Von der Rückkehr der Malaria nach Griechenland

ein nicht durchgehend satirisches Kapitel zur Fortsetzung des “Lakonischen Lächelns” (yedermann-verlag,München-Riemerling, 2001)

Von der Rückkehr der Malaria nach Griechenland

Trotzdem die Polen, Rumänen, Albaner, Kosovaren, Pakistani ….  und damit auch die Spätfolgen von Herbizid- und Pestizid-Einsatz nicht im Land bleiben, sind sie trotzdem zu spüren: epidemieartig grassieren Lungenkrebs und Dermatidis, Alergien aller Arten nehmen rapide zu. Die entsprechenden Sterberaten bei der einheimischen Bevölkerung der landwirtschaftlich intensiv-industriell bewirtschafteten Regionen ebenfalls. Der Nachbar mit der halben Lunge wird zur Regel, wenn er nicht vorher wegstirbt. Der Opa mit dem auf dem letzten Loch pfeifenden Blasebalg , der sich seine über- fettetverzuckerten und hyperaktiven, frühastmathisch sich überall einätzend quengelnden Enkelchen nicht mehr vom Hals halten kann, liegt in den letzten Zügen. Weg die zeit, wo die Kids sich wenigstens noch von der Dorfgemeinschaft notdürftig aber ausreichend behütet bei nächtlichen Bouzoukis austoben konnten, wenn die Ortsmitten für LKWs und PKWs gesperrt waren und ihnen die Straßen wieder gehörten — wenigstens ein paar Mal im Jahr. Mit aufs Feld, mit in die Orangen und Oliven, das war schon lange nicht mehr der Fall. Gegen Monsanto sind weder Kraut noch Kinder gewachsen. Jetzt verwachsen sie mit Monsanto oder Bayer oder BASF. Vielleicht noch mitziehen mit Schafen und Ziegen? Aber auch das nicht mehr – seit auch der greek-commerce die Kindheit als Markt entdeckt hat. Bewegung? In den ProvinzDiscos? Und dann vollgedröhnt nachts tiefergelegt auf den SteinschlagStandspuren mit getunten Tempospitzen in die Leidplanken ? Kein Wunder, dass nicht noch mehr Krankheiten erst gar nicht zum Ausbruch kommen. Die Albaner kommen zu spät und retten den Sohn nicht mehr. Jetzt sterben die Regionen nicht mehr an Aushungern und Auswandern sondern an Überfütterung und Selbstvergiftung. (den Rest kann ich ihnen demnächst geben. Er ist noch in Feinarbeit und in der Kladde, denn ich war in Griechenland nicht verkabelt.)

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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