EU-AU-Gipfel “unbestimmt verschoben”. D-EU verliert weiter an Einfluss in Afrika

German-Foreign-Policy (Eigener Bericht) :

Berlin und die EU fallen im Einflusskampf um Afrika weiter gegenüber China und anderen aufstrebenden Ländern zurück.

Ein für heute angesetztes Außenministertreffen der EU sowie der Afrikanischen Union (AU) ist ebenso verschoben worden wie ein für Oktober anberaumter EU-AU-Gipfel, auf dem eine neue “Partnerschaftsagenda” beschlossen werden sollte. Offizieller Grund für die Verschiebung ist die Covid-19-Pandemie, die eine persönliche Zusammenkunft in Brüssel unmöglich macht.

Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass die AU – bislang eher ungewohnt – darauf besteht, von der EU nicht mehr allein auf eine Rolle als Rohstofflieferant und Absatzmarkt reduziert zu werden.

In der EU wiederum ist noch umstritten, wie scharf die Abwehr afrikanischer Migranten realisiert werden soll – eine Debatte, die kaum geeignet ist, in der AU Sympathien zu wecken.

Hintergrund für die selbstbewusstere Haltung der afrikanischen Staaten ist, dass China, aber auch andere Länder wie Indien ihre Stellung in Afrika deutlich gestärkt und das westliche Einflussmonopol gebrochen haben.

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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8393/

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

Ein Gedanke zu „EU-AU-Gipfel “unbestimmt verschoben”. D-EU verliert weiter an Einfluss in Afrika“

  1. Das ist schon lange absehbar gewesen. Mit der Gründung der SOZ hat sich ein einflussreicher Gegenpol zur EUSA gebildet
    https://www.youtube.com/watch?v=HId0UyBuA80
    China und Indien haben seit Jahrzehnten stark in Afrika investiert und ihren Einfluss auf die afrikanischen Staaten entsprechend ausgeweitet.
    Dass die Schlafwandler in Deutschland davon träumen hier gegenhalten zu können ist genauso realitätsfremd wie Deutschlands Weltmarktführung im Bereich E-Auto, Wasserstoff, Energie etc.

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