„Dreiundneunzig Stickers für Giovanna“, eine vielseitige aber immer noch endlose Geschichte für Kinder von 6 bis 96

Als sie nach einem schweren Tag

in ihr Bett gehen wollte,

bekam Giovanna einen riesigen Schreck

und dann richtig Wut.

„Wer hat meine Stickers abgemacht?“

Giovanna war stolz

auf ihre Stickersammlung.

Dreiundneunzig Stickers

hatte sie ans Kopfende

ihres Bettes geklebt. 

Jeden Abend vor dem Einschlafen

sah sie sich ihre Lieblingssticker an

und zählte nach, ob noch alle

da waren.

Am schönsten war es,

wenn sie das große Licht ausmachte

und sich mit einer Taschenlampe

ins Bett legte.

Sie musste sich nur

auf den Bauch drehen

und die Stickers anleuchteten,

dann glitzerten sie in allen Farben.

Das war fast

wie eine Disco-Lightshow.

Wenn sie die Taschenlampe bewegte,

tanzten bunte Lichtpunkte

über die Zimmerdecke

und an den Wänden herum.

Aber jetzt konnte nichts glitzern,

leuchten oder tanzen.

Es war als hätte ein Sturm

die Sterne vom Himmel geblasen.

Heute beim Umzug aus ihrer alten

kleinen Wohnung im Hafenviertel

in die große neue

konnten schon mal

ein paar Stickers

kaputt gegangen sein,

dachte Giovanna.

Dass ein paar abreißen,

wenn die Möbelpacker ihr Bett

zwischen die anderen Möbel

auf den Lkw schieben,

logisch!

Aber, dass alle weg waren,

spurlos verschwunden,

das war doch nicht möglich.

Irgendjemand musste sie

extra abgerissen haben

und zwar so gründlich,

dass nicht einmal

ein klitzekleiner Rest

am Bett klebte.

Selbst von den dicken gewölbten

war nichts übrig geblieben,

ihre besten,

die sie mit geschlossenen Augen

erkennen konnte,

wenn sie mit dem Zeigefinger

die Ränder abtastete,

wusste sie fast immer,

welcher Sticker es gerade war.

Luciana war dann völlig von den Socken.

Ihre beste Freundin am Hafen

hielt sie deshalb  für eine Hellseherin.

Giovanna schloss die Augen,

strich mit dem Zeigefinger über das Holz

und versuchte sich die Stickers herbeizuträumen.

Doch sie fühlte nur die Holzmaserung,

die Astlöcher und… keine Stickers

Giovanna hatte sich so

auf ihr eigenes Zimmer gefreut.

Endlich ein eigenes Zimmer,

ohne die quäkenden kleinen Brüder.

Doch die helle Freude

über die neue Wohnung

war tief getrübt.

In ihrem Kopf hatten sich

dunkle Gewitterwolken

vor die Sonne geschoben.

„Papa war es bestimmt!“

sagte sie leise und zornig,

„der war immer so sauer,

wenn ich meine Stickers

auf das neue Bett geklebt habe.“

„Das neue Bett

hat so viel gekostet!“,

hat er dann immer gesagt.

Giovanna sprang von ihrem Bett auf.

sie rannte durch den Flur

in die Küche.

— und beinahe wäre sie mit Schwung

im Dunkeln in die Badewanne gefallen.

„So ein Mist!“ – 

Sie hatte vergessen,

dass sie nicht mehr

in der alten Wohnung war.

Giovanna wurde noch wütender.

Sie knallte die Badezimmertür zu.

Vergeblich suchte sie nach dem

Lichtschalter im Flur und stieß

mit Knien und Füßen

an Kartons und Kisten.

Langsam gewöhnten sich ihre Augen

an die Dunkelheit

Zum Glück war die Tür gegenüber

nicht ganz dicht.

Über der Schwelle am Boden

leuchtete ein schmaler

heller Streifen.

In der richtigen Küche

brannte noch Licht.

Dort saßen ihre Eltern

und ruhten sich von der Arbeit aus.

Giovanna war das egal.

Sie riss die Küchentür auf

und schrie ihren Vater an,

der sich erschrocken zu ihr herumdrehte

und dabei beinahe vom Stuhl fiel:

„Warum hast du

meine Stickers abgerissen ?!“

Das schlug im Küchentisch ein

wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Herr Romano sah seine Tochter

zuerst nur verdutzt an,

so wie ein Hund guckt,

wenn es donnert.

Doch dann fing er an zu schimpfen:

„Giovanna, schrei mich nicht an!“

Er schlug dabei mit der flachen Hand

so fest auf den Tisch,

dass sein Glas gegen eine

volle Bierflasche schepperte.

Das Glas klirrte.

Herrn Romanos Stimme klirrte auch:

„Deine Brüder schlafen schon.

Wehe, wenn du sie aufgeweckt hast!“

Mama mischte sich ein:

„Psst, Roberto!  Nicht so laut,

sonst weckst DU sie noch!“

Da wurde Herr Romano etwas leiser

und sagte:

„Ich hab sie nicht abgerissen! Ehrlich!“

Wir sind alle sehr müde.

Las uns bitte erst fertig essen

und ein bisschen ausruhen.“

Während er noch redete,

goss er aus der Flasche Bier in sein Glas

bis der Schaum über den Rand stieg,

Herr Romano stellte die Flasche hin,

hielt sie dabei schräg in der Hand

und wartete bis der Schaum wieder sank,

Dann schenkte er noch einmal nach,

wartete wieder und goss zum Schluss

das Glas ganz vorsichtig so voll,

dass der Schaum weiß und fest

beinahe wie Schlagsahne

vier Zentimeter hoch

aus dem Glas ragte.

Giovanna und ihre Mutter

beobachteten gespannt das Schaumspiel.

Pilsblumen nannte Herr Romano

diese falschen Sahnehäubchen

auf seinem Bierglas.

Giovanna bekam dabei

jedes Mal eine Gänsehaut.

Wenn Papa abends

seine Pilsblumen goss,

dann hatte er Zeit,

auch für sie.

Die Stickerswut

war schon fast verflogen.

Herr Romano nahm einen ersten Schluck

und sagte unter seinem weißen

Bierschaum-Schnurrbart

nach einer Pause

so lieb er konnte:

„Bella, vielleicht steht dein Bett

ja verkehrt rum und du hast deshalb

deine Stickers noch nicht gefunden?!“

Mama Romano versprach ihr,

nach dem Essen gemeinsam

die Stickers zu suchen.

„Giovanna,

geh jetzt erst mal wieder in dein Zimmer.

Wir kommen gleich.“

Später suchten sie alle zusammen

nach den Stickers.

Aber selbst zu dritt

konnten sie sie nicht finden.

„Morgen tauchen deine Stickers

bestimmt wieder auf.“,

tröstete Mama und gab Giovanna

einen Gute-Nacht-Kuss.

Papa warf ihr von der Tür aus

einen Handkuss zu,

„Tschau Bella!“ –

und machte das Licht aus.

Trotzdem brauchte Giovanna

noch eine ganze Stunde

um einzuschlafen,

so traurig war sie.

und immer noch wütend:

von wegen Bett verkehrt rum,

das war typisch Papa

nur Ausreden!

Und Mamas ewiges

Eiapopeia- larifari- tüddeltüddel

‚Morgen tauchen sie bestimmt wieder auf!‘

Wie denn, wo denn?

Weg ist weg!

Vielleicht hatte Gino sie abgepuhlt,

nein, abgepopelt,

weil er in seinem goldigen Rotznäschen

nichts mehr gefunden hatte.

Der süße Kleine, der Unschuldsengel.

Wenn sie ihn Morgen fragte,

würde er sie wieder

mit seinen schwarzumlockten

großen braunen Augen ansehen

wie ein Cockerspanielbaby

und sich an nichts erinnern.

Dafür würde sie ihm am liebsten

den Hals umdrehen,

nur ein kleines bisschen.

Durfte sie aber nicht

nicht einmal dran denken

Sie war die Große,

sie musste vernünftig sein.

Seit Gino da war,

war sie nicht nur halb abgemeldet

wie nach Salvatore

Seit Dino-Gino-Baby

das Hähnchen im Korb war,

war sie ganz abgemeldet.

Giovanna war es zum Heulen.

Und wenn es ihr zum Heulen war,

griff sie automatisch unter ihr Kopfkissen,

wo etwas lag, was sie fast nie aus den

Augen und  nur selten aus den Armen lies:

das langhaarige, langohrige braune

Schmuse-Knuddeltier,

das beinahe so alt war wie sie:

ihr Cockerspaniel.

Das gar nicht steife Steiftier

hatte sie „Daniel“ getauft.

Papa hatte Daniel am

selben Tag mitgebracht,

an dem Mama ihr erzählte,

dass sie bald nicht mehr nur zu dritt

am Frühstückstisch sitzen würden.

Das war ganz richtig.

Es kam aber anders

als Mama sich das gedacht hatte.

Danach saßen sie nämlich nicht

wie versprochen zu viert am Frühstückstisch

sondern zu fünft.

Mamma, Papa, Giovanna,

Baby Salvatore und … Daniel.

Beim Frühstück,

beim Mittagessen,

beim Kaffeetrinken

und beim Abendessen.

Immer saß Daniel neben Giovanna.

Papa meinte, Daniel müsste Daniele heißen,

oder Daniela, richtig italienisch,

aber Giovanna nannte ihn Daniel,

weil das sich besser

auf Cockerspaniel reimte.

Daniel hörte besser auf Danny,

Das war auch gut so.

Niemand konnte Danny ansehen,

ob es ein Junge oder ein Mädchen war.

Giovanna hatte Danny genau untersucht

und keine Brüste mit Zitzen

und auch keinen Pimmel gefunden.

Danny war beides:

Mädchen und Junge.

Danny hatte eine niedliche

schwarze Schnauze

und große schwarze Augen.

Sie drückte Danny fest an sich.

So konnte sie endlich einschlafen.

Als die Eltern

kurz nach nach Mitternacht

endlich auch ins Bett gingen,

da dauerte es nicht lange

bis Herr Romano so an den Füßen fror,

dass er glaubte,

sie steckten im Kühlschrank.

Die Füße guckten unten aus dem Bett.

Seine Zehen bewegten sich

hinter den Deckenbergen

wie die sieben Zwerge,

nur waren es drei mehr als im Märchen

und ohne Kleider und Zipfelmützen.

Das sah lustig aus.

Aber das Zehen-Zwergen-Puppentheater

war Herrn Romano auf die Dauer

etwas zu kalt.

Deshalb rutschte er weiter

hoch zum Kopfende.

Als er oben anstieß,

konnte er seine

Zehen immer noch sehen.

Nicht nur das Bett,

auch die Decke war zu kurz.

„Julia, hast du vielleicht

meine Bettdecke zu heiß gewaschen?“,

fragte Giovannas Vater ganz leise

seine Frau.

„Das ist ja richtig unheimlich.

Erst die Sache mit den Stickers

und jetzt sind unsere Betten

auch noch kleiner geworden!“

Als Antwort kam ein fast schon

Eingeschlafenes, noch leiseres

„Egal“

von Frau Romano.

Egal war das ganz und gar nicht.

Sie musste nicht frieren.

Giovannas Mutter war nämlich

viel kleiner als Herr Romano.

Dann rollte sich Giovannas Vater

zusammen wie eine Katze

in ihrem Korb.

Nur so passte er in sein Bett

und unter die Bettdecke.

Bald schliefen beide

in den zu kurzen Betten ein.

Sie waren vom Möbelschleppen

viel zu müde,

um über verschwundene Stickers

und kleiner gewordene Betten

weiter nachzudenken.

Plötzlich,

mitten in der stockfinsteren Nacht

wurde Giovanna wach.

Es krachte zweimal.

Dann hörte sie einen Schrei: „Porce Dio!!“

War das ein Traum

oder hörte sie das wirklich?

Ihr Vater fluchte laut

und sagte richtig schlimme Wörter,

so schlimme hatte sie von ihm

nur selten gehört.

„La merda!“ , „Ba fan culo!”

Sie setzte sich auf,

stellte und spitzte die Ohren

und hielt die Luft an,

um die lange Reihe

der herrlichsten italienischen Flüche

genauer hören zu können.

„Madonna putana!“

„Welcher Idiot hat denn die Dusche

in die Küche gestellt?“

Giovanna lächelte zufrieden,

dachte daran, wie sie beinahe

in die Badewanne gefallen war.

Ein schönes Gefühl,

dass auch die Großen

sich irren können.

Sie kuschelte sich mit Cockerdaniel

zurück ins Kissen

und wäre fast wieder eingeschlafen

als ein  halblautes „Plopp“ sie erneut weckte.

Dieses Geräusch kannte sie.

Das musste die Kühlschranktür gewesen sein.

Ein Flaschenverschluss knackte.

Es zischte. Wasser oder Limo?

„Flopp“ ging die Kühlschranktür wieder zu.

Das Glucksen jetzt kam vom Trinken.

„Wenn Papa aus der Flasche trinkt,

klingt es wie an der Pferdetränke

auf dem Reiterhof!“

Giovanna musste grinsen,

bei jedem Gluckser sah sie

Papas großen Adamsapfel

auf und ab hüpfen.

Als nächstes hörte sie leise

schmatzende Schritte durch den Flur.

‚Papa hat seine Hausschuhe vergessen

und der Teppich ist noch nicht ausgerollt.‘

Seine Käsefüße klebten bestimmt

auch hier auf dem Plastikfußboden.

Für Papas berühmte Käsefüße

hatte Giovanna vor vielen Jahren schon

extra einen Kindergartenvers umgedichtet:

Aus  ‚Vor dem Essen, nach dem Essen

Händewaschen nicht vergessen‘ wurde

‚Papa ! Nach dem Abendessen

Füßewaschen nicht vergessen‘.

Mama hatte sich

über Giovannas neues Gedicht sehr gefreut.

Papa war von ihrer Dichtkunst

weniger begeistert.

Jetzt hörte sie eine Klinke quietschen,

eine Tür mit Klack ins Schloss fallen,

noch ein Quietschen, noch ein leises Klacken.

…………….

Das waren nicht die gewohnten

Nachtgeräusche vom Hafen

Die Türe zum Elternschlafzimmer

in der alten Wohnung hatte geknarrt

und nicht gequietscht.

Auf einmal war nichts mehr zu hören.

Giovanna hielt wieder die Luft an.

Nein, es war nicht still.

Es war nur etwas stiller

als in der alten Wohnung.

Es waren andere Geräusche

als im Hafenviertel.

Das Hafenviertel hatte

sein eigenes Schlaflied.

Und nur, wer es kannte,

konnte auch dabei einschlafen.

Die Hafenbahn ratterte, quietschte

und kreischte in den Schienen.

Die Kräne rumpelten, brummten, surrten,

Ketten rasselten und klirrten,

es gongte und bongte,

krachte und kratzte,

knallte, funkte und zischte,

wenn die riesigen Container

und Güterwaggons sich trafen,

Schuhkartons und Schuhkartons auf Rädern

dachte Giovanna von weitem,

wenn die Hafenbahnlokomotiven

anfuhren oder bremsten,

Wagen anschubsten, schoben und zogen,

wenn große Gitterboxen

vom Schiff auf die Bahn

und von der Bahn aufs Schiff

durch die Luft schwebten

und vorsichtig aufsetzten.

Es ratterte und klapperte,

wenn sich die riesigen Ladeluken

auf den langen flachen Flussschiffen öffneten.

Der Wind pfiff zwischen Tauen,

Seilen, Streben und Masten.

Und es rauschte.

Eigentlich rauschte es immer.

Das war nicht etwa das Wasser,

auch nicht die schlappen Flusswellen ,

die meist wie in Zeitlupe

gegen die Hafenmauern schwappten.

Im Hafen rauschte der Kies,

der Sand, der Schotter, die Kohle

und das Korn, das Getreide.

Giovanna war tagsüber

oft am Hafen gewesen

und hatte beobachtet,

wie die hohlen, langen Bäuche

der Schiffe gefüllt wurden.

Das sah ein bisschen so aus,

wie wenn Mama Gino mit Brei fütterte,

nur ging weniger daneben.

Trotzdem sahen die Schiffe

hinterher oft so aus

wie Ginos Gesicht nach dem Essen.

Ginos Bauch war aber

nach dem Essen kugelrund.

Die langen Schiffsbäuche lagen

dagegen hinterher nur tiefer im Wasser.

Das waren eben

doch keine Bäuche sondern Schläuche

‚Sch‘ für Schiff und schmal,

‚l‘ für lang und liegen und

‚äuche‘ für Schlauchbäuche.

Wenn sie in der alten Wohnung

Nachts aufwachte,

konnte sie selbst bei

geschlossenem Fenster heraushören,

was da gerade

in einen Schiffsbauch geschüttet wurde.

Die Nachtgeräusche der neuen Wohnung

waren ihr noch fremd,

bis auf den Straßenlärm.

Autoreifen sirrten auf dem Asphalt,

die Motoren brummten

und heulten auf und vorbei.

Raddeckel und Auspüffe

schepperten und klapperten

Die Motorräder brüllten sogar.

Das kannte sie.

Dabei konnte sie beruhigt einschlafen

Giovanna zog sich die Decke

über Daniels Schlappohren

bis unter ihre Nase.

………………………

Giovanna wachte früh auf.

Sie wusste zuerst nicht,

wo sie war.

Alles in ihrem Zimmer

sah anders aus.

Sie konnte ihre Kleider,

ihre Schulsachen,

ihren Kassettenrekorder,

ihre Lieblingsbücher und

die Spiele nirgends entdecken.

Zum Glück fühlte sie

eine weiche Hundeschnauze

und zwei zottelige lange Ohren

unter der Bettdecke.

Daniel hatte sie immer noch im Arm.

Doch von ihren anderen Kuscheltieren

keine Spur.

Es standen zwar überall Kisten herum,

aber nicht die,

die sie vorgestern vollgepackt hatte.

Ihren Schreibtisch

erkannte Giovanna nicht wieder,

ihr Kleiderschrank und die Kommode

hatten sich verändert.

Das Holz war viel dunkler.

Was war denn hier los?

Hatte sie mit Sonnenbrille geschlafen?

Blödsinn!

Giovanna rieb sich den Schlaf aus den Augen.-

Nichts änderte sich !

Sie kniff sich ins linke Ohrläppchen.

Sie träumte nicht.

Die Möbel blieben dunkel.

Vielleicht lag es daran,

dass die Morgensonne

erst auf einem Umweg

in ihr Zimmer kam.

Sie schien an die Wand

des Nachbarhauses.

Und von dort warfen

die rußigen Backsteine der Mauer

das dann rotbraun gefärbte Sonnenlicht

durch Giovannas Fenster.

Warum war das Fenster

auf die andere Bettseite gewandert?

Ach ja,

der Umzug,

die neue Wohnung.

Giovanna legte sich wieder ins Bett,

zog die Decke bis über die Nase

und betrachtete die Mauer

vor ihrem Fenster

mit halbgeschlossenen Augen.

Wie eine Wand aus Legobausteinen,

die Gino

mit Kaugummi zusammengeklebt

und mit Schokoladeneis

verschmiert hatte.  

Giovanna schwebte zum Fenster,

und sah über sich den blauen Himmel.

Grauweiße Watteknäuel

zogen langsam durch das Blau.

Watteknäuel?

Sie war doch nicht in der Schule,

wo solche Knäuel an Wollfäden

von der Decke hingen.

Fliegende Sahneberge?

Rasierschaum?

Papas Pilsblumen?

Von unten waren die Knäuel

so grau wie der Schaum,

den Giovannas Mutter

zum Teppichreinigen benutzte.

Aber nichts von alledem

konnte so ruhig und weit fliegen

und so weit oben.

Nein,

das waren richtige Wolken.

Zwischen zwei dicken

Watte-Teppich-Rasierschaum-

Pilsblumen-Sahnewolkenbergen

kam jetzt eine große leuchtende

Schokoladeeiskugel hervor

auf einem riesigen

silbernen Eislöffel.

Mit einem schmatzenden Geräusch

löste sich die Eiskugel

von dem Riesenlöffel.

Noch hielten sie

feine Fäden am Löffel fest.

„Wie die Parmesankäsefäden

beim Pizzaessen“, dachte Giovanna.

Ein Faden nach dem andern

zerriss mit einem „Pling“

„Vorsicht, sie fällt!“,

rief Giovanna laut aus dem Fenster.

Aber niemand hörte sie.

Die Kugel rollte vom Himmel.

Immer mehr Fäden zerrissen.

„Pling, pling, pling..“

Im aller letzten Augenblick

bevor die Kugel die Erde erreichte,

wuchs aus dem Boden eine Waffel,

so rund, so breit und so tief

wie der Brunnen auf dem Marktplatz.

Die Waffel war rotbraun.

Giovanna sah genauer hin.

Das war keine normale Waffel,

die Waffel war aus Steinen gemauert.

Die Eiskugel aus dem Himmel

rollte in die Steinwaffel

und fing an zu schmelzen.

Flüssige Schokolade floss langsam

an der Waffelmauer herunter.

„Gino, leck schnell!“

Gino saß ganz klein

vor der großen runden Mauer

und wartete auf die Schokoladenflut.

Die braune Flut wurde immer

breiter und tiefer.

„Gino kann nicht schwimmen,

ich muss aus dem Fenster springen

und ihn retten!“

Sie sprang mit aller Kraft.

Den Kopf nach vorne

flog sie durch die Luft,

sah die rotbraune Waffelsteinmauer

auf sich zukommen.

Sie verwandelte sich

in einen Rettungshubschrauber.

Ihre Arme wurden

zu langen Propellerflügeln.

Ihr Kopf wurde ein Bordcomputer.

Kurz bevor sie die Wand erreichte,

löste sie die Bremsfallschirme aus.

Rote Lämpchen leuchteten auf.

Der Bordcomputer warnte:

„Achtung! Notlandung!

Explosionsgefahr!“

Da sah sie unter sich

den winzigen Gino

in einen Umzugs-LKW einsteigen.

Auf dem LKW-Dach konnte sie

einen Hubschrauberlandeplatz erkennen.

Als sie zur Landung ansetzte,

schrillten die Alarmklingeln.

Sie drückte einen Knopf.

Dann war es still.

Sie war gelandet

und konnte aussteigen.

Giovanna fiel aus dem Bett,

wachte auf und sah die Wand

des Nachbarhauses

durch ihr Fenster leuchten.

Sie war mit offenen Augen

wieder eingeschlafen

und hatte geträumt.

Neben ihrem Bett

tickte leise der Wecker.

Sie hatte ihn im Schlaf abgestellt.

Giovanna erschrak:

Schon viertel nach Sieben.

Höchste Zeit aufzustehen.

Sonst schaffte sie es

nicht mehr rechtzeitig

in die Schule.

Verschlafen ging sie in die Küche.

Giovanna fand sie auch gleich,

weil hinter der einen Tür

die Dusche zu hören war.

Papa machte gerade Kaffee

und deckte den Frühstückstisch.

„Warum habt ihr mich nicht geweckt?

Warum bist du noch nicht weg?“,

fragte Giovanna erstaunt.

Sonst sah sie ihren Vater

morgens nur selten.

Er war meistens schon

unterwegs zur Arbeit.

„Bella, Schätzchen,

heute ist Sonntag!

Aber, beruhige dich,

ich habe es auch vergessen!“

Giovanna sah sich in der Küche um.

Irgendetwas war hier anders.

Klar, das war nicht die alte Küche

im Hafenviertel,

die neue Küche war größer.

Vieles stand noch nicht

am richtigen Platz.

Ein Teil der Möbel,

das meiste Geschirr

und viele Töpfe

waren noch eingepackt.

Aber es war noch etwas.

„Papa, haben wir eine neue Küche?“

Der Küchentisch und die Küchenstühle

sahen anders aus. Die Spülmaschine,

der Herd und die Küchenschränke

hatten eine andere Farbe.

„Neue Wohnung, neue Küche,

größer, heller!“,

sagte Herr Romano und grinste.

„Nein, ich meine doch nicht

das Küchenzimmer,

ich meine die Einrichtung,

den Herd, die Spülmaschine, die Küchenmöbel.

Habt ihr die neu gekauft?“

Papa Romano schüttelte den Kopf.

Er sah etwas ratlos aus.

„Irgendwie hat jemand unsere Möbel

mit anderen Möbeln vertauscht.“

Er erzählte Giovanna die Geschichte

den zu kurz gewordenen Betten.

Dass der Fernseher, die Stereoanlage,

der Videorecorder und das Küchenradio

verschwunden waren,

hatte Herr Romano erst

heute Morgen gemerkt,

als er wie jeden Sonntag

beim Kaffeemachen Musik hören wollte.

„Heute früh habe ich geglaubt,

ich träume.“

Da kam Mama lachend aus dem Badezimmer.

„Roberto, erzähl doch auch,

wie du heute Nacht die Limo

in der Dusche gesucht hast!“

„Und sage bitte noch alle Wörter dazu,

die du gebrüllt hast. Bitte auch die,

die du mir verboten hast!“,

meinte Giovanna

mit angestrengt ernstem Gesicht.

Dann fing sie an zu lachen.

Und ihre Eltern lachten mit.

So laut, dass Gino und Salvatore

davon aufwachten.

Der Sonntag wurde anstrengend

und sehr spannend.

Sie entdeckten immer mehr fremde

Möbel und andere fremde Sachen.

Alles ging schön durcheinander.

Bei jedem neuen Karton

stöhnte Mamma Romano auf.

Die Kisten mit den Büchern,

den Videos, den Musik-Casetten

und den CD’s

waren besonders geheimnisvoll.

Keiner konnte die Aufschriften lesen.

Bis Giovanna die komischen Buchstaben

und die vielen Ö und Ü wiedererkannte.

Das war Türkisch.

Sie war sich sicher.

Ihre Freundinnen in der alten Schule

hatten auch so geschrieben.

Mama wollte in fremden Töpfen

kein Essen kochen.

Papa bestellte zum Mittagessen

Pizza für alle.

Nur für Giovanna holte er einen Döner,

weil sie als Erste

die Türkische Schrift erkannt hatte.

 Herr Romano versuchte den ganzen Tag

mit der Umzugsfirma zu telefonieren.

Er hatte einen ganz bestimmten Verdacht.

Nur war Sonntags dort keiner im Büro.

Und der Anrufbeantworter

am anderen Ende der Telefonleitung

konnte ihm nicht weiterhelfen.

Bei jeder Auspackpause

gingen die Eltern wieder ans Telefon.

Und wenn sie gerade

nicht telefonieren konnten,

probierte Giovanna

die Firma zu erreichen.

Doch der Anrufbeantworter

sagte immer wieder:

„Sie haben richtig gewählt,

hier ist der Schnell-Umzug-Service,

die Fachspedition

für ihren Wohnungswechsel

nach nah und fern.

Leider rufen Sie außerhalb

unserer Geschäftszeiten an,

Sie erreichen uns

Montags bis Freitags

von acht bis siebzehn

und Samstags von neun

bis vierzehn Uhr.

Wenn sie uns

eine Nachricht hinterlassen wollen,

nennen sie ihren Namen,

ihre Adresse,

ihre Telefonnummer

und den Grund ihres Anrufes.

Bitte sprechen sie nach dem Pfeifton.“

Also mussten sie

bis Montagmorgen warten.

Abends aßen sie in einer Gaststätte.

Na ja, nicht in irgendeiner Gaststätte.

In einer Pizzeria

und die gehörte Giuseppe Romano

und das ist Giovannas Onkel oder Großonkel.

Egal.

Auf jeden Fall hieß eine Pizza auf der Speisekarte

so wie der Onkel und wie Giovanna.

Trotzdem wollte niemand

schon wieder Pizza essen,

nicht einmal eine Pizza Romana.

Es gab Spaghetti Bolognese und Salat für alle.

Zum Glück hatte Mama schon am Samstag

ihre Bettwäsche gefunden.

Die hatten sie

in ihrem Auto mitgenommen.

So konnte sie die fremden Betten

wenigstens mit der eigenen Bettwäsche

beziehen.

Da konnten die fünf Romanos

beruhigt noch eine Nacht

drin schlafen.

Auf dem Fußboden liegen

und frieren wollte keiner.

„Ich habe noch nie

in einem türkischen Bett geschlafen.“,

sagte Herr Romano beim Abendessen

zu seiner Frau.

„Ich auch nicht.“, piepste Gino,

Giovannas jüngster Bruder

mit vollem Mund und Soße an der Nase.

„Ihr seid vielleicht doof!“,

meinte Mama,

„Erstens habt ihr letzte Nacht

schon einmal in den türkischen

Betten geschlafen

und zweitens kommen die Betten

aus dem selben Geschäft,

wo wir unsere gekauft haben!

Und neu sind sie auch.

An den Kinderbetten

hängen sogar noch

die Preisschilder.“

Salvatore war mal wieder

ganz schlau:

„Türkische Betten

haben immer ein Moskitonetz

und rote Vorhänge

mit einem Halbmond drauf

und türkisblaue Kopfkissen

und ganz bunte Decken.“

Seit Salvatore in der Vorschule ist,

redet er nur noch dummes Zeug,

dachte Giovanna.

Montag,

der erste Tag in der neuen Schule.

Frau Bentin,  ihre Klassenlehrerin,

stellte Giovanna den Kindern

der Klasse 3b vor.

Alle boten ihr

an ihren Gruppentischen

einen Platz an.

Sie stritten sich richtig um sie.

Mitten in der Aufregung

klopfte jemand an der Tür,

so laut, dass man es trotz des Lärms hören konnte.

Wie auf Kommando drehten sich

alle Kinderköpfe

in die gleiche Richtung.

Frau Bentin rief:

„Herein!“

Die Tür ging auf

und ein Mann, eine Frau

und ein Junge guckten um die Ecke.

„Guten Tag,

sind wir hier richtig

in der Klasse 3b,

bei Frau Bentin?“

fragte der Mann.

Frau Bentin nickte

„Mein Name ist Alparslan.

Ich möchte meinen Sohn anmelden!“

sagte der Mann

und blieb dabei mit seiner Frau

und dem Jungen

auf der Schwelle stehen.

„Kommen sie ruhig herein!“,

sagte Frau Bentin.

Als die drei

endlich in der Klasse waren

und der Junge die Türe zu machte,

ging die Frau auf die Lehrein zu

und reichte ihr die Hand

„Entschuldigung,

dass wir ein bisschen spät kommen.

Wir haben unseren Sohn

schon vor zwei Wochen angemeldet.

Wir bringen ihn nur am ersten Tag

in die Schule.“

Frau Bentin gab auch Herrn Alparslan

die Hand und dann dem Jungen.

„Du bist der Özgür?“,

sagte sie zu ihm.

In der Klasse war es ganz still.

Nur zwei Jungen tuschelten etwas:

„Tür verwechselt, Kindergarten,

erste Klasse, Vorschule.“

Mehr bekam Giovanna nicht mit.

Als Özgürs Eltern gegangen waren,

wurde es in der Klasse

wieder etwas lauter.

Özgür wusste nicht,

wo er sich hinsetzen sollte.

Es gab schon wieder Streit.

Diesmal um Özgür.

Frau Bentin machte dem Streit ein Ende:

„Özgür kommt zur Gruppe neben Giovanna.“,

entschied sie.

Kinder sind neugierig.

Giovanna wurde ausgefragt:

Woher kommst du?

Was spielst du am liebsten?

Welche Musik hörst du gern?

Hast du Geschwister?

Welche Bücher liest du?

Gehst du in den Hort?

Hast du einen Atari oder einen Nintendo?

Einer der Jungen,

ein großer, starker, sagte,

Mädchen bräuchte man gar nicht zu fragen,

ob sie Nintendo oder Atari spielen,

die Weiber wären zu blöd dafür.

„Angeber!“,

dachte Giovanna und sagte dann laut:

„Nintendo spielen macht blöd!

Ich habe meine Computerspiele verkauft

und die letzten sind am Samstag

bei unserem Umzug verschwunden.“

Dann sagte sie nichts mehr.

Sie hörte auch nicht

auf die Fragen ihrer Nachbarinnen.

Sie musste unbedingt herauskriegen,

was in der Gruppe neben ihr

gesprochen wurde.

Dort prüften sie gerade,

ob Özgür aufgenommen werden könnte.

Und der erzählte wie ein Buch,

was er alles kann, was er ist,

was er hat

und was er werden will:

Karategürtel, schwarzer Gurt,

Kickboxmeister,

Wrestling-Champ

und noch mehr sprudelte

aus Özgürs Mund.

„Noch so ein Angeber!“,

dachte Giovanna.

„Karategürtel, schwarzer Gurt,

der lügt doch bloß!“

Dass sie bei den Computerspielen

eben selbst gerade gelogen hatte,

das hatte sie schon vergessen.

Während Frau Bentin

die Hausaufgaben anschrieb,

wurde in der Nachbargruppe

weiter aufgeregt geflüstert.

Giovanna konnte

nur einige Wörter verstehen:

“ Neue Wohnung .. Samstag ..

Möbelpacker … Hände hoch …

Überfall … lebensgefährlich…“

Dann war Schluss,

denn Frau Bentin drehte sich um:

„Ihr sollt schreiben und nicht flüstern!

In der großen Pause

und in der nächsten Stunde

habt ihr noch Zeit genug,

die Neuen auszufragen.

Hebt’s euch auf für den Montagskreis.“

…………………….

Ibrahim Alparslan hatte sich

extra Urlaub genommen.

damit sie den Umzug

an einem Wochenende

auch schafften.

Eigentlich hätte er Samstag

und Sonntag arbeiten müssen.

Sein Chef

hatte Sonderschichten angeordnet.

Viele neue Autos

brauchten viele neue Reifen.

die mussten jetzt

ohne Herrn Alparslan gemacht werden.

Leider.

Da Herr Alparslan für die

Samstags- und Sonntagsarbeit

in den Reifenwerken mehr Geld bekam

als für die normale Arbeit

von Montags bis Freitags.

Der Chef war richtig böse geworden,

als Herr Alparslan nicht nur

den Samstag und den Sonntag

frei haben wollte.

„Den Montag brauche ich aber auch noch!“

„Wieso brauchen sie drei Tage ?“,

raunzte ihn der Chef an,

„Ein Umzug geht heutzutage

an einem Nachmittag über die Bühne.

Da müssen sie halt mal

ein zwei Tage

auf den Umzugskisten leben.

Haben sie denn keine Umzugsfirma,

die das Bisschen für sie macht ?“

Der Chef hatte keine Ahnung,

wie das ist,

wenn eine Familie mit fünf Kindern

umziehen muss.

Wie lange das dauert,

und wie viel Geld das kostet,

wenn das eine Firma macht.

Eine Firma hatte Herr Alparslan

ja auch beauftragt.

Aber wenn die alles hätte machen sollen,

hätte er es nicht bezahlen können.

„Und warum haben sie sich

ausgerechnet diesen Termin

für ihren Umzug ausgesucht?“

Ausgesucht hatte sich Herr Alparslan

dieses Wochenende sicher nicht.

Schon wegen dem vielen Geld,

das er ohne den Umzug

in diesen zwei Tagen

hätte zusätzlich verdienen können.

Es war ganz einfach so:

Seine alte Wohnung hatte er

vor drei Monaten kündigen müssen.

Da wusste er zwar schon genau,

dass die neue Wohnung

drei Monate später frei sein würde.

Was er aber vor drei Monaten

noch nicht wissen konnte, war,

dass ausgerechnet jetzt

die Autofabriken so viele

neue Reifen brauchten

und,

dass er genau am Umzugswochenende

in den Reifenwerken arbeiten sollte.

Ganz schön kompliziert.

Herr Alparslan wusste nicht mehr

wo ihm der Kopf steht.

Natürlich wusste er,

dass sein Kopf auf seinem Hals

steht oder sitzt.

Nach der Arbeit

an der großen Reifenpresse

hing sein Kopf auch schon mal

auf dem Hals, wie eine welke Tulpe

auf ihrem Stiel.

Auf dem Weg nach Hause

waren dann seine Gedanken

entweder noch in der Fabrikhalle

oder schon bei seiner Familie.

Heute wusste er zwar

wo der Kopf steht,

aber wo seine Gedanken waren,

das wusste er nicht.

Jeden Augenblick waren sie woanders

Beim Chef,

in der alten Wohnung,

in der neuen Wohnung,

im Umzugs-Lkw.

Hatten sie alles eingepackt,

war der Lkw rechtzeitig da?

Wie kommen die Sachen,

die nicht mehr in die LKWs passen,

in die neue Wohnung?

Alles ging drunter und drüber.

Zum Glück hatte sein Bruder

am Wochenende nichts anderes

Wichtiges zu tun.

Auch der Bruder seiner Frau

hatte frei.

So konnten drei

starke Männer mit drei Autos

einen großen Teil der kleineren

Möbel transportieren.

Die Kleider auch

und die wertvolleren Sachen:

den Fernseher, die Stereoanlage,

den Videorecorder, die Radios

und das Werkzeug.

Die großen Möbel kamen alle

in die Lkws der Umzugsfirma.

So wurde der Umzug erstens billiger

und zweitens

ging es auch noch schneller.

Beim Ein- und Auspacken

halfen die Frauen und die Kinder mit.

Außerdem hieß die Umzugsfirma

„Schnell“.

Das war ein guter Name.

Da konnte eigentlich

nichts schief gehen.

Na ja, schief vielleicht schon,

aber jedenfalls nicht zu langsam.

…………………….

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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