GRENZGÄNGER & andere Leseproben aus den HaBE-RomanModulen

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Das war so um die 1998

Grenzgänger

Umbruch für eine szenische Lesung in der Schweinehalle des Hanauer Schlachthofes, in dem das folgende  “GRENZGÄNGER”-Kapitel spielt. Ruth Dröse-Fischer-Defoi hatte dazu eine hervorragende Rezension in der damaligen Frankfurter Rundschau geschrieben, die mittlerweile zur Abendpost/Nachtausgabe/BILD-Frankfurt für Besserverdienende verkommen ist.

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 Es roch nach geronnenem Blut, angesengten Borsten,

nach Schweinescheiße und Männerschweiß.

Ein schmieriger Film lag auf dem Asphalt, ein glitschiger dünner Brei aus Exkrementen, Knochenmehl, Innereien, Altöl, Benzin

und breitgefahrenen dürren, kleinen Pappelästen,

die der Frühsommerwind morgens aus den Bäumen geblasen hatte,

HaBE-Lesung im Einstein-Gymnasium Maintal in der Reihe “Literatur im Gespräch” & 3Tage-Lesung an der Wald(Grund-)schule-OF-Bieber-Tempelsee 5.11. /12.-13.-14.11.

 

Zora

in der Reihe „Literatur im Gespräch“ liest  am 5.11. der Hanau/Gründauer Schriftsteller und Liedermacher Hartmut Barth-Engelbart im Maintaler Einstein-Gymnasium aus seinem Kinder-Roman „Enrico schreibt keine Liebesbriefe“, der in Hanau- Lamboy spielt. Nach Maintal passt der schon wegen der Hochhäuser in der dortigen Goethestraße oder der Dörnigheimer Berlinerstraße besser als ins Aschaffenburger katholische Maria-Ward-Mädchen-Gymnasium, wo ich ihn in einer langen Lesenacht in der Turnhalle auf Einladung der sehr couragierten SV gelesen hatte.

Die Maintaler Lesung am 5.11. beginnt um 11.45 mit den 6. Klassen. Die Lesungen der  Reihe „Literatur im Gespräch“ sind öffentlich und alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Lesung und das anschließende Werkstatt-Gespräch werden bis 13.15 dauern.

Das G 36
von Heckler & Koch
liegt zusammen mit ihm
im Schützenloch

oder die Hochzeitsnacht mit Soldatenbraut

G 36

Dieses Gedicht ist Janusz Korczak gewidmet. Ich HaBE es für den “Aufschrei” und meine (Flüchtlings-) Kinder geschrieben, **** siehe gaaaanz unten

Geh
Geh mit
26 Jahren
wie so viele
ein paar Jahre
in den Blitz-Krieg
setz
auf ExtraSold
und Sieg
Wie viele
Tage
hast Du noch?

 

Wie viele
Tage
hatte er noch
knapp unter 40 doch
jetzt liegt er im Schützenloch 
das er sich grub UN-sicher
trotz Nachtsichtgerät
und Infrarottot-
PräzisionsSturmgewehr
mit höchster Abschussquote
das G 36,
es nützt ihm nichts mehr
jetzt ist er der lang noch nicht letzte
Tote

 

35 Jahre ARBEITERFOTOGRAFIE 19.-21.9.13 in Werder an der Havel- HaBE mit Ernesto Schwarz & BANDBREITE im musikalisch-literarischen Rahmenprogramm

 HaBE Träume. Hatte Träume. Manche werden wahr:

HaBE mit BANDBREITE & Ernesto Schwarz , im Kulturprogramm zum Jubiläum:
35 Jahre ARBEITERFOTOGRAFIE
19.-21.9.13 in Werder an der Havel 

Schützenhaus, Uferstraße 10, 14542 Werder/Havel (Inselstadt)

Donnerstag, 19. September 2013, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung (mit Kultureinlage von Ernesto Schwarz und Hartmut Barth-Engelbart)

Samstag, 21. September 2013 (15-21 Uhr)
Öffentliche Veranstaltung mit Vorträgen, Diskussion und Kulturprogramm
Eintritt: 10 Euro (reduziert 5 Euro)

  • „Fotografie als Waffe“, Bild-Vortrag von Anneliese Fikentscher (Arbeiterfotografie-Vorsitzende) mit Diskussion
  • „Enteignung von 99 Prozent der Menschheit – und die Methoden ihrer Absicherung“, Vortrag von N.N.mit Diskussion

Kurt Held im Lamboy ?
Oder werden
“Die schwarzen Brüder”
in Hanau jetzt genau so verbrannt
wie “Die Rote ZORA”?
(2008 durch Peter Kahane)

Unter der Regie des OSKAR-Preisträgers Xavier Koller und Moritz Bleibtreu und Ricchy Müller in den HauptHauptrollen entstehen zur Zeit in den Hanauer AEON-Studios “die Schwarzen Brüder” Kurt Helds als Film

(jetzt nach einem Jahr habe ich mir den Trailer angesehen. Wenn detr Film so gut ist, wie der Trailer, könnte ich ihn  empfehlen. Da ich aber den Trailern nicht traue, weil das erfahrungsgenäß immer nur die besten Szenen reinkommen, will ich mir den Film schon erst Mal involler Länge ansehen … und ihn dann vielleicht meinen Lamboy-Kids empfehlen… HaBE Ende März 2014)

HaBEs Leserbrief an das AOEN-Studio und die Frankfurter (Lokal-) Rundschau

 

Erstes Revival-Treffen der Hanauer “Lamboy-Kids”,
dem Schulchor der Gebeschus-(Grund-)Schule
von (1991) 1993 bis 2007

Wer nicht da war, hat echt was verpasst. Aber es wird weitere Treffen geben und dazu haben sich schon gaaanz viele angemeldet. Die Organisation über nimmt wieder Pinar ..und Mehmet macht jetzt auch noch dabei mit. Das entspricht auch der Zusammensetzung der TeilnehmerInnen: 50% junge Frauen und der Rest junge Männer, ja,ja ein paar Kinder waren auch dabei und eine Handvoll Ü40 und Ü60. 8 Aktenordner mit Fotos, Zeitungsartikeln, Bröschüren, Plakaten, Liedern, Kindergeschichten/-Romanen, Liedern, zwei Videos, zwei dvd’s, Kinderbücher .. Gemaltes, Gezeichnetes, worum sich jeweils Trauben bildeten … und nach 5 Stunden von 18 bis 23 Uhr waren doch noch nicht alle durch … dann eben beim nächsten Treff (mit noch mehr Bildern)

Hier hat der Fotograf wieder mal nur die Mädels im Kopp gehabt. Dabei waren  es doch genauso viele Jungs wie Mädchen… oft warens sogar noch mehr Jungs, aber das interessiert die Zeitung nicht. Mädels sind halt doch sooo goldisch !!! Und schon steigt die verkaufte Auflage
Es war am 13.1. ein waaaahnsinnig tolles Treffen mit 20 bis 30 Lamboy-Kids in der Pizzaria Domenico in der Lamboystraße, die uns super versorgt hat. Das war schon nicht mehr nur Gastfreundschaft, das war echte Freundschaft. Wir waren von 18 Uhr bis fast 23 Uhr da wie zuhause. Zwischendurch kamen immer wieder ExKids kurz an die Tür: “Barth-Engelbart, ich würde gern kommen, aber ich muss zur Spätschicht”, oder “Nur ganz kurz, ich hab gleich Nachtschicht!” oder “Geht heut nich, ich komm von der Arbeit und muss gleich zu meinem zweiten Job, Bedienen!” oder “Ich sag nur Bescheid, ich hab keinen Baybysitter gefunden, die Kinder sind alleine! ” .

Lamboy-Kids-Revival-Treffen am 13.1.2012 Freitag um 18 Uhr in der Pizzaria Domenico, Hanau Lamboystraße

Hallo ihr alle 450 ExLamboy-Kids, wenn genügend Labtops mitgebracht werden, kann man neben den 6 bis 7 Ordnern mit Fotos, Plakaten, Artikeln, Briefen, Gemälden ….. auch noch den Film vom vorläufig letzten großen Lamboy-Kids-Konzert im großen Saal der Musikhochschule in Frankfurt sehen. Bis dahin hoffe ich auch die Aufnahmen des hessischen Rundfunks aus dem Archiv zu erhalten, denn der Auftritt wurde vom hr aufgenommen und im März (?) 2006 gesendet.  Wer von euch kann vielleicht beim Treffen noch die DVD kopieren ?  (Ich bin dafür zu altersdoof, das ist eine Form von Altersweisheit und das kommt aus dem hessischen und zwar daher: Isch weis heit noch net, wie mer des mescht. In manchen Gegenden in Hessen heißt das Isch waas heit noch net… und da haben die Alten halt Alterswaasheit!) Also, wer kann die DVD mit einem mobilen Brenner noxch in der Pizzaria kopieren und sie dann verteilen oder/und sie bei vimeo oder youtube ins internet stellen ?

Hülya-Tage 30.10 – 6.11. (GEW,ASTA,FJR,IGM,VVN ,Türkisches Volkshaus) Programm im Rahmen der Frankfurter Interkulturellen Wochen

der Verein “Offenes Haus der Kulturen” e.V.
(
www.studierendenhaus-fuer-alle.de) beteiligt sich mit Unterstützung des
AStA der J.W. Goethe-Universität, Frankfurter Jugendrings, der GEW,
IG-Metall, Kommunalen Ausländer-Vertetung, LAGG, VVN-BdA und dem Türkischen
Volkshaus an den interkulturellen Wochen und hat unter dem Titel
“Hülya-Tage”  das nachfolgende Programm zusammengestellt. Das Plakat zur
Veranstaltungsreihe finden Sie im Anhang. Über eine Weiterleitung der
Veranstaltungshinweise würde ich mich sehr freuen. Plakate und flyer können
auf Nachfrage auch in Papierform geliefert werden.
Mit freundlichem Gruß, Angelika Wahl

hallo, gerne hätte ich mich mit Liedern und Texten unterstützend und für eventuell ein wenig Gage (bei diesen nicht gerade armen Veranstaltern) beteiligt.
Jetzt bin ich zu Lesungen bei den KriLit (Kritische LiteraturTage) der linken Buchmesse des ÖGB in Wien vom 3. bis 6. November und von daher etwas im Stress ab 30.10.
Schön, wenn ich beim nächsten Mal etwas früher davon erfahren könnte. Dann wäre ich sehr gerne dabei. Schon deshalb, weil Hülya, ein kurdisches Mädchen und eine der Hauptstützen der “Lamboy-Kids” in einer Nacht-und Nebelaktion festgenommen und abgeschoben wurde. Hülya hatte mir schon Wochen vorher gezeigt, wie sie ihren frisch geborenen kleinen Bruder verteidigen würde und das so lange, “bis er in die Schule und in die Lamboy-Kids kommt.”  Ich habe Hülya nie wieder gesehen … aber die Texte, die sie geschrieben hat, sind bei den Liedern dabei…
Über meine jetzt bereits 45 Jahre Arbeit in den Themenschwerpunkten der Hülya-Tage in den FFMer Interkulturellen Wochen kann sowohl Hagen Kopp als auch Angelika Wahl Auskunft geben. Die Frankfurter GEWlerinnen können sich bestimmt noch an das Projekt Rödelheim-Biedenkopfer Weg erinnern mit Prof. Richard Meyer, Marianne Wiedemann, Renate & Herbert Stubenrauch, Monika & Jürgen Seifert, Hans Häerterich, Oskar Negt … das war eines der früheren Projekte ab 1971.. aber begonnen hat das Ganze bereits 1961 noch in der evangelischen Jugendarbeit (und dem öffentlichen Widerstand gegen (sexuellen) Missbrauch durch Pfarrer und Diakone)  fortgesetzt in der gemeinsamen Abwehr neonazistischer Angriffe auf afrikanische (nigerianische)= Gastschüler ab 1962 (die Angriffe fanden unter der wegsehenden Obhut der evangelischen Landeskirche Baden in einer evangelischen Schule statt) … Meine Arbeit auf diesem Gebiet ging dann so weiter bis heute ….
Gerne hätte ich auch einen Workshop zur Interkulturellen- interreligiösen Pädagogik auf dem Hintergrund 40 jähriger Projekterfahrungen in “sozialen Brennpunkten” angeboten (Gallus-Kamerun–Rödelheim-Bonames- Lohwald-Of, Lamboy-Kids-HU, DUNLOP-Freigericht-HU, KirleSiedlung-Bruchköbel, JUZ-Dörnigheim, Villa Kunterbunt Bischofsheim, Mannheim-Neckarstadt, Ma-Neckarau ….)
Gruß bis zum nächsten Mal
HaBE
und jetzt zum Programm der “Hülya-Tage”

Offener Brief an den Zentralrat der Sinti & Roma: “Was gegen Muslime in Frankreich und Deutschland schlecht klappt, wird mit Sinti und Roma probiert!”

Es wird von Oben versucht, die Mehrheits-Wut aus der Krise auf ethnische und religiöse Minderheiten zu lenken und den Kapitalismus, seine SpitzenManagement-Marionetten und ihre Kriege aus der Schusslinie zu holen.
Die Muslime eignen sich wegen ihrer großen Zahl, ihres hohen Organisationsgrades und ihrer Bereitschaft sich zu wehren nicht als Prügelknaben, Juden gibt es zu wenige, da bleibt nicht mehr viel Auswahl: die Russlanddeutschen sind auch zu gefährlich, sie wehren sich und sind gut organisiert – außerdem haben sie ja “deutsches Blut in den Adern”.  Also, was bleibt?  Bestens geeignet sind da Roma-Flüchtlinge vom Balkan und “Zigeuner”allgemein. Hier kann man anknüpfen an uralte rassistische Vorurteile und den Sinto-&Roma-Katholizismus als reine Tarnung denunzieren.  
Oder wie es ein “Pädagoge” im Main-Kinzig-Kreis angesichts der Roma-Pogrome im Kosovo formuliert hatte: “Die Zigeuner sind doch selber schuld! Die haben im Krieg in Bosnien, Kroatien, Herzogowina, Slowenien und auch im Kosovo Leichen gefleddert, den Toten die Schuhe und Mäntel gestohlen, die Goldzähne rausgebrochen, die Wertsachen abgenommen!” Auf die Nachfrage, ob die Roma diese Menschen vorher erschossen hätten, kam die Antwort: “Weiß ich doch nicht. aber man weiß ja nie, wozu die alles fähig sind!”
“Wieviele haben denn ‘Leichen gefleddert’? Alle, Tausende ? Hunderte? Zehn ? Sind die Leichen dann nackt erfrohren? Und noch ne Nachfrage! Wieviel Millionen Juden haben denn diesen einen Juden aus Bethlehem umgebracht ? Oder waren es gar keine Juden oder nur 10 ? Oder gab es diesen einen gar nicht, waren es NUR verurteilte aufständische Gegner der Römer oder Kriminelle oder unbequeme jüdische Sektenführer. oder jüdische Alt68er von 68 v.Chr. ?
Der Antiziganismus wütet durch Europa. Als Vorbote auf Kommendes? 1936 wurden die Sinti und Roma in Groß-Berlin-Marzahn “konzentriert” um die Stadt “für die olympischen Friedens-Spiele zu säubern”…  München bewirbt sich …
SOWEIT DIE VORBEMERKUNG und jetzt der Brief angesichts der von Sarkotzi angeführten Hetze gegen Sinti und Roma, die auch hier merkelich um sich greift -ähnlich wie im Italien Berlussolinis:

Lamboy-Kids : vom Üben und vom Hüben und Drüben und von den tatsächlichen Grenzen

hüben und drüben
Hartmut Barth-Engelbart

Ich hoffe Ihr könnt mir verzeihen
eigentlich habt ihr euch selbst befreit

und nur so ganz zum Schluss
stand der Westen
Gewehr bei Fuß
bereit
euch mit allerbesten
Wünschen alles und
den Rest zu geben
um euch zu befreien
von allem Übel

da wird nicht nur Musik gestrichen
da fällt die ganze Schule aus
dann umgenutzt zur Videothek
freimarktwirtschaftlich kalkuliert
reichts jetzt noch für ein Freudenhaus
drin geht die Breul ganz treu zur Hand
für Kapital und Vaterland
der Traum vom Lebensraum im Osten
darf höchstens einen Euro kosten
und keiner denkt sich was dabei
wenn jemand krächzt: Arbeit macht frei
und schnarrt im Volksempfängerton
ALLE FÜR EINEN Billiglohn