– bestätigt wird das durch üblicherweise best informierte internetdienste wie gfp und nng. besonders schön macht sich so was im anlaufenden Wahlkampf in den hessischen Kommunen, in zwei Bundesländern … aber auch nur so – unabhängig von Wahlkämpfen.
PS. in der Barbarossa-Reichsstadt Gelnhausen, die jede Menge Erfahrungen in Kreuzügen hat, meldet die Presse, dass die LINKEn einem Antrag der CDU im Stadtparlament zugestimmt haben sollen, der die Vermietung öffentlicher Räume an „Extremisten“, „extremistische Organsationen“ verbietet.
und im März voraussichtlich sein erster übersetzter Fabrik-Lyrik-Band im Frankfurter ZAMBON-Verlag erscheint (in der Übersetzung von Felix Ballhause), möchte ich in Hanau und in Gelnhausen den Dichter und sein Werk in öffentlichen Räumen vorstellen. Wenn das in der Presse keine gezielte Falschmeldung war, wird das dann etwas schwierig mit der Unterstützumg durch die LINKE: hier eines seiner jüngeren Gedichte, das erklärt WARUM:
Ich schäme mich nicht, schreit es überall
Wenn der Kampf dafür, dass alle
eine Wohnung haben,
eine menschlichere Arbeit
niemand mehr grausame
Ungerechtigkeit erfährt;
wenn gegen den Krieg sich zu stemmen
täglich
für die Ausgebeuteten sich einzusetzen,
Politiker, die herrschende
Ordnung und die Bischöfe
zu stören für die Gleichheit aller Menschen
Wenn dies bedeutet Extremist zu sein, verrückt
gefährlich
unfähig , kindisch;
nun also, dann bin ich eben Extremist
gefährlicher Verrückter
Unfähiger Kindskopf.
Ich schäme mich nicht. Sagt es überall.
Sagt es im Weißen Haus, im Vatikan
im Kreml.
Schreit es auf den Plätzen, in den Fabriken.
Nie war ich so glücklich.
Ich will ein Extremist sein
Extremist
Extremist bis ins Mark.
Schreit diese Botschaft
in allen Vierteln, in den Städten
auf allen Plätzen und Straßen der Welt.
Ruft sie mit Macht gegen die Autoritäten
und Richter.
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Sono un estremista convinto.
Sono estremista, estremista
fino in fondo
cosciente.
Non voglio più disperazione
solitudine.
Non voglio più offese che durano
intere vite.
Voglio sentire giorno per giorno
sempre più vicino, più vicino
i tagli profondi brucianti di milioni
e milioni di uomini che nessuno mai raccoglie.
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Ich bin überzeugter Extremist.
Ich bin Extremist, Extremist
bis ins Mark
bewusst.
Ich will die Verzweiflung nicht mehr
keine Einsamkeit.
Ich will die lebenslänglichen
Kränkungen nicht mehr,
Spüren will ich Tag für Tag
immer näher und näher
die tief brennenden Wunden der Abermillionen
Menschen, versteckt und totgeschwiegen
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„unter-schlag-zeilen“: wenn die Kunst unter die Leute geht.
313 seiten politische Lyrik und Grafik von HaBE
Aus dem Vorwort von Ingrid und Gerhard Zwerenz für HaBEs AgitProvoLyrik&Grafik-Buch „unter-schlag-zeilen / befreite worte /gebrochene reime/ zur lage“ : Nur keinen Streit vermeiden ..Es kann einen Autor teuer zu stehen kommen, wenn er sich strikt an das hält, was er schreibt.. Mundtot ist der Titel eines Gedichts von Hartmut Barth-Engelbart: „Wenn wir / nicht früh / genug / den Mund / aufmachen / haben wir/ am Ende / gar nichts mehr / zu sagen“ Der Lyriker ..aus Hanau denkt gar nicht daran den Mund zu halten Seine Feinde finden, er hat eine zu große Klappe. Die zitierten epigrammatischen Zeilen erinnern an Erich Fried, dem seine Verse nicht wenig Ärger eintrugen. Für Barth-Engelbart eskalierte der Ärger. Vor einigen Monaten wurden seine Gedichte auf offener Straße verhaftet. Wie aber kamen sie dahin? HaBE ist das Gegenteil eines Innenweltdichters. Mit Poesie und Prosa begibt er sich mitten unter die Leute (mit den ) bewährten Widerstandslesungen, denen es in Hanau und anderswo nicht an Publikum mangelt. Von wegen, die Menschen interessieren sich nicht für Literatur, sie tun es durchaus, wenn Literatur sich für sie interessiert.…. Weshalb sich Polizei und Justiz für HaBEs Verse interessierten, ist eine bunte Geschichte. Der Autor erzählt sie in diesem Sammelband, der Spannung aufbaut wie ein Krimi, wer die Täter sind verraten wir nicht…
Das Buch ist dem langjährigen Duett-Partner HaBEs, dem Bassklarinett-& Saxophon-& Kompon- & Humanisten des Frankfurter ensemble modern Wolfgang Stryi gewidmet, der im Erscheiningsjahr noch vor Erscheinen des Buches starb, nach 15 Jahren gemeinsamer WiderstandslesungsKonzerte.
„unter-schlag-zeilen / befreite worte /gebrochene reime/ zur lage“
313 seiten politische Lyrik und Grafik von HaBE / Buchgestaltung : Jürgen Tauras / (c) 2005 Zambon-Verlag Frankfurt/Main / SemiHardcoverBroschur ISBN 3-88975-107-5 / 15,– €
Im gleichen Verlag das HaBE-KinderBuch von der Ziege „ZORA“
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Thomas Mann über den Kommunismus:
„Ich glaube, ich bin vor dem Verdacht geschützt, ein Vorkämpfer des Kommunismus zu sein. Trotzdem kann ich nicht umhin, in dem Schrecken der bürgerlichen Welt vor dem Wort Kommunismus, diesem Schrecken, von dem der Faschismus so lange gelebt hat, etwas Abergläubisches und Kindisches zu sehen, die Grundtorheit unserer Epoche.
Der Kommunismus ist als Vision viel älter als der Marxismus und enthält auch wieder Elemente, die erst einer Zukunftswelt angehören. Älter ist er, weil schon die religiösen Volksbewegungen des Mittelalters einen eschatologisch-kommunistischen Charakter hatten: schon damals sollten Erde, Wasser, Luft, das Wild, die Fische und Vögel allen gemeinsam gehören, auch die Herren sollten um das tägliche Brot arbeiten, und alle Lasten und Steuern sollten aufgehoben sein. So ist der Kommunismus älter als Marx und das 19. Jahrhundert. Der Zukunft aber gehört er an insofern, als die Welt, die nach uns kommt, in der unsere Kinder und Enkel leben werden, und die langsam ihre Umrisse zu enthüllen beginnt, schwerlich ohne kommunistische Züge vorzustellen ist: d. h., ohne die Grundidee des gemeinsamen Besitz- und Genußrechts an den Gütern der Erde, ohne fortschreitende Einebnung der Klassenunterschiede, ohne das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit für alle.“
Rolf Becker
mit seinem neuen Programm
Hier wird Geld verdient
30. Januar 2011 – 19:00 Uhr
Hanau-Tümpelgarten
Sandelmühle
(Rudi-Völler-Sportanlage)
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(Thomas Mann, Ges. W., Frankfurt/M 1960, Bd. 12, S. 934)