Widerstand gestern & heute: Anna Seghers „Das siebte Kreuz“ / Lesung 9.8. Oppenheim

Lesung und Konzert mit Hartmut Barth-Engelbart, Philipp Hoffmann und  Ulrike Eifler

am 09.08.2018 um 19 Uhr
Amtgerichtskeller Oppenheim, Krämerstr. 38
Eintritt frei

Die Linke Rhein-Selz lädt zu einem außergewöhnlichen politisch-kulturellen Abend ein: Der Schriftsteller, Grafiker und Publizist Hartmut Barth-Engelbart trägt Ausschnitte aus dem Roman „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers vor. Die Hanauer Gewerkschafterin und Autorin Ulrike Eifler liest aus Berichten ihres Großvaters, der das KZ in Dachau überlebt hat. Und der blinde Kasseler Bariton und Akkordeonist Philipp Hoffmann speilt hierzu Lieder aus dem Widerstand.

“Das 7. Kreuz”-Lesung zur Einweihung des neuen alten Hanauer Gewerkschaftshauses / 8. Mai 18.30

Das siebte Kreuz  –  oder Widerstand gestern und heute

HaBE dazu noch einige notwendige eigene Vorbemerkungen:

Wer die Lesung im EZBankfurter Saalbau-Bornheim am 12.04. verpasst hat (LINKE Bornheim-Ostend/ siehe unten), kann sie jetzt in Hanau noch einmal in veränderter Form mit Beispielen aus dem Hanauer Widerstand hören. Es gibt verschiedene Versionen:

die ersten Hanauer Lesungen im DGB-Jugendheim waren eingerahmt von Liedern und der Verlesung der Namen, Berufe, Parteizugehörigkeit und „Verbrechen“ der KZ-Häftlinge aus der Region,  –

öffentliche Lesung gegen Abschiebung

Nach der abgebrochenen öffentlichen Schreibung jetzt eine öffentliche Lesung gegen Abschiebung

20.01.01 An die Redaktionen FR, HA, HR, ME, OP, GT, GNZ, FAZ, ZDF, Radio Primavera

Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem ich durch Hanauer Polizeikräfte – auf “Anweisung von oben” (so die beiden Mitarbeiter der Hanauer HiPo) daran gehindert wurde meine angekündigte öffentliche Schreibung des in der Anlage mit gesendeten offenen Briefes an OB Härtel, Bürgermeister Kaminsky und Landrat Eyerkaufer zu vollenden, werde ich am kommenden Freitag, 26.01.01 zur gleichen Zeit von 10 bis 12Uhr an gleicher Stelle vor dem Brüder Grimm-Denkmal eine

öffentliche Lesung

Offener Brief

an die Hanauer Oberbürgermeisterin, Frau Härtel, Herrn Bürgermeister Kaminsky, den Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Herrn Eyerkaufer und an andere verantwortliche Menschen

Sehr geehrte Frau Härtel, sehr geehrte Herren,

tagtäglich muss ich als Lehrer einer Hanauer Grundschule damit rechnen, dass Kinder, die mir zur Ausbildung von ihren Eltern anvertraut wurden, mitten aus ihrer wichtigsten Entwicklungsphase herausgerissen und abgeschoben werden.

Dass diese Kinder meist besser Deutsch sprechen als ihre Muttersprache, dass sie hier ihre neue Heimat haben, ihre Freundschaften und trotzdem in ein ihnen fremdes Land mit ungewisser Zukunft und oft nicht mal einem Dach über dem Kopf abgeschoben werden, damit habe ich mich mit Wut und Ohnmacht in letzter Zeit leider fast abgefunden.

DENK MAL wieder
MAL DENKen

Liebe KollegInnen,
am Freitag, 26.01.01 werde ich zwischen 10 und 12 Uhr
am Brüder Grimm
DENK MAL
wieder
MAL DENKen (laut)
und lesen (auch laut)
zum Thema Abschiebung,
auch etwas zum Thema Demokratie, weil gerade von diesem Platz entscheidende Initiativen für die demokratisch-republikanischen Verfassungen Hessens und Deutschlands ausgingen.

Ich tue dies wieder in meiner Freizeit.

Da die meisten eh wissen, wo ich arbeite, werde ich es auch weiterhin nicht herausposaunen. Weil es die meisten wissen, wollen sie auch bei noch “so viel Freizeit” nicht mit mir tauschen und im Lamboy Lehrer werden. Sollte doch jemand dabei sein, werde ich ihn/sie schnellstens an die Schulleitung weitervermitteln.

Aktionskunst

Foto

Professor Dr.Maria Michaelidou 2012

 

Dieses Bild aus dem Jahr 1990 zeigt nicht ein KunstObjekt der gefürchteten “sägenden Zellen” bei denen ich nach Auffassung von “Verfassungsschützern” Mitglied gewesen sein sollte …..

 

Auf diesen Seiten werden demnächst ca. 50 Kunstaktionen kurz geschildert oder dokumentiert u.a. durch Presseartikel