“Christlicher” Missbrauch ist nicht nur katholischer & US-Usus & wozu er missbraucht wird

Nachdem der Shitstorm als Antwort auf meinen Missbrauchs-Artikel fast so stark war wie der  nach dem Artikel über die Zerbombung  des beliebtesten Kulturzentrums in Gaza, muss ich hier doch voranstellen, dass es mir nicht um eine Täter-Opferumkehr geht.  Es geht um die Beseitigung der Täter-produzierenden Strukturen.   Wer nicht gegen diese Strukturen angeht, macht sich mitschuldig.

Nicht nur US-Usus: der Missbrauch des „christlichen“ Missbrauchs

Wenn in den USA ein couragierter Staatsanwalt nicht nur ein Schwein durchs Dorf treibt sondern gleich zwei Hundertschaften katholischer Würdenträger mit Tausenden von Missbrauchsopfern, könnte man glatt vergessen, dass die obersten US-Moralapostel tagtäglich weltweit zigtausende von Kindern verhungern, verdursten, verbrennen, verschütten, verstümmeln und mit Kriegswaffen ermorden lassen. Das geht uns nicht so in den Kopf, wie die rührend präsentierten Opfer christlichen Missbrauchs und deshalb auch weniger ans Herz. 70 Genueser Brückenopfer des italienischen Privatisierungswahns rühren zu Tränen, aber Kretschmann, Bouffier & Co dürfen die Privatisierung der Autobahnen, der Straßenverkehrsämter und die profitable öffentlich finanzierte Verlagerung der Lagerhaltung der Konzerne auf die Autobahnen …. vorantreiben… Das ist Missbrauch öffentlicher Mittel und öffentlich geförderte Zerstörung unserer Straßen durch Schwerlasterkehr, der auf die Schiene gehört. Aber kommen wir zurück zum christlichen Missbrauch von Kindern.Die “Sünder”-.Kinder 1961 im evangelischen Jungschar-Lager am Edersee morgens am Pranger, wenn sie nachts noch im Feldbett geschwätzt hatten. Am Ende der Pranger-Leiter der Missbrauchs-Diakon im Trainingsanzug

Israel zerstört beliebtes (EU-mitfinanziertes) Kulturzentrum in Gaza

Dieser international von der UNO-Mehrheit geächtete permanente Angriffskrieg (auch der gegen Syrien zur Unterstützung der IS-Verbrecher), dieser andauernde Bruch des Völker- und Menschenrechts, diese kaum noch von den Mainstream-Medien gemeldeten Kriegsverbrechen (so wie der Angriffskrieg der Saudis  gegen Jemen) werden unterstützt, geduldet, verschwiegen, gefördert, diese Kriegsverbrecher werden finanziert, bewaffnet von den USA, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, von allen NATO-Staaten und ihrem besten Freund, dem saudischen Königshaus.

Der Schlüssel zur Macht im Gründauer Wappen deutet auf eine über 1600 jährige Geschichte

Der Schlüssel zur Macht? Der Himmelsschlüssel? Na ja, beim preußischen Adler ist die Machtfrage ziemlich schnell zu beantworten. Das Kurfürstentum Hessen-Kassel hatte Preußen sich schon spätestens 1866 unter seine Fittiche gekrallt. Rechts des Haselbaches war Gründau preußisch. Die Grenze zwischen dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt/Oberhessen und preußisch Hessen-Kassel verlief mitten durch das Gericht Gründau und in Mittel-Gründau mitten durch das Dorf: mal gehörte die fürstliche Domäne gerade noch zu Hessen-Kassel-Preußen, dann wieder zu Hessen-Darmstadt/Oberhessen und dann wieder … Für die “kleinen Leute ” im Dorf war das eh alles Eins: die Grenzsteine mit dem GH (Großherzogtum Hessen-Darmstadt)auf der einen und KP(Königreich Preußen) auf der anderen Seite verkündeten einerseits “Großen Hunger” und andrerseits “Kleine Portionen”. Und sie machten sich auch ihren Reim drauf: “Siehst Du das Land, wo die (von Preußen eingeführten) Kartoffeln blühn, wo Mägd’ und Knecht’  die Wagen selber zieh’n, wo’s große Schüsseln gibt und nix zu Fressen, das ist das Land der freien Hessen!”

“Simbabwes Regime bleibt”, schreibt die “junge Welt” & ordnet Schwerpunkt-Trauer an

Die „junge Welt“ schreibt nicht etwa vom US-Regime, das bleibt,  nicht vom französischen Regime, nicht vom britischen Regime, auch nicht vom Regime Merkel oder vom Regime Obama, Trump & Co oder vom Regime Macron. Nein, sie schreibt „Simbabwes Regime bleibt“.  Und da weiß man schon, dass da ein schrecklich simbaböses System herrschen muss, die Diktatur der SANU, die Minderheiten unterdrückt. So wie das SED-Regime und das DDR-Unrechts-System oder die Militärdiktatur der Bolschewisten, die sich und ihren Langzeitführer Lenin und seinen Nachfolger Josef Stalin als Langzeitstaatschef bekanntlich durch einen Militärputsch gegen die Menschewisten an die Macht und dazu auch noch einen Dissidenten im Exil um-brachten … es ist nur noch schlimm  und in „Simbabwe“ ist es noch schlimmer, schon fast so schlimm wie in Nicaragua oder in Venezuela. Von China und Russland wollen wir hier erst gar nicht reden!

Maduro war zwar nicht tot zu kriegen …

aus der Reihe: Dr. Gniffkes Macht um acht

… aber die Tagesschau nutzte das fehlgeschlagene Attentat weidlich, um den  venezolanischen Präsidenten zu diskreditieren

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Reiner Tendenzjournalismus im Dienste der Westlichen Wertegemeinschaft, WWG: Die Tagesschau, wichtigster Fernsehnachrichten-Anbieter der Nation, lieferte mit ihrer Berichterstattung über den Attentatsversuch auf Venezuelas Staatspräsident Maduro am 5. August dafür Anschauungsmaterial vom Feinsten. Chefredakteur Dr. Gniffkes Qualitätsjournalisten sahen auch zwei Tage danach keinen Grund, ihre schräge Darstellung zu korrigieren und wesentliche Informationen nachzureichen – gesetzliche Verpflichtung zu wahrheitsgetreuer Nachrichtenarbeit hin oder her.

Sind Hiroshima & Nagasaki mit Frankfurt, Hanau, Hildesheim, Dresden, Köln, … vergleichbar?

mit Darmstadt, Pforzheim, Friedrichshafen, Ludwigshafen, Mannheim  … ?  Die Hiroshima-Nagasaki-Mahnwachen sind  dringend notwendig auch angesichts der atomaren Aufrüstung in Deutschland gegen Russland.

Mindestens genauso notwendig ist aber das Aufwachen der Mahnwachen!  Bei den meisten Redebeiträgen, auf den mitgebrachten Plakaten dominiert die Aussage vom  „sinnlosen Bombardement“, dem „sinnlosen Massenmord“.

 

Die Bombardierung Hiroshimas und Nagasakis  war aber ebenso wenig sinnlos wie die der deutschen proletarisch bewohnten Innenstädte durch USAF & RAF. Die Bombardierung der beiden japanischen Städte galt weniger dem bereits geschlagenen japanischen Imperialismus/Kolonialismus sondern hauptsächlich dem vordringenden Sozialismus. (was auch das spätere Massaker an der kommunistischen Partei Indonesiens und ihrer (potentiellen) Sympathisanten belegt.)

Anschlag auf Venezuelas Präsident Maduro: Bekennerschreiben & Auftraggeber aus Miami?

Am Samstag 4.8. wurde ein Mordanschlag auf Venezuelas Präsident Nicolas Maduro mit zwei spengstoffbeladenen Drohnen verübt. Maduro hat den Anschlag unverletzt überlebt. Zu dem Mordanschlag veröffentlichte  die Vertreterin der äußersten Rechten Venezuelas  -Patricia Poleo-  via Twitter und Youtube von ihrem US-Exil in Miami aus ein Bekennerschreiben einer angeblich aus aktiven Soldaten der venezuelanischen Armee bestehenden Gruppe und ihrer „Operation Phönix“. Darin wird die an den Scharfschützen der Ehrengarde gescheiterte Operation als Erfolg bezeichnet, weil man die „Verwundbarkeit“ der Regierung Maduro habe zeigen können. Der Sturz Maduros sei nur noch eine „Frage der Zeit“!

Sehr ähnliche Töne in Richtung des mit Venezuela eng befreundeten Nicaragua waren in den letzten Tagen von dem ebenfalls aus Miami stammenden US-OAS-Botschafter Carlos Trujillo zu hören: in einem Interview mit der costa-ricanischen Tageszeitung „La Nación“ sagte er nach der jüngsten OAS-Konferenz: „Es liegen (gegen die sandinistische Regierung Ortega) alle Optionen auf dem Tisch“. Auf die Nachfrage des Reporters, ob eine Militärinvasion eine dieser Optionen sei, kam die  Antwort: „In diesem Moment nicht.“

Widerstand gestern & heute: Anna Seghers „Das siebte Kreuz“ / Lesung 9.8. Oppenheim

Lesung und Konzert mit Hartmut Barth-Engelbart, Philipp Hoffmann und  Ulrike Eifler

am 09.08.2018 um 19 Uhr
Amtgerichtskeller Oppenheim, Krämerstr. 38
Eintritt frei

Die Linke Rhein-Selz lädt zu einem außergewöhnlichen politisch-kulturellen Abend ein: Der Schriftsteller, Grafiker und Publizist Hartmut Barth-Engelbart trägt Ausschnitte aus dem Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers vor. Die Hanauer Gewerkschafterin und Autorin Ulrike Eifler liest aus Berichten ihres Großvaters, der das KZ in Dachau überlebt hat. Und der blinde Kasseler Bariton und Akkordeonist Philipp Hoffmann speilt hierzu Lieder aus dem Widerstand.

Mit Maas & Ziel: AfriKaribik oder wird Trump in Nicaragua jetzt Maas los?

Mit Maas & Ziel: AfriKaribik  … was Josef Fischer im vermeintlich deutschen Vorgarten, dem Balkan probierte und dabei von Clintons Außenministerin Madeleine Albright abgelöst wurde – nach der erfolgreichen Befreiungs-Bombardierung Belgrads -so was nennt man auch „Schrödern“ oder neudeutsch „Scharpen“ – „ … and now we are scharping Nicaragua, Zimbabwe and so on” … oder  „wir stehen kurz vor dem Sieg im troikanischen Krieg begleitet vom Berühmten Walhalla-Einmarsch: SyrIzamba(n), SyrIzamba(n), morgen ist der Nächste dra(n)… Tzipras, Tzipras, Tzipras, täterä, täterä”   und da stellt sich nicht die alte Mainzer Faschingsfrage „Wolle mer se eroilosse?“ (Wollen wir sie hereinlassen?) . Denn da sind die Wallstreet-Goldman-Sachs-Weltbank-IWF-EZB-EUS-Männer mit ihren Rettungs-Schirmen bereits schon lange drin. D.h., sie hatten Griechenland bereits seit langem auf dem Schirm und ihre Leute in den Regierungen, wie in Italien, in Frankreich, ….