
DANKE an Alfred Poselt für diese Bilder
DANKE an Peter Thiel für den Hinweis auf diesen Artikel
08. Juli 2025
Medienkolumne (der Berliner Zeitung)
Wie die Corona-Berichterstattung mein Bild vom Journalismus erschütterte
Das Wort Corona beherrschte für mehr als drei Jahre die Welt – auch mithilfe der Medien. Für unsere Autorin verloren diese damals ihren Anspruch als Vierte Gewalt.
Annekatrin Mücke
Vielleicht denken jetzt viele: Ach, nicht schon wieder Corona! Wir sind froh, dass es vorbei ist. Ja, das bin ich auch, wenn es denn wirklich vorbei wäre. Aber wir müssen dringend reden, ohne Schaum vor dem Mund, ohne gegenseitige Verurteilung, ohne Einordnung des Gegenübers in irgendeine Schublade. Denn das, was 2020 und in den Jahren danach geschehen ist, darf es so nicht wieder geben. Und deshalb müssen gerade wir Journalisten dringend unser Selbstverständnis als querdenkende Infragesteller, meinungsoffene Wahrheitssucher und unerschrockene Kritiker wiederfinden.
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meinem damals 13-jährigen Sohn Anfang Februar 2020. Er erzählte von einem Virus aus China, das um die Welt ging, und dass vielleicht bald die Schulen geschlossen werden könnten. Natürlich hatte ich von diesem Virus gehört und gelesen. Aber bei dieser angekündigten Wunschvorstellung eines Pubertierenden, der seine Zeit natürlich lieber auf dem Fußballplatz oder vor dem Computer als im Klassenraum verbrachte, konnte ich nur milde lächeln. Nie hätte ich für möglich gehalten, was dann passierte. Und es war außerhalb meiner Vorstellungskraft, dass ein Großteil der Journalisten gerade in solch einer Krise seine wichtigste Aufgabe ad acta legen würde – seine Verantwortung als Vierte Gewalt wahrzunehmen.

Der Sender knickte schon wenig später ein
Doch spätestens nach der mehr als fragwürdigen Risikohochstufung der Pandemie durch das RKI am 17. März 2020 war der Damm gebrochen, und die Corona-Lawine ergoss sich ungehemmt in unser aller Leben. Panik machte sich breit. Aber ich war gewappnet. Und zwar durch ein Interview, das die Virologin Karin Mölling am 14. März – kurz vor Beginn des ersten Lockdowns – im Wissenschaftsmagazin „Die Profis“ auf radioeins vom RBB gab.
(Transparenzhinweis: Ich habe selbst 14 Jahre lang die Redaktion dieser Sendung betreut.) Im Mai 2020 sollte ihr Buch „Viren – Supermacht des Lebens“ herauskommen. Sie schilderte in dem Gespräch, dass sie das Händeschütteln wegen der allgemeinen großen Ansteckungsgefahr schon lange gern abgeschafft hätte. Aber sie betonte auch, dass Sars-CoV-2 keine massenhaft tödliche Gefahr sei und jetzt vor allem Panik verhindert werden müsse.
Damit hatte radioeins genau das getan, was die Pflicht guter Journalisten und erst recht des ÖRR ist – eine andere Stimme hörbar machen, ein Gegengewicht zur Schlagzeilen-Journaille herstellen. Doch statt darauf stolz zu sein und erhobenen Hauptes zu diesem journalistischen Grundprinzip zu stehen, knickte der Sender schon wenig später ein. Damals wurde noch nicht depubliziert, wie das heutzutage auch beim ÖRR üblich ist. Aber es gab eine Klarstellung, in der radioeins die Aussagen der Virologin „einordnete“ und sich dafür entschuldigte, dass der Eindruck einer Verharmlosung von Corona entstanden sein könnte.
Journalisten filmen einen Mitarbeiter, der in einem Labor im Hochsicherheitsbereich des Instituts für Virologie der Philipps-Universität Marburg an Organismen arbeitet. Marburgs Forscher waren an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen den Coronavirus mit beteiligt.
Von Zamperoni keine einzige kritische Nachfrage
Ich war schockiert. Das war die Aussage einer sachkundigen Expertin gewesen, die sich in einem von 70 öffentlich-rechtlichen Radiosendern geäußert hatte.
Aber sie durfte so nicht stehen bleiben – warum? Wie sollte man sich eine Meinung bilden, wenn es keinen Diskurs gab? Das weckte Misstrauen in mir.
Noch mehr schockierte mich, dass es von nun an so gut wie kein anderes Thema mehr gab als Inzidenz, Infizierte und Indikationen. Egal welchen Sender ich anschaltete, welche Zeitung ich aufschlug – pausenlos wurde die Paniktrommel gerührt. Ich versuchte immer wieder, meine alte Gewohnheit aufleben zu lassen und das Radio einzuschalten. Aber ich hielt es meistens nicht lange aus. Nur einmal horchte ich auf, wiederum bei radioeins.
Das muss im Frühsommer 2020 gewesen sein. Eine Mathematikerin forderte, dass endlich signifikante und aussagefähige Statistiken erstellt werden sollten, um den tatsächlichen Verlauf der Ansteckungen, Erkrankungen und Todesfälle belegen zu können. Doch solche Stimmen waren die Ausnahme. Stattdessen allerorten dieselben Experten: Drosten, Wieler & Co., die wie die inoffiziellen Pressesprecher der Regierung auftraten und von den meisten Journalisten eifrig den roten Teppich ausgerollt bekamen. Oder gar auf einen medialen Thron gehoben wurden, so wie in dem Interview, das Ingo Zamperoni am 12. März 2020 mit dem amerikanischen Tech-Milliardär Bill Gates führte.
Knapp zehn Minuten lang konnte der Microsoft-Gründer darüber philosophieren, dass „wir“ sieben Millionen Menschen impfen würden mit einem Vakzin, das ausnahmsweise in nur 18 Monaten entwickelt werden würde. Von Zamperoni keine einzige kritische Nachfrage beispielsweise nach den Risiken eines solchen sogenannten Teleskopverfahrens, bei dem aus ungefähr zehn Jahren Testphase ein paar Monate werden sollten. Auch den Satz von Gates „Wir sind die größten Förderer von Impfstoffen“ ließ Zamperoni so stehen. Ohne die sonst viel beschworene „Einordnung“: dass die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung zu diesem Zeitpunkt bereits in großem Maßstab die WHO finanzierte; und dass sie beteiligt war an den beiden amerikanischen Pharmariesen Glaxo Smith Kline und Pfizer, deren Milliardengewinne für überteuerte Impfstoffe auch an Gates zurückflossen.
Und wen meinte Gates mit seinem ständigen „wir“? Er war nicht der Präsident der USA, nicht der Chef der WHO oder der Uno – jedenfalls nicht offiziell.
Sprach er im Pluralis Majestatis? Warum hakte Zamperoni hier nicht nach und hinterfragte das? Dieses als Interview getarnte Statement eines offensichtlich allmächtigen Mannes hinterließ mich sprachlos. Ich begann, mir meine Informationen in alternativen Quellen zu suchen, las das Deutsche Ärzteblatt, die Deutsche Apotheker-Zeitung und das Buch „Corona-Impfstoffe – Rettung oder Risiko“ des österreichischen Biologen Clemens Arvay. Nach dessen Lektüre hatte ich verstanden, was genetische „Impfstoffe“ sind, warum mRNA-Impfstoffe in Lipidnanopartikel ‚verpackt‘ werden, DNA-Impfungen hingegen vektorbasiert sind.
Arvay wirkte verzweifelt nach der Veröffentlichung seines Buches
Aber statt sich sachlich damit auseinanderzusetzen, wurde Arvay in fast allen deutschsprachigen Medien diffamiert: als Verschwörungstheoretiker, Impfgegner, Corona-Leugner. All diese Unworte, mit denen Journalisten vieler sogenannter Leitmedien bis heute um sich werfen. Im aktuellen Wikipedia-Eintrag zu Arvay findet man diese völlig überholten Vorwürfe noch immer. Dabei hat sich fast alles bewahrheitet, was einer der wenigen mutigen Naturwissenschaftler zu sagen und zu schreiben wagte.
Wir haben alle versagt: Was wir nach Corona unbedingt anders machen müssen
Leider kann Arvay diese späten Früchte seiner aufklärerischen Arbeit nicht mehr genießen, denn er nahm sich 2023 mit nur 42 Jahren das Leben. Nach der Veröffentlichung seines Buches wirkte er verzweifelt, wenn er auf seinem YouTube-Kanal sprach oder sich ab und zu auch mal in den Leitmedien äußern durfte: Solche persönlichen Angriffe und Beschimpfungen unter die Gürtellinie hätte er vorher noch nie erlebt. Arvay wurde „medial fertiggemacht“.
Sind sich meine Kollegen, die das Messer so eifrig wetzten, darüber im Klaren? Sehen sie ihre Verantwortung? Haben sie daraus gelernt?
Ich fürchte, nein. Denn die Liste der Menschen, die von Journalisten an den medialen Pranger gestellt werden, wird länger und länger.
Erlebten drastische Veränderungen ihrer Lebenswelt und die Spätfolgen der Corona-Pandemie:
Kinder.

Anti-CORONA-Impf-Blockwart-Versammlung „Hand aufs Herz“ am Gelnhäuser Obermarkt. gestochen scharf fotografiert von Jan Haake
Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Dabei habe ich in vielen Gesprächen, gerade zu Corona, immer wieder feststellen müssen, dass die wenigsten meiner Kollegen sich auch nur in Ansätzen mit Hintergründen beschäftigt hatten. Obwohl es fast kein anderes Thema gab, das sie 2020/21 beackern mussten, hielt es kaum einer für nötig, sich rund um Corona ernsthaft einzuarbeiten. Meine Testfrage war immer:
Warum hat es in Europa kein einziger nichtgenetischer Impfstoff auf den Markt geschafft, obwohl rund die Hälfte der gut 150 Impfstoff-Anwärter auf der seit Jahrzehnten bewährten Technologie der Tot- und Lebendimpfstoffe basierte?

After the Tamiflow, what comes now? Hektische Szenen in den Laboren von Pfizer und BioNTech an der Mainzer Goldgrube: gestochen scharf fotografiert von Jan Haake. Der geschasste Chef-Impfstoff-Entwickler & Vice-Chief bei PFIZER, Dr. Michael Yaedon hat das Labor bereits verlassen müssen, weil er vor dem durchgepeitschten „Impfstoff“ gewarnt hatte: Ex-Pfizer-Vizepräsident Dr. Michael Yeadon packt aus: «Wir stehen an den Pforten der Hölle» – barth-engelbart.de
Wenn dann die Antwort kam „Aber die Vektor-Impfstoffe sind doch nicht genetisch“, wusste ich – da steht wieder ein völlig Ahnungsloser vor mir; hält sich aber für bestens informiert, weil er vielleicht den Podcast der ARD-Faktenfinder-Redaktion „Übertriebene Angst vor dem Impfen?“ vom 1. März 2021 gehört hatte. Darin schwadroniert die Panorama-Moderatorin Anja Reschke mit der studierten Chemikerin und selbsternannten Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim über angebliche Falschbehauptungen und Verschwörungsmythen in Bezug aufs Impfen. Nguyen-Kim behauptet, dass die zugelassenen Corona-Impfstoffe in den Studien unauffällig waren und höchstens vereinzelt mit sehr seltenen starken Nebenwirkungen zu rechnen sei.
Steile These, für die es in der Praxis noch keinen Nachweis gab
Diese Behauptung wurde von kritischen Experten schon damals bezweifelt, und das zu Recht, wie sich später zeigte. Gute Journalisten hätten die Gegenargumente zumindest thematisiert. Stattdessen griffen Reschke und Nguyen-Kim zur gern benutzten Technik, wesentliche Informationen wegzulassen. Beispielsweise bei der Frage, ob die verabreichten genetischen Impfstoffe zu Veränderungen der Zelle führen könnten. Ngyuen-Kim führte aus, dass die mRNA nicht einmal theoretisch in den Zellkern eindringen und damit Zellen verändern könne. Das war eine steile These, für die es in der Praxis noch gar keinen Nachweis gab. Und sie ließ unter den Tisch fallen, dass in den Vektorimpfstoffen eine DNA steckt, die sehr wohl in den Kern einer Zelle gelangen muss, damit dort die mRNA abgelesen werden kann.
Dieser Schritt wird bei den mRNA-Impfstoffen bereits im Labor gemacht. Aber mit dieser Erkenntnis wollte man den geneigten Hörer wohl nicht verwirren und auf „falsche“, nämlich impfskeptische Gedanken bringen. Die Liste derartiger journalistischer Verfehlungen ist schier endlos. Aber es gibt wie immer im Leben auch einen positiven Aspekt: Der „Graswurzel-Journalismus“, auch gern „alternative Medien“ genannt, ist seit Corona extrem stark geworden. Befeuert durch die neuen technologischen Möglichkeiten kann jetzt Paragraf 5 des Grundgesetzes wirklich realisiert werden: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
Viele journalistische Quereinsteiger – die es bei den Leitmedien übrigens auch zur Genüge gibt – nutzen diese Möglichkeiten. Herausheben möchte ich Paul Schreyer vom Onlinemagazin Multipolar, der die Herausgabe der teilweise geschwärzten Protokolle des RKI erzwang – was eigentlich eine Kernaufgabe des ÖRR gewesen wäre. Und Aya Velasquez, die über einen Whistleblower im RKI die kompletten und ungeschwärzten Protokolle öffentlich machen konnte. Jetzt kann sich kein Journalist mehr damit herausreden, dass man 2020 nicht wusste, was passieren wird, und deshalb alles zu entschuldigen sei, was die Politik damals entschied. Wer an einer guten Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse interessiert ist, dem sei das neue Buch von Bastian Barucker empfohlen:
„Vereinnahmte Wissenschaft. Die Corona-Protokolle des Robert-Koch-Instituts“.
Es erscheint demnächst und er wird es am 16. Juli im Kino Babylon vorstellen. Sehr aufschlussreich ist auch das Online-Projekt „Corona in Berlin – ein Schwarzbuch“ von Alexander King (BSW). Es dokumentiert anhand offizieller Zahlen (unter anderem des Berliner Senats) die Fehler, die von der Politik im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gemacht wurden. All diese Aufarbeitungsversuche sind wichtig. Es geht nicht darum, sich gegenseitig zu beschuldigen, zu diffamieren und abzuwerten. Es geht darum, aus den Fehlern zu lernen und besser gewappnet zu sein für gegenwärtige und zukünftige Krisen. Auch und gerade für uns Journalisten.
Warum muss ich nach der Lektüre dieser Artikel sofort an die Frankfurter Rundschau & deren Gesundheits-Expertin Pamela Dörhöfer denken? Warum an so viele Gliederungen der DGB-Gewerkschaften? Warum an die ANTFA & den VVN/BdA?

Oder an die „Hand aufs Herz“-Figuren, die kritische Journalisten als Nazis bezeichneten? Warum auch an viele „linke“ Partei-Gliederungen & Stiftungen? Hat jemand die Suizide der Mobbing-Opfer Mal nachgezählt?

Die schweigenden Isolationsopfer in den Altenheimen & Krankenhäusern, die sanktionierten & zum Schweigen gezwungenen Krankenpflegerinnen & Ärztinnen, die Psychiatrisierten, die Anwältinnen & Medizinerinnen, die ihre Zulassung riskierten &/oder verloren? Die geschassten WissenschaftlerINNEN & ProfessorINNen, JournalistINNen & DokumentarfilmerINNEN, die vernichteten Existenzen in der Klein-Gastronomie und der Pflege? Die verschwiegenen Impf-Todesopfer und deren Angehörige, die Langzeit-Geschädigten, die Herzmuskel-Todesfälle bei SportlerINNEn, besonders im Fußball? Die Existenz- und Zukunftsangst-Selbstmorde?
Der österreichische Biologe Clemens Arvay & sein Suizid 2023 mit nur 42 Jahren ist kein Einzelfall & kein Selbstmord! Clemens Arvay wurde von den Mainstream-Medien ermordet. Wie viele Menschen sie sonst noch so ermordet oder dazu Beihilfe geleistet, angestiftet haben, ermittelt das Den Haager & auch das jüngste Gericht nicht.
Nachtrag. Eben, bei Volkswirt Dr. Max Otte, hat Volkswirt Prof. Homburg einen interessanten Begriff in die Runde geworfen mit Blick auf das RKI: Agency capture = Behördenkaperung. Sei eine Behörde gesetzlich beauftragt, eine Branche zu beaufsichtigen, z.B. die Pharma-Branche, sei immer zu erwarten, daß sich Behörde und Branche verbünden würden gegen den Konsumenten.
Spiel mir das Lied vom Tod, von den todbringenden Viren! Tja, wer zahlt, bestimmt die Musik. Vor allem aber der, der besser zahlt. Irgendwie logisch das alles.
Wo der Wurm drin ist, da läßt sich noch was machen. Nicht aber, wenn alles nur noch besteht aus Würmern. Klar darum, als allererstes muß MK-Standard bzw. die Würmerzuchtanstalt weg, die staatliche Pflichtschule: Die gesetzliche Schulbesuchspflicht gesetzlich aufheben.
Vor dem 02.06.2020 hatte Denis Rancourt, ein kanadischer Physiker, etwas getan, was jeder Studierte kann. Er hat die amtlichen Sterbefallstatistiken aus Europa und Nordamerika angeschaut. Seht-seht, woher dieser überall zu findende kurze und steile Peak noch im März 2020, direkt nach Ausrufung der Pandemie!?
Ganz simpel, Seniorenheime wohl, was denn sonst!? Auffälliger noch der sich anschließende Sterbefallverlauf bis zur Veröffentlichung seiner Studie Anfang Juni: Wieder alles wie immer, nichts Ungewöhnliches oder Auffälliges! Wer es wissen wollte, der brauchte einfach nur das zu tun, was Rancourt getan hatte, gucken:
https://denisrancourt.ca/entries.php?id=9&name=2020_06_02_all_cause_mortality_during_covid_19_no_plague_and_a_likely_signature_of_mass_homicide_by_government_response
Hat aber alles nichts genützt. Weil niemand gucken mag, man denkt lieber bzw. sich was. Es denkt sich der von MK-Standard bzw. von der staatsschulischen Bildung staatsbürgerlich einkonditionierte Zeitgenosse seine Herrschaften als Leute, die „immer alles richtig wissen“ und immer nur das Beste für ihn wollen — jedenfalls in den wirklich wichtigen Belangen. Auf eine ganz simple Idee aber kommt er nicht. Daß die oben auch staatsbürgerlich einkonditioniert sein könnten. Und genau so denken wie die unten bzw. er selbst.
Denkt ein Staatsbürger kritisch, dann stellt er folgende Plausibilitätsüberlegung an: „Hmm,“ denkt er, „von Pandemie kann ich zwar nichts entdecken in meinem unmittelbaren Lebensumfeld. Aber ich bin ja clever und smart, ein richtig schlauer Egoist, und werde also tunlichst tun, was die Offiziellen wollen. Die wissen bescheid und sehen das alles schon ganz richtig.“
Als Kinder hatten sie bisweilen noch Anfälle von Wahrheitsempfinden, Kindermund singt Wahrheit kund. 🎶Von den blauen Bergen kommen wir, uns’re Lehrer sind genauso blöd wie wir… . Also ich weiß nicht — die Verantwortlichen bestrafen!? Wenn aber doch alle… ! Nee, ergäbe keinerlei Sinn.
Am Ende siegt MK-Standard immer. Am besiegtesten wohl die Gebildeteren, Politiker und Offizielle. Ist Uni doch MK-Standard XL; X = extremely, L steht für long, nicht für low. Tja.
Gilt auch für die „Vierte Gewalt“ — ist bei denen so extremely low mit dem gesunden Menschenverstand wie bei allen anderen …