Der jüdische Menschenrechtler & Friedensaktivist Davidson zu US-Drohnen, Pflüger & junge Welt

Der isländisch-deutsche jüdische Aktivist der ARBEITERFOTOGRAFIE, Elias Davidson ist hauptberuflich Komponist. Ob sein Leserbrief in der jW abgedruckt wird ? Schaumerma!

 

Von: Elias Davidsson [mailto:eliasdav@t-online.de]

Gesendet: Dienstag, 30. Juni 2015 23:01

An: redaktion@jungewelt.de

Betreff: Leserbrief an die Junge Welt

 

Leserbrief

 

Die jW vom Sonnabend/Sonntag 27/28. Juni 2015 veröffentlichte auf S.2 ein Interview mit Markus Pflüger, der laut Volksfreund.de “der vierte hauptamtliche Friedensarbeiter in der 26-jährigen Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF)” ist. In diesem Interview hetzt Markus Pflüger gegen eine in Kaiserslautern und in Ramstein gehaltene Friedensdemo, die nicht von der AGF unterstützt wurde, da sie angeblich von Rechtsradikalen, Nazis und Antisemiten organisiert wurde.

 

O-Ton Pflüger: “Die Organisatoren [der Kaiserslautern/Ramstein- Demo] stammen aus dem Umfeld der Montagsmahnwachen, die entweder selbst weit rechts stehen oder sich jedenfalls nicht gegen rechte Kräfte abgrenzen. Da wird mit Hass, einseitigen Schuldzuweisungen und fragwürdigen Kooperationspartnern zusammengearbeitet.”

 

Schon diese Behauptungen machen einen stutzig. Wer von den Organisationen “steht weit rechts”? Und decken sich die Forderungen der Organisatoren, die sie in einem Grundsatzpapier formuliert haben: Austritt aus der NATO; Stopp deutscher Kriegsbeteiligung; Verbot von Waffenexporten; Kein Drohnenkrieg von deutschen Boden; Keine Atomwaffen in Deutschland; Ablehnung von TTIP und Co. (siehe http://rotefahne.eu/friedensbewegung-aktuell/) etwa mit einem rechten/antisemitischen Programm? Was soll diese Hetze? Besser wäre, wenn die AGF selbst diese Forderungen mittragen würde statt diese Initiative zu sabotieren. Natürlich könnte man noch andere Forderungen anfügen, z.B. die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und Syrien oder ein Verbot der Propaganda für die Bundeswehr in den Schulen. Das wäre wünschenswert.

 

Als Teilnehmer an diesen Demos, als langjähriger Friedensaktivist und Gegner des Rassismus jeder Couleur habe ich weder von rechtsradikalem Gedankengut noch von Antiamerikanismus oder Antisemitismus bei den Demonstranten oder bei den Rednern etwas bemerkt. Im Gegenteil: Die Demo war eindeutig gegen Militarismus gerichtet, für den Abzug der US-Truppen aus Deutschland, für den Austritt aus der NATO, für die Beendigung der ausländischen Bundeswehreinsätze. Mehrere Redner betonten ihre Freundschaft mit dem amerikanischen Volk, jedoch ihre Ablehnung des US-Imperialismus.

Redner und Demonstranten bezeugten ihre Solidarität mit Russland und riefen zur Aufklärung von Staatsterrorismus auf, z.B. der Attentate vom 11. Sept.

  1. Ist Friedenspolitik, Antimilitarismus und Aufklärung etwa rechtes Gedankengut? Halluziniert Herr Pflüger oder muss er im Sinne seiner Arbeitsgeber reden, um seine Stelle zu behalten?

 

Während die Polizei uns nicht erlaubte, in Sichtweite der feiernden Bürger in Ramstein zu demonstrieren, saß Herr Pflüger mit Genehmigung der US-Freunde in einem “Infostand” innerhalb des Ramsteiner Geländes, erzählte er der jungen Welt.

 

Zu bedauern ist dass gerade die junge Welt einem bezahlten “Friedensaktivist” einem Forum bietet um ehrlichen, ehrenamtlichen Friedensaktivisten zu schmähen. Diese Entwicklung der jungen Welt zu den Thesen der Antideutschen ist beunruhigend.

Elias Davidsson

Katzenbacher Str. 7

57548 Kirchen

30 Juni 2015=

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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