… ist nicht nur das Hochzeitsgeschenk für seine (dann nicht mehr geehelichte) Frau, das Stilleben „Sonnenblume mit Pfeife“ von Carl-Max Rebel, dem Lieblingsmaler Görings

und das Bild, das ihn als Verbindungsoffizier zwischen Mussolini und Hitler zeigt, zwischen dem „Duce“ und Göring bei der Inspektion der Nord-Afrika-Front

Es sind die Bilder einer norwegischen Forschergruppe vom Absturzort der Gaethgens’schen JU52 im Rondanegebirge, wo das Wrack eventuell heute noch senkrecht als Mahnmal steht.
Der norwegische Widerstand hatte den Höhenmesser manipuliert, deshalb flog die Maschine direkt an eine Felswand. Näheres zum Oberst und seinem „segensreichen“ Wirken am Nordatlantik-Wall kann man hier mit dem Suchbegriff „Onkelmord“ finden oder direkt in HaBEs in Arbeit befindlicher Roman-Trilogie „Vatermörder, Muttermale, Onkelmord“.
Dort habe ich meinem Freund Einar Schlereth erzählt:
Einar, Du musst Dich nicht wundern, dass ich etwas durcheinander bin. Der Blick zurück wühlt mich auf. Ich kann nur schlecht einschlafen, wache immer wieder auf und die Nachtschwester, dieser dunkele Engel gibt mir ab 1 Uhr keine Schlaftabletten mehr. Sonst verschlafe ich die Morgenvisite, das Bettmachen und das Frühstück. Ich halte sonst den Betrieb auf. Aufrecht Sitzen geht schon wieder ganz gut, besonders in der Dämmerung, bei zunehmender Umnachtung. Ich bin halt etwas sediert.
Die Schmerzmittel wirken, die Schmerzen im Bein lassen nach. Aber in meinem Kopf breitet sich Nebel aus. Ich weiß nicht mehr, wem ich auf der Spur bin. Erben wir die elterlichen Wunden erfahrener Gewalt? Erben wir die Gewalttätigkeit unserer Eltern und Großeltern? Erben wir ihren Kadavergehorsam, ihre Unterwürfigkeit, ihr Wegschauen, ihr Mitlaufen. Lassen wir uns widerstandslos von den herrschenden Verhältnissen zu völlig normalen Monstern in Menschengestalt formen? Das väterliche: “Ich hätte Dich erschießen müssen!“ steckt mir tief in den Knochen. Ich habe versucht, es zu verdrängen, zu vergessen, gemeint, es mit Retraumatisierung ersticken zu können. Es taucht aber immer wieder auf. Und es unterfüttert jeden Gewaltakt meines Vaters, an den ich mich erinnere. Es mussten keine Schüsse sein. Die Schläge ins Gesicht, die Prügel, die Tritte erreichen in der Erinnerung die gleiche durchschlagende Kraft.
An die Gewalttätigkeit meiner Mutter kann ich mich deshalb so schlecht erinnern, weil die immer nur indirekt war, sie benutzte meinen Vater. Und es war nicht immer nur die Drohung: „Warte nur, wenn Vater nachhause kommt, dann setzt’s was!“ Sie ließ den Vater schlagen und nahm mich danach tröstend an ihren erstickenden Busen. Vor dem gab es kein Entrinnen.
Du kannst ja a das Spielchen „Böser Bulle, lieber Bulle“. Dagegen war ich später gefeit bei meinen Festnahmen und Verhören unter Low-Level-Torture. Ich kannte das schon.
Die Gewalttätigkeit meines Onkels, des in der Familie gefeierten „Helden“ und „anständigen deutschen Soldaten“, der „mit den Nazis nichts zu tun“ hatte, kenne ich nur aus meinen Recherchen zum norwegischen Widerstand und der Herkunft meiner guten Tante Mollah, die an der Landwirtschaftsschule meines Vaters in Reichelsheim als norwegisch-nordisch-arische Handarbeitslehrerin den Odenwälder Bauerstöchtern und meinen Schwestern das Weben und Stricken beibrachte. Aber dazu erzähle ich Dir erst später ausführlich. Für mich ist es immer noch ein Rätsel, wie aus dem holden, hochbegabten Knaben Paul Gaethgens ein solches Monster werden konnte, das 20.000 sowjetische Kriegsgefangene ermorden ließ.
Wo war ich Gestern stehen geblieben?





13.09.2014
Junkers Ju 52/3m Digerronden, Rondane Oppland
10./III.TransportGruppe 20 7U+IL WNr.7147 06.11 1944Transport mission of high ranking officers to Rundhaug at Bardufoss. Passengers: Oberst Paul Gähtgens (Oberquartiermeister AOK Norwegen). Oberstleutenant Ernst Lenné. Oberst Hans Erdmann. Major Herbert Kienast. Oberfeldintendant Dr. Georg Alves. Oberstleutenant Josef Schneetz. Fregatten kapitan Carl Werner. Geschwader intend Günter Oesterling. Prof. OT Ulrich Fisher.
The Crew: Stabsfeldwebel Ewald Schülz. Oberfeldvebel Gerhard Riszmann. Ofw.Hermann Freybert (name missing on the memorial).
Obergefreiter Ludwig Steinboeck. All buried at Havstein Cemetery in Trondheim. Wreck first found 16.06 1945
1992
photos:kjell sørensen 1992-1999-2008
Det var 4 fly som tok av fra Fornebu for og frakte alle offiserene fra AOK-WBN opp til Banak, via Trondheim. Pga. dårlig vær kom den ene Junkersen ute av kurs og fløy inn i nordveggen på Digerronden. Alle 13 ombord omkom. I 1963 ble 3 av mannskapet hentet ned fra fjellet.
På slutten av 80 tallet ble ytterligere 4 hentet.


17.09 2008

photo © NØFMF/Broen
Wie im Großen, so im Kleinen. Doch: Kindesmißbräuche lassen sich durch Anzeigen und irdisch-justitielle Verfolgung von einzelnen wohl verhindern. Bei vom rechten Wege abgekommenen größeren Menschenmassen, gar wenn diese jenes „Volk“ ausmachen, in dessen Namen irdische Justiz Recht spricht, wäre justitielles Tun eitles Unterfangen. Wie auch derzeit wieder zu sehen mit…
Glauben und Wahn sind Geschwister. Und Wahn ist Krankheit, nicht Verbrechen.
Genau so hat mir mein Vater geantwortet, wenn ich trotz seiner Schläge darauf bestand, dass der eine oder andere Diakon sich an den Kindern vergriffen hat.
Vielleicht Schutzengel am Werke gewesen mit dem Absturz der Leiber. Um einen geistig-seelischen Absturz zu beenden noch bevor dieser ganz unten in der Hölle angekommen wäre.
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn welche Sünde größer, als sich für einen Gerechten zu halten.