HaBE vor 11 Jahren ein Lied geschrieben: Es sollt‘ eins für Burg Waldeck sein & in die jungen Köpfe rein & gegen Rattenfänger fei’n

und habt ihr dafür keinen Kopf

und Überfüllungsschmerzen,

dann lasst den Deckel auf dem Topf

und nehmt es euch zu Herzen

sie zieh’n jetzt Kind und Kegel ein

und füllen ihre Söldner-Reihn

dagegen hilft kein Lied allein

Wollt ihr Täter-Opfer sein?

Sagt NEIN!


ich habe im Moment keine Zeit dafür, 
den folgenden „Rohling“ zum Lied für die Waldeck fertig zu schreiben und zu vertonen, zu arrangieren. Mir ist da eine Krankheit dazwischen gekommen..

Macht  ihr ein Lied draus oder schickt es weiter an Menschen, die das machen können.

Natürlich wird es auffallen, dass der Erste Teil an das Letzte Lied angelehnt ist, aus der Proletenpassion der Schmetterlinge.
Ich hatte es deshalb auch an Beatrix Neundlinger nach Brasilien geschickt. Vielleicht hat sie ja zwischendurch schon was draus gemacht? Schön wär’s.

Es soll eins für die Waldeck sein


So eines  wie die Alten
Doch in die jungen
Köpfe rein
Und dort die Kraft entfalten
Die sie jetzt brauchen um die Welt
Vorm Untergang zu retten
Der Todesfahrt des Kapitals
im Karussell in Ketten
ein Ende zu bereiten
mit Schottern nötgenfalls
statt schlottern
die Bremsen ziehen um zu fliehen
vom Karussell in Ketten
Das reißt und schmeißt
uns bestenfalls
ins schwarze Loch
zu Kaputt-Baal
Ins All
Ja darauf kannst Du wetten

Wir tuns nicht
Weil wir Helden wärn
uns würde sonst nichts bleiben
wo Bankenmacht so mächtig ist
dem Kapital den Krieg erklärn ?
gut, wer dafür zu schmächtig ist
schließ sich mit uns zusammen
gemeinsam löschen wir das schon
die Welt steht schon in Flammen
und wer auch das sich noch nicht traut
der soll halt Lieder schreiben
und wenn er nur die Trommel haut
und für uns singt wie Trubadix
Nur keine Angst, wir tun ihm nix
wir brauchen seine Leier
nicht später, nein, gleich hier und jetzt
im Streik, bei Demos nicht zuletzt
auch bei der Siegesfeier

UND NOCH EINES zum Weiterschreiben, Umschreiben und Komponieren und Arrangieren

eben auch noch ein „Rohling“ zum Umschreiben….
zum Weiterschreiben  … das meine ich auch mit Demokratiserung der Kunst: Input geben, Anstoß geben und  dann gemeinsam daran feilen… und nicht dass sich der einsame Genius in Klausur begibt und die Anderen ausschließt  oder sich auf den Sockel heben läßt oder sich selbst draufhebt, abhebt und über Allem schwebt.

Nein, er soll unten bleiben und sehen, wo und mit wem er lebt und arbeitet und feiert und trauert, malt und singt, bildet und kämpft…
Ich scheiße auf die Warteschlange vor den „linken“ Charts, den „linken“ Literaturpreisen, die doch nur ein schlechtes Spiegelbild der bourgeoisen – kapitalen Vorlagen sind. Ich scheiße auf die „linke“ Tour der Massenverbannung zum Stimm- und Konsumvieh bei der Reproduktion alter kapitalisierter Kultur-Strukturen. Die Kreativität der Massen mit ihnen zusammen befreien. Das ist die Aufgabe, das ist das Vermächtnis der Kultur der Arbeiterbewegung, der ARBEITERFOTOGRAFIE, , das ist das Vermächtnis des Willi Münzenberg, des Ernst Busch, des BB und Kurt Eislers.  HaBE ich noch wen vergessen ?

Von: HaBEbuechnerei [mailto:HaBEbuechnerei@web.de]
Gesendet: Donnerstag, 5. Februar 2015 13:50
An: HaBEbuechnerei@web.de
Betreff: Todesfahrt

Oh ja,

wir wollen euch stören
die ihr unsre Welt zerstört
Oh ja, ihr habt sie denen weg genommen,
die sie erschaffen
denen sie gehört

Oh ja,

wir wollen euch stören
die ihr uns auf die Schädel haut
die ihr uns den Lohn der Arbeit
noch während unsrer Arbeit klaut


Oh ja,

wir wollen euch stören
wenn eure ARGEn uns quälen
und uns den Arbeitspalz wählen
ohne Fahrgeld durch Deutschland
und ihr kassiert Maut


Oh ja

wir wollen euch stören
wir sind laut
wir werden uns wehren
wir lassen uns hören
wenn ihr uns verfacebookt
betwittert, verführt
Es wird höchste Zeit
dass ihr von uns hört
die ihr unsere Zukunft
verkauft und versaut
Wir tanzen, wir Singen , wir schreien
wir streiten, wir streiken, um uns zu befreien
wir sind viele und wir sind laut:


Oh ja.

wir wollen euch stören
weil die Straßen, die Plätze,
die Dörfer und Städte ,
die Flüsse und Wälder,
die Wiesen und Felder
Die Fabriken und Häuser,
die wir beackert, geerntet, bestellt
geplant und geweißt
erneuert, erbaut
die Wälder, die wir gefällt
und aufgeforstet haben,
die  Gruben, die wir gegraben,
wir und unsere Alten
die habt ihr geraubt,
doch ihr könnt sie nicht halten
nicht völlig zerbomben,
nicht völlig zerstören
die Brötchen wie die Brotfabrik
die alle holen wir uns zurück
weil sie uns gehören


Oh ja,

wir wollen euch stören
wir sind viele
und wir sind laut
weil ihr uns die Zukunft klaut

Wir sollen uns beherrschen ?
nicht aus der Reihe  tanzen ?
Mit Sturmgepäck und Ranzen
In den Schulen der Nation
Für Mördersold und euren Hohn
euren Märschen, euren Ärschen
Nach-Marschieren
am Hindukusch den Arsch abfrieren
Das Jammern von Soldatenmüttern
kann euch doch nicht erschüttern
Für eure Profite Kanonen füttern
uns gegenseitig morden
für eure Heldenorden?


Oh ja,

wir wollen uns beherrschen
mit unseren eigenen Händen
Eure Todesfahrt beenden

Wir haben gelernt
Nur wenn man euch entfernt
Dann werden wir erst unbeherrscht
Dann fällt uns die Volksweisheit wieder ein
Wer andern eine Grube gräbt
Fällt selbst hinein
So soll es nie
So soll es nie
So soll es nie
mehr sein

Ach ja,

Herr Grube, auch nicht in Stuttgart
Wer Grube seine Grube gräbt …

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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