Als Peter Zingler lange vor seinem Aufstieg zum “Roman-Fabrikanten” & TATORT-Drehbuchautor noch in Weiterstadt im Knast saß, hat mir der Hanauer Dieter Schüssler von seinen Knacki-Schreibwerkstätten erzählt. Dann habe ich zu Beginn der 1980er die ersten Rezensionen über Zinglers Bücher für die Neue Hanauer Zeitung (nhz)geschrieben: “Notizen aus der Mülltonne” & “Spur 139”, erschienen in einem Mainzer Kleinverlag. )))
Der hier vorgelegte Bericht-Teil ist ein Remake , entstanden aus Manuskript-Fragmenten, aus Werk-Lesungen, bei denen der Bericht freihändig erzählend und von Mal zu Mal ergänzt vorgetragen und danach wieder niedergeschrieben wurde.
Vorab sei hier schon Mal angemerkt, dass es schenkelklopfende Lachsalven gab bis zum sprichwörtlichen Totlachen im Polizeipräsidium in Bankfurt, als dort bekannt wurde, dass die Fischer-Friends BodyGuard vom Spontifex MachoMax “Putztruppe” genannt wurde. Bis zu dem bekannten Fischer-Springerstiefeltritt auf einen am Boden liegenden Polizisten (dieses Bild ist im Internet nicht mehr auffindbar!!) hielten die Normal-Bullen Fischers HiWis für eine Playmobil-Ausgabe der wirklichen PUTZTRUPPE, die bereits seit 1921 die Main-Metropole politisch säuberte. Vater und Großvater Finkh und dessen Ziehsöhne & -Enkel waren von Landmann bis Feldmann – also weit über 1000 Jahre stets schlecht aber doch besser als die Normal-Proleten bezahlte Säuberer Frankfurts …
Vorab zwei: Armin Golzem, der mich schon 1966 bei meiner Verweigerung als Offiziersanwärter und UFFZ-Ausbilder in der Bundeswehr unterstützt hatte, hat mir kürzlich im Gespräch über meinen Roman gesagt, er hätte ohne den Schutz durch die Putztruppe seine anwaltliche Arbeit in Frankfurt nicht mehr leisten können. Das glaube ich auch, nur mir geht es ja nicht um die instrumentalisierten Jungproleten sondern um die Macht-Politik der Oberkommandierenden Atlantikbrücken-Fischer und Cohn-Bombits. Und der Golem, wie wir ihn auch gerne nannten, hat mich 1968 schließlich aus den Dauerverhören durch Finkh, Vogel & Loos im Krankenzimmer befreit per Einstweiliger Verfügung. Danke, lieber Golem!!!
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Die Fakten lagen so klar auf der Hand, beziehungsweise auf den Schreibtischen der zuständigen Ermittlungsgruppen wie das etwa ellenlange Stück verzinktes Wasserrohr in der Hand des verfuselten Obdachlosen, zwischen dem überquellenden Müllcontainer und dem toten KWFF –oder KW2Eff wie er sich abkürzte- im Hinterhof einer damals noch immer besetzten Villa im Frankfurter Westend, einer der wenigen, die die Räumungsprügelorgien der Polizei erfolgreich vom Häuserrat verteidigt überstanden hatten. Die Kollegen vom 18.K, dem politischen Kommissariat, die zeitgleich mit der Spurensicherung eintrafen, waren abgebrüht genug, nicht gleich in Depressionen und Gejammer zu verfallen, weil es einen von ihnen erwischt hatte. In ihrem Bereich war der Tod zwar nicht genauso präsent wie bei der Mordkommission, die ebenfalls am Tatort herum hektisierte, aber auch im 18. gehörte der Tod zum fast alltäglichen Geschäft. Sogar Polizeipräsident Knut Müller gab sich die Ehre, OB Arndt sonnte sich im Blitzlichtgewitter und es wurde gemunkelt, dass außer LKA und BKA auch noch die oberste Etage aus Wiesbaden eingeflogen würde. Vogel, Finkhs Ziehsohn und sein designierter Nachfolger probte etwas verfrüht bereits den Aufschwung in den Chefsessel und spielte in einer kurzen Nebenbemerkung in Richtung PHM Loos, seinem kommenden Assistenten auf Finkhs internen Spitznamen an: „Nomen est Omen“ … Loos nickte artig wie beiläufig: am Tatort, wenn er es denn tatsächlich auch war – sah es aus, als hätte sich der Schmutzfinkh mit dem Obdachlosen um Essensreste aus dem Container geprügelt. Doch, wenn man wusste, was die Hausbesetzer so an Müll übrigließen, worum sollte sich da ein offenerkennbar erfahrener Trebegänger geprügelt haben und dann auch nicht Mal mit einem Kumpanen sondern mit einem leibhaftigen Kriminalhauptkommissar.
Vom Kräftevergleich her gesehen durchaus möglich: Finkh war an die 65, kurz vor seiner Pensionierung… Aber die Spurensicherung hatte den vermeintlichen Rost am Wasserrohr als Finkhs getrocknetes Blut erkannt, sogar einige Haare aus Finkhs schütteren Bestand klebten am Wasserrohr und .. das Rohr passte 100%ig in die Delle in Finkhs Schädel. Beide stanken nach dem gleichen Fusel, aus der Flasche, die der Obdachlose mit der Linken fest umklammert durch sein Delirium gerettet hatte. Ein erster Alkoholschnelltest ergab satte 1,2 Promille trotzdem eindeutig unterhalb der Schuldunfähigkeitsschwelle. Es schien auch wesentlich mehr von dem Fusel auf die Klamotten und das Pflaster als in den obdachlosen Hals geflossen zu sein. Finkhs Blutalkohol lag unter der Nachweisgrenze. Bei ihm steckte alles nur in den Kleidern. Kampfspuren waren bei ihm nicht zu erkennen. Bei seinem vermutlichen Mörder ebenfalls nicht. Also doch kein Streit ums Fressen. Finkh war von hinten erschlagen worden, ohne dass er sich gewehrt hätte, ohne sich wehren zu können.
Eigentlich ein klarer Fall. Doch Vogel schmeckte die Sache nicht, es waren zu viele Merkwürdigkeiten im Spiel. Warum ausgerechnet Finkh und nicht einer der HIWIS aus der Truppe, warum im Hinterhof dieses Hauses, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Metzgers Hauptquartier, das vor gut trainierten Bodygards fast aus den Nähten platzte. Das war alles zu glatt. Und warum tanzte hier die ganze Vip-Loge den Kriminal-Tango? „Sind wir hier bei Dreharbeiten? Gibt’s en neuen TATORT ?“ – Loos assistierte „Die nächsten Wahlen stehen vor der Tür“ . Mag sein, aber auch das war zu einfach … War Finkh vielleicht alleine auf dem Weg zu Metzger gewesen? Keiner auf der Dienststelle wußte von Finkhs Westendbesuch. War er privat hier gewesen ? Schlecht vorstellbar oder doch, gerade deshalb. Man konnte diesem alten Trüffelschwein alles zutrauen. Der glaubte unbeirrt an die eigene Unfehlbarkeit. Finkh hatte neben den offiziellen auch eine ganze Reihe inoffizieller V-Leute an der Hand. Vogel kannte sie alle. Alle ? Es gab immer eine gewissen Nähe zwischen Jäger und Gejagten. Wer Frankfurt säubern will, muss sich im Dreck auskennen.
Christine saß – den Minirock kaum weiter hochschiebbar – breitbeinig neben mir in den endlosen Tiefen der Kinosessel im ESPLANADE versunken. Das war traumhaft, die dicken Plüsch- Polster dünsteten eine Duftmischung aus Schokolade, Poppkorn, airfresh und sonstigen Lebenselexieren aus. Aber auch hinderlich, denn die Armlehnen konnte man in Gegensatz zu denen in Zugabteilen der ersten Klasse nicht hochklappen. Was dort bei zugezogenen Vorhängen und Tunnelbeleuchtung oder der nicht seltenen Bundesbahntotalverfinsterung meist wunderbar klappte, wenn man das Geld für die ersten Klasse hatte, das klappte hier auf den günstigen Plätzen der Rasierlogen jedenfalls nicht, zumindest nicht so leicht. Auf den billigen Plätzen wurde auch das softeste Petting zum Kraftsport für Fakire und Hürdenläufer. Limbotraining. Drunter oder drüber? Und das immer am Rande der chronischen Genickstarre.
Ich wußte nicht wie mir geschah, Christine saß tatsächlich neben mir im Kinocenter an der Hauptwache und ich traute mich schon kurz nach der Werbung – als die Langnesetante ihr Eis am Stil tiefdekoltiert sublimationsanimierend über die Reihen gebeugt an die Leute gebracht hatte – mir war das alles zu teuer – mein Job-ergänztes Honeffer, jaja, nerv nicht, so hieß damals das BAFÖG und musste nach dem Studium zurückgezahlt werden, das reichte zwei Mal monatlich fürs Kino auf den Spar-Plätzen. Die Knutsch-Couchen in Rang 4 , den hintersten Logenreihen, waren unerschwinglich. Warum war das eigentlich in Theatern und Opernhäusern anders, da waren doch die hintersten Reihen am billigsten und die erste Reihe unbezahlbar! Was für ne Frage? Hier kam der Geldadel in Tuchfühlung mit den Schauspielerinnen und Sängerinnen, wo erste Blickkontakte geknüpft werden konnten und die großen Scheine die jeweils gewünschten Ausschnitte erreichten..
Ich schweife ab. Hannes hat mir das so oft gesagt, Mensch schweif doch nicht immer ab, so wird das nie was, konzentrier dich auf das Wesentliche , Hannes war manchmal unheimlich hilfreich: was bitte war wann das Wesentliche ? Woher sollt ich das als provinzieller Novize wissen. Wenn ich Glück hatte, kam mir der Meister dann mit Bauernregeln, Volksweisheiten und Kinderversen unter dem Motto: Kindermund tut Wahrheit kund. „Findst Du den Spruch auch ganz bescheuert, Du bist genau wie jedermann letztendlich schwanzgesteuert. Es liegt – selbst angeschwärzt durch Emma- die Lösung in und neben dem Dilemma. Das half im Kampf der antagonistischen Linien der sexuellen Revolution bei der Überwindung von Problemen in der Praxis ungefähr so viel wie die Rote Fibel mit ihren Mao-Sprüchen beim Krachen der Türfüllung im zweiten Stock der Uhlandstraße 47, wenn unter Vorwegnahme eines später geflügelten Volksbankspruches der öffentlich-rechtliche Zugriff stattfand: dem „Wir machen den Weg frei!“ sollten wir nach Mao-Tse-Tung das „Wenn der Feind uns angreift, ist das gut und nicht schlecht!“ entgegensetzen. Das mag ja alles objektiv seine Richtigkeit haben, aber ganz subjektiv, kostete die Reparatur der Türe ein Stange nicht vorhandenen Geldes, abgesehen von den Tagen und Wochen Arbeit, die wieder kein Schwein in der WG machen wollte. Streitereien, ob die Anschaffung einer neuen Türe oder die Reparatur der alten mit ihren klassizistischen Tür- Kassetten und Zierleisten bourgeoise oder proletarisch war. Die korrekte politische Linie war entscheidend – nur welche war welche ? Allein der Gedanke an die endlosen Referate des sattelfestesten Linienreiters in der Uhlandkommune lösten nicht nur Pantomschmerzen kommender Magengeschwüre aus. Was halfen mir da Hannes Sprüche und die Mao-Fibel? Konnte man nicht ganz einfach die Türe so reparieren ? Musste jede Pisstoppentleerung politisch begründet sein? Wie wurde proletarisch Geschirr gespült und Müll runter getragen ? Oder waren etwa Schädel- und andere Knochenbrüche mit dem Festhalten an der politisch korrekten Linie zu schienen und zu flicken ? Musste man oder Frau beim Ficken, Vögeln, Bumsen , wie, wo und was auch immer vorher den Weiberrat einholen oder den Grundsatzbeschluss der Selbsthilfegruppe werdender Männer abwarten? Bis der Kampf zweier Linien oder auch dreier oder achter mit und ohne den großen Steuermann in den Schützengräben der WG-Küche im Morgengrauen ihrer Klärung entgegen gärten, war mir meist schon die Lust vergangen oder und auch die Erinnerung an die Ausgangsfrage: Worum ging es eigentlich gestern Nachmittag? Nun ja, spätestens beim Versuch, noch einigermaßen pünktlich an der Stechuhr bei Schneider und Söhne, bei der Rundschau, bei FMA-Pokorny oder sonstigen Broterwerbsquellen zu erscheinen, oder auch als von Papa voll allimentierte Jugendsünde die letzten Vormittagsveranstaltungen an der Uni zu erreichen (den seinen gibt’s der Herr im Schlaf!) tauchte die Ausgangsfrage unerbittlich wieder auf: wie kriegt man bloß diese verdammte Türe zu? Wenn die morgens die Tür eintraten, hätten sie ja freundlicherweise dann tagsüber und nächtens nicht nur jedes Kommen und Gehen registrieren sondern gefälligst auch den Objektschutz übernehmen können. Zu holen war zwar nicht viel in der WG, die Türe stand in der Regel auch immer auf, war angelehnt, und wenn sie Mal zu war, höchsten nachts abgeschlossen. Und das war dann auch leider der Grund, warum sie jetzt kaputt war.
Hannes Sprüche! Hilfreich wie die Tageslosung der Evangelikalen, den sie noch vorm Frühstück vor Tagesanbruch vom Herrnhuter Abreißkalender ablasen, wie wir die Sinnsprüche von Bärmeier und Nikel auf dem Klo.
Ganz so einfach war das nun doch nicht. Hannes Sprüche waren meist äußerst subversiv und wiesen schon im Frühstadium der politischen Debatte auf die später sinnbildlich oder real offenstehende unverschließbare Türe hin. Da stand sie vor einem und gebot eigentlich unfehlbar als Problem selbst den nächsten Schritt zur Lösung.
Hannes konnte das mit schlafwandlerischer Sicherheit: er übersprang alles Unwesentliche, hatte sich schnell zum Kern des Sache vorgearbeitet und löste munter drauflos , nicht locker aber doch unverkrampft –gelöst eben – — vielleicht hat ja Lösen etwas mit Lust zu tun und die Katechismen aller Religionen mit ihren Losungen waren nur der Hohn darauf ? Dass Hasenscheiße auch Losung hieß, war nur zu passend. Dass Hannes sich beim Lösen anstehender Aufgaben auch selbst auflösen konnte, ohne dabei aus der Facon zu geraten, das kam noch dazu und darum beneidete ich ihn. Außer sich und bei sich und das gleichzeitig.
Und ich schob diesen ganzen Berg von Bedenken und Erwägungen, Projektionen und Zweifeln vor mir her, sah vor lauter Bäumen keinen Wald mehr und auch nirgends eine Tür offen stehn.
Christine saß neben mir, sie saß einfach neben mir , bereitbeinig und wahrscheinlich ohne jeden Hintergedanken. Oder mit offenen Vordergedanken ?
Wie war das noch Mal? Die Lösung liegt meist direkt neben dem Problem
War ich das Problem ? Mein rationalisierender Kopf ? Und sie die Lösung? Christine saß direkt neben mir.
Also kurz nach der Werbung, d.h. aber noch vor der Langnese-Attacke auf Eros und Portemonnaie , bei der tiefe Einsichten in Twiggyhemdchen und unter Twiggy-Minis zwar nicht direkt die Hosen aber doch die benachbarten Geldbeutel des zahlungskräftigeren Publikums zielsicher öffneten. Wie es später Mal einen heranreifenden Studienreferendar bei der Milka-Almjausenpausenhütte bei der Be-Be-Be-Be-Bestellung von mandelsplitternackter Schokoladenbräune zum errötenden Stottern bringen sollte. Die Spannung stieg von langer Hand gesteuert und durfte sich entladen, wenn sich dein Portemonnaie entlud, du deinen letzten Penny für die schokoladenkremigkühle Saugleckundschlecklust verheißende Hand der Langnese-Hostess im Hugh-Hefner-Bunny-Dress gedrückt hattest. Wechselgeld ? Da war mann spendabel, da wollte mann die Lust nicht mit etwas Kleingeld verklimpern. Und die Ungeduld der drängelnden Nachbarn nicht überstrapazieren.
In der Breite Gasse bekamst du , wenn du dich trautest und löhnen konntest, für dein Geld mit großer Sicherheit einen schnellen sauberen realen Orgasmus, die Mädels hatten alle ihren Abstrich-TÜV . Da wußte man genau woran man war. Ficken , Abputzen, Zahlen, fertig. Eine runde glatte Sache, wenn der Zuhälter keine Zicken machte: Aufpreis, Perversionszulagen und was so noch drin war. Bidet-Benutzung, Endreinigung. So was kannte man ja von den Hotels, wo es hinterher wegen der Putzkolonne um 15 % teuerer wurde als im Katalog. Nomen est Omen.
Aber hier, hier sollte dir bei Eis am Stil, bei Zartbitter für Attika-RaucherINNEN (es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben) oder bei Volks-Vollmilchnuss einer abgehen oder auch nicht. Es war eher wie eine Ladestation. Der Akku wurde wochenends gefüllt und man konnte ihn dann über 5 bis 6 Tage wartungsfrei arbeiten lassen . Aggressionsstau, Energieabfuhr, und wer in deiner Reichweite saß, schlief, arbeitete oder im Stadion für die Kickers oder die Eintracht grölte, konnte froh sein, wenn das alles in die gleiche Richtung brüllte, in Arbeit mündete, an Fließbändern, Druckmaschinen oder Maschinengewehren und dabei anderes und andere traf als Dich und Deine Leute, deine Wohnung, das bisschen Zeug, was du dir zusammen geschafft hattest. Bei Massenschlägereien beim Rock am Rebstock, im Waldstadion oder am Bieberer Berg, auch da tobte sich der Langnese-Lust-Stau aus. Jaja, es gab auch Schöller-Eiscreme, und der absolute Gipfel des Erotik-Surrogats war dieses Eisbonbon, das man nach langem Lutschen nach EXTRA-GROSS-gedruckter Gebrauchsanweisung auf der goldbraungefärbten Verpackung vorsichtig aufbeissen sollte, wobei ein Strahl süßkühlen Saftes sich im Mund über Zunge und Gaumen verströmte.
Das hier war ein eiskalt kalkuliertes Vor- Spiel, wahrscheinlich wurde sogar die Klimaanlage darauf abgestimmt. Wer wollte da nicht mindestens insgeheim zugreifen ? Der Griff zur Geldbörse versprach Kühlung. Während die Lüftung flautete und die Kinosesselpolster über 39 Grad zu fiebern schienen.
Und die Armlehne war immer noch im Weg. Sie hatte sich an diesem Kinoabend anscheinend extra breit gemacht.
Es war echt schwül, Haut klebte auf der Haut, das Sesselpolster begann zu jucken, wo es sich mit Schweiß vermischte, in den Kniekehlen, im Nacken. Auch ich machte die kühlende Grätsche, so weit es ging. Hier vorne waren auch de Einzelsitze schmaler als die Thronsessel in den Logen ! Nieder mit dem Klassen-Kino! Wie sollte sich hier der kleine Mann ausbreiten, entfalten, wenn er noch nicht Mal alle Fünfe grad sein lassen konnte.
Breit aus die Flügel beide, oh Jesu meine Freude, das war subkutaner Sexismus pur ! Das meinte nicht die Flügel der meist weiblichen Engel, das meinte die Beine. Und eigentlich sangen sie doch alle: Breit aus die Beine beide, Maria meine Freude. Auch Jesus hatte Beine und bei elf Jüngern dürfte der eine oder andere auch an Jesu seine Freude gefunden haben. War doch eine gelungene Arbeitsthese für Aufstiegsspürnasen unter den Theologen ! Warum sollte es nach der Theologie der Befreiung und der feministischen Theologie nicht auch eine Schwulen-Theologie geben?
In die Breite.
Christine war weder Maria, noch war sie ein Problem
Sie saß immer noch neben mir. Waren es Stunden oder nur die wenigen Minuten vor dem Film. Mir schien es endlos. Und im Hinterkopf lauerte bereits die Angst vor Versagen und zu schnellem Vergehen. Dann doch lieber noch etwas Vorfilm, etwas Werbung, etwas Eiskonfekt und Poppcorn
Mein linkes Knie hatte sich auf der Flucht vor der schweißtreibenden Wärme meines rechten so weit entfernt, dass es –welch göttliche Fügung – Christines rechtes Knie spürte, fühlte, ertastete und jubelte. Ja, auch Knie können bisweilen jubeln.
Jetzt versuchten die Finger der linken Hand den Übersprung, nahmen Anlauf in Zeitlupe – Übergriff wäre hier jetzt die falsche Wortwahl- sie versuchten den Uberschleich, denn erstens ging es sehr langsam und lautlos und zweitens war der eigentlich näherliegende Weg unter der Armlehne so eng und verwinkelt, dass ich ein Zusatzgelenk im Unterarm gebraucht hätte, um mein Ziel zu erreichen. Ich weiß, es gab Typen , die machten das mit Links. Bei mir funktionierte das so nicht. Ich war mit der Rechten besser. Die Linke war eher für Grobmotorik geeignet. Aber ich saß nun Mal rechts neben Christine. Und einen Übergriff von rechts hätte mir niemand – auch Hannes nicht als rein zufällige Landung der Rechten auf dem zentralen Hügelgelände der möglicherweise noch jungfräulich unerforschten Venus geglaubt. Neil Armstrongs Landung auf dem Mond war noch nicht soo lange her. Und jetzt im Esplanade war es wie der Wettlauf zur Mondlandung, nur dass wir weder West- noch Ostblock spielten, sondern wie üblich als Speerspitze der Revolution allen weit voraus bereits einen Hügel der Venus besteigen wollten. Nein, besitzergreifen? Fähnchen hissen ? Das lag uns fern. Nieder mit dem US-Imperialismus, Nieder mit dem Patriarchat! Kampf dem bürgerlichen Besitzfetischismus!
Es wurde endlich stockfinster.
Die lange Durststrecke durch Werbung und Vorfilme lag hinter uns.
Der Hauptfilm begann. Er verlief mit seinem programmatischen Titel nahezu synchron zur realen Handlung vor der Leinwand:
Stanley Kubriks „Odyssee 2001“ – und Hannes und ich auf dem Marsch durch die Galaxy. Und ohne dass ich es wusste: wir beide vom Kap der guten Hoffnung zeitgleich gestartet unterwegs auf der Milchstraße zum Lande, wo dieselbe vermischt mit Honig verläuft..
Nur dass Christine ihre Beine immer weiter ausbreitete, verhinderte eine zu frühe Begegnung mit Hannes Kosmonautenfingern. Ich war guten Mutes und wähnte mich auf dem rechten Wege alle Selbstzweifel und Denkomanien hinter mir lassend und verpasste dabei entscheidende Passagen aus Kubriks Jahrhundertwerk. Gerade als ich am Saum von Christines Mini angekommen und darüber genau so erschrocken wie begeistert war, für einen Moment vor der eigenen Waghalsigkeit zurückschreckte und wegen der gebotenen Coolness die heftig aufwallende Erregung versuchte wegzudrücken, da kam diese Szene mit den weißen Schalensesseln, die mich damals fast aus der Zielkurve warfen und heute noch das Gefühl vermitteln, als solle man es sich in den Tränensäcken des alten Horst Tappert bequem machen.
Nach der tapferen Überwindung dieser ersten Zurückschrecksekunde wagte ich mich nun schon beinahe im Zeitraffer auf Erkundung des benachbarten Planeten, drang vor in die vermeintlich unberührte Wildnis des Venushügels und traf dabei auf Hannes Mittelfinger, der Christines Venus ortskundiger als ich bereits zu ersten Vorbeben brachte. Mein Dazutun schien weder Christine noch Hannes zu stören, den es war kaum zu unterscheiden, welcher Finger nun zu Christine, Hannes oder mir gehörte, Irgendwie war es dann auch egal. Kubrik ließ gerade den Neandertaler den abgenagten Knochen in die Luft werfen, wo er sich just in dem Moment in eine Raumstation verwandelte, als Christines Venushügel sich als Vesuv entpuppte und sie mit einer Lautstärke kam, daß sie Wagners „Also sprach Zaratustra” zumindest für mich weit übertönte und ich für Sekunden befürchtete, dieser Höhepunkt hätte den vollbesetzten Kinosaal um den Höhepunkt des Films gebracht. Stattdessen brauste Beifall auf und ich wußte wieder nicht, ob er dem Film oder Christine galt, die sich nach dem Übergang von Wagner zur schönen blauen Donau im Strauß-Kubrik‘schen Dreivierteltakt ausklingen ließ.
Ach Christine, dich hatte ich ganz vergessen. Sexistischer Schwachsinn in der Retrospektive ? Sicher nicht aus deiner Perspektive erzählt. Schwanzgesteuerter Männerschweißausbruch. Wechseljahre auf der Couch?
War es so? Es war so.
Hannes war auch dir gegenüber im wahrsten Sinne einfühlsamer, sensibler, konnte abgeben. Ruhte in sich selbst.
Während ich alles in mich rein fraß, grabschte, was zu greifen war, blind auf MEIN Ziel zustolperte. Um alle Verdrängungen der letzten Schaltjahre aufzuholen, war mein Scheitern schon deshalb vorprogrammiert, weil Christine unter der Hand zum Objekt wurde. – Nur keine Bange Junge, so schnell läßt sich Christine nicht zu Opfer machen, Deine Gedanken sind verräterisch! Deine hochwohllöbliche Absicht, die Frau neben dir nicht zum Opfer machen zu wollen, ist selbst schon versuchte Entmündigung.
Christine und Kubrik versinken im Nebel um den Glühfaden einer Leselampe. Zumindest wäre es in jedem handelsüblichen Jerry Cotton eine gewesen.
Karl tastete mit dem, was von seinem klinisch-politischen Bewusstsein noch übrig war, jetzt weniger nach dem, was er für Christines G-Point hielt- tatsächlich aber nur der seiner maskulin-verqueren Fantasie entsprechend von ihm zum Frauenpenis geadelte und überstrapazierte, überreizte Kitzler war. Wer hatte sich eigentlich diesen Namen ausgedacht? Eine Frau bestimmt nicht. Sicherheitshalber wollte Karl dann aber doch erst bei nächster Gelegenheit Mal eine Frau dazu befragen.
Was ihn jetzt zum autistischen Wahnsinn kitzelte- zum vorschnell pubertären Orgasmus trieb, das juckte Christine nur wenig, war ihr auf die Dauer lästig und schmerzte letztendlich.
Aber so weit kam ich erst gar nicht. Hannes war mir in so Vielem voraus und nicht nur im Tasten –„Ick bün schon da!“- nur war nicht klar, wer von uns beiden der schizoide Igel und wer der Hase und wer denn nun tatsächlich als erster da war.
Wenn ich meinen Fingern traute und Christine nicht mir Unbeholfenem und sich auch selbst geholfen hat – was ich im Nachhinein stärkstens bezweifle – dann waren es Hannes feuchtwarme Finger, vor denen ich zurückschreckte. Obwohl ich für einen vorbewußten Moment durchaus auch Gefallen an Hannes feuchten Fingern fand. Doch das ist ein ganz anderes Kapitel.
Ach Christine. Ich taste nicht nach deiner Höhle, ich taste mich durch schallgedämmte Gummizellenwände, durch Nebel und Watte, geknebelt und ans Bett gefesselt ..Und erkenne neben mir in verdächtig ziviler Uniform den Herren über meine Alpträume: Hauptkommissar Klaus-Rainer Vogel.
Ich hätte liebend gerne noch viel weiter nach Deinen Höhen und Tiefen getastet und geträumt davon, als Du mich das erste Mal gefögelt und mich hast fliegen lassen. Und dann den Hannes nahmst und dann er Dich und Du mich liegen ließest.
Es war schon so, dass nicht wir Dich und deinen Venushügel wie Neil Armstrong auf den NASA-gefälschten Landungs-Flimmer-Bildern die jungfräuliche Luna als Supermacht-Machos bestiegen.
Du hast uns tumbe Hummeldrohnen wie eine Orchidee gelockt ( – ja, ja ich weiß, das Bild stimmt nicht, und der Chor der Biologen verbeißt sich ein geringschätziges Grinsen, Drohnen sammeln keinen Nektar.). Du hast zwei vagabundierende, frierende, hungernd dürstende erfolglose Jäger und Sammler vor Deine Vagina , in Deine rettende Höhle gelockt und niemand weiß, wer das wärmende Feuer in Deiner Höhle entfacht hat. Du selbst? Wer sonst?
Wir haben vielleicht etwas Holz zum Nachlegen mitgebracht. Aber Du warst die Hüterin des Feuers, Du hast es entzündet. Es heißt ja auch nicht umsonst: Come on baby, light my fire! Du hast uns eingeheizt, uns angefeuert, uns gewärmt. Uns sogar vorausschauend zum Holzholen geschickt, wobei wir nicht mal ahnten, wozu das gut sein sollte. Du hast geplant und gehandelt nicht als Caritas und sich aufopfernder Agape-Engel, diesem Neutrum. Du hast Deine Lust gesucht, geholt, gefunden, gefühlt, gemacht und Du hast uns mitfühlen lassen. Mitgefühl kann auch SO sein.
Und ich ? Ich hab‘s einfach nicht kapiert. Ich muss nicht nur auf den Augen blind gewesen sein. Ein angeschlagener Blinder im nebligen Sumpf – mit Angst vor der Hölle, vorm Feuer, vorm Hellen, vorm Hellsehen, vorm Klarsehen, vorm Durchblicken. Immer nur: Augen zu und rein und durch. Wie Richard Kimble auf der Flucht im Geburtskanal. Augen zu und durch!
Vogel hatte anscheinend das alptraumatische Zucken meiner Augendeckel bemerkt.
PHK Vogel stand auf, beugte sich über Karl, der aus dem Spalt zwischen Unter- und Oberlid den Zweitagebart des Hauptkommissars wie durch ein Vergrößerungsglas vermaß und die Stoppeln einzeln zählen konnte. Es dauerte eine Ewigkeit. Vogel stank aus dem Mund nach Rindswurdst und Senf. Er musste kurz vorher in der Krankenhauskantine gewesen sein. Karl zählte 53 Bartstoppeln auf einem Vogel’schen Quadratzentimeter Kinn. Wieviele Quadratzentimetrer hatte Vogel heute morgen nicht rasiert? Wie viele Quadratzentimeter hat ein Kommissarskinn ? Wieviele Stoppeln waren es insgesamt? Was verbrauchte dieser Zivilbulle durchschnittlich pro Jahr an Rotbart-Rasierklingen oder Wilkinson ? Gab es die Rotbart eigentlich noch ? Die waren der ständige Begleiter aller Landser beim Unternehmen Barbarossa. Unrasiert und fern der Heimat. Ja , die Landser vielleicht, aber das Offizierscorps gab in der Regel glattrasiert Befehle. Mit deutscher Rasierklinge, Marke Rotbart.
Karl! Konzentrier Dich auf das wesentliche! Eigentlich sollte ihn die Fage mehr beschäftigen, ob und wann und zu welchem Lebensabschnitt das Vogel-Verhör weitergehen würde.
Karl versuchte, sich bei fast geschlossenen Augen von Vogels Bartstoppeln und seiner Rindswurstausdünstung zu lösen, nicht ohne bei diesem mentalen Abschied noch zu bemeken, dass es sich keinesfaslls um die Gräf-Völlsingschen Rindswürste von der Hanauer Landstraße sondern um hundsgewöhnliche Industrie-Wurst aus der Dose gehandelt haben muss. Karls Kurzzeitgedächtnis war angeschlagen, er konnte sich nicht mehr genau daran erinnern, was in der letzten Runde dran war, die Vogel mit einem psychischen KO beendet hatte. Karl sortierte Erinnerungsfetzen. Er war ins Koma gefallen und Vogel konnte ihm dorthin nicht nachfliegen.
Aber jetzt. Jetzt saß er wie ein Falke über ihm flatternd auf der Lauer. Saß ?Flatternd ? Falke? Weiß der Geier!
Vogel stand über ihn gebeugt und quälte sich ein väterliches Lächeln aus den Bullenaugen.
„Herr Wunder ? Können Sie mich hören?“
Leichte Schläge auf die Schläfen brauchte Karl nicht mehr zu befürchten. Bei einer der ersten Verhörrunden hatte er im Halbschlaf oder Halbcoma mitbekommen, wie ein Oberarzt den Vogel zur Schnecke machte, nachdem der ihn im Beisein des Arztes mit leichten Ohrfeigen hatte wecken wollen.
Vogel stierte und Karl spürte wie er sich die Hände hinter seinem Rücken zurückhielt.
„Kommen Sie Wunder – wir kennen uns doch schon seit 66 – oder war es 67 ? Helfen Sie mir auf die Sprünge! Da warn Sie doch mit dabei, Sie, die Dr. Schneider von der DFU, der Erich Carlsberg von der VVN. Da haben Sie doch mitgesprengt und sich die ersten linken Orden und ein paar Nackenschläge eingefangen!
Schweigen – anhaltendes RestComa mit offenen Augen …
„Wenn Ihnen das zu anstrengend ist, — soll ich die Krankenschwester rufen ?“
Karl schüttelete den Kopf – nein, er deutete vorsichtig ein Schütteln an – eine Verneinung.
Vogel grinste.
Es sollte eigentlich wieder ein väterlich mildes Lächeln werden.
Vogel aber musste sich im Erfolg seiner Köderei sonnen und hakte nach mit dem gelungenen Bariton-Vibrato eines verschmähten Operettenliebhabers.
„Wissen Sie, wer damals zuerst da war? Der Karl Gebhard von der Rundschau oder der VVN-Chef, der Erich Carlsberg ? Oder der Karl Schneider, nee, die Ellen Schneider, die Frau Doktor … die ist doch gar keine Ärztin oder ?
Karl war aufgesprungen, nicht im Bett in eine Sitzstellung, nein auf Vogels Leimrute.
Karl hatte die Szene klar vor Augen: als erster war Erich Carlsberg da, der die Aktion gegen den NPD-Parteitag initiert hatte. Die Grünanlagen um das Haus Dornbusch, die NPD war schon drin, im Cantatesaal. Ein paar Nachzügler marschierten unter Polizeischutz noch ein. Carlsberg hielt Reden, dirigierte Sprechchöre: „Deutsche Polizisten schützen die Faschisten!“, „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.!“
Was hatten due Nazs mit dem Schoß zu tun? Waren die Frauen, war die Frau Schickelgruber, war ihr Schoß schuld am Faschismus? Oder hat Brecht etwa für eine klare Ursache das falsche Wort benutzt? Der Schoß war nicht passender als ein Arsch. Und woher das kam, war nicht mit einem Schoß zu bezeichnen. Schöße gibt es immer wieder und ohne sie sind Menschen weder denk- noch gebärbar.
Gebhard kam später – wie immer, wenn alles nicht mehr so gefährlich war, wie seine Spätheimkehr aus dem Schweizer Exil, während Carlsberg in Buchenwald den Widerstand und schließlich sogar die Selbstbefreiung organisiert hatte . Gebhard kam später. Als die Polizei den Nazis den Weg schon freigeprügelt hatte. Blut spritzte, Schädel brachen, fünf Festnahmen, Anklage wegen schwerem Land- und Hausfriedensbruch. Widerstand gegen die Staatsgewalt …
„Gebhard kam später!“ krächzte Karl aus dem Restcoma, „als Ihre Leute schon zugeschlagen hatten!“
Was heißt hier zugeschlagen, Wunder ? Wir hatten unsere Aufgabe, es war unsere Pflicht, unsere verfassungsgemäße, die Versammlungsfreiheit zu schützen !…“
„Nazis schützen und Kommunisten krankenhausreif prügeln und festnehmen, anklagen, aburteilen und wegsperren ….“ Klar, Carlsberg sollte weg, die Schneider, der Trautwein … aber die kannten sie doch schon , die hatten sie schon 1949/50/51/52 wieder verhaftet, in die gleichen Zellen wie 1933 schon wieder eingekerkert – ja ja nur kurz und 1956 verurteilt, die standen unter andauernder Beobachtung. Die waren kaltgestellt. Was wollte Vogel jetzt noch.
Karl hatte sich fast auf eine Diskussion mit Vogel eingelassen. Der wollte weitere Namen wissen.
Finkh, Vogel und Co. Die ganze Truppe „Frankfurt säubern!“ Vogel wollte alle. Aber welche ? die von 1964 ? von 1966, die von 68 ? die von 72, von 78, von 86 . Nebelschwaden zogen durch Karls Hirn immer dann, wenn Entscheidungen anstanden zwischen mehr als 2 Möglichkeiten. Karl wußte nicht mehr in welchem Abschnitt in welchem der 6 oder 7 Filme er gerade spielte. War Finkh der Vogel, war der Vogel der Finkh? Hannes war 72 … ? Oder war er schon 66 dabei? Carlsberg war 67, …. Karl musste sich sortieren, Der Nebel machte jede Orientierung unmöglich, schluckte seine Worte, Karl hörte sich nicht mehr. Der Nebel drohte ihn lautlos in Stummheit zu ersticken. Karl musste schreien, rufen, fing an , die Namen und die Jahreszahlen zu rufen, hoffte auf Antwort. Dass er sein eigenes Schreien nicht hörte, machte ihn stutzig: dann habe ich vielleicht keine Stimme mehr. Ich habe also gar nicht geschrien. Ich habe mir das nur eingebildet. Finkh wollte, nein, Vogel wollte, dass ich schreie, aber ich kann nicht schreien, weil sie mir die stimme beschlagnahmt haben. Das hatten sie jetzt davon.
Karl wußte nicht, ob er den Vogel geträumt hatte. „ Wunder, ganz einfach gesagt: sie können ihre Haut retten, wenn Sie uns Namen liefern. Sie kennen das Umfeld von Schwarzmüller.
Loslassen, einfach nur Loslassen! Die polizeipsychologische Fortbildung brachte sich in Stellung. Wenn sie blos nicht noch den Loos auf mich loslassen. Doch der kam nur selten dran. Der galt in diesem Triumvirat als Loser. So wurde er auch im Dienst gemobbt. Karl empfand schon beinahe etwas wie Mitleid für diese Knechtsnatur
Die PUTZTRUPPE “vögelt” bis zur Folter: 68/73er Polizistenmordfall PHK Finkh -4. Teil
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“Vögeln” war das “geflügelte Wort” für die Verhörmethoden des Putztruppen-Triumvirats im 18. Kommissariat. Finkh, Vogel und Loos, das passte sogar namentlich. Nur Loos passte da nicht, aber dann doch, denn der war im Trio der Loser. Hilfssheriff für’s Grobe. Für alles, was die Greif-Kommandos noch nicht abschließend bearbeitet hatten. Schläge in die Weichteile, nicht ins Gesicht, denn das hätte man dann auf den erkennungsdienstlichen Fotos gesehen und dann musste man ellenlange Erklärungen abgeben über die Ursachen von Hämatomen, Platzwunden usw. … Finkh und Vogel waren eher spezialisiert auf die Psycho-Spiele. Das stand ihnen auch zu in ihrem Dienst-Alter. Körpereinsatz hatten sie hinter sich. Das war etwas für den Nachwuchs, der sollte sich austoben – oder halt für Loser wie Loos.
Carlos Nottraum-Ausflüge während der “Vögel”- Verhöre im Markuskrankenhaus, im Keller das Frankfurter Landgerichtes, im Klapperfeld, im alten Frankfurter Polizeipräsidium an der Friedrich-Ebert-Anlage, während des Schlagabtauschs von bösem und liebem Bullen halfen als Flucht nach Innen. Mit diesen Halbtraum-Ausflügen konnte Carlos Schmerzen mildern, sein Schweigen zu den Fragen nach den Rädelsführern besser durchhalten, den Angeboten von “Strafnachlass bei Kooperation” besser widerstehen ….. 3 statt 5 Jahre, das war doch schon ein verlockender Rabatt.
Von den Prügelorgien der Greiftrupps unter die “schützenden Fittiche” Finks und Vogels entlassen zu werden schien ihm zunächst wie eine Rettung. Koblenz, das war doch nicht nur die Erinnerung an die Operation im Bundeswehr-Krankenhaus, dieses Blutbad bei missglückter Anästhesie. Da war doch … Carlos blitze der Phantomschmerz durch die Eier. “Breit aus die Flügel beide, oh Jesu meine Freude!”, das hatte einer der Greifer angestimmt, während er mit drei weiteren Carlos Arme und Beine auseinanderzog und ein fünfter und sechster mit dem Gummiknüppel in die Weichteile drosch. Was war er damals so froh, dass er nicht in Koblenz bleiben musste und sofort nach Frankfurt überstellt wurde, wo ihn Finkh und Vogel maliziös grinsend empfingen: “Na, da haben die Koblenzer aber doch etwas über die Stränge geschlagen!” – “Die Samenstränge! Haha – naja, blöde Bemerkung! Haben Sie noch starke Schmerzen? Brauchen Sie vielleicht einen Arzt? Kein Problem, wir haben welche im Haus!” Echt rührend diese Fürsorglichkeit. “Aber ist auch kein Wunder, Wunder! Was machen Sie auch in Koblenz? Denen die Vereidigung versauen! Tausend Kameraden das Fest , die Stimmung vermiesen! Und dann die Kollegen in voller Montur durch die Stadt jagen! Ist doch verständlich, dass die sauer sind. Wochenende weg, Überstunden … “.
Koblenz, Bundeswehr, öffentliche Rekruten-Vereidigung, das war doch erst 76?` Das Blutbad war früher, 10 Jahre früher. In der Stube hatten sich die Kameraden beschwert wegen seines Dauerschnarchens, das auch mit Handtuchschlägen nicht zu stoppen war. Der Oberstabsarzt im Revier entschied: Knorpelbeseitigung. Nasenbeinbruchfolgen. Atemaussetzer. “Bevor der unter der Gasmaske abnippelt, ab nach Koblenz!”.
Im Panzergrenadier-Bataillon 362 hatte die “Deutsche Eiche”, ein Schüler des “Schleifers von Nagold”, einen Fähnrich in den NATO-Draht getrieben. Er blieb dort hängen und wurde, weil er trotz Anruf und Warnschuss versuchte weiter zu klettern, von einem Wachsoldaten erschossen. Carlos Freund Franz hatte wie er als Offiziersanwärter den Kriegsdienst verweigert. Nein, er hatte nur gewagt, den Antrag auf Anerkennung als Verweigerer zu stellen. Die Verhandlung stand noch aus.
Die “Deutsche Eiche” fickte noch viele andere in den NATO-Draht, in den Wahnsinn im Bau. Jakob war einer davon:
Der Zucht entflohen
Der Flucht entzogen
Jakob haben sie gezogen
Schon lange vor der Bundeswehr
Wo ihn die Schleifer griffen
Er wurde lange vorher schon geschliffen
Und nicht gefragt
Willst du unter die Soldaten
Sie zogen und warfen ihn darunter
Er kam unter die Soldaten
Wie Kinder unter die Räder kommen
Dem Findelkinder- und Erziehungsheim
Entwachsen
Mit Fenstergittern in den Augen
Sie haben ihn gezogen
Mit Haut und Haaren
Mit Haut und Knochen
Sie krallten ihn zu unterjochen
Sie haben ihn belogen
Sie zogen ihm das Fell
Erst ganz langsam
Und dann schnell
Über seine Findelkinder-Segelfliegerohren
Da ist er so vor fast 40 Jahren
Mit heiligem Zorn fast zum Himmel gefahren
Erst sang er die alten Lieder
So lieb und treu wie die Alten sungen
Und als er dann entdeckte
Dass das Gitter nicht in seinen Augen steckte
Und er sich nach einem Fluchtversuch
die frischen Wunden leckte
Da sang er mit Inbrunst und Engelszungen
Soldatenlieder mit ganz neuen Texten
Gegen den Krieg und macht das Tor auf
Und nieder mit Stacheldraht und Todesstreifen
Er sang er schrie sie immer wieder
Er hat den Natodraht verflucht
Die Panzer- und die Ausgangssperren
Hat er laut lachend niedergesungen
Hat seinen Notausgang gesucht
Und ihn dann auch gefunden
Als wir ihn fanden
Draußen vorm Zaun
War er schon abgehaun.
Aber diese Fickerei bei der Bundeswehr war im Vergleich noch harmlos gegen das, was die Hauptkommissare Finkh und Vogel “Vögeln” nannten. Wenn die beiden Carlos in der Mangel hatten, dachte der, es sei nicht mehr weit zu den Folterorgien im Klapperfeld vor 30 Jahren oder 40 oder 50. Waren es nicht schon 60? Während der Verhöre konnte Carlos ab einem bestimmten Punkt nicht mehr genau sagen, in welchem Zeitabschnitt er sich gerade befand.
„Kameradenschwein, so sagt man doch auf Deutsch? Oder nischt?
Weil isch meine Kameraden nischd verraten wollte, aben mir die GESTAPO-Leute die Zähne ausgetreten. Die Oden zerquetscht und die Aare ausgerissen ..-„ So, wie der die letzte Silbe jedes Wortes mit zwei und mehr Silben betonte und nach hinten hochzog, musste es ein Franzose sein.
Mit einer kurzen theatralisch eleganten Handbewegung, die so ganz und gar nicht zu seinem speckig abgeschabten Zweireiher und noch weniger zu seinem Narben übersäten Gesicht passte, riss ihr „Chauffeur“ sich seine eklig-klebrige Frisur vom Kopf ….. eine Bewegung, die Carlos an die Szenen aus den Drei Musketieren erinnerte, wenn die vor ihrem KÖNIG bei der AUDIENZ die Hüte zogen und dabei einen Hofknicks machten….Hofknicks? Den machten doch nur untergeordnete Hofdamen. Jedenfalls gingen die Musketiere bei ihren Ergebenheitsbezeugungen so weit in oder auf die Knie, dass sie dem König die Füße küssen konnten.
Der Schneider schüttelte seine Perücke aus, lies sie in den Schoß fallen und strich sich mit beiden Händen über die Glatze, während er das Lenkrad mit den Knien bewegte beziehungsweise festhielt.
„Vielleischt aben sisch die ERREN aus meinem Skalp ja noch einen Lampenschirm gebastelt, so wie der Doktor Mengele….
ihr kennt diesen Docteur nischt ?…
aber vielleischt abt ihr schon mal…diese Maschin gesehen … ? in die Bauerei ?
wie sagt man das rischdisch ?
in die Landwirtschaft?
Wenn in die Bauerei Pipi und Kaka de la vache gestreut in die Felder tut die Bauer das in Deutschland mit ein gros Maschin von Monsieur le Docteur Mengele….“
Er wurde ärgerlich, fing an zu stottern, mischte sein zunächst fast gestochenes Hochdeutsch immer mehr mit französischen Brocken, bis sich das Verhältnis umkehrte und er richtig wütend wurde.
Auf seine Passagiere?
Carlos beschlich ein beklemmendes Gefühl, er spürte seinen Puls bis in die Haarspitzen ..
Brennende Herrenhäuser, Schreie, Wimmern, Heulen, messerscharfe Kommandos in unverständlichen Sprachen, Schüsse … flüchtende Frauen und Kinder, stürzende Pferde …. Seine Mutter hatte ihm die Bilder gezeigt, die ihr Großvater ab 1902 aufgenommen hatte, als Polen, Letten, Kaschuben, Litauer und Russen anfingen, sich am russisch-deutsch- baltischen Adel für die Jahrhunderte lange Sklaverei und Fronarbeit zu rächen. Carlos Vorfahren hatten dabei noch das Glück, dass der deutsche Kaiser sie gerade noch rechtzeitig als „Volksdeutsche“ aus Reval in das seit 1871 wieder deutsche Elsass geholt hatte, um dort die republikanisch-widerspenstigen Preußenhasser zu re-evangelisieren, zu re-germanisieren , „Eindeutschen“… Sicher wusste der Schneider auch das …
„Egal, diese gros Maschin für l’Agriculture, comment s’apelle ?
Jauchesteuer? Scheißesteuer?
Non, pas la merde pour l’etat, pas les taxes !.
Miststreuer ? C’est ca ? Vous comprenez ? Oui, d’accord !
Isch abe in das Elsass in die Landwirtschaft gearbeitet, in Baden pres de Fribourg, in Menzenschwand in eine Uranium-Bergwerk, in Schwetzingen und apres in Schwaben, bei Pforze-eim und bei Möckemühle und in eine Mercedes-Fabrique in Basturqueeim … und der Docteur Mengele lebt wie der Gott in Frankreisch in Argentinien und seine acienda bezahlt er mit seine Miststreuer-Profit aus Deutschland.“
Der Schneider lachte kurz auf. Es klang fast wie Bellen. Wer bellt, der beiß nicht !?
Die Citroen-Maschine warf sich jetzt mächtig ins Zeug, ging majestätisch in die Kurven wie ein Dampfer auf hoher See. Den nicht blinden aber etwas sprachlosen Passagieren wurde dabei ziemlich mulmig. Obwohl der Schneider jetzt wieder die Hände am Steuer hatte. Das Gespräch während der Weiterfahrt in Richtung Paris wurde immer einseitiger. Hannes , Gerd und Carlos schwiegen. Nein, im Nachinein wußte Carlos, dass allein er und Gerd schwiegen.
Hannes sagte nur nichts.
Da war er wieder, dieser hermetisch verschlossene Raum, dieser versteckte Innenhof, dieser Hochsicherheitstrakt, in den Hannes vielleicht noch Gerd, seinen „Zwillingsbruder“, aber ihn – Carlos nicht einließ. Das tat weh…war ihm etwa nicht zu trauen ? Wollte Hannes ihn schützen? Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!? Trotzdem …
Der Kartoffel-Zitronen-Schneider aus Marseilles kommentierte ohne seine im KZ „verloren gegangenen“ Zähne – überbrückte das Schweigen…
„abe ich eusch erschreckt ? Mit meine Glatze ? Mit dem zahnlosen Narbengesicht? Mit meinen Worten ? Ja, ich weiß, ihr seid ein anderes Deutschlande, ein neues, das macht mir offnung. Ihr konntet nischt aussuchen eure Eltern und die Großeltern. Vielleischt isch mache eusch Angst, solsch eine Gespenst wie isch, in einem Gangsterauto, wie Jean Gabin,- aber ohne Aare und ohne Bauch“
Er hoffte wohl auf ein Lachen, wenigstens einen Anflug von Lächeln, ein leichtes Grinsen. Aber die Drei saßen zwischen den geplatzten Kartoffelsäcken und den herumrollenden Zitronen am Boden versunken in den unergründlichen Citroenpolstern und schwiegen mit niedergeschlagenen Blicken.
„In welchem KZ hat ihnen die GESTAPO die Zähne ausgeschlagen ?“
Woher Hannes jetzt den Mut nahm, den Zahnlosen zu fragen. War‘s der Mut der Verzweiflung ? War‘s die Angst vor drohender Vergeltung? Vielleicht würde der Schneider, beziehungsweise, das, was die GESTAPO von ihm übriggelassen hatte, sie allesamt an den nächsten Chausseebaum klatschen. Stoff für einen Fünfzeiler im Polizeibericht der Boulevard-Presse … oder auch ein größerer Aufmacher bei Le Monde:“Späte Rache eines Nazi-Opfers?“ Der Citroen hatte starken Seegang. Ein Gefühl wie auf der Titanic. Nur ohnen Tanzsaal und Orchester. „Spiel es noch einmal“. Nein das war der falsche, dieser andere Film, aber spielte der nicht auch in Frankreich. Algier ? Casablanca ! James Dean in der Hauptrolle ? Nee, es war Humphrey Bogard und Ingrid Bergmann … Und der Vichy-Franzosen-Flick hatte rechtzeitig die Seite gewechselt. „Hau matsch Watsch is it?“ übt ein altes jüdisches Ehepaar für das Land ihrer Rettung…
„Strutthof en l‘ Alsace – und das Schlimmste war nischt einmal die GESTAPO. Das Schlimmste war die Behandlung dursch das normale Lagerpersonal.“
Der Schneider hatte sich anscheinend wieder gefangen und zu seinen Deutschkenntnissen zurückgefunden zu einem verblüffend umgangssprachlichen Erzählton, der im krassesten Gegensatz zum Inhalt stand:
„Das waren alles elsässische Nazis,- HIWIS, die ihre Landsleute am sadistischsten quälten .. elsässische Kommunisten, Leute aus der Resistance .. bevor die wegen der Unzuverlässigkeit der Vichy-Kollaborateure ins REICH, in die KZs auf der reschten Rheinseite gebracht wurden….“
Hannes Augen waren zu schmalen Schlitzen geworden. Die Lippen zu Strichen.
Gerd suchte krampfhaft angestrengt seine mageren Französisch-Kenntnisse zusammen. Man sah es an seinen bis zur Schläfe anschwellenden Halsschlagadern.
Die Stille war unerträglich.
Und Carlos wollte sich auf keinen Fall die Blöße geben und etwas aus dem Liliput-Dictionaire vorstottern.
Gerd schaffte es, und fragte erst stolpernd nach den Kindern des Olymp, nach Gerard Philipp, nach Juliette Greco, Marcel Morceau, Django Reinhardt, nach der Rolle der Piaf, die doch mit Vichy kollaboriert haben sollte … nach Johnny Stark und Mireille Matthieu, dem überzuckerten Piaf-Abguss für deutsche Kriegs- und Nachkriegsveteranen. Und als dann der Schneider auch noch meinte, sie seien aber sehr gut informiert über “la grande Nation”, wurde Gerd tollkühn und erkundigte sich nach den Auftritten von Johnny Holliday im Olympia, und ob und wo man noch Karten bekommen könne und wie viel das kosten würde.. Carlos war diese gestelzte Konversation unendlich peinlich. Zumal alles etwas arg dick aufgetragen war, angesichts ihrer schwindsüchtigen Reisekasse, aber dann kriegte Gerd doch noch die Kurve zu den vordringlicheren Fragen. „Esceque vous savez un Hotel à Paris pas si chere pour nous ? «
Ein kleines Hotel auf der Seine-Insel ????(Mike Weiss eine) in der Rue … Sie sollten sich dort nur bei der Consierge melden und sagen, der Schneider aus Marseille hätte sie geschickt. Das würde reichen. Er bräuchte sie gar nicht selbst dort vorzustellen, das mache er immer so.
Trotz Carlos im hintersten Hirnwinkel nach wie vor schlummernden Verdachts, der Zahnlose könne sich eventuell doch noch an ihnen rächen und sie in Paris ins Verderben schicken – in die Pariser Unterwelt, nur ohne Jaques Offenbachs Libretto und seine neckischen Can-Can-Tänzerinnen .. trotz all dieser Befürchtungen stellte sich die Adresse als zwar nicht gerade 5 Sterne-Hotel aber dafür als kostenlose Bleibe für sie heraus. Ihnen stand die Welt ohne Geld offen. Paris graduite! Nur der Gedanke daran, dass die französischen Ferien schon längst begonnen hatten und man auf der Rue Saint Denis mehr Deutsche als Franzosen treffen würde, trübte den Sonnenschein über der Seine etwas. Dass sich die tieferen Gründe ihrer Reise bereits seit einigen Tagen an der bretonischen Küste mit ihren katholisch gestrengen Eltern züchtig vergnügen mussten, machte die Stimmung auch nicht besser. Obwohl die drei vergötterten Doppel D’s – Diane, Dominique und Dorothee Delbes, die sie als die Drei Musketiere aus der elterlich-züchtigen Gefangenschaft zu befreien gedachten, hatten ja drei Monate Sommerferien. Da war also doch noch genügend Zeit für Paris…auch wenn die Ferien daheim einen Monat kürzer waren …. Egal
Die Concierge meinte in gebrochenem Deutsch:
“ wenn der Schneider aus Marseille sie at empfohlen, ca fait rien! Combien d’jour?“
„ Pour troi!“
Hannes war am Zuge, der konnte am besten Französisch.
Logisch ! Karlsruhe lag doch in der französischen Zone! Ober wenigstens näher dran als Frankfurt. Carlos hatte mal eben Karlsruhe mit Baden-Baden verwechselt, von wo aus die Panzerverbände unter General Massue von Charles de Gaulle nach Paris abkommandiert wurden, um die Hauptstadt vor der Revolution zu retten und Carlos stürmte zusammen mit Tausenden von Studenten von Saarbrücken nach Forbach, um Danys Einreise nach Frankreich zu erzwingen. Er sah die Maschinengewehrnester der CRS ganz deutlich an den Hängen hinter dem Grenzübergang, man sollte sie wohl sehen. Man wollte sie damit einschüchtern, doch sie waren nicht aufzuhalten. Und Carlos schon gar nicht. Die beiden Beine in Gips nutzte er auf seinen Krücken wie Rammblöcke. Rammböcke, heißt das, du Dumpfbacke! Nein, es sah nur so aus. Er konnte damit riesige Sätze machen, die Krücken weit vorne aufsetzen, die Beine nachziehen bis sie fast waagrecht durch die Luft nach vorne flogen und dann mit den Krücken ruckartig abstoppen – keinen halben Meter vor der Dreifach-Kette der französischen Nationalgarde. Früher im Sportunterricht hatte er den Unterschwung nie richtig hinbekommen, aber nach 12 Wochen im Doppelgips war er da fast Olympia-reif
Hoppla, der Schneider war 1964 oder 65, das mit Dany war 68 ..
Schon wieder verirrt, verträumt.
In welchem Zeitabschnitt befand er sich jetzt?
Was wollte Vogel und wer war Vogel?
Wer war der Vogel hinter Vogel ?
So viel war Carlos trotz allen Nebels vor Augen und im Hirn klar:
Es ging Vogel um seinen Kopf.
Aber womöglich ging es dabei auch um Vogels eigenen Kopf.
Was wusste Vogel von Finkh ?
Wusste Vogel von der Verbindung zwischen Hannes Schwarzmüller und Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh?
Suchte Vogel im Rahmen des erneuten Ermittlungsverfahrens – nach der Entdeckung der Fälschung im Bekennerschreiben dieses Obdachlosen in Preungesheim?
Suchte Vogel nach Finkhs Mörder ?
Vermutete Vogel durch ihn, durch Carlos fündig zu werden, Hannes zu finden oder Gerd, die sie beide anscheinend bis heute nicht auseinander halten konnten oder wollten ?
Gerds Mutter war längst unter der Erde, Gerds Vater, der Pfarrer schon über 40 Jahre. Konnte man da noch taugliches DNA finden ?
Vielleicht.
Exhumieren ging immer noch. War aber doch etwas aufwändig.
Bei Hannes war es leichter möglich.
Hannia Schwarzmüller, seine Mutter lebte in der Nähe von Durlach in einem Altersheim. Dort könnte das BKA mühelos ausreichend Proben besorgen, reine Routinesache, wie in jedem mittelmäßigen TATORT.
Und die Leiche oder zumindest Leichenteile des 1972 erschossenen vermeintlichen Hannes Schwarzmüller hatten die Dienste für weitere Ermittlungen sicher konserviert.
Was konnte Carlos gegenüber Vogel raus lassen, ohne Hannes oder Gerd zu gefährden? Weder von Gerd noch von Hannes gab es seit diesem 2. Juni 1972 in Augsburg ein Lebenszeichen, aber welcher von den Beiden war in Augsburg erschossen worden ?
Egal,…
Und wenn du es dir aussuchen könntest ?
Stell mir nie wieder solch eine Frage!
Für Carlos waren sie eh Eines geworden.
Sein Zustand war instabil, aber Carlos war stabil genug, um zu wissen, dass sein Zustand instabil war. „Wir wissen nicht, was die Ursachen für Ihre Blackouts sind, ihren Gedächtnisverlust, ihre Gleichgewichtsstörungen, ihre Schwindelgefühle..“ , orakelten die Weißkittel, Halbgötter in Weiß ? Nö, das nicht. Von Oben herab nur deshalb, weil er lag und sie um ihn herum standen. Nur die leicht feixende Nachfrage, ob er „Wiederholungstäter“ sei, eine Frage, die ihm immer wieder gestellt wurde, machte ihn etwas unsicher. Offenbar konnten die Ärzte an Hand der Röntgenbilder und der Kernspintomographien die Spuren der verschiedenen öffentlich rechtlichen Kopfzerbrechen finden. Seine ebenfalls öffentlich rechtlichen Dauerbesucher ließen auch für die „Schneemänner“ den Rückschluss zu, dass es sich bei Carlos Gehirnerschütterungen, Schädel- und anderen Brüchen nicht um normale Arbeitsunfälle handeln dürfte.
Carlos Hirn arbeitete in Dämmerzustand, im Energiesparmodus, im Schonwaschgang. Langsam aber erstaunlich klar.
Er wusste, er konnte sich nicht lückenlos auf sich, auf sein Gedächtnis verlassen, brauchte Hilfskonstruktionen, um die mosaikstückartigen Erinnerungsfetzen richtig zu ordnen. Hatte nicht Vogel gesagt, er wolle ihm nur bei der Rekonstruktion seines Gedächtnisses behilflich sein ? Dieses hinterhältige Schwein. Unter Druck sollte er nichts ordnen sondern im Chaos Details verraten, die dann der Vogel professionell zusammensetzen würde…
Warum hatten die Ärzte nichts von seinen Doppelbildern erwähnt ? Von den gerissenen Sehnerven ? Das hätten die doch wissen müssen ! Oder doch nicht. War er im falschen Zeitabschnitt, traumwandelte er durch vergangene Ereignisse und hielt sie für gegenwärtig ? Sein Halbschlaf produzierte Albträume, Wahnsinnsspiralfilme. Wenn die Ärzte jetzt seinen Doppelblick nicht erkannten, dann hatte er vielleicht gar keinen, dann war das alles nur Einbildung und über ihm hingen tatsächlich 8 Neonleuchten und nicht vier .. und Geraden wurden durch Schiefen gebrochen und rechte Winkel zu unrechten gedehnt oder gestaucht . Es gab keine wirklichen Parallelen. Hier im Krankenzimmer trafen sich diese Linien nicht erst in der Unendlichkeit. Die acht scheinbar parallel angebrachten Neonleuchten trafen sich bereits über dem Fußende seines Bettes. So gesehen war Rudolf Steiner mit seinem Waldorf-Anthroposophen-Humbug völlig überflüssig! Es gab überhaupt keine rechten Winkel.
Carlos versuchte verzweifelt aus der Waldorf-Spirale zu fliehen. Wann war das Jetzt ?
Er verwechselte Zeitabschnitte, kondensierte Ereignisse, übersprang Dekaden, weil sich die Polizeieinsätze kaum unterschieden. Eine Unterscheidungsmöglichkeit gab es selbst in den Albträumen: wenn ihm Gesichter erschienen, bevor der Knüppel zuschlug, konnte Carlos Szenen aus den 60ern und 70ern gealpträmt haben.
Waren in den Warrior-Rüstungen keine Gesichter mehr zu erkennen, dann mussten die Szenen aus den 80ern und 90ern stammen oder bereits aus dem neuen Jahrtausend
So what? Nemo Problemo!?
Von wegen ! Das Chaos in Carlos Kopf war unbeherrschbar. Er tauschte scheinbar oder tatsächlich austauschbare Figuren aus: Finkh erschien ihm als Vogel, Vogel als Loos oder allesamt wieder als die etwas blasseren anderen Mitspieler bei „Lieber Bulle, böser Bulle“, deren Namen sich in den Wolkenschleiern in Carlos angeschlagenem Hirn aufgelöst hatten. Nebelkrähen, die in diesigem Wetter am Straßenrand geduldig darauf warteten, dass die Raubvögel ihnen etwas Aas übrigließen.
Carlos wachte auf, verharrte aber vorsichtshalber in Scheinschlaf, vergewisserte sich durch die nur spaltbreitgeöffneten Augenlieder, ob er ungestraft die Augen öffnen konnte „Wie fröhlich bin ich aufgewacht, wie hab ich geschlafen so sanft die Nacht, hab Dank im Himmel oh Vater mein… „ Warum fiel ihm jetzt dieses frömmelnde Lied ein, mit dem er als Kind schon zusammen mit der Muttermilch zwangsernährt wurde, ohne es freilich so zu empfinden. Da gab es noch keine Albträume, keine Angstattacken oder vielleicht doch….
Carlos riss sich aus den Kindheitserinnerungen, bevor sie ihn verschluckten und probierte mit aller Kraft den Einstieg in die noch beängstigendere Gegenwart.
Der Vogel schien ausgeflogen zu sein.
Oder war es Loos oder Finkh ?
In welchem Zeitabschnitt befand er sich gerade.
Sein Kopf rangierte 10, 20, 30 Jahre …
Das mit den Doppelbildern, mit dem gerissenen Sehnerv bildete er sich nicht ein, das war Fakt. Vogel war der jüngste in der Reihe. Carlos war sich fast sicher, es musste das Jahr 2006 sein. Er öffnete die Augen ganz weit, suchte sein Zeitraster, die Quadratreihen der Neonleuchten über sich, sah sie nur verschwommen, griff neben sich zum Nachttisch nach seiner Brille. Die Doppelbilder, die gestauchten rechten Winkel, die sich kreuzenden Parallelen waren weg, klar doch, die Augenoperation war erfolgreich verlaufen. Carlos konnte wieder einigermaßen klar sehen.
Vogel war ausgeflogen. Zumindest flatterte dieser Leichenfledderer nicht mehr über ihm. Auch das ein Zeichen, dass er noch lebte. Vogel, dieser Aasgeier. Das Bild stimmte irgendwie schon.
Carlos spürte sich ab Bauchnabel abwärts verwesen.
Hatte er seine Beine noch ?
War sein Henkel wenigstens noch zum Entwässern zu gebrauchen ?
Ein prüfender Griff fand etwas Weiches, was leblos zwischen den beiden Säulen lag, die sich anfühlten wie Teig, wie ungebackene Brotlaibe und wahrscheinlich seine Beine waren.
Heute bleibt der Henkel trocken!
Ha, ha.
Das war überhaupt nicht lustig.
Wie sollte er mit diesem schlaffen Ding umgehen, wie sollte er gezielt Pinkeln, wenn er nicht Mal fühlen konnte, ob dieses tote Stück Fleisch weit genug in der Urinflasche hing.
Und was war, wenn sich diese Taubheit weiter nach oben ausbreitete.
Vogel hatte ihm vielleicht was in den Tropf gespritzt, um ihn weich zu kriegen, seine Selbstkontrolle auszuschalten. War er nur deshalb rausgegangen, um auf die Wirkung zu warten? Mal schnell auf ne Rindswurst und nen Kaffee in die Kantine und dann stank er wieder so, wenn er sich über Carlos beugte.
Da beugte sich etwas über ihn. Vogel war es nicht.
Bilder, wie überbelichtete Dias. Blendend weiße helle Flecken. Verfinsterten sich plötzlich in dunkle Wolken, die sich zu Nasen, Mündern, Augen formten, Gesichter dicht über ihm, so dicht dass er sie nicht richtig erkennen konnte. Jetzt wieder blendendes Weiß, hochgeschlossene weiße Anzüge, Kittel ..er war wieder umzingelt von Schneemännern und dann kamen diese großen Ohren auf ihn zu, man wollte ihn abhören !
Carlos drehte den Kopf – versuchte ihn zu drehen. Es knirschte bedenklich, aber das Knirschen kam nicht von seinen Halswirbeln. Die knackten nur kurz und schmerzten leicht. Aber die Drehung reichte Carlos, um neben seinem ein zweites Bett zu entdecken, ebenfalls mit Galgen und Tropf ausgerüstet. Und was das knirschte, waren die Bettfedern dieses zweiten Bettes.
Carlos sah einen flachatmenden Blondschopf zwischen Kissen und Bettdecke liegen, der sich jetzt langsam zur Seite drehte und ihn mit stahlgraublauen Augen anstierte. Terence Hill-Verschnitt.
So ganz klar schien der Junge noch nicht bei sich zu sein.
Wo war Vogel, wo war Finkh, wo war Loos. Was war los.
Carlos beschlich das Gefühl, in eine Falle geraten zu sein. Bisher konnte er sich wenigstens nachts für ein paar Stunden der Beobachtung und der peinlichen Befragung durch die Kriminalen entziehen. Auch laut denken, fluchen und schreien, bis einer der Pfleger ihn zur Ruhe mahnte: „Wir können Sie auch gerne in die Geschlossene verlegen!“
Das reichte dann zur Beruhigung, denn Carlos wusste aus seinen goldenen Zivildienst-Zeiten, wie man mit auffälligen Patienten und dabei jedes Menschenrecht umging. Beschwerden erhöhten lediglich die Prügelfrequenzen und die Sedativdosierung. AOK hieß Alles Ohne Kontrollen. Ombudsstellen, Patientenfürsprecher, solche sozialdemokratischen Mitbestimmungsspielwiesen waren in der Regel was für Privatpatienten und auch bei denen dienten sie mehr der Beruhigung von Angehörigen als der Abschaffung von Willkür. Bei besonders „querulatorischen“ Fällen schossen die Pfleger zum „Selbstschutz“ die Beruhigungsmittel mit einem Projektil auf ihre Delinquenten.
Carlos war schon froh, dass dabei nicht mehr ins Auge ging. Szenen wie aus dem Schlachthof. Die „Brüder“, wie sich die Pfleger in den Anstalten der Inneren Mission nannten, waren eben beim Abfingern wesentlich sicherer als beim Abdrücken, obwohl besonders die Älteren direkt nach dem Morgengebet im Speisesaal vor wie nach dem Frühstück sich mit ihren Schießkünsten bei der Wehrmacht brüsteten. Für den Treppenjäger war das prustend spuckende Imitieren eines Maschinengewehrs die ritualisierte Einstimmung auf den Arbeitstag, Morgengebetsverlängerung: „ Und so hab ich dann einen Russen nach dem anderen kalt gemacht!“ Jeden Morgen ein „Unternehmen Barbarossa“. In seinen über 20 Inneren Missionsdienstjahren hatte er als Fortsetzung seiner abgebrochenen Äußeren Mission an der Ostfront offenbar große Teile der Roten Armee liquidiert. Morgen für Morgen mindestens Zehn ostische Untermenschen, mal 364, mal 20, und die , die er mit dem Nachtgebet noch erledigte noch nicht mal mitgezählt ergab das eine stolze Abschusszahl von über 60.000 … und das Haus hatte so ungefähr 40 Brüder und davon mindestens fünf „Barbarossa-KleinUnternehmer“
Der Treppenjäger sorgte für Ordnung in der Anstalt, in diesem Haus Gottes. Gleich nach den Russen beim Morgengebet stürzte er sich noch am letzten Stück Frühstücksbrot kauend auf sein tägliches Zweitopfer im Treppenhaus, den Trambahnmaler. Carlos hätte tagtäglich das Bild dieses Trambahnmalers malen können. Es hat sich in sein Hirn gebrannt. Dieser weich wirkende hartnäckig versteinert still stehende Zeichner, der nicht von der immer gleichen Treppenstufe wich, auch wenn er sein Bild fertiggezeichnet hatte. Ein Bild, das einen weich wirkenden hartnäckig versteinert still auf der offen Plattform eines Straßenbahnwagens stehenden Mann zeigte, der einen Foxterrier wie sein Kind im Arm hielt, fast so wie der Zeichner seinen Zeichenblock, dessen oberstes Blatt mit dem fertig gezeichneten Bild er jetzt am rechten perforierten Rand mit dem Bleistift vorsichtig löste und es nach links umblätterte, wo es sich mit äußerster Vorsicht erst über und dann unter die vielen anderen Blätter mit den gleichen Bildern legte, um so dem nächsten Blatt, dem nächsten Trambahnfahrer mit Hündchen Platz zu machen …
Carlos hatte den Ton abgeschaltet, das Kreischen der Patienten, das Schreien der Pfleger, das Getrappel der Holzpantinen auf den Fluren, jetzt musste er nur noch den Geruch wegblenden – ein Szene voller Ruhe, Adolf Menzel hätte das Licht und Schattenspiel mit diesem unverrückbaren verrückten verzückten Zeichner auf der Treppe sofort gemalt. ..die Morgensonnenstrahlen im staubigen Dunst des Anstaltstreppenhauses. Der Tramfahrer hätte auch ein Heiligenbild von Caspar-David Friedrich abgeben können.. Delacroix hätte ihn als Spanier gemalt….
Mitten in diese Menzel-Friedrich‘sche Idylle stürzt der Treppenjäger auf sein Opfer, brüllt mit sich überschlagender Stimme, prügelt auf den Zeichner ein, zerrt an ihm herum, versucht ihn die Treppe hinunter zu drängen, kann ihn aber keinen Zentimeter bewegen. Der Trambahnfahrer stöhnt nur leise unter den Schlägen , bleibt aber stehen wie ein Baum, eine Säule, bis zwei weitere Brüder dem Treppenjäger zu Hilfe kommen, dem Zeichner die Arme auf den Rücken drehen und ihn gebeugt von der Treppe weg in Richtung Keller zerren. Wenn er sich nicht zu stark wehrt, kriegt er die Sedierungsspritze schon auf der Treppe. Sonst folgt im Keller die Gitterzelle und aus sicherem Abstand der Fernbeschuss mit dem Projektil …
Es war zum Verrücktwerden.
Carlos kniff sich ins Ohrläppchen. Er hatte sich verträumt. Das war doch 1966 oder 67, als er mit einer Überdosis vergeblich die Flucht aus diesem evangelischen PsychoThriller versucht hatte. Heil- und Pflegeanstalten der Inneren Mission. Nieder-Ramstädter Heime. Der Name der Rose mit seinen bettelmönchigen Qualtingerszenen im Kloster Erbach war dagegen eine Kinderbelustigung. Wolfsrachen und Fischhäute, mehrfach behinderte Kinder mit heraushängenden Enddärmen, menschenähnliche Wesen, die sich beim Füttern in die Löffel verbissen, um den Pfleger nur für ein paar Sekunden länger bei sich am Bett zu halten, deren Gaumen und Gebisse zerstört waren, weil man den Biss nur mit dem Verkannten des Löffels gewaltsam öffnen und so den Löffel aus diesem Loch im Gesicht herausziehen konnte, um den Löffel und dann das beißende Loch wieder zu füllen oder das nächste urlautende Bett abzufüttern. Das alles war noch zu ertragen. Carlos lernte diese Fast-Menschen-Kinder kennen und auch fast lieben, wenn sie ihm grunzend mitteilten, dass sie sich freuten, wenn er an ihr Gitter-Bett kam. Unerträglich wurde es aber, wenn Carlos mit ansehen musste, wie die christlichen Brüder diese Wesen schlugen und sexuell missbrauchten ….
Das Aufwachen nach dem missglückten Selbstmordversuch war genauso vernebelt wie jetzt, wo er sein Zeitregister an der Decke nicht klar erkennen konnte.
Verlaufen, verfahren, verloren, verirrt ? Verträumt.
Hatte er im Schlaf gesprochen ?
Die Mittsechziger Phase war nicht so riskant. Hoffentlich hatte er von den Anderen nichts erzählt.
Carlos musste sich zukünftig noch schärfer kontrollieren. Kontrolliert schlafen ! Kontrollierter Halbschlaf.
Wie lange sollte das hier noch dauern? Das war Folter. Es reichte ihm.
Nicht nur, dass er nicht wusste, was dieser Vogel von ihm wollte. Er bekam keine Auskunft darüber, was mit ihm und wann es passiert war. Was man und wer was mit ihm vorhatte.
Und wenn sie ihm es sagten, konnte er ihnen glauben?
Natürlich nicht, und wenn doch, was nützte es.
Was war wahr, was stand fest?
Die Erde war fließendes Magma mit dünner abgekühlter Schale.
Alles war im Fluss. Die Kontinente drifteten auseinander und aufeinanderzu, unter- und übereinander , Italien schob sich unter die Alpen. Bayern versuchte die Zugspitze zu überwinden. Der ostafrikanische Graben wurde jährlich um einen Zentimeter breiter und so und so stand der Weltuntergang vor der Tür. Endete nicht der Mayakalender 2012 ? Mit einem Blick zur Decke in sein Neonlampenzeitraster wollte Carlos sich vergewissern wie viel Zeit ihm da noch blieb.
Er schaffte es nicht.
Hochnebel, ?
Eher wie Schlieren aus Flugasche, dunkelgrau.
Kam das jüngste Gericht etwa schon vorzeitig ?
Alles im Fluss, Nichts steht fest.
Auf nichts ist Verlass.
Nur dieser sau doofe, pseudoschlaue Spruch schien zu stimmen, den jeder Halbbildungsbürger bei allen unpassenden Gelegenheiten absonderte:
Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Na, toll!
Zweiter Versuch.
Carlos suchte am Galgen, der nicht bis in den Nebel reichte, vorbei nach seinem Kalender.
Sonst konnte er ihn immer durch das Dreieck des Trapezgriffes orten. Doch das Neonraster wurde von dunklen Wolken verdeckt, die durch das Krankenzimmer zogen.
Wolken im Zimmer?.
Das war hier doch keine Open-Air-Veranstaltung!
Er rieb sich die Augen, doch die Wolken blieben, wanderten mit seinem suchenden Blick.
Er schloss die Augen und wartete, öffnete sie wieder, der Nebel war noch da, aber etwas verschoben und heller.
Er schloss die Augen noch einmal und übte sich in Geduld.
Augen auf!
Wie bei einem Kindergeburtstag oder an Weihnachten bei der Bescherung.
Schöne Bescherung !
Er hatte die Wahl zwischen Schlaf in den Augen oder beginnendem grauen Star oder sowas.
Netzhautablösung, Glaskörpertrübung? …
Er entschied sich für nicht ausgewaschenen Schlaf, was ihm schon deshalb logisch erschien, weil seine Augen aus verschiedenen Gründen sehr stark tränten. Wohl auch in Schlaf. Er wischte sich erneut die Augen und …. hatte wieder freie Sicht. Carlos landete Punktgenau in einem Planquadrat seines Biografie-Registers an der Decke.
Da kommen Heimatgefühle auf.
Hier stimmten die Verhältnisse: zehn Mal zehn Zentimeter, so schätzte er zum ixten Mal, waren die Quadrate groß.
Gerade noch in Angst und Schrecken war Carlos wieder im beruhigenden AlltagAllnachtRhythmus seines Krankenlagers angekommen, Gefangenenlager würde die Sache nicht ganz treffen, aber irgendwie kam es ihm schon so vor …
Die vergitterten Neonlampen maßen rund Dreißig Zentimeter auf zwei Meter. .
Die Dritte Leucht-Spur hätten sie sich sparen können, zweispurig ? Einspurig hätte auch gereicht. Oder war es tatsächlich nur eine Leuchtspur , nur er hatte wieder Doppelbilder ?
Carlos hatte seine Biografie in Zehnjahresabschnitte eingeteilt. Der Bereich der pränatalen Ereignisse zählte für im ersten neonQuadrat von 1936 – dem Jahr der Nazi-Friedensolympiade, mit dem Fackellauf-Erfinder und Lieblingvorturner des Führers Karl Diehm- bis 1946, 1946 bis 1956 mit den prägnanten Datum des KPD-Verbotes und des „Ungarnaufstandes“, 1956 bis 1966, dem nicht minder wichtigen Datum des Beginns seiner Bundeswehr-Karriere als Offiziersanwärter und Unteroffiziers-Ausbilder, von 1966 bis 1976, 1976 bis 86 , da war doch Tschernobyl, dann bis 96 …..,
Carlos konnte sich daran erinnern, dass er in einer vorherigen Wachphase kein Register für aktuelle und zukünftige Ereignisse angelegt hatte .. also musste 2006 und Folgende Jetztzeit sein.
Danach, also nach dieser Zeitrechnung konnte der Blondschopf neben ihm nicht Peter Jungmann sein.
Und nicht Finkh fehlte im Zimmer an seiner Seite sondern Vogel oder sogar dessen Nachfolger ?
Nein es musste Vogel sein, der gerade nicht da war. Vogel war in den Endsechzigern-Anfangssiebzigern noch ein Jungspund neben dem guten Bullen-Opa Finkh. Der Vogel war in den Siebzigern vielleicht noch keine 30 und jetzt wie Finkh in den Siebzigern kurz vor der Pensionierung. Warum war der Vogel so heiß auf ihn, auf Hannes und Gerd ?
Carlos wunderte sich über seine selbst im Halbtraum doch recht ordentlich funktionierenden analytischen Fähigkeiten. Er träumte schon davon, sich beim Träumen zu beobachten. So weit waren die Bullen gottseidank noch nicht. Noch war er , nein er fühlte sich manchmal wie der HERR SEINER Träume:..Traumhafte Selbstüberwachung! Selbstbeherrschung. Doch Carlos bekam manchmal richtig depressive Schübe beim Gedanken, nicht einmal mehr im Schlaf entspannen zu können. Immer auf dem Posten! Und meistens merkte er diesen Stress gar nicht.
Er überging ihn.
Das war mittlerweile alltäglich und allnächtlich.
LowLewel-Torture.
Trotzdem war es irgendwie beruhigend und so gesehen weder Alptraum noch Folter. Denn Carlos war erleichtert darüber, dass er sich im Traum noch kontrollieren konnte. Seine Befürchtungen, er könne im Schlaf Finkh, Loos oder Vogel zu viel erzählen, hatten sein Unterbewusstsein so tief geprägt, dass er selbst die Träume zensieren konnte.
Mensch bleib realistisch, das geht doch gar nicht.
Klar, was aber war , wenn das alles nur ein Traum war, wenn er sich doch nicht lückenlos kontrollieren konnte. Wie weit kann ich mich auf mich selbst noch verlassen ? Kann ich meinen Träumen trauen ? Meinen halbwachen Gedanken ? Zwischendurch konnte er nicht mehr zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden, zwischen Wachheit und Schlaf..
Carlos begann sich wieder in den ihm schon vertrauten Traum-Gedankenspiralen zu bewegen, die immer enger wurden und ihm die Gurgel zudrückten: das Kind liest ein Buch mit einem Titelbild, das ein Kinds zeigt, das ein Buch liest mit einem Titelbild, das ein Kinds zeigt, das ein Buch liest mit einem Titelbild, das ein Kind zeigt beim Lesen eines Buchers mit einem Titelbild, auf dem ein Kind abgebildet war, das ein Buch liest …
Ich muss mich wecken ! Ich muss das nicht träumen!
Träumte er?
War er Escher ?
Hatte der sich nicht umgebracht, weil er aus seinen Labyrinthen nicht mehr heraus kam ?
Ich muss hier raus!
Aber wie?
Carlos durchstöberte sein Hirn auf der Suche nach Weckmitteln. Wachhaltemethoden, für die er keine fremde Hilfe brauchte. Wie hießen noch Mal die Wunderpillen , die er beim Abi eingeworfen hatte, nach durchpaukten und durchsoffenen Nächten?
AN1!
Nur hatte er jetzt keins.
Vor ihm stand der 24-Tonner… oder fuhr er ? Nee, der steeeeht.
Carlos fliegt durch eine Milchstraße voller Glasscherben … Ganz ohne Aufprall durch die Hülle der Paradieskugel…
war das das Schneetreiben,
wer hatte ihn durchgeschüttelt?
Carlos flog durch die Nacht des Alls.
….
mit dem überladenen LKW . Statt 7,5 Tonnen hatte er 8,5 geladen. Deinhard Lila, dem Lockmittel für die Kundschaft am Stand der Deutschen Leasing auf der Hannovermesse.
Der Stand sollte längst stehen.
Er stand aber noch nicht.
„Wir können uns keine Konventionalstrafe leisten!“ brüllte der Chef durch die sich schon füllende Messehalle.
Nicht nur der Sekt fehlte.
8 Tonnen Deinhard Lila beim Großhändler in Mühlheim laden, ein halbe Tonne Schnittchen und Snacks beim Grossisten in Offenbach, letzte Deko-Drucke beim Siebdrucker in Bergen-Enkheim abholen.. Oh diese scheiß schönen Dorf-Gassen, verträumt und eng. Toll. Mach dir mal nen schönen Abend: Wendemanöver in der Fußgängerzone … Gottseidank um Mitternacht kaum mehr jemand in diesem Totehosenstadtteil unterwegs, nur ein paar Besoffene. Aber die kamen mit Papierkörben, Blumenkübel und Sitzbänken immer gern unter die Räder. Super Schlagzeile für Bild Frankfurt „ Betrunkener von 8 Tonnen Sekt überrollt“ …Drei Stunden warten. „Die Sachen sind fertig, aber noch nicht transportfähig, die müssen noch trocknen!“ dröhnt es aus dem halbdunklen Kellereingang der Hinterhof-Druckerei. Eine zweite Stimme kommentiert: „ Sind wir auf die Arbeit, net auf das Flucht! Sigar! Sigar!“ Schwaden von Druckfarbenchemie wallten ihm entgegen, Carlos traute sich nicht durch die niedrige Tür. Wahrscheinlich wurden hier früher Kartoffeln, Rüben und Koks eingelagert. Der klapprigeTürrahmen sah noch so aus. Das war nicht nur Druckerschwärze. Kein Wunder, dass hier Griechen arbeiteten, Bückmäen wären noch besser geeignet gewesen..
Nix wie weg! Raus aus den Gassen. Autobahnauffahrt. 3 Uhr zwanzig, HR3 bis zum Anschlag. Bloß wach bleiben. Einreihen in die Schlange zwischen die 26-Tonner aus Holland, Italien, Türkei … und gleich im Stau.
Der LKW vor dir bewegt sich nicht, er steht und du stehst auch – bei laufendem Motor. Warum jetzt beim Vordermann im Stehen die Bremslichter aufleuchten ? Warum tritt der auf die Bremsen, wenn er steht? Und dann dämmert es dir in bleierner Zeitlupe: der Vordermann steht nicht, …. noch nicht., aber du fährst mit weit über Hundert auf den fast stehenden Vordermann auf. Und dann willst du blitzschnell bremsen und mitten in diesem Reflex denkst du in Zeitlupe nicht so schnell, Stotterbremse ? Hat dein Bock nicht ABS ? Warum kommt das alles in Zeitlupe in meinen Kopf? Da war doch schon vorher etwas, was blitzschnell gehen sollte, aber nur im Schneckentempo kam. …du gibst dir einen Stoß, willst dein Denken beschleunigen, denn du hast nur Bruchteile von Sekunden. Du musst schnell entscheiden.. Deine PS geben aber die notwendige Beschleunigung nicht her.
Oder ist der Tank leer ?
Was Falsches getankt.
Hast nur Diesel und bräuchtest jetzt Super, nein Kerosin ! ….
Dann eben langsam – und wenn es nicht reicht, dann reicht‘s eben nicht.
Und du weißt, dass du nichts mehr ändern kannst.
Du bist plötzlich die Ruhe selbst – so ruhig, als wäre alles schon passiert – und deine zerquetschten Überreste würden gerade aus dem Führerhaus gekratzt.
Und dann trittst du seelenruhig auf die Bremse und weißt, dass du eigentlich schnell bremsen müsstest, um nicht auf den dicken Belgier vor dir aufzufahren.. und dass du eigentlich langsam stotternd bremsen müsstest, weil dich sonst 8 Tonnen Deinhard Lila durch die Frontscheibe schieben..
Und dann bremst du ganz schnell – Vollbremsung langsam stotternd, irgendwie Beides gleichzeitig.
Hinter dir krachen die 8 Tonnen Deinhard lila, eine halbe Tonne Schnittchen und ein Zentner Bleche mit Deko-Siebdrucken und blöden Sprüchen: „Leistung aus Leidenschaft“ .. mit Vollgas gegen die keinen halben Zentimeter dünne Rückwand des Führerhauses.
Sie krachen nicht, die Tonnen drücken eher gemächlich, behäbig und ihrer Kraft bewusst gegen die ängstlich ächzende Trennwand. Die Gurte sind zum Zerreißen gespannt wie deine Nerven und wenn sie reißen, dann wirst du von Sekt erschlagen- ein schöner Tod. Fast wie vorhin beinahe der Besoffene. Fernfahrer von Deinhard Lila erschlagen. Nein zerquetscht. Prickelnd!
Und vorne ? Carlos sieht die Scheibe und den Belgier auf sich zukommen.
Er fliegt durch eine Milchstraße voller Glasscherben ganz ohne Aufprall durch die Hülle der Paradieskugel … durch nächtliches Schneetreiben ins All..
Blitzalptraum – Sekundenschlaf..
Carlos schreckt auf , bremst zitternd schweißgebadet.
10 Zentimeter trennen seine Flachschnauze von der belgischen Stoßstange.
Carlos wusste genau, warum ihm die alten LKWs mit den langen Schnauzen lieber waren.
Oder wenigstens die Halbschnauzen von Magirus Deutz und Mercedes Benz.
Aber nein, wenn die Kings oft the Road die Füße mit dem Gaspedal schon fast im Arsch des Vordermannes hatten, brachte das eben anderthalb zusätzliche Lademeter…..mindestens.
Carlos, wie war das mit dem Wachbleiben ?
Den Auffahrunfall hatte er offenbar im Traum geträumt, sonst könnte er sich jetzt nicht zum Aufwachen ermahnen. Aber in der ersten Traum-Schlafebene könnte sich ähnlich katastrophales ereignet haben oder anbahnen. Gut, die Todesstrafe würden sie nicht gleich wieder einführen, aber ein paar Jahre Knast sind auch nicht ohne .. und das vielleicht nicht nur für ihn.
Was wollte Vogel von ihm ?
Nein, nicht wirklich von ihm, Vogel fragte immer öfter nach Hannes und Gerd, nach beiden.
Das waren die Opfer, über denen dieser Geier kreiste.
Er schien dabei Gerd für einen Decknamen von Hannes zu halten.
Dabei sollte es bleiben,
Carlos musste ihn darin bestärken.
Auch wenn er selbst nicht wusste, welcher von beiden in Augsburg erschossen worden war.
Was wollte er von den Beiden.
Vogel hatte schon ein paar Mal nach dem Kuvert gefragt, das Carlos nach Zürich gebracht und es Hannes oder Gerd am Flughafen Glattfelden übergeben hatte oder war es in Basel oder in Bern?
Die ICE-Fahrt nach Basel, die er mit einer Fahrkarte nach Zürich angetreten hatte, um eventuelle Verfolger abzuhängen …
Aber Vogel kreiste gerade nicht, die Luft war rein.
Carlos entspannte, sank zurück ins Kissen und ließ sich rückwärts in freien Fall durch die Atmosphäre gleiten. Carlos! Wach bleiben ! Bremsen, Reißleine, sonst öffnet sich der Fallschirm nicht und du machst den Möllemann! Carlos war zu schwach, nicht unangenehm, er wollte, er konnte den warmen Lufthauch nicht verlassen, der ihn in den Schlaf streichelte. Flog er in Zeitlupe ?, segelte er ? Das war kein Fallen.. er glitt dahin….. Wohin ? Unter ihm gierte die Erde, wartete auf seinen Aufprall… Da passiert nichts, du gleitest … Carlos glitt in den Schlaf …. zurück hinters Steuer, nein das war kein Cockpit, er glitt hinters Lenkrad seines Siebenkommafünftonners.
Wach bleiben.
Eigentlich sollte ihn jetzt sein Beifahrer aufmuntern, – nein nicht streicheln, wachhalten! oder ihn ablösen.
Aber nicht nur die Schnauze fehlte an seiner Kiste, auch der Beifahrer war weggespart worden. Und meist schlief der , der Alte, bevor sie ihn rausgeworfen hatten. Das war soundso mehr ein Beischläfer. Wenn er Carlos nicht die Ohren voll sabbelte. Zum Schluss hätte Carlos ihn auch gar nicht mehr ans Steuer gelassen.
In die Ohrenkneifen bis der Schmerz nicht mehr auszuhalten ist. Das treibt die weißen Elefanten von der Fahrbahn.
1973: Hauptkommissar Finkh in Frankfurt ermordet. Die „Putztruppen“-Mordsgeschichte 1968-2008/18
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Im Hinterhof einer besetzten Westend-Villa liegt er mit eingeschlagenem Schädel, ein Jahr vor seiner Pensionierung, kurz bevor er sein Lieblingskind aus der Taufe heben konnte: die Stabsstelle “Sauberes Frankfurt”, die zivile Ergänzung seiner Spezialeinheit in der politischen Polizei im 18. Kommissariat – mit dem Spitznamen “Putztruppe”. Keiner wusste so genau, wer dazu gehörte. Nur der harte Kern war bekannt: die Kommissare Vogel und Loos und Finkh als Chef. Und der hieß polizei-intern nur “der Schmutzfinkh”. Und es ging ein Gerücht um im alten neobarocken Polizeipräsidium in der Friedrich-Ebert-Anlage: der Schmutzfinkh hätte ein Nummernkonto in der Schweiz. 1000 Jahre Frankfurt putzen hätten ihm dieses Konto prall gefüllt. Aber wie das mit den Gerüchten halt so ist, belegen kann man’s nicht.
Von dem Michelstädter Friseurmeister Rodemich, der in der End40ern und den 50ern zu den besten Friseuren Deutschlands gehörte und nicht nur alle Filmsternchen aufdonnerte sondern auch die ersten Adressen des Frankfurter Rotlichtmilieus versorgte: u.a. die Matura und die Nitribit,
….. von diesem Meister kam der leise Tipp, es könne sich beim Tod des Schmutzfinken um einen Racheakt von Leuten aus der “Sonne von Mexiko” handeln. Diese Kneipe am Frankfurter Allerheiligen-Tor war die Kommandozentrale des Frankfurter Unterwelt-Königs mit dem Spitznamen “Stalin” und seiner Frau Margarete, die von dort aus die Breite Gasse, den “Broadway” kommandierte. Meister Rodemich war für das Styling der Mädels zuständig. Der Friseur war auch mit “Stalins” Chef-Autoschieber Willi Münch gut befreundet, der sich Ende der 60er zur Ruhe setzte und -ganz zufällig- Michelstadt zu seinem Ruhesitz erkor und dort am Lindenplatz eine Kneipe aufmachte, den “Bürgerkeller”.
Verhörprotokolle, Notizen, Zeugenaussagen, Berichte, Reportagen, Autobeichten, Erinnerungen Geständnisse …
Recherchen zum “Alt68er”-Mord an dem Frankfurter Kriminalhauptkommissar Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh am 10. August 1973 durch Unbekannt
Der Ordner mit über 400 Seiten dieses Berichtes verschwand 2001 bei einem selbst durch sonst für BKA, BND & CIA tätige IT-Spezialisten nicht zu reparierenden Festplatten-Crash in internet-Nirwana. Leider hatte auch Schäuble von dieser Scheibe keine Copy. Peter Zingler hat die Datei, die ich ihm mit der Bitte um Co-Lektorat geschickt hatte, nach seinem vernichtenden Urteil (“einen so quer-strukturierten Roman habe ich noch nie gelesen!”) gelöscht.
((( jetzt kommen Fragen, warum Peter Zingler? Ich hatte bei ihm “noch etwas gut” :-0)))): Als Peter Zingler lange vor seinem Aufstieg zum “Roman-Fabrikanten” & TATORT-Drehbuchautor noch in Weiterstadt im Knast saß, hat mir der Hanauer Dieter Schüssler von seinen Knacki-Schreibwerkstätten erzählt. Dann habe ich zu Beginn der 1980er die ersten Rezensionen über Zinglers Bücher für die Neue Hanauer Zeitung (nhz)geschrieben: “Notizen aus der Mülltonne” & “Spur 139”, erschienen in einem Mainzer Kleinverlag. )))
Der hier vorgelegte Bericht-Teil ist ein Remake , entstanden aus Manuskript-Fragmenten, aus Werk-Lesungen, bei denen der Bericht freihändig erzählend und von Mal zu Mal ergänzt vorgetragen und danach wieder niedergeschrieben wurde.
Vorab sei hier schon Mal angemerkt, dass es schenkelklopfende Lachsalven gab bis zum sprichwörtlichen Totlachen im Polizeipräsidium in Bankfurt, als dort bekannt wurde, dass die Fischer-Friends BodyGuard vom Spontifex MachoMax “Putztruppe” genannt wurde. Bis zu dem bekannten Fischer-Springerstiefeltritt auf einen am Boden liegenden Polizisten (dieses Bild ist im Internet nicht mehr auffindbar!!) hielten die Normal-Bullen Fischers HiWis für eine Playmobil-Ausgabe der wirklichen PUTZTRUPPE, die bereits seit 1921 die Main-Metropole politisch säuberte. Vater und Großvater Finkh und dessen Ziehsöhne & -Enkel waren von Landmann bis Feldmann – also weit über 1000 Jahre stets schlecht aber doch besser als die Normal-Proleten bezahlte Säuberer Frankfurts …
Vorab zwei: Armin Golzem, der mich schon 1966 bei meiner Verweigerung als Offiziersanwärter und UFFZ-Ausbilder in der Bundeswehr unterstützt hatte, hat mir kürzlich im Gespräch über meinen Roman gesagt, er hätte ohne den Schutz durch die Putztruppe seine anwaltliche Arbeit in Frankfurt nicht mehr leisten können. Das glaube ich auch, nur mir geht es ja nicht um die instrumentalisierten Jungproleten sondern um die Macht-Politik der Oberkommandierenden Atlantikbrücken-Fischer und Cohn-Bombits. Und der Golem, wie wir ihn auch gerne nannten, hat mich 1968 schließlich aus den Dauerverhören durch Finkh, Vogel & Loos im Krankenzimmer befreit per Einstweiliger Verfügung. Danke, lieber Golem!!!
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Die Fakten lagen so klar auf der Hand, beziehungsweise auf den Schreibtischen der zuständigen Ermittlungsgruppen wie das etwa ellenlange Stück verzinktes Wasserrohr in der Hand des verfuselten Obdachlosen, zwischen dem überquellenden Müllcontainer und dem toten KWFF –oder KW2Eff wie er sich abkürzte- im Hinterhof einer damals noch immer besetzten Villa im Frankfurter Westend, einer der wenigen, die die Räumungsprügelorgien der Polizei erfolgreich vom Häuserrat verteidigt überstanden hatten. Die Kollegen vom 18.K, dem politischen Kommissariat, die zeitgleich mit der Spurensicherung eintrafen, waren abgebrüht genug, nicht gleich in Depressionen und Gejammer zu verfallen, weil es einen von ihnen erwischt hatte. In ihrem Bereich war der Tod zwar nicht genauso präsent wie bei der Mordkommission, die ebenfalls am Tatort herum hektisierte, aber auch im 18. gehörte der Tod zum fast alltäglichen Geschäft. Sogar Polizeipräsident Knut Müller gab sich die Ehre, OB Arndt sonnte sich im Blitzlichtgewitter und es wurde gemunkelt, dass außer LKA und BKA auch noch die oberste Etage aus Wiesbaden eingeflogen würde. Vogel, Finkhs Ziehsohn und sein designierter Nachfolger probte etwas verfrüht bereits den Aufschwung in den Chefsessel und spielte in einer kurzen Nebenbemerkung in Richtung PHM Loos, seinem kommenden Assistenten auf Finkhs internen Spitznamen an: „Nomen est Omen“ … Loos nickte artig wie beiläufig: am Tatort, wenn er es denn tatsächlich auch war – sah es aus, als hätte sich der Schmutzfinkh mit dem Obdachlosen um Essensreste aus dem Container geprügelt. Doch, wenn man wusste, was die Hausbesetzer so an Müll übrigließen, worum sollte sich da ein offenerkennbar erfahrener Trebegänger geprügelt haben und dann auch nicht Mal mit einem Kumpanen sondern mit einem leibhaftigen Kriminalhauptkommissar.
Vom Kräftevergleich her gesehen durchaus möglich: Finkh war an die 65, kurz vor seiner Pensionierung… Aber die Spurensicherung hatte den vermeintlichen Rost am Wasserrohr als Finkhs getrocknetes Blut erkannt, sogar einige Haare aus Finkhs schütteren Bestand klebten am Wasserrohr und .. das Rohr passte 100%ig in die Delle in Finkhs Schädel. Beide stanken nach dem gleichen Fusel, aus der Flasche, die der Obdachlose mit der Linken fest umklammert durch sein Delirium gerettet hatte. Ein erster Alkoholschnelltest ergab satte 1,2 Promille trotzdem eindeutig unterhalb der Schuldunfähigkeitsschwelle. Es schien auch wesentlich mehr von dem Fusel auf die Klamotten und das Pflaster als in den obdachlosen Hals geflossen zu sein. Finkhs Blutalkohol lag unter der nachweisgrenze. Bei ihm steckte alles nur in den Kleidern. Kampfspuren waren bei ihm nicht zu erkennen. Bei seinem vermutlichen Mörder ebenfalls nicht. Also doch kein Streit ums Fressen. Finkh war von hinten erschlagen worden, ohne dass er sich geweht hätte, ohne sich wehren zu können.
Eigentlich ein klarer Fall. Doch Vogel schmeckte die Sache nicht, es waren zu viele Merkwürdigkeiten im Spiel. Warum ausgerechnet Finkh und nicht einer der HIWIS aus der Truppe, warum im Hinterhof dieses Hauses, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Metzgers Hauptquartier, das vor gut trainierten Bodygards fast aus den Nähten platzte. Das war alles zu glatt. Und warum tanzte hier die ganze Vip-Loge den Kriminal-Tango? „Sind wir hier bei Dreharbeiten? Gibt’s en neuen TATORT ?“ – Loos assistierte „Die nächsten Wahlen stehen vor der Tür“ . Mag sein, aber auch das war zu einfach … War Finkh vielleicht alleine auf dem Weg zu Metzger gewesen? Keiner auf der Dienststelle wußte von Finkhs Westendbesuch. War er privat hier gewesen ? Schlecht vorstellbar oder doch, gerade deshalb. Man konnte diesem alten Trüffelschwein alles zutrauen. Der glaubte unbeirrt an die eigene Unfehlbarkeit. Finkh hatte neben den offiziellen auch eine ganze Reihe inoffizieller V-Leute an der Hand. Vogel kannte sie alle. Alle ? Es gab immer eine gewissen Nähe zwischen Jäger und Gejagten. Wer Frankfurt säubern will, muss sich im Dreck auskennen.
Christine saß – den Minirock kaum weiter hochschiebbar – breitbeinig neben mir in den endlosen Tiefen der Kinosessel im ESPLANADE versunken. Das war traumhaft, die dicken Plüsch- Polster dünsteten eine Duftmischung aus Schokolade, Poppkorn, airfresh und sonstigen Lebenselexieren aus. Aber auch hinderlich, denn die Armlehnen konnte man in Gegensatz zu denen in Zugabteilen der ersten Klasse nicht hochklappen. Was dort bei zugezogenen Vorhängen und Tunnelbeleuchtung oder der nicht seltenen Bundesbahntotalverfinsterung meist wunderbar klappte, wenn man das Geld für die ersten Klasse hatte, das klappte hier auf den günstigen Plätzen der Rasierlogen jedenfalls nicht, zumindest nicht so leicht. Auf den billigen Plätzen wurde auch das softeste Petting zum Kraftsport für Fakire und Hürdenläufer. Limbotraining. Drunter oder drüber? Und das immer am Rande der chronischen Genickstarre.
Ich wußte nicht wie mir geschah, Christine saß tatsächlich neben mir im Kinocenter an der Hauptwache und ich traute mich schon kurz nach der Werbung – als die Langnesetante ihr Eis am Stil tiefdekoltiert sublimationsanimierend über die Reihen gebeugt an die Leute gebracht hatte – mir war das alles zu teuer – mein Job-ergänztes Honeffer, jaja, nerv nicht, so hieß damals das BAFÖG und musste nach dem Studium zurückgezahlt werden, das reichte zwei Mal monatlich fürs Kino auf den Spar-Plätzen. Die Knutsch-Couchen in Rang 4 , den hintersten Logenreihen, waren unerschwinglich. Warum war das eigentlich in Theatern und Opernhäusern anders, da waren doch die hintersten Reihen am billigsten und die erste Reihe unbezahlbar! Was für ne Frage? Hier kam der Geldadel in Tuchfühlung mit den Schauspielerinnen und Sängerinnen, wo erste Blickkontakte geknüpft werden konnten und die großen Scheine die jeweils gewünschten Ausschnitte erreichten..
Ich schweife ab. Hannes hat mir das so oft gesagt, Mensch schweif doch nicht immer ab, so wird das nie was, konzentrier dich auf das Wesentliche , Hannes war manchmal unheimlich hilfreich: was bitte war wann das Wesentliche ? Woher sollt ich das als provinzieller Novize wissen. Wenn ich Glück hatte, kam mir der Meister dann mit Bauernregeln, Volksweisheiten und Kinderversen unter dem Motto: Kindermund tut Wahrheit kund. „Findst Du den Spruch auch ganz bescheuert, Du bist genau wie jedermann letztendlich schwanzgesteuert. Es liegt – selbst angeschwärzt durch Emma- die Lösung in und neben dem Dilemma. Das half im Kampf der antagonistischen Linien der sexuellen Revolution bei der Überwindung von Probleme in der Praxis ungefähr so viel wie die Rote Fibel mit ihren Mao-Sprüchen beim Krachen der Türfüllung im zweiten Stock der Uhlandstarße 47, wenn unter Vorwegnahme eines später geflügelten Volksbankspruches der öffentlich-rechtliche Zugriff stattfand: dem „Wir machen den Weg frei!“ sollten wir nach Mao-Tse-Tung das „Wenn der Feind uns angreift, ist das gut und nicht schlecht!“ entgegensetzen. Das mag ja alles objektiv seine Richtigkeit haben, aber ganz subjektiv, kostete die Reparatur der Türe ein Stange nicht vorhandenen Geldes, abgesehen von den Tagen und Wochen Arbeit, die wieder kein Schwein in der WG machen wollte. Streitereien, ob die Anschaffung einer neuen Türe oder die Reparatur der alten mit ihren klassizistischen Tür- Kassetten und Zierleisten bourgeoise oder proletarisch war. Die korrekte politische Linie war entscheidend – nur welche war welche ? Allein der Gedanke an die endlosen Referate des sattelfestesten Linienreiters in der Uhlandkommune lösten nicht nur Pantomschmerzen kommender Magengeschwüre aus. Was halfen mir da Hannes Sprüche und die Mao-Fibel? Konnte man nicht ganz einfach die Türe so reparieren ? Musste jede Pisstoppentleerung politisch begründet sein? Wie wurde proletarisch Geschirr gespült und Müll runter getragen ? Oder waren etwa Schädel- und andere Knochenbrüche mit dem Festhalten an der politisch korrekten Linie zu schienen und zu flicken ? Musste man oder Frau beim Ficken, Vögeln, Bumsen , wie, wo und was auch immer vorher den Weiberrat einholen oder den Grundsatzbeschluss der Selbsthilfegruppe werdender Männer abwarten? Bis der Kampf zweier Linien oder auch dreier oder achter mit und ohne den großen Steuermann in den Schützengräben der WG-Küche im Morgengrauen ihrer Klärung entgegen gingen, war mir meist schon die Lust vergangen oder und auch die Erinnerung an die Ausgangsfrage: Worum ging es eigentlich gestern Nachmittag? Nun ja, spätestens beim Versuch, noch einigermaßen pünktlich an der Stechuhr bei Schneider und Söhne, bei der Rundschau, bei FMA-Pokorny oder sonstigen Broterwerbsquellen zu erscheinen, oder auch als von Papa voll allimentierte Jugendsünde die letzten Vormittagsveranstaltungen an der Uni zu erreichen (den seinen gibt’s der herr im Schlaf!) tauchte die Ausgangsfrage unerbittlich wieder auf: wie kriegt man bloß diese verdammte Türe zu? Wenn die morgens die Tür eintraten hätten sie ja freundlicherweise dann tagsüber und nächtens nicht nur jedes Kommen und Gehen registrieren sondern gefälligst auch den Objektschutz übernehmen können. Zu holen war zwar nicht viel in der WG, die Türe stand in der Regel auch immer auf, war angelehnt, und wenn sie Mal zu war, höchsten nachts abgeschlossen. Und das war dann auch leider der Grund, warum sie jetzt kaputt war.
Hannes Sprüche! Hilfreich wie die Tageslosung der Evangelikalen, den sie noch vorm Frühstück vor Tagesanbruch vom Herrnhuter Abreißkalender ablasen, wie wir die Sinnsprüche von Bärmeier und Nikel auf dem Klo.
Ganz so einfach war das nun doch nicht. Hannes Sprüche waren meist äußerst subversiv und wiesen schon im Frühstadium der politischen Debatte auf die später sinnbildlich oder real offenstehende unverschließbare Türe hin. Da stand sie vor einem und gebot eigentlich unfehlbar als Problem selbst den nächsten Schritt zur Lösung.
Hannes konnte das mit schlafwandlerischer Sicherheit: er übersprang alles Unwesentliche, hatte sich schnell zum Kern des Sache vorgearbeitet und löste munter drauflos , nicht locker aber doch unverkrampft –gelöst eben – — vielleicht hat ja Lösen etwas mit Lust zu tun und die Katechismen aller Religionen mit ihren Losungen waren nur der Hohn darauf ? Dass Hasenscheiße auch Losung hieß, war nur zu passend. Dass Hannes sich beim Lösen anstehender Aufgaben auch selbst auflösen konnte, ohne dabei aus der Facon zu geraten, das kam noch dazu und darum beneidete ich ihn. Außer sich und bei sich und das gleichzeitig.
Und ich schob diesen ganzen Berg von Bedenken und Erwägungen, Projektionen und Zweifeln vor mir her, sah vor lauter Bäumen keinen Wald mehr und auch nirgends eine Tür offen stehn.
Christine saß neben mir, sie saß einfach neben mir , bereitbeinig und wahrscheinlich ohne jeden Hintergedanken. Oder mit offenen Vordergedanken ?
Wie war das noch Mal? Die Lösung liegt meist direkt neben dem Problem
War ich das Problem ? Mein rationalisierender Kopf ? Und sie die Lösung? Christine saß direkt neben mir.
Also kurz nach der Werbung, d.h. aber noch vor der Langnese-Attacke auf Eros und Portemonnaie , bei der tiefe Einsichten in Twiggyhemdchen und unter Twiggy-Minis zwar nicht direkt die Hosen aber doch die benachbarten Geldbeutel des zahlungskräftigeren Publikums zielsicher öffneten. Wie es später Mal einen heranreifenden Studienreferendar bei der Milka-Almjausenpausenhütte bei der Be-Be-Be-Be-Bestellung von mandelsplitternackter Schokoladenbräune zum errötenden Stottern bringen sollte. Die Spannung stieg von langer Hand gesteuert und durfte sich entladen, wenn sich dein Portemonnaie entlud, du deinen letzten Penny für die schokoladenkremigkühle Saugleckundschlecklust verheißende Hand der Langnese-Hostess im Hugh-Hefner-Bunny-Dress gedrückt hattest. Wechselgeld ? Da war mann spendabel, da wollte mann die Lust nicht mit etwas Kleingeld verklimpern. Und die Ungeduld der drängelnden Nachbarn nicht überstrapazieren.
In der Breite Gasse bekamst du , wenn du dich trautest und löhnen konntest, für dein Geld mit großer Sicherheit einen schnellen sauberen realen Orgasmus, die Mädels hatten alle ihren Abstrich-TÜV . Da wußte man genau woran man war. Ficken , Abputzen, Zahlen, fertig. Eine runde glatte Sache, wenn der Zuhälter keine Zicken machte: Aufpreis, Perversionszulagen und was so noch drin war. Bedait-Benutzung, Endreinigung. So was kannte man ja von den Hotels, wo es hinterher wegen der Putzkolonne um15 % teuerer wurde als im Katalog. Nomen est Omen.
Aber hier, hier sollte dir bei Eis am Stil, bei Zartbitter für Attika-RaucherINNEN (es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben) oder bei Volks-Vollmilchnuss einer abgehen oder auch nicht. Es war eher wie eine Ladestation, Der Akku wurde wochenends gefüllt und man konnte ihn dann über 5 bis 6 Tage wartungsfrei arbeiten lassen . Aggressionsstau, Energieabfuhr, und wer in deiner Reichweite saß, schlief, arbeitete oder im Stadion für die Kickers oder die Eintracht grölte, konnte froh sein, wenn das alles in die gleiche Richtung brüllte, in Arbeit mündete, an Fließbändern, Druckmaschinen oder Maschinengewehren und dabei anderes und andere traf als Dich und Deine Leute, deine Wohnung, das bischen zeug, was du dir zusammen geschafft hattest. bei Massenschlägereien beim Rock am Rebstock, im Waldstadion oder am Bieberer Berg, auch da tobte sich der Langnese-Lust-Stau aus, jaja, es gab auch Schöller-Eiscreme, und der absolute Gipfel des Erotik-Surrogats, war dieses Eisbonbon, das man nach langem Lutschen nach EXTRA-GROSS-gedruckter Gebrauchsanweisung auf der goldbraungefärbten Verpackung vorsichtig aufbeissen sollte, wobei ein Strahl süßkühlen Saftes sich im Mund über Zunge und Gaumen verströmte.
Das hier war ein eiskalt kalkuliertes Vor- Spiel, wahrscheinlich wurde sogar die Klimaanlage darauf abgestimmt. Wer wollte da nicht mindestens insgeheim zugreifen ? Der Griff zur Geldbörse versprach Kühlung. Während die Lüftung flautete und die Kinosesselpolster über 39 Grad zu fiebern schienen.
Und die Armlehne war immer noch im Weg. Sie hatte sich an diesem Kinoabend anscheinend extra breit gemacht.
Es war echt schwül, Haut klebte auf der Haut, das Sesselpolster begann zu jucken, wo es sich mit Schweiß vermischte, in den Kniekehlen, im Nacken. Auch ich machte die kühlende Grätsche, so weit es ging. Hier vorne waren auch de Einzelsitze schmaler als die Thronsessel in den Logen ! Nieder mit dem Klassen-Kino! Wie sollte sich hier der kleine Mann ausbreiten, entfalten, wenn er noch nicht Mal alle Fünfe grad sein lassen konnte.
Breit aus die Flügel beide, oh Jesu meine Freude, das war subkutaner Sexismus pur ! Das meinte nicht die Flügel der meist weiblichen Engel, das meinte die Beine. Und eigentlich sangen sie doch alle: Breit aus die Beine beide, Maria meine Freude. Auch Jesus hatte Beine und bei elf Jüngern dürfte der eine oder andere auch an Jesu seine Freude gefunden haben. War doch eine gelungene Arbeitsthese für Aufstiegsspürnasen unter den Theologen ! Warum sollte es nach der Theologie der Befreiung und der feministischen Theologie nicht auch eine Schwulen-Theologie geben?
In die Breite.
Christine war weder Maria, noch war sie ein Problem
Sie saß immer noch neben mir. Waren es Stunden oder nur die wenigen Minuten vor dem Film. Mir schien es endlos. Und im Hinterkopf lauerte bereits die Angst vor Versagen und zu schnellem Vergehen. Dann doch lieber noch etwas Vorfilm, etwas Werbung, etwas Eiskonfekt und Poppcorn
Mein linkes Knie hatte sich auf der Flucht vor der schweißtreibenden Wärme meines rechten so weit entfernt, dass es –welch göttliche Fügung – Christines rechtes Knie spürte., fühlte, ertastete und jubelte. Ja, auch Knie können bisweilen jubeln.
Jetzt versuchten die Finger der linken Hand den Übersprung, nahmen Anlauf in Zeitlupe – Übergriff wäre hier jetzt die falsche Wortwahl- sie versuchten den Uberschleich, denn erstens ging es sehr langsam und lautlos und zweitens war der eigentlich näherliegende Weg unter der Armlehne so eng und verwinkelt, dass ich ein Zusatzgelenk im Unterarm gebraucht hätte, um mein Ziel zu erreichen. Ich weiß, es gab Typen , die machten das mit Links. Bei mir funktionierte das so nicht. Ich war mit der Rechten besser. Die Linke war eher für Grobmotorik geeignet. Aber ich saß nun Mal rechts neben Christine. Und einen Übergriff von rechts hätte mir niemand – auch Hannes nicht als rein zufällige Landung der Rechten auf dem zentralen Hügelgelände der möglicherweise noch jungfräulich unerforschten Venus geglaubt. Neil Armstrongs Landung auf dem Mond war noch nicht soo lange her. Und jetzt im Esplanade war es wie der Wettlauf zur Mondlandung, nur dass wir weder West- noch Ostblock spielten, sondern wie üblich als Speerspitze der Revolution allen weit voraus bereits einen Hügel der Venus besteigen wollten. Nein, besitzergreifen? Fähnchen hissen ? Das lag uns fern. Nieder mit dem US-Imperialismus, Nieder mit dem Patriarchat! Kampf dem bürgerlichen Besitzfetischismus!
Es wurde endlich stockfinster.
Die lange Durststrecke durch Werbung und Vorfilme lag hinter uns.
Der Hauptfilm begann. Er verlief mit seinem programmatischen Titel nahezu synchron zur realen Handlung vor der Leinwand:
Stanley Kubriks „Odyssee 2001“ – und Hannes und ich auf dem Marsch durch die Galaxy. Und ohne dass ich es wusste: wir beide vom Kap der guten Hoffnung zeitgleich gestartet unterwegs auf der Milchstraße zum Lande, wo dieselbe vermischt mit Honig verläuft..
Nur dass Christine ihre Beine immer weiter ausbreitete, verhinderte eine zu frühe Begegnung mit Hannes Kosmonautenfingern. Ich war guten Mutes und wähnte mich auf dem rechten Wege alle Selbstzweifel und Denkomanien hinter mir lassend und verpasste dabei entscheidende Passagen aus Kubriks Jahrhundertwerk. Gerade als ich am Saum von Christines Mini angekommen und darüber genau so erschrocken wie begeistert war, für einen Moment vor der eigenen Waghalsigkeit zurückschreckte und wegen der gebotenen Coolness die heftig aufwallende Erregung versuchte wegzudrücken, da kam diese Szene mit den weißen Schalensesseln, die mich damals fast aus der Zielkurve warfen und heute noch das Gefühl vermitteln, als solle man es sich in den Tränensäcken des alten Horst Tappert bequem machen.
Nach der tapferen Überwindung dieser ersten Zurückschrecksekunde wagte ich mich nun schon beinahe im Zeitraffer auf Erkundung des benachbarten Planeten, drang vor in die vermeintlich unberührte Wildnis des Venushügels und traf dabei auf Hannes Mittelfinger, der Christines Venus ortskundiger als ich bereits zu ersten Vorbeben brachte. Mein Dazutun schien weder Christine noch Hannes zu stören, den es war kaum zu unterscheiden, welcher Finger nun zu Christine, Hannes oder mir gehörte, Irgendwie war es dann auch egal. Kubrik ließ gerade den neandertaler den abgenagten Knochenin die Luft werfen, wo er sich just in dem Moment in eine Raumstation verwandelte, als Christines Venushügel als Vesuv entpuppte und sie mit einer Lautstärke kam, daß sie Wagners „Also sprach Zaratustra zumindest für mich weit übertönte und ich für sekunden befürchtete, dieser Höhepunkt hätte den vollbesetzten Kinosaal um den Höhepunkt des Films gebracht. Stattdessen baruste beifall auf und ich wußte wieder nicht, ob er dem Film oder Christine galt., die sich nach dem Übergang von Wagner zur schönen blauen Donau im Strauß-Kubrik‘schen Dreivierteltakt ausklingen ließ.
Ach Christine, dich hatte ich ganz vergessen. Sexistischer Schwachsinn in der Retrospektive ? Sicher nicht aus deiner Perspektive erzählt. Schwanzgesteuerter Männerschweißausbruch. Wechseljahre auf der Couch?
War es so? Es war so.
Hannes war auch dir gegenüber im wahrsten Sinne einfühlsamer, sensibler, konnte abgeben. Ruhte in sich selbst.
Während ich alles in mich rein fraß, grabschte, was zu greifen war, blind auf MEIN Ziel zustolperte. Um alle Verdrängungen der letzten Schaltjahre aufzuholen, war mein Scheitern schon deshalb vorprogrammiert, weil Christine unter der Hand zum Objekt wurde. – Nur keine Bange Junge, so schnell läßt sich Christine nicht zu Opfer machen, Deine Gedanken sind verräterisch! Deine hochwohllöbliche Absicht, die Frau neben dir nicht zum Opfer machen zu wollen, ist selbst schon versuchte Entmündigung.
Christine und Kubrik versinken im Nebel um den Glühfaden einer Leselampe. Zumindest wäre es in jedem handelsüblichen Jerry Cotton eine gewesen.
Karl tastete mit dem, was von seinem klinisch-politischen Bewusstsein noch übrig war jetzt weniger nach dem, was er für Christines G-Point hielt- tatsächlich aber nur der seiner maskulin-verqueren Fantasie entsprechend von ihm zum Frauenpenis geadelte und überstrapazierte, überreizte Kitzler war. Wer hatte sich eigentlich diesen Namen ausgedacht? Eine Frau bestimmt nicht. Sicherheitshalber wollte Karl dann aber doch erst bei nächster Gelegenheit Mal eine Frau dazu befragen.
Was ihn jetzt zum autistischen Wahnsinn kitzelte- zum vorschnell pubertären Orgasmus trieb,das juckte Christine nur wenig, war ihr auf die Dauer lästig und schmerzte letztendlich.
Aber so weit kam ich erst gar nicht. Hannes war mir in so vielem voraus und nicht nur im Tasten –„Ick bün schon da!“- nur war nicht klar, wer von uns beiden der schizoide Igel und wer der Hase und wer denn nun tatsächlich als erster da war.
Wenn ich meinen Fingern traute und Christine nicht mir Unbeholfenem und sich auch selbst geholfen hat – was ich im Nachhinein stärkstens bezweifle – dann waren es Hannes feuchtwarme Finger, vor denen ich zurückschreckte. Obwohl ich für einen vorbewußten Moment durchaus auch Gefallen an Hannes feuchten Fingern fand. Doch das ist ein ganz anderes Kapitel.
Ach Christine. Ich taste nicht nach deiner Höhle, ich taste mich durch schallgedämmte Gummizellenwände, durch Nebel und Watte, geknebelt und ans Bett gefesselt ..Und erkenne neben mir in verdächtig ziviler Uniform den Herren über meine Alpträume: Hauptkommissar Klaus-Rainer Vogel.
Ich hätte liebend gerne noch viel weiter nach Deinen Höhen und Tiefen getastet und geträumt davon, als Du mich das erste Mal gefögelt und mich hast fliegen lassen. Und dann den Hannes nahmst und dann er Dich und Du mich liegen ließest.
Es war schon so, dass nicht wir Dich und deinen Venushügel wie Neil Armstrong auf den NASA-gefälschten Landungs-Flimmer-Bildern die jungfräuliche Luna als Supermacht-Machos bestiegen.
Du hast und tumbe Hummeldrohnen wie eine Orchidee gelockt ( – ja, ja ich weiß, das Bild stimmt nicht, und der Chor der Biologen verbeißt sich ein geringschätziges Grinsen, Drohnen sammeln keinen Nektar.). Du hast zwei vagabundierende, frierende, hungernd dürstende erfolglose Jäger und Sammler vor Deine Vagina , in Deine rettende Höhle gelockt und niemand weiß, wer das wärmende Feuer in Deiner Höhle entfacht hat. Du selbst? Wer sonst?
Wir haben vielleicht etwas Holz zum Nachlegen mitgebracht. Aber Du warst die Hüterin des Feuers, Du hast es entzündet. Es heißt ja auch nicht umsonst: Come on baby, light my fire! Du hast uns eingeheizt, uns angefeuertt, uns gewärmt. Uns sogar vorausschauend zum Holzholen geschickt, ewobei wir nicht mal ahnenten wozu das gut sein sollte. Du hast geplanzt und gehandelt nicht als Caritas und sich aufopfernder Agape-Engel, diesem Neutrum. Du hast Deine Lust gesucht, geholt, gefunden, gefühlt, gemacht und Du hast uns mitfühlen lassen. Mitgefühl kann auch so sein.
Und ich ? Ich hab‘s einfach nicht kapiert. Ich muss nicht nur auf den Augen blind gewesen sein. Ein angeschlagener Blinder im nebligen Sumpf – mit Angst vor der Hölle, vorm Feuer, vorm Hellen, vorm Hellsehen, vorm Klarsehen, vorm Durchblicken. Immer nur: Augen zu und rein und durch. Wie Richard Kimble auf der Flucht im Geburtskanal. Augen zu und durch!
Vogel hatte anscheinend das alptraumatische Zucken meiner Augendeckel bemerkt.
PHK Vogel stand auf, beugte sich über Karl, der aus dem Spalt zwischen Unter- und Oberlid den Zweitagebart des hauptkommissars wie durch ein vergrößerungsglas und die Stoppeln einzeln zählen konnte. Es daerte eine Ewigkeit. Vogel szank aus dem und nach Rindswurdst und Senf. R musste kurz vorher in der Krankenhauskantine gewesen sein. Karl zählte 53 Bartstoppeln auf einem Vogel’schen Quadratzentimeter Kinn. Wieviele Quadratzentimetrer hatte Vogel heute morgen nicht rasiert? Wie viele Quadrartzentimeter hat ein Kommissarskinn ? Wieviele stoppeln waren es insgesamt Was verbrauchte dieser zivilbulle durchschnittlich pro Jahr an Rotbart-Rasierklingen oder Wilkinson ? Gab es die Rotbart eigentlich noch ? Die waren der ständige begleiter aller Landser beim Unternehmen Barbarossa. Unrasiert und fern der Heimat. Ja , die landser vielleicht, aber das Offizierscorps gab in derregel galttrasierte befehle. Mit deutscher Rasierklinge, Marke Rotbart. Karl!Konzentrier Dich auf das wesentliche! Eigentlich sollte ihn die Fage mehr beschäftigen, ob und wann und zu welchem Lebensabschnitt das Vogel-Verhör weitergehen würde.
Karl versuchte sich bei fast geschlossenen Augen von Vogels Bartstoppeln und seiner Rindswurstausdünstung zu lösen, nicht ohne bei diesem mentalen Abschied noch zu bemeken, dass es sich keinesfaslls um die Gräf-Völlsingschen Rindswürste von der Hnauer landstarße sondern um hundsgewöhnliche IndustrueWust aus der Dose gehandeölt haben muss. Karls kurzzeitgedächtnis war angeschlagen, er konnte sich nicht mehr genaus daran erinnern, was in der letzten Runde dran war. Die Vogel mit einem psychischen KO beendet hatte. Karl sortierte Erinnerungsfetzen. Er war ins Koma gefallen und Vogel konnte ihm dorthin nicht nachfliegen. Aber jetzt. Jetzt saß er wie ein Falke über ihm flatternd auf der lauer. Saß ?Flatternd ? Falke? Weiß der geier!
Vogel stand über ihn gebeugt und quälte sich ein väterliches Lächeln aus den Bullenaugen.
„Herr Wunder ? Können Sie mich hören?“
Leichte Schläge auf die Schläfen brauchte Karl nicht mehr zu befürchten. Bei einer der ersten Verhörrunden hatte er im Halbschlaf oder Halbcoma mitbekommen, wie ein Oberarzt den Vogel zur Schnecke machte, nachdem der ihn im Beisein des Arztes mit leichten Ohrfeigen hatte wecken wollen.
Vogel stierte und Karl spürte wie er sich die Hände hinter seinem Rücken zurückhielt.
„Kommen Sie Wunder – wirr kennen uns doch schon seit 66 – oder war es 67 Helfen Sie mir auf die sprünge! Da warn Sie doch mit danei, Sie, die Dr. Schneider bvon der DFU.der Werber Carlsberg von der VVN. Da haben Sie doch mitgesprengt und sich die ersten linken Orden und ein paar Nackenschläge eingefangen!
Schweigen – anhaltendes RestComa mit offenen Augen …
„Wenn Ihnen das zu sanstrengend ist, — soll ich die Krankenschwester rufen ?“
Karl schüttelete den Kopf – nein, er deutete vorsichtig ein Schütteln an – eine Verneinung.
Vogel grinste.
Es sollte eigentlich wieder ein väterlich mildes Lächeln werden.
Vogel aber musste sich im Erfolg seiner Köderei sonnen und hakte nach mit dem gelungenen Bariton-Vibrato eines verschmähten Operettenliebhabers.
„Wissen Sie, wer damals zuerst da war? Der Gebhard von der Rundschau oder der VVN-Chef, der Erich Carlsberg ? Oder der Karl Schneider, nee, die Ellen Schneider, die Frau Doktor … die ist doch gar keine Ärztin oder ?
Karl war aufgesprungen, nicht im Bett in eine Sitzstellung, nein auf Vogels Leimrute.
Karl hatte die Szene klar vor Augen: als erster war Erich Carlsberg da, der die Aktion gegen den NPD-Parteitag initiert hatte. Die Grünanlagen um das Haus Dornbusch, die NPD war schon drin, im Cantatesaal. Ein paar Nachzügler marschierten unter Polizeischutz noch ein. Carlsberg hielt Reden, dirigierte Sprechchöre: „Deutsche Polizisten schützen die Faschisten!“, „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.!“
Was hatten due Nazs mit dem Schoß zu tun? Waren die Frauen, war die Frau Schickelgruber, war ihr Schoß schuld am Faschismus? Oder hat Brecht etwa für eine klare Ursache das falsche Wort benutzt? Der Schoß war nicht passender als ein Arsch. Und woher das kam, war nicht mit einem Schoß zu bezeichnen. Schöße gibt es immer wieder und ohne sie sind Menschen weder denk- noch gebärbar.
Gebhard kam später – wie immer, wenn alles nicht mehr so gefährlich war, wie seine Spätheimkehr aus dem Schweizer Exil, während Carlsberg in Buchenwald den Widerstand und schließlich sogar die Selbstbefreiung organisiert hatte . Gebhard kam später. Als die Polizei den Nazis den Weg schon freigeprügelt hatte. Blut spritzte, Schädel brachen, fünf Festnahmen, Anklage wegen schwerem Land- und Hausfriedensbruch. Widerstand gegen die Staatsgewalt …
„Gebhard kam später!“ krächzte Karl aus dem Restcoma, „als Ihre Leute schon zugeschlagen hatten!“
Was heißt hier zugeschlagen, Wunder ? Wir hatten unsere Aufgabe, es war unsere Pflicht, unsere verfassungsgemäße, die Versammlungsfreiheit zu schützen !…“
„Nazis schützen und Kommunisten krankenhausreif prügeln und festnehmen, anklagen, aburteilen und wegsperren ….“ Klar, Carlsberg sollte weg, die Schneider, der Trautwein … aber die kannten sie doch schon , die hatten sie schon 1949/50/51/52 wieder verhaftet, in die gleichen Zellen wie 1933 schon wieder eingekerkert – ja ja nur kurz und 1956 verurteilt, die standen unter andauernder Beobachtung. Die waren kaltgestellt. Was wollte Vogel jetzt noch.
Karl hatte sich fast auf eine Diskussion mit Vogel eingelassen. Der wollte weitere Namen wissen.
Finkh, Vogel und Co. Die ganze Truppe „Frankfurt säubern!“ Vogel wollte alle. Aber welche ? die von 1964 ? von 1966, die von 68 ? die von 72, von 78, von 86 . Nebelschwaden zogen durch Karls Hirn immer dann, wenn Entscheidungen anstanden zwischen mehr als 2 Möglichkeiten. Karl wußte nicht mehr in welchem Abschnitt in welchem der 6 oder 7 Filme er gerade spielte. War Finkh der Vogel, war der Vogel der Finkh? Hannes war 72 … ? Oder war er schon 66 dabei? Carlsberg war 67, …. Karl musste sich sortieren, Der Nebel machte jede Orientierung unmöglich, schluckte seine Worte, Karl hörte sich nicht mehr. Der Nebel drohte ihn lautlos in Stummheit zu ersticken. Karl musste schreien, rufen, fing an , die Namen und die Jahreszahlen zu rufen, hoffte auf Antwort. Dass er sein eigenes Schreien nicht hörte, machte ihn stutzig: dann habe ich vielleicht keine Stimme mehr. Ich habe also gar nicht geschrien. Ich habe mir das nur eingebildet. Finkh wollte, nein, Vogel wollte, dass ich schreie, aber ich kann nicht schreien, weil sie mir die stimme beschlagnahmt haben. Das hatten sie jetzt davon.
Karl wußte nicht, ob er den Vogel geträumt hatte. „ Wunder, ganz einfach gesagt: sie können ihre Haut retten, wenn Sie uns Namen liefern. Sie kennen das Umfeld von Schwarzmüller.
Loslassen, einfach nur Loslassen! Die polizeipsychologische Fortbildung brachte sich in Stellung. Wenn sie blos nicht noch den Loos auf mich loslassen. Doch der kam nur selten dran. Der galt in diesem Triumvirat als Loser. So wurde er auch im Dienst gemobbt. Karl empfand schon beinahe etwas wie Mitleid für diese Knechtsnatur
1947/1967/2007/2017: über 70 Jahre
unter den Schlägen der “Putztruppen”
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Die Bodyguard des Josef Fischer ist im Vergleich zur tatsächlichen Frankfurter PUTZtruppe eine Laien- & Kinderspielgruppe.
Zur Ehrenrettung der aus der Lehrlingsbewegung von den Spontis rekrutierten Straßenkämpfer muss hier gesagt werden, dass -wie das eine Reihe von Rechtsanwälten bestätigt- selbst die grundgesetzlich garantierten Rechte in den End60ern bis in die 80er ohne den Schutz der linken Streetfighter nicht wahrnehmbar waren, dass ohne diese Jungaktivisten auch die Anwaltskanzleien nicht mehr sicher gewesen wären.
Die Instrumentalisierung, der Missbrauch dieser Jungproleten für die Machtpolitik der späteren Kriegstreiber und Eurofighter steht auf einem anderen Blatt. Auch, dass Fotos, die diesen Missbrauch beweisen, im Internet nicht mehr aufzufinden sind – so das Foto von einem bereits außer Gefecht gePUTZten, am Boden liegenden Polizisten, dem ein auf freigePUTZter Bahn nachrückender Sponti-Ober-Guru mit Kampfstiefeln in den Bauch tritt. Etwas, was man doch sonst von der Gegenseite kennt. Das nur zur Vorab-Klärung.
links unten im Polizeigriff der Sohn des HR-Intendanten Prof. Kadelbach (SPD), damals noch USSB/AUSS-Aktivist (Unabhängiger Sozialistischer SchülerBund/Aktionszentrum unabhängiger und sozialistischer Schüler) – rechts daneben im Griff Herbert Wehners die Tochter des Frankfurter Polizeipräsidenten Littmann (SPD), der sich um die politische Säuberung Frankfurts nach dem FDJ-Verbot 1951, ab 1952 bis zum und auch nach dem KPD-Verbot sehr verdient gemacht hat. Seine Tochter war auch Mitglied in den SDS-Tochterunternehmen der Unabhängigen sozialistischen Schülerorganisationen.
Im Frankfurter Polizeipräsidium gab es zu Beginn der 70er schadenfrohe Lachsalven und “klammheimliche Freude”, als bekannt wurde, dass der Buchladendieb Joschka Fischer …….
(Preisfrage: wie kamen die Bücher aus dem LIBRESSO am Opernplatz in die Karl-Marx-Buchhandlung in Bockenheim? Antwort: mit Fischerboten!)
…. und Daniel Cohn-Bendit ihre Bodyguard “Putztruppe” nannten.
Denn die Anführer der namensgleichen grünzivilen Frankfurtsäuberer, der originalen “Putztruppe” waren selbst im alten Polizeipräsidium in der Friedrich-Ebert-Anlage verhasst. Bekannt waren nur zwei, die Anderen kannte man nicht. Sie, bzw. ihre Vorgänger bei der politischen Säuberung Frankfurts hatten bereits in den “goldenen” 20ern begonnen. 1933 wurden sie von den Nazis bruchlos übernommen, als andere Frankfurter Stadt-Polizisten rausgesäubert wurden. Im Polizeipräsidium in der Ebert-Anlage hielten sich bis zum Ende des 2.Jahrtausends hartnäckig polizeiinterne Gerüchte über Nummernkonten in der Schweiz mit Geldern aus “gerettetem jüdischen Eigentum”, aus Zahlungen für KZ-Verschickungs-Verschonungsaktionen. Die Beiden hatten schon über 1000jährige Säuberungserfahrungen & -fähigkeiten, vermittelten spätestens ab 1939 jüdische Mädchen an NS-Größen (“So könnt ihr eure Familien retten!”) und kassierten dann Schweigegeld wegen der “Rassenschande”, die sie mit Fotos belegen konnten. Sie kassierten auf beiden Seiten, bei den Opfern und den Tätern. Sie kooperierten teilweise & oder scheinbar mit dem Widerstand ab 1933, verschonten hie und da auch Kommunisten, um sich besser einschleusen zu können. Sie arbeiteten auf lange Sicht und konnten so auch im Randbereich der Nachkriegs-KPD & -SPD, der FDJ, des SOLIDARITÄTSVERBANDES, der FREIDENKER, der Naturfreunde, der Arbeiterwohlfahrt, des Arbeitersamariterbundes und der Gewerkschaften und anderer linker Massenorganisationen agieren und ausspionieren. Erfahrungen und Fähigkeiten, die sie als 1000jährig bewährte Fachkräfte nach dem verlorenen Krieg sofort der US-Militärregierung anboten. Die Putztruppe hatte immer darauf geachtet, dass sie in einigen Fällen auch tatsächlich Fluchthilfe leistete, was dann bei der US-Militärregierung als Pluspunkt anerkannt und mit Zeugenaussagen erhärtet wurde.
Zunächst wurden sie zur Kontrolle des Schwarzmarktes, der Displaced Persons, der Kleinkriminalität aus dem NS-Polizeiapparat übernommen, auch bis Ende 1946 zur Auffindung brauner Goldfasane, von denen sie einige von der “Rassenschande” her sehr gut kannten.
Das wendete sich aber spätestens 1947. Jetzt wurden die gesammelten Goldfasane wieder eingesetzt und es wusch manche Hand die Andere, Persilscheine säuberten die Westen, es begann die erneute Jagd auf die Roten… Die KPDler und Mitgründer der FR, Arno Rudert und Emil Carlebach wurden aus dem Herausgeberkreis der FRANKFURTER RUNDSCHAU herausgesäubert … Bei der Suche nach dem Nitribitt-Mörder gab es bei der Frankfurter Polizei eine unüberwindbare Verschweigemauer, vermutlich zur Schonung verdienter Reichs-Wehr-Wirtschaftsführungs-Kameraden und alter dickster Freundschaften zwischen Frankfurter Ehrenbürgern, die dort aus und eingingen. Die Frankfurter Polizei hätte nur die Schriftsetzer und Drucker der FRANKFURTER RUNDSCHAU als Zeugen vernehmen müssen. Die Nacht- und Frühschicht wusste bestens Bescheid über den Kundenstamm. Vom Rundschauhaus aus konnte man direkt in das Apartment sehen … Das Notizbuch der Nitribitt mit den Eintragungen der Kunden ist bei den Ermittlungen ebenso verschwunden wie das Tonbandgerät, mit dem sich die Nitribitt meinte schützen zu können. Ihre Tonaufnahmen haben sie nicht gerettet und die Ermittler haben das Tonband “verloren”!
Es war in den End40ern fast so, wie in den End20ern und ab Anfang der 30er. War es in den 20ern noch eine Mischung aus sozialdemokratischer “Licht-Luft-Sonne”-Aktion für die Armenviertel der Frankfurter Innenstadt und einer politischen Aktion zur “Säuberung Frankfurts” , die “Regierbarmachung der Innenstadt” und ihrer Katakomben, in denen sich die politische und die kleinkriminelle Unterwelt bewegte, die Verfolgten und Flüchtlingen Unterschlupf gewährte und die unentdeckte Flucht aus der Stadt seit dem Mittelalter ermöglichte.
(wer hier jetzt an die 1970er Gesetze zur Aussiedlung der Eingeborenen aus den Sassi im süditalienischen Matera denkt, liegt völlig richtig. Den italienischen Faschisten war die Säuberung der Sassi nicht gelungen, ihren Nachfolgern auch nicht.)
So gab es auch im Judenghetto Einstiege in die Tunnel, die unter dem Ghetto und der Stadtmauer mit ihren Kasematten hindurch bis zum Ausstieg im Fischerfeld führten, wo die Mainfischer ihren Kadaverfriedhof östlich der Stadt hatten ( Bei dem vorherrschenden Westwind, war so die Stadt vor dem Gestank geschützt. Bei Ostwind lag das Judenghetto als Geruchsfilter vor der Stadt, welch herrliche Fügung!)
Jetzt zur tatsächlichen “Putztruppe”
“Putztruppe” ist der polizeiinterne Spitzname einer Spezialeinheit der politischen Polizei hinter dem oder besser im politischen 18. Kommissariat. Daniele Ganser würde das heute als “GLADIO”-Struktur bezeichnen. Wobei der “tiefe Staat” noch viel tiefer reicht als diese “Putztruppe”. Die hat nicht erst unter dem Frankfurter Polizeipräsidenten Littmann 1952 kurz vor dem Verbot der FDJ ihre politische Säuberungsarbeit aufgenommen. Es gab da eine politisch-personelle Kontinuität angefangen unter Noske in den frühen 20ern, fortgeführt auch unter Landmann in FFM. Die anfänglich “Licht-Luft-Sonne”-spendenden BAUHAUS-May-Siedlungen und die “Sanierung der Innenstadt” wurden in den 1000 Jahren mit “Kraft durch Freude”-Siedlungen fortgesetzt …finanziert nicht mit den Mitteln aus der Enteignung der WK1-Kriegstreiber- und Gewinnler, des Finanz-, Kohle-& Stahl-, Krautjunker- und Hoch-Adels, sondern mit den geraubten Mitteln der zerschlagenen Gewerkschaften, der KPD und der SPD und der “arisierten” Guthaben. Die personelle Kontinuität der Putztruppe ging von 1927-1933-1945 über das KPD-Verbot 1956, die Verfolgung der Ostermärsche und der Anti-Notstands-Aktionen bis hin zu den 1968ern. Die Überwachung, Unterwanderung und Zersetzung der “Neuen Linken” war für die Altgedienten nicht mehr zu bewältigen. Zur Implantierung des Terrors in der Linken bedurfte es neuen Personals. Das Alt-KPD-Vokabular war ungeeignet. Die Umschulung der alten V-Leute zu “radikalisierten Horkheimer-Adorno-Schülern” war ein Ding der Unmöglichkeit. Jetzt kam die Stunde der Urbachs, Schmückers, Mahlers und anderer Allzweck-Dienstwaffen.
In welche politische Wetterlage ich als 19-jähriger Ex-Offiziersanwärter, Kriegsdienstverweigerer, Arbeitsloser, Bauarbeiter und dann Zivildienstleistender Ende 1966/Anfang 1967 kam, habe ich 1968 erfahren:
von Willi Münch, dem “Flüster-Willi” (so genannt, weil er wegen seiner Kehlkopf-Krebses nur noch flüstern konnte), der unter dem Frankfurter Unterwelt-König “Stalin”, DER Spezialist für Autodiebstahl und -Vertrieb war. “Stalins”-Kommandozentrale war die Kneipe “Die Sonne von Mexiko” am Allerheiligen-Tor. Von hier aus regierte auch “Stalins” Frau Margarete die Bordelle in der Breiten Gasse, die von den GIs treffend Broadway genannt wurde. Unter ihrem Kommando standen aber auch die Edelpuffs in der Innenstadt, auch das Apartment der Rosemarie Nitribitt in der Stiftstraße, auf dessen Balkon man vom RUNDSCHAU-Haus aus sie Mittags nackt sonnenbaden sehen konnte. http://www.fr.de/panorama/dossier/beruehmte-kriminalfaelle/rosemarie-nitribitt/rosemarie-nitribitt-die-edelhure-fuer-alle-ewigkeit-a-1189058
Bild aus Wikipedia/ Autorin: Eva Kröcher 2010
Um den oder die Mörder der Nitribitt zu finden, hätte die Frankfurter Kripo nur die Spät- und Nachtschicht der FR-Druckerei, der Setzerei, die Spätdienste der Redaktion befragen müssen. Vom 3. und 4. Stock des Rundschau-Hauses konnte man in das Apartment sehen und auch beobachten, welche Kunden ins Apartmenthaus kamen.
Wenn die Nitribitt gegen Mittag zum Sonnenbaden auf den Balkon kam, kam es bei der Rundschau regelmäßig zu ersten “wilden Streiks” vor oder nach der Mittagspause, weil sich große Teile der Belegschaft die Nasen an den Fenstern plattdrückten. Karl Gerold hätte aus seinem Büro im obersten Stock den besten Einblick gehabt. Ihn und die FR-Belegschaft hat aber niemand aus der Ermittlungsgruppe befragt.
Dass sich Rosemarie Nitribitt selbständig gemacht hatte, also nicht mehr unter dem Schutz Margaretes und ihrer Loddel stand, war sehr wahrscheinlich einer der Gründe dafür, dass sie umgebracht werden konnte. Und umgebracht wurde, weil sie zu viel wusste. Hier ist das Verschwinden ihres Notizbuches und Terminkalenders mit den Kunden-Kürzeln besonders wichtig: sie angelte sich ihre Freier meist im besten Hotel am Platze, im Frankfurter Hof, der Nobel-Absteige der Bundesrepublikanischen Politik-, Wirtschafts- und Finanz-Elite, die Abs, die Krupps, die Quandts, die Gebrüder Sachs …. Ex-Reichswirtschaftsführer Erhard, Kurt-Georg Kiesinger, Verkehrsminister Seebohm bei der IAA usw. .. Der Hinweis bei Wikipedia, dass das Tonband sowie das Notizbuch 2013 im Archiv des Polizeipräsidiums wiedergefunden wurde, natürlich ohne jeglichen Hinweis auf die prominenten Kunden, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten: alle interessierten Dienste und Dienststellen hatten 50 Jahre Zeit, die Beweismittel gegen die Gründerfiguren der Bundesrepublik staatstragend zu manipulieren und das schließlich mit den heute möglichen high-tech-Methoden. Hier eine Passage aus Wikipedia:
…. Kaum erklärbare Ermittlungspannen der Frankfurter Kripo nährten allerdings den Verdacht einer planmäßigen Vertuschung. Einige Akten verschwanden spurlos, die Beamten machten zahlreiche Fehler, ein Verdächtiger erlitt – möglicherweise wegen der Ermittlungen gegen ihn – einen tödlichen Herzinfarkt.[8] Über Jahre wurde spekuliert, dass brisante Akten und Verhörprotokolle vorsätzlich beiseitegeschafft worden seien, um prominente Freier und Verdächtige aus Politik und Wirtschaft zu schützen. 2013 stießen jedoch Archivare der Frankfurter Polizei in ihren Archiven auf die verschollen geglaubten Dokumente. Das Spurenbuch und einige ausgewählte Dokumente wurden bis 1972 von den Frankfurter Ermittlern aktiv weitergeführt und dann nach Schließung des Falls schlicht im Archiv vergessen. Mit dem Auffinden der Akten können viele der Verschwörungstheorien, die sich um den Fall ranken, als widerlegt betrachtet werden.
Margarete hat noch nach dem Tode “Stalins” und dessen Beerdigung auf dem Hauptfriedhof mit über 10.000 Trauergästen 1953 bis in die 1960er das Rotlicht-Milieu regiert, bis sie durch Hersh Becker “abgelöst” wurde. “Stalin” war nicht nur am gleichen Tag wie der echte geboren, er trug die gleiche Frisur und den gleichen Schnauzer und starb dann auch noch im gleichen Jahr.
Seinen “bürgerlichen” Namen habe ich nicht erfahren, nbzw. habe ich ihn vergessen, Willi Münch hatte ihn mir bestimmt gesagt. Aber sein Spitzname war mir wichtiger. (vielleicht liest hier ja jemand mit, der mir seinen bürgerlichen Namen zumailen kann, wie auch den Namen des dritten Kiosk-Wasserhäuschen-Kaisers von Frankfurt, neben Jöst und Crome , Jöst, der von der SPD in die NSDAP und nach 1945 wieder in die SPD ging und bei der Säuberung der Wasserhäuschen eine besonders dreckige Rolle spielte. Die Wasserhäuschen waren zum größten Teil von linker SPD und KPD und vom Arbeiter- und Soldatenrat an Kriegsversehrte vermittelt worden und standen später weitgehend unter Kontrolle der KPD-nahen “Arbeitslosen-Ausschüsse”, waren Treffpunkte für Wohngebietszellen, Infozentralen, Flugblattverteilerstellen, Ausgabestellen für Nothilfen usw…
Die Nähe der Frankfurter klein-kriminellen Unterwelt zur legalen und dann auch zur illegalen KPD wurde nicht nur von Margarete und “Flüster-Willi” so behauptet: der Drucker Dunker in der Langen Straße, also vom Allerheiligentor um die Ecke, der in den frühen 50ern oder sogar schon 1949 die KPD-Druckerei privat in Abstimmung mit der KPD übernommen hatte, um sie vor der Konfiszierung durch den Bonner Staat zu retten, hat in nächtlichen Spendendruckaktionen unserer AUSS-Flugblätter, Plakate und Broschüren dem Autor von dieser Nähe und der Zusammenarbeit im Frankfurter Untergrund erzählt, auch während des 1000jährigen Terrors, von illegalen, heimlichen Rettungsaktionen während der Bombardierung, von den Nachkriegs-SPD-KPD-Kundgebungen mit Wilhelm Piek und Otto Grotewohl auf dem Römerberg gegen die Teilung Deutschlands, vom Versuch der Frankfurter SPD und der KPD sich zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands zusammenzuschließen …
Nach meinen Lesungen im Michelstädter “Bürgerkeller”, der Kneipe am Lindenplatz, die sich der “Flüster-Willi” als Ruhesitz aufgebaut hatte, hat mir der ehemaliger Topp-Autoschieber diese Geschichten bestätigt und noch weitere berichtet …
Mehr dazu HaBE ich in meinem HistoPolitKrimi “Die Putztruppen” erzählt. Unter dem Suchbegriff “Putztruppen” oder “Putztruppe” findet man Einiges davon auch hier auf meiner Seite.
Eventuell kommen hier später auch noch Links zu weiteren Putztruppen-Roman-Fragmenten.
Etwas von der Art und Weise der Säuberung Frankfurts haben auch die Säuberungsaktionen bei Wikipedia:
mit allen Mitteln sollen dort von transatlantischen Bearbeitern antifaschistische, antikolonialistische, antikapitalistische, antiimperialistische, antirassistische Personen & Positionen als “antisemitisch-verschwörungstheoretisch” gerufmordet werden:
hier ein Ausschnitt aus der wikipedia-Diskussion über den HaBE-Eintrag: (meine Beiträge habe ich kursiv gesetzt)
Versuchte Volksverhetzung[Quelltext bearbeiten]
2007 hat ein Benutzer den Satz “Im Dezember 2004 werden bei einer solchen (Widerstands-) Lesung 45 Gedichte von der Polizei „wegen versuchter Volksverhetzung“ beschlagnahmt und der Autor mit Festnahme bedroht.” mit der Begründung “max. wegen Verdachts der versuchten Volksverhetzung; die Polizei wird sicher keine strafrechtlichen Urteile gefällt haben. Bitte klären, vor allem wenn als “Wortzitat”, bis dahin entfernt, da falsch” entfernt. Den nachfolgenden Satz habe ich nun ebenfalls entfernt, da er sonst keinen Sinn macht, halte den Vorfall für die Biographie Barth-Engelbarts aber schon für relevant, also bitte neuschreiben (oder falls Löschung falsch begründet, beide Sätze wiederherstellen). —85.1.238.72 22:32, 31. Jan. 2009 (CET)
Die Streichung ist völlig ungerechtfertigt: mir liegt die Quittung für die Beschlagnahmten Unikate und der Filzstifte, der leeren Plakatpappen, usw. vor, darauf steht “beschlagnahmt wg. versuchter Volksverhetzung”. Das ist jedoch nur ein Beispiel für insgesamt über 12 solcher Staats-Aktionen, wobei es auch solche von “links” gab, z.B. die Vernichtung meiner auf der Buchmesse 2006 in Havanna/Kuba geschriebenen Wandzeitungs-Lyrik und Prosa – nicht durch die kubanische Messeleitung, die mich im Gegenteil sehr freundlich materiell unterstützt hat – sondern durch die Leitung der deutschen Delegation, der meine Texte nicht passten und die mir gegenüber behauptete, die Messeleitung hätte die Texte vernichtet. (nicht signierter Beitrag von 84.177.221.177 (Diskussion | Beiträge) 23:47, 18. Mär. 2009 (CET))
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HaBE-Zwischenbemerkung vom 5.11.2017:
ein Mitglied der deutschen Delegation auf der Buchmesse in Havanna 2006 hat meine Gedichte in herabwürdigender Absicht “Asphalt-Lyrik” genannt. Und damit auch die Vernichtung meiner Texte gerechtfertigt. Nun war es ja auch nach dem Verbot der Nutzung der Außenwand der “deutschen Halle”, dem Wandzeitungsschreibverbot durch die deutsche Delegation und dem Schreddern meiner Gedichte zunächst ein Schreiben auf Asphalt, bis die kubanische Messeleitung mir den großen Holzturm in der Mitte des Messehauptplatzes für meine Gedichte zur Verfügung stellte.
Hans-Cäsar Schneider, ein Mühlheimer Lyriker hat mir nach der Messe ein Buch von Albert Ehrenstein geschenkt mit der Zeile in der Widmung: “da Du so ähnlich schreibst wie er …”. Albert Ehrensteins Bücher waren unter den Ersten, die die Faschisten verbrannt haben. Die Nazis haben ihn als “Asphalt-Literaten” beschimpft.
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Presseberichte für die Polizei-vom-Dach-Aktion[Quelltext bearbeiten]
Hallo, für so eine skandalöse Aktion wie das Herunterschubsen eines Demonstranten von einem Dach müsste es doch Presseberichte geben. Kann jemand die noch einfügen? —Gormo 19:11, 28. Nov. 2009 (CET)
Barth-Engelbarts Vordachsturz und der Volkskrieg des Vietkong[Quelltext bearbeiten]
Da mir hier regelmäßig vorgehalten wird, ich würde mich nicht äußern, ich würde keine Presseberichte vorlegen usw.. erstens ist mir das hier alles für meine Sehbehinderung zu kompliziert und zweitens habe ich versucht bei meinem ehemaligen Arbeitgeber die Artikel zu besorgen. Ich habe sie nach langen Hin und Her endlich erhalten Kann sie aber hier nicht einfügen. Sowohl die FR als auch die Abendpost-Nachtausgabe hatten den Sturz gemeldet. Tags drauf dementierte die Frankfurter Polizeiführung unter Polizeipräsident Littmann, dessen Tochter selbst Zeugin der Vorgänge auf dem Dach des US-Handelszentrums war. Noch ein Zeuge hat sie Vorgänge aus sicherer Entfernung hinter den Polizeireihen am Opernplatz und in der Bockenheimer Landstraße beobachtet: John Rubinow, der Sohn des damaligen Chefs des US-Handelszentrums. Rubinow schloss sich noch Ende 1968 dem Frankfurter USSB, dem Unabhängigen Sozialistischen Schülerbund an. Als Entlastungs-Zeuge vor Gericht hat er sich nicht angeboten aber später bei einer Delegiertenkonferenz des AUSS, als es um meine Wiederwahl in den Bundesvorstand der sozialistischen Schüler ging. Ein Konkurrent und Liedermacher aus dem DKP-orientieren Flügel des AUSS forderte mich zum Verzicht auf eine erneute Kandidatur auf, denn ich sei ja wohl nicht vom Dach geworfen worden, sondern selbst gesprungen. “Der Genosse will sich hier nur als Held aufspielen!”. Dieser von der Polizei übernommenen Darstellung durch den führenden Frankfurter Schülerfunktionär und Liedermacher trat John Rubinow als Zeuge der Vorgänge auf dem Dach der Handelsmission entgegen. Zurückblickend muss ich sagen, es war eine wirklich sehr sehr bunte Gesellschaft, in die ich da aufgenommen wurde…. von einigen erfahre ich erst jetzt, woher sie kamen und mit welchen Absichten… John Rubinow, der Angela Davis als CIA-Agentin “enttarnte” und die KPdUSA eine FBI-Gründung nannte, war wie viele (Groß-)Bürgersöhnchen und -töchterchen ein kleiner Fisch, ein Wichtigtuer, so wie die Tochter des Frankfurter Polizeipräsidenten auch. Seien Position in Frankfurt war wegen der linksradikalen Ausfälle seiner Tochter aber nachhaltig geschwächt. Der 1952 zur Säuberung Frankfurts inthronisierte Starke Mann im Polizeipräsidium konnte sich nicht mehr allzu lange halten. Von seiner vorbildlichen Vorbereitung/Durchführung der Zerschlagung der KPD in Frankfurt und Umgebung wollte niemand mehr etwas wissen. In einem Spiegel-Interview über die von der Polizei zu verantwortenden schweren Verletzungen von Gegendemonstranten bei einer NPD-Veranstaltung im Fankfurter Cantatesaal kommt deshalb auch der Spiegel-Interviewer nicht darauf zu sprechen, das es sich bei den verletzten hauptsächlich um Altkommunisten handelte. Die Polizei hat seelenruhig dabei zugesehen, wie die NPD-Schläger gegen die Kommunisten vorgingen.. Das war eine typische Littmann’sche Arbeitsteilung… (nicht signierter Beitrag von 84.134.118.197 (Diskussion) 15:30, 24. Sep. 2012 (CEST))
Der Artikel formuliert: “[HBE wurde] bei einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg von einem Polizisten vom Dach des US-Handelszentrums in Frankfurt gestoßen”. Auch unbefangenen Wikipedia-Lesern fällt auf, dass eine Pro-Vietkong-Kundgebung auf dem Zürich-Haus in FFM wenig glaubhaft ist. HBEs eigene Darstellung des Vorfalls auf der Site des befreundeten Künstlers Thomas Immanuel Steinberg lautet: “Als wir versuchten, einen Bewaffneten mit Gewehr im Anschlag auf dem Vordach des (mittlerweile abgerissenen) Zürichhochhauses am Opernplatz zu entwaffnen, wurde ich von einem ZivilBeamten erst festgenommen, und als ich mich befreite, vom Dach geworfen […]” Anschließend schreibt HBE von einem als “V-Mann” beschäftigten “Bereitschaftspolizisten”, der “schwul und schwarz” gewesen sei und sich bei ihm 1973 im Club Voltaire für diesen Vorfall entschuldigt habe. Der Hessische Rundfunk benennt HBE nicht, beschreibt aber offensichtlich denselben Vorfall: “Etwa 2000 Studenten ziehen […] von der Universität ins Westend. […] Es kommt zu den heftigsten Auseinandersetzungen zwischen Studenten und Polizei, die Frankfurt bis dahin erlebt hat. Doch den Demonstranten gelingt es nicht, die Sperren vor dem Konsulat zu durchbrechen. […] Dennoch gelingt es einigen Studenten, das Dach des Handelszentrums am Opernplatz zu erklimmen und eine Vietcongfahne zu hissen.” Der Liedermacher HBE hat also am 5. Februar 1968 zusammen mit Günter Amendt, Gaston Salvatore, Rudi Dutschke, Hans-Jürgen Krahl und anderen “spontan” (siehe HR) zuerst das Konsulat und dann das Amerika-Haus erfolglos angegriffen – und nach dem Scheitern beider Attacken auf dem Vordach des Zürich-Hauses zusammen mit einem schwarzen schwulen Genossen eine Fahne der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams gehisst. Dabei ist er “vom Dach gefallen” (Joschka Fischer, zitiert nach HBE). Was von all diesem Blödsinn überhaupt Relevanz hat, wage ich belanglose IP nicht zu entscheiden, vielleicht äußert sich der Liedermacher selber mal hier zu dem Durcheinander?– 84.142.9.190 11:28, 31. Mär. 2011 (CEST)
HaBE äußert sich hier schon seit dem 24. September 2005 nicht mehr. —Sf67 20:41, 1. Jun. 2011 (CEST)
Wieso, was ist denn damals passiert?95.116.96.244 01:18, 6. Sep. 2011 (CEST)
Das hier ist mir alles zu kompliziert: aber auch ohne die Eintrittsformulare ausgefüllt zu haben, möchte ich dem verzweifelten Bezweifler gerne einen Blick in die mir vorliegenden Akten der Anklage gewähren )und wer das kann, darfs auch gerne auf die Seite vorne stellen): von der Anklage wird der ehemalige Bereitschaftspolizist Kristzcek, (Sohn einer tschechischen oder polnischen Ex-Zwangsarbeiterin und eines schwarzen GIs, ehemals wohnhaft im Hanauer Stadtteil Lamboy, Schwarzenbergstraße, mit den Negativmerkmalen schwarz und schwul) als Hauptzeuge angeführt, neben zwei oder drei Hauptkommissaren des 18. (politischen)K der Kriminalpolizei, die mich in Zivil nach dem Aufprall auf den Waschbetonplatten zusammen mit zwei ahnungslosen SDS-Genossen in ein benachbartes China-Restaurant trugen.. Die beiden Polizisten in Zivil sagten zu den SDSlern, sie könnten ruhig wieder zur Demo zurück, der Saniwagen käme gleich und sie würden das auch alleine schaffen… und dann begannen die Verhöre im Restaurant, in ASB-Sani-Wagen bis zur OP im Markuskrankenhaus, wo der Chefarzt die beiden Kripoleute zunächst rausschmiss und danach ging’s weiter im Wachraum und dann weiter im Krankenzimmer, bis mich ein von sympathisierenden Schwesternschülerinnen informierter Rechtsanwalt namens Golzem (aus der Sozietät Ormond-Raabe) von dieser folterähnlichen Verhörmethode befreite. Zuvor wurde ich vor die Wahl gestellt: keine Anzeigen gegen Kristczek, namentliche Nennung aller Rädelsführer, die bereits vorformuliert mir vorgehalten wurden: Krahl, Rudi Dutschke, Gaston Salvatore, Burghard Blüm, K-D und Frank Wolf, Günther Amendt, die Tochter des Polizeipräsidenten, der Sohn des HR-Intendanten, auch drei, vier FR-Redakteure und noch eine ganze Reihe anderer, an deren Namen ich mich heute nicht mehr genau erinnern kann … natürlich waren auch meine Mitangeklagten dabei, deren Namen heute noch in den Akten des VS, des BND, des MAD, des FBI, des CID und der CIA usw. stehen und die deshalb bei jeder Einreise in die USA entsprechende Schwierigkeiten bekommen…. Schwedt, Markowski, Klint, und Knörndel (die Hauptfiguren der Frankurter-“Kameruner”-Gallus-Rocker)…. Als Alternative hatten die beiden Kripo-Beamten der Sondereinheit “Sauberes Frankfurt” (intern auch schon damals als “Putztruppe” gehänselt und von mir als Romantitel benutzt für den historischen Bankfurt-Polit-Krimi “Putztruppen”) mindestens 5 Jahre Gefängnis im Angebot: wegen schwerem Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch, schwerer Sachbeschädigung, Vernichtung von Hoheitszeichen, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Rädelsführerschaft … und schon damals versuchten die Kripoleute die Kosten der Polizeieinsätze geltend zu machen… einen der verhörenden Kripo-Leute kannte ich bereits von einem Knüppeleinsatz der Frankfurter Polizei gegen eine Demonstration um das Haus Dornbusch in FFM, als wir zusammen mit Emil Carlebach, Dr. Ellen Weber und dem Genossen Trautmann versuchten, den NPD-Parteitag zu “sprengen”. Das war 1967 und damals bekam ich meinen ersten oder schon zweiten behördlich-öffentlich-unrechtlichen Schädelbruch geschlagen. Wem es wieder zu fantastisch klingt: einfach bei Friedrich anfragen, der hat die Anklageakten gegen mich, Emil Carlebach, Dr. Ellen Weber und Trautmann noch in der Konserve. Kristczek hatte Pech: sein Bewährungsaufstieg als V-Mann bei der politischen Kripo scheiterte spätestens nach seiner erneuten Enttarnung bei einer Demo für die Black-Panther-Genossen “The Ramstein-Four” an der EZBankfurter Gutleutkaserne, wo er weit vorne mitmarschierte als “Black-Panther”! Mir fiel der Akzent auf und dann erst sah ich ihn.. und schon gabs ne Begrüßung, Lautstark unter “dem (polizeilich in echt mir immer verbotenen) “megaphonartigen Einsatz meiner Stimme”. Und schon war er hinter den reihen der Polizisten verschwunden… Kristczek hatte zwar ein paar Kopfgelder für Festnahmen erhalten und hatte sich nach seiner Strafversetzung (Schwulsein war damals noch strafbar) bewährt, aber eben nicht genug für einen schwarzen schwulen “Briket”, wie die Hanauer “schwarz-weiße” Amis nannten. Fünf Jahre nach seiner “Heldentat” auf dem US-Handelszentrum wurde er aus dem Polizeidienst gefeuert. So zumindest seine Version am Tresen des Club Voltaire. Armes Schwein. Ich habe ihm gesagt, ich könne wieder so einigermaßen gehen und habe ihm auf seine etwas unterwürfige Frage, ob ich ihm noch böse sei, “verziehen”. Nach Ansicht meines Anwaltes, war das genau der gröbste Fehler: zu diesem Zeitpunkt war die Tat des V-Mannes Kristczek noch nicht verjährt und ich hätte gegen ihn und das Land Hessen um zigtausende Schmerzensgeld, Rente usw. klagen können. Ja, ja, diese Gutmenschen… Ansonsten geht mir das ganze Procedere hier gewaltig auf den fünffach geschlagenen Keks.
Um meine Eitelkeit etwas zu bedienen: neben den zwei Artikeln von Ruth Dröse in der Frankfurter Rundschau, gibt es eine ganze Reihe von Rezensionen im Hanauer Anzeiger, im Main-Echo, auf diversen Literatur-Portalen, in der jungen Welt, in der “Publik”, Zeugen für den Vorgang findet man unter den im Streit entlassenen Mitarbeitern des Büros Joschka Fische ne ganze Menge. Seine Zwecklüge ich sei “vom Dach gefallen” , sollte in Hanau bei einer Podiumsdiskussion, (bei der er neben mir auf dem Podium saß zusammen mit dem heutigen antideutschen Matthias Küntzel und dem Anti-AKW-Anwalt Matthias Seipel) nur davon ablenken, dass ich seinen bereits seit einigen Monaten bestehenden Beratervertrag mit Siemens recherchiert hatte und damit auch den Grund, warum er die Hanauer Nuklearbetriebe nicht dicht machte. (er hoffte damals, dass ich ihm gleich auf’s Großmaul haue, aber RA. Seipel hat mich glücklicherweise zurückgehalten, DANKE nicht nur dafür!) Auch die CDU wusste mittlerweile von diesem Beratervertrag, traute sich aber nicht, das öffentlich zu sagen, sie behauptete nur – völlig korrekt, Fischer hätte die Betriebe schließen können und hat es nicht getan. Sie forderte aus der Opposition heraus von Fischer dafür eine Begründung. Doch die kam nie… warum wohl ? ……
Da ich keinen Zugang zur Erstellung weiterer Infos gefunden HaBE, klemme ich mich hier Mal drunter: wikipedia hat es zwar über Jahre fertig gebracht, mich mit einem aus dem Zusammengang genommenen Beitrag als “Antisemit” darzustellen. Dafür lässt wikipedia bei meinen Werken das von mir zusammen mit u.a. Wolfgang Stryi (ensemble modern), Christof Korn (hessischer Filmpreisträger) geschriebene, komponierte und aufgeführte Theaterstück über das ADLER-KZ “Katzbach” sowohl bei mir als auch bei Wolfgang Stryi weg.. Das passt ja auch nicht in das von wikipedia vermittelte Bild des Antisemiten. Ob die Nennung der Dresdner Bank als SS-Hausbank und Hauptverantwortliche für nicht nur dieses KZ ein Grund für die Nichtnennung war, weiß ich nicht. Nur steht die Nichtnennung bei wikipedia in einer Reihe von Nichtankündigungen durch die mainstrem-medien, die Falschankündigungen, die seit 1999 anhaltende Weigerung aller Kommunen entlang des Weges des Todesmarsches der 260 Überlebenden von über 1600 KZ-Häftlingen – dieses Stück aufzuführen. Nicht erwähnt werden meine Forschungen und Veröffentlichungen über die Zwangsarbeit in der Rhein-Main-Region. Des weiteren lässt wikipedia meine Auseinandersetzung mit der Frankfurter Rundschau weg, der ich meine Forschungen über die Rolle der Dresdner Bank entgegenhielt als die FR ihre Lobeshymne über die “Aufarbeitung der NS-Geschichte” durch die Dresdner Bank geschichtsklitternd veröffentlichte… Nicht erwähnt werden bei Wikipedia meine Recherchen über den Aufbau der Dresdner Frauenkirche unter der Leitung der Dresdner Bank (nicht signierter Beitrag von 2003:50:AD04:FDAC:B48B:3434:F8E:6DA6 (Diskussion | Beiträge) 08:49, 4. Nov. 2015 (CET))
Noch mehr Veröffentlichungen als das Werkverzeichnis zu HaBE auf Wikipedia unterschlägt die Deutsche Nationalbibliothek: [1]. Ist die DNB noch mehr von zionistischen Nato-Lohnschreibern und Wahrheitsunterdrückern kontrolliert als die Wikipedia? Verpassen Sie nicht den Monumentaldokumentarfilm „Die dunkle Seite der Deutschen Nationalbibliothek“ von Markus F. – demnächst auf KenFM und in allen neuschwabenländischen Kinos. —Feliks (Diskussion) 09:45, 4. Nov. 2015 (CET)
HaBE schon wieder nicht kapiert, wie man hier signiert. Aber trotzdem möchte ich den “Witzbold” Feliks darauf aufmerksam machen, dass es bei wikipedia immerhin möglich war einen Artikel (ohne ISBN und) ohne Archivierung in der DNB heraunzuziehen und zu verlinken, mit dem ich des Antisemitismus geziehen werden sollte. Artikel, Gedichte, Lieder, Theaterstücke aus meiner Feder die diese rufmörderische Absicht durchkreuzen, die im internet dokumentiert sind, werden dagegen nicht herangezogen. Da das Stück über das ADLER-KZ “Katzbach” nicht als Buch erschienen ist, archiviert es die DNB auch nicht… da verhält sich die DNB in etwa so wie die Brockhaus-Redaktion, etwas altbacken … ich dachte wikipedia wäre auf dem neuesten Stand der IT – nun, je nachdem, wie es gerade passt, gel ? (nicht signierter Beitrag von 2003:50:AD04:FDAC:401E:C972:EBC:C082 (Diskussion | Beiträge) 19:34, 5. Nov. 2015 (CET))
In dem hier [2] entfernten Abschnitt, der wohl gemeint war, stand nichts von Antisemitismus, sondern nur, dass der große Künstler persönlich den Zionisten vorwarf, dass sie den Terror gegen sich nur inszenieren. Quelle dafür war ein Artikel seiner selbst im Leuchtturm der freien und unmanipulierten Arbeiterpresse [3] —Feliks (Diskussion) 15:08, 6. Nov. 2015 (CET)
Archivierte Vandalismusmeldung zu diesem Artikel[Quelltext bearbeiten]
Wikipedia:Vandalismusmeldung/Archiv/2014/02/27 —Nuuk 09:31, 28. Feb. 2014 (CET)
eine Sammlung von wirren Verschwörungsideologien[Quelltext bearbeiten]
http://www.barth-engelbart.de/
Singt Joan Baez gegen Trump & für Gift-Gas-Killary Clinton ?
Veröffentlicht am 28. Juli 2016 von Hartmut Barth-Engelbart
http://www.barth-engelbart.de/?p=129179
Hillary Clinton für Giftgaseinsatz in Syrien verantwortlich – nicht Assad
VERÖFFENTLICHT VON EGESTER ⋅ 1. SEPTEMBER 2016 ⋅ 3 KOMMENTARE
von http://www.barth-engelbart.de
https://linkezeitung.de/2016/09/01/hillary-clinton-fuer-giftgaseinsatz-in-syrien-verantwortlich-nicht-assad/
BANDBREITE, 9/11, Burg Waldeck, “Sexismus”, Drafi Deutscher, Hape Kerkeling… und der Deutsche Freidenker Verband
Veröffentlicht am 8. Dezember 2013 von Hartmut Barth-Engelbart
http://www.barth-engelbart.de/?p=8128
Muslim-Markt interviewt
Hartmut Barth-Engelbart, Autor und Grundschullehrer
22.1.2006
http://www.muslim-markt.de/interview/2006/barth.htm
—Über-Blick (Diskussion) 02:46, 24. Okt. 2016 (CEST)
Bitte präzisieren. Welcher Satz soll mit welchem Inhalt in den Artikel mit welchem Einzelbeleg? Wenn da nichts kommt, entferne ich den Baustein.–KarlV 18:02, 25. Okt. 2016 (CEST)
Grundüberarbeitung[Quelltext bearbeiten]
Ich hatte zwar an einen LA gedacht, aber dann habe ich mal den Artikel generalüberholt, da er offensichtlich vom Lemmagegenstand selbst erstellt wurde. Sämtliche Aussagen sind nun belegt, so dass mangelnde Neutralität entfällt. Umbelegtes ist raus mit einer Ausnahme – die Eigendarstellung bis wann er Grundschullehrer war aus seiner Webpage. Das geht – denke ich – in Ordnung. Ich bin hiermit fertig. —KarlV 17:10, 26. Okt. 2016 (CEST
Mit mangelnder Neutralität mein(t)e ich das was ich oben mit ein paar Beispielen klar dargestellt habe. Dazu habe ich beim Überfliegen des Lemmas bisher nichts entdeckt. Ansonsten ich bin generell für verbessern und gegen Löschen
es gibt wie gesagt Abgründe von ihm wie Sand am Meer
Autor der “Roten Fahne” des Rudolf Hess Apologeten Stephan Steins
Die USA wollen den Nahen Osten auf einen “steinzeitlichen” Entwicklungsstand zurückbomben – von Hartmut Barth-Engelbart
rotefahne.eu/2014/08/irak-warum-bombardieren-die-usa-ihre-eigene-terrorarmee/
Querfront: Rosa Luxemburgs Erben für Rudolf Heß
20. AUGUST 2010 ~ PUBLIKATIVE.ORG
http://publikative.org/2010/08/20/antiimperiale-querfront/
Nachruf auf Werner Pirker
Und Hartmut Barth-Engelbart schreibt:
„Werner warum hast uns verlassen?
https://opablog.net/2014/01/16/trauer-um-werner-pirker/
Autor im antiimperialistisch antizionistisch/antisemitischen Freidenker Magazin
http://www.freidenker.org/cms/dfv/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=52&Itemid=79&limitstart=12
http://www.freidenker.org/cms/dfv/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=52&limitstart=15
Unterzeichner der krassen Iran Syrien Soli Erklärung
http://www.freundschaft-mit-valjevo.de/wordpress/?p=402
http://critiqueaujourdhui.blogsport.de/2012/01/10/rinks-und-lechts-in-trauter-eintracht-an-der-seite-von-politisch-korrekten-moerdern/
FR ließ “Putztruppen”-Lesung im Hauptbahnhof Frankfurt platzen
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Die Frankfurter Rundschau hat durch Indiskretion die für den 12. Oktober geplante szenische Lesung des HaBE-Romans “Putztruppen” im Frankfurter Hauptbahnhof platzen lassen.
Frankfurt (mass-media/srid/srad/drysat/ire/upi) Die Frankfurter Rundschau hat durch Indiskretion eine für den 12. Oktober geplante szenische Lesung des HaBE-Romans “Putztruppen” im Frankfurter Hauptbahnhof platzen lassen. Geplant waren -nach Angaben des Verlages “Die Büchnerei”- szenische Darstellungen mit Laiendarstellern der Frankfurter “Stabsstelle Sauberes Frankfurt”, Einsätze der “Putztruppe” unter dem Kommando Joschka Fischers, dessen Rolle vom Jungsponti, über Umweltminister & Siemens-Porsche-RWE-REWE-Berater, alternden Nato-Feldherr beim Kreuzug gegen Jugoslawien & Atlantikbrückenpfeiler – der Schauspieler Heinz Hoenig übernehmen sollte.
Was von dem HaBE-Lesungsevent nun übrig blieb, ist die Headline der heutigen FR-Ausgabe von FRANKFURT-Rhein-Main: “Putztruppe im Haupbahnhof” und der Mittwoch als “Aktionstag Sauberes Frankfurt” im Hauptbahnhof, den die GRÜNE Umweltdezernentin Rosemarie Heilig zusammen mit der FES (Frankfurter Entsorgungs Service GmbH, ein outgesourcter Teil der Stadtwerke, die ehemalige Stadtreinigung) durchgeführt hat:
Putztruppe im Frankfurter Hauptbahnhof
Von Thomas Stillbauer
Mit Hochdruck und Hitze, aber ohne Chemie: FES beim Putzen einer Bahnhofstreppe. Foto: Christoph Boeckheler
Nach massiven Beschwerden über unhygienische Zustände schickt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig eine Putzkolonne an den Hauptbahnhof. Eigentlich ist dort die Deutsche Bahn zuständig.
Mittwoch, 9 Uhr, Frankfurt Hauptbahnhof: Es stinkt. Barbarisch. Nach Urin. Das ist jetzt nicht unbedingt neu, leider. Am Hauptbahnhof stinkt es immer nach Urin. Genau deshalb sind die Leute in den orangefarbenen Overalls ja heute unterwegs.
Der Mittwoch ist „Aktionstag“ am Bahnhof, eine gemeinsame Anstrengung der Frankfurter Entsorgungs- und Service-GmbH (FES) und der eigentlich zuständigen Deutschen Bahn (DB), um mal eine Grundsauberkeit reinzukriegen. Angezettelt hat das Ganze die Umweltdezernentin. „Wir haben zuletzt viele berechtigte Beschwerden von Reisenden über unhygienische Zustände, vor allem an den Zugängen zur B-Ebene, erhalten“, berichtet Rosemarie Heilig (Grüne). Kein gutes Aushängeschild für die Stadt. Daher: „Ich möchte jetzt ein Ausrufezeichen setzen.“ Der Aktionstag soll „Bewegung in die Sache bringen, damit wir gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG und der VGF eine dauerhafte Wende zum Besseren erreichen“.
Wer sich den ganzen FR-Artikel antun möchte, bitte hier anklicken: http://www.fr-online.de/frankfurt/unhygienische-zustaende-putztruppe-im-frankfurter-hauptbahnhof,1472798,34848086.html
Die Verabschiedung des ersten Bundeswehrkontingents zum Einsatz in Jugoslawien -nach der Bombardierung Belgrads in Ribbentrop’scher Tradition- sollte mit Fischerdarsteller Heinz Hoenig nachgestellt werden.
Als Rudolf Scharping sollte Rolf Becker auftreten (Sorry Rolf, das lässt sich wieder abschminken! :-O))))
zusammen mit Harald Krassnitzer als Gerhard Schröder
Krassnitzer-Bildnachweis: „© Arne Müseler / arne-mueseler.de / CC-BY-SA-3.0“ www.arne-mueseler.de
und Georg Schramm kunstgraumeliert als KFOR-Befehlshaber Bundeswehr-General Klaus Reinhardt
Die heute im EZBankfurter Hauptbahnhof eine Hauptrolle spielende Heilige “Stabsstelle Sauberes Frankfurt” spielt im HaBE-Roman “Putztruppen” lediglich eine -aber nichtsdestoweniger wichtige- Nebenrolle. Sie ist die “zivilgesellschaftliche”, oberirdisch arbeitende Oberfläche der mehr im Untergrund arbeitenden Spezialabteilung des 18.Kommissariats der Frankfurter Kripo, die mit dem internen Mobbing-Spitznamen “Putztruppe” seit 1945 die Arbeit der legendären “noskischen Putztruppe” aus den 20er Jahren weiterführt (eben auch eine sozialdemokratische Tradition von Landmann bis Feldmann:-O))) : die Säuberung der politischen wie der kleinkriminellen Frankfurter Unterwelt, die sich in den kaum erforschten Katakomben, Kasematten, Tunnels, Versorgungsschächten, den Entwässerungskanälen, dem historischen doppelten Wasserkreislauf, schiffbaren Mainzugängen unter der Altstadt, unter dem Bahnhofsviertel, dem ehemaligen Juden-Ghetto und unter dem Anlagenring, der alten Stadtmauer, am Deutschherrenufer auch in Sachsenhausen eingerichtet hat(te).
Die “Putztruppe” der 20er und 30er Jahre, eine Spezialeinheit der Frankfurter Kripo, die ab 1920 die Entkernung der Altstadt politisch begleitete und so Alt-Frankfurt polizeilich regierbar machen wollte, säuberte in gleicher Besetzung auch von 1933 bis 1945 die Frankfurter Innenstadt politisch weiter. Eine Aufgabe, die sie auch nach 1945 weiterverfolgte – im Auftrag zunächst der amerikanischen Militärregierung und später im Auftrag des Innenministeriums und des Magistrats der Wirtschaftswunder-Metropole, in der die Mörder Rosemarie Nitribitts ebenso spurlos verschwanden, wie Rosis Notizbuch im Nirwana des Polzeipräsidiums in der Friedrich-Ebert-Anlage mit den Namen ihrer Kunden, früherer Reichswirtschaftsführer und dann hochdotierter Propagandisten Freier Marktwirtschaft. Alles Abs-olut unauffindbar.
In der Frankfurter Polizei führte die Bezeichnung “Putztruppe” für die Fischer- BodyGuard, die aus der Lehrlingsbewegung rekrutierten Sponti-Jungs fürs Grobe – zu Lachkrämpfen. Eine Kindergartengruppe im Vergleich zum Original. Man hatte im Polizeipräsidium hinter vorgehaltener Hand nicht erst seit den Schwarzmarkt-Observations-Geschäften der K18-Putztruppe nach 1945 Gerüchte über Schweizer Konten des Putztruppenkerns gehört und auch verbreitet. Es sollte sich um Goldschmuck und Schutzgelder aus jüdischen Familien handeln, die für die Beschaffung von Papieren, Bestechung von SS- und GESTAPO-Leuten, die Bezahlung von Schleusern, Reichsbahnlern und Schauerleuten aufgebracht, in der Verwandtschaft gesammelt und an die Putztruppe abgeliefert, aber von der nur zum Teil dafür verwendet wurden. Entweder, weil die Familien schon vor Beschaffung abgeholt wurden oder, weil man sie (“um nicht aufzufallen”) nicht rettete. Nach Auskunft des “Putztruppen”- Hauptkommissars Finkh mit der Quote 50% retten, 50% an GESTAPO und SS ausliefern. Das galt nicht nur für Juden, das galt auch für Kommunisten und Sozialdemokraten, die man ja von vor 33 gut kannte. Ein zweites finanzielles Standbein und eine gute Rückversicherung der “Putztruppe” vor 1945 war die Verkupplung jüdischer Mädchen mit SS- und GESTAPO-Goldfasanen. Den Mädchen wurde erzählt, sie könnten so ihre Familien retten. Die SS- und GESTAPO-Goldfasanen wurden bei der “Rassenschande” heimlich fotografiert und waren so erpressbar – vor 1945 und danach.
So verkuppelt und mit Rettungsversprechen getäuscht wurde die Mutter einer der Hauptfiguren im Roman “Putztruppen”: Hannes Schwarzmüllers Mutter verlor so ihre gesamte Familie. Sie wurde vollständig- bis auf die über den Hamburger Hafen via Lissabon in die USA geschleußte Tochter in Auschwitz ermordet.
Hannes Schwarzmüller hat sich im Frankfurter Hauptbahnhof mit dem Schrei: “Wir werden euch nicht noch Mal den Juden machen!” der Festnahme entzogen, als er 1970 auf dem Weg zur Sprengung eines Wohltätigkeits-Fressens der Rhein-Main-Highsociety im Wiesbadener Kurhaus von Zivilfahndern verhaftet werden sollte.
Mit dem gleichen Ausruf hat er sich dann auch in Wiesbaden im Kurhaus gegen seine Festnahme gewehrt, wurde von Security & Polizei durch den Kursaal und die schreienden VIPs an den langen Haaren über den Boden und eine Kellertreppe hinunter geschleift und vorläufig in der Küche im Keller des Kurhauses eingesperrt. Dort wurde er dann völlig überraschend vom Küchenpersonal freundlich und ermutigend begrüßt, zunächst mit Schnittchen versorgt und dann mit größeren Tüten voller Wohtätigkeits-Schleckereien (“Für Deine Demo-Kumpels draußen vor dem Kurhaus!”) durch eine Hintertüre freigelassen.
“Ich HaBE mich bereits daran gewöhnt, dass die Frankfurter Rundschau meine Theaterstücke, Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und politischen Kunstaktionen entweder nicht oder für den falschen Termin und Ort ankündigt, meine Bücher nicht rezensiert und wenn, versucht sie nur zu verreißen!” Das Schlimmste -so HaBE- sei die Falschankündigung der Uraufführung des Thaterstückes über das ADLER-KZ “Katzbach” gewesen, das die Frankfurter Rundschau im Winter 2000 in den Club Voltaire “verlegte”, wo dann die Besucher schlangestanden, bis sie merkten, dass das Stück im drei Kilometer entfernten DGB-Haus gespielt wird ….und es nicht mehr dorthin schafften. Mit den Eintrittsgeldern, Spenden und den gespendeten Gagen der Musiker und Schauspieler sollten die Wohnungen der Überlebenden des Todesmarsches nach Dachau in der UdSSR (Ukraine) behindertengerecht umgebaut werden. Die Eintrittsgelder und Spenden der rund 150 von der FR fehlgeleiteten Besucher fehlten dann natürlich.
Hier einige Links zu Teilen und Recherche-Material des HaBE-KrimHistoPolit-Frankfurt-Romans “Putztruppen”:
„Putztruppen“ & “Oppenheimer-Effekt”? Fragt den TATORT-Autor Peter Zingler!
HaBEs Brief an Matthias Beltz, Die Putztruppen, Der Damenschneider, ZORA, OnkelMord, Der Erbsenzähler, DoppelKopp, Grenzgänger, Zickensturm am MesseTurm,
Rekonstruktion der “Putztruppen”: erste Versuche
FRschweigen=auch Lügen / FRschwiegene Fakten zum Londoner Schuldenabkommen1953
Frankfurter “Wasserhäusi”: Crome oder Krome & Jöst, aber da gabs noch einen Kiosk-Kaiser nur wie hieß diese Kiosk-Kette
HaBE erzählt, zugehört, aufgeschrieben & dazu-gedichtet:Kurt Helds ‘Rote Zora’ & ‘die schwarzen Brüder’ HaBEn in Wien ihre Schwestern: “Funny & die Salzdiebinnen von Wien”
Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Jutta Ditfurth & Joschka Fischer?
Standard & Poor & warum Arnulf Ratings Agentur umbenannt werden sollte & Jutta Ditfurth bei Joschka Fischer landet
Tödliche Recherche ?: Abs, Nitribitt, Deutsche Bank, Schleyer, Heydrich, Neven-Dumont, SZ, FR
Ein Hoch auf den EZBankfurter Denkmalschutz: Großmarkthalle futsch, RUNDSCHAU-HAUS abgerissen, Sondheimer-Villa verhökert, aber wenigstens Nitribitts Wohnung gerettet
Josef Fischer (als Ministrant noch Joschka genannt) zieht mit eigener Firma in den EURO(pa)-Wahlkampf für die GRÜNEN, Daniel con Bomb-It, der EUROfighter ist mit von der Partie
100 von 150 Jahren FRraten & FRkauft,
mitgeKRIEGt & mitgeSIEGt & bis heute Arzt am Krankenbett von Kaput Baal
Cohn-Bendit FRaufgewärmt & Arno Widmanns Alt68er Kinderladen-No-Missbrauchs-Story & HaBEs Notwendige Ergänzung zur FRankfurter Rundschau –
„Putztruppen“ & “Oppenheimer-Effekt”? Fragt den TATORT-Autor Peter Zingler!
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….. nun hatte ich so um die 2004 Peter Zingler mein damals schon über 350 Seiten dickes word-manuskript zugeschickt, mit der Bitte, es zu begutachten, mir Tipps zu geben, denn die Geschichte spielt zum großen Teil im Ostend, rund um die damals noch nicht existente „Romanfabrik“ und Zingler kannte sowohl den “Flüsterwilli”, “Stalin” und seine Frau Margarete, die die Breite Gasse unter sich hatte, die “Sonne von Mexiko“, den Frankfurter Untergrund….
Womit wir schon beim Oppenheimer-Effekt wären.. Doch langsam!
Peter Zingler hat mir geantwortet, er hätte noch nie einen so durchgängig querstrukturierten Roman gelesen, das sei ihm zu schwierig und „Normalos“ wie ihm nicht zuzumuten. Das hat mich zunächst schwer getroffen. Aber nach ein paar Tagen wurde mir klar, dass es sich hierbei eher um eine Art „Chapeau“-, eine “Hut-ab”-Geste handelte. Naja, vielleicht auch nicht.
Was Zingler aber damit punktgenau getroffen hat, ist der „Oppenheimer-Effekt“. „durchgängig querstrukturiert“
Der Oppenheimer-Effekt hat nun gar nichts mit dem Atom-Bomben-Entwickler und Widersacher von Einstein zu tun, auch nur am Rande, nein auch gar nichts mit dem Frankfurter Bankhaus Oppenheimer. Das kommt zwar ein paar Mal im Roman vor.. aber es ist nicht die Struktur..
Vielleicht erkläre ich jetzt erst Mal, was der Oppenheimer Effekt ist: bei Erzählungen, Romanen geht die Geschichte über mehrere zeitlich-geschichtliche Ebenen und springt zwischen diesen Ebenen, überspringt auch welche usw ….. manchmal weiß man nicht, auf welcher Ebene man sich gerade befindet. In Oppenheim ist Mal ein Auto mitten in der Altstadt weggesackt . Man hat es in einer über 20 Meter tiefen Grube wieder entdeckt. Die Bergung mit Autokränen war schwierig, weil auch die abzustürzen, einzusacken drohten. Erst dann entdeckte man die mehrfach über/untereinander verlaufenden Katakomben unter der Stadt… ein riesiges dreiminensionales Labyrinth, bei dem man nach kurzer Zeit nicht mehr weiß wo Nord, Süd, West und Ost ist, auf welchem Zeithorizont man sich befindet und wo man , wenn man nach oben steigt, oben herauskommt, und ob man .. denn Glück auf. Glück auf ! , man weiß nämlich auch nicht in welchem Stollen und in welchem Schacht man sich bewegt und ob es nur ein Notschacht, ein Lüftungsschacht ist und ob man nicht schon in der nächsten Grube angelangt ist… literarisch-historisch-bergmännische Vortriebsweise … denn es ist nicht soooo weit vom Bergwerk “Putztruppe” zur benachbarten Grube “Damenschneider”, die wiederum über einige “Querstollen” mit der Grube “Erbsenzähler” verbunden ist. Und wer sich in diesem Bergbaurevier auskennt, zumindest bewandert ist, der wird sich schnell den Durchbruch zu den Gruben der “Grenzgänger” gegraben haben … der Schacht “Onkelmord” und die Grube “DoppelKopp” liegen in nicht allzu ferner Nachbarschaft …
Man muss höllisch aufpassen , dass man sich beim Lesen nicht ne Steinstaublunge holt
“Durchgängig querstrukturiert” war schon richtig.
In Frankfurt gibt es hunderte von Durchgängen, Durchschlupfen, die zwar zum großen Teil nach dem 1944er Bombardement verschüttet waren, aber die Übriggebliebenen reichten noch für die Querstrukturierung der Frankfurter Unterwelt. Es gab Durchgänge von der Hasen- in die Töngesgasse, vom Fisch-Franke bis zum Fischerfeld vom Main-Ufer in die Fischergasse, vom Aquarius neben dem Arbeitsamt im Fischerfeld bis in die Kleine Bockenheimer direkt in den Jazzkeller, nachdem Emil und die Jazzdektive ihr Nikolai-Kirchen-Asyl aufgeben mussten und konnten, denn die Kleine Bockenheimer inclusive der drunterliegenden Katakombenteile wurden 1947 schon freigeschaufelt. Da wurde die einst so reiche Stadt endlich wieder das Gegenteil vom Mangelsdorf.
(HaBE ab 1963 auch Posaune gespielt, (eher mangelhaft und mehr dörflich)- bis es mir von dem Ex-SS-Offizier, meinem evangelischen Schul- & Internatsleiter verboten wurde ..ab 1974 eine erneuter Versuch im KBW-Musikzug des Soldaten-& Reservisten-Kommitees, aber die haben mir dann doch zu viel & nach ZK-Pfeifen-Kommandos den Marsch geblasen und so griff ich zur Klampfe)
……. Und “Dribbdebach” hinterm Sachsenhäuser Main-Ufer war es nicht anders: vom Underground am Deutschherrenufer gings direkt bis zur Herrenmühle, zum Schlachthof oder in die „Fabrik“, die alte Frankfurter , nein Sachsenhäuser Ölmühle. Ich bin mir sicher, dass es einen ZusammenGang von Jazzkeller und Club Voltaire gibt…
Querstrukturiert. Aus dem Keller der “Sonne von Mexiko” gab es bei Razzien so viel Auswege: man konnte durch mehr als ein halbes Dutzend verstellte Türen in viel mehr als nur die Luftschutzkeller der benachbarten und zerbombten Häuser gelangen, es gab Falltüren zu dem System der Katakomben … und die Stadtverwaltung hatte wie die Polizei auch überhaupt keine Übersicht mehr über dieses Tunnelgewimmel. Ja, es gab da schon welche, die sich ziemlich gut in diesemm Labyrinth auskannten, Zivil-Bullen wie den Finkh, den Vogel, den Loos, die von der „Putztruppe“ …..
„Putztruppen“ und der Oppenheimer-Effekt ? Was ? Fragen wir Mal den TATORT-Autor Peter Zingler
Veröffentlicht am 9. Juni 2014 von Hartmut Barth-Engelbart
Die HaBE „Putztruppen“-Lesung im Café Wiesengrund am 20.06. 20 Uhr sollte man schon etwas vorbereiten. Als „Warming-Up“ habe ich den folgenden Text:
DER WEITER VORNE IST NICHT MINDER WISCHDISCH
Peter Zingler, dessen erste Bücher ich in der Neuen Hanauer Zeitung (nhz) 1983/84, als er noch in Dieburg im Knast schrieb, euphorisch rezenziert HaBE (bei wikipedia sind davon leider nur die „Notizen aus der Mülltonne“ aufgeführt, die „Spur 362“, die von seiner folgenschweren und teilstödlichen Begegnung mit Generalbundesanwalt Bubak handelt, fehlt bei wikipedia ((kann sein, dass der arrivierte Zingler selbst dieses Buch bei wikipedia verschweigen ließ?)) Jedenfalls ist diese „Spur 362“ auch einer der Gründe dafür, dass ich auf seine Bücher überhaupt aufmerksam wurde … das kam so: beim Kneipenverkauf der Kommunistischen Volkszeitung (KVZ), dem „Zentralorgan des KBW“, traf ich so um 1978 in der Hanauer Innenstadt in der Gaststätte „Gassebub“ auf Dieter Schlüssler, der frisch entlassen aus dem Knast in Dieburg auf seinen nächsten Blackout zu soff. Der Lebensabschnittsgefährte der Wirtin, ein Palästinenser, war Abonnent der KVZ und ich versuchte mit magerem Erfolg auch an den Gassebub-Tischen die Zeitung an den kleinen Mann und seine Frau zu bringen. Bisweilen auch mit HaBE- Liedersingen in Hanauer Platt verbunden. „Vadder kumm, mir gehn naus in die Bulau…“ „Oamm Heumargd wer’n die Beem gefällt unn doann, unn doann. im Lambewald widder uffgeschdelld…, de Lambewald werd platt gemacht, unn doann, unn doann.. wo moije schunn IKEA lacht…“ oder „Beiß, Bagger beiß, bau mer bloss koan Scheiß…“ … 12 Leute in der Kneipe, 3 Zeitungen verkauft. Heute Nacht noch eine Meldung über den Zellenleiter an die Regionalleitung Mitte (an Horst Löchl, den späteren Prof. an der Francfort University of Finance and Manangement) über den heutigen Betriebs-, Straßen- und Kneipenverkauf. Die Zeit drängt. Ab 24 Uhr Zellensitzung. Morgenfrüh 4.30 DUNLOP, VAC, HERAEUS, eventuell Vertretungseinsatz vor Honeywell in Maintal. Das war was für Ochsen wie mich, dort verteilten wir Flugblätter bis „die Knechte vom Knecht“ (die IGMetall-DKP-Betriebsgruppe) Ohrfeigen verteilten. Anschließend zur vom AA verordneten Dummschulung nach Frankfurt..
De Dieder, wie er in der Kneipe genannt wird, blafft mich auf dem Weg nach draußen vom Tresen her an: „Ihr seid doch all nor Schwätzer, eier Zeidung versscheehd doch koaner, mit demm Paddeischinesisch. Wonns rischdisch hard werd, siehd mer nix me-i vunn aisch!“ Ich setze zu einem Widerspruchsversuch an. Zwecklos. „Ihr seid doch all nor Waamduscher, nix gschaffd, koa Schwiel on de Händ, unn Schweiß ? , denn kennd er vielleischd vunn de Disco. In Hanau gibts nor oan, demm könnd ischs abnemme, dass ers werrglisch sou moahnd, wie ers seschd, dass er dudd, was er redd: des hodd mer de Zingler in Dieborsch gschdeggd, des hodd in de Bildzeidung gschdonne: Drei Jahre wegen Bubak ! – Geesche denn seid er doch nor uffgebloosene GarrdeZwersch! Oxefresch!“ Erst als ich dann auch etwas lauter werde und mich anschließend etwas leiser oute, hört de Dieder uff ze brülle. Seit diesem Zusammentreffen HaBE ich in der Hanauer Region eine ehrenamtliche Body-Guard. Die berüchtige “Schlüssler-Gang”. Bis weit über den Tag hinaus, an dem der zwischenzeitlich halbtrockene Dieder als Wortführer der Kioskfraktionsschlange von der Willemsbrigg , am vom OB Kaminski weggesäuberten Törgge-Wasserhäusi gegenüber der Szenekneipe „Brückenkopf“ sich mit seiner letzten Pfandflasche ans Kinzigufer legte und dort ins Gras biss. Dieter ist so verflogen wie seine Dauerbeflaggung: die hieß damals noch nicht HARTZ-NOT-ROLLT. Aber auch er hat schließlich die Fahne hochgehalten, wenn WIR wiedermal Champion wurden. Auch Dieter wurde quartalsweise, periodisch irgendwie irgendwo Weltmeister, Meist aber mehr Jägermeister.
Nun hatte ich so um die 2003 oder 4 Peter Zingler mein damals schon um die 350 Seiten dickes word-manuskript zugeschickt, mit der Bitte, es doch mal zu begutachten, mir Tipps zugeben, denn die Geschichte spielt zum großen Teil im Ostend, rund um die damals noch nicht existente „Romanfabrik“ und Zingler kannte sowohl den Flüsterwilli, Stalin und seine Frau Margarete, die die Breite Gasse unter sich hatte, die Sonne von Mexiko“, den Frankfurter Untergrund….
Womit wir schon beim Oppenheimer-Effekt wären..
Doch langsam!
Peter Zingler hat mir geantwortet, er hätte noch nie einen so durchgängig querstrukturierten Roman gelesen, das sei ihm zu schwierig und „Normalos“ wie ihm nicht zuzumuten. Das hat mich zunächst schwer getroffen. Aber nach ein paar Tagen wurde mir klar, dass es sich hierbei eher um eine Art „Chapeau“-, eine Hut-ab-Geste handelte. Naja, vielleicht auch nicht.
Was Zingler aber damit punktgenau getroffen hat, ist der „Oppenheimer-Effekt“. „durchgängig querstrukturiert“
Der Oppenheimer-Effekt hat nun gar nichts mit dem Atom-Bomben-Entwickler und Widersacher von Einstein zu tun, auch nur am Rande, nein auch gar nichts mit dem Frankfurter Bankhaus Oppenheimer. Das kommt zwar ein paar Mal im Roman vor.. aber es ist nicht die Struktur..
Durchgängig querstrukturiert war schon richtig.
In Frankfurt gibt es hunderte von Durchgängen, Durchschlupfen, die zwar zum großen Teil nach dem 1944er Bombardement verschüttet waren, aber die Übriggebliebenen reichten noch für die Querstrukturierung der Frankfurter Unterwelt. Es gab Durchgänge von der Hasen- in die Töngesgasse, vom Fisch-Franke bis zum Fischerfeld vom Main-Ufer in die Fischergasse, vom Aquarius neben dem Arbeitsamt im Fischerfeld bis in die Kleine Bockenheimer direkt in den Jazzkeller, nachdem Emil und die Jazzdektive ihr Nikolai-Kirchen-Asyl aufgeben mussten und konnten, denn die Kleine Bockenheimer inclusive der drunterliegenden Katakombenteile wurden 1947 schon freigeschaufelt. Da wurde die einst so reiche Stadt endlich wieder das Gegenteil vom Mangelsdorf. Und “Dribbdebach” hinterm Sachsenhäuser Main-Ufer war es nicht anders: vom Underground am Deutschherrenufer gings direkt bis zur Herrenmühle, zum Schlachthof oder in die „Fabrik“, die alte Frankfurter , nein Sachsenhäuser Ölmühle. Ich bin mir sicher, dass es einen ZusammenGang von Jazzkeller und Club Voltaire gibt…
Querstrukturiert. Aus dem Keller der Sonne von Mexiko gab es bei Razzien so viel Auswege: man konnte durch mehr als ein halbes Dutzend verstellte Türen in viel mehr als nur die Luftschutzkeller der benachbarten und zerbombten Häuser gelangen, es gab Falltüren zu dem System der Katakomben … und die Stadtverwaltung hatte wie die Polizei auch überhaupt keine Übersicht mehr über dieses Tunnelgewimmel. Ja, es gab da schon welche, die sich ziemlich gut in diesemm Labyrinth auskannten, Zivil-Bullen wie den Finkh, den Vogel, den Loos, die von der „Putztruppe“
Von hier aus steigen die „Putztruppen“ in die (Frankfurter ) Geschichte ein, Sie brechen ein, wie das Kölner Stadtarchiv in einen U-Bahntunnelschacht, bzw. die ausgeschwemmten Nebenhöhlen der U-Bahn , mit direkter Verbindung zum Rhein.. in Frankfurt wars die zum Main. Nur bei solchen Einbrüchen in EZBankfurt käme man eventuell noch einigen Heinz-Herbert Karry-Mördern auf die Spur, würde die eine oder anderen Leiche, bzw. deren Sklelette in maroden U-Bahnpfeilern finden, wenn jetzt die Stahlbetonkonstruktionen langsam vor sich hin rostend nach Sanierung schreien. Daaas wird teuer! Und man wird dabei einiges aufzudecken haben… auch die Täter in der Stiftstraße. Rosemarie hatte nämlich kein Baby, war auch nicht schwanger… aber Abs an den Pranger ? Nö. So mancher Würger wurde Ehrenbürger.
Den Oppenheimer-Effekt habe ich deshalb so benannt, weil mir in Oppenheim ein Historiker verklickerte, dass man die Geschichte der Stadt wie in einem Bergwerkschacht begehen, und versuchen kann sie zu ergründen. Man steigt im Hauptschacht ein, geht in den nächsten Stollen (auf einer Etage gibt es bis zu sechs und mehr Stolleneingänge..) und an jeder Biegung muss man sich entscheiden, welchen der hier lauernden Durchgänge man nimmt, um im nächsten Schacht zu landen und sich dann erst Stockwerke tiefer oder höher in der nächsten Geschichte wieder zu finden. Man wird an völlig anderen Stellen eventuell das Tageslicht wiedersehen oder auch den gleichen Ausstieg wiederfinden. Oder auch nicht.
Und es ist ja nicht so, dass man beim Einbruch in die Katakomben so wie das Kölner Stadtarchiv oder der plötzlich verschluckte VW-Käfer in Oppenheim automatisch eine Strickjacke gegen die unterirdischen Kälte-Einbrüche dabei hat, von der sich dann der Rote Faden der Ariadne abwickelt, abspult … wer ihn nicht dabei hat, kommt auch nicht zu Schaden, man kann diesen oder jenen Schacht oder Stollen oder auch eine Tropfstein-Nebenhöhle schön, gruselig, oder sonst wie finden ohne zu wissen, wie man da hin gekommen ist und wie man wieder rauskommt. Man kann einfach auch das buch zuklappen. Das ist nicht mal ein Film, das ist nur Papier…. Und wer den einen oder anderen Stollen versteht, hat schon viel verstanden.. Und Schwimmwesten muss man auch nicht dabei haben..
Deshalb scheint der Roman auch nicht als durchkonstruierte Geschichte. Er erscheint vielen als eine Sammlung von Modulen, die irgendwie zusammen gehören.. Ihre Schnittmengen sind die Katakomben, sind Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh (K2F oder auch Schmutzfinkh genannt), Christine Plappert, Hannes Schwarzmüller, seine Mutter Hannia, Drucker Dunker, der Autoschieber „Flüster“-Willi Münch, de “Stalin” un soi Fraa Maggredd, das Königspaar der Frankfurter Unterwelt, die “Sonne von Mexiko”, die Uhlandkommune, das 18.K., das alte Landgericht und die Tunnel zum Klapperfeld, die Noske-Burg in der Friedrich-Ebert-Anlage, Ludwig Landmann, Polizeipräsident Littmann und seine Tochter, ……
(hier zieht auf der HaBE-Fotocollage von 1968/69 Herbert Wehner an ihren Beinen und der Sohn des damaligen HR-Intendanten Prof. Gerd Kadelbach rechts daneben mit modisch abgedunkelter Brille muss zuschauen)
….. Carlos, der Erzähler, Vogel, Loos und eine endloooose Reihe von TeilschittmengenNebenrollen, Randfiguren wie die Matura oder die Nitribitt, Politiker, Banker, Ehrenbürger und andere kapitale Strichjungen und -Mädels, die sonst eher im Mittelpunkt stehen… Metzger, nein zwei Metzger oder sinds gar drei ?
Mindestens aber zwei „BIO“-Metzger … und ne Menge Journalisten, wie Rolf Kotau, Emil Carlebach, Karl Gerold, Arno Rudert, Peter Kammer, Willi Lang, genannt „ Tally“, und gemischte alt68er Politprominenz, die man dreht oder wendet, wenn sies nicht schon selbst getan hat… Einige leicht verschlüsselt, andere mit Klarnamen .. der Sexualwissenschftler Alfred Arme, der gleiche Bernd Beginn (der als RKler beim OPEL ans Band musste, als Jürgen Metzger sich schon lange hatte feuern lassen, um die Führung im Häuserkampf zu übernehmen und seinem Compagnon Cohn-Bendit einen Job im ASTA-Kinderladen zu verschaffen: “Let The Children Play!” das war weniger anstrengend als am Band beim OPEL und keine Steinwurf weit von der Zentrale der Revolutionären Kampfes entfernt. Wenn also die revolution rief, hieß es: “Let the Children Play!” Das war gut für die Bewegung mit dem Wahlspruch “Wir Wollen Alles”. Nun , alles bekamen sie nicht, aber für Einige hat es gereicht bis in die Penthäuser hoch über den einst besetzten Häusern: vom Hausbesetzer zum Hochhaus-Mitbesitzer. Aber lassen wir den Kinderkram, Neid-Debatten nutzen nix. Wer hätte nicht gerne auch seine Bank(en), seinen Reitstall, seine Yacht, seinen Hund, seine Westend-Villa, seine fünfte Frau und seinen zehnten Beratervertrag und einen ganzen Bilderberg an Beutekunst ….:-)))
Kann man sich in einem Krankenbett 1971 an das erinnern, was 1974 passierte , 1978 oder 1984 an das was sich 2006 ereignete ? Doch wohl nicht oder ?
Doch, sehr wohl, wenn man berücksichtigt, dass der sich Erinnernde im Erzählstrang , im Halbcoma, im HAlbtagtraum z.B. in einer Situation 2006 in eine 1968er Szene eintaucht und an Orten vorbeikommt, sie beschreibt, Menschen trifft, die 1968 wie 1978 …. 89… 2001 eine Rolle gespielt haben.
Der erinnernd Erzählende muss sich immer wieder vergewissern, in welchem Zeitraum er sich befindet, verwechselt die wechselnden Personen nicht selten, wenn sie in gleicher oder ähnlicher Funktion in die Geschichte eingreifen. Das geht bei negativen wie positiven Figuren so. Es gibt in den Putztruppen vier wichtige Frauengestalten, die in ihren Haltungen, Handlungsweisen, auch in Teilen ihrer politisch-ethischen Orientierung in Kopf und Bauch des Erzählers zu einer Figur verschmelzen. Hannia, Anna 1 und Anna 2 und Louise.
Hannia ist die aus Lodz stammende Medizinstudentin, die wegen ihrer Reise nach Theresienstadt und ihrer Fortsetzung nach Auschwitz den Traum aufgeben muss, Ärztin zu werden, sie überlebt Auschwitz und ihr Sohn soll dann bitte schön Arzt werden. Der aber scheitert …. Hannia hatte ein drittes Leben begonnen, das wird durch den Ansturm, die Jagd einer Journalisten-Meute nach ihrer Story beendet. Herzversagen ?
Anna, die Mutter des Hannes Schwarzmüller, hat alle Geschwister und die Eltern und Großeltern in Auschwitz „verloren“, obwohl ihr von Finkh die Rettung der Familie versprochen wurde, weil sie für einen SS-Goldfasan die Beine breit gemacht hatte. Finkh rettet und beseitigt Anna, indem er ihr die Flucht über Hamburg nach Lissabon und von dort aus in die USA ermöglicht. Von dort kehrt sie Ende der 40er zusammen mit ihrem Mann, dem Kernphysiker Schwarzmüller nach West-Deutschland zurück, und lebt ab Mitte der 50er in der Waldstadt bei Karlsruhe, jenem Stadtteil, der mit seiner Europaschule und anderen VorzeigeEinrichtungen extra für das Euratom.-Kernforschungszentrum gebaut wurde.
Hannes Schwarzmüller wird dort denn auch zum Rädelsführer der Vereinigung “Roter Turm“, jener berüchtigten linksradikalen Karlsruher Schülergrupppe, die dafür sorgte, dass in den 60ern von Karls “ruhe” nicht mehr die Rede sein konnte zumindest so lange wie Hannes es noch in dieser gefächerten Beamtenstadt aushielt, in der nachrichtendienste sich tummelten, der Bundesgerichtshof den Ruf der 1000 Jahre vor Mord beschützte … und die Atombombensicherheit der NATO garantiert wurde, d.h. eigentlich die Atombombenfähigkeit der EVG ,….
Anna 2 ist wie Hannia aus Palästina, aus Israel in den 60ern geflohen, lebt in London als Untersützerin der Palästinenser und war als kleines Mädchen bereits nur gaaanz kurz Mitglied des BDM
Louise Bröll ist, war eine Hanauer Widerstandskämpferin. Ihr Mann wurde nach einem erfolgreichen Brückenkopfunternehmen des Strafbattaillons 999 am Donez oder am Don von der SS erschossen. Louise Bröll hat russische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene bei Heraeus in Hanau illegel mit Lebensmitteln versorgt, sie bei Bombenangriffen der Allierten heimlich in Luftschutzkeller geschmuggelt und war ab 1945 Mitglied und Parteitagsdelegierte der KPD …
VS-V-Mann im KBW-ZK, die echten & nicht Fischers Putztruppen im WIESENGRUND FFM. Warum Franz den Carstens geohrfeigt hat u.v.a.m.
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VS-V-Mann im KBW-ZK, die echten und nicht Fischers Putztruppen im WIESENGRUND FFM. Warum der Franz den Carl Carstens geohrfeigt hat u.v.a.m.
HaBE-Lesung am Freitag, 20.6. 20 Uhr im Café WIESENGRUND
– noch einer der unzähligen Gründe dem WIESENGRUND auf den selbigen zu gehen und nicht nur im Kaffeesatz zu lesen.
Das Buch – und diese Lesung besonders – habe ich verschiedenen Menschen gewidmet: u.a. Emil Carlebach, dem Drucker Dunker, dem Autoschieber “Flüster-Willi” Münch, Jacob Moneta, Wolfgang Abendroth, Ernest Jouhy-Jablonski, Ossi Büttner, dem Unterwelt-König „Stalin“, auf dessen Beerdigung 15.000 hinter seinem Sarg trauermarschierten und seiner Frau Margret, der Konigin der “Breide Gass”, dem UNDERGROUND-Rausschmeißer und BetonFacharbeiter TIGER, den Auschwitzüberlebenden Hannia Wiatrowski, Anna Braun, der Widerstandskämperin Louse Bröll und ihrem ermordeten 999er Karl Bröll, dem Hanauer Schreiner, dem 999er Wilhelm Pfannmüller, Reinhold Seeger, dessen kommunistischer Vater vor dem Michelstadt-Asselbrunner Friedhof verscharrt wurde, dem Ex-Tonmeister des „Frankfurter Literaturtelefons“ Jochen Schäfer, dem Hanauer Kioskfraktionsvorsteher Dieter Schlüssler …..
Jochen Schäfer ist tot. HaBE versucht, ihn wieder unter das Römerdach ins Leben der Stimmen der Literaten zu holen. Ein erster leider vergeblicher Wiederbelebungsversuch. Ein Weckruf für den Tonmeister des Frankfurter Literatur-Telefons.
Veröffentlicht am 9. November 2010 von Hartmut Barth-Engelbart
mich trifft Jochens Tod wie ein Luftschlag. so muss das Gefühl sein, wenn eine Transall einen überfliegt und ein Tornado im Zielanflug auf einen zukommt. Jochen ist tot und ich will es nicht wahr haben, es ist wie der Tod Wolfgang Stryis, obwohl, obwohl, obwohl, wir kannten uns nur ein paar Tage und Wolfgang hat 14 Jahre die Töne meiner Texte gemacht, meinen Texten Töne, meine Worte zu Musik gemacht. Jochen hat sie “nur” aufgenommen.. sofort verstanden und wir uns auch.
Wir haben uns bei den Aufnahmen erst kennen gelernt. Ich habe ihm meinen Roman “Putztruppen” als erstem fast ganz erzählt, nachdem der bei einem Festplattencrash über die Wupper gegangen war. Jochen hat bei der Erzählung viele Details mit eingeflochten, denn er kannte, nein, hatte “ein duzend Oberbürgermeister aufm Buckel”… Jochen hat mir auch gesagt, dass er die Hauptfigur des Romans persönlich kennt: “Jochen, ich hab den erfunden!” “Nein, isch kenn denn!! Ich weiß wo der wohnt. Dem hawwe die Amis nachem Kriesch, e Kneipe hinner die Katharinekersch gestellt, Geschenkt, mit em Bergepanzer hawwe die e Wellblesch-Halle vom Rebstock gebracht un hiegestellt. Da hat der die ganze Unnerwelt unner kontrolle, de Schwarzmarkt, die ganze Jazzer, de Emil un de Albert warn dort noch vor de kleine Bockenheimer. Die war doch noch verschütt…” Wenn Jochen in Fahrt kam, hat er geslangt, wie’n eschde Friedrisch Schdolze. Er hat mir den ersten Literaturpreis verliehn : mit meiner Geschichte war ich in seine Realität eingedrungen und wir haben gemeinsam das Lied vom KWFF gesungen und auch von seiner polnischen Frau, der Displaced Person, der ex-Zwangsarbeiterin, die jetzt für ihn putzte.. “Isch kenn die genau, na, isch habb se gekannt. Bevor se aus em Fenster gefalle is. Die hat im Riederwald in de Schul geputzt ” So hört sich das an, wenn Frankfurter Hochdeutsch reden, es versuchen, Jochen konnte das wunderbar…… Jochen wollte mir die Karriere dieses PolizeiHauptkommissars noch genau aufzeichnen…. Im Runterfahrn im Aufzug haben wir festgestellt, dass wir am gleichen Tag Geburtstag haben, er nur 10 Jahre früher oder warens 5 ? Ich bin in den 5 oder 6 !!! Jahren nach der Aufnahme und nach unseren langen Gesprächen danach nicht mehr zu ihm nach Frankfurt gekommen, habe es immer wieder aufgeschoben, weil immer wieder irgendwelche Kriege dazwischen kamen, gegen die ich unbedingt anschreiben musste, da mussten die “Putztruppen” und auch Jochen erst Mal warten . Und jetzt hat er unsere gemeinsame Geschichte einfach unerzählt, erzählt ja schon aber noch lange nicht aufgeschrieben mit ins Grab genommen. Ich werde den Roman für ihn fertig schreiben.
… Fortsetzung nach dem Spendenaufruf ….
€€€€€€€€€€€€€ HABE WIEDER EINEN SPENDENAUFRUF €€€€€€€€€
Das Revisionsverfahren in der Sache Mark Seibert ( wohl immer noch Internetbeauftragter des Bundesvorstandes und Assistent des Bundesschatzmeisters der LINKEn) gegen Hartmut Barth-Engelbart HaBE ich vor dem Berliner Kammergericht verloren. Die Veröffentlichung der Recherche-Ergebnisse zur geschäftlichen wie politischen Karriere des „Gute Quelle“-Schüler-Projekt-Chefs in Gelnhausen, dann Wahlkampfleiter in Hessen, BAK-Shalom-Mitgründers , GAZA-Bombardierungs-Befürworters und jungeWelt-Boykott-Mitorganisators hat mir eine Reihe von Abmahnungen eingebracht und erhebliche Kosten, die ich mit meiner berufsverbotsbedingt halbierten Rente/Pension nicht alleine schultern kann.
Das Scheitern der Revision vor dem Kammergericht bringt bei einem Streitwert von 10.000,-€ jetzt noch Mal eine erhebliche Forderungssumme: Gerichtskosten, Kosten des gegnerischen und meines Anwalts. Die Rechtsschutzversicherung zahlt keinen Pfennig.
All jene, die ich in ihrer Abwehr gegen Seibert’schen Segen unterstützt habe, wie zum Beispiel Dieter Dehm, die junge Welt, die MdBs, die dem israelischen Kriegsverbrecher die Ehrerbietung verweigert haben, …. aber auch alle anderen FreundINNeN, KollegINNen und GenossINNen bitte ich jetzt um Spenden zur Finanzierung dieses Verfahrens.
Einzahlung unter dem Kennwort „MARK & PEIN“ auf mein Konto Nr: 1140 086 bei der VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen e.G. BLZ: 506 616 39
Hätte ich das verfahren gewonnen, wäre es eine strukturelle Lüge gewesen..
Mit einem ziemlich hilflosen Soligruß HaBE
€€€€€€€€€€€€€€€€€ ENDE MIT SPENDE €€€€€€€€€€€€€€€€€
Jetzt hat mich der Jochen doch wieder voll aus dem Konzept gebracht… wem wollte ich die Putztruppen-lesung noch widmen?
, dem Wetzlarer Jugendarbeiter der Domgemeinde mit gleichem Namen, dem die Faschisten die Wohnung und beinahe seine ganze Familie abgefackelt haben, ein bisschen frühes Odessa in Wetzlar ?!, dem doppelamputierten, Opiumabhängigen VS-LKA-BKA-BND-V-Mann und Carstens Ohrfeiger Franz, der in der KBW-WG in der Markgrafenstraße gewohnt und von dort aus in dienstlichem Auftrag für Opium-Rationen spioniert hat, und als proletarischer Schwerbehinderter ungehinderten Zugang zum Hochsicherheitstrakt in der KBW-Zentrale in der Mainzer Landstraße hatte, im ehemaligen LIBRI-Haus, das in den 80ern für über 10 Millionen an die Commerzbank ging. Diese 10 Millionen waren der Grundstock für das Öko-Bürohaus in der KasselerStraße 1. Sinniger Weise K1 genannt, Fritz Teufel dreht sich deshalb heute noch mit Hochgeschwindigkeit im Grab. (und tausende meiner Beiträge und Nachschicht-Überstunden stecken auch noch in diesem Mausoleum der GroschenJungs von Hager bis Schmierer)
Nachdem Franz für die Schlapphüte ausgedient hatte, weil er von uns, den KBW-Zellen Bockenheim und Hanau enttarnt wurde und wir es nach langen Streitigkeiten und auch Ausschluss-Drohungen gegen uns schafften dann auch das ZK dazu zu bringen, den Franz rauszuschmeißen und an alle Organisationen Warnungen vor diesem Spitzel rauszuschicken, dann tauchte nach ein paar Jahren Franz als Wortführer der Krüppel-Initiativen auf mit seiner krönenden Aktion bei einer Feigenblatt-Krüppel-Feierstunde (wars eine gedenkstunde für die Euthanasie-Opfer unter den 1000jährigen Krüppeln?) als er mit seinen beiden Prothesen über ein-zwei Stuhlreihen flankte und dem Carstens einen angemessenen Haken verpasste. Der gehörte so und so zum Carstens-Kreuz und so war der Buprä wieder komplett.
Ach Franz, jetzt möchte ich den Stab, den wir damals über Dich gebrochen oder über Dir gebrochen hatten , wieder schienen. So sind sie, die echten helden… halt mit vielen Brüchen…
Diese lesung ist auch all jenen gewidmet, deren Namen ich mal so einfach verschlüsselt hatte wie den von Hannes Schwarzmüller, der in echt doch Thomas Weissbecker lautet, ihm ist sie besonders gewidmet. Na ja Leon Vatter ist auch noch gut zu entschlüsseln. Die Verschlüsselung ist mir vor einigen bis über 20 Jahren deshalb so wichtig gewesen, weil ich juristische Probleme aussschalten wollte. Dass Gerhard Begin nix mit dem OberZionisten zu tun hat, dürfte klar sein . Nur, nicht erst bei ihm fings mit den juristischen Problemen so richtig an: für Bilder und Zitate musste ich an die 2.000 € löhnen… gegen die Verwendung in den mainstream-Medien konnte sich der tote Günther Amendt nicht mehr wehren. Ausgerechnet bei dem Hähme-Artikel des Springer-Blattes nach Günter Tod, für dessen Enteignungs-Blockade-Kampagne er zu 700.000 DM Strafe verurteilt und durch welches Urteil er zum Altersarmutsfall wurde.. Ja, ja, auf hohmen Niveau, aber von jeder Gage musste er an Springer zahlen…bis aufs Existenz-Minimum und das kennen die HARTZ4er gut… von den Mitblockierern wurde er ziemlich alleine gelassen..
Manche Verschlüsselungen kriege ich heute selbst nicht mehr auf— aber auch das machts spannend.. die „Putztruppen” bewegen sich immer zwischen Realität und Fiktion und man weiß nie, was gerade das Eine und wann und wo das Andere ist..
Ich freu mich auf die Lesung und das DrumRum und Danach …und wie heißt diese dritte Kiosk-Kette in Frankfurt: 1 war Jöst, 2 war Crome und wer weiß wie die Nummer 3 hieß ?
Schritt für Schritt ins Paradies.
Buch von Otmar Hitzelberger (2003, Edition Büchergilde).
Besprechung von Helmut Barth-Engelbart für das Frankfurter Info, 9.02.2004:
Shit für Shit ins Paradies oder wie Hitzelberger fast in die Charts kam
Hitzelbergers eigenartiger Weise nicht sonderlich gut verkaufte Klitterung der Frankfurter Spontigeschichte droht demnächst auch noch durch Kinos und TV zu geistern. Ob sie Schritt für Schritt genauso finanziert und bestellt wurde wie die unsägliche “Fuchstanz”-Geschichte von vor gut 12 Jahren, das ist nicht nachweisbar: damals hatten Frankfurter Ex-Spontis sich einen Roman schreiben lassen wie feudale Fürsten sich ihre Ölschinken bestellten. Es ist der zweite (belletristische) Versuch der Büchergilde die FFMer Spontifexe zu beweihräuchern.
Dass Otmar Hitzelsberger sich ungestraft beim toten Rio Reiser die Titel klaut und damit die Lobhudeleien der FischerChöre bestückt und seine Pfauenfedern im Windschatten des großen Zampanu spreizen und sogar noch bei der Büchergilde publizieren darf, das kotzt mich unsagbar an. (Zumal der Mario früh-er schon nix anderes zu tun hatte , als eine Frankfurter Uschi Obermeier-Version ihren abgestandenen 68/70er WG-Kaffeeklatsch zwischen die Buchdeckel pressen zu lassen) Mindestens einen meiner Schädelbrüche habe ich der Joschka-Fischer-Putztruppe zu verdanken, und jetzt publiziert ein solcher Putztrüppler seine mainstreamgeprüft- & geklitterte Geschichte bei “meiner” Büchergilde, gesponsert durch die Weißweinbande(n) eurotoskanischer Capri-Fischer. Wenn das der Führer wüßte, dass beim Bomben auf die Serben solche Leute ihn beerben. Statt ‘Lebensraum im Osten’ geht mit Fischer jetzt ein StRuck durch die Gesellschaft: Husch, Husch! vor George Bush im Hindukusch! Und an der FanKurve jubeln die CheerLeader wie Otmar Hitzelsberger dem gemeinen Klientel die Parolen unter. Das Schlimme daran ist, dass sie sogar mit dem Segen schwarzbrauner Haselnüsse wie Koch und Roth die Nester und ihre Umfelder besetzen. aus denen wir geschlüpft waren, die uns in der Erinnerung und manchmal auch noch real Nestwärme gaben-geben. FR/HR/BÜCHERGILDE/Akademie der Arbeit/ . Es ist zum Teil eine Vertreibung auch aus Nestern, die wir uns selbst gebaut hatten und die wir als leichten (schwer erkämpften) Vorgeschmack aufs Paradies empfanden…. und dann kommt so ein Arsch wie Bitzelberger und schreibt unter Schleifung des Tempelberges TonSteineScherben so einen schönen Dreck: Schritt für Schritt ins Paradies. Solche Gemäuer und Behausungen fallen eben nicht nur und nicht mehr allein Bubis’schen Spitzhacken und Abrissbirnen zum Opfer. Luis Tratter, der Hauptinitiator der ASH-Krebsmühle ((ein Projekt der ArbeitslosenSelbstHilfe)) dürfte sich heute angesichts der Krebsmühlenentwicklung so wohl fühlen wie ich mich angesichts der Genese des BBZ des Main-Kinzig-Kreises ((BerufsBildungsZentrum , das ich initiiert habe. (Na ja, zu dem was der schwindende Schröder so alles verbrochen hat, ist dieses ‘Umerziehungslager für Sozialhilfeempfänger’ eine fast humanitäre Einrichtung))) Das sind Schweine, die die Scherben so beerben. Wann werden die auch noch den Club Voltaire besetzen? Wenn der Halberstadt das Handtuch schmeißt? (Da kommt ein Gefühl hoch wie bei der US-gesponsorten Taliban-Sprengung der BuddhaBilder in Afghanistan.) Bitzelbergers Sohn wird Bitzelberger im Film spielen: TOLL!! Meine ersten Kinder aus dem ersten in Frankfurt besetzten Haus (bevor dieWestendbesetzer und teils heutige Besitzer ausgeschlafen hatten) hat ein gewisser Dr. Netter abgetrieben (für 600 Mark) , weil in diesem hart umkämpften Raum zum Leben kein Raum für weiteres Leben war. (Na ja, es gab auch noch andere Gründe). Und das trotzalledem weitere Leben wird jetzt unter dem Kommando der Joschkas und Joschas und dem Jubel der Hitzelbergers zum Krisenstillerhightechkiller in jedem Winkel des Universums oder mindestens zum Kollateralschaden). Drei oder vier Brüder meines Vaters liegen vor Verdun und es ist bis heute nicht klar, ob es deutsches oder französisches Giftgas war, das möchte ich meinen Kindern nach wie vor ersparen. Lieber Otmar: Schritt für Schritt in die Hölle wäre ehrlicher gewesen. Auf dem Plakat zu meiner Lesung in Halle steht: …seit 68 schreibender “Aktivist” … , der gegen die herrschenden Verhältnisse und die Anpasserei seiner “rebellischen Generation”anschreibt, nach dem Motto: “Ihr kriegt uns nicht, noch nicht mal unsere Urnen (die kriegen unsere Kinder zum Streuen gegen das Glatteis, auf das sie geführt werden sollen).Holen wir uns die Straße zurück, die Städte, die Dörfer, die Kneipen und jeden Millionstel Kubikmillimeter unserer eigenen Birnen.”
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
Die Nitribitt
-FRolle in der “Putztruppe” – dem vielseitigen HaBE-HistoPolitKrimi über die “Säuberung” Bankfurts
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alle folgenden Bilder aus wikipedia
Vielseitig isser nich nur wegen der über 400 Seiten… (das nur kurz zur Headline)
So lange ich von meinem ExKollegen Kurt Weiner nicht die Genehmigung erhalten HaBE, hier sein berühmtestes Bild reinzustellen, verweise ich auf die FR- Adresse, dort kann man neben dem Rundschauhaus, wo ich kurz vor dem Abriss noch eine Paternoster-Lesung machen wollte .. auf dem Weg in den Himmel zu Karl Gerold das Mädchen Rosemarie in der Sonne liegen sehen. (entweder ich habe einen Fehler gemacht, oder die FR hat den Artikel gesperrt. Da muss man die Rosemarie Nitribitt leider ergoogeln und den Kollegen Weiner auch)
Das Rundschau-Haus.
Das Verlagshaus der Frankfurter Rundschau war einer der bekanntesten Bauten der 1950er-Jahre in der Innenstadt von Frankfurt am Main. Es stand unter Denkmalschutz wie etwa das Grundgesetz auch und wurde 2007 abgerissen.
Beim Rundschauhaus haben sie mir aber ebenso übel mitgespielt wie beim Abriss des zweiten historischen Lesungsortes: das Zürichhochhaus steht nicht mehr und ich konnte auch nicht zum 40. JubelJähUm am 12. Februar 2008 vom Dach des US-Handelszentrums aus eine Rudi-Dutschke-Gedächtnis-Lesung machen… Nun ja, um mein Gedächtnis ging es dabei auch… dafür habe ich die Lesung dann später vom Dach des Gallustheaters zu dessen 25. Geburtstag in luftiger Höhe von 7 Metern mit einem 68er Megaphon (einer der wenigen Alt68er, die noch kein Staatssekretär oder Landesvater, AußenAmtsEgghead und Konzernchef geworden sind), mit Roh-Bau-Leiter (keine GAU-Leiter) und mit original IGMetall-AntiNotstandsKongress-Schauer-Sturzhelm gemacht kurz vor Mitternacht und rund 150 bibbernden Gästen. Und das an einem Ort, über den ich ein Theaterstück mitgeschrieben habe: das Adler-KZ “Katzbach” – ach wie gern läse ich da auch Mal wieder.. aber sie wollen nicht so recht…
in der aller größten Not
ist der HaBE viel zu rot,
dann wär’s Theater Mittel los!
Die Stadt macht nen KW-Befund !
Was mach ich blos ?
Ach HaBE mach mir’s nicht so schwer,
versuchs doch Mal.. im Club Voltaire,
im Wiesengrund ?
Vielleicht im Straßenbahn-Depot ?
(Fürs alte neue Tat – ist HaBE in der Theorie –
und wie –
auch in der Tat –
zu rot …
Mein Kaput-Baal, mein lieber Gott!
Der Bürger steigt durch plebs-dreck-kot,
schreit nach der Putzfrau Petra Roth,
doch dann als Retter aus der Not,
wo auf dem Schlachtfeld Türme wanken,
die wir dem Häuserkampf verdanken,
ein Feldherr für die Bankenschlacht:
ein Putzmann ruft:
Es ist vollbracht.
Er und sein Putztrupp zeigen uns,
wie man die Stadt, die Parks, die Bänke,
für EUROBank und EUROBänker
bis an die Wurzeln, porentief,
blitz-blank entkernt und sauber
– der GENERAL – das ist kein Zauber –
für Frankfurts Banken Macht.
WENN MAN SICH FRÜH GENUG INS BETT DES KAPUT-BAAL LEGT,
FÄLLT MAN AUCH NICHT MEHR REIN
NUN DER BORIS IS UIN MAIN GEFALLEN
DAFÜR FELDMANN JETZT IN BANKFURT
BÄUUME, DIE DIE PETRA ROTH
NOCH NICHT TOT
GEMACHT HAT
UNDZUR FRAPORT CARGO-CITY DREI
GEHT’S HIERLANG
Sagt al-wazir beim Waldspaziergang
Boah ey, das musste Mal gesagt werden
und hier kann man das Bild von Kurt Weiner (leider immer noch nicht sehen) aber schon sehen, das das auch früher nicht so viel anders war. Da hieß der Ackermann noch Abs und Feldmann Walter Kolb und der junge Brundert wurde dann schon etwas wie Roth:
“Einfach in der Sonne, am offenen Fenster, mit hochgelegten Beinen” – Rosemarie Nitribitt kurz vor ihrem gewaltsamen Tod (© Foto: Kurt Weiner / Christian Steiger, HEEL-Verlag)
vielleicht diese zeile bei google eingeben und googeln. (das sagt mir der zahnarzt immer, erst spülen dann googeln.. nur das Ausspucken mach ich ohne Anweisung!!)
Wer jetzt meint , Joschka habe schon vor seiner Geburt .. der irrt.
Bei seiner “Putztruppe” haben sich die Frankfurter Grünen aus der Friedich-Ebert-Anlage fast schepp gelacht. Schon 30 Jahre bevor es ein von einem GRÜNEN geführtes Dezernat “Sauberes Frankfurt” unter Petra Roth gab. Ist es vielleivcht kein Dezernat. Ist es eine Stabsstelle? Dem polizeilich-militärischen Zweck angemessener Begriff !
(für alle Nachgeburten: in der Friedrich-Ebert-Anlage, gegenüber dem ehemaligen “Selmi-Hochhaus”, dessen Brand damals Daniel-Cohn-Bendit und Joschka Fischer gemeinsam mit halbbraunem Mob lautstark und teilbesoffen mit dem schönen Liedchen auf den Lippen feierten und in den Straßen tanzten (dancing in the streets!): “Mir verbrenne jetz dem Selmi sei klei Häus’che” … Gegenüber diesem damals gigantischen Bau stand das alte Polizeipräsidium. Noch steht der Bau, aber auch das Zürich-Hochhaus am Opernplatz stand unter Denkmalschutz … weg isses. Nicht mal im Internet gibts noch ein Bild von diesem Haus. Denkmal-Schutz.
Das ist der Schutz vor dem Denken . .. oder der Schutz vor dem Nachdenken
OpernTurm ? Frankfurter Kranz aufgeblasen in Beton und containerkompatibel formatiert .. unten drin gibts die gute alte Zeit für teures Geld MANUFAKTUM.
Ach ja.. früher..Morgen Kinder wirds was geben, morgen kommt der Weihnachtsmann, Viele die noch heute leben, glauben übermorgen dran….
DENK MAL!!!
Dazu – nein nicht zum Opernturm, zu Frankfurts Best-End schrieb der SPIEGEL in journalistsichem Hochglanz 1985: “…Daß harte Grundstücksgeschäfte in Frankfurt kein jüdisches Privileg waren, hatte sich auch im Westend gezeigt. Der größte Spekulant war ein Moslem, der persische Bankier Ali Selmi, der als Zeichen seiner Geschäftstüchtigkeit das 44geschossige “Selmi-Hochhaus” errichtete. Als der Rohbau 1973 brannte, jubelten die Gegner der Frankfurter Baupolitik …”
auch nicht uninteressant, die süffisanten SPIEGEL-Bemerkungen zur Baugenehmigungs-Zwangsspdenden-Wirtschaft …” Da war der Spiegel noch nicht gar sooo schlecht, wie heute dieser ErsatzLocus.
Selmi-Hochhaus
Das war damals alles sehr ambivalent: da jubelten die ausgenommenen Mieter, die verdrängten Alteinwohner ganzer Stadtteile und Ignaz Bubis war aus der Schusslinie !! Ihn anzugreifen durfte sich weder Gerhard Zwerenz noch Rainer Fassbinder leisten. Auch bzw, gerade weil sie beide vermittelten, dass Ignaz Bubis von den großen Banken/Kapitalgruppen für ihre dreckigen Geschäfte instrumentalisiert wurde – wohl wissend, dass sie – die Kapitalgruppen- damit auch dem Antisemitismus eine Steilvorlage geben würden… Aber auch das war kalt kalkuliert: alles, was sich den KapitalPlänen in Bankfurt in den Weg stellte, war ab diesem Zeitpunkt as “antisemitisch” abzustempeln. Der Widerstand gegen die Komplett-Rodung des Westends war so wunderbar aufzuspalten. Die VVN zog sich zurück, große Teile der jüdischen Intelligenz, der Kulturschaffenden distanzierten sich und /oder beteiligten sich aktiv an den Boykott-Maßnahmen gegen das TAT, das Ensemble , gegen Rainer Fassbinder und gegen Gerhard Zwerenz. Selbst gegen den Verkauf des Literaturhauses in der Bockenheimer Landstraße gab es keinen nennenswerten Widerstand mehr. Obwohl es sich hier um die Vernichtung eines Kulturdenkmales höchsten Ranges handelt. Es wird genau so behandelt wie die Villa Sondheimer in der bereits 1937 “judenfreien” Ex-Reichstadt Gelnhausen.
Wegfeiern ist auch so ne Art von VergangenheitsÜberwältigung
das gibts aber nicht nur im Speckgürtel von EZBankfurt
Bockenheimer Landstraße 102
und in Gelnhausen, wo sich die Kaiser.- und Führertreuen ihre “Judenschnäppchen ” aus der Villa Sondheimer ersteigerten ? Autohäuser arisierten, historische Gebäude und Geschäfte “erbten” und nach Ausschaltung jeglichen sozialdemokratisch-kommunistischen Widerstands sich die Grundsteine für den kapitalen Nachkriegsstart auch IHRER Kreissparkasse mit den eingefrorenen Konten u.a. der Familie Blumenbach legten… IN VINO VERITAS, nach zwei Gläsern Wein werden manche Gelnhäuser redselig… andere haben mir auch ohne Antörnen einiges erzählt. Aber Angst herrscht bei vielen Alten aus dem Widerstand immer noch… 1956 drohte man ihnen die Streichung ihrer Renten an… Wie höhnt Norbert Blüm “oans is sischer, die Rende!” Am Ende nicht mal die mit 67, wer vorher geht selwer schuld…
Ja und jetzt, jetzt gabs einfach keine Prügelknaben mehr, die Gastarbeiter, die hatten nix die klauten nix, die Zischeuner waren nach 1000 Jahren auch nicht mehr so zahlreich, …wer weg is, kriegt jetzt sogar Denkmäler… bis auf die toten Roten, die kriegen keine Straßennamen, die kriegen von Oben im Grab noch auf die Pfoten
Da nahm man sich nen Muselmann
Da nahm man sich nen Muselmann, schon damals, als Sündenbock und die Altbraunen wie die NeoNazis waren mit dabei bei der Straßen-Party. Nun Selmi selbst war Shah-treuer Iraner, einer, der die Jubelperser von Berlin (beim Shah-Besuch mit Farah Diba – nicht verwandt mit dem ähnlich klingenden Fuldaer Ex-Erzbischof und auch nicht Eigentümerin der gleichnamigen Bank) neben den diversen Geheimdiensten mitfinanziert haben dürfte.
PUTZTRUPPEN
Die Hauptrolle in den “Putztruppen” spielt ein Kriminal-Hauptkommissar, names Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh mit dem SDpuitznamen “Schmutzfinkh” oder “Putzfinkh”, . De Namen reflektiert sein Hauptbetätigungsfeld zwiaschen 1927 ohne Unterbrechung bis in die Mitte der 70er Jahre: die Säuberung Bankfurts parallel zu seiner “Entkernung”.
Finkh ist Opfer: der Noskischen Tradition, die die Nazis weiterführen und nach ihnen der US-Militärregierung wie der folgenden Bankfurter Bürgermeister – gleichgültig welcher Parteizugehörigkeit. Entscheidend ist in dieser Stadt uímmer die Kapitalhörigkeit, Nicht Umsonst ist Hermann Josef (die heißen alle Josef! außer dem Alfred und dem Hilmar nein nivcht dem Hofmann, dem Kopper, nein nicht dem Copperfield, dem Peanuts-Kopper von der DB mit den Twin-Towers in EZBankfurt!!).- Aber Finkh ist nicht nur Opfer. Er ist gleichzeitig Täter und man weiß nicht so recht was er nun mehr ist. Kommunisten wie Juden können davon gaze Klagegesamngsbpücher singen. Am meisten die jüdischen Kommunisten oder kommunistischen Juden, Das gabs alles schon auch noch lange vor den Christen in der LINKEn. Aber das war eh alles rassistischer Quatsch: Wessen UrUrUrUrUrgroßeltern in die Synagoge gegangen waren, der wurde zum Juden erklört. Warum die Teutschen mit Hunnenfleck überm Steiß nicht gleich zu Hunnen erklärt wurden, hatte wahrscheinlich was mit der Hunnenrede vom alten Willem Zwo was zu tun. Und die Bevölkerung von Untertürkheim oder Bad Dürkheim ? Die bewohner der türkischen Gärten in Hanau oder sonstwo… schrecklich. FKK und KZF (steht für KaZweiEff), wie er auch schon in der Schule gemobbt wurde, wusste dass das alles nur einem Zweck diente. Aber er war Staatsdiener und diente diesem eben auch….
Die Geschichte beginnt zwar nicht im Rundschauhaus. auch nicht bei der “Säuberung” der Frankfurter Rundschau durch die US-Militärregierung und den Sozialdemokraten Karl Gerold, der aus dem Exil und der dortigen Widerstandsarbeit gegen Hitler zurückgekehrt war. Sie beginnt auch nicht mit der Selbstbefreiung des KZ-Buchenwald oder der von Gerold mitbetriebenen Entlassung des KPDlers EmilCarlebach aus dem Kreis der FR.Herausgeber, auch nicht mit dem Rausmobben des KPD-Stadtverordneten, Journalisten und FR-Mitherausgebers Arno Rudert , der daran 1954 psychisch schwer geschädigt, schwer erkrankt gestorben ist, …. die Geschichte beginnt auch nicht mit dem KPD-Verbot, das wäre alles zu sehr pädagogischer Zeigefinger und leblos… sie beginnt in einem Wohnzimer mit einem satten Erbrechen beim Fernsehn, bei einem Frankfurter Tatort. – mit dieser mittlerweile ausgemusterten Kindergärtnerin als Hauptkommissarin und ein paar schönen Teilstreifen durch das bereits leere alte Frankfurter Polizeipräsidium… da drehts dem zweiten Helden im Roman den Magen um… Karlos muss kotzen.. warum ?
Um Einiges draller sind die Szenen in der Sonne von Mexiko, von der nur noch der zugmauerte Eingang mit seinen Arabesken im Türsturz übrig ist… Sturz ist gut. wer hier schon alles raus gestürzt (wurde) und reingestürzt ist. Der Unterwelt-Kaiser von Frankfurt hatte den Kosenamen “Stalin” , so wie später der Hauptkater einer MSB-Spartakus WG am Bethmannpark. Der aus einer maoistisch-orien-tierten WG konnte seinen Namen als einziger selber aussprechen und der aus einer trotzkistischen WohnGemeinschaft hörte auf den Namen Leo nicht, weil kein “I” drin vorkam. Da begingen die Hüter der Weltrevolution der 4,5,6, oder siebenten Internationale ein Sakrileg und nannten ihrern Kampfkater “Trotzki”. Fortan hörte der Salonlöwe aufs Wort seiner Big Leader.. Es waren immer schöne verträumte Morgenstunden, wenn man im Sommer durchgesoffen oder durchgefögelt hatte oder wurde und der Bethmannpark stand dafür damals immer offen (naja auch der) . Am schönsten wurde es dann um 6Uhr30, wenn die disziplinierten Berufsrevolutionäre der versammelte Parteien der Arbeiterklasse ausschwärmten zum Brötchenholen und Katzen suchen. (Der Lörracher KaufhausErbe und DKP-MSB-Kader Nachtisch bevorzugte die proletarische BrötchenTour mit seiner MotoGuzzi. die Honda Airswing blieb dann im Stall), Ach ja, die Katzen holen: von einer Ecke des Bethmann-Parks schallten Lockrufe der Maoisten nach ihrem Kampfkater: “MAO, MAO!”, aus der anderen krächzte eine auf proletarisch (haähaä: wustet ihr eigentlich dass ProletArier auch Arier sind? trompetete gelegendlich ein Wirrkopf von den JN über die Bergerstraße..) also aus den nächsten Ecke krächzte eine auf proletarisch getrimmte Stimme “Stalin! Stalin! Stalin! -guzzi, guzzi…” Womit wohl nicht die italienische Edelmaschine sondern das Katzenfrühstuck gemeint war; … und der Parteitag erhob sich zu den obligatorischen Standing Ovations, die dort nie so genannt wurden. Das waren immer “sogenannte standing ovations”. Die waren echt arm dran, die hatten da nur Stehplätze…
Da war noch echte Stimmung auf Frankfurts Straßen …. und der Kampf zweier Linien tobte bis in die Straßenbahn Depots…” Ein Wagen von der Linie Acht, Rot-Weiß. fährt durch die Winter-Nacht, die Eintracht hatte hoch verlorn, der OFC ist halb erfrorn und liegt schon wieder qweiter vorn, Lulakis kriegt was auf die Ohrn, der Schubert ist ein Spekulant und keiner is mit ihm verwandt, auch nicht der Franz der Kommunist, der nie nach frankfurt kommen ist.. Es will mer nett in de Kopp enoi, wie koann en Mensch net aus Frankfurt soi… Auf unsern Stolze simmer stolz. von demm stammd aach des alde Lied: oaner muss noch oaner muss noch noi…”
Naturlich ist der Roman nicht in Dialekt geschrieben, das würde auch in Hessen nicht Mal jede zweite Sau verstehen, denn es gibt nicht nur den sogenannten EffVAuVau-Dialekt, diesen eingeebneten Soparachbrei entlang der S-Bahnlinien… es gibt auch noch Kasselaner und Kasseläner und die Unnerzent und die Owwerzent… Und sogar in Offenbach gibts außer Türkisch noch fünf andere hessische Dialekte. Aber etwas dialektisch isser schon…
Keine höhere Auflösung vorhanden.
Ich habe bei der Rundschau angefangen, da war Eckard Spoo noch dabei.. und ich war dann schon mal weg 1968 …. weg von den Fenstern, von denen aus man früher die Rosemarie Nitribitt schon um 11.30h vor der Mittagspause auf ihrem Balkon in der Stiftstraße sonnenbaden sehen konnte. So kam es bei der FR zu den ersten wilden Streiks… vormittags Nase platt drücken und kein Blatt machen., Aber das war damals noch nachdem die FR-erst USArmy-Lizensiert, dann Kommunisten rusgeführt, dann nachdem der KPD-Stadtverordnete und Journalist Arno Rudert nach Emil Carlebach auch rausgedrückt worden war von der US-Militärregierung in Zusammenarbeit mit Karl Gerold, nachdem die FR total-sozial-demokratisiert war, da nahmen die Drucker und auch große Teile der Redaktion noch kein Blatt vor den Mund, das kam erst später und immer stärker nachdem das Rundschauhaus weg war und der Laden total dumontiert wurde. Jetzt gibts in GroßBerlin die Zentral-Reaktion.. das Blatt sieht aus wie die fortentwickelte Abendpost-Nachtausgabe und ist der journalistischen Qualität entsprechend auch im Format kleiner geworden, U-Bahn- & Schützengraben kompatibel. Und das Panorama auf der Letzten Seite braucht sich vor seinem SPIEGEL-BILD nicht zu verstecken, passt wie eine Print-Ausgabe der HR. und des Zentralen DummFunks
Viele RundschaulerINNEN kannten Rosemaries Besucherlisten . Da waren bei Spätschicht und Frühschicht der Drucker, der Setzer, der Redaktion auch – auch in der Nachtschicht etliche Frankfurter Ehrenbürger zu sehen. In der FR wurde -so viel ich es weiß von den älteren Kollegen- von der Polizei niemand befragt. Viele Ehrenwürger haben dann ja ihre ABSolution erhalten und die Polizei hat schön die besten Spuren verwischt Auch der Polizeipräsident war mal da. Wie der litt! , Mann oh mann, als die Nitribit dann tot war, welcher Ehrenwürger der Bankenstadt wars ? Man suchte hie und da nur nicht diez und daz und wenn ne Spur daneben ging, sagten die Kriminalen nicht ABS sondern UBS, so hieß das schon damals, wenn die Schredder die Nacht durch schredderten… Leider HaBE ich 11 Jahre zu spät bei der Rundschau angefangen… Oral History!!! Schreibs auf Junge, sonst heißts hinterher wieder, keiner hats gewußt, niemand hats gesehn…unn koaner wills gewese soin.
Appartementhaus Stiftstraße 36 am Eschenheimer Tor. 2010.
Am 1. November 1957 wurde Nitribitt mit einer Platzwunde am Kopf und Würgemalen am Hals tot in ihrer Wohnung in Frankfurt am Main in der Stiftstraße 36[13][5] am Eschenheimer Turm aufgefunden, vermutlich etwa drei Tage nach ihrem Tod. Bei den polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass sie Kontakt zu bedeutenden Persönlichkeiten hatte. Da der Mordfall nicht aufgeklärt werden konnte, wurde in manchen Medien der Eindruck erweckt, dass bestimmte Kreise aus Wirtschaft und Politik die Aufklärung zu verhindern suchten. Nitribitt wurde auf dem Nordfriedhof in Düsseldorf beigesetzt. …
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Rosemarie Nitribitt
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Rosemarie Nitribitt, eigentlich: Rosalie Marie Auguste Nitribitt, (* 1. Februar 1933 in Düsseldorf[1]; † vermutlich 29. Oktober 1957[2] in Frankfurt am Main) war eine Frankfurter Prostituierte, die ermordet wurde.
Die als Edelprostituierte bekannte Nitribitt erlangte durch ihren Tod in der Bundesrepublik der Fünfziger Jahre landesweite Berühmtheit. Später wurden über den Fall unter anderem ein Roman und zwei Filme veröffentlicht. Das Verbrechen wurde bislang nicht aufgeklärt.
Inhaltsverzeichnis
• 1 Leben
• 2 Ermordung
• 3 Ermittlungen und Gerichtsverfahren
• 4 Rezeption
• 5 Trivia
• 6 Literatur
• 7 Einzelnachweise
• 8 Weblinks
Leben
Rosemarie Nitribitt war vor allem in Frankfurt schon zu Lebzeiten bekannt[3] und nach ihrem Tode erschienen zahlreiche Medienberichte über ihre Person. Dennoch gibt es nur wenige gesicherte Erkenntnisse über ihr Leben.
Rosemarie, wie sie sich später nannte, kam als uneheliche Tochter eines unbekannten Vaters zur Welt[4] und wuchs, wie ihre beiden Halbschwestern, in ärmlichen Verhältnissen bei ihrer Mutter in Ratingen und Düsseldorf auf. Die Mutter musste mehrere Freiheitsstrafen verbüßen;[4] Rosemarie wurde mehrmals in ein Kinderheim eingewiesen, wo sie als schwer erziehbar galt und mehrfach ausriss.[5] Letztlich kam sie nach Mendig in eine Pflegefamilie. Dort wurde Rosemarie im Alter von elf Jahren von einem 18-jährigen deutschen Soldaten[6] vergewaltigt. Die Tat wurde den Behörden nie bekanntgegeben,[7] und der Täter wurde nie zur Rechenschaft gezogen.[8]
Schon als Heranwachsende verdiente sie ihr erstes Geld mit Prostitution. Später zog sie nach Koblenz, anschließend nach Frankfurt am Main, wo sie – immer noch minderjährig – als Kellnerin und Mannequin arbeitete, bald aber wieder als Prostituierte. Sie wurde aufgegriffen und erneut in ein Erziehungsheim eingewiesen, aus dem sie bald wieder ausriss.
Sie gab sich große Mühe, ihre einfache Herkunft zu verbergen. Um in Gesellschaft nicht durch mangelnde Bildung und fehlende Weltbürgerlichkeit aufzufallen, lernte sie Englisch, Französisch und belegte Kurse für „gutes Benehmen“.[9] Ein Freier schenkte ihr einen Opel Kapitän, damals ein außergewöhnlicher Besitz für eine Frau Anfang 20. Andere Freier luden sie in den Urlaub ans Mittelmeer ein. Ob sie wirklich so viel verdiente, wie nach ihrem Tod geschätzt wurde (bis zu 100.000 DM jährlich), darf bezweifelt werden; aber es reichte für den berühmten schwarzen Mercedes 190 SL mit roten Ledersitzen,[10] mit dem sie in Frankfurt sehr viel Aufsehen erregte und der ihr Markenzeichen wurde.[11] Der Verbleib des Mercedes liegt im Unklaren.[12]
Ermordung
Appartementhaus Stiftstraße 36 am Eschenheimer Tor. 2010.
Am 1. November 1957 wurde Nitribitt mit einer Platzwunde am Kopf und Würgemalen am Hals tot in ihrer Wohnung in Frankfurt am Main in der Stiftstraße 36[13][5] am Eschenheimer Turm aufgefunden, vermutlich etwa drei Tage nach ihrem Tod. Bei den polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass sie Kontakt zu bedeutenden Persönlichkeiten hatte. Da der Mordfall nicht aufgeklärt werden konnte, wurde in manchen Medien der Eindruck erweckt, dass bestimmte Kreise aus Wirtschaft und Politik die Aufklärung zu verhindern suchten. Nitribitt wurde auf dem Nordfriedhof in Düsseldorf beigesetzt.
Ermittlungen und Gerichtsverfahren
Die Beamten ermittelten gegen viele, zum Teil prominente Verdächtige; darunter waren Angehörige der Familie Krupp (Harald von Bohlen und Halbach), Harald Quandt und Gunter Sachs. Außerdem kursierten Gerüchte über weitere hochrangige Kunden Nitribitts aus dem Bonner Politikbetrieb. Ein neuer Archivfund [14] liefert einen Hinweis darauf, dass neben dem damaligen Bundesverkehrsminister Hans-Christoph Seebohm auch der spätere Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger auf der Besucherliste der Prostituierten stand. Kaum erklärbare Ermittlungspannen der Polizei nährten daher den Verdacht einer planmäßigen Vertuschung. Einige Akten verschwanden spurlos, die Beamten machten zahlreiche Fehler, ein Verdächtiger erlitt – möglicherweise wegen der Ermittlungen gegen ihn – einen tödlichen Herzinfarkt.[5]
Der Hauptverdächtige war ein Freund Nitribitts, der Handelsvertreter Heinz Pohlmann. Es kam zur Anklage, aber das Gericht sprach Pohlmann im Juli 1960 frei. Man habe nicht mit letzter Sicherheit die Täterschaft des Angeklagten erkennen können, hieß es in der Begründung. Sein Verteidiger Alfred Seidl – der spätere bayerische Innenminister – stellte nämlich den Todeszeitpunkt in Frage, den die Polizei angenommen hatte, und bekam Recht. Unter anderem hatten die ermittelnden Beamten versäumt, die genaue Temperatur in der laut Polizeibericht sehr warmen, fußbodenbeheizten[5] Wohnung der Nitribitt zu messen, was für die exakte Bestimmung des Zeitpunkts des Eintritts des Todes unbedingt notwendig gewesen wäre. Auch gab es Zeugenaussagen, dass Nitribitt nach dem von den Ermittlern vermuteten Todeszeitpunkt noch Besorgungen erledigte (beim Metzger und in der Reinigung). Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Revision.
Auch die Tatsache, dass in der Wohnung Nitribitts ein laufendes Tonbandgerät gefunden wurde, das offensichtlich den Empfang des Besuchs aufgezeichnet hatte, konnte aufgrund der schlechten Aufzeichnungsqualität nicht zur Aufklärung beitragen.
Im Dezember 2007 gab das Kriminalmuseum Frankfurt nach Zustimmung durch die Frankfurter Staatsanwaltschaft den bisher dort zu Lehr- und Lernzwecken aufbewahrten Schädel der Toten frei, der am 10. Februar 2008 in ihrem Grab auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof beigesetzt wurde.
Die Unterlagen des Gerichtsverfahrens befinden sich heute im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.
Die “Putztruppe” säubert Frankfurt wieder: neues Opfer : der “Hamburger am Turm”
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Ich möchte der Stadt Frankfurt herzlich dafür danken, dass sie meinen Frankfurt-Polit-Kriminal-Roman “Putztruppen” so engagiert weiterschreibt!
Der 1974 im Hinterhof einer besetzten Westendvilla erschlagen aufgefundene KriminalHauptkommissar Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh ist wiederauferstanden ! HalleLuhJa !
Er und seine Frankfurter Putztruppe haben schon seit 1945 mit vollem Einsatz für die Säuberung der Weltmetropole am Main gekämpft. Unermüdlich. Schon sein im Dienst verstorbener Vater war bereits zu Noskes Zeiten im vollen Einsatz gegen die Wasserhäuschen-Mafia in den 20er und 30er Jahren. Galt als heimlicher Zörgiebel von Frankfurt. Finkh-Junior schwor dem Pöbel Rache, denn er roch es förmlich im Umfeld der Urinstein-verkarsteten Kioske, dass sein Vater Opfer der Kleinkriminellen im Schatten der Bierfahnen und im Strudel des Sprudels, des Klickerwassers wurde. Diese bestialische Gestanksmischung aus Schwefel im Kurwasser am Nizza und Urin von Bier und Buttersäure und Gekotztes. Da wollten dann die jungen Damen und Herren von Bethmann und Oppenheimer lieber nach Paris an der Seine als nach Frankfurt am Maine. Und die Innenstadt, dieser Gestank aus Pisse und vergorenen Essensresten, nach Hundescheiße und Männerschweiß. Da musste doch jemand durchgreifen !? Aber wer ? … Isch geh emol e Runde Klickern, das war ein beliebter Abschiedsgruß, nein, nicht der Kinder zum Klickernspielen. Klickern waren teuer, diese Flaschenverschlüsse, die den Schwefelgestank in der Flaschen hielten. Die Antwort war dann der übliche meist weibliche Nachruf auf Verschwindende & Verschollende Ehemänner: “Mach mer blos kei Crome Tuurn!!” …. Finkh konnte auch nicht der Wechsel des Kiosk-Kaisers Jöst von der SPD zur NSDAP täuschen und glücklicher Weise wurde Karl-Friedrich-Wilhelm nicht entlassen, kam nicht in Haft sondern durfte weiter inhaftieren- ein SPD-Bulle für die Nazis ! Das war nicht die Regel. …Jöst konnte Finkh nicht täuschen: “Der gehört doch zum Strasserflügel !” Doch Jöst marschierte durch. Kein Ruhm mit Röhm und auch kein Reibach. Röhm diese schwule Sau! Nach dem Krieg passte dem Jöst- dem wiederauferstandenen Sozialdemokraten, der Crome nicht in den Kram. Wer säuberte jetzt wen und in welchem Auftrag ? Jetzt musste Finkh auch dafür sorgen, dass die ihm so verhassten “Judde-Buuwe” von der Eintracht ihr Stadion wieder bekamen. Das war in jeder Hisicht schwer. Und schwerkriminell. Denn dort entstand gerade ein Großmarkt. Und wer baute den? Schwamm drüber oder besser Schramm, wie das Opelhaus – wie konnte der seinen Laden so nennen. Das musste doch die Halbstarken anlocken. Und wieviel Kapitäne und Admirale wurden da in der Hanauer Landstraße geKREIDLERT !!?? Good Times.. aber mager !!!….. Und die Kommunisten und andere Verbrecher ? Die wurden gleich mitgesäubert ! Oder wurden die nicht erst und vordringlich ? Ach mir solls egal sein. Hauptsache weg! Hauptsache sauber ! Ordentlich! DPs, Zischeuner, die Judde warn ja schon weg, und die Kommuniste, der ganze Pöbel! Und die trafen sich immer an den Wasserhäuschen. In der kleinen Bockenheimer, in der “Sonne von Mexiko” und sonst noch wo.. In der Töngesgasse, in der Hasengasse .. Finkh kannte die alten Katakomben unter der Altstadt wie seine Westentasche. Da waren die Sozis und die Kommunisten, die Juden und die Gewerkschafter untergetaucht und abgetaucht und nach dem Krieg wurde gebunkert, was das Zeug hielt bis zur Währungsreform. Da waren die Kopfgeldjäger. Fritz Spieß, der Ehrenbürger und Opernhausretter …. und bei den Razzien, wenn er Tipps gegeben hatte an beide Seiten, das war ein fröhliches Jagen… Des sin doch nor Kommandozentrale un Schwarzmarkt- und Schwarzgeld-Umschlachplätz! Schutzgeld, isch sach nor Schutzgelder ? Schmutzgelder, die wern dort gewäsche…….
Der Hamburger am Turm hätte sich aber auch schon längst lokalpatriotisch in Frankfurter am Turm umbenennen können. Wenn er dann noch die winzigen Wörschd von Weiss ins Angebot genommen hätte. Aber nein. Ja, ja , die heißen in Wien Wiener und sind aber eigentlich Frankfurter. Der Kalauer ist schon älter als Kalau selbst. Awwer die Wasserhäus’schePäschder sinn eh nor Geldmacher! Vunn weesche Kuldur ! Dass isch nedd lach! Kiosk-Kuldur, da gibts jetz Dokderawweide driwwer. Des kammer schdudiern. Des hällsde doch imm Kopp nedd aus. Awwer Hamburger in Frankfurt!
Hamburger muss sein : erst für die Amis und dann für die Ausländer…. nur Geschäft ! Nix als Geschäft.
Die Säuberung Frankfurts war nicht in den 70ern und den 80ern zu Ende. Die “Putztruppe” muss weiter putzen!
Was mich aber doch etwas stutzig macht: erst wird das pralle ganz normale Leben aus der Stadt geprügelt, mit Hilfe von Abrissbaggern verdrängt und unter die Räder & Raupen gebracht … und dann wird gejammert, die Stadt wäre tot. Es gibt zwar ein starkes einkommens-toppes Segment an Hessen rund um die alte Börse – so in der Machart der hessischen Aushilfs-Soap “Geld-Macht-Liebe” im Falle eines Falles macht der Taunus Dallas! Aber zur Belebung der Innenstadt reichen die Reichen halt doch nicht. Und ab und zu wollen die auch mal die Armut als folkloristisches Event sehen. So nach der Oper oder auch vorher. Wenn das ensemble modern die von der Siemens-Foundation und der Deutschen Bank gesponsorte “DreiGroschenOper” im Schauspiel gibt: Frankfurt als “Beggars Opera”? Wär doch was. Oder der nachgestellte Auftrieb der jüdischen Landarmut in der Großmarkthalle gemischt mit Arbeiterstrichern und bettelnden Asylbewerbern vor dem Turm der EZB? OK ? Das ist ein echter KulturKick! Und was wäre Sachsenhausen, Bornheim-Nordend, Bockenheim ohne (besoffene) NormaloProlos ? Wie LesHalles in Paris ohne Franzosen! Aber die sind ja auch schon weg. Also liebe bunte Römer Bande zwischen Claudia und Petra Roth: haut weg den Scheiß ! Habt ihr mit dem Rundschauhaus eigentlich auch gleich Rosemaries Appartment abgerissen ?
Und den Eschersheimer Turm ? Also ein Kino kann man nicht draus machen, vielleicht ein Klimb-Event mir Drahtseilbahn zum ExStadtbad-Mitte ?
Oder verkaufts an ein japanisches Hollyday-Center, dort steht das echte NeuSchwanstein schon seit Jahrzehnten, was hier steht ist nur eine Plastikkopie.
Ach so: Ausschnitte aus dem FrankfurtPolitKrimi “Putztruppen” habe ich schon einmal im Römer gelesen- bzw. dem Tonmeister vom LiteraturTelefon erzählt. Und der hat mir gesagt, dass er weiß, wo der Finkh wohnt. Er will mir bei der Suche helfen. “Der lebt noch ! Isch kenn den! Der hott von de Amis e Kneipe geschenkt bekomme hinner de Nikolai-Kersch, des woarn sou WellbleschHütte vom Rebstock, vum alde Nazi-Fluchplatz. Un in dere Kneipe woarn se all: de Emil, de Albert, de Stalin, de Flüsterwilli, die ganze Jazzer und die aach die goanz Unnerweld. Do hoadd er se all unner Kontrolle khadde….”
Der Tonmeister sprach einen grandiosen Mischslang aus Hochdeitsch, Unnerzenter-Orewäller und Froankforder, der sich schlecht verschriftlichen lässt.
Aber ich lese ihn gern im Originalton vor.
Einfach mailen und Einladen und Gage bereithalten : HaBEbuechnerei@web.de
Fischers Rückblick auf die ersten Häuserbesetzungen in Frankfurt vor 36 Jahren: Erst kam der Bäckerweg 1970&71&72&73 und dann das Westend und die “Putztruppe”, die dann 26 Jahre später in Belgrad Wohnraum zerstörte
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Karl C. Fischers Text hat die Besetzung des Bäckerweges vergessen. Die lief schon weit über ein volles Jahr. Das Haus wurde von einer Mieterversammlung italienisch-jugoslawisch-türkisch-griechisch-deutscher Zusammensetzung verwaltet und instandgesetzt. Von den Nachbarn wurde diese Hausbesetzung unterstützt, auch weil die die Wohnraumzerstörung nördlich des Bethmannparkes verhindern wollten. Von den Nachbarn konnten die Besetzerinnen auch erfahren, was die schräge, zugeputzte Fuge im Hauseingang bedeutete: “Da war eine Torarolle drin!” – Das Haus Bäckerweg 4 gehörte bis 1938/39 einer jüdischen Familie. Jetzt einem Rechtsanwalt XXX aus dem Vordertaunus, der dann auch gerichtlich die Räumung durchsetzte, der die Mieter aber durch Auszug zuvorkamen, weil sie um ihr Hab und Gut fürchteten … Wie er zu diesem Haus kam, das füllt einige Kapitel eines Romans. “Des sieht aus wie 38! Solle mer net doch noch was unnernemme?” – so der Kommentar einiger Nachbarn. Erst als die Mieterversammlung aufgeben musste und dabei war auszuziehen, kam nachts eine Delegation des gerade eben gebildeten Häuserrates aus dem Westend – nachdem es auch Herbert Faller, dem linken SPDler nicht gelungen war, die Stadt FFM für eine “Duldung” des Bäckerweges zu gewinnen – mit seinen Staffelberger-Resozialisierungsinitiativen, dem “Literarisch-Cineastischen Verein”, mit Jean-Marie Straub und Holger Meins & Thomas Weissbecker als Aktivisten … Die Westend-Delegation bot Unterstützung an, nachdem dort bereits die Hierarchien geklärt waren und Fischer und DCB putschartig die “Macht” übernommen hatten. Für den Bäckerweg kam die Hilfe eh zu spät, aber unter den “Westend-Bedingungen” hätte die Mieterversammlung diese “Hilfe” so und so abgelehnt. Hier lebten nicht nur eine Handvoll Ethnien zusammen sondern auch eine Mischung aus Spontis, MLerinnen verschiedenster Schattierungen, MSB-Spartakus-DKPlerinnen, Trotzkistinnen, Anarchistinnen, Heteros, Schwulen und Lesben . ja sogar ein leibhaftiger Juso, ein israelischer Kriegsdienstverweigerer, Mitglieder der Wiener jüdischen Gemeinde im Exil, eine Handvoll Staffelberger, vorübergehend und als GAST auch der Sohn des Leiters des US-Handelszentrums (bis er rausflog);
Etwas mehr Klartext hätte dem Fischer-Text nicht geschadet — aber vielleicht dem Autor? Gibt es Rechtsnachfolger von Selmi, die klagen könnten ?
Rückblick auf die ersten Häuserbesetzungen in Frankfurt vor 36 Jahren
Nur meine Utopie? Von Karl C. Fischer
(aus dem onlineflyer der nrhz)
Heute heißt Gewinnwarnung nicht Warnung vor Gewinn, sondern Vergrößerung von Verlust, worauf sich die Aktieninhaber noch rasch von ihren im Wert fallenden Anteilen trennen, was wiederum die Börsenkurse fallen lässt. Wirtschaft besteht nun aus dem irrealen Aktien- und Bankwesen und der realen Wirtschaft, die von dem „Un-Wesen“ genauso abhängig ist wie die Staaten. Dabei zählen zur realen Wirtschaft auch die Elektronische-, die Automobil-, die Nahrungsmittel- oder die Möbelindustrie, die tatsächliche Waren mittels ihrer Arbeitnehmer mit Gewinn herstellen könnte, wenn die Banken die in Jahrzehnten geschaffenen Geldwerte nicht verzockt hätten.
Daher gehen vielleicht keine Massen mehr auf die Straße, wenn die Busfahrer der Berliner Verkehrsbetriebe immer öfter Opfer brutaler Gewalt werden und ihre Chefs erklären, sie hätten kein Geld für sichere Fahrerkabinen. Dabei weiß doch jeder, dass zusätzliche Schaffner mehr Schutz böten und weniger kosten als die technische Umrüstung, was die Zahl der Arbeitslosen verringern könnte.
Auch dieser Irrsinn schreit nach Revolution. Doch sie müsste als Generalsstreik mit den Hauptzielen „Für globalen Frieden, Arbeit, Bildung und Nahrung für alle“ von den internationalen Organisationen der Arbeitnehmer ausgerufen werden und von deren Basis ausgehen.
Rudi Arndt im Frankfurter Römer
Diese Erkenntnis reifte vor 36 Jahren in mir. Damals, als ich zum ersten Mal damit konfrontiert wurde, das jemand in meinem Beisein vorschlug, eine revolutionäre Lage schaffen zu wollen, wurde in Frankfurt am Main, meiner Vaterstadt, der politisch als „links“ eingestufte Rudi Arndt zum Oberbürgermeister gewählt. Er gehörte der Volkspartei an, die über 50 Prozent Wählerstimmen erhalten hatte, während die hessischen Rahmenrichtlinien für Schulen sogar gesellschaftsverändernde Tendenzen aufwiesen – wie die Presse schrieb.
Was aber geschah auch in dieser fast fortschrittlichen Zeit, wenn sie mit der heutigen verglichen würde?
Als Oberbürgermeister Möller Ende 1971 überraschend starb, war die Spekulation mit Gründstücken im Frankfurter Westend schon in vollem Gange. Spekulanten, wie Markiew und Selmos versuchten nicht nur gut erhaltene Häuser in bester Lage, sondern ganze Straßenzüge widerrechtlich abzureißen und in Glas und Beton neu erstehen zu lassen. Unterstützt durch den Baudezernenten trieben sie die langjährigen Mieter aus den Wohnungen und machten diese unbewohnbar. Jetzt sickerten Studenten aus ihren Mansarden in die leerstehenden Gebäude ein, besetzten und renovierten sie, worauf sich schließlich ein Häuserrat bildete.
Daher beschloss die Partei noch bevor Oberbürgermeister Arndt sein Amt angetreten hatte, dass die Zerstörung von Wohnraum verboten werde und die Nutzungsrechte der Mieter solange gelten sollten, bis der Umbau der Häuser nachgewiesen sei. Zugleich genehmigte man polizeiliche Maßnahmen nur im Rahmen der unmittelbaren Gefahrenabwehr.
Transparent im Westend 1973: „SPD, Spekulant, Magistrat sind ein Gangster-Syndikat“ | Quelle: indymedia
So war es noch, als Arndt sein Büro im Römer bezogen hatte und Mitglieder der Partei beauftragte, mit dem Asta, dem Häuserrat und der Parteijugend wegen der Räumung der „instand-besetzten“ Häuser zu verhandeln. Doch noch bevor die Verhandlungen begonnen hatten, rückte Polizei mit gepanzerten Fahrzeugen, Wasserwerfern, Reizgas, Schilden und Schlagstöcken an und versuchte die besetzen Gebäude mit brutaler Gewalt zu räumen. Der Frankfurter Häuserkampf war entbrannt.
Es war dann im Januar 1972 im Haus Silberberg, einem Nebengebäude des Römer, wo fünfundzwanzig Delegierte sowie Rainer Elmer, Günter Damm und auch ich über die Fehlentwicklung der städtischen Wohnungspolitik stritten. Schon vor Beginn der Diskussion war mir geläufig, dass Elmer der Scharfmacher der Anti-Monopolisten war, einem Flügel der Jugend unserer Partei, die in vielen hessischen Städten mit absoluter Mehrheit regierte. Ich wusste auch, dass die „Anti-Monopos“ mit einem Bündnis aus Arbeitern und mittelständigen Unternehmern gegen die Monopole vorgehen wollten, um die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verändern. Zudem provozierte Elmer gerne und erklärte auch in dieser Debatte: „Die Monopolkonzerne sind ja jetzt schon dabei, den Staat in den Prozess ihrer Profitaneignung einzubeziehen.“
Dabei berief er sich auf einen führenden Kopf der Partei, den ersten Bürgermeister eines Stadtstaates, der gesagt hatte: „Der Staat ist Erfüllungsgehilfe des Großkapitals.“ Er war nämlich zurückgetreten, da er sich nicht gegen den eigenen Landesvorstand durchsetzen konnte, der einem Konzern als Lobby diente und sich für den Bau eines Kernkraftwerks entschieden hatte. Doch das stand im Widerspruch zu den Beschlüssen der Partei und der von ihr geführten Bürgerschaft.
Der Staat und weitere Erfüllungsgehilfen 1973 | Quelle: indymedia
Elmer führte das große Wort und fiel Damm, dem Sprecher der „Linken“, nicht nur ins Wort, sondern griff ihn auch scharf an. Plötzlich zog Elmer ein Papier aus der Tasche, das die Absetzung des Oberbürgermeisters forderte, da dieser im Sold der Monopole stünde und des Spekulanten Selmos, von dem wir wussten, dass er das Vermögen des Schahs verwaltete und Häuser im Westend „entwohnt“ hatte. Die zunächst vorherrschende Unsicherheit aller Anwenden nutzte Elmer, um eine sofortige Abstimmung zu verlangen, obwohl keiner die Gelegenheit erhalten hatte, seinen Antrag wenigstens zu lesen.
Nun zweifelte ich entgültig an Elmers korrekten Absichten und überlegte, wie ein auf diese Art agierender Revolutionär – für den er sich hielt – mit seinen Anhängern umginge. Er ließe sie erschießen, wenn sie sich ihm nicht beugen wollten, dachte ich.
Einige Zeit zuvor hatte ich nämlich geahnt, dass die „Anti-Monopos“ ihr Bündnis von Arbeitern und Unternehmern konspirativ planten und revolutionär ausführen wollten. Das bewog mich, ihre Auftritte ebenso aufmerksam zu beobachteten wie Damm, den ich schätzte. Dennoch wurde mir unterstellt, ich sei ein Gefolgsmann von Elmer, da er mir Briefe schickte, in denen ich gebeten wurde, an den Veranstaltungen des Bündnisses teilzunehmen, die von einer anderen Partei gefördert wurden. Jetzt aber nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und griff den Scharfmacher sogar gegen den Willen von Damm mit wütenden Worten an: „Verräter!“ schrie ich. „Ich beuge mich nicht, auch nicht der Gewalt“.
Elmer rannte um den Tisch herum, sprang auf mich zu, versuchte mich umzustoßen und zu würgen, als seine Attacke nicht gelungen war. Während ich mich befreite und ihn von mir stieß, brüllte ich: „Eine solch undemokratische Abstimmung lasse ich niemals zu – solange mir noch Atem bleibt.“
Nun mischten sich weitere Parteimitglieder ein, während einige um Ruhe baten und andere den Saal verließen. Am Ende waren wir beschlussunfähig, so dass die Versammlung abgebrochen werden musste, während Elmer und seine Anhänger den Raum verließen.
Der Sonderparteitag aber fand erst Anfang Mai 1973 statt, bei dem Beschlüsse wegen des Häuserkampfes vom Januar 1972 auch gefasst wurden, da es im April 1973 in der City zu einer Hetzjagd auf den OB gekommen war.
Denn der Bauausschuss hatte am 4. April 1973 zugunsten der Besetzer mit den Inhabern des Hauses Kettenhofweg 51 verhandelt. Doch der Gerichtsvollzieher ließ das Grundstück am nächsten Tag unter Polizeischutz räumen, um dem Rechtsanspruch zweier Großspekulanten zu genügen, die das Gebäude zerstören aber nicht erklären wollten, was nach dem Abriss an dessen Stelle gebaut werden sollte.
Proteste im Frankfurter Westend 1973 | Quelle: indymedia
Nun sprach der Parteivorstand Polizeipräsident Müller und dem OB das Misstrauen aus. Wenig später verfolgten beide mit Magistratsmitgliedern eine Kundgebung gegen Wohnraumzerstörung und Grundstücksspekulation in der Stadtmitte. Dabei wurde Arndt von Widersachern erkannt, die seine Anwesenheit per Lautsprecher verurteilten. Innerhalb von Minuten wurden der OB und seine Begleiter von Demonstranten eingekeilt, gestoßen, beschimpft und mit Tränengas besprüht, was sie zur Flucht durch die ganze City zwang.
Die „Anti-Monopos“ tauchten erst wieder in der Öffentlichkeit auf, als sie Mitglieder einer anderen Partei geworden waren, was ich als einer der ersten durch einen Brief erfuhr, der von Elmer selbst stammte. (CH)
aus dem Online-Flyer der nrhz Nr. 193 vom 15.04.2009
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Rekonstruktion der “Putztruppen”: erste Versuche
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VOR-VORbemerkung:
SteinbergRecherche hat geschrieben, dass der Artikel unklar wäre: Klar, zuviel Vorbemerkung verwirrt. Also zwei Absätze weiter unten beginnen die Rekonstruktionsversuche der “Putztruppen”, Alferd Mente aus Berlin hat den Text korrekturgelesen und ihn korrigiert in den Kommentarbereich gesetzt! Danke lieber Ali-Mente !!
VORBEMERKUNG:
schon wieder nach Tibet und Myanmar und Tibet und und und … drängt, nein – sprengt mich Kriegsvorbereitung und drohender globaler jetzt auch zunehmend militärischer Krieg weg vom Schreiben an meinen belletristischen und lyrischen Aufgaben. Kann ich in dieser Lage nichts anderes tun, als selbstmitleidend meine Festplatte und die Manuskripte versuchen zu retten: störe meine Kreise nicht . Kaukasische Kreise, kaukasische Greise, kaukasische Voll-Weise, und die Mainstreammedien schreiben und gehen über kaukasische Leichen . Statt über die Putztruppen sollte ich jetzt über die US-Schutztruppen schreiben, und die ukrainischen und die israelischen in BarCashWillis EUSA-stützpunkt Georgien, wo die prall mit Waffen gefüllten TransÜberfallMaschinen nur notdürftig in Humanimilitär-Wolldecken ge- & verhüllt sind: humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge hüstelt der ARD-Korrespondent und Hof- Kriegsberichterstatter Roth in die Kamera. während bewegte Bilder von russischen Panzern gezeigt werden, ja von auf Kameraleute schiessenden Bestien in russischer Uniform.
WIR KENNEN DEN RUSSEN!!!
Ja das ist keine Aktion der israelischen Armee gegen Libanesische Raketenstellungen oder gegen die Schrottwerfer der Hamas in Gaza. Hier greift der RUSSE friedliebende Militärbasen und -Vettern der USA und der EU und der Nato an, sprengt Waffenlager in die friedliche Luft über Gori. Und von Süden können Zeugen schon die Ankunft einer Befreiungsarmada im Persischen Golf melden, die alles bisher Gesehene in den Schatten stellt. Golfkrieg 1.2.3.. das alles dürfen wir getrost vergessen: hier kommt was Neues, Großes und der Oberbefehlshaber soll McCain heißen, aber auch Obama-Bin-AfterBushsLaden wird Georgia on his mind haben müssen und sich in den persischen Apfel verbeißen.Gescheitert ist der Versuch, den obigen und diesen Beitrag mit Steinberg-Recherche und dem Hamburger Meta-Info zu verlinken. Wahrscheinlich habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Denn der Hinweis auf die Qualität der Mainstreammedia-Nachrichten aus ARD und ZDF und denen aus den Agenturen von dpa bis ap, kann ja nicht der Grund gewesen sein … oder ?
PUTZTRUPPEN
(erster Rekonstruktionsversuch)
Es gab in Frankfurt eine Putztruppe schon lange vor Joschka Fischers Sandkasten-Version
Die Geschichte dieser vor Fischer’schen Putztruppe ist ein Politthriller: Frankfurt erlebte zwischen 1920 und 1974 mehrere große Säuberungswellen: unter Noske, unter Hitler, unter der US-Militärregierung erst eine antifaschistische und dann gleich danach eine antikommunistische, die mit dem verbot der KPD nicht endete und 1968 und die folgenden bleiernen Jahre zu einer Säuberungssturmflut wurden. Informeller Chef der “Putztruppe” wie diese zuständige Abteilung beim 18. politischen Kommissariat genannt wurde, war der Haupt Kommissar Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh- auch als SchmutzFinkh gehänselt. 1973 wird Finkh erschlagen im Hinterhof einer besetzten Frankfurter Westendvilla gefunden. Ein Obdachloser sitzt dafür 10 Jahre, war es aber nicht. Wer hat den Hauptkommissar Finkh ermordet und warum?
Nach einem Festplatten-Crash im PC des Autors muss er völlig neu geschrieben werden – der Politthriller über den 1927 in die väterlichen Fußstapfen bei der Frankfurter Kriminalpolizei stolpernden Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh und seine nach noskischen Säuberungseinsätze zur Reinigung des Frankfurter Nizza – des nördlichen Main Ufers – auch am südlichen “Dribbdebach”, am Deutschherren-Ufer, das seinem Namen wieder alle Ehre machen soll. So wie die Damen von Welt und ihre Herren in Paris an der Seine promenieren so sollen es die Gleichen auch in Frankfurt am Maine tun können. (Finkh spricht: an der Saine wie am Maine und er hätte so gerne aine von denen als die saine) Deshalb muss der Pöbel mitsamt den Wasserhäuschen verschwinden.
Aber das ist nur die Oberfläche. Die Wasserhäuschen sind auch Treffpunkte und Nachrichtenbörsen, Geldsammelstellen für Kommunisten, Arbeitsscheue und andere Kleinkriminelle – neben den roten Zellen in der Brotfabrik und in Zeilsheim in der Farbwerkersiedlung, bei der Cassella, es sind Kommandozentralen der Wohngebietseinheiten des Rotfrontkämpferbundes, und nicht selten Verbrüderungsgeschwüre mit den vaterlandslosen Gesellen seiner eigenen Partei, die vor seinen Augen noch nach Feierabend im Riederwald um die Jösthäuschen wuchern.
Da stinkts nach Urinstein am Rinnstein
Frankfurt säubern! Er wusste was das heißt: im Gymnasium -Bub, aus Dir soll mal was besseres werden!- da war Schmutzfink noch das harmloseste, was ihm die Schul-”Kameraden” nachriefen. Er roch als Kind eben wie ein Sozi so riecht – da konnte ihn die Mutter schrubben wie sie wollte, das machte es oft nur noch schlimmer nach den Schrubborgien roch er nach Kernseife und Sagrotan. “Bub, kämm dich, HAST DU DIE FINGERNÄGEL AUCH GEBÜRSTET ?” Es hat alles nichts genützt. Die kaum noch bezahlbaren Nachhilfestunden brachten ihn nicht so weit, dass er durch glänzende Leistungen und Bestnoten seinen Sozigeruch wettmachen konnte. Es kam dann eben doch alles zusammen: im Gagern-Gymnasium wollte sich niemand mehr neben ihn setzen, das Geld für die Nachhilfe wurde eingespart, und schließlich war er auch froh, dass er auf die Realschule wechseln konnte. Da konnte er alles aus dem FF, so wurde er begrüßt, bei Fritz Finkh war das so.
-der kanns aus dem FF !
Der gescheiterte Gagern Gymnasiast wurde zum Klassenbesten in der Realschule.
Und war immer blitzsauber. Und dann war er auch noch im Turnverein, nein nicht bei dene Juddebuuwe, bei der Eintracht, sondern im 2 fachen FF: im Frisch, fromm, fröhlich, freien Turnverein – und in der Tradition des Turnvaters Jahn. Der passte zu Finkh, und Finkh passte zu IHM. Rennen konnte er auch noch so toll: er war nicht nur Frisch, Fromm. Fröhlich und Frei, er war flink der Finkh wie ein Windhund und hart wie Kruppstahl und auch zäh, zäh wie Offenbacher Leder. Und die jungen Damen aus dem Elisabethen-Gymnasium im Westend, das war doch etwas ganz anderes als abgeroppte Dinger aus Fechenheim, aus dem Riederwald, aus dem Ostend. Ihm wurde ganz anders in der Magengegend, wenn er die Mädchen aus den der Ouarta, der Untertertia jetzt als höhere Töchter, als Damen der Gesellschaft mit den Herren Söhnen der Frankfurter Hautevolee am Nizza flanieren sah. Das war auch noch besser als die Bäcker- und Metzgertöchter, die das Gymnasium entweder gerade so schafften oder mit zwei Mal Sitzen- bleiben von der Schulbank weggeheiratet wurden – von Metzgern und Bäckern und besseren Kneipenwirten, Manche schafften es ja auch bis zur Hotelierfrau, aber dann war es meist Ende der Fahnenstange.. Die Garderobe war dementsprechend nicht Haut-Couture sondern von der Stange, . Französisch war weder sprachlich noch im Bett sein Ding: was er fließend beherrschte war Blümmo, Portmonnee, Schäßlong, Trottwar, auch Tollette, statt Scheißhaus ging ihm gut über die Lippen und jener Sachsenhäuser Warnruf für frühreife Metzgertöchterchen aus der Franzosenzeit: Machmer bloß kaa Fissematente!” Das wusste Willem schon als Ouartaner, als es mit der Quälerei mit dem Französisch losging: das hieß ursprünglich ”visiter ma tente” und war die Frage napoleonischer Offiziere, die in Sachsenhausen einquartiert waren also kurz vor Francfort – an die berühmten Sachsehäuser MetzjersTöschtersche: “Voulez vous visiter ma tente ce soir? “ (Möchten Sie heute Abend mein Zelt besuchen? )
Willem wollte die zerbrechlich aussehenden Bankiers Töchter, diese Engelsgesichter. Diese unerreichbaren hochgeschnürten Engelsbrüste. Diese guten Feen seiner Träume vor dem Schmutz und dem Bösen schützen, so wie das Vaterland und die deutsche Scholle vor Hunnen und Bolschewisten, wie Prinz Eugen einst Wien vor den Muselmanen.
Finkh wird wegen seiner guten Kenntnisse im Millieu der Kommunisten und der Frankfurter Kleinkriminellen -”das ist eh das gleiche Pack, die gleiche Mischpoke” – zu seinem Erstaunen von den Nazis nicht entlassen, nicht verhaftet – nein bruchlos übernommen, auf die neue Ordnung eingeschworen -und die konnten das auch ohne jeden Kompromiss durchziehen ! Frankfurt säubern !
1973 wird Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh im Hinter-Hof einer besetzten
Westendvilla erschlagen aufgefunden. Neben ihm ein Obdachloser mit einem
Wasserrohrstück in der einen und einer Flasche Fusel in der anderen Hand.
Das Rohr passte genau in die Delle auf dem Finkh’schen Kopf, das Rohr hatte
sich auch etwas aus der dünn gewordenen Finkh’schen Haarpracht mitgenommen
und mit echten Finkhenblut angeklebt. Die Sache war glasklar und der Obdachlose konnte auch nicht beweisen, dass er mit vier schluck aus der noch fast vollen Flasche bereits schuldunfähig alkoholvergiftet war. Nach 10 Jahren Preungesheim erhängt sich der arme Müll-Schlucker in seiner Zelle, hinterlässt nach 10 Jahren Tatleugnung nun doch noch ein “Bekennerschreiben”.
Das wiederum erweist sich bei erneuter Fahndung im Umfeld des Todesfalles Finkh als Fälschung: Wer hat den Finkh ermordet?
Finkh ist als “Widerständler” -weil er ja so viele SPD’ler und Gewerkschafter und auch Kommunisten und jüdische Familien retten konnte –na ja oft ging es halt partout nicht. Er war ja umgeben von echten Nazis und konnte auch nicht jede Familie retten, ermusste auch mal die eine oder andere ausliefern, einliefern, er musste auch SPD’ler und Kommunisten verhaften, sonsst wäre ich doch sofort aufgefallen und hätte dann niemand mehr retten können !- Finkh wird von der Militärregierung mit dem Aufbau der entnazifizierten demokratischen Frankfurter Kriminalpolizei beauftragt, liefert einerseits
gute bekannte an die Spruchkammer, liefert aber auch gegen Bares beste Persilscheine, kennt den Schwarzmarkt und den lieben Schieber Fritz Kietz, weiß wer später bei der Rosemarie im 190er saß und dann auf ihrem Schoß oder sie auf den immer noch furchtbar fruchtbaren absoluten Herrscherschößen .
Was ? Seit wann gebären hier die männer ?
Das bleibt Frauensache – auch im Puff. Ach ja seine Kneipe hinter der >Katharinenkirche, die hatten ihm die Amis geschenkt, fürs erste nach dem verlorenen Krieg. Und da waren sie alle drin, der Ossi Büttner, der Finkh hat sich mit seiner nachnoskischen NaziPutztruppe ein Vermögen erpresst, hat jüdische Bürgerstöchterchen an Brauns Goldfasane verkuppelt und dopppelt kassiert, bei den einen wegen der Rassenschande bei den anderen, wegen der benötigten Geldmittel und Goldmittel zur Beschaffung von gefälschten Papieren für die Flucht und für die Bestechung von Nazis und Mitläufern, Reichsbahn-Schaffner, -Zug- und Unterscharführern bei der SS
Eines der verkuppelten Mädchen ist die Mutter der zweite Hauptfigur in dieser
Geschichte. Ihr Familie verspricht Finkh vor den Krematorien in Auschwitz zu retten. Sie opfert sich und macht die Beine breit für eine Frankfurter Nazigröße. Finkh lässt sie im Unklaren darüber, ob die Familie jetzt gerettet ist oder nicht . Er dringt darauf, dass sie aus Deutschland verschwindet. Über seine Kontakte zu den Gewerkschaftern von Untergrund KPD und SPD in Hamburg und bei der Reichsbahn kann sie ausgestattet mit falschen Papieren in Hamburg überleben und mit einem Brasilianischen Frachtschiff via Südamerika die USA erreichen, wo sie in der Exilgemeinde von der Vernichtung ihrer gesamten Familie in Auschwitz erfährt.
Im Exil noch lernt sie den konfessionslos- sozialdemokratischen
Naturwissenschaftler Professor Schwarzmüller kennen, der nach dem Krieg
zurück nach Kiel kommt und dort die Universität mit wiederaufbaut. 1947 bringt sie ihren ersten Sohn zur Welt: Johannes Schwarzmüller.
Finkh hat in Frankfurt die Aufgaben im Vorfeld des Verbots der KPD recht gut gelöst. Er sieht zu, dass möglichst alle ausgeschaltet werden, die sein eindeutiges Doppelspiel durchschauen könnten oder durchschauen. Er gibt
den Kumpel und den Frühwarner bei Razzien sowohl in den Druckereien der KPD
als auch bei den Radfahren des Solidaritätsverbandes, bei den Kleinkriminellen in der Hasengasse, deren unterirdische Verbindungen zur Kleinen Bockenheimer er noch besser kennt als Emil Reichenstadt, der “Swinging Handkäs” im Jazzkeller. Er weiß auch wo die Gänge unter den ehemaligen Judenghetto in Richtung Fischerfeld führen und in welchen Kellern Ein- und Ausstiege zu finden sind. Einer dieser Ausgänge muss sich in einer Nische der Rauschgifthöhle namens “Aquarius” befinden.
Doch das war nicht sein Ding. Das Rauschgiftdezernat war für ihn nur eine Einstiegshilfe in eine Szene, deren Sprache er im Gegensatz zu seinem fast
angeborenen Proletenslang und SEINEM PARTEIKATECHISMEN-DEUTSCH nicht
ansatzweise beherrschte: er musste lesen lernen, da gab es von Bonn aus
Anweisungen, vom Generalbundesanwalt, vom LKA- Wiesbaden – Fortbildungskurse
auch bei Leuten aus dem fernen Pullach: Parteichinesisch, Psychologie,
Soziologie .. dafür wurden sogar Professoren extra von Köln nach Frankfurt
gescheucht in die Friedrich-Ebert-Anlage, um dort an Wochenenden ihm und
seinen Kollegen das nötige Vokabular für die “Neue Linke” beizubringen. Das
machten diese Professoren sogar im Doppelpack zusammen mit
Offiziersanwärtern der Bundeswehr: Staatsbürger in Uniform !
FRITZ MACHTE DAS SPIELCHEN MIT – ABER MIT GROLL IM BAUCH. KURZ VOR SEINER PENSIONIERUNG; SOLLTE ER SICH VON DIESEN SCHWÄTZERN NOCH SAGEN LASSEN; WOHIN DIE REISE ZU GEHEN HÄTTE: DER PROFESSOR SCHLAUCH TAT SEINEM NAMEN ALE EHRE UND SCHLAUCHTE; WAS DAS ZEUG HIELT:
Über mehrere Einsätze Finkh’s im neuen Millieu kommt der
Polizei Hauptkommissar in die WG des Erzählers Carlos und der zweiten
Hauptfigur Johannes Schwarzmüller. Dort gibt der grauhaarige Opa Funk den
guten Bullen, der sich nach der Razzia nach Dienstschluss noch Mal in der
WG meldet … er lässt seine Biografie der 30er Jahren etwas heraushängen – offenbart ansatzweise seine Zwiespältigkeit, und die jungen Leute gehen ihm zum Teil auf den Leim. Zum Teil. Es gibt neben vielen anderen Spaltlungen im Alltag der WG-Kommune- eine sogenannte Finkh-Spaltung. Die dritte Hauptfigur die Tochter eines Gerichtsreporters einer großen Frankfurter Tageszeitung mit linksliberalem Touch plädiert für die Umpolung- Umerziehung des geläuterten Polizisten und weist auf dessen Angebot hin, er wolle im Apparat etwas ändern, auch mal auf die Bremse treten, ihnen Infos zukommen lASSEN; EVENTUELL AUCH FRÜHWARNEN; WENN ER SICH DABEI NICHT SELBST GEFÄHRDET: ABER EIGENTLCIH — HABE ICH NIX MEHR ZU VERLIEREN: ICH GEH SO UND SO IN RENTE: ich hab ja grad noch 5 Jahre
Johannes scheint zu wissen, wer da in die Kommune infiltriert und plädiert
sehr zur >Überraschung der Hardliner in der WG für Christines Plan der “Umerziehung”
Die Putztruppe besteht selbstverständlich nicht nur aus Fritz Finkh -… er
hat noch drei Überlebende aus dem 1000jährigen zwar nicht unter seiner
Fuchtel, aber eben doch als Kollegen mit dabei und er hat sich neue Leute
herangezogen: Vogel, Klaus Vogel, genannt der Geier, nicht wegen dem Florian
Geyer – das würde schon hinhauen, denn Vogel kommt aus dem Vogelsberg und die
Bauern dort waren schon immer etwas rebellisch, gerade jetzt, wo die
Frankfurter den Mondschein-Bäuerchen dort oben das Wasser klauten, da gab es
sie wieder, die Rebellen vom Vogelberg, nein Vogel, wurde deshalb Geier
genannt, weil er sein Opfer verhörte wie ein Aasgeier, der mit einer
Himmelsgeduld darauf warten konnte bis der letzte Lebensnerv aufgab, nein bei
ihm war es nichr der Lebensnerv, es war das Letzte sich sträuben, die
letzte Gegenwehr und er wusste, dass ein zu frühes Nachhacken nur
unbrechbare Widerstandskräfte mobilisieren würde. Vogel harrte aus, machte
den Freund und Helfer. Dabei gab es im Vogelberg weder Geier noch Adler,
doch Adler gab es, in Birstein gab es Zigeunersippen die hießen Adler,
die kannte er noch aus der Vorkriegszeit.
DA WURDEN DIE VON ÜBERALL IN OST UND OBERHESSEN NACH FRANKFURT ZUR GROßMARKTHALLE ZUSAMMENGETRIEBEN UND VON DORT WEITER IN DIE KZ’s NACH OSTEN:
Aber das waren nicht die Adler die Fritz meinte: Klaus Vogel war ein
absoluter Eintracht-Fan. Als er ihm einmal in den frühen 70ern in ihrer
Kneipe am Güterplatz die Geschichte mit den JuddeBuuwe erzählte, hätte Vogel
ihn bald erschlagen. Die Eintracht, ein jüdischer Verein? Das war gelogen !,
Aber diese Sache war schon einige Jahre alt. Bub ist der meist geschützte und
einer der meistgehassten Menschen in Bankrottfurt.
Motive für einen Finkhenmord haben viele der Menschen in dieser Geschichte:
es war schwierig, das erpresste Geld und Gold in Sicherheit zu bringen. Es
gab Nazis in der Schweiz und es gab Sozialdemokraten in der Schweiz und
KPDO’ler und SPD’ler im Schweizer Exil. Bei der Umgestaltung der Fahne hätte
man mit vier Strichen am weißen Kreuz auf rotem Grund aus dem Gelödschränkhli
schnell einen großdeutschen AlpenGau machen und die italienische Schweiz dem
Duce schenken können wie einst die lustigen Tiroler.
Aber ein sicherer Geldschrank außerhalb der Reichsgrenzen damals und heute außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten der FINANZBEHÖRDEN; DER STAATSANWALTSCHAFT WAR SCHON BESSER als ein Konto auf der Frankfurter Sparkasse oder ein Depot bei Oppenheimer oder nur so unterm Kopfkissen.
Vier aus der Putztruppe wussten zumindest, dass Finkh das Vermögen in der
Schweiz untergebracht hatte, ob sie die Bank wussten und die
Zugangsmöglichkeiten hatten? Von den Vieren, wurden zwei nach dem Krieg als
Nazis vor die Spruchkammer gebracht und durften weiterhin Frankfurt nicht
mehr putzen. Die beiden „Entnazifizierungsopfer“, gründeten kurz nach der
Währungskonferenz, in Kronberg, mit Unterstützung aus einer Villa, eine mit
funkelnagelneuen BMW-Motorrädern ausgestattete Sicherheitsfirma, einen
Wachdienst und verdienten innerhalb eines Jahres das zehnfache ihres
ehemaligen Polizistengehaltes. Finkh nannte diesen persilscheinfreien
Karrieresprint nur bissig den “Quandtensprung”, ohne genau zu wissen, was
der denn tatsächlich in der Wissenschaft bedeutete: das war dann doch
manchmal ein Handykap mit nur der Mittleren- Reife. Mit einem Gaggern-Abitur
hätte er es gewusst. Pech ! Aber man kann halt nicht alles haben im Leben.
Pech für die beiden war, dass es schon auffiel, dass sie mit BMW-Motorrädern
arbeiteten, wo doch die Bad Homburger Konkurrenz Horex kostengünstiger und
auch noch besser war. Alt eingesessene persilweißgewaschene Firmen hatten
immer weniger Interesse Aufträge an ein Unternehmen zu geben, das im
Rhein-main-Gebiet als eine NaziFirma bekannt war und zudem auch noch von
Leuten angeschoben wurde, die in Nürnberg vor dem US-Ankläger gestanden
hatten. Das hatte zunächst auch negative Wirkungen auf die Auftragsbücher-
die öffentliche Hand , das rote Hessen, aber auch die US-Army vergaben
möglichst keine Aufträge an Unternehmen, die mit öffentlich bekannten Nazis
zusammenarbeiteten. Klar sah das schon in den frühen 50ern hinter den
Kulissen ganz anders aus. Man brauchte dann ja auch wieder solche Kerle hart
wie Kruppstahl, um Aufzuräumen ! Und Leute, die aus dem Schwarzmarkt auf den
Weltmarkt aufsteigen wollten, mussten sich Mitwisser und lästigen
Schmuddelkonkurrenz vom Hals halten oder schaffen. Und so kamen die
Kameraden von der Putztruppe doch wieder zusammen. Während die einen privat
nicht selten Mäuler knebelten und Hände fesselten waren den anderen da die
Hände gebunden durch Gesetze und andere Fesseln.
Es war eine gedeihliche Arbeitsteilung, ein eifriges Hin und herrichten zwischen Autobahnraststätten, Frankfurter Kreuzen ohne sichtbare Haken, Hafen und Flughafenbau bis hin zur U-Bahn und ein professionelles Hinwegsehen und ein- und Abgreifen.
Die weiteren mitspielenden Personen
Johannes Schwarzmüller,
der als Mitglied der Bewegung 2. Juni im August 1972 in Augsburg “auf der
Flucht” in Notwehr vermeintlich erschossen wird, tatsächlich handelt es sich
aber bei dem Erschossenen um Hannes’ Doppelgänger – Gerhard Albrecht, einen
Pfarrerssohn aus Neckarelz, der mit seinem Vater als 15 Jähriger nach
Karlsruhe zieht, wo der Vater eine Pfarrei übernehmen muss
Hannes ist derweilen vorübergehend im Ardeche-Tal untergetaucht und taucht jetzt
als Gerhard Albrecht mit dessen Papieren in Frankfurt wieder auf. Die
Identitätswechsel haben die beiden schon in der Schule abgesprochen und
eingesetzt, wo sie sich wegen ihrer Ähnlichkeit gegenseitig bei Prüfungen
vertreten konnten und sich auch bei der Bundeswehr den Dienst teilten.
Christine Plappert,
leidet nicht nur unter dem Familiennamen sondern auch unter dem Ruf ihres
Vaters, des berühmt-berüchtigten Frankfurter Gerichtsreportes, studiert
Soziologie und Psychologie, hospitiert nebenbei bei den Anthropologen/Völkerkundlern, die Umerzieherin des Herrn Finkh, hat
sowohl mit Hannes Schwarzmüller als auch mit Carlos Wunder ein Verhälnis,
das verhälnismäßig als für die 68er sehr lange hält, wobei sie nicht so genau
weiß ob sie jetzt Gerhard oder Hannes unter neben oder über sich hat. Aber
sie riecht es. Auch Carlos weiß, dass es eigentlich kein Dreiecksverhältnis
ist, sondern ein Vierecks …
Carlos Wunder-
ist weder mit Carlos Santana verwandt oder verschwägert, hat auch mit der
terroristenlegende Carlos nix zu tun, heißt eigentlich Karl Wunder und
wundert sich ab einem gewissen Punkt in seinem Leben über nix mehr.
John Goldstein-
ist der Sohn des US-amerikanischen Generalkonsuls in Frankfurt und Mitglied
bei den Unabhängigen sozialistischen Schülern in FFM
Luise Hamburger-
kommt aus der FNL in Wien- einer Strömung im kreuzbraven SÖS und befreit
zusammen mit Gudrun Ennslin, Anfdreas Baader, Holger meins und eine
ganze Legion von Kindern und Jugendlichen aus Erziehungsheimen so auch aus
dem Erziehungsheim Staffelberg
Leon Vatter,
der Initiator der ArbeitslosenSelbstHilfe, Kinobetreiber, Initiator von
Kinderläden und Selbstverwalteten Betrieben- ein nicht zu fassender
Querdenker und wie Finkh es ausdrückt: “ein Hans Dampf auf allen Gassen!”
Auch Finkh kriegt Vatter nicht zufassen.
Hans Metzger,
liebt die hohe Kunst der Arbeitsvermeidung und –Delegation, war schon immer
gerne Chef de Mission, Delegationsleiter und ließ immer gerne für sich
arbeiten. Entweder Geld oder Leute, sein Lieblingslied ist das von der
“Macht der Hiebe”, seine >Freundinnen tragen permanent Sonnenbrillen.
Mao,
ein Frankfurter ML-KampfKater, der einzige, der seinen vollen Namen sprechen
kann und bei Linienkämpfen in der WG eine wichtige Rolle spielt.
Trotzki,
ebenfalls Kampfkater aus einer der benachbarten Zentralen der 4.-
Internationalen,. Er lernt MAO im nahegelegenen Bethmannpark auf einer
Safari kennen. Das Anlegen von Vorräten ist ihm ein aus der roten Fibel verinnerlichte
Grundeigenschaft: er organisiert aus den umliegenden Häusern mit
italienisch-jugoslawischen Massenunterkünften jede Menge zum trocknen
aufgehängte Salami, die auch bei nur Teilrückgabe gegen besten Slibovicz und
oder original italienischen Rotwein einzutauschen ist. Endlich Urlaub vom
Billig Lambrusco von Penny, Albrecht, Levi und Co. Manchmal war das mit der
Bewusstseinserweiterung im eher traditionellen Stil zwar billiger und hatte
nicht so lange Folgewirkungen aber die Erweiterung bezog sich eher auf den
gefühlten Kopfumfang.
Der Vorratsbeschaffer war natürlich MAO , Trotzky fraß nur oder schrieb der
sich mit “I” ? Ich glaube , dieser Leo schrieb sich mit “i” am Schluss.
Der ganze Roman befindet sich auch nach dem Verlust des über 100 Seiten
umfassende unfertigen Manuskriptes als fertiger Film in meinem Kopf. Ich muss ihn
jetzt nur wieder auf die Festplatte bringen. Und das kann dauern.
James,
der vom Mossad/Schibeth verfolgte Sohn einer Tel Aviv-Amsterdamer Pelzhändlerin, die Auschwitz überlebt hat, und ihren Sohn gegen seinen Willen in die Israelische Armee bringen will
Josef Lewitzky,
Sohn der Auschwitzüberlebenden Hannia Lewitzky aus Lodz, die aus Polen noch
Israel auswandert und mit ihrem dort geborenen Sohn 1963 Israel fluchtartig
verlässt, weil sie den 6-Tage-Blitzkrieg kommen sieht und keine Menschen
mehr aus ihrer Heimat vertreiben will. Lodz war zweisprachig bevor es
Litzmannstadt wurde. Sie will unter Gleichberechtigten leben.
Dr. Anna Silberberg-
hat das Kinder- KZ- Lodz überlebt, musste mit ansehen, wie die Nazis die
Uniformfabrik in Lodz in Brandschossen, in der einige Hundert
KZ-ZwangsarbeiterINNEN eingesperrt waren, wenn diese noch Menschen als
brennende fackeln aus den Fenstern sprangen, um sich eventuell noch vor den
Flammen retten zu können, wurde das Gewehrfeuer auf sie eröffnet. Die in Reih und
Glied angetretenen Kinder aus dem Kinder- KZ wussten, dass ihre Eltern in
dieser Fabrik eingesperrt waren. Anna studierte Medizin und wurde in Polen
KinderKardiologin, sie saß bereits zwei Mal in Polen im Internierungslager:
einmal unter Gomulka und das zweite mal unter Jaruselski. Beide male musste
sie wieder entlassen werden, weil man sie als Herz-Spezialistin brauchte.
Johnny Pinke,
Prinz- Peter Altmann, war Chef der Kameruner Rocker, hat später Mal den Joseph Neckermann um eine Million oder waren es 7 erpresst.
Klint, der Sekretär der Kameruner,
Die Tochter des Frankfurter Polizeipräsidenten, der Messeturm und der
Hammer-Man, das Zürichhochhaus und Rosemarie Nitribitt
“Stalin”, der König der Frankfurter Unterwelt, auf dessen Beerdigung rund
15 Tausend Menschen den Sarg begleiteten. Ossi Büttner, Willi Münch, der “Flüsterwilli”, wegen seines Kehlkopfkrebses, Dr. Helene Schneider, die DFU-Frau, Erwin Karlsberg, der kommunistische FR- Redakteur und Befreier von Buchenwald, Hans Dunker, der kommunistische Druckereibesitzer in der Langen Straße, Jochen Pfahl, genannt die Fliege, der Schüler Funktionär, der sich gerne so kleidete wie seine Professoren, eine reihe anarchistischer und trotzkistischer und maoistischer Flüchtlinge aus Frankreich, und einer der nicht nach Frankreich zurück durfte,… aber da
sind alles nur Nebenrollen, wie auch die
Annette Kirsch,
die berüchtigte Frankfurter Schülerin, die Kondome propagierte,
Pillenquellen nannte und wegen ihrer ARTIKEL IN SCHÜLERZEITUNGEN UND IHRER
VORTRÄGE von der Bildzeitung als “SexKirsche” verschrieben wurde: “Sie lädt
ihre Schulkameraden zu Kirschen-Essen ein” “GruppenSex mit Kirsche und
Kondom” und ähnlich geschmackvolles Bei einer Aktion in Neu Isenburg gegen
einen Kinder Quäler in Gestalt eines Religionslehrers und Pfarrers Titelte
die Presse: “Sex-Kirsche lockt Kinder aus der Kirche!” ; “Statt Religion gibt’s Kirsche mit Kondom”, “Kirsche mit Kondom statt Gottesdienst im Dom” schrieb die Frankfurt-Ausgabe der Bildzeitung.
Es geht also ziemlich hoch her, nicht alles kommt in das Buch aber doch einiges und auch etliches, was ich hier nicht schreibe.
Und zum “Damenschneider” nur soviel: der heißt nicht so, weil er einige Damen
zerschnitten haben soll, er sollte mal ein echt eleganter Damenschneider werden, das hat er aber nicht geschafft. Er ist Flickschneider geworden , der Maximilian Meyer aus dem herzen des Odenwaldes, aus der deutschesten aller deutschen Kleinstädte: aus Michelstadt. Michel, was willst Du noch mehr, wobei Michel nicht der kleine aus Löneberga ist Michel heißt Groß und Statt heißt Siedlung, es muss sich also schon sehr früh um eine große Siedlung gehandelt haben — von wegen Kleinstadt. Eigentlich der Mittelpunkt der Welt, des Alls – wie Dr. Alsberg es immer brustbaritönig auch im
Biologieunterricht des städtischen Gymnasiums verkündete!
Alsberg war Heimathistoriker, Heimatkundler sagten die Nicht Akademiker ohne Schmiss.
Alsberg spielte eine wichtige Rolle in dieser Stadt und hatte nur einen kleinen aber feinen und eben nicht ungefährlichen Gegner: den aus dem Exil in den USA zurückgekehrten Historiker und von den Amerikanern eingesetzten Entnazifizierer Dr. Mömlinger. Mömlinger hatte jüdische Vorfahren, durfte in Frankfurt an der Johan-Wolfgang von Goethe-Universität nicht mehr lehren und forschen und floh noch vor 1939 in die USA.
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
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AutorHartmut Barth-EngelbartVeröffentlicht am14. August 2008KategorienAllgemein„Rekonstruktion der “Putztruppen”: erste Versuche“bearbeiten
2 Gedanken zu „Rekonstruktion der “Putztruppen”: erste Versuche“
- Alfred Mentesagt:
- August 2008 um 02:31 Uhr Bearbeiten
Hui buuhuuu,
schiet, ich dachte das wird erst abgecheckt und dann in der HP gekürzt eingestellt.
Tschuldigung Hartmut!
ali - Alfred Mentesagt:
- August 2008 um 02:26 Uhr Bearbeiten
hallo lieber Hartmut,
eine Frage an Dich hat dein Schreibprogramm keine Rechtschreibhilfe?
Ich lese eigentlich deine Berichte Gedichte und Geschichten recht gerne- jedoch in letzter Zeit wimmelt es in deinen Texten von Fehlern. (Also, wenn deine txt irgendwo rausfliegen ist das ev. ein Grund, also nur einer,-gelle?)
Ob das nun geht hab deinen txt etwas korrektur gelesen, ist in der Form bestimmt auch nicht Fehlerfrei, nur das schlimmste ist geändert, den Rest kann ein Volksschüler wie ich mit 68J nicht z.B Kongruenz & Überprüfung der Flexionsformen / — nun der txt
VORBEMERKUNG: schon wieder nach Tibet und Myanmar und Tibet und und und … drängt, nein – sprengt mich Kriegsvorbereitung und drohender globaler jetzt auch zunehmend militärischer Krieg weg vom Schreiben an meinen belletristischen und lyrischen Aufgaben. Kann ich in dieser Lage nicht anderes tun, als selbstmitleidend meine Festplatte und die Manuskripte versuchen zu retten: störe meine Kreise nicht . Kaukasische Kreise, kaukasische Greise, kaukasische Voll-Weise, und die Mainstreammedien schreiben und gehen über kaukasische blutverschmiert kreidebleiche Leichen . Statt über die Putztruppen sollte ich jetzt über die US-Schutztruppen schreiben, und die ukrainischen und die israelischen in BarCashWillis EUSA-stützpunkt Georgien, wo die prall mit Waffen gefüllten TransÜberfallMaschinen nur notdürftig in Humanmilitär-Wolldecken ge- & verhüllt sind: humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge hüstelt der ARD-Korrespondent und Hof- Kriegsberichterstatter Roth in die Kamera. während bewegte Bilder von russischen Panzern gezeigt werden, ja von auf Kameraleute schiessenden Bestien in russischer Uniform.
WIR KENNEN DEN RUSSEN!!!
Ja das ist keine Aktion der israelischen Armee gegen Libanesische Raketenstellungen oder gegen die Schrottwerfer der Hamas in Gaza. Hier greift der RUSSE friedliebende Militärbasen und -Vettern der USA und der EU und der Nato an, sprengt Waffenlager in die friedliche Luft über Gori. Und von Süden können Zeugen schon die Ankunft einer Befreiungsarmada im Persischen Golf melden, die alles bisher Gesehene in den Schatten stellt. Golfkrieg 1.2.3.. das alles dürfen wir getrost vergessen: hier kommt was Neues, Großes und der Oberbefehlshaber soll McCain heißen, aber auch Obama-Bin-AfterBushsLaden wird Georgia on his mind haben müssen und sich in den persischen Apfel verbeißen. Gescheitert ist der Versuch, den obigen und diesen Beitrag mit Steinberg-Recherche und dem Hamburger Meta-Info zu verlinken, wo er dann regelmäßig rausflog. Wahrscheinlich habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Denn der Hinweis auf die Qualität der Mainstreammedia-Nachrichten aus ARD und ZDF und denen aus den Agenturen von dpa bis ap, kann ja nicht der Grund gewesen sein … oder ?
Es gab in Frankfurt eine Putztruppe schon lange vor Joschka Fischers Sandkasten-Version
Die Geschichte dieser vor Fischer’schen Putztruppe ist ein Politthriller: Frankfurt erlebte zwischen 1920 und 1974 mehrere große Säuberungswellen: unter Noske, unter Hitler, unter der US-Militärregierung erst eine antifaschistische und dann gleich danach eine antikommunistische, die mit dem verbot der KPD nicht endete und 1968 und die folgenden bleiernen Jahre zu einer Säuberungssturmflut wurden. Informeller Chef der “Putztruppe” wie diese zuständige Abteilung beim 18. politischen Kommissariat genannt wurde, war der Haupt Kommissar Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh- auch als SchmutzFinkh gehänselt. 1973 wird Finkh erschlagen im Hinterhof einer besetzten Frankfurter Westendvilla gefunden. Ein Obdachloser sitzt dafür 10 Jahre, war es aber nicht. Wer hat den Hauptkommissar Finkh ermordet und warum?
Nach einem Festplatten-Crash im PC des Autors muss er völlig neu geschrieben werden – der Politthriller über den 1927 in die väterlichen Fußstapfen bei der Frankfurter Kriminalpolizei stolpernden Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh und seine nach noskischen Säuberungseinsätze zur Reinigung des Frankfurter Nizza – des nördlichen Main Ufers – auch am südlichen “Dribbdebach”, am Deutschherren-Ufer, das seinem Namen wieder alle Ehre machen soll. So wie die Damen von Welt und ihre Herren in Paris an der Seine promenieren so sollen es die Gleichen auch in Frankfurt am Maine tun können. (Finkh spricht: an der Saine wie am Maine und er hätte so gerne aine von denen als die saine) Deshalb muss der Pöbel mitsamt den Wasserhäuschen verschwinden.
Aber das ist nur die Oberfläche. Die Wasserhäuschen sind auch Treffpunkte und Nachrichtenbörsen, Geldsammelstellen für Kommunisten, Arbeitsscheue und andere Kleinkriminelle – neben den roten Zellen in der Brotfabrik und in Zeilsheim in der Farbwerkersiedlung, bei der Cassella, es sind Kommandozentralen der Wohngebietseinheiten des Rotfrontkämpferbundes, und nicht selten Verbrüderungsgeschwüre mit den vaterlandslosen Gesellen seiner eigenen Partei, die vor seinen Augen noch nach Feierabend im Riederwald um die Jösthäuschen wuchern.
Da stinkts nach Urinstein am Rinnstein
Frankfurt säubern! Er wusste was das heißt: im Gymnasium -Bub, aus Dir soll mal was besseres werden!- da war Schmutzfink noch das harmloseste, was ihm die Schul-”Kameraden” nachriefen. Er roch als Kind eben wie ein Sozi so riecht – da konnte ihn die Mutter schrubben wie sie wollte, das machte es oft nur noch schlimmer nach den Schrubborgien roch er nach Kernseife und Sagrotan. “Bub, kämm dich, HAST DU DIE FINGERNÄGEL AUCH GEBÜRSTET ?” Es hat alles nichts genützt. Die kaum noch bezahlbaren Nachhilfestunden brachten ihn nicht so weit, dass er durch glänzende Leistungen und Bestnoten seinen Sozigeruch wettmachen konnte. Es kam dann eben doch alles zusammen: im Gagern-Gymnasium wollte sich niemand mehr neben ihn setzen, das Geld für die Nachhilfe wurde eingespart, und schließlich war er auch froh, dass er auf die Realschule wechseln konnte. Da konnte er alles aus dem FF, so wurde er begrüßt, bei Fritz Finkh war das so.
-der kanns aus dem FF !
Der gescheiterte Gagern Gymnasiast wurde zum Klassenbesten in der Realschule.
Und war immer blitzsauber. Und dann war er auch noch im Turnverein, nein nicht bei dene Juddebuuwe, bei der Eintracht, sondern im 2 fachen FF: im Frisch, fromm, fröhlich, freien Turnverein – und in der Tradition des Turnvaters Jahn. Der passte zu Finkh, und Finkh passte zu IHM. Rennen konnte er auch noch so toll: er war nicht nur Frisch, Fromm. Fröhlich und Frei, er war flink der Finkh wie ein Windhund und hart wie Kruppstahl und auch zäh, zäh wie Offenbacher Leder. Und die jungen Damen aus dem Elisabethen-Gymnasium im Westend, das war doch etwas ganz anderes als abgeroppte Dinger aus Fechenheim, aus dem Riederwald, aus dem Ostend. Ihm wurde ganz anders in der Magengegend, wenn er die Mädchen aus den der Ouarta, der Untertertia jetzt als höhere Töchter, als Damen der Gesellschaft mit den Herren Söhnen der Frankfurter Hautevolee am Nizza flanieren sah. Das war auch noch besser als die Bäcker- und Metzgertöchter, die das Gymnasium entweder gerade so schafften oder mit zwei Mal Sitzen- bleiben von der Schulbank weggeheiratet wurden – von Metzgern und Bäckern und besseren Kneipenwirten, Manche schafften es ja auch bis zur Hotelierfrau, aber dann war es meist Ende der Fahnenstange.. Die Garderobe war dementsprechend nicht Haut-Couture sondern von der Stange, . Französisch war weder sprachlich noch im Bett sein Ding: was er fließend beherrschte war Blümmo, Portmonnee, Schäßlong, Trottwar, auch Tollette, statt Scheißhaus ging ihm gut über die Lippen und jener Sachsenhäuser Warnruf für frühreife Metzgertöchterchen aus der Franzosenzeit: Machmer bloß kaa Fissematente!” Das wusste Willem schon als Ouartaner, als es mit der Quälerei mit dem Französisch losging: das hieß ursprünglich ”visiter ma tente” und war die Frage napoleonischer Offiziere, die in Sachsenhausen einquartiert waren also kurz vor Francfort – an die berühmten Sachsehäuser MetzjersTöschtersche: “Voulez vous visiter ma tente ce soir? “ (Möchten Sie heute Abend mein Zelt besuchen? )
Willem wollte die zerbrechlich aussehenden Bankiers Töchter, diese Engelsgesichter. Diese unerreichbaren hochgeschnürten Engelsbrüste. Diese guten Feen seiner Träume vor dem Schmutz und dem Bösen schützen, so wie das Vaterland und die deutsche Scholle vor Hunnen und Bolschewisten, wie Prinz Eugen einst Wien vor den Muselmanen.
Finkh wird wegen seiner guten Kenntnisse im Millieu der Kommunisten und der Frankfurter Kleinkriminellen -”das ist eh das gleiche Pack, die gleiche Mischpoke” – zu seinem Erstaunen von den Nazis nicht entlassen, nicht verhaftet – nein bruchlos übernommen, auf die neue Ordnung eingeschworen -und die konnten das auch ohne jeden Kompromiss durchziehen ! Frankfurt säubern !
1973 wird Karl-Friedrich-Wilhelm Finkh im Hinter-Hof einer besetzten
Westendvilla erschlagen aufgefunden. Neben ihm ein Obdachloser mit einem
Wasserrohrstück in der einen und einer Flasche Fusel in der anderen Hand.
Das Rohr passte genau in die Delle auf dem Finkh’schen Kopf, das Rohr hatte
sich auch etwas aus der dünn gewordenen Finkh’schen Haarpracht mitgenommen
und mit echten Finkhenblut angeklebt. Die Sache war glasklar und der Obdachlose konnte auch nicht beweisen, dass er mit vier schluck aus der noch fast vollen Flasche bereits schuldunfähig alkoholvergiftet war. Nach 10 Jahren Preungesheim erhängt sich der arme Müll-Schlucker in seiner Zelle, hinterlässt nach 10 Jahren Tatleugnung nun doch noch ein “Bekennerschreiben”.
Das wiederum erweist sich bei erneuter Fahndung im Umfeld des Todesfalles Finkh als Fälschung: Wer hat den Finkh ermordet?
Finkh ist als “Widerständler” -weil er ja so viele SPD’ler und Gewerkschafter und auch Kommunisten und jüdische Familien retten konnte –na ja oft ging es halt partout nicht. Er war ja umgeben von echten Nazis und konnte auch nicht jede Familie retten, ermusste auch mal die eine oder andere ausliefern, einliefern, er musste auch SPD’ler und Kommunisten verhaften, sonsst wäre ich doch sofort aufgefallen und hätte dann niemand mehr retten können !- Finkh wird von der Militärregierung mit dem Aufbau der entnazifizierten demokratischen Frankfurter Kriminalpolizei beauftragt, liefert einerseits
gute bekannte an die Spruchkammer, liefert aber auch gegen Bares beste Persilscheine, kennt den Schwarzmarkt und den lieben Schieber Fritz Kietz, weiß wer später bei der Rosemarie im 190er saß und dann auf ihrem Schoß oder sie auf den immer noch furchtbar fruchtbaren absoluten Herrscherschößen .
Was ? Seit wann gebären hier die männer ?
Das bleibt Frauensache – auch im Puff. Ach ja seine Kneipe hinter der >Katharinenkirche, die hatten ihm die Amis geschenkt, fürs erste nach dem verlorenen Krieg. Und da waren sie alle drin, der Ossi Büttner, der Finkh hat sich mit seiner nachnoskischen NaziPutztruppe ein Vermögen erpresst, hat jüdische Bürgerstöchterchen an Brauns Goldfasane verkuppelt und dopppelt kassiert, bei den einen wegen der Rassenschande bei den anderen, wegen der benötigten Geldmittel und Goldmittel zur Beschaffung von gefälschten Papieren für die Flucht und für die Bestechung von Nazis und Mitläufern, Reichsbahn-Schaffner, -Zug- und Unterscharführern bei der SS
Eines der verkuppelten Mädchen ist die Mutter der zweite Hauptfigur in dieser
Geschichte. Ihr Familie verspricht Finkh vor den Krematorien in Auschwitz zu retten. Sie opfert sich und macht die Beine breit für eine Frankfurter Nazigröße. Finkh lässt sie im Unklaren darüber, ob die Familie jetzt gerettet ist oder nicht . Er dringt darauf, dass sie aus Deutschland verschwindet. Über seine Kontakte zu den Gewerkschaftern von Untergrund KPD und SPD in Hamburg und bei der Reichsbahn kann sie ausgestattet mit falschen Papieren in Hamburg überleben und mit einem Brasilianischen Frachtschiff via Südamerika die USA erreichen, wo sie in der Exilgemeinde von der Vernichtung ihrer gesamten Familie in Auschwitz erfährt.
Im Exil noch lernt sie den konfessionslos- sozialdemokratischen
Naturwissenschaftler Professor Schwarzmüller kennen, der nach dem Krieg
zurück nach Kiel kommt und dort die Universität mit wiederaufbaut. 1947 bringt sie ihren ersten Sohn zur Welt: Johannes Schwarzmüller.
Finkh hat in Frankfurt die Aufgaben im Vorfeld des Verbots der KPD recht gut gelöst. Er sieht zu, dass möglichst alle ausgeschaltet werden, die sein eindeutiges Doppelspiel durchschauen könnten oder durchschauen. Er gibt
den Kumpel und den Frühwarner bei Razzien sowohl in den Druckereien der KPD
als auch bei den Radfahren des Solidaritätsverbandes, bei den Kleinkriminellen in der Hasengasse, deren unterirdische Verbindungen zur Kleinen Bockenheimer er noch besser kennt als Emil Reichenstadt, der “Swinging Handkäs” im Jazzkeller. Er weiß auch wo die Gänge unter den ehemaligen Judenghetto in Richtung Fischerfeld führen und in welchen Kellern Ein- und Ausstiege zu finden sind. Einer dieser Ausgänge muss sich in einer Nische der Rauschgifthöhle namens “Aquarius” befinden.
Doch das war nicht sein Ding. Das Rauschgiftdezernat war für ihn nur eine Einstiegshilfe in eine Szene, deren Sprache er im Gegensatz zu seinem fast
angeborenen Proletenslang und SEINEM PARTEIKATECHISMEN-DEUTSCH nicht
ansatzweise beherrschte: er musste lesen lernen, da gab es von Bonn aus
Anweisungen, vom Generalbundesanwalt, vom LKA- Wiesbaden – Fortbildungskurse
auch bei Leuten aus dem fernen Pullach: Parteichinesisch, Psychologie,
Soziologie .. dafür wurden sogar Professoren extra von Köln nach Frankfurt
gescheucht in die Friedrich-Ebert-Anlage, um dort an Wochenenden ihm und
seinen Kollegen das nötige Vokabular für die “Neue Linke” beizubringen. Das
machten diese Professoren sogar im Doppelpack zusammen mit
Offiziersanwärtern der Bundeswehr: Staatsbürger in Uniform !
FRITZ MACHTE DAS SPIELCHEN MIT – ABER MIT GROLL IM BAUCH. KURZ VOR SEINER PENSIONIERUNG; SOLLTE ER SICH VON DIESEN SCHWÄTZERN NOCH SAGEN LASSEN; WOHIN DIE REISE ZU GEHEN HÄTTE: DER PROFESSOR SCHLAUCH TAT SEINEM NAMEN ALE EHRE UND SCHLAUCHTE; WAS DAS ZEUG HIELT:
Über mehrere Einsätze Finkh’s im neuen Millieu kommt der
Polizei Hauptkommissar in die WG des Erzählers Carlos und der zweiten
Hauptfigur Johannes Schwarzmüller. Dort gibt der grauhaarige Opa Funk den
guten Bullen, der sich nach der Razzia nach Dienstschluss noch Mal in der
WG meldet … er lässt seine Biografie der 30er Jahren etwas heraushängen – offenbart ansatzweise seine Zwiespältigkeit, und die jungen Leute gehen ihm zum Teil auf den Leim. Zum Teil. Es gibt neben vielen anderen Spaltlungen im Alltag der WG-Kommune- eine sogenannte Finkh-Spaltung. Die dritte Hauptfigur die Tochter eines Gerichtsreporters einer großen Frankfurter Tageszeitung mit linksliberalem Touch plädiert für die Umpolung- Umerziehung des geläuterten Polizisten und weist auf dessen Angebot hin, er wolle im Apparat etwas ändern, auch mal auf die Bremse treten, ihnen Infos zukommen lASSEN; EVENTUELL AUCH FRÜHWARNEN; WENN ER SICH DABEI NICHT SELBST GEFÄHRDET: ABER EIGENTLCIH — HABE ICH NIX MEHR ZU VERLIEREN: ICH GEH SO UND SO IN RENTE: ich hab ja grad noch 5 Jahre
Johannes scheint zu wissen, wer da in die Kommune infiltriert und plädiert
sehr zur >Überraschung der Hardliner in der WG für Christines Plan der “Umerziehung”
Die Putztruppe besteht selbstverständlich nicht nur aus Fritz Finkh -… er
hat noch drei Überlebende aus dem 1000jährigen zwar nicht unter seiner
Fuchtel, aber eben doch als Kollegen mit dabei und er hat sich neue Leute
herangezogen: Vogel, Klaus Vogel, genannt der Geier, nicht wegen dem Florian
Geyer – das würde schon hinhauen, denn Vogel kommt aus dem Vogelsberg und die
Bauern dort waren schon immer etwas rebellisch, gerade jetzt, wo die
Frankfurter den Mondschein-Bäuerchen dort oben das Wasser klauten, da gab es
sie wieder, die Rebellen vom Vogelberg, nein Vogel, wurde deshalb Geier
genannt, weil er sein Opfer verhörte wie ein Aasgeier, der mit einer
Himmelsgeduld darauf warten konnte bis der letzte Lebensnerv aufgab, nein bei
ihm war es nichr der Lebensnerv, es war das Letzte sich sträuben, die
letzte Gegenwehr und er wusste, dass ein zu frühes Nachhacken nur
unbrechbare Widerstandskräfte mobilisieren würde. Vogel harrte aus, machte
den Freund und Helfer. Dabei gab es im Vogelberg weder Geier noch Adler,
doch Adler gab es, in Birstein gab es Zigeunersippen die hießen Adler,
die kannte er noch aus der Vorkriegszeit.
DA WURDEN DIE VON ÜBERALL IN OST UND OBERHESSEN NACH FRANKFURT ZUR GROßMARKTHALLE ZUSAMMENGETRIEBEN UND VON DORT WEITER IN DIE KZ’s NACH OSTEN:
Aber das waren nicht die Adler die Fritz meinte: Klaus Vogel war ein
absoluter Eintracht-Fan. Als er ihm einmal in den frühen 70ern in ihrer
Kneipe am Güterplatz die Geschichte mit den JuddeBuuwe erzählte, hätte Vogel
ihn bald erschlagen. Die Eintracht, ein jüdischer Verein? Das war gelogen !,
Aber diese Sache war schon einige Jahre alt. Bub ist der meist geschützte und
einer der meistgehassten Menschen in Bankrottfurt.
Motive für einen Finkhenmord haben viele der Menschen in dieser Geschichte:
es war schwierig, das erpresste Geld und Gold in Sicherheit zu bringen. Es
gab Nazis in der Schweiz und es gab Sozialdemokraten in der Schweiz und
KPDO’ler und SPD’ler im Schweizer Exil. Bei der Umgestaltung der Fahne hätte
man mit vier Strichen am weißen Kreuz auf rotem Grund aus dem Gelödschränkhli
schnell einen großdeutschen AlpenGau machen und die italienische Schweiz dem
Duce schenken können wie einst die lustigen Tiroler.
Aber ein sicherer Geldschrank außerhalb der Reichsgrenzen damals und heute außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten der FINANZBEHÖRDEN; DER STAATSANWALTSCHAFT WAR SCHON BESSER als ein Konto auf der Frankfurter Sparkasse oder ein Depot bei Oppenheimer oder nur so unterm Kopfkissen.
Vier aus der Putztruppe wussten zumindest, dass Finkh das Vermögen in der
Schweiz untergebracht hatte, ob sie die Bank wussten und die
Zugangsmöglichkeiten hatten? Von den Vieren, wurden zwei nach dem Krieg als
Nazis vor die Spruchkammer gebracht und durften weiterhin Frankfurt nicht
mehr putzen. Die beiden „Entnazifizierungsopfer“, gründeten kurz nach der
Währungskonferenz, in Kronberg, mit Unterstützung aus einer Villa, eine mit
funkelnagelneuen BMW-Motorrädern ausgestattete Sicherheitsfirma, einen
Wachdienst und verdienten innerhalb eines Jahres das zehnfache ihres
ehemaligen Polizistengehaltes. Finkh nannte diesen persilscheinfreien
Karrieresprint nur bissig den “Quandtensprung”, ohne genau zu wissen, was
der denn tatsächlich in der Wissenschaft bedeutete: das war dann doch
manchmal ein Handykap mit nur der Mittleren- Reife. Mit einem Gaggern-Abitur
hätte er es gewusst. Pech ! Aber man kann halt nicht alles haben im Leben.
Pech für die beiden war, dass es schon auffiel, dass sie mit BMW-Motorrädern
arbeiteten, wo doch die Bad Homburger Konkurrenz Horex kostengünstiger und
auch noch besser war. Alt eingesessene persilweißgewaschene Firmen hatten
immer weniger Interesse Aufträge an ein Unternehmen zu geben, das im
Rhein-main-Gebiet als eine NaziFirma bekannt war und zudem auch noch von
Leuten angeschoben wurde, die in Nürnberg vor dem US-Ankläger gestanden
hatten. Das hatte zunächst auch negative Wirkungen auf die Auftragsbücher-
die öffentliche Hand , das rote Hessen, aber auch die US-Army vergaben
möglichst keine Aufträge an Unternehmen, die mit öffentlich bekannten Nazis
zusammenarbeiteten. Klar sah das schon in den frühen 50ern hinter den
Kulissen ganz anders aus. Man brauchte dann ja auch wieder solche Kerle hart
wie Kruppstahl, um Aufzuräumen ! Und Leute, die aus dem Schwarzmarkt auf den
Weltmarkt aufsteigen wollten, mussten sich Mitwisser und lästigen
Schmuddelkonkurrenz vom Hals halten oder schaffen. Und so kamen die
Kameraden von der Putztruppe doch wieder zusammen. Während die einen privat
nicht selten Mäuler knebelten und Hände fesselten waren den anderen da die
Hände gebunden durch Gesetze und andere Fesseln.
Es war eine gedeihliche Arbeitsteilung, ein eifriges Hin und herrichten zwischen Autobahnraststätten, Frankfurter Kreuzen ohne sichtbare Haken, Hafen und Flughafenbau bis hin zur U-Bahn und ein professionelles Hinwegsehen und ein- und Abgreifen.
Die weiteren mitspielenden Personen
Johannes Schwarzmüller,
der als Mitglied der Bewegung 2. Juni im August 1972 in Augsburg “auf der
Flucht” in Notwehr vermeintlich erschossen wird, tatsächlich handelt es sich
aber bei dem Erschossenen um Hannes’ Doppelgänger – Gerhard Albrecht, einen
Pfarrerssohn aus Neckarelz, der mit seinem Vater als 15 Jähriger nach
Karlsruhe zieht, wo der Vater eine Pfarrei übernehmen muss
Hannes ist derweilen vorübergehend im Ardeche-Tal untergetaucht und taucht jetzt
als Gerhard Albrecht mit dessen Papieren in Frankfurt wieder auf. Die
Identitätswechsel haben die beiden schon in der Schule abgesprochen und
eingesetzt, wo sie sich wegen ihrer Ähnlichkeit gegenseitig bei Prüfungen
vertreten konnten und sich auch bei der Bundeswehr den Dienst teilten.
Christine Plappert,
leidet nicht nur unter dem Familiennamen sondern auch unter dem Ruf ihres
Vaters, des berühmt-berüchtigten Frankfurter Gerichtsreportes, studiert
Soziologie und Psychologie, hospitiert nebenbei bei den Anthropologen/Völkerkundlern, die Umerzieherin des Herrn Finkh, hat
sowohl mit Hannes Schwarzmüller als auch mit Carlos Wunder ein Verhälnis,
das verhälnismäßig als für die 68er sehr lange hält, wobei sie nicht so genau
weiß ob sie jetzt Gerhard oder Hannes unter neben oder über sich hat. Aber
sie riecht es. Auch Carlos weiß, dass es eigentlich kein Dreiecksverhältnis
ist, sondern ein Vierecks …
Carlos Wunder-
ist weder mit Carlos Santana verwandt oder verschwägert, hat auch mit der
terroristenlegende Carlos nix zu tun, heißt eigentlich Karl Wunder und
wundert sich ab einem gewissen Punkt in seinem Leben über nix mehr.
John Goldstein-
ist der Sohn des US-amerikanischen Generalkonsuls in Frankfurt und Mitglied
bei den Unabhängigen sozialistischen Schülern in FFM
Luise Hamburger-
kommt aus der FNL in Wien- einer Strömung im kreuzbraven SÖS und befreit
zusammen mit Gudrun Ennslin, Anfdreas Baader, Holger meins und eine
ganze Legion von Kindern und Jugendlichen aus Erziehungsheimen so auch aus
dem Erziehungsheim Staffelberg
Leon Vatter,
der Initiator der ArbeitslosenSelbstHilfe, Kinobetreiber, Initiator von
Kinderläden und Selbstverwalteten Betrieben- ein nicht zu fassender
Querdenker und wie Finkh es ausdrückt: “ein Hans Dampf auf allen Gassen!”
Auch Finkh kriegt Vatter nicht zufassen.
Hans Metzger,
liebt die hohe Kunst der Arbeitsvermeidung und –Delegation, war schon immer
gerne Chef de Mission, Delegationsleiter und ließ immer gerne für sich
arbeiten. Entweder Geld oder Leute, sein Lieblingslied ist das von der
“Macht der Hiebe”, seine >Freundinnen tragen permanent Sonnenbrillen.
Mao,
ein Frankfurter ML-KampfKater, der einzige, der seinen vollen Namen sprechen
kann und bei Linienkämpfen in der WG eine wichtige Rolle spielt.
Trotzki,
ebenfalls Kampfkater aus einer der benachbarten Zentralen der 4.-
Internationalen,. Er lernt MAO im nahegelegenen Bethmannpark auf einer
Safari kennen. Das Anlegen von Vorräten ist ihm ein aus der roten Fibel verinnerlichte
Grundeigenschaft: er organisiert aus den umliegenden Häusern mit
italienisch-jugoslawischen Massenunterkünften jede Menge zum trocknen
aufgehängte Salami, die auch bei nur Teilrückgabe gegen besten Slibovicz und
oder original italienischen Rotwein einzutauschen ist. Endlich Urlaub vom
Billig Lambrusco von Penny, Albrecht, Levi und Co. Manchmal war das mit der
Bewusstseinserweiterung im eher traditionellen Stil zwar billiger und hatte
nicht so lange Folgewirkungen aber die Erweiterung bezog sich eher auf den
gefühlten Kopfumfang.
Der Vorratsbeschaffer war natürlich MAO , Trotzky fraß nur oder schrieb der
sich mit “I” ? Ich glaube , dieser Leo schrieb sich mit “i” am Schluss.
Der ganze Roman befindet sich auch nach dem Verlust des über 100 Seiten
umfassende unfertigen Manuskriptes als fertiger Film in meinem Kopf. Ich muss ihn
jetzt nur wieder auf die Festplatte bringen. Und das kann dauern.
James,
der vom Mossad/Schibeth verfolgte Sohn einer Tel Aviv-Amsterdamer Pelzhändlerin, die Auschwitz überlebt hat, und ihren Sohn gegen seinen Willen in die Israelische Armee bringen will
Josef Lewitzky,
Sohn der Auschwitzüberlebenden Hannia Lewitzky aus Lodz, die aus Polen noch
Israel auswandert und mit ihrem dort geborenen Sohn 1963 Israel fluchtartig
verlässt, weil sie den 6-Tage-Blitzkrieg kommen sieht und keine Menschen
mehr aus ihrer Heimat vertreiben will. Lodz war zweisprachig bevor es
Litzmannstadt wurde. Sie will unter Gleichberechtigten leben.
Dr. Anna Silberberg-
hat das Kinder- KZ- Lodz überlebt, musste mit ansehen, wie die Nazis die
Uniformfabrik in Lodz in Brandschossen, in der einige Hundert
KZ-ZwangsarbeiterINNEN eingesperrt waren, wenn diese noch Menschen als
brennende fackeln aus den Fenstern sprangen, um sich eventuell noch vor den
Flammen retten zu können, wurde das Gewehrfeuer auf sie eröffnet. Die in Reih und
Glied angetretenen Kinder aus dem Kinder- KZ wussten, dass ihre Eltern in
dieser Fabrik eingesperrt waren. Anna studierte Medizin und wurde in Polen
KinderKardiologin, sie saß bereits zwei Mal in Polen im Internierungslager:
einmal unter Gomulka und das zweite mal unter Jaruselski. Beide male musste
sie wieder entlassen werden, weil man sie als Herz-Spezialistin brauchte.
Johnny Pinke,
Prinz- Peter Altmann, war Chef der Kameruner Rocker, hat später Mal den Joseph Neckermann um eine Million oder waren es 7 erpresst.
Klint, der Sekretär der Kameruner,
Die Tochter des Frankfurter Polizeipräsidenten, der Messeturm und der
Hammer-Man, das Zürichhochhaus und Rosemarie Nitribitt
“Stalin”, der König der Frankfurter Unterwelt, auf dessen Beerdigung rund
15 Tausend Menschen den Sarg begleiteten. Ossi Büttner, Willi Münch, der “Flüsterwilli”, wegen seines Kehlkopfkrebses, Dr. Helene Schneider, die DFU-Frau, Erwin Karlsberg, der kommunistische FR- Redakteur und Befreier von Buchenwald, Hans Dunker, der kommunistische Druckereibesitzer in der Langen Straße, Jochen Pfahl, genannt die Fliege, der Schüler Funktionär, der sich gerne so kleidete wie seine Professoren, eine reihe anarchistischer und trotzkistischer und maoistischer Flüchtlinge aus Frankreich, und einer der nicht nach Frankreich zurück durfte,… aber da
sind alles nur Nebenrollen, wie auch die
Annette Kirsch,
die berüchtigte Frankfurter Schülerin, die Kondome propagierte,
Pillenquellen nannte und wegen ihrer ARTIKEL IN SCHÜLERZEITUNGEN UND IHRER
VORTRÄGE von der Bildzeitung als “SexKirsche” verschrieben wurde: “Sie lädt
ihre Schulkameraden zu Kirschen-Essen ein” “GruppenSex mit Kirsche und
Kondom” und ähnlich geschmackvolles Bei einer Aktion in Neu Isenburg gegen
einen Kinder Quäler in Gestalt eines Religionslehrers und Pfarrers Titelte
die Presse: “Sex-Kirsche lockt Kinder aus der Kirche!” ; “Statt Religion gibt’s Kirsche mit Kondom”, “Kirsche mit Kondom statt Gottesdienst im Dom” schrieb die Frankfurt-Ausgabe der Bildzeitung.
Es geht also ziemlich hoch her, nicht alles kommt in das Buch aber doch einiges und auch etliches, was ich hier nicht schreibe.
Und zum “Damenschneider” nur soviel: der heißt nicht so, weil er einige Damen
zerschnitten haben soll, er sollte mal ein echt eleganter Damenschneider werden, das hat er aber nicht geschafft. Er ist Flickschneider geworden , der Maximilian Meyer aus dem herzen des Odenwaldes, aus der deutschesten aller deutschen Kleinstädte: aus Michelstadt. Michel, was willst Du noch mehr, wobei Michel nicht der kleine aus Löneberga ist Michel heißt Groß und Statt heißt Siedlung, es muss sich also schon sehr früh um eine große Siedlung gehandelt haben — von wegen Kleinstadt. Eigentlich der Mittelpunkt der Welt, des Alls – wie Dr. Alsberg es immer brustbaritönig auch im
Biologieunterricht des städtischen Gymnasiums verkündete!
Alsberg war Heimathistoriker, Heimatkundler sagten die Nicht Akademiker ohne Schmiss.
Alsberg spielte eine wichtige Rolle in dieser Stadt und hatte nur einen kleinen aber feinen und eben nicht ungefährlichen Gegner: den aus dem Exil in den USA zurückgekehrten Historiker und von den Amerikanern eingesetzten Entnazifizierer Dr. Mömlinger. Mömlinger hatte jüdische Vorfahren, durfte in Frankfurt an der Johan-Wolfgang von Goethe-Universität nicht mehr lehren und forschen und floh noch vor 1939 in die USA.
Wie Lee van Cleff auf den Tiger kam
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HaBE eine etwas längere Kurzgeschichte in meinem Archiv gefunden.
Die ist noch nicht fertig, wird aber fortgesetzt.
In Cine-City vor den Toren Roms habe ich gegen Ende der „bleiernen Zeit“ der 1970er versucht, Lee van Cleffs Tiger zu finden. Natürlich weder im Colosseum oder noch in vor-augustinischen Gladiatoren-Arenen, auch nicht in den Kulissen für Ben Hur und andere Historien-Schinken.
Lee van Cleff drehte damals ausschließlich Italo-Western und da war sein Tiger in seinem Element. „I like the Stands with my Tiger!“ Lee van Cleff machte nicht etwa einen auf Siegfried und Roy, das hätte der harte Bursche niemals überlebt. Siegfried und Roy schließlich ja auch nicht. Oder lebt einer von den beiden Zauberkünstlern noch?
Nun, so hart wie er immer tat, war Lee van Cleff überhaupt nicht. Der ließ sich nur das Image so aufpolieren. Für die echt harten Szenen brauchte er eben seinen Tiger.
Fragt mich bloß nicht nach Jahreszahlen. Das muss so um die 1977/78 gewesen sein. Eher noch 79, denn da saß der Fischer schon längst fest im Sattel der Hausbesetzer-Führung im Krankfurter Westend.
Vier Jahre vorher ist mir der Tiger schon zum ersten Mal begegnet. Na ja , nicht im Frankfurter Zoo, auch nicht im Opel-Zoo zwischen Kronberg und Königstein. Aber in dieser Gegend wohnte der Tiger-Halter.
Nein, es war nicht der milliardenschwere Villenbesitzer, der Abs-Freund mit seinem Waffenlager im atombombensicheren Tiefkeller unter der Villa, nicht Mal einen Quandten-Sprung vom Opelzoo entfernt … Den Keller, zwei, drei Stockwerke unter der Tiefgarage hat später Mal einer meiner Kollegen von Honeywell inspiziert, weil der für die Wartung der Kühlanlagen zuständig war. Die Waffen müssen klimatisiert gelagert werden, wie auch die dort befindliche Raubkunst ..aber das ist eine andere Geschichte … die erzähle ich später Mal extra. ..
Zurück zum Tiger und seinem Halter:
Der Halter hatte beim Krankfurter Immobilien-Hai Rosenauer ab 1967 eine steile Karriere gemacht: Rosenauer, mit seinem Hauptsitz an der Krankfurter Hauptwache über den E-Kinos, gründete zum „Abwohnen“ seiner im Auftrag seiner Finanziers anvisierten Stadtviertel eine Tochterfirma, mit dem Geschäftsfeld: Studentenwohnungen, Wohngemeinschaften, Kommunen usw. Rosenauer gab sich „Gammlerfreundlich“, Haschisch-erfahren, bisweilen als „Anarcho-Sympatisant“ aus und ließ eine Mannschaft von gescheiterten VWLern, die kurzfristig in die „Geisteswissenschaften“ und in den „Adorno-Sprech“ umgestiegen waren, dieses Marktsegment bearbeiten. Die adornitische Dutschke-Krahl-Schnauze schaffte Vertrauensvorsprung im Immobilien-Geschäft mit den Jung-68ern.
Einer dieser Schnellaufsteiger war ein auf Architektur und Soziologie umgestiegener BAUHAUS-Freund und Ex-VWLer mit angetrauter oder nur liierter Lebensgefährtin aus der Fächerkombination Innenarchitektur und Psychologie. Beide zogen sich schon zu Beginn der 1970er aus dem Rosenauer-Tochterunternehmen zurück, angeblich wegen moralischer Skrupel angesichts der von ihnen mitverschuldeten Stadt-Zerstörung. Jetzt machten sie in „Kultur“ bis hin zum Krankfurter Schlachthof, feuerten Konzertagenturen mit an, betrieben mehrere Clubs und Diskotheken. Einer dieser Clubs war das „UNDERGROUND“ am Deutschherrenufer Richtung Schlachthof …. Kooperation mit Lippmann & Rau usw … Der zweite war das “Aquarius” in der Fischerfeldstraße und auch im “Sinkkasten” steckte er mit drin.
Ja, aber wie bitte kommt jetzt der Tiger ins Spiel?
Vorab nur so viel: der Tiger sah geschminkt dem Lee verblüffend ähnlich
Und noch eine Frage: wie viel sind heute eigentlich 1970er Original-ASKO-Möbel wert? Z.B. ein großer Armsessel, ein Schreibtisch ? …
DAS ERZÄHLE ICH DEMNÄCHST IN DIESEM THEATER
Etwas mehr TIGER-Material:
Wie die Dusche gegen die Luxusbadewanne gewann oder Als einmal ein Beton-Facharbeiter die MSB Spartakus-Genossen Herrant Vortisch & Werner Pirker von der bürgerlichen auf die proletarische Linie zurückholte
Das mit der Luxusbadewanne hat der einstige führende Frankfurter MSB Spartakus-Funktionär Herrant Vortisch lohnend weiterentwickelt: heute betreibt er eine, wenn nicht DIE führende Wellness-Anlage, den “Garten Eden” vor den Toren EZBankfurts in Neu-Isenburg
Der Begriff “Pirker-Müsli” in der Überschrift ist ein totaler Fehlgriff: erstens hat Werner nicht gefordert “Vegetarier aller Länder, vereinigt euch!” und zweitens schon gar nicht wie die gut gebräunten Züricher Bircher-Propheten die Vereinigung der Veget-Arier gefördert.
Als Redakteur des Zentralorgans der KPÖ, der “Volksstimme” ging er als deren Korrespondent nach Moskau und wurde später der fähigste Kolumnist der linken Tageszeitung “junge Welt”, der bis zu seinem Tod seine Analysen mit der Rasierklinge zu schreiben schien. Für mich hat sein Tod nach dem Hirnschlag Wolfgang Stryis das zweite nicht wieder erfüllbare Loch ins Leben geschlagen.
Vorne Herrant Vortischs damalige Freundin Maryse und dahinter damals noch eng befreundet: Werner Pirker und Herrant Vortisch
Werner Pirkers Buch: “Dialektik der Konterrevolution” hat Erich Schaffner mit einer Lesung am 13.11.2014 im Frankfurter Club Voltaire vorgestellt. Einen kongenialeren Vorleser hätte sich Werner gar nicht wünschen können
Linker Transparenthalter Werner Pirker, rechter Transparenthalter Herrant Vortisch. Ob’s die Genossinnen zum Nachtisch gab? Nö! Wenigstens Maryse, die Herrant in Paris kennen gelernt hatte, war zu stark.
Werner spielt mit verschlüsseltem Namen in meinem Frankfurt HistoPolitKrimi “Die Putztruppen” nicht von ungefähr eine Hauptrolle:
Werner Pirker von der Geburtsgruppe 47 -wie ich auch- wohnte mit mir zusammen in einer politisch bunt zusammengewürfelten Frankfurter WG in einem von uns instandbesetzten Haus 1971/72/73 im nach dem Westend zweitedelsten Franfurter ehemaligen Judenviertel nördlich des Bethmannparkes im Bereich Mauerweg untere Bergerstraße .. im Bäckerweg 4. Alles war vertreten: Mitglieder des Weiberrrates,Trotzkisten der vierten Internationalen, ein Israeli im Exil, Spontis, MLer, DKPler, unabhängige Linke, SDSler, AUSSler, RäteKommunisten, Anarchisten, Feministinnen, ein schwules Päärchen “Sie”, der aus Michelstadt geflohene jüngste Sohn eines Biologie-Oberstudienrates, “Er”, der aus Kronberg geflohene Sohn des “Sonnenhof”-Hoteliers, der als ausgebildeter Koch schon in der “Uhlandkommune” die gesamte WG gelegentlich edelbekocht hatte. Schließlich war der Schah Reza Pahlewi bei seinem Deutschlandbesuch – mit seiner Fahrah Diba (oder wars die Soraja?) und seinen Geheim-Dienst”Jubelpersern” im Sonnenhof abgestiegen… Nach zwei damals noch nicht erbfolgebelasteten Liäsonen mit Küchenjungen, wurde der verlorene Sohn im Personalwohntrakt bei seinen Geliebten untergebracht und enterbt. Ein tiefer Fall ins Proletariat mit erheblichen Integrationsproblemen. Nun, das einzige echt proletarische Element, war der aus Zwingenberg stammende Beton-Facharbeiter Bierwirt. Er hatte nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit in Frankfurt einen Job als Rausschmeisser beim “Underground”-Jazz-Beat-Disko-Keller am oberen Deutschherrenufer gefunden. Sein Spitz- und Dienstname war Tiger. Dass er zehn Jahre später nette Postkarten aus CineCity bei Rom schrieb und uns mitteilte, dass er jetzt fast in jedem Italo-Western als Stundman, Dauerkomparse recht gut Geld verdiene, wunderte uns üüüberhaupt nicht. Wir gingen in die blödesten Italos, nur um Tiger wieder zu sehen..
Tiger war ein Bär, ein Gorilla, aber ein Seelchen von Mensch. Vor dem “Underground” machte er Dealer platt, die seine Mädels anfixten. Er hatte ein gutes Gespühr für die Beimixung harter Drogen… er kannte seine “Pappenheimer”. Nein, er war kein Zuhälter. Er hätte den Glöckner von Notre Dame wahrscheinlich ohne Maske besser spielen können als Charles Laughton. Tiger wollte “seine Kinder” vor dem BÖSEN schützen. In den Bauernkriegen hätte er den BodyGuard von Thomas Müntzer gemacht. Er hatte schon einige Male wegen Körperverletzung gesessen. Wegen ein paar Pfund besten Libanesen, die er für seinen “Underground”-Chef aus Amsterdam holen musste, musste er kurz vor dem Ausbruch des Kampfes zwei Linien aus dem Bäckerweg weg vorübergehend in Butzbach einrücken.
Es lief bis dahin alles super, es gab regelmäßige Mietervollversammlungen mit in 6 Sprachen geführten Debatten.. , Thomas Weisbecker war nach der Uhlandkommune zwar mit in den Bäckerweg gekommen, aber meist für die Revolution unterwegs. Ob es schon die “Bewegung 2.Juni” war, ich weiß es nicht mehr so genau. Sein Zimmer konnten wir anderweitig nutzen. Holger Meins und er waren in unserem Cineastisch-Literarischen Verein akiv, der Dokumentar-Filme zur Heimrevolte und zur Schüler- und Lehrlingsbewegung produzierte. In Thomas Zimmer konnten wir viele Kids von der Staffelberg-Kampagne verstecken und legalisieren, so lange unterbringen, bis wir schulische und betriebliche Ausbildung organisiert hatten, unter der Schirmherrschaft von Professor Mollenhauer, seinem Assistenten Friedhelm Nyssen, Monika Seifert-Mitscherlich und dem Frankfurter JugendamtsChef Faller, …. etwas störend, lästig waren die häufigen Besuche von John Rubinow, dem Sohn des Chefs des Amerikanischen Handelszentrums, der junge US-Revolutions-TouristINNen mit seinen Kontakten zu berühmten REVOLUTIONÄREN beeindrucken wollte. Dieser Kordeldepp im Zweireiher mit Fliege, wenn er nicht gerade sein Revolutionskostüm angezogen hatte, gefährdete mit seiner Aufschneiderei auch unsere GI-Vietnam-Deserteurs-Verteilung nach Frankreich, Schweden usw… Das Großmaul hatte uns sogar bestgefälschte Papiere für die Deserteure versprochen, wegen seiner “guten Kontakte im US-Generalkonsulat” … doch auch dieses vermutliche U-Boot im Vorstandsbereich des Aktionszentrums Unabhängiger und Sozialistsicher Schüler (AUSS), Reinhard Kahls Busenfreund konnte uns nicht aus der notwendigen Arbeit bringen …
bis es eben zu diesem verdammten Kampf zweier Linien kam: der proletarischen gegen die bürgerliche Linie bei der Instandhaltung und Renovierung des besetzten Hauses, das sich ein Rechtsanwalt aus Kronberg so um 1939 zurechtarisiert hatte. Die schräge Mauerhöhle für die Thorarolle neben dem Hauseingang haben wir unter dem abbröckelnden Putz entdeckt.. Die Mitbesetzer aus Italien, Griechenland, der Türkei, Portugal und Spanien hatten üüüberhaupt kein Verständnis für diese grundlegende politische Frage… aber die waren ja noch nicht so weit. Die begannen ja erst als anatolische Kleinbauern und solche aus Andalusien und aus dem Mezzogiorno, von der Mani und aus Lakonien sich zu modernen Proletariern zu entwickeln (insofern war die Anwerbung von preisgünstigen Gastarbeitern eigentlich ein Akt der Entwicklungshilfe, an der Friedrich Engels seine helle Freude gehabt hätte und sein Freund Karl ? Na ja, etwas weniger, weil der doch die asiatische Produktionsweise und das russische Dorf im Kopf hatte, das so weit vom anatolischen nun nicht entfernt war…Aber das führt jetzt etwas weit ab von der Geschichte…. Der proletarische Standpunkt in punkto Badezimmer-Einrichtung/-Einbau war die Duschkabine, die sowohl eine zweite Toilette als auch noch eine Speisekammer ermöglichte. Die bürgerliche Linie bestand auf einer Luxusbadewanne (dabei gab es gleich um die Ecke am Merianplatz ein öffentliches Wannenbad für alle, die für die Badewannen in den Wohnungen keinen Platz hatten. Und das waren in der Regel die Proleten… die hatten -wenn überhaupt- zuhause eine Dusche…..). Noch lang vor Barschel und dem Ohrwurm “die Wanne ist voll!” war die Badewanne Sinnbild für die bürgerliche Linie. Und ihr Hauptvertreter war der MSB-Platzhirsch und Honda-Goldwing-Fahrer Herrant Vortisch, der für alle Fälle -also für das Ausbleiben der Revolution – noch ein Lörracher Kaufhauskettchen als ErbeReserve im Rücken hatte… ..
Herrant Vortisch beginnt sich von der Speerspitze des Proletariats abzuwenden und entscheidet sich rechts hinten gerade für seine spätere Karriere als Bademeister: so ging die Revolution baden!
2011 auf der Wiener krilit, der kritischen Buchmesser des ÖGB, habe ich Werner nach Herrant gefragt, der von Tiger, dem BetonFacharbeiter so ins Gebet genommen wurde. Werner hat nur abgewunken… nach 40 Jahren haben wir uns in Wien zum ersten mal wieder getroffen. Wir wollten zusammen unsere 65sten Geburtstage in Wien feiern …
Leider klappt es jetzt auch nicht mehr, dass wir beiden Alt68er zusammen 68 werden, schrieb ich vor 6 Jahren.
Heute, am Jahrestag der Selbstbefreiung Buchenwalds, wo ARD & ZDF den erfolgreichen Aufstand der Häftlinge unter der Führung der KPDler im Lager, besonders Emil Carlebachs gezielt verschweigen und die Befreiung durch die US-Army hier genauso erfinden wie bei der Selbstbefreiung des KZ Dachau ebenfalls unter kommunistischer Führung … heute muss ich besonders an Werner denken. Er würde jetzt wie ich heute 72.
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
“Stalins” richtiger Name war nicht Dzhugashvili. Der Frankfurter “Stalin” hieß anders
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Es geht bei der Suche nach dem Familiennamen hier nicht um den Georgier Iosif Vissarionovich Dzhugashvili, genannt Josef Stalin. Der Frankfurter “Stalin” wurde wie der georgische am 18. Dezember 1878 geboren und starb im gleichen Jahr wie sein Namensvetter – noch vor dem 17. Juni, der dem Georgier so gerne in die Schuhe geschoben wird- am 5. März 1953.
Der Frankfurter Stalin war der ungekrönte König der Unterwelt der Main-Metropole. Er trug die gleiche Frisur, den gleichen Oberlippenschnauzer. Es wurde ihm eine gewisse Nähe zur KPD zugeschrieben, deren Büro in der unmittelbaren Nachbarschaft zu Stalins Kommandozentrale , der “Sonne von Mexiko” in der Allerheiligenstraße lag und auch keinen Steinwurf weit entfernt von der KPD-Druckerei in der Langenstraße, der späteren Druckerei Dunker, in der die meisten SDS-Publikationen und Plakate, Flugblätter etc. gedruckt wurden.
Zur Beerdigung “Stalins” 1953 kamen über 10.000 Trauergäste auf den Hauptfriedhof. In manchen Berichten wurde von über 15.000 gesprochen.
Stalins Frau Margarete war die “Puff-Mutter” der Breite Gasse, des Frankfurter Rotlichtviertels “Broadway”, wie es die US-GIs und ihre Offiziere nannten. Sie managte das Geschäft, kommandierte noch hochbetagt die Bodyguards zum Schutz der Mädels, zum Abkassieren und Abschöpfen der Bettbeichten der Offiziere, Politiker, Banker, Industriellen bis die Rotlicht-Regie von Hersh Becker übernommen wurde.
Wer auf Stalins Spuren wandelt kommt an einer zweiten Abschöpfstelle im Rhein-Main-Gebiet nicht vorbei. Das Hanauer Rot-Licht Etablissement “Moulin Rouge” in der legendären Metzgerstraße war eine von Margaretes Außenstellen und zum Abschöpfen der Aufmarschpläne der Division “Spearhead” Richtung Osten bestens geeignet. Die von einem Gemisch aus Schwarzmarkthändlern, Displaced Persons, aus dem Untergrund aufgetauchten Widerstandskämpfern, Kleinkriminellen jeglicher Härtegrade zwischen den Trümmern der Altstadt schnell hochgezogene Kneipe war lange DER Treffpunkt der Hanauer Kommunisten und dies bis weit über das KPD-Verbot 1956 hinaus. Die Youngsters, die siese Kneipe in den frühen 80ern besetzten und bis heute halten, wissen von der Geschichte dieser Kneipe keine Silbe. Es war einer der wichtigsten Umschlagplätze für Autopapiere in der Rhein-Main-Region. Hier wurden auch Deals mit US-Soldaten eingefädelt … und das Moulin Rouge war niemals “No-Go-Aerea” für schwarze GIs. Vielleicht florierte hier auch deshalb der Schwarzmarkt so gut?
Stalins oberster Autoschieber , Willi Münch, genannt “der Flüsterer” wg. seines Kehlkopfkrebses, hat in den 1980ern in seinem Michelstädter Ruhesitz, dem “Bürgerkeller” am Lindenplatz zwar viel erzählt, aber leider nicht den bürgerlichen Namen Stalins rausgerückt.
Wer ihn weiß, soll ihn bitte hier als Kommentar hinschreiben.
Wenn der- oder diejenige dann auch noch den Dritten im “Bunde” der Frankfurter “Wasserhäusi” Dynastien kennt, neben dem SPD-NSDAP-SPD-Wechselbalg Jöst und seinem Konkurrenten Crome oder Krome, und ihn mir mailtr, der kriegt von mir als Finderlohn handsigniert mein Buch “unter-schlag-zeilen”
Hier ein paar zeilen aus dem “DAMENSCHNEIDER”, dem ultimativen histopolit-Krimi des Odenwaldes, in dem Willi Münch eine wichtige Nebenrolle spielt, zusammen mit seinem Freund, dem Michelstädter Promi-Friseur, der neben Schauspielerinnen und sonstigen VIPS auch Margaretes Mädels in FFM aufhübschte … darunter solche Spitzenkräfte wie Rosemarie Nitribitt und Helga Matura. Diesem Friseur mit dem genialen Namen Rodemich (der Alt-Deutsche und Europa-Innungs-Meister des Haarschnitts hieß wirklich so) wird u.a. nachgesagt, dass er nicht nur der KPD nahe stand, sondern auch die entscheidenden Verbindungen zur Realisierung des Chaplin-Junior-Filmes “Columbus entdeckt Krähwinkel” am Drehort Michelstadt geknüpft habe.
Hier nun die “Damenschneider”-Zeilen:
Kostproben aus dem Exposee zum DAMENSCHNEIDER
” …. Der Party-Keller unterm Krieger-Ehrenmal spielt auch eine wichtige Rolle, denn es führten Stollen von dort nicht nur unterm Heegschen Grundstück …. oder wie hießen die zwischen Friedhofsstraße und Ehrenmal noch mal? .- naja – nicht nur zur Straße Richtung Friedhof sondern unter dem Jurakalkstein der Jahnstraße bis hin zum “Herrmannstempel”, zu den Bergbauabraumhalden, wo wir Schlitten fuhren und erste Skisprünge versuchten …. Es soll von dort auch eine Verbindung zu den Tropfsteinhöhlen unterm Kiliansfloß gegeben haben. Aber in diese dunklen Ecken in den Kellern hat sich von uns kaum einer reingetraut. Doch einer schon, aber der behielt das Entdeckte für sich. Bis heute.
Es gab nämlich nicht nur den Stollen von der Erbach-Erbacher Grafen-Gruft unter der Stadtkirche Richtung Diebsturm, wo jemand bei der Renovierung der Kirche so um die 20 Skelette gefunden hat, auch in den Stollen vom Ehrenmal Richtung Kiliansfloß wurden Skelette gefunden. Von wem ? Und wo sind sie hgeblieben. Sie verschwanden ebenso wie die Aktennotizen über die Funde Anfang bis Mitte der 60er Jahre. Und der Finder landete in Goddelau.
Nachdem er fast beim Brand seines Hauses in der Häfnergasse gestorben war. Heute ist das Haus abgerissen. Das alte Haus des -nicht in die Handwerksrolle eingetragenen “Fickschusters”, der sich nicht Schuhmacher nennen durfte und deshalb als Zuhälter und Gefängniswärter im 18.Jahrhundert seinen Lebensunterhalt verdienen musste. Etwas Erpressung war auch dabei, denn die Ratsherren kamen nicht nur während des Gottesdienstes heimlich in die Häfnergasse, sondern auch und meistens nachts, wenn keiner sie sehen konnte. Und da war das Geld in den engen Schlüpfen um die Kellerei schnell Mal weg und keiner der Ratsherren und Geschäftsleute sagte auch nur einen Ton. Und war das Geld für den Liebesdienst im Diebsturm auch ohne Überfall an den Fickschuster bezahlt, hielt der Nimmersatt noch Mal die Hände auf und presste raus was das Zeug hielt.
Beim Großen Brand sind damals die Gefangenen im Diebsturm verschwunden , wie und wohin? Eine frühe Version des Sturmes auf die Frankfurter Hauptwache 1830 ? “Doch sie sind verschwunden aus dem hohen Turm …” die sechs Studenten … Im Dienbsturm warenb es “Hexen” und Wanderburschen, Kleinstkriminelle ….
Geflohen- die Michelstadter Delinquenten vor dem Seil oder dem Schwert des Scharfrichters Nord ? Geflohen durch einen Tunnel , der bis nach Stockheim in die alten Pfahlbausiedlungen führte, wo sich kaum ein Verfolger hintraute – in diesen Sumpf – wo die Stockheimer Alten die Enkel mit schauerlichen Liedern polternd in den Schlaf sangen: Hoppe hoppe Reiter, wenn er fällt, dann schreit er, fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben, fällt er in den Sumpf, dann macht der Reiter plumps..” Nicht wenige Erbach-Erbachische Jäger sind in den Stockheimer Sümpfen verschwunden …
Aber das sind alles nur kleine Geschichten um die eigentliche Geschichte.
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Der DAMENSCHNEIDER, ein politisch-kriminalistischer “Entwicklungs”-Roman, der zwishen 806 und 1970 im Odenwaldkreis und dort schwerpunktmäßig in Michelstadt spielt:
anhand der Geschichte eines zum Wahnsinn getriebenen verhinderten Mathematikers und Zwangsschneiders geht es in bergmännischer Vortriebsweise durch die Geschichte dieser bergmännisch geprägten Stadt, durch den Odenwald vor allem durch die Nachbardörfer Erbach, Erdbach, Stockkeim, Rehbach, Steinbach und Steinbuch, Mommart, Eidengesäß, Bullau, Vielbrunn, Würzberg, Hainstermühle, Hainhaus, Eulbach, Heigscht, Sandbach, Zell, Kenisch, Mümling-Grumbach, Dumstadt und Armstadt …
es geht durch die beiden Puffs in Michelstadt:
den einen im Traum-Kuschel-Hotel der Jessika Schwarz, bevor sie das eingerichtet hat, den anderen, den Ratsherren-Puff im Diebsturm in der Häfnergasse, es geht durch die Tropfsteinhöhlen unterm Kiliansfloß, in die Eis-Felsenkeller des Scharfrichters Nord, denn nur vom Hängen kann man nicht Leben, durch Rexroth und Tuchfabrik Arzt, durch die Braunstraße und über den Lindenplatz, um die Bogens wird kein Bogen gemacht, die schwarzen Landtage kommen vor wie der Kettenmichel mit seiner Rede am Lindenplatz, die Volksversammlung am Schützenhof in Erbach. Der republikanische Club und seine Vorgänger, … Dr. Alsberg, der die Skelette der Zwangsarbeiterinnen in der Grafen-Gruft bei ihrer Entdeckung gesehen hat – hat sie vielleicht auch bei ihrer “Vergruftung” gesehen? Zugeteilt hatte er sie noch lebendig.
Sein Gegenspieler, der aus dem Exil zurückgekehrte Dr.Mömlinger kommt bei einem Sturz vom Baugerüst in der Einhardsbasilika ums leben. Er schlägt auf mit einem Geräusch, wie wenn man ein Buch zuschlägt.
Über die Todesfälle legt sich der abendliche Nebel des Mümlingtales.
Aber es gibt Menschen, die denken so in der Orangenzeit im Dezember , wenn nach dem Schälen die Hände ölig glänzen und riechen wie beim Stollenbacken immer wieder an die Stunden mit Dr. Mömlinger in der Orangerie – von der die Eltern nur wussten, dass es dort Nachhilfestunden für ihre Kinder gab. Zu kleinen Preisen. Das konnten sich auch die Prolos leisten….
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in der Einhardsbasilika, im Schoss Erbach-Fürstenau und seinem Park, in der Kammfabrik und der Spritzguss -Fabrik Rohvol, dessen Besitzer dem frühen rechten Flügel der Henleinbewegung im Sudetenland entstammte, früh heim ins Reich kam und in Michelstadt einen NS-Musterbetrieb aufbaute – mit bester Belieferung mit großen Kontingenten von Zwangsarbeitern. Im Gegensatz zur Konkurrenz der Kammhersteller Kolmer und Dorniaque. Zuteiler war der Heimatforscher und Lorenz-Schüler, der promovierte Biologe Dr. Alsberg, der Nicolaus Matz zum Arier erklärte, während sein Gegenspieler, der aus Michelstadt stammende Frankfurter Historiker Dr. Mömlinger die These vertrat, dass Matz ein Kind aus einer früh konvertierten jüdischen Familie war. Den Michelstädter Wunderrabbi konnte man nicht mehr befragen, die Brauns nicht und den Lappe-Luy zumindest nicht zwischen 33 und 45. Juden waren ansich gut angesehen in Michelstadt. Aber sie mussten trotzdem möglichst auch durch die Namenswahl nach 1813 darauf achten, dass man die Jüdischkeit nicht so merkte: Mömlinger, Hamburger, Nürnberger, Deutscher, und wer Pech hatte, bekam nicht sonderlich schöne Namen ab: Kerbel, Schwanz, Pulloch, Knoblauch, Schweiß … es gab auch Treppengeländer, je nachdem, wie die Beamten so bestechlich waren oder gutwillig … Es gab auch Schweiß Ohne das “w” …
Hauptfigur des Romans ist der ehrenamtliche Diakon Maximilian Meyer (bei dem auch nicht sooo klar ist, ob der Meyer nicht irgendwann mal Synagogengänger als Vorfahren hatte. Aber das hatte bereits Dr. Alsberg überprüfenlassen…
Max oder wie er sich zu Beginn seines Leidensweges durch das städtische Gymnasium nannte : Mackie – mit auf dem Schulweg rasch nachgekämmter Elvistolle, mit leichtem Anklang an James Dean ..
Er findet bei der Renovierung der Stadtkirche einen Tunnel von der Grafen-Gruft nach Süden Richtung Diebsturm.. und darin 19 oder zwanzig Sklelette, Frauenskelette, wie er an dem breiten Beckenknochen unschwer feststellen konnte. Noch besser war es an den Hundemarken zu erkennen und an erhaltenen Fötenknochen.
Max ist durch die Schule Mömlingers gegangen, der als US-Soldat aus dem Exil in den Staaten nach Michelstadt zurückgekehrt ist, zunächst für die Militärregierung arbeitet und für die Spruchkammer, aber 1947/48 bereits aus seinem gymnasialen Lehrbereichen : Geschichte, Religionswissenschaft, romanische Sprachen von der Miliotärregietrung abgezogen wird und dann ab 1949 nur noch Religion unterrichten darf. Seine Entnazifizierungsarbeit setzt er fürderhin privat fort. Er erhält für seinen Jugendklub vom Erbach-Fürstenauer Grafen die Orangerie, weil Mömlinger zu viel weiß über die Forstbetriebe des Grafen im 1000jährigen und dem Programm”Vernichtung durch Arbeit”.
Bürgermeister Hessenthal ist auch nicht ganz sicher, ob der Name Hessenthal schon eine Ergebnis Steinscher Reformen war. Mama Hessethal erblondete sicherheitshalber ihre Jungs und steckte sie sofort nach der Machtübergabe in die HJ. Wasserstoff-Superoxyd war damals die Rettung für viele.
Hessenthal wird als athletischblonder Hüne in die SS rekrutiert. Überlebt den Krieg und wird Michelstädter Bürgermeister auf ewig. Und er kennt seine Pappenheimer und läßt sie zahlen für SEINE Stadt und seine Leute, wie er die Einwohner der Stadt nennt. Nur der Spritzguss-Unternehmer macht sich aus dem Staub, um der Erpressung zu entfliehen. Im feudalen Erbach ist er dann ein gern gesehener Asylbewerber, der sofort im Sumpf vor Stockheim ein großes Werksgelände zum Vorzugspreis erhält.
Da die Zwangsarbeiter nach 1945 ausblieben, wurden die Lager mit Flüchtlingen und Vertriebenen wieder aufgefüllt. Die Ansiedlung von vermeintlich gewerkschaftsfeindlichen Vertriebenen rechnet sich zunächst, weil der katholische Pfarrer Dr. Müller statt der Gewerkschaft die Löhne für die flinken sudetendeutschen Frauen- und Kinderhände aushandelt und dafür die Garagen des Werkes als Kirche zur Verfügung gestellt bekommt. Auch der Graf Erbach-Fürstenau erweist sich trotz seiner protestantischen Konfession als christlicher Mensch und erhält Wald- und Landarbeiter zum Dumpinglohn für die Überlassung des Schlossparkes für die Prozessionen. Es fließen auch Lohnbestandteile in die Finanzierung der neuen katholischen Kirche …..
Meck kommt bei einem Brand seiner Schneiderei 1966 fast in den Flammen um, sein pyromanischer Suizidversuch, wird als Geständnis interpretiert. Die gefundennen und dann wieder verschwundenen Frauenskelette sollen aus rituellen Morden des Diakons stammen, der ja seine psychische Krankheit durch den Bildersturm von Michelstadt (Frankfurter Abendpost/Nachtausgabe) unter Beweis gestellt hat. Die Polizei entdeckt im Dachgeschoss des Hauses vor dem Diebsturm ein verstecktes Zimmer und unter den verkohlten Zeitungstapeten findet sie Ausschnitte von Frauenbildern aus diversen Illustrierten, Quelle-Katalogen usw. die zu mosaikartigen Bildern zusammengeklebt waren. Meck dreht in einer Ludwigshafener Spezialklinik für “Brandopfer” völlig durch und wünscht sich nur noch seine Einlieferung nicht nach Heppenheim, sondern in das vermeintlich liberalere Goddelau, wo er meint, den Geist Büchners durch die Anstalt schweben zu sehen.
Ein letzter großer Irrtum Meckies: denn im evangelischen Goddelau ist die Zusammenarbeit des Personals mit den Euthanasie-Nazis völlig unproblematisch: alle wurden ausgeliefert und das sehr zügig. Im Gegensatz zum von Bensheim klerikal beeinflussten Heppenheim. Dort ist die Mehrheit zwar auch evangelisch, aber man orientiert sich mehrheitlich an der Haltung der Katholiken
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Liber ex KSV-Genosse T.M. Schön, dass Du mittlerweile Krankenhaus Labore privatisierst. Wenn Du es nicht machtest, dann machte es halt jemand anderes. We just do our Job. Natürlich werde ich Deinen Nachbarn, den Kunstmaler Müller hier nicht als Damenschneider vergewaltigen.Und außerdem heißt der Müller bei mir Meyer., wobei wir damit schon im Hindukusch wären: Was macht der Meyer am Hamalaya ?
Am Grunde der Moldau …
mein Damenschneider war eigentlich Schuster, Fickschuster, hieß Bischof und erklärt wie der Bischof von Paris nach Steinbach kam. Das war der Versuch, die Ruhestätten der Heiligen Marcellinus und Petrus zu finden, wobei der Bischof dann doch nach Seligenstadt musste. Meister Meyer kommt auch ohne Frauenarzt aus, was er braucht ist ein Nervenarzt, der sich 1964 noch nicht Psychotherapeut nannte. Mein Bäcker heißt Mürre und wer dabei an Weihrauch demkt., der ist halt zu katholisch und ist zu oft zu Pfarrer Müller in die Garage der Gummifabrik gegangen. Die hieß übrigens “VERITATE” und produzierte im Krieg und schon vorher auch ohne Erdöl und Kautschuk dieses weiße zeug, was man wegen seines geringen Gewichtes für die Flugzeuge brauchte, die in der Nähe von Mörfelden Walldorf in einem idyllisch gelegenen Fabrikörtchen produzierte , das hieß Messerschmitt und wurde nach dem Krieg gleich weitergebaut, aber ohne Tragflächen und mit drei Rädern. Und ohne Raketenantrieb nur mit anfänglich Holzvergaser und dann später mit echtem Otto-Motor.
Ach ja die VERITATE hatte günstige Arbeiter vor dem Zusammenbruch zum Nulltarif und dann mit katholischen Schlesiern und Sudetendeutschen zum von Pfarrer Müller ausgehandelten Billigtarif- ohne kommunistischen Betriebsrat und linke Gewerkschaftssozen…
Und unter dem Pflaster in Michelstadt, da fand man denn bei Straßenarbeiten doch einige Skelette mit Hundemarken von VERITATE und daneben ganz kleine ohne Hundemarken und vom Glockenspiel erklang die traute Melodie: “Üb immer Treu und Redlichkeit …”
Und die “Ringberater” der IG-Farben-Nachfolger taten, was sie bereits in den 20ern taten: die Produktionskapazitäten bei NitroPhoska aufrechterhalten , erweitern, wegen der zivilen Nachfrage nach Kunstdünger: das war ein herrlichens Zusammenspielen von Landwirtschaftskammer (in arisiertem Gebäude in der Bockenheimer landstraße in Bankrottfurt und in der Villa des im KZ entsorgeten und nur teilweise in die USA entkommenen Sondheimer-Clans, der die Frankfurter Zeitung mitheraus gab. Sein kluger Kopf steckte nicht mehr dahinter, der wurde ausgewechselt. So wie Emil Carlebach in der FR.
Lieber T., das mit den Schulungen im Republikanischen Club in Michelstadt hat eine lange Nachgeschichte, die aber im Damenschneider nicht expressis verbis vorkommt. Aber ein Kindesmissbrauch am laufenden Band in einem Christlichen Zeltlager am Edersee, das kommt schon vor. Immer noch und immer wieder.
Das sind die Nachwehen der PimpfenGeneration. Und die waren nach dem Krieg nicht alle katholisch. Auch evangelische Diakone brauchten hie und da ihre Knaben. Mädels durften es auch schon Mal sein. Doch das verhüte Gott !
Grüß Gott , Hartmut
Ach so, meine Sündenfälle habe ich beim Broterwerb auch schon lange hinter mir: mit meiner agentur “mass-media” habe ich nicht nur für einen verwandten TaxiLaden gearbeitet, sondern auch für ein paar höhere hausnummern: für RWE, für EnBW, für die eine oder andere Siemenstochter, obwohl die durchaus wußten, wo ich sonst so noch meine kreativität versprühe.
Klar: wenn ichs nicht mache, machts eben ein anderer…. so läuft das…. überall – TransüberFall ….
Laboratorien privatisieren ? Das machst Du jetzt als Mediziner ? Klasse ! In der Türkei werden jetzt Quellen und Flüsse und Seen privatisiert: an RWE, an VEOLIA, (wie die Wasserversorgung Groß-Berlins) und dergleichen. Auch Siemens und Hochtief sind dabei und ZÜBLIN ( sollen da wieder große Lager für Billigarbeiter hochgezogen werden ? – 1000 Jahre Lagerbau-Erfahrung)
Ich hätte den guten Frauenarzt von Michelstadt auch gar nicht mit reingenommen, und wenn hätte ich ihn wenigstens in einen zusammen mit Dr. Mömlinger aus den USA eingewanderten Arzt namens Jack London erwähnt, der vor seiner Flucht aus Hannover 1938 noch Hans London hieß und nicht Mal der jüdischen Gemeinde in Hannover angehörte, weil er und seine familie vollständig säkularisiert waren und wie dire familien Robert Jungks und Ernest (Jouhy) Jablonskis im Bereich der KPD-Oppposition angesiedelt waren. Und er fuhr einen R4 und keinen R3 – das wäre in den 50er und 60ern auch der gesellschftliche Tod gewesen im TennisClub oder im AeroClub oder im GräflichErbach-Fürstenauischen Jagd-Rudel wie der Gleichnamige StukaPiltot hieß oder hieß der Rommel oder Strudel, oder Jodel oder Udet?
Am (vom) Grunde der Moldau … Herzliche Grüße HaBE
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“Der Damenschneider” war schon fast druckreif und dann kam der FestplattenGAU. Jetzt muss ich die Geschichte anhand von Manuskript-Fragmenten und Werkstatt-Lesungen rekonstruieren: nächstes Etappenziel sind Lesungen in und um Michelstadt, um die Strukturen der Mittvierziger, 50er-60er bis in die 70er möglichst authentisch einzufangen. Die (Nachkriegs-)Geschichte eines tatsächlich verhinderten Genies, der zuletzt, weil er zu viel wusste, nach seinem letzten Wusnsch nicht in Heppenheim (da sperren sie die Deppen ein) sondern im liberaleren Goddelau landet – es ist eigentlich die Geschichte zweier konkurrierender Histotriker oder Heimatkundler, die zwischen Dr. Mömlinger, dem aus dem US-Exil zurückgekehrten “jüdischen”- tatsächlich aber völlig säkularisierten Historiker und Religionswissenschaftler und dem erst unter den Nazis aufgestiegenen Hobby-Historiker und Biologen & Verhaltensforscher aus der Lorenz’schen Schule Dr. Alsberg, der als Herdenforscher 1938/39 zum Zuchtberater des Reichsnährstandes und in dieser Funktion auch zum Zuteiler von ZwangsarbeiterINNEn an die entmannten Reichsnährstandsbetriebe wird.
Bei der Renovierung der Stadtkirche, dem Einbau einer Fußbodenheizung entdeckt der als ehrenamtlicher Diakon tätige Damenschneider Skelette in einem Gang der von der Erbach-Erbach’schen Gruft in Richtung Diebsturm führt.
Drei Tage später sind die meisten Skelettteile verschwunden.
Dr. Mömlinger, der von 1945 bis 1948 als von der US-Militärregierung eingesetzter Entnazifizierer arbeitet und dafür von den US-Behörden beim Erbach-Fürstenauer Grafen zwangseinquartiert wird, wird Mitte 1948 von den Behörden aus seiner Funktion auch als Mitarbeiter der Spruchkammer entfernt und darf nur noch als Religionslehrer arbeiten. (da kann er nicht schaden). Er setzt aber den Grafen unter Druck, weil er auch weiß, was der mit seinen Zwangsarbeietrn gemacht und welche guten Geschäfte er mit seinem Bau-und Grubenholz mit den Nazis gemacht hat. U.a. beim Bau der Startbahn für die ME 111 in Mörfelden Walldorf, bei der Belieferung von Züblin und Co für die Produktionsstätten der Hermann-Göring-Werke usw… Er kann seine Entnazifizierungsarbeit in einem Jugendkreis unter der Hand weiter betreiben, den er als Heimatkundeverein laufen läßt. Dafür bekommt er die gräfliche Orangerie. Hier lernen die von ihm ausgewählten Jugendlichen deutsche Geschichte etwas anders als im städtischen Gymnasium.
Dr. Mömlinger stürzt eines Abends vom Baugerüst in der Einhardsbasilika, als er die Fortschritte bei der Restaurierung der 1000jährigen Fresken kontrollieren will. Das Baugerüst war gestiftet/gesponsort von den wichtigsten Michelstädter Großbetrieben und Repräsentanten: Tuchfabrik Arzt, Maschinenfabrik Rexroth, Eisengiesserei Mühlhäuser, die sich aus den Mühlhäuslern am unteren Hammer entwickelt und später das L bei den -häuslern weggelassen haben, und von der Spritzgussfirma Rovol(ske), die einst als NS-Musterbetrieb zu einem entscheidenden Zulieferer für die Lufftwaffen-Industrie wurde – Spritzguss war noch leichter als Aluminium und auch builliger. Dass Rovolske auch noch die Plastikabzeichen für WHW, KdF, Arbeitsfront und andere NS-Massenorganisationen exclusiv herstellte, ergänzte das Fundament des kometenhaften Aufstiegs in den Endvierzigern: die großzügigste Bestückung des Betriebes mit ZwangsarbeiterINNEn.
Dr. Mömlinger wusste darüber detailliert Bescheid. Fast genauso detailliert wenn nicht noch besser wusste der vom Sozialdemokraten zum NSler notkonvertierte spätere überparteiliche Nachkriegsbürgermeister Hessenthal, der seine Kenntnisse pragmatisch zum Wohle seiner Stadt einsetzte.
zwar munkelten die klein gehaltenen Altkommunisten und Altsozis unter der Hand, dass der Sturz Dr. Mömlingers von einem solchen Gerüst nicht von ungefähr kam, aber nix Genaues waas mer ned!
Maximilian Mayer, der hilfspredigende Damenschneider weiß viel von Mömlinger . Er verzweifelt in seinem Spagat zwischen diesem Wissen, seinem Gewissen und den Verpflichtungen in dieser deutschesten aller Kleinstädte: Michel, was willst du noch mehr? Hier hatte man nicht umsonst in den 50er den Film “Krähwinkel” gedreht. Heinrich Manns “Untertan” hätte hier bestens gepasst, nur war Berlin zu weit vom Schuss. Oder ? Schließlich saß Hessenthals Vater als Reichstagsabgeordneter für die SPD in Berlin- bis er ausgeschlossen wurde, schließlich hatte der gute Mann die Einführung der Diäten durchgesetzt, damit auch der letzte Sozi aus dem tiefen Odenwald die Möglichkeit für parlamentarische Arbeit bekam.
Unter Reichhut, dem dicken Direktor des städtischen Gymnasiums und seinem Adjudanten Hirschberg herrschte ein gut deutschnationales Regiment. Verirrte und verwirrte Sozis unter den Lehrern bekamen das noch viel deutlichen zu spüren als Mömlinger, der … man wusste ja, was der wusste und eventuell auch konnte, aber solche Leute wie der Alkoholiker Schneider, Neffe des christlichen Widerständlers Pfarrer Paul Schneider, den die Nazis umgebracht hatten, Karl Schneider wurde zum Alkoholiker nicht nur wegen seines Onkels, nein, entscheidend war, dass er seine Eltern als verkohlte Klumpen aus dem Keller ihres Hauses in Darmstadt holen musste – nach der Bombardierung. Er hat sie dort mit ewigenen Händen ausgegraben und sich gewundert dort verkohlte Kinderleichen zu finden, bis man ihm beibrachte, dass das seine Eltern waren, in der Hitze zu Kindergröße geschrumpft.
Oder der sozialdemokratische sudetenlandvertriebene kleinwüchsige Lehrer Steiger, dem Schüler unter wohlwollender Duldung des Restes des humanistisch gebildeten Kollegiums schon Mal eine nächtlichen Beerdigungszeremonie bereiten durften, im Fackelzug durch die Stadt marschierend unter Absingen des alten Bergmannsliedes: “Hinab ins Grab der Steiger kommt, er hat sein Grubenlicht, er hat sein Grubenlicht….., hätte nicht der Altkommunist Heist und seine Söhne eingegriffen, den Steiger hätte schon in dieser Nacht ein Herzschlag dahingerafft, sein letzter !
Karl Schneider wurde von Söhnen aus besserem Hause in einer Kneipe ertränkt. Naja, nicht gleich aber eben Schluck für Schluck. Hessenthals Söhnchen tat sich dabei besonders hervor: aus einer eigenartigen Mischung von Motiven: Rache an den niemals zu erreichenden Bildungsbürgern, aber nur an solchen, die schon angeschlagen waren, Harry Hessenthal roch für die Haute Volée im Tennisclub immer noch wie ein Sozi unterm Arm. Es war der Geruch und der Akzent, das um ein Haar danebengreifen bei der Wortwahl, man merkte , wie er sich anstrengte mitzuhalten und wie er merkte, dass er es auf diesem Gebiet nicht schaffen würde. Aber er wollte es ihnen allen zeigen: später, später… Und mit Karl Schneider fing er an… jetzt !
Und hier geht es zu den Putztruppen:
War der Frankfurter Polizistenmörder von 1973 ein Alt68er? Neues im Fall PHK Finkh
1973: Hauptkommissar Finkh in Frankfurt ermordet. Die „Putztruppen“-Mordsgeschichte 1968-2008/18
Frankfurter Buchmesse 2008: HaBE Lese-&Schreibverbot – Noch’n JubelJähum
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
War der Frankfurter Polizistenmörder von 1973 ein Alt68er? Neues im Fall PHK Finkh
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Beim Auszug aus dem alten neobarocken Frankfurter Polizeipräsidium in der Friedrich-Ebert-Anlage tauchten leider nicht die unerklärlicher Weise verschwundenen Beweismittel im Falle Nitribitt auf, also Rosemaries Notizbuch, die Tonbandspule mit den Aufnahmen ihrer letzten prominenten Besucher … Die Nitribitt hatte sich selbständig gemacht und arbeitete auf eigene Rechnung und eigenes Risiko. Sie meinte selbst abschöpfen zu können statt nur abgeschöpft zu werden. Deshalb lies die Chefin des Frankfurter Rotlichtviertels “Breite Gasse”, die Witwe des Frankfurter Unterwelt-Königs “Stalin” sie nicht länger schützen. Auch die Verbnehmungsprotokolle “Breite Gasse” wurden nicht wieder gefunden. Vermutlich enthielten sie zu viele brisante Aussagen über die Nitribitt-Kunden. Denn Margarete, “Stalins” Witwe ließ Rosemarie Nitribitts “Ein-Frau-Betrieb” noch bis 1956 beobachten und versuchte auch weiter sie “anzuzapfen”.
Dafür fand man aber in den Untiefen des Archivs der politischen Polizei (18.K) beschlagnahmte Notizen zum Fall des 1973 im Hinterhof einer besetzten Westend-Villa erschlagenen Polizei-Hauptkommissars Karl-Wilhelm-Friedrich Finkh (K2EFF). Der polizeiintern auch als “Schmutzfink” gemobbte Chef einer geheimen Sondereinheit wurde von etlichen Kollegen verdächtigt, ein Nummernkonto in der Schweiz mit “Kolateral”-Ermittlungs-Ergebnissen aufzufüllen. (Die Sondereinheit “Sauberes Frankfurt” existierte bereits seit den 1920er Jahren und hatte den Spitznamen “Putztruppe”)
Hier Auszüge aus den Unterlagen: Aufzeichnungen von Zeugen und einiger im Rahmen der Aufklärung als der Tatbeteiligung verdächtigt vorübergehend Festgenommener; Fotos, Propagandamaterial, Plakate, Informationen, geständnisähnliche Niederschriften usw. … bisher weitgehend unbearbeitetes Material:
siehe auch dazu : 1973: Hauptkommissar Finkh in Frankfurt ermordet. Die „Putztruppen“-Mordsgeschichte 1968-2008/18
Zu dieser Foto/Textcollage gab es im Republikanischen Club in Michelstadt aber auch in Darmstadt bei der IGChemie und in Frankfurt im Club Voltaire härtere Auseinandersetzungen: man könne doch nicht die Bundesrepublik mit einer Militärdiktatur gleichsetzen und “außerdem kann der HaBe nicht richtig Englisch! ” Tatsächlich war die erste Version mit dem Titel FASHISTIC AIRWAYS entstanden. Linke Oberlehrer bestanden darauf, dass es diesen Begriff im Englischen nicht gäbe. Also HaBE ich mich dem Druck gefügt und umgekelbt und neu ausgeschitten… und dann 15 Jahre später, sogt mir ein Brite: “Warum hast du das so kompliziert ausgedrückt ? Besser wäre doch gewesen FASHISTIC-AIRWAYS… N a ja, das war halt kein Lehrer…
” ….. Hannes (Schwarzmüller) plante und dachte in Jahrzehnten. Manchmal erschien es Karl, als dachte der in Jahrhunderten. Oder wie Schorsch Füllberth in Jahrtausenden. Sie kennen Schorsch Füllberth nicht ? Macht nichts. Oder doch. Hannes und Schorsch müssen sich gekannt haben und um Hannes zu verstehen, muss man Schorsch Füllberth kennen oder kennenlernen. Hannes Schwarzmüller war auf den Spuren der 1848 und der Badischen Reichsverfassungskampagne zur Rettung der ersten deutschen Demokratie von Karlsruhe kommend an Waaghäusel vorbei, Rastatt im Rücken, Heidelberg überspringend, mit kurzem Aufenthalt in Neckarsteinach durch den Odenwald auch auf Neustadt gestoßen, jener ersten Wirkungsstätte Füllberths, wo der sich in popeligen Fragen der Lokalpolitik, Maikundgebungen und Ostermärschen, Streiks und Flugblattverleilung und was sonst so alles dazugehörte seit den 50er Jahren ausprobierte. Neustadt an der Saale, am weißen Main, in der Pfalz –an der Weinstraße? Neustädte gibt’s wie Sand am Meer. Na ja, Wein hat es hier auch gegeben , am Südhang des Breuberges, ein paar Steinwürfe waren es von hier bis nach Main-Franken. Doch der nördliche Odenwald war noch nicht weit genug zu den offenen Sonnentälern Main-Frankens hin geöffnet. Gerade diese erste Enge im Tal der Mümling, von Süden kommend kurz vor der Mündung in der Main, wo man heute am Rande Obernburgs das Pompei des Nordens ausgräbt, machte die strategische Bedeutung der Breuburg aus. Nein, Neustadt am Fuße der Breuburg, dieses Raubritternests oberhalb der Mümling. Da schmeckte der Wein bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erst nach heftiger Zuckerzugabe, nach dem Verschnitt mit Met, der preisgünstiger war als der teure Kristallzucker, zu teuer, selbst wenn er aus den Runkelrüben, den Zuckerrüben der Wetterau und des Rheinischen Rieds und dem Gersprenztal raffiniert war. Rüben hatte die Oberzent des hessischen Odenwaldes zwar noch mehr zu bieten als die Unterzent, das Land um den Unterlauf der Mümling, aber das reichte bei Weitem für das Zuckerraffinieren, für den Markt nicht aus. Höchstens für den Hausgebrauch. Mit Met war die Gegend schon besser gesegnet. Aus Wild- und Zuchtbienenbeständen. Vielleicht stammte der Name der Breuberges ja auch von diesem sagenumwobenen Gebräu? Wer weiß ? Schorsch mit Sicherheit, der wüßte so was. Von dem wusste Hannes ja auch, dass man von der Breuburg aus den Handelsweg zu Land und den zu Wasser entlang der bis tief in den Odenwald schiffbargemachten Mümling überwachen konnte. Die Mümling , dieser bei Obernburg südlich von Aschaffenburg in den Main mündende Fluss. Stellenweise war es wohl eher ein Bach. Was wollten da Raubritter schon überwachen ? Welche ahnungslosen Desperados aus dem Hochadel hatten schon Interesse an diesem wüsten Urwald.? Oho! Nur Mal langsam mit den Vorurteilen, die schon seit Varus Zeiten über den Odenwald verbreitet wurden. Hier gab es weite Flächen für den Anbau eines Stoffes, ohne den die Mainischen Klöster nicht überlebensfähig waren: Gerste in Hülle und Fülle. Für den Weizen war das Klima zu hart. Aber Gerste, Gerste, Gerste. Gerste war neben dem Grubenholz deeeer Exportschlager des Odenwaldes, sah man von der Heimarbeit der Textil- Verlagswirtschaft mal ab, mit der sich die Mondscheinbauern ein unverzichtbares Zubrot verdienten. Nach der Knochenarbeit wie die Ochsen im Joch auf schwerstem Boden – schuffteten meist die Frauen und Kinder die Nächte durch bei Kerzenlicht. Vorprodukte für de Textilindustrie in Aschaffenburg, Hanau, Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden und Mainz, kleinere Lieferungen gingen an die Textilunternehmen im Mümlingtal, an die Tuchfabrik Arzt in Michelstadt
Deshalb wurde im Odenwald neben Gerste auch Flachs angebaut, bis die Kleinbauern aus dem Markt flogen, weil sie den Industrieflachs an die Veith-Reifenwerke bei Strafe des Verhungerns nicht billiger liefern konnten als die Konkurrenz der Großagrarier. Verhungern- so oder so. Die Hallen der Kautschuk- und chemischen Industriebetriebe zwischen Mainz und Aschaffenburg, Mannheim und Frankfurt füllten sich mit verschuldeten Kleinbauern vom Taunus, der Eifel, dem Vogelsberg, dem Spessart und dem Odenwald und mit Gottes Segen und Bischöflicher Weihe wanderten auch die Bauern der Rhön nach Fulda in die Reifenwerke.
Der Gerstenberger baute auch Flachs an, dazu musste man nicht erst ins fränkische Flachslanden.
Und der Abtransport ? Dafür sorgte ab 1866 die Odenwaldbahn noch bevor die Preußen auch Hessen-Darmstadt 1871 übernahmen. Das war jetzt nicht gerade so, dass die Bahn für die Menschen gebaut wurde, die im Odenwald keinen Broterwerb mehr fanden. Nein, die Bahnhöfe waren immer in der Nähe der fürstlichen, gräflichen Grubenholzbestände, sie lagen meist weit ab der Ortschaften und besonders Schulkinder konnten davon ein Klagelied singen, wenn sie es über die Dorfschule hinaus gepackt hatten in Resalschulen und in die dünngesäten Odenwälder Gymnasien: ..aber das waren zum Glück nicht so viele.
Carlos war mächtig beeindruckt. Wenn er Hannes zuhörte, war das manchmal schon in etwa so wie die Reaktion eines Bauern beim ersten Anblick der Guttenberg-Bibel: die Buchstaben konnte er zwar immer noch nicht entziffern, aber die Bilder und dass da die Geschichte nicht auf Lateinisch sondern in seiner Sprache, naja, fast in seiner Spreche geschrieben stand . Jetzt musste er nur noch Hochdeutsch lesen und Schreiben lernen.
Beruhigend für Carlos war es , dass man nicht so allwissend geboren sein musste, wie es bei Hannes den Anschein hatte. Hannes hatte es auch erst gelernt, hatte es von Schorsch Füllberth erfahren und von seinen Eltern, hat viel gelesen … so etwas war eventuell aufzuholen…
In Frankfurt waren solche Wissensgefälle überall zu spüren. Da war es Gang und Gäbe, dass man sich in Bibliotheken und Museen schlau machte. Und Carlos war eifrig dabei, aufzuholen. Nicht nur, um einfach nur mithalten zu können, Eindruck zu schinden, wo die anderen wie selbstverständlich auf Geschichtsdaten herumklimmperten, als sei es ihnen mit der Muttermilch eingeflöst worden.
Hannes hatte bereits vom „Roten Turm“ aus in Karlsruhe recherchiert, bevor er nach Frankfurt kam. Er wußte schon vor seinem Einzug in die WWG in der Uhlandstraße, was ihn dort erwarten würde.
Er kannte Finkh zwar damals noch nicht persönlich, doch er hatte Fotos von ihm gesehen und war so auf sein Erscheinen in der Uhlandkommune vorbereitet. So kannte er auch Vogel, Loos und die anderen aus der Putztruppe. Der Bundesvorstand der sozialistischen Schüler hatte an die einzelnen Schülergruppen von allen bekannten Figuren der politischen Polizei Fotos verschickt
Nächtelang diskutierten er und Christine über die Ursachen, die Notwendigkeit aufgrund derer solche Finkh’schen Charaktere entstünden und wo man ansetzen müsse, um solche Entwicklungen in Zukunft zu verhindern. Die autoritären Charaktere fielen nicht analfixiert, führungsorientiert, xenophob .. vom Himmel, sie wurden gemacht.
Christine war eher dafür , solche Menschen – auch Polizisten- in die Diskussionen einzubeziehen.
Hannes dagegen drängte auf strukturelle Veränderungen, die sich auf kommende Generationen auswirken sollten, natürlich auch auf die jetzt lebenden, aber, „Leute, seid nicht so ungeduldig und nicht so idealistisch, unrealistisch, das dauert alles über Gnerationen. Das ist so wie bei den Bauern, die sich heute noch gegenüber der Natur so verhalten als sei sie ihr Feind: Brandrodung, Unkraut-Ex, Abschießen aller Untiere, die die Dorfgrenze überschreiten…“
Bei Christines Ansatz konnte Finkh einhaken, er gab sich von Besuch zu Besuch immer bereiter zum Umdenken, reflektiv, sich selbst und seine Sozialisation hinterfragend. Das hinterließ auf die Dauer bohrende Zweifel, Erschütterungen im festgefügten Weltbild vom „Schweinesystem“, das damals noch nicht so genannt wurde.
So kam es dazu, dass Christine „ihren Opa Finkh“ bearbeitete, ohne dabei zu merken oder sich ernsthaft zu fragen, wer hier denn nun wen in der Hirnwäsche hatte. Wer wen ummodelte.
An dieser Frage gab es heftigen Streit in der Uhlandkommune: man(n) könne aus den tragenden Säulen dieses Schweinesystems, des Repressionsapparates keine revolutionären Subjekte machen.
In Frankfurt wäre man in der gesamten Linken bald unten durch als Bullenlieblinge und Spitzel-WG.
Die Debatte wurde sicherheitshalber nicht öffentlich geführt. Finkh und andere Umerziehungsobjekte sollten nicht davon erfahren. Der Gedanke vom Marsch durch die Institutionen bekam eine besondere Variante: einige wollten Finkh umdrehen: er sollte sie mit Infos aus dem Polizeiapparat versorgen.
Karl war verunsichert. Christines Argumentation leuchtete ihm ein. Solche Typen wie Finkh waren nicht als „Schweine“ geboren. Auch sie wurden erst dazu gemacht. Und so war auch denkbar, sie zu ändern, sie zum Nachdenken zu bewegen, wenn man ihnen die Bilder aus Vietnam, aus Afrika und Lateinamerika zeigte, ihnen nachwies, dass sie letztlich auch gegen ihre Bedürfnisse, ihre eigenen Interessen handelten, nicht selten handeln mussten – bring Du erst Mal eine Familie durch in härteren Zeiten als diesem Wohlstand verheißenden „Wirtschaftswunder“, das tatsächlich so wundervoll nicht war – basierend auf Kriegsgewinnen, Zwangsarbeitsprofiten , US-Dollar-gesponsort und geführt von persilgewaschenen Ex-Reichswirtschaftsführern wie Ludwig Ehrhardt, Abs und Co..… Aber irgendwie erschien es ihm lachhaft, geradezu kindisch, zu meinen, sie könnten ein halbes Jahrhundert Drill umkehren, die verbeamtete Sklavenseele eines Polizisten missionieren. Vom Saulus zum Paulus. So was klappte nur in diesem dicken Märchenbuch unter göttlicher Allmacht.
Und was war das für ein Begriff „Schweinesystem“? Hannes kommentierte das zwar nicht, aber in seinem Gesicht war nicht ein nur leichter Anflug von Übereinstimmung zu erkennen. Sicher, das kam aus den Tiefen des Bauches, war autentisch, Wut und Abscheu und die wilde Entschlossenheit es zu bekämpfen. Das schätzte Hannes und machte es dann auch nicht nieder, wie viele andere OberGurus hier im Nabel der Welt.
Hannes sagt es auch selbst im Brustton der Überzeugung. Klar war das ein Schweinesystem. Nur das allein war nicht viel aufklärerischer, als einen Mörder auch Mörder zu nennen… Aber musste jeder Urschrei gleich auch der Aufklärung verpflichtet sein. Das war ungefähr so, wie kurz vor dem Orgasmus darüber nachzudenken, ob es denn bitte auch alles eher matriarchalisch sei mit dem heraufziehenden Gefühlswallungen, obs durch den TÜV des Weiberrates kam, vorher oder nachher. Mea Culpa, mea maxima Culpa ! Manchmal hatte der plakative Schwarzer-Feminismus richtig katholische Züge.
Aber auch das war zu überstehen, musste überstanden werden, man lernte bei ausbleibenden strukturellen Veränderungen die Oberfläche feministisch zu glätten und ansonsten mit der patriarchalischen Erbsünde zu leben. Sechs Paternoster, sieben Maria Hilf, vierteljährlich eine Ohrenbeichte bei einer der Hohen Priesterinnen des Weiberrates und schon konnte munter weiter gesündigt werden.
Hannes und das Schweinesystem! Klar hat auch er es so geschrien, wenn er zusammen mit Carlos festgenommen wurde. Sollte er da den Bullen erst eine seitenlange Analyse der politisch-ökonomischen Lage vortragen:“ Ihr Schweine! Ich werd euch nicht wieder den Juden machen!“ Die Akustik im Großen Saal des Wiesbadener Kurhauses war auch noch bei engstem Gedränge sehr gut, die gesamte Haute Volée des Rein-Main-Region konnte Hannes Aufschrei hören: „Ihr Schweine „Aus Knüppelgarden werden Prügelknaben! Ihr seid doch eh nur das Kanonenfutter!“ So war er, selbst in den brennzlichsten Situationen- so wie jetzt, wo sie ihn an seinen langen Locken und den Schulterklappen seines Karlsruher Straßenbahnschaffner-Mantels mit auf den Rücken gedrehten und gefesselten Armen quer durch den Kursaal schleiften, während der versammelte Finanzadel frenetisch klatschend die Greifer und Schlepper anfeuerte: „ Gleich ins Arbeitslager!“, „ So was hätte man früher standrechtlich erledigt!“, „ Ab in den Keller zum Scheren!“ Selbst da noch setzte Hannes sein Sprecheisen an den schwächsten Stellen an. Natürlich lauerte in den flachgehaltenen Hirnen der Bereitschafts-Hundertschaften ein Rest Verstand, auch Wut auf „die da Oben“, die sich gerade zu einem Benefiz-Fressen gegen den Hunger in der Welt mit Nobelkarossen, Ehefrauen und Maitressen versammelt hatten Und nun sollten sie für die den linken Sturm gegen dieses eiskalte Buffet aufhalten. In unbezahlten Überstunden, mit hungerentlohntem Bereitschaftsdienst, dressiert und kaserniert. Hannes wollte ihnen nicht schon wieder den Juden machen! Aber sie machten ihn schon fast wieder dazu. Selbst da war er noch in der Lage zu differenzieren: „Ihr seid eh nur Kanonenfutter !“ Auch wenn er nur selten mit NS-Vergleichen arbeitete, hier brachte er ihn immer an: auch dann noch, wenn er im Polizeigriff gebeugt abgeführt wurde: Hannes war einfach nicht zum Schweigen zu bringen: „ Selbst die SA wurde von der Knüppelgarde zum Prügelknaben!“ Doch solche Florettsticheleien konnten maximal die Trommelfelle der Goldfasane treffen und bis ins Hirn vordringen. Die Geschichtskenntnisse bei einfachen Bereitschaftspolizisten wie bei den Greiftrupps der Sondereinheiten waren eher lückenhaft, wobei die größten Lücken in der Regel so zwischen 1933 und 1945 lagen. Hannes war kein Jude, seine Eltern waren säkular, schon seit ihrer Flucht nach Amerika, konfessionslos, doch Hannes Großeltern, Tanten und Onkels wurden schon vor 30 Jahren ins Arbeitslager geschickt, in ihren neuen Lebensraum im Osten zum Wohle der IG Farben, bei Fluchtversuchen standrechtlich erschossen oder als arbeitsunfähig in Auschwitz gleich vergast.
Carlos begriff es nicht, wie konnte Hannes mit all dem im Hinterkopf selbst bei solchen Rufen aus der VIP-Launch noch die Ruhe bewahren. Carlos hätte sich wie eine Furie auf sie gestürzt. Zumindest hätte er es gewollt.
Hannes griff ab und zu in die Diskussionen ein, meist moderierend in der ganzen Bandbreite de Strömungen in der Linken: „Es nützt uns nichts, wenn wir da unsere Wut nur herausbrüllen. Nur die, die das hier bereits als „Schweinesystem“ erfahren haben, hören uns überhaupt zu, aber denen brauchen wir das nicht noch Mal in die Ohren brüllen. die anderen hören nur, dass wir etwas angreifen, mit dem sie bisher in der Regel gut gefahren sind. At the sunny side of the street im Wirtschaftswunder. Natürlich müssen wir anklagen, aber noch wichtiger ist es mit der Anklage die Ursachen offenzulegen. Die Zusammenhänge begreiflich zu machen. Die Wut auf das Schweinesystem ist ein andauerndes Strohfeuer, es wärmt auf wie Strohfeuer, wie Schnaps im Winter, aber es entwickelt nicht die nötige langanhaltende Hitze, um die Stahlpanzer zu schmelzen. Wir müssen die Wut umsetzen in Kraft, Ausdauer und analytische Schärfe … „
Carlos dachte mit einem Anflug von Schuldbewußtsein an das letzte Wochenende, wo er beim gemischten Slibovics – Stroh-Rum-Wettsaufen gegen Werner und Milan gewonnen hatte. Werner hatte den Stroh-Rum aus den Beständen der Wiener KPÖ ohne jegliche Prozentverluste durch den Zoll geschmuggelt. Milans Slibovics stammte aus der Elterlichen Schwarzbrennerei, die aber im titoistischen Realsozialismus als lässliche Sünde nicht geahndet wurde. „Wanns die bei uns dawischen däten, dös kost a Stange Göld!“ Das war zwar nicht gelogen, aber die Wahrheit sah doch anders aus: in Österreich und das erzählte Werner nicht erst nach den ersten 10 Stamperln, durfte jede Familie an einem festgelegten Tag im Jahr 24 Stunden lang brennen, was das zeug hielt. Das war dann wirkliche Schwarzbrennerei, denn um die nötigen Temperaturen so schnell wie möglich zu erreichen, wurden da landesweit ganze Halden von alten Autoreifen verfeuert, um den Jahresvorrat an Birnen, Pflaumen, Mirellen usw. —Schnaps in 24Stunden unter die Korken zu kriegen. Schwarze Rauchfahnen über der Steiermark, Über Ober und Nieder-Österreich, überm Waldviertel. Dagegen konnten rote Fahnen nicht an.
„Es wärmt auf wie Schnaps im Winter …“ Kein Wunder, dass das mit der Revolution in Österreich nie richtig geklappt hatte. Soffen die Franzosen weniger, oder die Russen etwa oder die Kubaner ?
Klar soffen die und sie soffen vielleicht noch mehr, nur wahrscheinlich soffen sie erst nach der Revolution und dann auch nicht bis zur Bewusstlosigkeit. „ abgefackelt wie ein Strohfeuer…“
Wenn man Hannes so reden hörte, so eindringlich, so fordernd wie geduldig, so ähnlich muss Che Guevara mit den analphabetischen bolivianischen Campesinos gesprochen haben: „Verwandelt euren Hass in Energie!“
Wenn Hannes so sprach, ging Carlos ein Gänsehautschauer übern Rücken wie Schwärme von Sternschnuppen durch den nächtlichen Himmel vom Scheitel bis zur Sohle.
Ach, ja, Danke für den Hinweis, ja, ja, von da wo früher bei der Bundeswehr noch der Scheitel ordentlich gezogen war und jetzt lange Strähnen oder Locken wild durcheinander wucherten. Nicht jeder trug die neue Uniform. Die neue Einheitsfrisur. Nicht jeder brauchte sie. Der Krahl hatte seinen alten Scheitel behalten aus den Zeiten, als er noch in Alsfeld Gründer und Häuptling der Jungen Union war. Der Scheitel gehörte zu ihm wie sein Schmiss aus der Schlagenden Verbindung. Das hörte sich auch für Carlos im ersten Moment sehr exotisch an, das wusste auch nicht jeder: der Cheftheoretiker der Sozialistischen Studenten kam aus der CDU ? Der gescheitelte Schmissträger erzählte über seine rechte Vita, wenn überhaupt, dann erst nach dem zehnten Halben in den Königsbacher Stuben in Kettenhofweg, wo er unter Zustimmung einer qualitativen Mehrheit von 1,9 Promille bereits die akademische Räterepublik ausrief und Ministerposten an die um ihn versammelte Bodyguard verteilte. Verwunderlich war das gar nicht. Die gesamte studentische linke Elite kam aus gutbürgerlichen Elternhäusern: Unternehmer, Anwälte, Politiker, Pfarrer, Professoren, Studienräte und andere Oberlehrer, katholische Theologen kurz vor der ExKommunikation, da besonders, wenn sie aus der Gegend um Münster und Paderborn kamen, aber auch Tübingen, wo der Küng der kritischen Katholiken thronte und seine Kirche auf für revolutionäre Zeiten überlebensfähig machen wollte: Vom Münsterland aus starteten Berfreiungstheologen in Kompaniestärke zu linken Kreuzzügen ausgerüstet von Jesuiten-Profs wie Nell-Breuning, Hengsbach, Metz und wie sie alle hießen… K.D. Wolff , der Bundesvorsitzende des SDS war Reserveleutnant Und er selber? Auch nicht gerade als Revoluzzer geboren. Sein Weg aus der evangelischen Jungschar in die Uhland-Kommune sah für Außenstehende nicht wesentlich weniger exotisch aus als die Krahl’sche Karriere.
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
Thomas Weisbecker: ein in Notwehr erschossener Attentäter ?
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Es ist eine Situation wie vor 40 und vor 50 Jahren, wo man entweder Notstandslagen inszenierte, mit Todesschüssen provozierte (Benno Ohnesorg), Terrorismus mit V-Leuten implantierte (Schmücker & Co), oder mit GLADIO-Einsätzen fingierte, um die Stimmung in der Bevölkerung zu kippen, Bundeswehreinsatz im Inneren zu ermöglichen, Notstandsgesetze durchzupeitschen und zu verschärfen, Wiederbewaffnung, Aufrüstung und Kriege zu ermöglichen. Dafür geht von der Leichen auch über die Gleichen – und der Erzengel Gabriel liefert die Waffen. Frieden schffen mit noch mehr deutschen Waffen. Erst für Außen dann auch für Innen.
Zu den zwischen 1949 und 1977 -in angeblicher “putativer Notwehr”- von der Polizei erschossenen 500 Menschen in der Bundeserpublik gehört auch mein Freund und langjähriger linker Schüleraktivist im Karlsruher “Roten Turm”, Thomas Weisbecker, der in Augsburg vor seiner Erschießung am 2. März 1972 noch seine Pistole gezogen und sie dann -bereits mit Herzschuß tödlich getroffen- auf dem Rücken liegend wieder hinten zwischen Asphalt und Rücken in den Gürtel gesteckt haben soll. Siehe Foto in der Augsburger Allgemeinen.
Thomas Weisbecker 1969 in der “Uhland-Kommune” in Fankfurt/Main, der Bundesvorstands-WG des AUSS, des Aktionszentrums Unabhängiger und Sozialistischer SchülerINNEN, beim Redigieren der Flugblätter-Neuauflage des Aufrufs zum Generalstreik gegen die Notstandsgesetze, die dann um die Ecke beim Drucker Dunker in der Langen Straße 31, der alten KPD-Druckerei nachts “schwarz”-kostenlos gedruckt wurden. Dabei erzählte uns der alte Dunker von der Frankfurter Nachkriegsgeschichte von 1945 bis zum KPD-Verbot 1956. Die KPD hatte ihm die Druckerei schon Jahre vor dem Verbot “verkauft”, um sie so vor dem Zugriff der Justiz zu retten. Dunker berichtet von einer Spezialeinheit der Frankfurter Kripo “noch hinter dem 18. , dem politischen Kommissariat, das SK SAUBERES FRANKFURT”, ein Kommissariat, das es bereits in den 20ern gab, das ab 33 dann 1000 Jahre Frankfurt für den Führer säuberte und nach 1945 dann für ihre neuen Dienstherren, die sie bis auf ein paar zutiefstbraune Goldfasane alle übernommen haben. Er kennt auch die Namen vieler dieser Sonder-Kommissare. Zwei davon haben mich am 12. Februar 1968 verhaftet und im Krankenhaus tagelang verhört: Vogel und Finkh. “Woher weißt Du das alles?” – “Wir hatten unsere Leute in der Polizei, manche davon waren auch Doppelagenten … und das haben wir dann aus der Frankfurter Unterwelt vom “Stalin”erfahren. Bei Margrets Mädels in der Breiten Gasse waren die sehr gesprächig und die Nutten haben das dann in der “Sonne von Mexiko” abgeliefert. (Die “Sonne von Mexiko” in der Allerheiligenstraße war bis in die 1980er noch die Zentrale der Frankfurter Unterwelt / HaBE). Von dort kamen Boten auf Umwegen ins Parteibüro, in die Druckerei oder als Kunden für Speisekarten und Plakate, “Stalin” (der Chef der Frankfurter Unterwelt -bis zu seinem Tod 1953 – hatte den Spitznamen “Stalin”, weil er im gleichen Jahr geboren war und auch so aussah: Frisur, Schnauzer) und seine Frau, die Margret, die Puffmutti kamen nie selbst ….”
Hartmut Barth-Engelbart sagte am 2. Oktober 2014 um 16:16:
Der Eintrag über Thomas Weisbecker bei wikipedia ist völlig löchrig. Dass er “Halbjude”war, wie es die Faschisten nannten, wird bei wikipedia geflissentlich verschwiegen. Die Familie seiner Mutter wurde bis auf sie selbst in Auschwitz umgebracht. Ein Polizist hatte ihr versprochen, wenn sie sich mit SS-Goldfasanen verkuppeln lasse, könne er die Familie retten. Sie hat sich in der Hoffnung geopfert, dass dadurch die Eltern und Geschwister gerettet würden. Thomas hat bei seiner Festnahme bei der Sprengung eines WohltätigkeitsFressens im Wiesbadener Kurhaus den Greifern entgegengebrüllt: “Wir werden euch nicht noch Mal den Juden machen!” Ansonsten fehlen die Angaben über Tommys Karlsruher Zeit, über die Versuche der Sprengung der Funktürme von Radio Free Europe, der vergebliche Versuch den Tresor seines Vaters mit einem Überfall/ Einbruch in Kiel zu plündern usw…. Natürlich fehlt auch der Hinweis, dass Thomas nach seiner Erschießung auf dem Bauch lag und er wahrscheinlich aus reiner Bosheit die Pistole -schon tot- zurück in den Gürtel gesteckt hat, um die Polizisten so des Mordes zu überführen… so sind sie halt die Terroristen der Bewegung 2. Juni.. eiskalt kalkulierend noch im Todeskampf. bo ey! Dass der “Halbjude” Weisbecker die Palästinenser unterstütrzt hat, ist ein weiterer Grund für wikipedia seine jüdischen Wurzeln zu verschweigen… von wegen unabhängig :-)))))) Und der Widerspruch hier im Text? Erst auf dem Bauch und dann auf dem Rücken ? Hat wer an der Leiche gedreht? Wurde er von vorne oder von hinten erschossen ? Bauchlage spricht für von hinten, Rückenlage für von vorne.. Das Bild in der Augsburger Allgemeinen zeigt Thomas in Rückenlage
Der “vorläufigen Erschießung” durch die Feldjäger – schon damals beim Einsatz im Inneren- ist mein fahnenflüchtiger Schulfreund Gerd Albrecht 1967 in Neckarels vor dem Haus seines verstorbenen Vaters, des Pfarres Albrecht nur deshalb knapp entkommen, weil sich der früh (wegen Notengebungsverweigerung) zwangspensionierte Mosbacher Oberstudienrat und Ex-Offizier Menger den Feldjägern in den Weg stellte und sie im Befehlston brüllend in Habachtstellung zwang und sie so wg. strammstehenden Salutierens schießunfähig machte .
Ebenfalls knapp einer “vorläufigen Erschießung entkommen” ist mein Kollege Heiner Nitschke (der spätere Betreiber des Hanauer KuBa, “Kultur-Basar”). Ein informeller Mitarbeiter des CDU-Landtagsabgeordneter Walter KORN, ein Lehrer der Gesamtschule Bruchköbel-Nord (heute Heinrich-Böll-Gesamtschule) namens Stürmer, meldete seinem Auftraggeber, dass der Lehrer Nitschke am Tag der Ermordung Bubaks oder Schleyers wie am Tag zuvor und danach nicht in der Schule gewesen sei, “angeblich krank”. Nitschke war Aktivist des “Sozialistsichen Lehrerbundes”, meines Wissens auch GEW-Vertrauensmann. Walter Korn sah rot, war alarmiert und alarmierte sofort die zuständigen Stellen VS, LKA, BKA usw und die schickten eine Spezialeinheit, die dann mit vorgehaltenen Maschinenpistolen Heiner Nitschke aus dem Unterricht holten, festnahmen … eine falsche Bewegung, vielleicht der Griff nach dem Notenbuch, Autoschlüssel, Brieftasche, Adressbuch mit Anwaltsadressen …. das hätte gereicht …
Ich selbst bin zwar öfter knapp dem dienstlichen “vorläufigen Totschlag” mit einer lebenslänglichen Schwerbehinderung (nach dem Sturz vom US-Handelszentrum) und gesammelten 4 Schädelbrüchen entkommen, von drohenden “vorläufigen Erschießungen” gegen mich ist mir bisher nichts bekannt, dafür aber neben den dienstlichen Schädelbrüchen bei Aktionen gegen u.a. zwei NPD Parteitage in Frankfurt 1967 (zusammen mit Emil Carlebach, Ellen Weber und Kurt Trautmann) und 1978, entging ich Dank einer mutigen Menschenansammlung am Hanauer Freiheitsplatz am 9.12. 2004 meiner “vorläufigen Festnahme” wegen angeblicher “Volksverhetzung”, “Vorläufig festgenommen” wurden dagegen eine Rolle unbeschrifteter DIN-A1 Plakate, 45 oder 55 Gedichte auf gleichem Format, eine Rolle Tesa-Krepp, mehrere Filzstifte, ein Schweizer Offiziersmesser mit Schere,
also kurz gesagt: eine volle Ladung ABC-Waffen hier die Etiketten aus der Asservatenkammer, die bei der staatsanwaltlich angeordneten Herausgabe der Texte nach 6 Wochen Untersuchungshaft mitgeliefert wurden
Thomas Weisbecker spielt in meinem Roman “Putztruppen” als Johnny Schwarzmüller eine Hauptrolle, so wie der fiktive spätere Außenminister Josef Metzger eine kleinere Nebenrolle spielt. Der folgende Artikel ist Thomas Weisbecker und Gerd Albrecht gewidmet:
Einem auch noch im Nachhinein: Thomas Lehrer und politischer Ziehvater in Kiel war mein Freund Jochen Steffen, das Rote Nordlicht, der mir noch kurz vor seinem Tod 1987 gesagt hat, dass er die offizielle Version vom Notwehrschuss auf Thomas nie geglaubt und deshalb Thomas Mutter bei ihrer Anzeige immer unterstützt habe. Jochen hat die politische Karriere von Heide Simonis stark beeinflusst. Das war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Grund für ihren Sturz als schleswig-holsteinsche Ministerpräsidentin. Für mein walking-talking-Stegreif-Kabarett war Kuddel Schnööf einer der wichtigsten Anstifter. (Er hat mir auch “gebeichtet”, dass er zusammen mit Johano Strasser mit Unternehmer-/Managerschulungen in Marxismus Geld verdiene: ” Die wollen wissen, was und wie ihre Gegner denken!” Ich habe ihm mit Bauchschmerzen zwar – aber dann doch die Absolution erteilt!)
Polizei stürzt Demonstrant vom Dach des US-TradeCenters FFM
Veröffentlicht am 5. Februar 2008 von Hartmut Barth-Engelbart
Geplant war ursprünglich eine Leviten-Lesung im Paternoster des alten
Frankfurter Rundschauhauses … aber was nich is -is nich.
Jetzt folgt halt ein virtueller Lesungsversuch, mit ersten Nachlieferungen: zum 35. Jubeljahr des Frankfurter PolizeiDachSturzes vom 5.2.1968 fand 2003 eine Lesung vom Dach des Gallustheaters mit Megaphon, Sturzhelm und Schiebeleiter aus 7 Meter Höhe im Freien statt. Zum 25. Geburtstag des Gallustheaters an einer Stelle, wo sich in den Adlerwerken das KZ-Katzbach mit 1600 polnischen Zwangsarbeitern befand, von denen 250 überlebten.
Götz Aly und Gerd Koenen sei Dank für die Blumen zum 40. Jubiläum!!!
Eigentlich
sollte zum 40. Jubeljahr einer staatlichen Schwerbehinderung eine Lesung vom
Vordach des Frankfurter Zürichhochhauses stattfinden: fällt aber in die
Baugrube:
mit dem Zürichhochhaus wurde auch das USAmerikanische
TradeCenter abgerissen, von dessen Dach der zur Bewährung als V-Mann nach
Frankfurt zur PoPo strafversetzte Hanauer Bereitschaftspolizist M. Krzistek
den 20jährigen FR-Schriftsetzerlehrling HaBe in eine jetzt 40jährige
Schwerbehinderung stürzte. Es ging um Bewährungspunkte, Kopfgeld und die
Verteidigung der deutschen Freiheit in Vietnam – wie heute in Afghanistan
und im Koso- und in sonst noch wo.
Nach fehlgeschlagenem Festnahmeversuch bekam der V-Mann keine
Bewährungspunkte und kein Kopfgeld.
Das kassierte das höherrangige Bodenpersonal, das den Gestürzten noch im Notarztwagen auf dem Weg zur Operation festnahm, verhörte und versuchte, KronzeugenAussagen gegen Günter Amendt, Rudi Dutschke, Hans-Jürgen Krahl, Gaston Salvatore, KD.& Frank Wolf und andere zu erpressen. Der Sturz war die Rache des “kleinen (Polizei-) Mannes”.
Nicht nur.
Auch ein “Beitrag zur prophylaktischen Terrorbekämpfung” , würde Gerd
Koenen es ausdrücken. Götz Aly würde Parallelen zum Horst Wessel-Mythos
aufzeigen und in der FR veröffentlichen. Hier ein hochgejubeltes Opfer einer
Schießerei im subproletarischen Rotlichtmillieu Groß-Berlins der 30er und da
ein als gefallener Held gefeierter proletarisierter ExOffiziersanwärter im
68er Chaos der Randale von Rockern und radikalen linken Studenten. Aber
sicher: nach den Fernsehbildern gibt sich die linke terrorgebärende Politprominenz die
Krankenzimmertürklinke in die Hand. Selbst Signorina Feltrinelli schwebt von Italien
über die Buchmesse ans Krankenbett und küsst den kleinen Helden wach. Heide
Berndt und KD Wolf bringen in Rudi Dutschkes Auftrag den FR-Stift als
Büroleiter im SDS-Bundesbüro unter und in Brot und Arbeit. Mitten in der
Schaltzentrale der 68er. Der Spiegel veröffentlicht ein großformatiges
Bild mit dem Delinquenten. Bildunterschrift: “Bernd Rabehl bei der
Arbeit”. Na ja, der SPIEGEL. Nach mehreren Verhaftungen bei Demonstrationen u.a.
gegen die Notstandsgesetze, den Einmarsch der WarschauerPaktBruderArmeen in die CSSR … übergibt die Frankfurter politische Polizei dem
STERN die mittlerweile angefertigten erkennungsdienstlichen Passfotos HaBEs
und des gedamten Bundesvorstandes der unabhängigen und sozialistischen
SchülerINNEN (AUSS) zwecks Illustration einer Artikelserie zum Thema
“Frankfurt, Zentrum des Schwerstverbrechens, der organisierten
Schwerstkriminalität”. Mitabgelichtet der heutige Bildungsjournalist
Reinhard Kahrl. Beste Empfehlung für spätere Bewerbungen! RA. Johannes
Riemann führt deshalb gegen den Stern einen Schmerzensgeldprozess und
gewinnt. Die erstrittenen Schmerzensgelder gehen in die “Rote (Rechts-)
Hilfe”. Und auch weniger linke SPD-Prominenz sorgt für prominente Verteidigung: RA.Christian Raabe gibt sich die Ehre. Nein, er schickt einen späteren RAF-Verteidiger ins Rennen und schon ist sie wieder sichtbar, die Koenensche Wurzel des Terrors und Götz
Alys “wie die 33er Väter so die 68 Söhne!”
Und heute die Enkel ?
Irisablese, DNS-Abdruck, Fingerprints – alles nicht genug zum
wiedereinzuführenden Berufsverbot muss noch eine Gesinnungsprüfung für Aus-
UND IN-Länder ! Wahlrecht nur noch für die mit der rechten Gesinnung !
Es war am 5. Februar 1968, 4 Tage nachdem der SüdVietnamesische Polizeichef
vor den Augen der Kameraleute in Saigon einen gefesselten FNL-Mann mit der
Pistole direkt an der Schläfe liquidierte. Vom Vordach des Zürichhochhauses
zielte ein Mitarbeiter der MG-Tochter ANACONDA-Metall-HandelsGesellschaft
mit einem Kleinkalibergewehr auf die TeilnehmerINNEN einer einige Tausende
zählenden Demonstration gegen den US-Krieg in Vietnam. Klint, eine Kultfigur
der Frankfurter Rocker, der Medizinstudent M., der Soziologiestudent Sch.
und der Schriftsetzerlehrling H. Barth klettern auf das Vordach, um den Mann
zu entwaffnen. Der Mann entkommt (mit Hilfe der Polizei, die statt des Bewaffneten die Entwaffner auf- und festhält und versucht festzunehmen). Die Menge ist zunächst
fassungslos, Dann gehen die Scheiben des Handelszentrums zu Bruch.
Und Krzistek, diese arme kleine Bereitschafts-Sau ? – wurde später wieder
fallengelassen, entlassen, trotz seines überragenden Einsatzes gegen “die
Väter & Wegbereiter des Terrorismus” (Gerd Koenen und siehe auch Götz Aly
in der FR vom 30.01.08, siehe auch jW-Artikel von Arnold Schölzel
http://www.jungewelt.de/2008/01-31/059.php).
Krzisteks Schuldkonto war ja auch erdrückend:
er war halbschwarzes Besatzungskind mit polnischem Namen und er
war schwul, das reicht doch! Oder? Ein Mischlingskind womöglich einer Displaced Person, einer in Hanau hängengebliebenen polnischen Zwangsarbeiterin in US-Diensten ? Das konnte nicht gut gehen!
CDU-Hinterbänkler im frankfurtnahen Hanau-Main-Kinzig-Kreis haben bei
Kreistagssitzungen in den späten 80ern des vorigen Jahrhunderts schon Mal
bedauert, dass dieser HaBe-Sturz weder in einer Beerdigung noch in einer
5jährigen Gefängnisstrafe endete. Ersatzweise forderten sie dann die
Einweisung in ein Arbeitslager, so der Abendroth-Schüler, verhinderte
SPD-Kultusminister und anschließende CDU-Kulturspezialist Wolfgang
Haseloff, der langjährige Rektor der Hanauer Hohen Landesschule, einem
EdelGymnasium.
Während der Kulturexperte & Frontmann der MKK-CDU Aloys Lenz (Kosename
“MeineidLoysel”) nicht wie seine Hinterbänkler die standrechtliche Entsorgung
sondern die Ausweisung HaBEs in die DDR forderte und nach dem Hinweis auf ein
Einreiseverbot seit 1968 ergänzte, “dass noch nicht Mal anständige
Kommunisten diesen ‘Marx-Engelsbart’ haben wollen!”,
toppte Joschka Fischer bei Veranstaltungen gegen seine Kungelei mit der
Atom-Mafia mit der FischerChorBelustigungsBemerkung, ” man merke doch immer
noch dass der Barth-Engelbart schon Mal vom Dach gefallen sei”. Worauf sich
seine Fans auf die Schenkel klopften und blökend wieherten, schnaubend blökten.
Nachdem Götz Aly in der FR jetzt scharf herausgearbeitet hat, dass die 68er die
legitimen Erben der 33er sind, kann die Jubelfeier leider nicht im
FRontschau-Haus stattfinden. Es steht ja auch nicht mehr -schräg gegenüber
von Rosemarie Nitribitts Appartment in der Stiftstraße. Dabei stand es doch
schon so blitzblank mitten im neuen (Best-Western) Deutschland. Die
Kommunisten Emil Carlebach und Arno Rudert waren schon fast 20 Jahre früher
herausgesäubert – lange vor Wiily Brandts Berufsverboten.
WiderstandsLesungen und -Schreibungen im Internet leiden chronisch an
undifferenziertem & manchmal auch mangelndem feedback ((der SPD-Vorsitzende
hat davon wegen des Imperativs zu viel abbekommen!! und sieht deshalb schon
so aus wie eine Ersatzbirne!!)) Ich lese und schreibe dann doch irgendwann
lieber wieder “live” – wie zuletzt nur noch in den Ostkolonien.
Um es etwas abzukürzen:
von Beileidtelegrammen bitte ich genau so abzusehen wie von Kranzspenden.
Stattdessen würde eine Bestellung meiner “unter-schlag-zeilen” beim
Frankfurter Zambon-Verlag diesen auch förden..
Auch Vorbestellungen für mein “Lamboy-Kids”-Buch und/oder die 68er
Roman-Trilogie “Grenzgänger” würde ich lieber als Blumen und Kränze entgegen
nehmen.
Wer die “Unter-Schag-Zeilen” direkt bei mir bestellt, kriegt Sie
handsigniert für 15 Euro plus Porto oder die ZORA ebenfalls signiert für
7,90 plus Porto. Da mein ZentralOrkan meine Bücher nicht so promotet wie
DieterDehm-Lerrys “BellaChiao” und auch “moin Froind Rende-Sischer” Norbert
Blüm sich in der jungenWelt nicht lobend über meine Werke äußert, muss ich
den ganzen Krempel wieder mal selbst erledigen .
ENDE DES WERBEBLOCKS
jetzt folgt das Wetter präsentiert von der DresdnerBank: Dresdner Bankk –
die SS-Beraterbank!
Hirn einfalten
Löhne senken
immer an den Standort denken
HaBE
Nachmaildungen:
erstens: nach kurzer Info in der Lehrwerkstatt am Morgen des 5.2.68 waren
abends alle Azubis zusammen mit dem Meister bei dern Demonstration und der
Kundgebung in der Siesmeyerstarße vor den US-Konsulat, mit dabei waren große
Teile der Belegschaft der FR-Druckerei (damals noch im & hinterm
Rundschauhaus) und ebenfalls große Teile der Redaktion. Von der Mehrheit der
FR-KollegINNen mitgetragen (auch als Transparent) wurde damals auch die
Forderung nach einem Generalstreik gegen die Notstandsgesetze und diesen
Krieg und die deutsche Unterstützung dieses Krieges.
Forderungen, die im Übrigen schon beim großen Kautschuk-Streik 1967 bei
Dunlop – Hanau,
Veith-Pirelli, bei Metzler, ODENWALD, bei Gummi-Peter in Hanau, bei Ulrich, Horst, Joh und Veritas in Gelnhausen in den Betrieben stark verankert
waren und nicht erst seit der SDS-Parole gegen den Muff von 1000 Jahren
unter den Talaren. (( “Gegen Bonner List und Tücke, Streikfront ohne
Notstands-Lücke!!”))
Sehr geehrter Herr Aly, die Studenten und Schüler(innen)
forderten die Entlassung der Altnazis !!!! Sie schreiben in der FR als
professioneller Betrüger!!! Die Nazi-Studenten forderten die Nazifizierung
der Universitäten und Schulen, die 68er forderten die ENTNAZIFIZIERUNG und
nicht nur die personelle! auch die geistige!
zweitens: direkt nach meinem Sturz vom Dach des US-Tradecenter hat mich die
FR entlassen: das war nicht unbedingt böser Wille , denn es gab damals noch
keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, aber die Geschäftsführung und Karl
Gerold hätten die Weiterzahlung von AOK-Beitrag und 16,50 DM
Tagessatz-Ausbildungsvergütung durchaus noch tragen können. Aber so weit
wollten sich weder Karl Gerold und Georg Fritz (BR-Vorsitzender) nicht aus
dem Fenster lehnen.
drittens: das Folgende mögen nur Gedankensplitter sein, Fakten sind es
trotzdem, 68er Mosaiksteine. Als zusammengesetzte Splitter entsprechen sie
dem Gefäß, dem sie entspringen: nach fünffach staatlich verordnetem
Kopfzerbrechen gehen auch Erinnerungen zu Bruch und müssen wie
archäologische Fundstücke wieder richtig zusammengesetzt werden.
Diese Mail ist auch ein Teil dieser Rekonstruktionsarbeit.
Diese mail geht an alle ExKollegINNen bei der FR, auch an alle
ExExKollegINNen, die immer noch dort drucken – naja jetzt halt in Isenburg,
oder gewechselt sind zu den verscherbelten gewerkschaftsdruckereien -union
und Nachfolger, bei Brönner-Umschau, bei Burda-mstadt, die jetzt beim
SPIEGEL, bei der TAZ, bei Ossietzky, beim hr und beim wdr, bei titanic und
anderen mädchen mehr oder weniger notgedrungen lohnschreiben oder auch nicht
lohnschreiben.
JETZT FOLGT DER AUFRUF ZUM GENERALSTREIK::::
Schon wieder indy-zensiert: ( (wegen der antizionistischen Position meines
Freundes Thomas Weißbecker? oder des obigen Hinweises auf meine
Roman-Trilogie oder der Kritik an Götz Aly und Gerd Koenen. Die
Zensurentscheidungen von Indy-Media sind mir unergründlich))
Aufruf zum Generalstreik ? leider nur vor 40Jahren!
68er wie die 33er ? Schoß des Terrors ?
Es läuft wie auf Bestellung: kurz vor einer höchst umstrittenen Entscheidung
über die Ausweitung der deutschen Kriegsbeteiligungen sowohlin Afghanistan
als auch im Kosowo – muss jeglicher Widerstand dagegen niedergeschrieben
werden . Und wo macht mans am besten: in der Frankfurter Rundschau zum
Beispiel. Und durch wen? am besten durch Leute, die bei Linken noch ein
gewisses Vertrauensguthaben haben: Fischer war für die
erneuete Belgrad-Bombardierung gut, die neue Welle muss von anderen
ideologisch abgesichert werden: Götz Aly und Gerd Koenen als rechte
Dreckschleuder-Davids gegen die linken Goliath-Monster (letztere konnten
bekanntlich nicht Mal als P&LKW-Dreiräder das Wirtschaftswunder überleben!).
Aly Koenens Ziel und Aufgabe ist es, das Wiedererstarken wesentlicher 68er
Elemente zu verhindern, die damals in der Hauptsache die
rechtssozialdemokratischen Nostandspfleger am Krankenbett des etwas
hüstelnden Kapitalismus/Imperialismus niedergehalten haben: die Bewegungen
für den politischen , den General-Streik gegen die Notstandsgesetze und eine
Deutsche Kriegsbeteiligung, gegen alle imperialistischen (Raub-)Kriege und
für die Unterstützung der Befreiungskriege der Länder der “Dritten Welt”.
Die Götz Alysche Gleichsetzung der “33er” mit den “68ern” ist eine kaum
überbietbare Propagandalüge und die Behauptungen Gerd Koenens, die 68er
seien der Schoß für die Entwicklung des Terrors gewesen stellen nicht nur
die
Geschichte auf den Kopf, sie verfälschen sie noch im Kopfstand!
Als Beleg für seine “TerrorSchoß”-These zieht Gerd Koenen u.a.. das von
Günter Amendt herausgegebene rororo-aktuell- Buch (Nr1135) “Kinderkreuzzug”
heran.
Gerade dieses Buch belegt, wie mit gezielten Maßnahmen die erstarkende
emanzipatorische Bewegung in Betrieben und Universitäten ausgebremst,
gespalten und zum Teil in tödliche Sackgassen getrieben wird /wurde.:
Thomas Weißbeckers Schrei bei der Besetzung des Wiesbadener Kurhauses zur
Sprengung eines Wettfressens der Haute-Volée zur “Bekämpfung des
Welthungers” 1969: “Wir werden Euch nicht länger die Juden machen!!” ist
nichts anderes als ein Verzweiflungsschrei, der in der Bewegung 2. Juni und
letztlich in seiner Hinrichtung -Erschießung von hinten durch die Polizei in
Augsburg endet. Ihn, den AUSS-Schüler-Aktivisten haben seit Geburt die
Alpträume und Traumata seiner Mutter begleitet, deren ganze Familie in
Auschwitz ermordet wurde. Er wußte schon als Heranwachsender viel über den
Zusammenhang von Notverordnungspolitik und Nazi-Machtübernahme. Was er
damals als antizionistischer Mensch bereits bewusst erlebte, dass der
Antisemitismus zum Antihamitismus umgewidmet und modernisiert wird:
Notstandssgesetze im Dienst des “Kriegs der Kulturen” . Die Juden haben
ausgedient, jetzt sind die Mohren wieder dran ! Gegen die Kontrolle
strategisch wichtiger Regionen und Resourcen durch die UdSSR waren die
Mohren eine Zeitlang gut; Jetzt müssen die Resourcen nur noch von den Mohren
befreit werden, das alles hat ihn erst in den Widerstand und dann in den
Untergrund getrieben.
Alle friedlichen, politischen Mittel zur Verteidigung, zur Abwehr von
Angriffen auf soziale und politische Rechte schienen ausgeschöpft und wurden
abgestumpft. Es wurde gezielt die Stimmung verbreitet: “für ein paar
Lohnprozente reicht es noch, aber sonst kann der kleine Mann so und so
nichts ändern!”
Die bleierne Zeit begann schon lange vor den ersten Schüssen, schon lange
vor den Kaufhausbränden. Und diese bleiernen Verhältnisse haben die RAF und
ihr Umfeld erst hervorgebracht. Die 68er haben verzweifelt versucht, gegen
diese bleierne Atmosphäre, gegen diese gezielte Lähmung , Sistierung und
Verblödung anzuarbeiten. Gut zeigt das ein Dokument aus dem Amendt-Buch
“Kinderkreuzzug”: ( S.53)
AUFRUF ZUM GENERALSTREIK!
STREIK!
Überall in der Bundesrepublik fanden während der 2. Lesung der
Notstandsgesetze Protestkundgebungen und Streiks statt.
Allein in Frankfurt streikten schließlich mehr als 3000 Schüler, von Schule
zu Schule ziehend.
Währenddessen verweigerten die “Volksvertreter” im Bundestag sogar die
namentliche Abstimmung, um sich der Rechenschaft durch die Wähler vollends
zu entziehen.
Praktisch ohne Veränderungen wurde die von der Regierung “vorformulierte”
Vorlage durchgepaukt.
– der Einsatz von Bundeswehr und Bundesgrenzschutz gegen die Bevölkerung
wird schon in Friedenszeiten möglich.
– Die alliierten Vorbehaltsrechte, angeblich beseitigt, werden über die
Hintertür der NATO-Zwangsverpflichtungen bestätigt.
– Telefon- und Postkontrollen können nicht einmal mehr im Rechtsweg
überprüft werden.
– Das Streikrecht wird endgültig ausgehöhlt, politischer Streik und
spontane Arbeitsniederlegungen werden zu Fällen des “inneren Notstandes”.
– Internierungen – “Schutzhaft” wie gehabt – sollen über die
Einschränkung des Grundrechts auf Freizügigkeit (Art. 11 GG) wieder möglich
werden.
– Das Widerstandsrecht wird verdreht zum Recht des einzelnen Bürgers auf
Lynchjustiz.
DIE BONNER NOTSTANDSSTRATEGEN SIND FEST ENTSCHLOSSEN, DIE NEUEN
ERMÄCHTIGUNGSGESETZE AM 29. MAI DURCHZUPEITSCHEN.
Appelle, Petitionen, Diskussionen allein helfen heute nicht mehr.
Gemeinsam mit allen Demokraten, den Streikenden in Universitäten und
Betrieben muß in letzter Minute alles getan werden,damit nicht noch einmal
Ermächtigungsgesetze in Deutschland widerstandslos hingenommen werden.
Wir lassen uns von autoritären Schulbürokraten nicht einschüchtern. Führt
Informationsveranstaltungen in den Schulen durch. Legt den Lehrbetrieb in
Warnstreiks zur 3. Lesung der Notstandsgesetze lahm. Führt am 29.5. an allen
Schulen einen Generalstreik durch.
Das besondere Gewaltverhältnis an den Schulen kennen wir. Verhindert die
Verwandlung der Gesamtgesellschaft in eine Zwangskaserne. Der Generalstreik
der Schulen muß die Antwort aller demokratischer Schüler auf die
Herausforderung durch die Notstandsgesetze sein.
ES GIBT NUR EIN FRIEDLICHES MITTEL, DIE NOTSTANDSGESETZE ZU VERHINDERN: ICH
STREIKE, DU STREIKST, WIR STREIKEN,ALLE STREIKEN:
GENERALSTREIK!!
AUSS Aktionszentrum Unabhängiger und Sozialistischer Schüler -6 Frankfurt,
Wilh.-Hauff-Str. 5, Tel 776068 – Bundesvorstand-
Verantwortlich: H.Barth; Druck: Alfred W. Dunker, 6 Frankfurt am Main, Lange
Str. 31
STREIK
Der Schoß des Terrors ist die Jagd des Kapitals und seiner Marionetten nach
den höchsten Höchstprofiten und den Rohstoffen, die dafür benötigt werden.
Davon sollen und wollen Götz Aly und Gerd Koenen ablenken. Und dass bei
diesem Kampf um Höchstprofit ab und zu auch Kollateralschäden in der eigenen
Klasse und Kaste in Kauf genommen werden, das belegen die im Gegensatz zu
den Kriegs- und Hunger-Sterberaten der dritten Welt aber auch denen der
zweiten und der ersten in den unteren Gesellschaftsetagen – vergleichsweise
geringen Verlustzahlen. Mal ganz abgesehen davon, dass nicht wenige dieser
Kollateralopfer direkt aufs Konto der eigenen Dienste gingen. Aldo Moro zum
Beispiel oder eventuell auch Herr Rohwedder, den die Altlantiker so gerne
aus dem Weg gehabt hätten und ja dann auch hatten. Oder genauso Alfred
Herrhausen.
Wo es bei der NPD von Kopf bis Fuß nachweislich von Dienst-Konvertiten
und/oder V-Leuten nur so wimmelt, gab und gibt es Ähnliches auch in der RAF
und ihrem Umfeld und dem Nachlaß. Nicht selten war da einer wie Schmücker
mit am Drücker.
Interessieren würde mich schon Mal, wieviel Honorar Götz Aly und Gerd Koenen
so kassieren.
Schöne Grüße
Hartmut Barth-Engelbart
Die 68er-Roman-Trilogie:
GRENZGÄNGER –
“Über-Springer”, “Putztruppen” und
“Die Kanalarbeiterin”
sucht ihren Verlag.
Er soll sich melden.
Neue Texte aus HaBEs “Büchnerei” bei www.barth-engelbart.de.vu
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Texte aus HaBEs “Büchnerei”
entstehen in der WortWerkStatt der Mittel-Gründauer “Büchner-Gilde”. Die hat
HaBE dort initiiert, wo die oberhessischen Bauernaufstände 1830 unter dem
Einfluss von Büchner, Weidig & ihrem Giessener Kreis begannen. Das
oberhessische SchmugglerGrenzNest war Scharnier/Adapter zwischen den
frühdemokratischen Bewegungen in (Ober-)Hessen-Darmstadt & Hessen-Kassel.
Die radikaldemokratischen Forderungen der (Mittel-Gründauer) Bauern gegen
die (Ysenburg-Büdinger) Fürsten & (von Riedeselschen) Barone, gegen den Adel
insgesamt hatte der Lehrer Paul Nagel an diesem Ort formuliert. Er verscholl
deshalb nach 1830 zusammen mit vielen Bauern in einem fürstlichen Zuchthaus.
(Sein radikaldemokratischer Nachfolger und Kollege, Bernhard Kaffenberger
wurde 1850 als Anführer der regionalen 1848er bestraft und zur Auswanderung
in die USA gezwungen.) Die “Büchner-Gilde” soll im Sinne Büchners, Weidigs &
der linken 1848er “die Leut zu Wort kommen lassen & ihnen ihre Stimme & ihre
Lieder wieder geben”. Mit-Täter-Leser-Schreiber-MusikerINNEN gesucht! Eine
Reihe von Texten aus der “Büchnerei” & den Hanauer
Widerstands-(Konzert-)Lesungen & OpenAir-Schreibungen sind als Bücher
erschienen & es stehen wöchentlich neue in der Neuen Rheinischen Zeitung
(http://www.nrhz.de/flyer/):
“unter schlag zeilen
– befreite worte – gebrochene reime zur lage” – Nach einmonatiger
Untersuchungshaft wurden sie zur Leipziger Buchmesse 2005 von der Hanauer
Staatsanwaltschaft (wieder)herausgegeben: 320 Seiten politische Lyrik&Grafik
mit einem Vorwort von Ingrid & Gerhard Zwerenz, Zambon Verlag ISBN
3-88975-107-5)
“ZORA”
HaBE (text) & Barbara Braguti (bilder); das bilderbuchunartige & fabelhaft
neue Kinder-Bilder-Lesebuch von der Ziege Zora & ihren sieben Geißlein in
den Hauptrollen;
in Nebenrollen Minister Killy, Nachbar Haftlinger, Christa Ganzen auf dem
Bildschirm mit NachrichtenParade-Hengst Ulrich Wiehert sowie ein Schnelles
Anti-Graffitty-Kampfhubschrauber-CitySäuberungs-EingreifKommando des
Sicherheitsdienstes unter Minister KikeriKilly
(Zambon Verlag FFM; ISBN 3-88975-128-8);
“Lakonisches Lächeln”,
2001, erschienen bei yedermann, München-Riemerling, ISBN 3-935269-14-5
(leider vergriffen ((gottseidank))Restexemplare gibts noch beim Autor) : auf
hundert Seiten entfaltet sich nicht nur die Geschichte einer
Männerfreundschaft mit griechischtragischem Ende, sondern auch die lächelnde
Geschichte eines Bergdorfes und mit ihr die Geschichte Griechenlands und des
christlichen Abendlandes, nebenbei auch die Geschicht der Immi- und
Emigration: wie aus deutschen Aussteigern auf dem Weg nach indischer
Erleuchtung plötzlich Gewächshauseinsteiger und Mundräuber mit
Pestizidkotzen und anschliessend NotLandarbeiter werden, sich in Polen,
Rumänen, Bulgaren, Jugoslawen und schließlich in Albaner verwandeln und
Pogromopfer werden, wobei sich Phasen und Farcen ebenso abwechseln wie
Tragik und Komik und das Weinen im Lachen erstickt oder umgekehrt, halt wie
im richtigen Leben auch wenns oft das falsche ist. Aber was ist denn
richtig, was ist ein Grieche und was denn ein Deutscher oder ein Europäer,
und Elefteria war nicht nur die Schönste im ganzen Dorf sondern auch der
Grund, warum das halbe Dorf zumindest Jagd auf ihren Vater, den Schäfer
machte, bis er im Zuchthaus saß: klar Ziegenhirten sind Schäfer und sind
oder waren arm und meist im Verdacht der KKE anzugehören,. Und wenn das
Land nicht reichte, für die die nicht auswandern konnten, dann wars gut
wenn einer veraschwand. Auf der Suche nach seiner kleine Tochter hatte er
1964 “Elefteria, Elefteria!” über die Platia gerufen, so laut, dass man es
noch im neuen Unterdorf im Kafenion hören konnte. Tschja.. Pech! Elefteria
heißt
Freiheit und die Obristen waren an der Macht. Pambulakos war nur noch halb
so viel, als er Ende der Sechziger wieder ins Dorf kam. Heute ist dieser
Fels von einem Menschen tot.
Mit zwanzig Grafitzeichnungen des Autors aus dem Peloponnes
mehr (über) HaBE-Texte-Bücher-Lieder-Bilder in:
www.autorenhessen.de/autoren/barth-engelbart; www.barth-engelbart.de.vu;
www.zambon-verlag.de/pagine/libri;
http://kz-adlerwerke.frankfurt.org/de/aktionen/auffuehrung/einleitung.html;
www.nrhz.de/flyer;
Hier folgen einige texte, die bei wikipedia wegzensiert wurden, und für einige Aufregung bei den Moderatoren sorgten
Versuchte Volksverhetzung
2007 hat ein Benutzer den Satz “Im Dezember 2004 werden bei einer solchen Lesung 45 Gedichte von der Polizei „wegen versuchter Volksverhetzung“ beschlagnahmt und der Autor mit Festnahme bedroht.” mit der Begründung “max. wegen Verdachts der versuchten Volksverhetzung; die Polizei wird sicher keine strafrechtlichen Urteile gefällt haben. Bitte klären, vor allem wenn als “Wortzitat”, bis dahin entfernt, da falsch” entfernt. Den nachfolgenden Satz habe ich nun ebenfalls entfernt, da er sonst keinen Sinn macht, halte den Vorfall für die Biographie Barth-Engelbarts aber schon für relevant, also bitte neuschreiben (oder falls Löschung falsch begründet, beide Sätze wiederherstellen). —85.1.238.72 22:32, 31. Jan. 2009 (CET)
Die Streichung ist völlig ungerechtfertigt: mir liegt die Quittung für die Beschlagnahmten Unikate und der Filzstifte, der leeren Plakatpappen, usw. vor, darauf steht “beschlagnahmt wg. versuchter Volksverhetzung”. Das ist jedoch nur ein Beispiel für insgesamt über 12 solcher Staats-Aktionen, wobei es auch solche von “links” gab, z.B. die vernichtung meiner auf der Buchmesse 2006 in Havanna/Kuba geschriebenen WandzeitungsLyrik und Prosa – nicht durch die kubanische Messeleitung, die mich im Gegenteil sehr freundlich materiell unterstützt hat – sondern durch die Leitung der deutschen Delegation, der meine Texte nicht passten und die mir gegenüber behauptete, die Messeleitung hätte die Texte vernichtet. (nicht signierter Beitrag von 84.177.221.177 (Diskussion | Beiträge) 23:47, 18. Mär. 2009 (CET))
Presseberichte für die Polizei-vom-Dach-Aktion
Hallo, für so eine skandalöse Aktion wie das Herunterschubsen eines Demonstranten von einem Dach müsste es doch Presseberichte geben. Kann jemand die noch einfügen? —Gormo 19:11, 28. Nov. 2009 (CET)
Barth-Engelbarts Vordachsturz und der Volkskrieg des Vietkong
Da mir hier regelmäßig vorgehalten wird, ich würde mich nicht äußern, ich würde keine Presseberichte vorlegen usw..erstens ist mir das hier alles für meine Sehbehinderung zu kompliziert und zweitens habe ich versucht, bei meinem ehemaligen Arbeitgeber die Artikel zu besorgen. Ich habe sie nach langen Hin und Her endlich erhalten, kann sie aber hier nicht einfügen. Sowohl die FR als auch die Abendpost-Nachtausgabe hatten den Sturz gemeldet. Tags drauf dementierte die Frankfurter Polizeiführung unter Polizeipräsident Littman, dessen Tochter selbst Zeugin der Vorgänge auf dem Dach des US-Handelszentrums war. Noch ein Zeuge hat die Vorgänge aus sicherer Entfernung hinter den Polizeireihen am Opernplatz und in der Bockenheimer Landstraße beobachtet: John Rubinow, der Sohn des damaligen Chefs des US-Handelszentrums. Rubinow schloss sich noch Ende 1968 dem Frankfurter USSB, dem Unabhängigen Sozialistischen Schülerbund an. Als Entlastungs-Zeuge vor Gericht hat er sich nicht angeboten aber später bei einer Delegiertenkonferenz des AUSS, als es um meine Wiederwahl in den Bundesvorstand der sozialistischen Schüler ging. Ein Konkurrent und Liedermacher aus dem DKP-orientieren Flügel des AUSS forderte mich zum Verzicht auf eine erneute Kandidatur auf, denn ich sei ja wohl nicht vom Dach geworfen worden, sondern selbst gesprungen. “Der Genosse will sich hier nur als Held aufspielen!”. Dieser von der Polizei übernommenen Darstellung durch den führenden Frankfurter Schülerfunktionär und Liedermacher trat John Rubinow als Zeuge der Vorgänge auf dem Dach der Handelsmission entgegen. Zurückblickend muss ich sagen, es war eine wirklich sehr sehr bunte Gesellschaft, in die ich da aufgenommen wurde…. von einigen erfahre ich erst jetzt, woher sie kamen und mit welchen Absichten… John Rubinow, der Angela Davis als CIA-Agentin “enttarnte” und die KPdUSA eine FBI-Gründung nannte, war wie viele (Groß-)Bürgersöhnchen und -töchterchen ein kleiner Fisch, ein Wichtigtuer, so wie die Tochter des Frankfurter Polizeipräsidenten auch. Seine Position in Frankfurt war wegen der linksradikalen Ausfälle seiner Tochter aber nachhaltig geschwächt. Der 1952 zur Säuberung Frankfurts inthronisierte Starke Mann im Polizeipräsidium konnte sich nicht mehr allzu lange halten. Von seiner vorbildlichen Vorbereitung/Durchführung der Zerschlagung der KPD in Frankfurt und Umgebung wollte niemand mehr etwas wissen. In einem Spiegel-Interwiew über die von der Polizei zu verantwortenden schweren Verletzungen von Gegendemonstranten bei einer NPD-Veranstaltung im Fankfurter Cantatesaal kommt deshalb auch der Spiegel-Interviewer nicht darauf zu sprechen, dass es sich bei den Verletzten hauptsächlich um Altkommunisten handelte. Die Polzei hat seelenruhig dabei zugesehen, wie die NPD-Schläger gegen die Kommunisten vorgingen.. Das war eine typische Littmann’sche Arbeitsteilung… (nicht signierter Beitrag von 84.134.118.197 (Diskussion) 15:30, 24. Sep. 2012 (CEST))
Der Artikel formuliert: “[HBE wurde] bei einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg von einem Polizisten vom Dach des US-Handelszentrums in Frankfurt gestoßen”. Auch unbefangenen Wikipedia-Lesern fällt auf, dass eine Pro-Vietkong-Kundgebung auf dem Zürich-Haus in FFM wenig glaubhaft ist. HBEs eigene Darstellung des Vorfalls auf der Site des befreundeten Künstlers Thomas Immanuel Steinberg lautet: “Als wir versuchten, einen Bewaffneten mit Gewehr im Anschlag auf dem Vordach des (mittlerweile abgerissenen) Zürichhochhauses am Opernplatz zu entwaffnen, wurde ich von einem ZivilBeamten erst festgenommen, und als ich mich befreite, vom Dach geworfen […]” Anschließend schreibt HBE von einem als “V-Mann” beschäftigten “Bereitschaftspolizisten”, der “schwul und schwarz” gewesen sei und sich bei ihm 1973 im Club Voltaire für diesen Vorfall entschuldigt habe. Der Hessische Rundfunk benennt HBE nicht, beschreibt aber offensichtlich denselben Vorfall: “Etwa 2000 Studenten ziehen […] von der Universität ins Westend. […] Es kommt zu den heftigsten Auseinandersetzungen zwischen Studenten und Polizei, die Frankfurt bis dahin erlebt hat. Doch den Demonstranten gelingt es nicht, die Sperren vor dem Konsulat zu durchbrechen. […] Dennoch gelingt es einigen Studenten, das Dach des Handelszentrums am Opernplatz zu erklimmen und eine Vietcongfahne zu hissen.” Der Liedermacher HBE hat also am 5. Februar 1968 zusamen mit Günter Amendt, Gaston Salvatore, Rudi Dutschke, Hans-Jürgen Krahl und anderen “spontan” (siehe HR) zuerst das Konsulat und dann das Amerika-Haus erfolglos angegriffen – und nach dem Scheitern beider Attacken auf dem Vordach des Zürich-Hauses zusammen mit einem schwarzen schwulen Genossen eine Fahne der Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams gehisst. Dabei ist er “vom Dach gefallen” (Joschka Fischer, zitiert nach HBE). Was von all diesem Blödsinn überhaupt Relevanz hat, wage ich belanglose IP nicht zu entscheiden, vielleicht äußert sich der Liedermacher selber mal hier zu dem Durcheinander?– 84.142.9.190 11:28, 31. Mär. 2011 (CEST)
HaBE geantwortet:
Das hier ist mir alles zu kompliziert: aber auch ohne die Eintrittsformulare ausgefüllt zu haben, möchte ich dem verzweifelten Bezweifler gerne einen Blick in die mir vorliegenden Akten der Anklage gewähren (und wer das kann, darfs auch gerne auf die Seite vorne stellen): von der Anklage wird der ehemalige Bereitschaftspolizist Kristzcek, (Sohn einer tschechischen oder polnischen Ex-Zwangsarbeiterin und eines schwarzen GIs, ehemals wohnhaft im Hanauer Stadtteil Lamboy, Schwarzenbergstraße, mit den Negativmerkmalen schwarz und schwul) als Hauptzeuge angeführt, neben zwei oder drei Hauptkommissaren des 18. (politischen)K der Kriminalpolizei, die mich in Zivil nach dem Aufprall auf den Waschbetonplatten zusammen mit zwei ahnungslosen SDS-Genossen in ein benachbartes China-Restaurant trugen.. Die beiden Polizisten in Zivil sagten zu den SDSlern, sie könnten ruhig wieder zur Demo zurück, der Saniwagen käme gleich und sie würden das auch alleine schaffen… und dann begannen die Verhöre im Restauarnt, im ASB-Saniwagen bis zur OP im Markuskrankenhaus, wo der Chefarzt die beiden Kripoleute zunächst rausschmiss und danach gings weiter im Wachraum und dann weiter im Krankenzimmer, bis mich ein von sympatisierenden Schwesternschülerinnen informierter Rechtsanwalt namens Golzem (aus der Sozietät Ormond-Raabe) von dieser folterähnlichen Verhörmethode befreite. Zuvor wurde ich vor die Wahl gestellt: keine Anzeigen gegen Kristczek, namentliche Nennung aller Rädelsführer, die bereits vorformuliert mir vorgehalten wurden: Krahl, Rudi Dutschke, Gaston Salvatore, Burghard Blüm, K-D und Frank Wolf, Günther Amendt, die Tochter des Polizeipräsidenten, der Sohn des HR-Intendanten, auch drei, vier FR-Redakteure und noch eine ganze Reihe anderer, an deren Namen ich mich heute nicht mehr genau erinnern kann … natürlich waren auch meine Mitangeklagten dabei, deren Namen heute noch in den Akten des VS, des BND, des MAD, des FBI, des CID und der CIA usw. stehen und die deshalb bei jeder Einreise in die USA entsprechende Schwierigkeiten bekommen…. Schwedt, Markowski, Klint, und Knörndel (die Hauptfiguren der Frankurter-“Kameruner”-Gallus-Rocker)…. Als Alternative hatten die beiden Kripo-Beamten der Sondereinheit “Sauberes Frankfurt” (intern auch schon damals als “Putztruppe” gehänselt und von mir als Romantitel benutzt für den historischen Bankfurt-Polit-Krimi “Putztruppen”) mindestens 5 Jahre Gefängnis im Angebot: wegen schwerem Landfriedensbruch, Hausfriedensbruch, schwerer Sachbeschädigung, Vernichtung von Hoheitszeichen, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Rädelsführerschaft … und schon damals versuchten die Kripoleute die Kosten der Polizeieinsätze geltend zu machen… einen der verhörenden KripoLeute kannte ich bereits von einem Knüppeleinsatz der Frankfurter Polizei gegen eine Demonstration um das Haus Dornbusch (oder wars der Cantate-Saal?) in FFM, als wir zusammen mit Emil Carlebach, Dr. Ellen Weber und dem Genossen Trautmann versuchten, den NPD-Parteitag zu “sprengen”. Das war 1967 und damals bekam ich meinen ersten oder schon zweiten behördlich-öffentlich-unrechtlichen Schädelbruch geschlagen. Wem es wieder zu fantastisch klingt: einfach bei Friedrich anfragen, der hat die Anklageakten gegen mich, Emil Carlebach, Dr. Ellen Weber und Trautmann noch in der Konserve. Kristczek hatte Pech: sein Bewährungsaufstieg als V-Mann bei der politischen Kripo scheiterte spätestens nach seiner erneuten Enttarnung bei einer Demo für die Black-Panther-Genossen “The Ramstein-Four” an der EZBankfurter Gutleutkaserne, wo er weit vorne mitmarschierte als “Black-Panther”! Mir fiel der Akzent auf und dann erst sah ich ihn.. und schon gabs ne Begrüßung, Lautstark unter “dem (polizeilich in echt mir immer verbotenen) “megaphonartigen Einsatz meiner Stimme”. Und schon war er hinter den Reihen der Polizisten verschwunden… Kristczek hatte zwar ein paar Kopfgelder für Festnahmen erhalten und hatte sich nach seiner Strafversetzung (schwulsein war damals noch strafbar) bewährt, aber eben nicht genug für einen schwarzen schwulen Briket, wie die Hanauer ihn nannten. Fünf Jahre nach seiner “Heldentat” auf dem US-Handelszentrum wurde er aus dem Polizeidienst gefeuert. So zumindest seine Version am Tresen des Club Voltaire. Armes Schwein. Ich habe ihm gesagt, ich könne wieder so einigermaßen gehen und habe ihm auf seine etwas unterwürfige Frage, ob ich ihm noch böse sei, “verziehen”. Nach Ansicht meines Anwaltes war das genau der gröbste Fehler: zu diesem Zeitpunkt war die Tat des V-Mannes Kristczek noch nicht verjährt und ich hätte gegen ihn und das Land Hessen um zigtausende Schmerzensgeld, Rente usw. klagen können. Ja, ja, diese Gutmenschen… Ansonsten geht mir das ganze Procedere hier gewaltig auf den fünffach geschlagenen Keks.
Um meine Eitelkeit etwas zu bedienen: neben den zwei Artikeln von Ruth Dröse in der Frankfurter Rundschau, gibt es eine ganze Reihe von Rezensionen im Hanauer Anzeiger, im Main-Echo, auf diversen Literatur-Portalen, in der jungen Welt, in der “Publik”, Zeugen für den Vorgang findet man unter den im Streit entlassenen Mitarbeitern des Büros Joschka Fische ne ganze Menge. Seine Zwecklüge ich sei “vom Dach gefallen” , sollte in Hanau bei einer Podiumsdiskussion, (bei der er neben mir auf dem Podium saß zusammen mit dem heutigen antideutschen Matthias Küntzel und dem AntiAKW-Anwalt Matthias Seipel) nur davon ablenken, dass ich seinen bereits seit einigen Monaten bestehenden Beratervertrag mit Siemens recherchiert hatte und damit auch den Grund, warum er die Hanauer Nuklearbetriebe nicht dicht machte. (er hoffte damals , dass ich ihm gleich auf’s Großmaul haue, aber RA. Seipel hat mich glücklicherweise zurückgehalten, DANKE!) Auch die CDU wusste mittlerweile von diesem Beratervertrag, traute sich aber nicht, das öffentlich zu sagen, sie behauptete nur – völlig korrekt, Fischer hätte die Betriebe schließen können und hat es nicht getan. Sie forderte aus der Opposition heraus von Fischer dafür eine Begründung. Doch die kam nie… warum wohl ?
Siehe auch:
„Putztruppen“ & “Oppenheimer-Effekt”? Fragt den TATORT-Autor Peter Zingler!
und
Dein Turm wird- mein Turm wurde schon abgerissen
KinderLiebeKinderTräume: Loukardis Gräfin zu Erbach-Fürstenau zum 60. Geburtstag
Loukardis stürzte 2005 im AFE-Turm in den Tod, mich stürzte 1968 ein Polizist mit Staatsgewalt vom Vordach des ZÜRICH-Hochhauses in eine lebenslängliche Schwerbehinderung. Nächste Woche wird nichts mehr an beide Türme erinnern. Schon 2008 war das Zürichhochhaus weg, als ich beim 40. Jahrestag im Februar vom Vordach eine Erinnerungslesung machen wollte. Als Ersatz habe ich sie vom Dach des GallusTheaters gemacht bei dessen 25. Geburtstag, in den Hof, in den die 1600 ZwangsarbeiterINNen im ADLER-WERKseigenen KZ-Katzbach blicken mussten, wenn sie es konnten und durften – bei fauligem Wasser und verschimmeltem Brot. …. http://www.barth-engelbart.de/?p=8897
Auch ganz gut dazu passend:
Warum sollte Marine LePen keinen VW-Phäton fahren ?
RAF-Book-Mist oder was haben Schäubles “Drei Friseure” mit einer Handvoll Mogadischu-Sand in Baaders Schuh zu tun
Wer erschoss Hanns-Martin Schleyer & wer wird Marine Le Pen attentöten
Wer erschoss in wessen Auftrag den Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer ?
Gegen die ARD-Verschleierung der Attentate auf Schleyer, Rohwedder und Herrhausen durch “Die Spur der Bombe”
Nach Schleyers Mördern weiter suchen! Nach Herrhausens und Rohwedders auch ! Wenn die Commerzbank mit Detroit baden geht, kriegen Deutsche Bank und EZB nicht nur nasse Füße … HaBE ich im Juli 2013 geschrieben .. und jetzt?
„Die Spur der Bombe“ 1.12. ARD 23.30 – die Leichen im Keller werden umgebettet
Tödliche Recherche ?: Abs, Nitribitt, Deutsche Bank, Schleyer, Heydrich, Neven-Dumont, SZ, FR
Damit niemandem auch noch das Hören und Sehen vergeht:
Hier eine Sammlung von Bildern, Ged-&Gesch-ichten, die in meinen Programmen abwechselnd verschiedene kleine & große Rollen spielen.
https://www.google.de/search?q=Wolfgang+Stryi+Barth-Engelbart&client=firefox-b&sa=N&biw=1238&bih=819&tbm=isch&tbo=u&source=univ&ved=0ahUKEwjBwKDP0onOAhWBFiwKHSRDC-U4ChCwBAg0
http://www.barth-engelbart.de/?p=101298
Von den Kabarett-Veranstaltungen gibt es m.W. keine Videos aber hier folgen einige Kostproben von Lesungen u.a. welche mit kleinen improvisierten Kabarett-ähnlichen Bei- & -Einlagen
https://vimeo.com/50425074
https://www.youtube.com/watch?v=OsyB8rVKF1k
https://www.youtube.com/watch?v=3_rUDIPFgHA
https://www.youtube.com/watch?v=xt6f_eCja2A
https://www.youtube.com/watch?v=_ZQhzY-Cj0w
https://www.youtube.com/watch?v=n9gMdx24Lmo
https://www.freie-radios.net/21487
http://www.barth-engelbart.de/?p=1289
https://vimeo.com/43965928
https://vimeo.com/41734133
https://vimeo.com/42228423
https://vimeo.com/41729958
https://vimeo.com/42228422
http://www.podcast.de/episode/667181/Hartmut_Barth-Engelbart_-_Ein_Liebesgedicht_Serie_191:_Corax-Widerhall
http://www.kunstraum-liebusch.de/data/media/LitTel_2007-06_Barth-Engelbart_unter_schlag_zeilen_.mp3
http://www.podcast.de/episode/617544/Lyrik_%C3%BCber_Afghanistan_Serie_191:_Corax-Widerhall/
http://kz-adlerwerke.de/de/aktionen/auffuehrung/aufzeichnungen.html
http://kz-adlerwerke.de/de/aktionen/auffuehrung/schreibmaschine_schuetzenpanzer.html
Autor: Hartmut Barth-Engelbart
Bankfurt: Demonstrant vom Dach geworfen
Fankfurt: Demonstrant vom Dach geworfen, nicht in Madrid, nicht in Odessa, nicht in Athen, nicht auf Lesbos, nicht in Tripolis oder Aleppo …. Nein, bei einer Anti-Kriegsdemonstration in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main, gegen die Unterstützung der US-Raub-Kriege durch die Bundesrepublik Deutschland. Der Demonstrant , ein 21jähriger Auszubildender bei der Frankfurter Rundschau überlebte mit bleibender Schwerbehinderung.
Angesichts der US-IS-Massenmorde, des ferngesteuertenUS-Drohnen-Massenkillens, angesichts der ebenfalls ferngesteuerten sogenannten NSU-Morde und des gezielten Terror-Imports nach Europa eigentlich eine Lappalie.
Angesichts der Opferstrecke der Geheimdienste und des sogenannten Verfassungsschutzes von 1948 bis zum KPD-Verbot 1956 fast zu vernachlässigen. Und doch , mit diesem Sturz wie mit dem ersten Anschlag auf Rudi Dutschke begann ein neuer Zeitabschnitt:
Dass bei der Demonstration im Februar 1968 auch gegen die Besatzung weiterer Teile Palästinas durch Israel, gegen die Massakrierungder Palästinenser im israelishen Blitzkrieg 1967 demonstriert wurde, sei hier nicht verschwiegen. Dass es die Gleichen Menschen waren, die die Fortsetzung der Auschwitzprozesse forderten, muss man heute noch mehr betonen, damit nicht wieder die Antisemitismuskeule gegen sie geschwungen wird, während Staatsanwalt Fritz Bauer totgefeiert und ein Alibi-Prozess nach dem anderen gegen bereits halbtote Auschwitzaufseher geführt wird. Und als Pogromziele und -opfer werden die Juden gegen Muslime ausgetauscht. Und die Synagogen gegen Moscheen.
Links unten das drei Meter hohe Flachdach des US-Handelszentrums, Durch die offenstehende Notausgangstüre in der Fensterfront im erstenStock über dem Handelszentrum flüchtete der ANACONDA-Metallhandelsgesellschafts-Hausmeister mit seiner Langwaffe, einem Kleinkalibergewehr, das wir ihm abnehmen wollten. Er hatte vom Vordach mit dem Schießprügel auf die Demonstranten gezielt.
Demonstrant vom Dach des Frankfurter US-Handelszentrums geworfen, das hat der hr “vergessen”
AlpTraumhaftes Jubel-Jäh-um oder wie FR & hr im BANKFURTER Sinkkasten den Mai ‘68 wegfeierten
Veröffentlicht am 31. Oktober 2011 von Hartmut Barth-Engelbart
Die FRankfurter HeimatFRontschau meldete heute (31.10. 11) dass die Polizei die friedlichen Demonstranten lobt. Tatsächlich sind wir noch nicht in Oakland. Aber bei den herrschenden Flugverbindungen -besonders mit der neuen Startbahn ist man schneller in Oakland als man sichs so denkt. Schaumerma!
Die hr-Dokumentation verschweigt sehr viel und an einigen Punkten kann ich das korrigieren.
http://www.hr-online.de/website/specials/68er/index.jsp?rubrik=35020&xpos=-1300&ypos=-150&show=1
aber der hr machts nicht gern alleine: die FR ist auch dabei:
http://www.barth-engelbart.de/?p=958
Hier nur ein Beispiel:
Es waren nur zwei Studenten auf dem Vordach, insgesamt waren wir zu viert: ich war Schriftsetzer-Lehrling bei der FR und “Klint” Knörndel, der Frankfurter Rocker und Jugendzentrums-Planer (die Alte Oper sollte ein selbstverwaltetes Jugendzentrum für den Rhein.Main-Raum werden – jetzt ist es ein Kult-Schuppen für die VIP, Rudi Arndt wollte wegendesdrohenden Jugendzentrums die Alte Oper lieber sprengen und daher kommt sein Spitzname!!) – also, Klint war Betonbauer … Die beiden Studenten haben später Mal kleine Karrieren gemacht, der eine Arzt, der andre auch nicht viel mehr … Und wir haben nicht hauptsächlich die Vietcong-Fahne gehisst sondern den durchgeknallten Hausmeister der im Zürich-Hochhaus über dem US-Handelszentrum residierenden “Anaconda-Metall-Handelsgesellschaft” (einer Tochter der MG, der MetallGesellschaft : siehe Anmerkung am Ende des Artikels) versucht zu entwaffnen, der mit Kleinkaliber-Gewehr im Anschlag auf die Demonstration zielte. Als der sich durch eine Hintertüre verpisst hatte, ohne dass wir ihm die Knarre wegnehmen konnten, haben wir dann tatsächlich mit den hochgereichten Fahnen und Bildern etwas alternativ geflaggt, bis ein als “Black-Panther” getarnter Zivilpolizist das Dach erklomm und uns festnehmen wollte… Ich kannte ihn schon aus den vorderen Reihen direkt hinter Rudi Dutschke, Hans-Jürgen Krahl, Günter Amend, der damals noch nicht mit Jakob Monetas Tochter Dahlia liierte Burkhard Blüm und Gaston Savatore .. irgendwo zwischen KD & Frank Wolf und Co … und er hatte immer mit einem eigenartigen Akzent amerikanische Parolen gerufen: “Pauer tu se piepel!” , “Bleck end weit juneit end feit!” , das war mir schon etwas verdächtig vorgekommen. Und dann kamen auch deutsche Parolen mit bemühtem US-Akzent: “USA-SA-SS!” und “Schießt den Johnson vom Balkon, Alle Macht dem VietCong!” Ich habe ihn etwas beschäftigt, den Herrn Krzistek , den Sohn einer in Hanau hängengebliebenen polnischen oder tschechischen Zwangsarbeiterin in US-Army-Diensten und eines schwarzen GIs, der von der Hanauer kasernierten Bereitschaftspolizei als Schwuler strafversetzt wurde und beim politischen 18. Kommissariat in FFM seinen Bewährungseinsatz bekam: V-Mann bei den SDS-Demos als vermeintlicher Black-Panther. Jahre nach meiner polizeilichen Schwerbeschädigung (und der Erpressung durch den Kommissar Vogel vom 18.K. :”Wenn Sie wegen des Sturzes Anzeige machen, dann kann ich Ihnen garantieren, dass Sie nicht unter 5 Jahren rauskommen!! Schwerer Landfriedensbruch, Vernichtung von Hoheitszeichen, schwerer Hausfriedensbruch, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Rädelsführerschaft, Sachbeschädigung und wir haben noch mehr auf der Latte”) hat mir der mittlerweile auch bei der Kripo entlassene Michael Krzistek nach einer Bitte um Verzeihung, den Hintergrund für seine Tat gebeichtet im Frankfurter Club Voltaire und dann später noch Mal in Hanau , wo ich in seinem Heimat-Lamboy-Viertel Jugend- und sozialarbeit machte: ” Ich war auf Bewährung bei der Kripo, ich bekam für jede Festnahme Bewährungspunkte und eine Kopfprämie. Die haben mich richtig erpresst. weil ich schwul bin. Ich musste am Hauptbahnhof gegen Springer mitdemonstrieren und aus der zweiten Reihe mit Dachlatten auf meine Kollegen dreschen, damit dann Festnahmen gemacht werden konnten wegen Angriff auf die Polizei … Ich hab das auf dem Vordach echt nicht gern gemacht. Es war auch nicht Absicht. Eigentlich wollte ich Sie festhalten, festnehmen. Sie waren gerade dabei runterzuspringen in diesen großen einmeterhohen Blumenkübel und da wurde aus dem Festhalten, Festnehmen dann doch ein Runterstoßen. Ich war völlig durcheinander. Ich wollte Sie nicht runterschmeißen. Das hat mir auch keine Prämie gebracht, auch kein Bewährungspunkt. Im Gegenteil: Die haben mich hinterher noch mehr erpresst: ich war im Einsatz bei den Demos um die Ramstein Four, und ich hatte Angst, weil Sie ja schon wieder auf den Beinen waren und die Demo mitorganisiert hatten. Ich hatte Angst aufzufliegen, aber die haben mich gezwungen. Wie ? Ja immer noch wegen meiner Homosexualität und dann kam noch dazu, dass sie mir drohten, ein internes Verfahren gegen mich zu eröffnen, wegen dem Sturz damals. Das hätte das Image der Frankfurter politischen Polizei wahnsinnig verbessert. Ich habe gedacht, dass ich da nie mehr rauskomme. Jetzt bin ich raus… “
Dieses Geständnis kam leider erst nach 5 oder 6 Jahren und ich war großzügig. Ich habe dem armen Schwein verziehen. Nur wußte ich damals noch nicht, wie sich meine beiden kompliziert gebrochenen Fußgelenke entwickeln und welche Folgen die mehrfachen Schädelbrüche nach sich ziehen würden. 20 Jahre habe ich gebraucht, um als schwerbeschädigt anerkannt zu werden, Kuren wurden verweigert, … Als ich dann daran dachte, wegen dieses Verbrechens doch gegen das Land Hessen zu klagen, war die Sache bereits verjährt… Die Drohung des Kommissars Vogel mit den 5 Jahren hat mir bis zur nächsten solchen Drohung 1978 über 10 Jahre in den Knochen gesteckt. 1978 wurde die Drohung auf 3 Jahre ohne Bewährung reduziert und Dank der Verteidigung durch Eberhardt Kempf und Victor Pfaff im Revisionsverfahren auf 3 Jahre mit 3 Jahren Bewährung weiter reduziert. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte..
Ach so, noch was: als ich Mitte der 80er Jahre
nachweisen konnte, dass Fischer bereits mit Siemens gekungelt hatte und eventuell sogar schon seinen Beratervertrag in der Tasche hatte und deshalb die NuklearBetrieb in Hanau nicht schloss, hat der wackere Straßenkämpfer und PutztruppenKommandeur in den Saal gerufen:”Man merkt doch deutlich, dass der Barth-Engelbart schon Mal vom Dach gefallen ist! So was nennt man Dachschaden.”
Der mit Fischers Jubelchören berstendüberfüllte Bürgerhaus-Saal in Hanau-Lamboy-Tümpelgarten brach in schallendes Gelächter und ins Schenkelklopfen aus..
Bild gelöscht wg Abmahnfalle!!!!
SDS-Prominenz in Frankfurt: 3. v.l. Günter Amendt, Gaston Salvatore, Rudi Dutschke, Burkhard Bluem und Hans Jürgen Krahl.
Bild: Erika Sulzer-Kleinemeier
Februar, US-Konsulat: “Unser Vietnam ist in Europa!”
Im Februar 1968 toben die Kämpfe in Vietnam bereits seit fast drei Jahren. Die USA hatten sich an der Seite Südvietnams immer weiter in einen aussichtslosen Krieg gegen den kommunistischen Norden verstrickt. Der Norden, unterstützt von China und der Sowjetunion, verfolgte eine Guerilla-Strategie, der die USA massive Bombardements entgegensetzten. In den USA formiert sich eine breite Bewegung gegen den Krieg, über dessen Grausamkeit die täglichen Berichte in den Medien keinen Zweifel ließen. Der Einsatz von Napalm, großflächige Bombardements, die zahlreiche Opfer in der Zivilbevölkerung fordern, und die zynische Strategie des „Body Count“ als Maß des Kriegserfolgs durch die US-Regierung führt weltweit zu Protesten. In den USA schwindet der Glaube an die herrschende Klasse. Bereits Anfang der 60er Jahre entsteht dort eine vielschichtige Protestkultur als Bewegung gegen den Krieg. Auch in Deutschland wird die Bewegung aufgenommen. Die USA, deren Einfluss noch wenige Jahre zuvor positiv wahrgenommen worden war, werden zum Feindbild.
Bild gelöscht wg. Abmahnfalle !!!!!
Auseinandersetzungen vor dem US-Konsulat
Doch Vietnam ist für den Westen längst mehr als ein grausamer Krieg am anderen Ende der Welt. In Vietnam prallen die Utopien der Nachkriegszeit aufeinander: Der Kommunismus auf der einen Seite, der Kapitalismus auf der anderen. „Imperialismus“ lautet der Vorwurf der Protestgeneration gegen die USA, die in Südostasien einen Stellvertreterkrieg führen, um den Einfluss des Kommunismus zurückzudrängen. Mit jedem Kriegsjahr verlieren die USA mehr ihr moralisches Gewicht. Der nordvietnamesische Führer Ho-Chi-Minh wird zum Idol der 68er.
„Unser Vietnam ist hier in Europa“
Der Sozialistische Deutsche Studentenbund plant für Mitte Februar 1968 einen Vietnam-Kongress in Berlin. Dort soll es um „den Kampf des vietnamesischen Volkes und die Globalstrategie des Imperialismus“ gehen. Am 5. Februar 1968 findet in der Frankfurter Universität so etwas wie die Generalprobe statt. Auf dem Podium SDS-Prominenz: Rudi Dutschke, Gaston Salvatore und der Frankfurter SDS-Vordenker Hans-Jürgen Krahl. Dutschke ist der uneingeschränkte Star der Veranstaltung. Als er in den Saal kommt, wird er mit „Rudi rallalla“ und „Ho-Ho-Ho Tschi-Minh“-Rufen begrüßt. Einem Zwischenruf aus dem Saal „geh doch nach Vietnam“ hält er entgegen: „Unser Vietnam ist hier in Europa“. Er verlangt Spenden für Waffenlieferungen an den Vietkong und fordert die Menge schließlich dazu auf, ein “Go-In” im amerikanischen Konsulat in der Siesmeyerstraße zu versuchen. Falls dies gelinge, könne die Aktion auch zu einer Belagerung werden.Etwa 2000 Studenten ziehen daraufhin mit einer großen Vietcongfahne, untergehakt in Sechserreihen, von der Universität ins Westend. Doch vor dem Konsulat wartet bereits die Polizei mit Sperren und Wasserwerfern. Es kommt zu den heftigsten Auseinandersetzungen zwischen Studenten und Polizei, die Frankfurt bis dahin erlebt hat. Doch den Demonstranten gelingt es nicht, die Sperren vor dem Konsulat zu durchbrechen. Sie ziehen in Richtung Amerika-Haus am Opernplatz weiter. Auch hier treffen sie auf Polizeieinheiten, die unter anderem auf Pferden vehement gegen die Demonstranten vorgehen. Auch hier ist ein „Go-in“ aussichtslos. Dennoch gelingt es einigen Studenten, das Dach des Handelszentrums am Opernplatz zu erklimmen und eine Vietcongfahne zu hissen.Die Demonstration war der Auftakt zu einem Jahr der Proteste in Frankfurt.
AlpTraumhaftes Jubel-Jäh-um oder wie FR & hr im BANKFURTER Sinkkasten den Mai ‘68 wegfeierten
ES IST ZUEGEBEN NICHT EINES MEINER BESTEN GEDICHTE : ABER ES IST SEHR DICHT
(in einem Rudel von FR-medien-designerINNEn durfte ich am 30. April (2008) in Frankfurt in den 1.Mai abrocken …. wurde aber nix: die Musik war milttelmäßiger 60er Verschnitt und die powerPointPräsentation von Uschis Titten war unter aller Sau: eine schlechte Werbeveranstaltung der Welt-& HeimatFRont-Schau und des hässlichen Schwarzfunks) weitere Gedichte sind hier nachzulesen: Para Stella Calloni & sus Amigas/os Renata y Daniel Rodriguez: HaBEs unveröffentlichte Texte des Europäischen Poesie-Festivals zum Nachlesen
Diese Gedichte widme ich der Freundin Fidel Castros, Stella Calloni, die mit ihrerm Buch über die “Operación Cóndor” Licht in eines der finstersten Kapitel Lateinamerikas bringt. Mit dem Untertritel “Lateinamerika im Griff der Todesschwadrone” ist es mit vielen Dokumenten über die Kooperation zwischen CIA und den Militärdiktaturen gespickt im EZBankfurter ZAMBON-Verlag erschienen ISBN 978-38-8975-144-7. 15.€
Das Nachwort des Buches hat FidelCastro geschrieben…das Vorwort Adolfo Pérez Esquivel, der Friedensnobelpreisträger 1980 .
Stella Calloni hat für ihre schriftstellerische und journalistische Arbeit zahlreiche Auszeichnungen erhalten: Lateinamerikanischer Journalistenpreis “José Marti” (1986); Preis der Madres de la plaza de Mayo (1989), Menschenrechtspreis der Union der Frauen Argentiniens “Margarita Ponce” (2001); Preis des Medienfachbereiches der Universidad Nacional de la Plata Argentinien (2002) usw…
68er Revival-Disco im Sinkkasten
Vietnam Ho-tschi-Tralala
Ohnsorg’, Rudi-Rallalla
und in Mitten
Uschis Titten
Rainer Langhans’ Unterhosen
zwei drei viele becks in dosen
kaufhaus Schneider steinwurfweit
etwas weggesprengt zur Zeit
KfW bauts wieder auf
bis zum Sommerschlussverkauf ?
die Toten gibts in Ramallah,
Falutscha, Belgrad und Kabul-
grün mandatet find ich cool.
Dany gafft durchs Absperrgitter
heute ist er Kreuzzugsritter
Joschka trägt jetzt den Talar
weil er eh katholisch war
Als Messdiener wurd er vernascht
deshalb hat der Bub gehascht.
FR-sponsort- HR eins
Opening mit Holger Meins
Holger Meins das ist kein Spass
starb weil er die Supp nicht aß
Nur der gute Struwwelpeter
Rainer, den kennt hier noch jeder
blieb noch übrig
Gott sei Dank
jettet von Berlin nach Frank
furt wo er die Haare rauft
und sich dann als Buch verkauft
HR2 da gibts Kultur
die FR promotet nur
leider sind sie jetzt zerstritten
Rainer und die O mit Titten
Opa, Mutti und der Pappa
tanzen groovig
nach Frank Zappa
Und die Opfer von MyLai
sind per Dia mit dabei
Ach MyLai das war doch Gestern
Dalai ruft zum Beten Schwestern
Free-InsTibett mit dem Lama
gutes Feministen Karma
Und was sind schon Frauenrechte
gegen solche Himmelsnächte
die seine Heiligkeit durchschlürft
wenn ihr ihm euch opfern dürft
Revoluschen dröhnts im Ohr
ich komm mir so beschissen vor
Rainer nahm auch LSD
Nixon, Fixon ganz ok
Statt Black Panther
Flower Power
Leary Lari
auf die dauer
was westmoreland sehr erheitert:
wenn dir Age das Hirn erweitert
Tolle Party, gute Äckschen
I can get no Sättisfäkschen
Alles tut noch einmal so
Ich muss Kotzen.
Schnell zum Klo.
Mein Neffe geht nach KOSOWO
geschrieben in der nacht vom 1. zum 2. Mai 2008
gut Nacht
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SchreibtischTöter
Schreibtischtöter
müssen für ihre Tätigkeit
weder
sitzen
noch
dazu
stehn
Mai 2008
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Anmerkung zur Anaconda Metall-Handelsgesellschaft und zur MG :
vier Jahre nach dieser Demo fuhren wir mit Freunden nach Spanien, teilweise in bereits befreite Gebiete. In Murcia und Almeria war die Guardia Civil dagegen noch vollends Herr der Lage. In Murcia lernte ich einen Deutsch.-Schweizer Ingenieur kennen, der für die MG in Spanien seit 1932 gearbeitet hatte und zwischendurch auch in Chile (vor dem 2. Weltkrieg und danach bis vor Allende) für die MG und die Tochter Anaconda tätig war. Er sagte mir, dass dfie MG nicht nur den Generalissimus Franco mit allem, was man so als faschistscher Diktator braucht- besonders um erst Mal an die Macht zu kommen – beliefert hat. Er hat mir auch berichtet, dass bei der MG alle alten Kameraden mitgenommen würden. vom Hausmeister in Murcia bis zum Gefolgschafts-Geschäftsführer… in diesem Moment musste ich nicht nur an Matthias Belz’ hessische Hausmeister-Kabarett-Nummer sondern auch an den Anaconda-Hausmeister denken, der 1968 mit dem Kleinkalibergewehr auf die Demonstranten zielte
Autor: Hartmut Barth-Engelbart