Der blinde Straßenmusiker Philipp Hoffman hat die 800 Jahre Mittel-Gründau bereichert

Der blinde Straßenmusiker Philipp Hoffman hat die 800 Jahre Mittel-Gründau bereichert

Liebe Mittel-Gründauer-innen und Besucher aus dem fernen Ausland,

aus Niedergründau, Niederlande, Haingründau, Lieblos, Rothenbergen, Gelnhausen, Freigericht, Hasselroth, Selbold, Breitenborn, Wächtersbach, ja sogar aus Orb, Jossgrund, Langen, Heusenstamm, Jügesheim, Rodgau, Darmstatd, Umstadt, Dieburg, Michelstadt, Reichelsheim, Viernheim, Mannheim, Heidelberg, Hanau, aus dem fernen Bayern, aus Steinau, Schlüchtern, Gedern, Schotten, Lich, Gießen, Hungen, Nidda, Nidderau, Fulda, Gera, Eichstädt, Rodenbach, Ronneburg, Büdingen, Diebach, Erlensee, Neuberg, Eckartshausen, Herrnhaag, Altenstadt, Friedberg, Aschebersch, München, Freiburg, Offenbach, Hanau, Frankfurt, Schlüchtern, Wiesbaden, Berlin, Stuttgart, Heilbronn, Thüringer und Anhaltiner wurden gesichtet, Meckpommes, Branden-Burger aßen Wildschwein-Gyros, was selten geschieht. Sachsen kamen nicht nur aus Sachsenhausen, auch Gäste aus Frankreich, Niederlande, Brasilien,USA, Israel, Italien, Griechenland, Irak, Syrien, Ägypten, Palästina, Polen, Russland, Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Israel und sogar aus Brexit und Rüssel usw……

Vielen Dank für euren Besuch.

Vielen Dank dafür, dass ihr unseren blinden GAST-Bariton und Akkordeon-Spieler Philipp Hoffman so herzlich auf- und angenommen habt.

Er hat -so sagten viele Menschen- euch mit seiner Musik gut unterhalten, mit euch zusammen gesungen und gespielt, nicht nur als Schlussmann des Festumzuges sondern dann auch mit der Super-Kapelle an der Zugspitze, denn er kann auch viele Blasinstrumente spielen.

Er hat mit euch zusammen bis in die frühen Morgenstunden auf der Festmeile und in vielen Höfen über zwei Tage musiziert.

Der Verein „Die Meddel-Grenner“ hatte ursprünglich eine Sockelgage von 200,-€ für ihn beschlossen, dann aber wegen befürchteter Mittelknappheit diesen Betrag auf 100,-€ reduziert.

Das hatte ziemlich katastrophale Folgen, weil sein Mitspieler, der Gitarrist, Ziehharmonikaspieler und Sänger Kolja David, deshalb nicht mitkommen konnte. Er muss den vollen Bahnpreis zahlen und übernachten und da waren die 100,-€ Sockelgage für zwei Straßenmusiker einfach zu wenig.… deshalb ist er kurzfristig abgesprungen und hat an diesem Wochenende wo anders sein Geld verdient, wahrscheinlich das Fünffache und mehr, bei diesem Straßenmusiker-Wetter.

Das hatte aber weitere negative Folgen:

Philipp musste alleine mit Nahverkehrszügen nach Mittel-Gründau fahren,

(Schwerbehinderte auch Blinde dürfen zwar manchmal  mit Jahreskarten fast kostenlos aber immer nur mit Regionalbahnen fahren. Philipp war so den Regional-Bahnen ausgeliefert, die wie auch die DB Verspätungen hatten und für einen Blinden nur knapp oder nicht zu schaffende Umsteigezeiten)  

Er kam bis Bebra, musste dann aber wieder zurück, weil nichts mehr weiterging, landete in NRW. Musste dann schon wieder zurückfahren. Dann hat er in Kassel über Gießen durch die Nacht fahren können mit langen Aufenthalten in Bahnhöfen und kam statt am Freitag-Abend zur Eröffnung erst am Samstag Morgen um 9.37 in Mittel-Gründau ohne geschlafen zu haben aus Richtung Gießen an, während ich nachts ab 21 Uhr stündlich bis 24Uhr in Gelnhausen auf ihn wartete und morgens dann wieder. Telefonisch war er im Zug nicht zu erreichen. Wieder in Mittel-Gründau, erreichte mich über Festnetz eine Nachricht, dass er um 9.37 aus Richtung Gießen im Meddel-Grenn ankäme.

Er machte sofort beim Festzug mit, spielte kurz auf der Festmeile und musste dann erst Mal etwas schlafen.

Der Rückweg nach Kassel dürfte etwas entspannter werden am heutigen Montag, so hoffen wir wenigstens.

Danke an Alle, die etwas in seinen Alu-Gagenbecher geworfen haben.

Aber auch der Erlös aus den übrig gebliebenen Festkalendern (für 2,-€ das Stück) reicht nicht zur Aufstockung der Gage in die versprochenen Höhe.  Es wurden 10 Kalender verkauft.

Den Erlös aus dem Verkauf meiner Federzeichnungen möchte ich wie versprochen zur Unterstützung meiner Ex-Grundschülerin Rema nutzen, die nach ihrer Ausweisung im Alter von 17 Jahren unterwegs ein Kind geboren hat und jetzt in Uganda vom Straßenverkauf von Fruchtsäften leben muss. Der Kleine hat in drei Tagen seinen 4. Geburtstag und da soll ihm seine Mutter etwas kaufen können. Dafür -für ihre Miete, die Kindergartengebühren, die Medikamente und Krankenhausbehandlungen gegen Typhus und Malaria verwende ich den Verkaufserlöse meiner Bilder – seit über drei Jahren. Die sollen jetzt nicht als Notnagel für die verweigerte Gage benutzt werden.

Ich bitte deshalb euch alle, für Philipp  bei mir auf der Internetseite über den PayPal-Spendenknopf mit dem Stichwort „Philipp“ einen Beitrag für seine Gagen zu spenden.

Er hat aber auch sicher nichts dagegen, wenn ihr ihn zu Feiern als Musiker einladen wollt. Das könnt ihr direkt bei ihm oder über mich machen.

Spenden für Philipps Gage könnt ihr auch bei der VR-Bank einzahlen

unter dem Kennwort „Philipp“auf mein Konto bei der  VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen eG

IBAN: DE66 65066 1639 0001 1400 86

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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