
Wie können die Wolken es wagen, die Hasen quer übern Rasen zu jagen? … – barth-engelbart.de
Die neueste Wolken-Geschichte heißt, wenn sie fertig von der Insel zurück kommt, ganz kurz: Wolken-Kinderstreit um einen Wolken-Fur … ups, das sagt man doch nicht! Ach, du Schei- benhonig, nun ganz leise! Noch Mal ups! Also: um einen Wolken-Pups, aber mehr verrate ich hier nicht! Auch nicht, dass es nicht Wolkensturz, sondern Wolkenbruch heißt und auch nicht warum das so ist!
Gerne bin ich bereit, meine für bzw. gegen Ramstein geschriebenen Beiträge u.a. meinen 8minütigen Redebeitrag bei kommenden Anti-Kriegsaktionen vorzutragen, in dem es auch um das US-Kastell und um Erbenheim geht, Büchel, K-Town usw …
Ebenso gerne steuere ich Texte und Bilder aus der im Entstehen begriffenen „Anti-Kriegsfibel“ bei, um die ich eine Schreibwerkstatt für das Friedenscamp bei Ramstein vorbereitet hatte: „Öffentliches -Mit-Dagegen-Schreiben“.
Langsam mache ich mich an die Vorbereitung des Ostermarsches 2027. Es wird mein 61. Ostermarsch, meinen ersten habe ich noch als Interview VHS-Casette von der Fox-tönenden Wochenschau, die im Odenwald zwischen Hirschhorn über Beerfelden, Seckmauern, Schimmeldewooch, Eberbach, Ober- & Unter-Mossau, Hetzbach, Reichelsheim, Lindenfels, Michelstadt, Erbach, Bad König, Vielbrunn, Würzberg Höchst, Neustadt, Wiebelsbach-Heubach und Steinbach bis nach Groß-Umstadt, Darmstadt & Obernburg über eine Woche für volle Kinosäle sorgte. Ich galt damals wegen meiner Verweigerung in der Bundeswehr und VS-gesuchter und im Bonner Bundeshaus wegen einer Aktion gegen die NS-Gesetze für 12 Stunden illegal verknasteter Revoluzzer als der Südhessen-Hero. Es ist der 62. Jahrestag meiner beginnenden Freundschaft mit Wolfgang Neuss und Joan Baez und der 61. der mit Gerhard & Ingrid Zwerenz. Der 1966 Ostermarsch fand am 11. April, am 21.Jahrestag der Selbst-Befreiung des KZ-Buchenwald unter der Leitung Emil Carlebachs und an meinem 19. Geburtstag statt. Damals stieg ich auf den Gerechtigkeitsbrunnen und begrüßte die ca. 15.000 auf dem Römerberg mit meiner polizeilich zertifizierten „megaphonartigen Stimme“ (deren Einsatz ich bei der Bundeswehr perfektioniert hatte und mir dann ab 2000 in Hanau bei den Widerstands-Lesungen schon Mal polizeilich untersagt wurde, nachdem man mir das Megaphon beschlagnahmt hatte): „ Ich freu mich sehr darüber, dass meine Geburtstagsfeier so bekannt wurde! Mein Sold reicht aber leider nicht für eine Platzrunde! Sonst hätte ich euch alle eingeladen. Da ich mich bei der Frankfurter Rundschau beworben habe, werde ich zusammen mit Eckhardt Spoo, Gerhard Zwerenz, Georg Fritz und Emil Carlebach meinen Geburtstag und die Selbstbefreiung des KZ-Buchenwald feiern! …“

Ab 1966 durfte ich meine „megaphonartige Stimme“ als Liedsänger, Kazooist, und Akustik-Gitarrist bei den „DREAMS“ und manchmal auch bei den „STOKERS“ und den „BLACK ANGELS“ von der Bühne schallen lassen, wenn es um Protest-Songs ging. Ansonsten arbeitete ich bei diesen Odenwälder Beat-Formationen als Grafiker, Drucker, Roady und Rausschmeißer bei allen Rock-Konzerten der Gruppen in Südhessen, was zur Verbreitung meiner eigenen Songs und meiner Übersetzungen von Donovan-, Mc.Guirre-, Baez-, Dylan-, Pete Seeger-, Country-Joe-, Johnny Cash-, Harry Belafonte- usw. -Texten beitrug.

Nach Arbeiten in der Industrie, auf dem Bau, im Handwerk und der Ableistung meines Ersatzdienstes bei der Inneren-Missbrauchs-Mission & Psychiatrischen Landes-Missbrauchs-Krankenhäusern hatte meine FR-Bewerbung erst 1968 kurzzeitigen Erfolg bis zu meiner Entlassung als Kollateralschaden einer Anti-Vietnamkriegs-Demo im Februar 1968 durch Karl Gerold. Nach meinem Polizeisturz vom Vordach des ZÜRICH-Hochhauses stieg ich dann vom Südhessen- zum National-Hero auf mit Audienz-Stunden an meinem Krankenbett, wo sich die damalige linke europäische Prominenz bis hin zu Ingrid Feltrinelli die Klinke in die Hand gab und Rudi Dutschke sich um meinen weiteren beruflichen Weg kümmerte, bei dem ich zunächst als Büroleiter des SDS Bundesvorstandes landete und von dort aus u.a. auch als Lektor bei Abi Melzers „Olympia-Press“ und im „MÄRZ“-Verlag mein Studium finanzieren konnte … Mit dem „Honnefer-Model“-Geld, dem BAFÖG-Vorgänger und den 125,- DM von Zuhause hätte ich nicht Mal die Zimmer-Miete bezahlen können. Erst als studentischer Tutor bei Professor Heydorn mit einer halben Stelle war eine erste Hochzeit möglich, aber wir konnten uns unser erstes Kind nicht leisten. Dr. Netter in Bergen-Enkheim verdiente sich mit Abtreibungen am Fließband eine Forellenzucht, eine Villa mit Swimming-Pool und einen Reitstall im Hinter-Taunus. Von Habenichtsen nahm er 600,-DM cash und schickte sie noch blutend auf die Straße. Von den Damen der Upper-Class (Richter-, Staatsanwalts-, Politiker-, Unternehmer-, Banker-Gattinnen usw. nahm er pro „Unfall“, „Urlaubshinderungsgrund“ und drohender „Titten-Explosion mit Milcheinschuss-Löchern in der Abendgarderobe“ das Zwanzigfache … aus der Portokasse …
Die Ballade
vom wohltätigen Frauenarzt,
der sich mit seiner Barherzigkeit einen Heiligenschein
die zweite Villa mit Swimmingpool, eine Forellenzucht
und einen Reitstall im Taunus verdiente(1975)
Der hier (damals noch) nicht namentlich genannte Frankfurter Frauenarzt durfte eigentlich wegen Medikamenten-/Alkoholabhängigkeit nicht mehr praktizieren. Dass er weiter wurschtelte, wurde von den zuständigen Frankfurter Stellen mit zugekniffenen Hühneraugen geduldet. Ende der 70er wurde der Arzt von seinem jüngeren Freund und Günstling ermordet. Dieser war als Alleinerbe eingesetzt, konnte aber nicht so lange warten.
Die Praxis in Bergen-Enkheim war die einzige Anlaufstelle für Frauen aus Mittelhessen. Da der nette Arzt fast im Fließband-Verfahren arbeitete, mussten die Frauen nach Behandlung in der billigsten Preiskategorie oft noch blutend die Praxis verlassen:
ein Ergebnis der Kriminalisierung der Abtreibung.
Er macht sich zwar nicht in der Öffentlichkeit
für den Paragraph 218 stark
doch sichert der ihm unversteuert nebenbei
einen Stundenlohn von rund tausend Mark
fünf Frauen schafft er in sechzig Minuten
im Hinterzimmer in seinem Vorstadtpalast
und wenn dabei auch mal zwei halb verbluten
die schweigen aus Angst vor Gericht und Knast
Refrain:
Denn dieser Arzt ist doch so sozial
und ein immer netter
Helfer der Frauen, auch Kleingeld macht
sein Konto immer fetter
Und dann wurd eine Frau vor Gericht gestellt
weil die vorher beim staatlichen Gutachter war
und der hat sie registriert, wie immer abgelehnt,
als das Kind jetzt nicht kam, war der Staatsanwalt da
beim Verhör hat sie die Abtreibung zugeben müssen,
doch den Namen von dem Arzt hat sie nicht gesagt.
Wenn der auffliegt, sind die Andern aufgeschmissen,
weils hier in der Gegend kein andrer mehr macht.
Refrain:
Denn dieser Arzt ist doch so sozial…
Doch die Frau hat ihn ganz umsonst verschwiegen
der Staatsanwalt wusste längst bescheid
denn der Doktor hat die gnädige Frau Staatsanwalt
schon mal aus einer missligen Lage befreit
weil noch weitre hohe Damen unter seinen Kunden waren
fand auch kein Ermittlungsverfahren statt
der Staatsanwalt deckte den Doktor seit Jahren
weil er ne stark soziale Ader hat
Refrain:
Denn dieser Arzt ist doch so sozial….
Wenn der Staat jetzt den zweihundertachzehn verschärft,
dieser Arzt tritt dagegen ganz sicher nicht auf
zwar wird auch er mit härteren Strafen bedroht,
doch das nimmt der Doktor gern in Kauf.
Da wird einfach bei steigendem Risiko
der Heiligenschein an den Nagel gehängt
der Preis wird erhöht und die Barmherzigkeit
auf die zahlungskräftigsten Kunden beschränkt.
Dieses Pack ist asozial
spielt sich auf als Menschenretter
und die leben sehr gut vom Abtreibungsverbot
das macht ihr Konto immer fetter
Und jetzt bin ich reif für die Insel, welche verrate ich nicht.
