Etwas davon war zu hören von einem Straßenmusikanten, einem Geschichten- & Geschichtserzähler und zu riechen vom Spieß- & Speißgesellen am offenen Feuer vor 5 Jahren, als die von bäuerlichen „Wilddieben“ erlegten Wildschweine im Hof des Tobias Meininger, dem Anführer der Bauernaufstände in leckeres Essen verwandelt wurden: innerhalb zweier Tage wurden 3000 Portionen davon verspeist. Es müssen also mindestens 3000 Menschen den Hof aufgesucht haben,

darunter auch Berta Meiningers vom Hof geflohene Tochter, die es unter dem 1000jährigen BDM-Kommando der Matronin nicht mehr ausgehalten hatte und jetzt nach über 40 Jahren den Hof ihres geliebten & zu früh gestorbenen Vaters, des Tobiasse Heiner zum ersten Mal wieder betreten hat und in Freudentränen ausbrach. Nicht mitgerechnet sind dabei die Gäste die „nur“ die mit historischem Gerät, dem geschmiedeten Waffeleisen überm offenen Feuer & daneben auch mit modernem Elektro-Waffeleisen gebackenen Waffeln zum leckeren Kaffee, trotz der Warnung durch Herrn Johann-Sebastian Bach verspeist haben: „C-A-F-F-E-E, trink nicht so viel Caffee! Nichts für Kinder ist der Türkentrank, schwächt die Nerven, macht Dich schwach und krank! Sei doch kein Muselmann, der das nicht lassen kann!“ Ja, ja, wir haben schon damals nicht auf der Herrn und Meister gehört. Und jetzt regiert der Onkel von Onko & Tchibo weltweit über die größten Kaffee-Plantagen. Da hammer den Salat!!!
Der lebendige Adventskalender wird keine Wiederholung „Bei’s Tobiasse“ bringen, aber mit Sicherheit Bilder-Ausstellungen und Lesungen und vielleicht auch Lieder … wenn sie bis dahin nicht gestorben sind.









800 Jahre Mittel-Gründau 2019:
Wie ändern sich die Zeiten!? Handwerk, Kunst & Köstlichkeiten, Geschichte & Geschichten im „Gesindehof Engelbart“
Gesindehof-Programm: 800-Jahrfeier Mittel-Gründau am 1. & 2. 06. /12 -18 h

Zwischen Werkstatt, Stall und Scheuer, Küche , Kinder-und möblierter guter Stube von 1870 bis 1920 wird genäht, gesponnen, Silber geschmiedet, Schiefertafeln herstellt, Kräutersaft gemixt, Honig ums Maul geschmiert, Waffeln gebacken, Kaffee gekocht und die Wildsau (zwar nicht) geschlacht, aber Gyros draus gemacht. Bilder und Be-& Tonfiguren werden ausgestellt, 800-Jahre-Kalender-Geschichte(n) erzählt und Handwerkerlieder der letzten Jahrhunderte vorgetragen.
25 Gründauer Teilnehmer-innen nutzten bereits am 19.05. bei der ersten „kleinen Mittel-Gründauer Histour“ des Historisch-Demokratischen Vereins von 1848 die Gelegenheit eines ersten Blickes in die gute Bauernstube, mit dem die zweieinhalbstündige Führung durch das Dorf und seine Geschichte begann .
Wer & Was
(kann man auch kaufen?)
Die Kräuterhexe Siggi Seipel-Groß zaubert & verkauft Honig, Salben, Säfte und Tinkturen.
Die Spinn- und Schneiderin Uli Arndt lässt das Spinnrad surren und zeigt Interessierten, wie man spinnen kann.
Die Silberschmiedin Verena Hunn macht den Gründauer Wappen- Paradiesschlüssel zum Schmuckstück, zum Schlüssel zum Glück . Das kann man zum Glück auch kaufen.
Die Plastikerin Nina Schöbel stellt ihre künstlerisch betongten Objekte nicht nur zum Verzaubern, sondern auch zum Verkaufen aus.
Die Malerin Regina Teichmann stellt ihre Gemälde auch nicht nur zum Anschauen aus.
Die Gestalttherapeutin Heike Marrek-Rumpf malt zwar auch selbst, lässt aber hauptsächlich die Kinder mit Erdfarben malen
Die Tonkünstlerin Ingrid Engelbart stellt ihre Tonfiguren, Töpfe, Tassen, Schüsseln aus und repräsentiert so das gute alte Auler-, Ahler-, Euler-, d.h. das Töpferhandwerk Mittel-Gründaus, wie es im Ahl angesiedelt war . Sie zeigt auch die Ergebnisse von aktuell durchgeführtem historischen Feldbrand.
Der Dachdecker Alex Schieferstein, macht, was sein Name verspricht: er bearbeitet Schiefersteinplatten, die nach Bearbeitung als Türschilder , Schultafeln usw. auch käuflich zu erwerben sind.
Und Uli, der Groß-Wild-Jäger lässt keine Sau raus, die er nicht selbst erlegt und hat schlachten lassen. Er brutzelt sie auch noch eigenhändig zu Wildschwein-Gyros, wozu dann auch das bekannte Lied von Udo Jürgens passt: „Kriech ich en Schwein?“ Und alle, die den Hof besuchen, haben dann auch hoffentlich genügend Schwein gehabt.
Der blinde Zimmermann und ausgebildete Bariton, der Ziehharmonikaspieler und Straßenmusikant Philipp Hoffman trägt Handwerkerlieder aus den letzten Jahrhunderten nicht nur im Hof sondern auch auf der „Festmeile“ vor
Der Grafiker, (Kinderbuch-)Autor, Erzähler und Lokalhistoriker Hartmut Barth-Engelbart illustriert im 2 Stundentakt die Regional-& Ortsgeschichte mit Anekdoten, Zoten, ernsthaft erforscht-Dokumentiertem und aus Spaß an der Freud Erfundenem
Außerdem stellt er historische Fotos aus (auch welche von der Heldmann-Bahn Gelnhausen-Gießen) und seine in den letzten 30 Jahren entstandene Reihe von Federzeichnungen nicht nur Mittel-Gründauer Motive, die er als Kunstdrucke auch zum Kauf anbietet.
Und zum Trostpreis von 2,-€ gibt’s zu den Kalender-Geschichten passend den 800-Jahre Mittel-Gründau-Kalender zu kaufen. Auf dem Weihnachtsmarkt hat er noch 5,-€ gekostet, aber ohne die Geschichten. Jetzt nach einem halben Jahr kostet er nur noch die Hälfte und die Geschichten gibt’s gratis dazu. Schwein gehabt!?

Und zur Feier des Jahres gibt es auch die Original-Erstausgabe des Ü70er Grundgesetzes zu sehen, die die Frankfurter Rundschau 1949 veröffentlicht hat.
Daneben hängen die Meldungen des Büdinger Allgemeinen Anzeigers von 1869 über den Bau der Heldmann-Bahn Gelnhausen-Gießen, über die tödlichen Arbeitsunfälle beim Brücken- und Tunnelbau. Und den ersten Fahrplan von 1870 kann man auch sehen, als Mittel-Gründau schon lange seinen Bahnhof hatte und Lieblos nur ein Haltepunkt war. Erst viel später wurde in Lieblos auch ein Bahnhof mit Stellwerk errichtet, als die Bahnverbindung zum Fliegerhorst Rothenbergen gebaut wurde.

Der Mensch lebt nicht von Dokument & Kunst allein, auch Speis und Trank muss zwischendurch mal sein:
im Gesindehof -Engelbart „Bei’s Tobiasse“ in der Bachgasse 1 gibt es Wildschwein-Gyros mit Brot, Waffeln, Kaffee, Apfelsaft(selbstgemacht), Kräuterlimo(selbstgemacht), Wasser, Apfelwein(selbstgemacht) und Bier.
Wer es passend zum Wildschwein haben will, dem verpassen wir auf besonderen Wunsch -solange der Vorrat reicht – auch ein Keiler-Bier.
Für alle, die kein Schwein haben, also an diesem Wochenende woanders ums Goldene Kalb tanzen müssen, hier einige der Einblicke in die Geschichte(n) Mittel-Gründaus und der benachbarten Auslands-Dörfer und Klein-& Großstädte – aber auch zu Mittel-Gründaus Beziehungen zu Worms, Wetzlar und Wien, Arnsburg, Fulda und Mainz, Darmstadt, dem Schloss Marienborn, den Herrnhutern und dem jungen Goethe, seinem dort im Sekretär vergessenen Handkäse und was der noch nicht geheime Rat und seine erste flotte Lotte aus Weimar an der Lahn vor dem Reichskammergericht in Wetzlar zu den Bauern-Flegeln und -Lümmeln aus Mittel-Gründau sagten. Und warum der Reichshofrat in Wien, die Mittel-Gründauer Bauern inständig bat, Wien zu verlassen. Und warum der Büdinger Graf Angst vor einem neuen Bauernkrieg hatte, den er dann 1830 auch prompt bekam und leider gewann.
Und wie und warum dieser Notwehr-Krieg, der oberhessische Bauernaufstand von diesem Gesindehof, dem Hof des Tobias Meininger ausging. Und welche Auswirkungen dieser Notwehr-Krieg und die Niederlage der Bauern auch später in der 1848er Revolution bis heute haben, z.B. wenn der Wiener Hochadels-ILAG-Konzern mit seiner Tochter CONSTANTIA sprichwörtlich „wie die Axt im Walde“ herrscht, wobei die Axt noch harmlos war. Die Vollerntemaschinen zerstören nicht nur Biotope, sie vernichten auch Hügelgräber …. in den (ehemaligen) Gemeindewäldern.
Ehemalig? Nun, wenn die Mittel-Gründauer Bauern die Fron verweigerten oder Zusatzabgaben, dann nahm sich das Ysenburg-Büdinger Grafen/Fürstenhaus Gemeinde-/Allmendewald und Allmende-/Gemeindewiesen als „Schuldenausgleich“. Und war die Allmende am Ende, dann nahm er den Bauern die Äcker … das war eine schöne „Flurbereinigung“!
Einfach hier auf der Seite rechts die Kategorie „Gründauer Geschichte(n)“ anklicken und schon geht’s los durch die ebensolche(n).
Zwei Leben für die Kleinen Leute: Wilhelm Pfannmüller / 2.Teil
Zwei Leben für die Kleinen Leute: Wilhelm Pfannmüller / 2.Teil
http://www.barth-engelbart.de/?p=214141
zum ersten Teil hier anklicken: http://www.barth-engelbart.de/?p=213642






Bei einer Ausstellung würden dann die Bilder (Zeichnungen, Aquarelle, Fotos aus der Reihe „Stadt- und Dorfansichten -bevor der Abriss-Bagger kommt“ folgen (die für die Adventskalender der nächsten 10 Jahre ausreichend sind) Zeichnungen/Fotos aus Griechenland, der Bretagne, aus Mannheim, Bad Salzuflen, Rothenbergen, Mittel-Gründau, Gettenbach, Lieblos, Gelnhausen, Schlüchtern, Hanau, Michelstadt, Erbach, Beerfelden, Nieder-& Ober-Ramstadt, Höchst/Odw, Neustadt/Odw, Rothenburg o.T, & Rothenberg/Odw, Würzburg, Miltenberg, Amorbach, Vielbrunn, Würzberg, Bamberg, Straßburg, Freiburg, Danzig/Gdansk, Breslau/Wroclaw, Lodz, Prag, Paris, Rennes, Orleans, Carcassonne, Zarragossa, Almeria, …. Marmoutier/Mauersmünster, Langenselbold, Eidengesäß, Niedermittlau, Breitenborn, Wächtersbach, Alsberg, Steinau, Karlshafen, Schmitten, Lauterbach, Amöneburg, Kloster Arnsburg,….
Siehe auch Mehr als 30 Jahre IAS & IAS-Leihbücherei, Betreuungsschule, Krabbelgruppen …. – barth-engelbart.de
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