„Broken America“: Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus – und die Alternative: Eine Stimme aus Deutschland zu einem weltweiten Manifest

Elend in den USA-Innenstädten

By The Way: Deutschlands Armutssituation verschärft sich:
Rund 13,3 Millionen Menschen hatten zuletzt ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze & galten deshalb als armutsgefährdet. Das waren 16,1% der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt anhand von Erstergebnissen der
Mikrozensus-Unterstichprobe zu Einkommen & Lebens-bedingungen (EU-SILC) 2025 mitteilt. Ein Jahr zuvor hatte die Armutsgefährdungsquote bei 15,5 % gelegen.
Quelle: Hellmeyer Report

Prof. Wolfram Elsner schreibt: dazu passt doch folgendes: „Broken America“: Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitaismus – und die Alternative. das war mein Referat bei der Konferenz der World Association for Political Economy, WAPE, im August 2025 in Istanbul. der Text wird in englischer Sprache in der nächsten Ausgabe der World Marxist Review (London/Peking) erscheinen. Ich hab übrigens schon nach meiner Vor-Ort-Recherche in Silicon Valley 1984 diese Obdachlosigkeit usw, beschrieben, also auch mitten im aufstrebenden high tech-paradies in Kalifornien, ein paar Kilometer südlich der dazugehörigen privaten Elite-Universität Standford (die ich auch besucht habe), das Buch hieß/heißt „Neue Technik – alte Gesellschaft: Silicon Valley“, Köln 1985 (auch russisch und ungarisch)

*Werner Rügemer: BlackRock Germany. Die heimliche Weltmacht, ihre Praktiken in Deutschland und Friedrich Merz. 112 Seiten, 14,80 Euro, Hintergrund Verlag Berlin 2025, ISBN 978-3-910568-17-4

*Werner Rügemer: Verhängnisvolle Freundschaft. Wie die USA Europa eroberten, zunächst vom 1. zum 2. Weltkrieg. Köln 2023, 326 Seiten, 22,90 Euro. Französisch: Amitié fatale 2024, hardcover, softcover, e-Book; spanisch: Una amistad condenada, 2024; englisch: Fatal friendship, print, e-Book, London, 2025; griechisch: Athen 2026; chinesisch: China Renmin University Press, Peking 2026

„Broken America“: Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus – und die Alternative: Eine Stimme aus Deutschland zu einem weltweiten Manifest

von Werner Rügemer

Aufgrund seines systemischen Niedergangs rüstet sich der US-geführte Kapitalismus noch weiter auf, beschleunigt durch die jüngere, noch aggressivere Fraktion des Kapitals, die der atuelle US Präsident Donald Trump vertritt. Wie kann also die Zusammenarbeit des viel größeren „Rests“ der der Menschheit in Bezug auf Völkerrecht und Menschenrechte vertieft und ausgeweitet werden, auch auf nichtstaatlicher Ebene?

I. „Broken America“ soll die einzige Weltmacht bleiben

Die USA mögen „eine brüchige Gerontokratie sein, die von innen heraus verrottet“, aber dieses „Broken America“ ist Teil des „seltsamen Triumphs“ eben dieses Staates. Diese Diagnose wird nicht in der öffentlichen Mainstream-Debatte diskutiert, sondern dient vielmehr dem internen Selbstverständnis der US-Elite, hier in Foreign Affairs.1 Dies ist das Magazin des Council on Foreign Relations, dem führenden US-amerikanischen Think Tank für Außenpolitik, der nach dem Ersten Weltkrieg von führenden Kapitalisten gegründet wurde und seitdem die globale Expansion der selbsternannten „einzigen Weltmacht“ begleitet.

Dieser Diagnose zufolge halten 70 Prozent der Amerikaner die USA für „nicht gut“ und „arm“:

*nur 20 Prozent haben noch Vertrauen in die Regierung;

*der so wichtige Patriotismus ist auf ein Minderheiten-Tief gesunken,

* Vielfältige Gewalt mit Morden, Selbstmoden und Amokäufen nimmt zu, auch mit zwei Attentaten auf den derzeitigen Präsidenten Trump während des Wahlkampfs.

Aber trotz dieses „zerbrochenen Amerika“ sind die USA erfolgreich und die „einzige Supermacht der Welt“. Und das sollte nicht nur so bleiben, sondern weltweit ausgebaut und gesichert werden, mit nur wenigen Korrekturen, so heißt es in zahlreichen Artikels berühmter Ex-Politiker und Professoren von US-Elite-Universitäten in Foreign Affairs.

II. USA: Oligarchische Kapitalisten-Herrschaft

Selbst Laurence Fink, Chef von BlackRock, dem derzeit größten und einflussreichsten US-Kapitalorganisator und größten Anteilseigner des US-geführten Kapitalismus, räumt ein: „Der Kapitalismus funktioniert, aber derzeit funktioniert er für zu wenige Menschen.“ Fink bezieht sich dabei in erster Linie auf die USA, aber auch auf befreundete kapitalistische Demokratien. Er sieht dies in den niedrigen Renten und wirft den Regierungen vor, nicht genug in die Rentenkassen einzuzahlen.2

Die systematische Senkung der Arbeitseinkommen

Fink spielt dies als vorübergehenden Zustand herunter und vermeidet es, diejenigen zu erwähnen, die für den beschleunigten Rückgang der Renten für die Arbeiterklasse in den letzten drei Jahrzehnten verantwortlich sind: Es sind die führenden Konzerne und Banken und ihre führenden Aktionärsgruppen, allen voran BlackRock: Sie haben das Arbeitseinkommen und damit die Renten weiter abgesenkt. Dies wurde zudem seit den 1980er Jahren, beginnend unter Präsident Ronald Reagan, von den Regierungen unterstützt.

Deshalb haben die USA, ders angeblich wirtschaftlich erfolgreichste Staat, den niedrigsten gesetzlichen Mindestlohn unter den führenden kapitalistischen Ländern. Er liegt bei 7,25 Dollar pro Stunde und ist seit 16 Jahren unverändert. Selbst die sich gewerkschaftsfreundliche gebende Obama-Regierung hat den Mindestlohn nicht angehoben. Kaufkraftbereinigt liegt er sogar unter den Mindestlöhnen in den EU-Armutsländern Osteuropas. Selbst wenn er formal gezahlt wird, wird er oft umgangen, indem der Mindestlohn für die vertraglich vereinbarten Stunden gezahlt wird, aber zusätzliche Stunden für die erforderliche Arbeit verlangt werden, die dann nicht bezahlt werden, wie z. B. bei der Zustellung der vereinbarten Anzahl von Paketen.

Darüber hinaus kann der US-Mindestlohn für Berufe, in denen Trinkgelder zunehmend üblich sind, auf 2,13 Dollar gesenkt werden: In der Gastromonmie, aber auch bei Paket- und Lebensmittellieferungen, Catering, Callcentern, Hotel-Zimmerservice, bei Friseuren, Taxifahrern, Reiseleitern und Altenpflegern und häuslichen Pflegern. Viele von ihnen arbeiten zudem in Teilzeit, mit befristeten Verträgen oder saisonal. So sind nicht nur traditionell schwarze und migrantische Arbeitnehmer verarmt und bleiben es auch weiterhin, sondern auch die weiße Arbeiterklasse.

Modernisierte Sklavenarbeit I: in den USA

Und der Mindestlohn gilt noch weniger für die Millionen illegaler Migranten, die eine systemische Säule der US-Wirtschaft bilden: als Arbeitnehmer, Verbraucher und Steuerzahler, denn Einkommenssteuer und lokale Steuern werden automatisch abgezogen, auch von Illegalen. Zu diesem Ausmaß an normaler Illegalität trägt auch die Tatsache bei, dass seit Präsident Obama das Personal der Berhörden für Arbeitsaufsicht immer weiter abgebaut wurde.3

Einige Bundesstaaten haben einen höheren Mindestlohn, wie Kalifornien mit einem besonders hohen Mindestlohn von 16,50 Dollar. Dies gilt jedoch nicht für Millionen illegaler Arbeiter allein in diesem Bundesstaat: So sind beispielsweise 75 Prozent der bis zu 800.000 Plantagenarbeiter illegal. Sie schuften in Hitze und Kälte ohne Gesundheitsschutz für ein paar Dollar am Tag.4

Neben solchen Landarbeitern arbeiten Millionen weiterer illegaler Einwanderer auch in anderen US-Bundesstaaten im Baugewerbe und in privaten Haushalten als Zeitarbeiter, Teilzeit- und Gelegenheitsarbeiter ohne Verträge, als Reinigungskräfte, Prostituierte, Gärtner und Altenpfleger – ebenso wie beispielsweise die vertragsfreien Fahrer des größten Taxi- und Transportdienstes Uber und die Gig-Worker in digitalisierten Dienstleistungen.

Deshalb dürfen Migranten dauerhaft und in großer Zahl in die USA einreisen – und werden gleichzeitig unter Androhung der Abschiebung zu sklavenähnlicher, unmenschlicher Arbeit gezwungen. Illegalität ist ein Geschäftsmodell. Illegale Einwanderer bleiben unsichtbar, leben in Angst, sind oft obdachlos, dürfen nicht wählen, erhalten keine Gesundheitsversorgung und werden oft zu Kleinkriminalität gezwungen.

Modernisierte Sklavenarbeit II: Global

Nach der Abschaffung der Sklaverei haben die USA Formen der Sklavenarbeit, die gegen die Menschenrechte verstoßen, ständig modernisiert und im modernisierten Neokolonialismus in ungleich größerem Maßstab globalisiert, und tun dies auch heute noch.

Dies geschieht über ihre globalen Lieferketten durch die Automobil-, Pharma-, Lebensmittel-, Agrar- und Supermarktkonzerne, der Zahl nach angeführt von Digitalkonzernen wie Apple, Google, Facebook, Amazon und Microsoft. Ihre teuren Geräte werden hauptsächlich in der „Fabrik Asien” von Subunternehmen hergestellt, die Niedriglohnarbeiter in überwachten Massenunterkünften unterbringen, nämlich Foxconn, Pegatron und Wistron aus Taiwan.

Da China die Löhne über viele Jahre hinweg nachaltig erhöht hat, fliehen Apple und seine Zulieferer so schnell wie möglich in abhängige arme Staaten. Allein Apple hat über 10.000 Zulieferer in Dutzenden von armen Staaten – unbekannt für die Öffentlichkeit und die Verbraucher. So montieren junge Frauen zwischen 18 und 25 Jahren Apple-iPhones in Chennai, Indien: Foxconn beherbergt sie in überwachten Massenunterkünften, meist ohne Arbeitsvertrag. Ihr Lohn beträgt 80 Cent pro Stunde, von denen die Kosten für Unterkunft, billige Verpflegung und den täglichen Transport zur und von der Fabrik abgezogen werden. Die Mehrheit dieser jungen Frauen, die über Arbeitsvermittlungsagenturen aus den ärmsten Regionen armer Länder rekrutiert werden, sind nach wenigen Jahren krank und werden durch neues „Frauenmaterial“ ersetzt.5 Übrigens: Darum kümmern sich die ich-bezogenen neuen Frauen-Rechtlerinnen der LGBQ+- und Diversitäts-Bewegungen überhaupt nicht, aber die Handys aus Indien benutzen sie stundenlang jeden Tag.

Modernisierter Rassismus

Für die neueren digitalisierten Arbeitsplätze, wie Content-Moderatoren im Bereich der Steuerung selbstfahrender Autos, Obstpflück- und Ernte-Roboter sowie Löscharbeiten in sozialen Medien, bauen US-Unternehmen vor allemdie „Fabrik Afrika” aus: Hier werden die neuen Sklavenarbeiter für zwei Dollar pro Tag ausgebeutet – 150 von ihnen zusammengepfercht in einem engen, fensterlosen Raum – in vertragsfreien Diensten für Subunternehmer in undurchsichtigen Lieferketten.6

Zucker-Arbeiterinnen Indien??

Diese moderne Sklavenarbeit ist mit einer neuen Form des Rassismus verbunden, die bewusst neokoloniale Verhältnisse in den USA selbst und in befreundeten Ländern ausnutzt und verlängert. So rekrutiert auch der weltweit größte Taxi- und Transportdienst Uber seine vertragsfreien Fahrer gezielt aus Einwandererslums in Großstädten auf der ganzen Welt: modernisierter Rassismus.7

Die Mittelschicht schrumpft und verarmt

Lange Zeit galt die Mittelschicht mit mehreren Millionen Mitgliedern als Garant für die Stabilität der US-amerikanischen Klassengesellschaft: Kinder aus der Arbeiterklasse konnten eine höhere Bildung erwerben und die soziale Leiter hinaufsteigen, um Lehrer, Wissenschaftler und Ingenieure zu werden. Einige ihrer Kinder konnten sogar noch höher aufsteigen und wurden Manager, Banker, Professoren, Politiker und Journalisten. Sie konnten sich ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung kaufen, sogar zwei Autos, und sich gegen Krankheit und Alter versichern.

Doch seit der Deregulierung und Privatisierung der 1980er Jahre – vorangetrieben von der Republikanischen Partei (Reagan, Bush) und noch mehr von der Demokratischen Partei (Clinton, Obama) – ist auch die Mittelschicht in vielerlei Hinsicht verarmt: Die Kosten für Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Schul- und Universitätsbesuch sowie Mieten sind gestiegen.

Die Mehrheit der Mittelschicht kann sich das Statussymbol einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheims nicht mehr leisten. Die Gesundheitsversorgung ist teurer geworden und wird immer weniger von der Versicherung übernommen, Zuzahlungen auch für versicherte Behandlungen nehmen zu.

Hier das Attentat eines jungen Mannes auf den Chef einer Gesundheitsversicherung in NY ??

Die Studiengebühren sind gestiegen, insbesondere an privaten Universitäten, die für den sozialen Aufstieg entscheidend sind: Absolventen treten hoch verschuldet ins Berufsleben ein und müssen jeden Job annehmen, den sie finden können. Um 2010 war klar: Die Mittelschicht befand sich in einem Schrumpfungs- und Verarmungsprozess.8

Senkung der Reichen-Besteuerung, Erweiterung ihrer Steuerfluchten ??

Die führenden Oligarchen, erste Klasse

Diese Praktiken führten zu einer Explosion der Selbstbereicherung innerhalb der herrschenden Klasse. Sie erneuerte sich, vor allem mit den Digital-, Automobil- und Lebensmittelkonzernen und ihrer Globalisierungswelle, zusammen mit ihren neuen Kreditgebern und Aktionären, den deregulierten Emporkömmlingen der Private-Equity-Fonds, Hedgefonds und dann vor allem mit der Premier League von BlackRock, Vanguard, State Street & Co.

Spätestens seit der „Finanzkrise” und mit ihrer Hilfe sind sie zu den führenden Eigentümergruppen mehrerer tausend der wichtigsten US-Unternehmen und Banken geworden – denn BlackRock & Co. erlebten mit ihren superreichen Kapitalgebern keine Finanzkrise, im Gegenteil.9 Aufstieg mit der Finanzkrise, die sie selbst nicht hatten ??

Die private Armee des transatlantischen Kapitals

Diese Oligarchen werden von einer Armee spezialisierter, hochbezahlter Dienstleister unterstützt. Dazu gehören

*Wirtschaftskanzleien,

*Unternehmensberater,

*Wirtschafts“prüfer“,

*PR-Agenturen,

*Ratingagenturen.

Dazu kommen zahlreiche Lobbyorganisationen, Think Tanks und Professoren der privaten Eliteuniversitäten. Sie übernehmen auch Regierungsaufträge, bekleiden Positionen im Staat und kehren dann in die Privatwirtschaft zurück. Zusammen bilden sie die „zivile Privatarmee des transatlantischen Kapitals”.10

Die Oligarchen kontrollieren auch die politische Meinungsbildung und die Massenkultur. Sie besitzen die traditionellen Medien für das akademische und geschäftliche Publikum,

*so die New York Times, die Washington Post, das Wall Street Journal, Foreign Affairs,

*aber auch die Medien für die nicht-akademische Mehrheit, wie USA Today und die großen Fernsehsender,

*sowie die neuen sozialen Medien, die das antidemokratische Potenzial noch direkter und unkontrollierbarer als Geschäftsmodell ausnutzen.

Gleichzeitig finanzieren die Oligarchen auch private Eliteuniversitäten und betreiben eigene private Stiftungen, sowohl national als auch international. Dies gilt auch für die Tausenden von sogenannten Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die in Wirklichkeit kapitalfinanzierte Organisationen (CFOs) sind.

Die profitable De-Industrialisierung bedroht die nationale Sicherheit

So haben die Oligarchen die US-Wirtschaft ruiniert. Millionen von Wohnungen fehlen, Rohre, Kläranlagen, Schulgebäude und Straßen sind kaputt, Grundwasser ist abgesenkt und vergiftet.

Dies hat zu einem langfristigen Rückgang des industriellen und technologischen Know-hows geführt. Es mangelt an Fachkräften, Ingenieuren, Handwerkern, Architekten und heimischen Lieferketten.

Aufgrund der fast vollständigen Auslagerung des Schiffbaus dauert es beispielsweise derzeit zwölf Jahre, um ein hochmodernes U-Boot für die US-Armee zu bauen, während dies in China nur ein Jahr dauert. Auch bei Energieinnovationen, beispielsweise beim Bau der neuen Generation von Kernkraftwerken, hinken die USA inzwischen hinterher.11 Laut Foreign Affairs bedroht diese profitable Deindustrialisierung nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die „nationale Sicherheit”.12

Subventionen für Konzerne, staatliche Überschuldung

Auf jeden Fall funktioniert der Kapitalismus nicht mehr nach der vorherrschenden Doktrin der freien Marktwirtschaft. Die führenden in- und ausländische Unternehmen errichten heute nur noch dann Fabriken in den USA, wenn der Staat historisch hohe Subventionen zahlt.

Das beschleunigte Wachstum der Staatsverschuldung wird durch niedrigere Steuern für große Unternehmen weiter angeheizt, bis hin zur Nullbesteuerung mit Hilfe professioneller Unterstützung bei der Steuerhinterziehung zugunsten der superreichen Kapitalisten, die 0,001 Prozent der Bevölkerung ausmachen.13

Hier Entwicklung der US-Staatsüberschuldung ??

III. Kapitalistische Demokratie – von innen heraus verrottet

In der westlichen Kapital-Demokratie ist die Demokratie dem Kapital untergeordnet, in vielerlei Hinsicht. So finanzieren beispielsweise US-Kapitalisten auch die beiden von ihnen ausgewählten politischen Parteien. Da jedoch die aktuelle Regierungspartei aufgrund ihrer kapitalfreundlichen Politik spätestens nach zwei Amtszeiten an Unterstützung verliert, finanzieren die Kapitalisten immer gleichzeitig auch die andere (bislang) nicht regierende Partei.

Kapitalistisches Einparteiensystem: populistische Zermürbung

Diese endlose Wiederholung populistischer Demagogie und die anschließende Enttäuschung für die große Mehrheit der Menschen führt dazu, dass die Demokratie verrottet. So hat die Demokratische Partei die Kapitalisten aus dem Silicon Valley und ihre fBlackRock reich und die Mehrheit der Menschen arm gemacht: Deshalb gewinnt mit Trump auch die Demagogie unter den weißen Arbeiter- und Mittelschichten an Boden – und deshalb sind die Silicon-Valley-Konzerne und ihre führenden Aktionäre BlackRock & Co. schließlich zu Trump übergelaufen. Sein „Big Beautiful Bill” von 2025 mit weiteren Steuererleichterungen für Kapitalisten und mit Sozialkürzungen setzt lediglich fort, was frühere Regierungen der Demokratischen Partei begonnen haben.

In Wirklichkeit bilden also beide Parteien ein kapitalistisches Einparteiensystem. Ihre beiden Parteien bekämpfen und vernichten gemeinsam jede neue Partei, die auch nur die geringsten Anzeichen einer Entstehung zeigt, nicht nur antikapitalistische Parteien, sondern auch sozialdemokratische, ökologische und Verbraucher-Parteien.

Ohnehin geht nur etwa die Hälfte der wahlberechtigten Amerikaner tatsächlich zur Wahl, und die Millionen illegaler Arbeiter und ihre Familien dürfen ohnehin nicht wählen. In völlig verarmten Stadtvierteln liegt die Wahlbeteiligung nahe Null.

Und beide Kapitalparteien unter zionistischem Einfluss

Gleichzeitig werden die beiden Kapitalparteien von zwei anderen milliardenschweren Kapital-Lobbyorganisationen finanziert und gelenkt, die beide in die gleiche Richtung weisen: Die zionistische AIPAC finanziert die Demokratische Partei, während die ebenso zionistische Republican Jewish Coalition die Republikanische Partei finanziert.

Dies festigt das Einparteiensystem weiter. Denn beide Parteien sind sich einig über das Ziel der Besetzung, Vertreibung und nun auch Völkermord an den Palästinensern unter Verletzung des Völkerrechts und darüber hinaus über die Umgestaltung des Nahen Ostens, Palästinas, des Libanon und Syriens, einschließlich des Iran, angeführt vom Stellvertreterkrieg Israel.

Zerstörung menschlicher Gemeinsamkeiten

Auf diese Weise zerstört das Einparteiensystem mit seinen Dienstleistern demokratische Kollektive wie Gewerkschaften, Umwelt- und Gerechtigkeitsinitiativen – oder sucht sich geeignete heraus und kauft sie, finanziert sie, instrumentalisiert sie und pervertiert sie: NGOs werden zu CFOs. So erging es beispielsweise der Frauenbewegung: Übrig blieb die Förderung des individuellen Aufstiegs von Frauen in Führungspositionen in Unternehmen, Banken, Mainstream-Medien und Politik – während die Mehrheit der Frauen in Arbeit und Rente noch ärmer wird als zuvor.

So hat die mit der Demokratischen Partei verbundene Kapitalfraktion „neue Werte“ entwickelt: Es wird egoistische Selbstbestimmung gefördert, oft orientiert an Sexualität. So werden Diversität und LGBTQ+ gefördert, also eine kleine neue Minderheit, während gleichzeitig die globale Armee von Millionen profitabel ausgebeuteter Menschen, insbesondere Frauen, gedemütigt und unsichtbar gemacht wird.

Und genau wegen dieser Demagogie der „neuen Werte“ konnte der Republikaner Trump mit seinen Oligarchen zweiter Klasse einen Teil der Gedemütigten in den USA mit seinem neuen Wert „America First“ und seiner Demagogie erreichen, darunter auch die verarmte weiße Arbeiterklasse – aber dadurch wurde das zerbrochene Amerika noch schlimmer.

USA größter Umwelt-Zerstörer 1. in USA, 2. global ??

Der Staat fördert unverdientes und sogar kriminelles Kapital

Der Großteil des oligarchischen Reichtums, der ohne Leistung angewachsen ist, wird vom Staat durch die Nichtregulierung alter und neuer Monopole und durch die Nichteinhaltung bereits kapitalfreundlicher Gesetze gefördert, beispielsweise in den Bereichen Steuern, Insiderhandel, Korruption und Umwelt.

Dies hat die USA zur Nummer eins im World Secrecy Index gemacht, was bedeutet, dass sie weltweit führend in Sachen Geheimhaltung und Nichtbesteuerung großer Privatvermögen sind.14 Der winzige US-Bundesstaat Delaware ist zum mit Abstand größten Finanzparadies des westlichen Kapitalismus geworden, mit mehr Briefkastenfirmen für anonyme Superreiche als seinen fast einer Million Einwohnern. „Die USA sind das bevorzugte Ziel für Geld, das versteckt werden muss.“15

So trugen die drei führenden Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch durch profitable Selbstgefälligkeitsratings zur Finanzkrise von 2008 bei – und wurden mit Zustimmung des US-Kongresses nicht bestraft.16 Die Justiz behandelt auch die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie PWC und E&Y in ähnlicher Weise. Sie prüfen die Rechtmäßigkeit der Rechnungslegung, wie es das Gesetz vorschreibt. Aber selbst sie haben vor der Finanzkrise die Bilanzen betrügerischer, bereits insolventer Banken als ordnungsgemäß bestätigt und damit hohe Gewinne für sich selbst erzielt – und auch sie bleiben ungestraft, und so geht es seitdem weiter, von einem belanglosen „Skandal“ zum nächsten.

Die massenhafte Verbreitung von Hass, Rassismus, Pornografie und Ähnlichem, sogar an Kinder, durch Social-Media-Konzerne – hochprofitabel, aber ebenfalls ungestraft. Führende Wirtschaftskriminelle, bis hin zum US-Präsidenten, bleiben ungestraft, während die USA weltweit führend sind bei der polizeilichen und gerichtlichen Verfolgung von Kleinkriminellen und beim Anteil der Gefängnisinsassen.

Offene und geheime Luxusexzesse der Oligarchen: beide Fraktionen

Die Oligarchen leben in abgeschiedenen Luxusresidenzen mit Privatjets, privaten Sicherheitskräften und mit Heerscharen von Bediensteten und wechseln zwischen Residenzen in den USA und auf Inseln, die sie gekauft haben, wenn sie nicht gerade auf ihren mehrstöckigen Luxusyachten residieren, die als schwimmende Hightech-Kommandozentralen ausgestattet sind und von livrierten Besatzungen bedient werden, geschützt durch spezielle Begleitschiffe und Hubschrauber.

Während dies rein äußerlich und grundsätzlich öffentlich bekannt ist und von einer wohlwollenden bis halbkritischen Berichterstattung in den Mainstream- und Massenmedien begleitet wird, kommt das interne Verhalten selten ans Licht. So hielt beispielsweise der Milliardär Jeffrey Epstein, der sein Vermögen als Waffenhändler im Nahen Osten gemacht hatte, wichtige Treffen zunehmend in seiner Zweitresidenz auf einer Karibikinsel ab.

Sexuelle Dienstleistungen waren Teil des Angebots, aber sie waren nur eine nette Nebensache. Epstein war Mitglied der Trilateralen Kommission und des Council on Foreign Relations: So nahm nicht nur der jetzt amtierende US-Präsident Trump an Epsteins Veranstaltungen teiln, sondern auch ehemalige US-Präsidenten, der israelische Regierungschef Netanjahu, der Chef von Microsoft Bill Gates, führende Royals aus Großbritannien und den Golfstaaten sowie Vertreter der jeweiligen Geheimdienste. Die sexuellen Dienstleistungen wurden populistisch skandalisiert, und Epstein wurde verurteilt, aber dann wurde Epstein 2019 tot im Gefängnis aufgefunden.17

Angesichts des gefährlichen Endspiels, das sie vorantreiben, lassen die Oligarchen zusätzlich zu ihren bestehenden Luxusresidenzen unterirdische Luxusbunker bauen. Als Diener stehen Roboter zur Verfügung. Dieses profitable Geschäft wird in 50 US-Städten, aber auch in befreundeten Ländern betrieben.18

IV. Die US-Arbeiterklasse: Tod aus Verzweiflung

Deshalb sind die USA auch weltweit führend in Bezug auf Massenarmut und unbehandelte Krankheiten, mafiösen Drogenhandel, Sucht aufgrund von Drogen- und Alkoholmissbrauch, Fettleibigkeit aufgrund schlechter Ernährung, frühkindliche Sterblichkeit, Analphabetismus, Inhaftierungsraten, Obdachlosigkeit, Polizeigewalt gegen die Unterschicht und unbezahlbare private Überschuldung – wie auch ihr Staat USA.

Das US-Gesundheitssystem ist das teuerste der Welt, mit extrem hohen Gewinnen für Pharmaunternehmen, Privatkliniken Versicherungskonzeren, und auch mit hohen Einkommen für die wenigen Ärzte im Verhältnis zur Bevölkerung – und den höchsten Zuzahlungen selbst für normal versicherte medizinische Behandlungen, verbunden mit einer hohen Zahl von Menschen, die sich die Zuzahlungen nicht leisten können oder sich verschulden müssen oder sich eine Versicherung überhaupt nicht leisten können. Infolgedessen erhalten Millionen von Menschen mit schweren Krankheiten keine Behandlung. Gleichzeitig werden ungetestete Schmerzmittel wie Opioide beworben, deren übermäßiger Gebrauch jedoch noch mehr Schmerzen verursacht, den Körper schwächt und zu Verzweiflung führt.

Epidemie des Todes, Tod aus Verzweiflung

Weil die Massenarmut ist mit dem öffentlich zur Schau gestellten Reichtum der Oligarchen konfrontiert (zumindest mit einem Teil des Reichtums. Desjaöb sind nicht medizinisch verursachte Epidemien das Wichtigste, sondern vielmehr die „Epidemie des Todes”, d. h. der einsame und hoffnungslose Akt, sich sterben zu lassen, der Wunsch zu sterben, sogar bis hin zur aktiven Selbstzerstörung. Denn angesichts des strahlenden, unerreichbaren Reichtums bleibt nur die Hoffnungslosigkeit, die Resignation, die Selbst-Zerstörung. Zu diesem Schluss kommt der US-amerikanische Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Angus Deaton.19

So sinkt die Lebenserwartung der Arbeiterklasse und der Mittelschicht seit Ende der 1990er Jahre, während die Superreichen immer länger leben. Sie finanzieren zudem noch Forschungen, wie sie ihr gesundes Leben auf mindestens 120 Jahre verlängern und die zerstörte Erde für andere Planeten verlassen können.

Eine Form der Selbstzerstörung ist Selbstmord: Die Zahl der privat gehaltenen Schusswaffen in den USA ist weit höher als die Zahl der Einwohner. Die häufigste Einsatz der privaten Schusswaffen ist der Selbstmord: der Tod der Armen aus Verzweiflung, sogar unter Kindern und Jugendlichen.

Die USA sind führend bei privaten Massenhinrichtungen: Amokläufe

Da die kollektiven Organisationen, die sich mit den existenziellen Fragen der Arbeiterklasse und auch der Mittelschicht befassten, zerstört wurden, sind die Menschen sprachlos und allein gelassen, um sich selbst um alles zu kümmern. Deshalb bricht die Scheinlösung schließlich plötzlich, scheinbar ohne Vorgeschichte und ohne Vorwarnung, heraus, wie aus dem Nichts.

Deshalb geht dem Selbstmord oft der Mord an denjenigen voraus, die dem Täter am nächsten stehen, seien es Ehepartner, Kinder, Geschwister oder Gangmitglieder. Die extreme Form davon sind die wiederkehrenden Mehrfachmorde in den USA in standardisierten Amokläufen, bei denen so viele Menschen wie möglich außerhalb der Familie ins Visier genommen und getötet werden.

Von 2020 bis 2023 verübten vor allem junge Menschen in den USA über 600 Massenerschießungen pro Jahr, also zwei pro Tag. Dabei umfaßt diese Definition nur Amokläufe, bei denen mindestens vier Menschen getötet werden, den Schützen nicht mitgerechnet. Insbesondere Amokläufe an Schulen haben epidemisches Ausmaß.

Waffengewalt ist derzeit „die häufigste Todesursache für Amerikaner im Alter von einem bis 17 Jahren”, und die USA sind in dieser Hinsicht weltweit führend.20

Politische Rechts-Entwicklung ??

V. Gebrochenes Amerika – gebrochene US-Verbündete

Diese Art der oligarchischen Herrschaft, begleitet von innerem Verfall und einer „gebrochenen“ Gesellschaft, breitet sich seit etwa zwei Jahrzehnten auch in Ländern aus, die eng mit den USA verbunden sind, „befreundet“ sind wie Israel und die Ukraine – auch im armen Osteuropa und mit einer gewissen Verzögerung auch in den reicheren Staaten Westeuropas und der Europäischen Union.

EU-Osterweiterung unter NATO-Führung

So war nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur die Gründung der Europäischen Union sowohl wirtschaftlich als auch militärisch von den USA angeführt worden. Dies setzte sich nach 1990 mit der „Osterweiterung“ der EU fort, die wiederum von der NATO dominiert wurde.

Rechte, antikommunistische und antirussische Medien, Parteien und Finanzvorstände wurden gefördert, was zu wirtschaftlicher Verarmung mit niedrigen Löhnen, die gegen die Menschenrechte verstoßen, staatlichen Subventionen für Zulieferunternehmen und Millionen von Menschen, die auf der Suche nach Arbeit migrieren, führte – alles zum Vorteil der aufstrebenden nationalen Oligarchenclans und westlichen Konzerne.21

US-Investoren kaufen Unternehmen in der EU

Dies gilt in abgewandelter Form auch für die reichen westeuropäischen Gründerstaaten der EU.

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg und noch mehr nach dem Zweiten Weltkrieg betrieben US-Konzerne und Banken hier Tausende von Niederlassungen. Seit der Jahrtausendwende sind jedoch neue US-Kapitalaufsteiger wie BlackRock, Vanguard, State Street und Private-Equity-Investoren wie Blackstone, KKR und Carlyle zu Mehrheitsaktionären, Eigentümern und Umgestaltern des Kapitalismus in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Spanien, Italien und der Schweiz geworden, und im Vereinigten Königreich tun sie dies sogar schon länger. Sie haben ihre „zivile Privatarmee” aus Beratern und Agenturen mitgebracht, die nicht nur Investoren, sondern auch Regierungen und die Europäische Kommission beraten.

US-Investoren erhalten noch mehr staatliche Subventionen und zahlen fast keine Steuern. Die vasallischen europäischen Oligarchen werden ebenfalls reicher, die Staaten verschulden sich noch mehr und verstoßen damit gegen die europäischen Schuldenregeln – und Arbeiter, Angestellte, Rentner und die Mehrheit der Mittelschicht werden ärmer.

Infolgedessen hat das Einparteiensystem der USA auch tiefgreifende Auswirkungen auf die EU: Auch hier schwindet die Unterstützung für die Parteien, die seit Jahrzehnten prokapitalistisch regieren, und ihre Überreste konvergieren, bewegen sich noch weiter hin zur populistischen Rechten und werden noch direkter prokapitalistisch. Wie in den USA gehört dazu auch immer mehr der Zionismus.

US-Waffengewalt dringt nach Europa vor

So breiten sich die Phänomene des inneren Verfalls in den mit den USA „befreundeten“ Staaten aus: politische Rechtsentwicklung, Verzweiflung und sinkende Lebenserwartung für die Mehrheit. Oft direkt inspiriert durch US-Amokläufe, die in den Medien ausführlich berichtet werden, aber vor allem, weil die sozialen und klassenbezogenen Voraussetzungen dafür auch in der EU vorhanden sind, nehmen Amokläufe in zwei Dutzend US-freundlichen Staaten wie Norwegen, Schweden, Frankreich, Österreich und Deutschland zu. Dies ist eine „besonders blutige Form des internationalen Einflusses der USA“ – und die US-Eliten sind sich dessen sehr wohl bewusst.22

Soziale Medienplattformen aus den USA – nicht nur im Umfeld des derzeitigen Präsidenten Trump – tragen zu diesem Export bei, „indem sie Gewalt, insbesondere unter desillusionierten jungen Männern, verherrlichen“. Regulierungsversuche wie der Digital Services Act der EU sind völlig wirkungslos.

Private Waffengewalt – die Kehrseite globaler militärischer Gewalt

Die globale Führungsrolle der USA bei der innerstaatlichen Waffengewalt – die auch mit internationalen und illegalen Exporten verbunden ist – ist die systemische Kehrseite der globalen Führungsrolle der USA bei militärischer Präsenz, Kriegen und Militäroperationen, dem Betrieb von Militärstützpunkten und der Förderung von Stellvertreter-Terroristen.

Entgegen der Propaganda dienen beide unregulierten Formen der Gewalt nicht dem Frieden und der Sicherheit, sondern dem Tod und noch größerer Unsicherheit – und den exzessiven privaten Profiten einer winzigen Minderheit.

VI. Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus

Der „seltsame Triumph des zerbrochenen Amerikas“ mit seiner oligarchischen Herrschaft und inneren Fäulnis soll nach Ansicht der US-Kapitalelite fortgesetzt werden, wenn auch mit einigen Korrekturen.

Die erneute Hybris der USA begann mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der sozialistischen Staaten Osteuropas. Die USA führten daher in den 1990er Jahren eine neue Reihe von Kriegen, Stellvertreterkriegen und Kriegsvorbereitungen – Serbien/Kosovo, Palästina, Sudan, Irak, Afghanistan, Venezuela, Jemen, Ukraine, Libyen.

In Fortsetzung und Intensivierung dieser Politik kam es unter der Präsidentschaft Obamas zu einer verstärkten Aufrüstung der europäischen NATO-Mitglieder, zur Ost- und Nordausdehnung der NATO, zum Aufbau zusätzlicher militärischer Präsenz in Afrika und insbesondere in Asien – vor allem wurde die national souverän aufsteigende Volksrepublik China zum neuen Systemfeind des erklärt, durch den freundlichen grinsenden US-Präsidenten Obama.23

Warum die USA sich auf einen möglichen Weltkrieg vorbereiten

Es gibt zwei Gründe, warum sich die US-Oligarchen nach 1945 nun ein weiteres Mal auf einen möglichen neuen Weltkrieg und eine neue Welle einer aggressiveren kapitalistischen Globalisierung vorbereiten:

1. In den USA selbst die De-Industrialisierung, Verarmung und Selbstzerstörung der eigenen Bevölkerung, Verfall der Infrastruktur, Verlust der Innovationskraft auch im technologischen Bereich, Niedergang der seit langem regierenden, beiden korrupten Parteien, Verfall der Werte und der Glaubwürdigkeit der Leitmedien und damit verbunden der Verlust der Kampfbereitschaft der Jugend und schließlich der Verlust des internationalen Ansehens – dies gilt mit Unterschieden auch für die anderen Staaten des von den USA geführten Kapitalismus;

2. Die US-Oligarchen und ihre Vasallen würden dies akzeptieren, wenn es nicht die systemlogische, global wirksame Alternative gäbe: den raschen und vor allem nachhaltigen Aufstieg der Volksrepublik China zur kaufkraftstärksten Industrie- und Handelsnation in Verbindung mit erfolgreichen und wachsenden globalen Kooperationen, zudem, im Unterschied zur US-globalisierung, ohne militärische Begleitung mit hunderten Stützpunkten auf allen Kontinenten und annektierten Inseln.

Beide Kapitalfraktionen stehen nun hinter Trump

Deshalb hat sich die jüngere Multi-Milliardärs-Kapitalfraktion, die in Bezug auf Investitionen weltweit noch kaum präsent ist, organisiert: politisch wird sie bisher im aktuellen US-Präsidenten Trump verkörpert. Diese Oligarchenclans der zweiten Reihe sind noch aggressiver und offen rechtsextremistisch. Auch sie suchen nun nach globalen Investitions- und Kooperationspartnern – doch inzwischen sind auch die bisher noch ungleich reicheren Oligarchen aus dem Silicon Valley und von BlackRock & Co., die ihre Gewinne der Demokratischen Partei verdanken, zu Trumps Republikanischer Partei übergelaufen.

Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:

*Abschaffung der ohnehin schon schwachen US-Regulierungen und Schließung oder Schwächung der US-Aufsichtsbehörden (Umwelt, Arbeit, Finanzen, Medien), Aufbau eines eigenen Deep State

*Noch mehr Minderheitenoperationen außerhalb und gegen die Vereinten Nationen

*Globale Handelskriege mit hohen Zöllen, auch gegen „Verbündete” und „beste Freunde”

*Intensivierung der hoch subventionierten Reindustrialisierung der USA

*nervöse Forcierung der künstlichen Intelligenz

*Beschleunigte Aufrüstung der europäischen NATO-Mitglieder als Stellvertreterkrieger gegen Russland, nachdem die Ukraine ausgeblutet ist und keine neuen Soldaten mehr beschaffen kann

*Langfristige Aufrüstung gegen den systemischen Hauptfeind, die Volksrepublik China

*Suche nach Beziehungen zu offen rechtsextremen und/oder schwachen kleinen Regierungen weltweit, wie dem zionistischen Kettensägen-Kapitalisten Milei in Argentinien, und verstärkte Suche nach neuen Stellvertreterkriegern

*Investitionen in die Lücken der aktuellen Globalisierungsstruktur, insbesondere im Nahen Osten, im Großraum Israel, der Palästina, den Libanon, Syrien, den Süden Zyperns und einige Golfstaaten umfasst, deren Zahl ständig erweitert wird.

Strategie mit neuen Konflikten, national und global

Diese Strategie führt zu neuen Konflikten. Daher können diese Maßnahmen bestenfalls nur langsam Wirkung zeigen. Die Re-Industrialisierung der USA kann nach der jahrzehntelangen De-Industrialisierung nicht so schnell zurückgeholt werden.

Darüber hinaus gefährden die extrem kurzfristigen Gewinnpraktiken der schnell aufsteigenden Kapitalfraktion um Trump selbst die nationale Sicherheit der USA, wie viele Autoren in Foreign Affairs analysieren.

Auch wenn die großen Globalisten aus dem Silicon Valley und ihre Großaktionäre wie BlackRock politisch zu Trump übergelaufen sind, erfüllen sie keineswegs seine Wünsche. Apple beispielsweise verlagert die Produktion seiner iPhones und anderer Geräte nicht in die USA, sondern verlagert die Produktion zunehmend von China in das arme Indien und andere arme Staaten.

Vor allem stößt der Widerstand innerhalb der Vasallen- und befreundeten Staaten in vielerlei Hinsicht auf Widerstand, insbesondere innerhalb der arabischen Staaten, auch durch neue Allianzen, beispielsweise zwischen Kanada und Mexiko.

So wächst in absehbarer Zukunft die Gefahr kleiner und separater sowie groß angelegter Kriege unter Führung der USA.

Südamerika: Gegen Venzuela, Kuba, Nicaragua, mit Milei…

Der Zionismus triumphiert über das Christentum

Christliche protestantische Kirchen, darunter evangelikale Endzeitchristen, gehören traditionell zu den ideologischen Säulen des US-Kapitalismus. Trump hat auch weitere christlich-fundamentalistische Sekten angezogen, darunter auch aus dem katholischen Lager. Auch „christliche Zionisten” haben sich seinen Reihen angeschlossen.

Aber das Christentum zieht in den USA keine Massen mehr an. Bekennende Christen sind in den letzten Jahrzehnten zu einer Minderheit geworden. Deshalb ist mit Trump die extremste Variante des Zionismus, der endgültige Sieg, offen als führende religiöse Ideologie der traditionellen Gotteszentriertheit des US-Staates hervorgetreten. So ist die reichste zionistische Stiftung, die Adelson Foundation des Casino-Moguls Sheldon Adelson, seit den 1990er Jahren der größte Geldgeber sowohl des derzeitigen US-Präsidenten Trump als gleichzeitig auch des langjährigen israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu.24 Trump wiederholt regelmäßig seinen Spruch: „Gott segne Amerika“ und „Gott segne Israel“.

So wurde und wird der zionistische „heilige Krieg“ und das Endspiel, das Israel seit Jahrzehnten vorbereitet und jetzt verschärft gegen die Palästinenser führt, langfristig von den USA gegen „die Linke, den Islam und China“25 global ausgeweitet. Auch so wollen sich die neuen wie alten Kapitalisten des „zerbrochenen Amerika“ retten. So war gleichzeitig auch Israels jahrzehntelange Besatzungspolitik bereits ein hochprofitables Geschäftsmodell für US-amerikanische und israelische Rüstungs- und Überwachungskonzerne – und auch der Völkermord und die fortgesetzte ethnische Säuberung Gazas und der Westbank waren und sind ein hochprofitables Geschäft, wie die UN-Berichterstatterin Francesca Albanese dokumentiert hat.26

Ein erster Schritt ist laut Trump die Umwandlung des ethnisch gesäuberten Gazastreifens in die „Riviera des Nahen Ostens“, als Luxus-Urlaubs-Paradies, aufgebeut auch mit reichen Investoren aus arabischen und muslimischen Staaten.

Auch in den europäischen kapitalistischen Demokratien hat der traditionelle Einfluss der beiden großen christlichen Kirchen massiv abgenommen. Die Ungläubigen treten ebenso aus wie diejenigen, die wirkliche Christen sein wollen, außerhalb der kapitalistisch pervertierten Kirchen. Kirchen leeren sich, viele werden an Musik-Veranstalter verkauft.

Und es gibt fast keine Parteien mehr, die sich christlich nennen, und diese schrumpfen seit Jahrzehnten, wie beispielsweise in Deutschland die langjährige Regierungspartei CDU. Auch jetzt triumphiert unter diesen schwindenden Dienern der Kapitalisten in Europa zum ersten Mal öffentlich das zionistische Alte Testament über das christliche Neue Testament. Das gilt auch für die beiden großen christlichen Kirchen: Sie protestieren nicht gegen den zionistischen Völkermord in Palästina. Der katholische Vatikan mit seinem neuen Papst Leo XIV. aus den USA protestiert nicht einmal, wenn Israel katholische Gemeinden in Palästina, im Libanon und in Syrien zerstört.

Gleichzeitig führt diese ideologische Verengung zu einer weiteren globalen Isolation der US-Oligarchen und ihrer Vasallen. Infolgedessen steht die USA mit Israel immer mehr allein da, beispielsweise bei immer mehr UN-Abstimmungen zu Israel und zu Kuba, isoliert von der überwiegenden Mehrheit der Menschheit.

VII. Die multipolare Selbstorganisation der Menschheit

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die UNO der wesentliche internationale Schritt zum Völkerrecht und zu den Menschenrechten, zu denen seitdem auch Arbeits- und Sozialrechte gehören. Dies war das Ergebnis des Sieges über den Faschismus in Europa, Japan und China, verbunden mit dem enormen Aufschwung antikolonialer Kämpfe und Erfolge. Dies kam auch in der G77-Bewegung zum Ausdruck.

Dies wurde vor allem durch die USA mit ihrem Anspruch, die einzige Weltmacht zu sein, und mit Hilfe von Vasallen und Stellvertreterkriegern militärisch, wirtschaftlich, finanziell, politisch, durch Geheimdienste, ideologisch und kulturell, auch durch viele Dutzende Kriege und Regimewechsel und die Einsetzung von Diktaturen untergraben. Seit zwei Jahrzehnten gewinnt die demokratische Gegenbewegung jedoch aus vielen Quellen an neuer Dynamik.

Nationale Souveränität: Volksrepublik China

Die Volksrepublik China hat sich zunehmend erfolgreich von dieser US-geführten Globalisierung befreit und nationale Souveränität erlangt. Damit hat China auch bewiesen, dass kapitalistische Praktiken zum Wohle der arbeitenden Mehrheit der Bevölkerung reguliert und transformiert werden können.

Nachhaltige Lohnerhöhungen für Hunderte Millionen Arbeiter, der Ausbau moderner Infrastruktur, umweltfreundliche Energieerzeugung, technologische Innovationen auf dem neuesten Stand der Technik, kapitalunabhängige Politik und Wissenschaft – all dies ist möglich geworden. China ist führend bei erneuerbaren Energien und Wiederaufforstung. Betrügerische Manager werden bestraft und ausländische Digitalkonzerne, die Spionage betreiben, werden verboten. Insolvente Unternehmen werden nicht unbedingt vom Staat gerettet.

Ausländische Unternehmen unterliegen ebenfalls Vorschriften, die sie in den USA und der EU nicht akzeptieren, in China jedoch akzeptieren sie diese Vorschriften. Die souveräne Nation China hat nationale Produktions- und Lieferketten etabliert – im Gegensatz zum neokolonialen Kapitalismus unter Führung der USA.

Inklusive, kooperative Globalisierung

Diese Prinzipien gelten logischerweise auch für die internationalen Kooperationen, an denen China beteiligt ist, in deen es wirtschaftliche Unterstützung leistet und zur Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Macht der beteiligten Länder beiträgt.

Obwohl die USA die UNO mitbegründet haben, agieren sie von Anfang an zunehmend ohne und gegen die UNO, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch, gemäß ihrer selbst definierten Formel einer „regelbasierten internationalen Ordnung“, die seit der Staatsgründung unter Bezugnahme auf „Gott“ zu einem religiös gestützten Endsieg geführt werden soll. So werden einzelne UN-Unterorganisationen entweder boykottiert (Menschenrechtskommission), ignoriert (ILO) oder korrumpiert und dann verlassen (WHO). Dies gilt beispielsweise auch für internationale Institutionen wie die WTO, den Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran und aus dem Pariser Klimaabkommen.

Aus diesem Grund basieren die neuen internationalen und kontinentalen Formate der multipolaren Weltordnung – BRICS, SCO, CELAC, FOCAC, EEF usw. – auf der UN-Charta, entwickeln aber gleichzeitig ihre eigenen neuen Kooperationsstrukturen und viele einzelne Maßnahmen nicht nur im Bereich Wirtschaft, sondern auch Kultur, Wissenschaft, Sport, Forschung.

Das alttestamentarische Endspiel des von den USA angeführten Kapitalismus, das durch die derzeitige US-Regierung unter Präsident Trump noch verschärft wird, beschleunigt neue Kooperationen zwischen geschädigten Staaten und Staaten, die sich an internationale Rechte und Menschenrechte halten. Dies gilt beispielsweise für die Haager Gruppe, die unter der Führung Kolumbiens und Südafrikas in Bogota mit 30 Staaten einen Plan zur Beendigung des Völkermords Israels entwickelt hat: „Die Ära der Straflosigkeit ist vorbei.“27

Neben den Beziehungen zwischen Staaten muss auch die multipolare Zusammenarbeit innerhalb der Zivilgesellschaft gestärkt werden, beispielsweise zwischen Unternehmen, Gewerkschaften, antikapitalistischen Parteien und Bewegungen, Genossenschaften, Initiativen für Frieden, für Menschenrechtsarbeit und Renten, für menschenrechtskonformes Wohnen, für menschenrechtskonforme Gesundheitsversorgung und Bildung, für den öffentlichen Nahverkehr, für Frauenforen, für ökologische Landwirtschaft, für kapitalunabhängige Wissenschaften, Kunst, Sport und Medien, für alte und neue gesellige Gruppen aller Altersklassen – und dies auch in einer verstärkten, erneuerten internationalen Zusammenarbeit, selbst und gerade dann, wenn die Regierungen sich (noch) nicht vom US-geführten kaputten Kapitalismus gelöst haben, also auch mit Bewegungen, Initiativen, Parteien in den USA selbst!

1 Michael Beckley: Der seltsame Triumph eines kaputten Amerikas. Warum Macht im Ausland mit Dysfunktionalität im Inland einhergeht, Foreign Affairs, 7. Januar 2025

2 Larry Fink: Unsicherheit ist allgegenwärtig, Handelsblatt, 30.4.2025

3 Amy Bingham: Verlust von Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst: Präsident Obamas Catch 22, abcnews.go.com/blogs/politics, 6. Juni 2012

4 Joel Diringer/Nimrath Sandu: Überblick über die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte in Kalifornien, clc.ucmerced.edu/sites/g/files/ufvvjh626/f/page/documents/review-of-literature.pdf

5 Werner Rügemer: Apple: Zwangsarbeit in Indien mit Foxconn, The International Magz, 7. Januar 2023

6 James Muldoon/Mark Graham/Collum Cant: Feeding the Machine. The Hidden Human Labor Powering AI, Edinburgh 2024

7 Sophie Bernard: Uber Usés. Le capitalisme racial de platforme à Paris, Londres et Montreal, Paris 2023

8 Die amerikanische Mittelschicht ist nicht mehr die reichste der Welt, New York Times 23.4.2014

9 Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Ein Überblick über den Aufstieg der neuen Kapitalakteure, Hamburg 2024, S. 24ff.; auch in deutscher, französischer, italienischer, russischer und chinesischer Ausgabe erhältlich.

10 Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, S. 228ff.

11 Juzel Lloyd: Der andere Atomwaffenwettlauf. Amerika fällt bei Energieinnovationen hinter China und Russland zurück, Foreign Affairs, 28. April 2025

12 Brian Deese: Warum Amerika Schwierigkeiten hat, zu bauen, Foreign Affairs, 12. März 2025

13 Werner Rügemer: BlackRock Deutschland. Die geheime Weltmacht, ihre Praktiken in Deutschland und Friedrich Merz. (Die geheime Weltmacht, ihre Praktiken in Deutschland und Friedrich Merz), 2. Auflage, Berlin 2025

14 ssi.taxjustice.no/fsi/2022/USA/index/top

15 Brooke Harrington: Offshore. Stealth Wealth and the New Colonialism, New York 2024

16 Werner Rügemer: Die Rating-Agenturen. Einblicke in Kapitalmacht der Gegenwart. Bielefeld 2012

17 Wikipedia: Jeffrey Epstein

18 Jim Dobson: Inside the $300 Million Doomsday Bunker, With Opulent Medical Suites and Robotic Staff, Forbes, 27. Januar 2025

19 Anne Case/Angus Deaton: Daeths of Despair and the Future of Capitalism, Princeton University Press 2020

20 Jacob Ware: American Gun Violence Goes Global. How Its Spread Is Disturbing and Diminishing U.S. Soft Power, Foreign Affairs, 9. Juli 2025

21 Werner Rügemer: Das EU-Imperium: Arbeitsunrecht, Krise, neue Widerstände, Hamburg 2022

22 Jacob Ware: Amerikanische Waffengewalt wird global, Foreign Affairs, 9. Juli 2025

23 Siehe den historischen Bericht von Jeffrey Sachs: Die Geopolitik des Friedens, Rede im Europäischen Parlament, 19. Februar 2025, www.jeffsachs.org

24 Casino-Mogul Sheldon Adelson, wichtiger Unterstützer von Trump und Netanjahu, The Times of Israel, 12. Januar 2021; Dalia Hatuqa: Adelsons „extreme Positionen” werden noch lange nachwirken, sagen Palästinenser, aljazeera.com, 12. Januar 2021; Hussein Moghuiyeh: Die Adelson-Saga: Wie pro-israelische Milliardäre ihre „Trumpfkarte” einsetzen, um die USA zu einem Angriff auf den Iran zu bewegen, english.almanar.com.lb, 22. Juni 2025

25 Pete Hegseth: American Crusade. Our Fight to Stay Free, New York 2020

26 Francesca Albanese: Von der Wirtschaft der Besatzung zur Wirtschaft des Völkermords, www.un.org/A/HRC/59/23, 16. Juni 2025

27 Staaten kündigen beispiellose Maßnahmen an, um den Völkermord in Gaza zu stoppen, www.thehaguegroup.org, 16. Juli 2025

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

Ein Gedanke zu „„Broken America“: Das gefährliche Endspiel des US-geführten Kapitalismus – und die Alternative: Eine Stimme aus Deutschland zu einem weltweiten Manifest“

  1. Peinlich immer, wenn einer feststellen muß, daß der Idiot, über den gerade alle lachen, er selber ist. Dafür beispielhaft der Metawitz hinter der Comedy von Volker Pispers. Endet leider tragisch, in geist-seelischer Erstarrung des Bewitzelten, nämlich des in Sachen ordentlicher politischer Ökonomie vollversagenden Untertanenmenschen. Dessen Erkenntnisfähigkeit sich ein bestimmter, den industriellen Kapitalismus wesentlich prägender Zusammenhang hartnäckig entzieht — ein übrigens erschreckend simpler Zusammenhang:

    Wer billiger herstellt, muß billiger verkaufen, und verdient dann entsprechend weniger.

    Was letztlich zu unausweichlich anwachsender Verschuldung führt. Womit das Elend von Lohnarbeit und Kapital erschöpfend beschrieben ist. So auch das elendige Schicksal des Untertanen, von einer Krise in die nächste und zugleich nächstschlimmere zu schlittern.

    Was alles die Herren Rügemer und Elsner beschweigen. Ob aus Beschränktheit oder aus Rücksichtname auf die Zartbesaitetheit zart besaiteter Untertanen — wer weiß das schon.

    Wer eigennützig mitspielen will im Konzert der Reichen und Mächtigen jedenfalls, behauptet jenen bestimmten und äußerst simplen Zusammenhang sogar als nichtexistent. Siehe den diesbezüglich von Steve Bannon hartnäckig gelöcherten Jeffrey Epstein in diesem Gespräch aus dem Frühjahr 2019; in den Minuten um den Zeitstempel der Stunde 1 herum behauptet Herr Epstein standhaft, dem menschlichen Verstande zugängliche Ursachen für die Krisen des Kapitalismus würde es nicht geben.

    Wo kämen sie denn auch hin, die Jeffreys alle, wenn sie erwachsen werden wollten…

    https://youtu.be/d3QWWHFzfOI

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