PR-Zirkus Sarrazin – etwas über den realen Sarrazynismus / Nennt Israel seine SpecialForces jetzt “Sarrazener Schwert”?

Die folgenden Zeilen zum Sarrazynismus stammen vom Ex-ndr-TagesschauRedakteur und Ossietzky-Autor Volker Bräutigam.

Mir haben sie so gefallen, dass ich sie hier sofort reingeklaut und etwas ergänzt HaBE (da Sarrazin seinen -ismus noch mit dem “Juden-Gen” aus der NS-PopagandaKüche angereichert hat, kann man schon getrost vom “Sarrazionismus” sprechen. Dazu weiter unten. Aber jetzt erst Mal Volker Bräutigams:)

Spitzmarke

Pit Knorr (Neue Frankfurter Schule) zum AntiKriegstag HU eingeladen? Mit einer Schmäh-Kritik am 65. meines ExArbeitgebers & SDS SubHäuptlings Frank Wolff

Der von der DG-Bank, der Stadt Frankfurt usw…gesponsorte 65. Geburtstag von Frank Wolff hat nicht wenige -auch Linke- Hanauer, Gelnhäuser, Maintaler, Erlenseer, ja sogar schüchterne Schlüchterner aus dem EZB-Speckgürtel nach Bankfurt unter die Palmen gelockt. Nachmittags Museeumsufer, abends Frischzellenkur für Alt68er mit und ohne Wendehals – aufgereiht vorm Palmengarten sah man die Yuppees in der Schlange warten ((siehe weiter unten meinen Offenen Brief an Pit Knorr)). Jedenfalls:
Angesichts dieser Main-Stream-Angebots-SuperÜbermacht waren die 60 Leute bei “Ouijote” in Hanau Steinheim noch nicht Mal sooo wenig. Auch der Abriss-Look der Hanau-Steinheimer KulturHalle tat der guten Stimmung bei diesem Theodorakis-Konzert keinen Abbruch.

Während in Frankfurt das vorläufig endgültige Heimat- Fronttheater mit gelegentlich gereckter Faust den Völkern die Signale spielte: Erbarmen, die Hessen kommen! Zuspät! (Vom Himmelhoch grüßt Klein-MyLai , der Dany ist daheim dabei.. und ein JimiHendryx-Plagiat jault auf wie ein STUKA im Angriffssturzflug: Cohn-Bendit, der EURO-Fighter?)…

Wir haben euch die gute Laune nicht verdorben,
wir schickten meist nur Sachsen oder Sorben …
nach Koso- oder sonstwohin
SudannIranAfghanistan,
SomeOilYeah GasA-Libanon ….
Fregatte “Rodgau Monoton”,
der Admiral heißt Hölderlin

Das gibt dem Leben wieder Sinn

konnte man in Hanau die Musik, die Lieder dessen hören, der gegen die geschickten Hessen, Friesen, Bayern, Sachsen, Sorben…. kämpfen musste, der zusehn muss wie sein Land und seine Leute heute schon wieder geplündert werden –

ja ja, es sind heut nicht die Selben,
doch sind es stets die Gleichen,
die gehn für ihren Profit über Leichen,
die LEOs stehn bereit mit donnernden Motoren
und am SyntagmaPlatz regiern die Kompradoren,
wenn die geheimen EURO-Räte
mit aufgewärmtem Hölderlin
das land der Griechen mit der Seele…
solln die Hellenen besser ihre alten Höhlen suchen,
und ihre vielzu oft gebrannten Kinder in die Berge bringen,
sie werden kämpfen – müssen! nicht  nur fluchen:
“Gamotto Panajia”
sie sagen OXI !!!
Dieses NEIN –
wolln wir mit ihnen singen.

Zur Lesung mit “Quijote” am Mittwoch, 1.9. ,  im Hanauer DGB-Jugendheim kommt Pit Knorr

GRÜNE ErbfolgeKriege : mein bei SteinbergRecherche geklauter Beitrag zu kommenden Wahlkämpfen & rosa-grünen Friedensschwüren

Einst amtlich verfolgt…

… inzwischen längst amtlich.

http://www.steinbergrecherche.com/balkan.htm#Fischer

Das Sympathische an dieser Fotomontage ist ihre Ehrlichkeit: da sieht man genau, dass da geschnippelt wurde und geklebt – naja vielleicht das gerade nicht, aber es wurden die Bilder nicht so manipuliert, dass in der Kombination der Eindruck erweckt würde, es handele sich um einen echten Schnappschuss. Ich hätte zumindest etwas blasser im Hintergrund noch Gentscher, Kinkel, Scharping, Schröder und eventuell noch den Nierenspender Steinmeier ins Taxi gequetscht. Die Sztreifrage wäre gewesen: kommt Schröder oder Fischer ans Steuer?Die FotocollageurINNeN mögen sich bitte bei mir mailden, weil ich sehr gerne diese Montage in meinen nächsten AgitProvoLyrikBand aufnehmen möchte.  Diese Collage  hätte schon so gut in meinen ersten gepasst Zweifel?  Einfach nachschauen: “unter-schlag-zeilen / gebrochene reime – befreite worte – zur lage”
FFM 2005 isbn 3-88975-107-5 (ZAMBON-Verlag) 15 €


Belgrad stand
von Barth-Engelbart

Belgrad stand
als es noch stand
im WegJetzt liegt es
auf dem Weg
nach Bagdad
nach Baku
und nach Samarkand
nach KurdiKoso
oder sonst

wo
es noch
Bodenschätze gibt

ca 1999/2000 HaBE

Übrigens: wegen meiner öffentlichen Kritik an Prof Micha Brumliks Kriegspropaganda und zwei öffentlich vor der Katharinen-Kirche in FFM geschriebenen Gedichten wurde ich von dem /wirklich sehr) geschätzten AntiNazi-Pfarrer Stoodt mit sanfter Gewalt aus der Kirche verwiesen, nachdem ich erst lautlos nur mit hochgehaltenen Plakaten (mit den Gedichten) die ai-Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte 2003 (mit hochkarätiger Podiumsbesetzung zum Thema “Krieg für Menschenrechte” gestört und Brumlik sich darob lautstark empört hatte: “Entweder der geht mit seinen Hetzgedichten oder ich gehe nicht aufs Podium!” Entgegen seinen Artikeln im Internet (bis zu dieser veranstaltung dort noch abrufbar und danach verschwunden) behauptete er, er habe “nie die Bombardierung Belgrads gefordert, sondern nur einen Landkrieg gegen Serbien!” Halleluhja! Frieden auf Erden, kanns ja auch mit Boden-Luftraketen werden!



Überforderung

Nachdem

wir ihnen

den Krieg

ausführlich

erklärt hatten

erklärten

wir ihnen

im Anschluß

geduldig

die Menschenrechte

Doch dafür

hatten sie

dann

keinen

Kopf

mehr

1991 HaBE

Für weitergehendes Interesse an der Geschichte der rosa-grünen ErbfolgeKriege folgt jetzt eine kleine Auswahl meiner Texte dazu : ansonsten hier rechts oben das Suchwort “Belgrad” eingeben.

Zur angedrohten US-Präsidentschaftskandidatur eines Bush-Bruders

und die anderen Massen-Mittöter

Der folgende Artikel “Beitrag zur Erklärung von Bush-Kriegen”  klärt  viele Hintergründe der US-Politik im Mittleren Osten, in Zentral- und Lateinamerika in den letzten Jahrzehnten und greift dabei zurück bis in den 2. Weltkrieg, als Standard-Oil unter Prescot Bush noch mit dem Führer zusammen ans Öl von Baku kommen wollte.

Bei diesem Artikel spielt auch eine in der BRD kaum bekannte Organisation eine Rolle: HERO, eine in der Army-Zeitung “stars & stripes” oft berichtende Organisation, die sich um die Rechte der Opfer IN !!! der US-Airforce, der Navy und der US-Army kümmert und recherchiert, wie die Unfälle zustande kamen, Rentenansprüche und Schmerzensgelder erstreitet und dabei zu äußerst unbequemen Ergebnissen kommt, eine völlig unverdächtige Quelle von Material für die US-AntiKriegsBewegung. Haupt-Aktivisten dabei sind/waren ein ausgestiegener CIA-Mann und einer der besten Piloten der Army sowie eine Nachfahrin des linksradikalen Genossen Axelrod in der russischen Revolution

– namens Patricia Axelrod – mit beiden haben wir Ende der 90er Flugplätze in der Rhein-Main-Region inspiziert: es ging um die Apache-Abstürze und den Widerstand gegen die Stationierung neuer Kampfhubschrauber und die Erweiterung der Fliegerhorste resp. die
Forderung nach Schließung der Flugplätze Erbenheim und Erlensee …usw-

Mit von der Partie war der Chef-Konstrukteur der Trident- und Poseidon-Raketen Robert Aldridge, der von seiner Tochter zur Friedensbewegung gestoßen wurde und eine Reihe (von mir in direktem Kontakt zu ihm ins Deutsche übersetzte) Artikel über die militärische Gefährdung und Belastung Europas und besonders des Rhein-Main-Gebietes geschrieben hat.

Anfang der 90er habe ich eine Artikel-Serie über die Bushs geschrieben und ihre ganz privaten Gründe, warum sie scharf auf Kriege sind. Unterstützt dabei hat mich die us-amerikanische AntiKriegsaktivistin R., mit der zusammen ich auch das Pentagon-Papier über den Umgang mit deutschen Politikern übersetzt und publiziert habe (ähnlich den Papieren, die Wikilleaks jetzt veröffentlicht hat) ((leider habe ich das Papier nicht als Datei, aber es gibt noch Rest-Print-Exemplare bei mir zu bestellen gegen 5 € in Briefmarken oder als Schein mit frankierten DINa4 Rückumschlag)) ((Bachgasse 1/ 63584 Gründau))

Einige GRÜNE hatten mir damals vorgeworfen ich würde die Sache nur personalisieren, das sei kontraproduktiv.  Na klar, wenn mans dabei belässt, schon.

Ausführlich sind Bush-Seniors Geschäfte, die Bush-Rolle in Zentralamerika mit Noriega und anderen DrogenDiktatoren, ihre CIA-DrugFinanzierung hinter dem Rücken des Kongresses, die NicaContraPhase, Hinweise auf Standard-Oil und den RUN auf Baku eventuell mit dem FÜHRER (eventuell auch ein Schlenker zu Henry Ford und seine Neigungen zum Faschismus), die
“Jail-Bush-Campaign” (Jeff Bush) wg. der Ruinierung von Millionen von KleinSparern usw… Was dabei noch wichtiger ist, sind die MonopolGeschäfte der Bushs bei der Versorgung der US-Army rund um die GolfKriege und die administrative Bevorzugung bei der Beuteverteilung –u.a. bei den Förderrechten im Öl ….

Hier folgt jetzt die überarbeitete Fassung:

Warum der Bush-Clan auch ganz privat “scharf auf Krieg” ist

Aus der neuen Reihe “ganz schlichte Gedichte” hier ganz außer der Reihe mein (gar nicht Mal) Schlechtestes: Ferschde – e hessisch Annaliese

ZUGEGEBEN, in der Überschrift müsste bei der hessischen Annalies das e am Ende noch weg.
So kommt es aber immer, wenn Hessen versuchen Hochdeutsch zu werden. Das Nordhessisch harte End- “t” musste dringend durch das Südhessisch-Odenwälder weiche End-“d” ausgetauscht werden. Die jeweiligen Lokal-Dialekte blieben beim folgenden Gedicht unberücksichtigt – bei Lesungen werde ich versuchen, es in die jeweligen Ortsdialekte zu übersetzen oder die Eingeborenen darum bitten.  Das Gleiche werde ich auch mit dem von mir in südhessischen Mischdialekt rückübersetzten “Lied der Straßenräuber” von Georg Büchner tun. Die hochdeutsche version ist  völlig lächerlich, wenn hessische Straßenräuber ihr Lied auf Hochdeutsch singen sollen.  Ähnlich lächerlich, wie Curd Jürgens, den norddeutschen Kleiderschrank und Hans Albers Remake, in Zuckmayers “Schinderhannes” in der Verfilmung  ‘hessisch’ singen zu lassen umgeben von ausgedienten, schnellangelernten Datterich-Hessen-Darstellern.
Die Fußnote habe ich, damit sie nicht verloren geht, vorangestellt – so wird sie zur Kopfnote:

Für ein offenes linkes Internet-Kultur-Forum (als Fundus für die kommenden Aktionen und Kampagnen BankenBlockade, Rente mit 67, Sparpaket, PrivatisierungsWahnBahn, Elterngeld weg, Zeitarbeit & Dumpinglöhne, Kriege nach Außen & Innen etc…)

Ham mer schon, brauche mer net ???? (Haben wir schon, brauchen wir nicht)
(klar bildet sich rund um die kommenden Aktionen und Kampagnen der Georg Büchner Aktionsgruppe, Attacc-Bankenaktionen, DGB-Kampagnen gegen das Sparpaket, Rente ab 67, AntiKriegsAktionen usw… immer wieder was mehr oder weniger spontan, wird anschließend auch teilweise vermarktet .. aber bereits im Vorfeld braucht es so was, wo sich kreative (Basis-)Aktive und auch Promis aktivierend einbringen können, ohne gleich Cash sehen zu wollen..)

Heiligendamm-Nostalgie ist schön und gut aber wir müssen Werkzeuge herausfiltrieren und Brauchbares recyceln und Neues entwickeln für die kommenden Kämpfe und das möglichst kooperativ.

Nachdem  weder linke medien noch linksliberale Portale willens noch anscheinend in der Lage sind für linke Basis-Kultur ein Forum zu schaffen, möchte ich euch bitten im Internet eines aufzubauen. Dieses Forum muss zwar gegen rechte Sabotage abgesichert werden aber es muss auch für weniger Internetbewanderte leicht fütter- und abfragbar sein. Eben für Jüngere und Ältere an der Basis, die Lieder, Slogans, Gedichte brauchen als Vorlagen, Anregungen, zum Abschreiben auf die Schnelle, zum Austausch, zur Kritik, zur Weiterentwicklung.

Warum HaBE ich das Gedicht für Georg Büchner und seine Aktions-Gruppe geändert: “Wie gerne zög ich mich zurück- ins kleine Glück!” ?

Notwendige Vorbemerkung:
dieser Text ist eine Antwort auf  häufige Kritiken an meiner Arbeit – denn ich bekomme nicht am laufenden Band Literaturpreise von streikenden Belegschaften verliehen , wie kürzlich von der erfolgreich warnstreikenden ABB-Belegschaft in Alzenau (siehe:

http://www.barth-engelbart.de/?p=678

Und wie lautet jetzt die Kritik: “Schreib doch nicht immer wieder diese negativen Sachen, du Weltverbesserer, …”  (logo, für meinen WeltKinderChor im sozialen Brennpunkt Hanau-Lamboy habe ich mit den Kids zusammen auch schöne Lieder geschrieben, zum Geburtstag, allen möglichen Festen, zum Mond, der Sonne und den Sternen und dem Wald und auch dem kleinen Glück in der ganzen Scheiße – ich will sie ja nicht mit dem totschlagen, was sie eh fast schon umbringt.
Das Tralala für Erwachsene machen Andere, manchmal mache ich es auch.  Davon habe ich auch Stoff für einige Bücher in der Konserve. z.B. meine GeblödelDichte … Aber mein Part ist das nicht.

Wie gerne zög ich mich zurück
und schrieb wie andre von dem großen
puren und vom kleinen unscheinbaren Glück
von Kinderaugen
wulstgen Lippen
rauscheBärten und auch Wäldern
von grünen Wiesen schwätzgen Schwalben
Störchen und von drallen Feldern
strammen Ärschen
mega Titten
allenthalben
diese Dichtkunst zu beherrschen
und dazu die guten Sitten
beim Erzählen hochzuhalten
von murmelklapper Mühlenbächen
vom Wein-Weck-Worscht- und Weiberzechen
und danach dieselben prellen
und auch von der hartblitzschnellen
Macht der Männerhiebe
von Männerfreund- und Kameradschaft
von stammtischrundem Gerstensaft
und von unendlich tiefer Liebe
von Heimatdunst und Fahrtendampf
vom ewigen Geschlechterkampf
von Eifersucht und alledem
über Sonne, Mond und Sterne
und von der Sehnsucht nach den Ferne …

Theodorakis-Tage Hanau, Quijote Konzert “Sonne der Gerechtigkeit” 28.8. Kartenvorbestellung (15,-/10,- €) hier unter HaBEbuechnerei@web.de

Da viele menschen, die THeodorakis-Woche und ihr Programm nicht gefiunden haben, weil sie die Theodorakis-Tage gesucht haben, HaBE ich das Programm jetzt noch Mal unter Theodorakis-Tage hier reingestellt:

Warum watscht der Dr. Seltsam den HaBE ab?

Als Antwort auf meinen Text für die AktionsGruppe Georg Büchners ( http://www.barth-engelbart.de/?p=697  /  http://www.georg-buechner.org/aufruf/ ) hat mich Dr. Seltsam aus der DEURO-Reichshauptstadt Groß-Berlin gerade Mal kurz abgewatscht:

” ich fürchte deine Werke haben vor allem einen mangel: mangelnde Treffsicherheit. sich nur ausdrücken wollen , drückt einen schnell auf das Niveau einer ausgedrückten zahnpastatube hinab. Ich schicke dir mal im Anhang was zur Frage Kunst als Waffe. vielleicht hilft es ja. Ansonsten habe ich jetzt, da du es ja nicht schaffst, mich aus deinem Verteiler zu streichen, diene mailadresse auf Spam gesetzt. Ciaou. Dr.Seltsam”
Er war bisher noch bei keiner einzigen meiner Widerstandsschreibungen, hat auch nicht beobachtet, wie Hanaus Taxifahrer meine Texte am Hauptbahnhof wochenlang bewachen und dafür sorgen, dass so wochenlang unzählige PendlerINNEN diese Texte nicht nur beim Schreiben mitlesen. Er hat mich auch noch nie bei meinen RegonalExpress- und Straßen-U-Bahn-Lesungen & Kabarettnummern beobachtet, war nie mit mir in Kiezkneipen in FFM oder in Hanau. Hat mit mir no ch nicht vor Werkstoren gestanden und mitgeschrieben und die KollegINNen dazu gehört…. Ich finde seine Kritik etwas ignorant und arrogant. Nichts desto trotz veröffentliche ich sie hier und auch seinen sehr lesenswerten Text zum Thema “Kunst als Waffe”. Anfragen wegen des copyrights kann ich ihn jetzt nicht mehr, er hat mich auf SPAM gesetzt. Er soll sich halt mailden, wenns ihm nicht passt. Wenn der hohe linke Herr mich schon so runterputzt, wie geht er dann erst mit noch weniger “talentierten” Menschen um?  Ich weiß, die Futterplätze im linken Kulturstall sind rar und da neigen eben manche Menschen dazu, neben sich blos niemanden an den Futtertrog zu lassen. Lieber Dr. Seltsam, keine Bange, die meisten Auftritte habe ich bisher benefizzt. (was aber auch für die Zunft nicht so förderlich ist, denn das versaut die Preise).

Zur Frage der Treffsicherheit möchte ich mich gerade mal selbst zitieren , aus dem bereits von mir und meinen MitschreiberINNEn auf über 25 Verse erweiterten Brecht’schen Kinderlied “Beiß, Bagger beiß!” hier die Strophe, die ich zusammen mit Kolleginnen von DUNLOP -Hanau geschrieben habe:

Die Kautschukpresse greift

zwei Finger ab und schleift

sie festgeklebt zur Walze

Du schreist aus vollem Halse

Die DUNLOP-Aktie reift

-weil sie –

auf Deine Finger pfeift”

Solche Lieder entstehen öffentlich und vor kurzem habe ich für solche Schreiberei  den LiteraturPreis der ABB-Belegschaft in Alzenau verliehen bekommen, weil ich sie mit meiner Leser-, Singer- und Schreiberei bei ihrem Warnstreik gegen die Abwicklung des Standorts Alzenau unterstützt habe.

Widerstands – Les- und – Schreibungen suchen Unterstützung, Nachahmung, SponsorINNen

Mit der Bitte um Weiterleitung, Veröffentlichung ….

Liebe KollegINNen,

derzeit versuche ich Förderung für die auch von vielen von Euch schon unterstützten Widerstands-Lesungen und -Schreibungen zu finden.(siehe “historische” Pressemitteilungen zum 11. September 2003 in Hanau am Ende dieses Textes!!)

Vor 7 Jahren begannen in Hanau die Widerstandslesungen (zu denen es auch bei ZAMBON ein Buch gibt “unter-schlag-zeilen ; befreite worte – gebrochene reime – zur lage” – mit den bei den Widerstandslesungen in Untersuchungshaft genommenen und dann auf Anweisung des Oberstaatsanwalts Orth vom Polizeipräsidium Südhessen herausgegebenen Gedichten und Grafiken).
Wie breit damals die Unterstützung für diese OpenAir- Lesungen und Schreibungen war,  zeigt am Ende dieser Mail die Leseliste, in die sich alle eintragen konnten, die mitmachen wollten – und viele sind ja dann auch gekommen. Horst Bingel , den Lyriker und langjährigen VS-Bundes-Vorsitzenden, will ich als Ersten nennen. Die Widerstandslesungen haben in 7 Jahren mit mindestens einer solchen wöchentlich und durchschnittlich 500 MitleserINNEn und MitschreiberINNEn wenigstens 200.000 Menschen erreicht, von denen die meisten wohl nie zu einer Lesung in eine Bibliothek oder ins Theater gehen würden. Nicht mitgezählt sind die TeilnehmerNNEN bei den Groß-Events: Buchmessen in Leipzig, FFM, Havanna, die Großdemonstrationen – und meine Lesungen in Zügen und Straßenbahnen als angeblicher “Kultureller Zugbegleiter auf 1€-basis” finanziert durch Mehdorn &Co zusammen mit den Messestädten im Umfeld der Messen aber auch außerhalb dieser Zeiten…  diese Widerstandslesungen liefen unter dem Begriff “MOKKA” (Mobiles Kommando KulturArbeit) wobei die echten Zugbegleiter nie übermäßig erstaunt reagierten und meinten, dass sie selbst nicht wüßten, was sich die Bahn mit ihnen als nächstes ausdenken würde.. Die Snack-Verkäufer auf 1€-Basis gabs tatsächlich und das übernacht, ohne das restliche Personal zu informieren….