Das letzte Versteck der Biggs-Beute aus dem 63er Postraub ist Mittel-Gründau

Der Postwagen im Gesindehof: hat jemand den passenden Dietrich? Der Posttransporter in der Werkstatt des Mittel-Gründauer Getränke Händlers Hans Griesbeck blieb über 30 JAHRE verschlossen. Nach 26 weiteren Jahren soll nun der Versuch gemacht werden, den Transporter mit seiner NSU-Quickly-Kupplung, mit Hilfe erfahrener Schränker zu öffnen, ohne die dort verschlossenen Papiere zu zerstören. Aktien?, Pfundstirling in Papier?, Demarkbeträge auch in Papier? Biggs wird nichts mehr davon erfahren. Er ist 2013 gestorben.

Ein Leben für die kleinen Leute: Wilhelm Pfannmüller (1904-1990)

Gründaus Ehrenbürgermeister Pfannmüller war Chefankläger der Büdinger Spruchkammer, über  20 Jahre Vorsitzender und (Mit-) Gründer des Fußballvereins SKG “Sport-& Kulturgemeinschaft”, Mitgründer des Fußballvereins „Blau-Weiß“ 1920,  17 Jahre Mittel-Gründauer Bürgermeister, 14 Jahre 1. Beigeordneter und stellvertretender Bürgermeister – vor 1933 und nach 1945, regionaler KPD-Vorsitzender, parteiloser Kommunalpolitiker und ab 1961 SPD-Mitglied, Träger des Hessischen Ehrenbriefes und des Bundesverdienstkreuzes

Wie die “Bayern-Mädel” im Hofgut streikten & aus dem Roten- ein Hakenkreuz werden sollte

 Die Ausschlussdrohungen  gegen Rot-Kreuz-Helfer (aus Mittel-Gründau?), die sich 1936 nicht regelmäßig von der NSDAP das Hirn waschen lassen wollten, oder keine Lust oder Wichtigeres zu tun hatten, hat Dr. Otto als Zugführer des Büdinger Roten Kreuzes mit „Heil Hitler“ unterzeichnet … sein Straf-Brief im Original folgt weiter unten

Hier jetzt das von Dr. Sigrid Göckel und Kurt Uffelmann überlieferte Streiklied der Fulda- oder Bayern-Mädel aus den späten 1920ern:

Rullmann, gib uns die Papiere

Rullmann, gib uns unser Geld

Schöne junge Burschen sind uns lieber

Als Fronarbeit auf Rullmanns Feld

Das ist der Refrain .

„Viele hundert Jahre Unrecht sind kein Tag Recht!“

„Viele hundert Jahre Unrecht sind kein Tag Recht!“, schleuderte der Bauer Koch  1727 einem Isenburger Grafen ins Gesicht, als auch im Gründauer Gericht die Bauern die Fron verweigerten, weil  schon  ihre Vorfahren dagegen aufbegehrt hätten. (der in der Quelle benutzte Konjunktiv ist unangebracht, weil sich die Bauern zu Recht auf ihr Aufbegehren in den Bauerkriegen beriefen  ***

zum Widerstand der Mittel-Gründauer gegen die Obrigkeit zwischen 1648 und heute

Nach dem 30jährigen Krieg ging bei den Fürsten die Angst vor neuen Bauernkriegen um.  Diese Angst war durchaus berechtigt, denn der Feudal-Adel versuchte aus den geschundenen, wenigen Krieg- und Pest-überlebenden Untertanen  weit mehr herauszupressen als vor dem Krieg aus einer viel größeren Anzahl Bauern, die zudem noch auf urbaren Äckern arbeiten konnten. So kam zu der Wiederurbarmachung der Felder, der Rodung der verbuschten Weiden, dem notdürftigen Wiederaufbau der Ställe und Scheunen die erhöhte Fron, die steigenden Abgaben  noch dazu.

Birkenstock brachte in Mittel-Gründau die Revolution in die Puschen

http://www.barth-engelbart.de/?p=398

& ein ganzes Dorf arbeitete für den Verfassungsschutz

Nicht erst 1848 trug die Revolution in Mittel-Gründau Birkenstock-Schuhe. Schon bei den Oberhessischen Bauernaufständen waren die Birkenstocks und ihre Schuhe dabei. Nun, Schuhe dürfte etwas übertrieben sein. Die Birkenstocks, der Johann und der Conrad waren zwar Schuhmacher, kamen aber nicht ins Geschäft mit der Büdinger Herrschaft, ihren Pächtern und Verwaltern, ihren Forstbeamten und Jägern, den Pfarrern im Kirchspiel des fürstlichen Patronats. Die wurden von der zünftigen Konkurrenz in Büdingen beschuht. Den Birkenstocks blieb neben der Kleinlandwirtschaft hauptsächlich die Flickschusterei für die Bauern und die Dorfarmut, die Mägde, Knechte und Tagelöhnerinnen. War es schon schwierig, sich nach der Teilnahme an den Aufständen von 1830 knapp dem Zuchthaus entronnen als Schuhmacher über Wasser zu halten, wurde es nach 1850 noch schwieriger. Die Anführer des Bauernaufstandes 1830 und der demokratischen 1848er Revolution im Dorf wurden verfolgt, mit Zuchthaus bedroht, eingekerkert und zur Auswanderung gezwungen, wie die Lehrer und Schriftführer Paul Nagel (1830) und Bernhard Kaffenberger (1848). Johann Konrad und Conrad Birkenstock hatten mit ihrer Unterschrift 1849 geschworen, die demokratische Verfassung gegen die Fürsten zu verteidigen.

„Sie können heute auf Ihr Dorf stolz sein!“ Mittel-Gründau der 1950er, 60er & 70er Jahre ….

Hartmut Barth-Engelbart und Dr. Manfred Köhler

„Sie können heute auf Ihr Dorf stolz sein!“

Die Rechenschaftsberichte des Mittel-Gründauer Bürgermeisters Wilhelm Pfannmüller aus den Jahren 1960 und 1964

Bei unseren bisherigen Recherchen sind wir im Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt auf einen Aktenbestand gestoßen, der die Rolle Pfannmüllers im Prozess der Flurbereinigung dokumentiert. Darin enthalten sind auch die beiden Rechenschaftsberichte, die er am Ende seiner ersten und zweiten Amtszeit seinen Gemeindevertretern gegeben hat. Die beiden Dokumente sind von einzigartiger Bedeutung, weil sie einen intimen Blick in das Innenleben der Gemeinde und auf das Selbstverständnis, das Pfannmüller als Bürgermeister geleitet hat, gibt. Deshalb drucken wir diese beiden Rechenschaftsberichte im Folgenden ab und ergänzen sie um einige Bilder und Zeitungsartikel, um die Anschaulichkeit zu erhöhen. Doch zuerst ein paar Vorbemerkungen zu der denkwürdigen Wahl eines Kommunisten zum Bürgermeister ausgerechnet im Jahr des KPD-Verbotes und danach einige biographische Daten.

Der Storch, der Cigogne bringt die Kinder & der Zigeuner klaut sie?

Nein, noch viel schlimmer: der Storch bringt die Kinder und der Zigeuner bringt sie um. Und klaut dann auch noch die Kinderkleider!

Ich habe diese Überschrift mit den herrschenden rassistischen Klischees gewählt, um auch die zum Lesen zu provozieren, die sonst solche Artikel nicht lesen.

Hätten die Blog-Warte von facebook oder die FB-Denunzianten den ganzen Artikel gelesen, hätten sie vielleicht doch gemerkt, dass er das gerade Gegenteil dessen ist, was sie „vermuten“. Jetzt fehlt eigentlich nur noch die „Antisemitismus-Keule“, weil ich etwas über chassidische Juden geschrieben habe .  Dass das Geschriebene positiv ist, muss ja nicht jede® wissen.  :-0)))  Oder ist hier Rufmord beabsichtigt?

Mittel-Gründau-Kalender zum 800sten: die Geschichte(n) unter & hinter den Kalenderbildern

Eine Kurzfassung dieses Artikels wird dem 800-Jahre-Kalender beigelegt. Erhältlich ist er für 5,-€ zuerst auf dem Weihnachtsmarkt am 2.12. im Hofgut.

Mit dem Erlös soll das 800 Jahre Fest mitfinanziert werden.

Am Kalenderstand gibt es auch Briefkarten & die limitierten & signierten Kunstdrucke der Originalzeichnungen.

Da ich von den neueren Bildern noch keine Kunstdrucke machen konnte, kann man die auch bestellen

Briefpostkarten kosten 3,-€,  die größeren Formate alle zwischen 15,- und 50,-€

Hofgut-Torbogen- Haupttor der Fürstlich-Ysenburg-Büdingen’schen Domäne

(Titelblatt und Oktober)