Das Poem vom Schützen Arsch im Himmel, die deutsch-aktualisiert-gekürzte Geschichte vom braven Soldaten Schwejk

Das Poem vom Schützen Arsch im Himmel,

die deutsch-aktualisiert-gekürzte Geschichte vom braven Soldaten Schwejk

Man teilt das Volk

In rings und lechts

Und lässt es sich

Bekämpfen

Das schont die Kassen

Der Oberklassen

Und wird die Un-Kosten dämpfen

Ganz nach den Worten Bertolt Brechts:

Die Regierung war mit ihrem Volk

Nicht einverstanden,

Da ließ sie es zu Schanden

Und dann abhanden

Kommen

Und holte sich ein neues

Obrigkeits- & gottesfürchtig-

Nibelungentreues

Das brüllte artig aus vollem Hals

Wir sind das gewollte Volk

Weniger Schmiere? Halb so schlimm!

Wir brauchen kein Sozialklimmbimm

Gehorchen gut auf Ohrenschmalz

und aus den Kasernen schallt’s:

Der nächste Krieg wird ein Erfolg!

Von echten Volksgenossen

Wird jetzt schon vor dem heißen Krieg

Kurz vor 6 zurückgeschossen

unsterblich bis zum Kriegs-Endsieg

Wir sind das auserwählte Volk

Die Überflüssigen

Zerfließen schnell

Mit Billig-Bier

Und  Champions-Ligue

Das neue WIR

Mit einem Kick

Mit letztem Klick

Bei TOCK & TICK

Digital und virtuell

Bereits schon an der Heimatfront

Wo sich das Opfern doppelt lohnt

Wer’s überlebt

Ohne, dass er Tüten klebt

Kriegt eine neue

Nibelungentreue

Lebensperspektive

Im Schützenloch

In Heerestiefe

Auf! Schütze Arsch!

Danach bist Du

Beim Schützenfest

Nach bestandnem Härtetest

Der Schütze Arsch

Beim Schwejke-Marsch

Zum Zapfenstreich

Als Krüppel oder Leich

Im Zinksarg

Oder Plastiksack

Zugleich

Zack-Zack!

Mit Pfaffen-Gebimmel

Der Schütze Arsch

Im Himmel

Doch bevor die Karrier‘ sich zur Himmelfahrt steigert

hat Schwejk lauthals den Kriegsdienst verweigert

und so sein Eiserenes Kreuz verpasst

Jetzt fährt der Lümmel

statt gen Himmel

in den Knast

HaBE geschrieben in einer Tankstelle am 11. 05. 2026

Der Autor dieser kurzen Geschichte weiß, wovon erschreibt: er war 1966 selbst Schütze Arsch im Panzergrenadier-Bataillon 362 als Z2er Offiziersanwärter (um sein späteres Studium zu finanzieren), der in der Bundewehr den Kriegsdienst verweigert hat wegen der Notstandsgesetze, die den Einsatz der Bundeswehr im Inneren gegen Hungerrevolten und politische Streiks vorsehen und wegen des drohenden Einsatzes der Bundeswehr zur Unterstützung der US-Army in Vietnam. Um ihn von den Mannschaften zu isolieren, die er mit Durchschlagspapier vervielfältigten Um-Schreibungen der Bundeswehrlieder versorgte, fuhr er in den Bau & wurde danach gezwungen, Unteroffiziere in Deutsch, Englisch, Mathematik/Ballistik, Staatsbürgerkunde und Sport auszubilden und auf die Feldwebelprüfungen vorzubereiten- mit guten Ergebnissen: glänzende Prüfungsabschlüssen ujnd steigende Zahlen von Kriegsdienstverweigerungen bei den Uffzen! Herzlichen Dank an meinen stellvertretenden Kompanie-Chef, Oberleutnant von Moltzow, der mich dabei stillschweigend lächelnd unterstützt & mir später hinter vorgehaltener Hand „gestanden“ hat, dass er bei Wolfgang Abendroth in Marburg Soziologie studiert habe & wegen der schlechten Berufsaussichten dann doch zur Bundeswehr gegangen sei. Nun, andere Abendroth-Schüler sind auf viel höheren Rängen & Einkommensstufen gelandet: als Abgeordneten- und Minister-Berater, Lobbyisten, Redenschreiber, Gesetzesvorlagen-Vorformulierer, Völkerrechtsumschreiber usw. ;-0))))

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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