Offener Brief an Sahra Wagenknecht: Bitten Sie Präsident Assad um Entschuldigung!

ein Bundesverdienstkreuz

Sehr geehrte Frau Wagenknecht,

abgesehen von einer Reihe weiterer schwerwiegender Differenzen, die ich zu Ihren Einschätzungen bezüglich Syriens, der Rolle DEUROpas und Russlands dort habe – die ich weiter unten näher ausführe, möchte ich Sie dringend bitten

erstens gegen die angeblich gegen den IS tatsächlich aber gegen Syrien gerichteten Bundeswehreinsätze Stellung zu beziehen, die weder von den UN mandatiert noch von der syrischen Regierung erbeten sind,

zweitens auf die LINKEn Europa-Abgeordneten einzuwirken  gegen den entsprechenden EU-Einsatz in Syrien zu stimmen, der angeblich zur Verteidigung Frankreichs gegen den Terror dienen soll, was angesichts der Tatsache, dass die Anschläge  nach bisherigen Erkenntnissen alle von französischen  und belgischen Staatsbürgern ausgeführt wurden, ohnehin völlig absurd ist,

Was Ex-FR-Chef Storz nicht packte, will Klaus Staeck jetzt schaffen: die mainstreammedien pimpen

Kampagne gegen NACHDENKSEITEN

Klaus Staeck plakatiert dumme Feindbilder

Autor: U. Gellermann
Datum: 30. November 2015

Jüngst machte sich der Plakatkünstler und ehemalige Präsident der Akademie der Künste Klaus Staeck in der FRANKFURTER RUNDSCHAU Sorgen um die deutschen Medien. Nicht, weil deren politische Haltung zunehmend gleichförmiger geworden ist. Auch nicht, weil sie sich mehrheitlich auf die Seite der immer irgendwo Krieg führenden USA stellen. Nein. Geradezu Empörung löst beim ihm aus, dass “die Redakteure nunmehr täglich die ganze Skala der Diffamierung per E-Mail und in den angeblich sozialen Medien um die Ohren gehauen (bekommen)”. Klaus Staeck hatte mal, irgendwann in den 70ern, Mut und Witz bewiesen. Mit seinem ironischen Plakat “Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen”, erreichte er einen Höhepunkt, einen Gipfel der Opposition, der dem SPD-Mitglied dann aber genügte, als seine Partei selbst an den Fleischtöpfen saß.

Ist die EU bereit selbst Atomwaffen einzusetzen?

ohne Titel

Es geht hier weniger um die panzerbrechende Munition mit abgereichertem Uran, wie sie bei der Zerschlagung Jugoslawiens eingesetzt wurde und dort nicht nur die Zivilbevölkerung sondern auch Bundeswehrsoldaten verstrahlt hat.

Es geht um Mini-Nukes und  die ganz großen Kaliber.

Man will sich doch nicht etwa endlos von den USA lumpen lassen. Der US-Einsatz würde Westeuropa auslöschen. Ob ein selbständiger EU-Einsatz im Endergebnis anders aussehen würde, wage ich zu bezweifeln. Denn  russische Gegenschläge träfen zu allererst  im Fall A wie in Fall B Westeuropa, denn Büchel und Ramstein  liegen nicht in Arizona.

Nicht nur die Grande Nation verfügt mit der Force de Frappe über ausreichend Nuklearwaffen-Arsenale. In deutschen Zwischenlagern lagern große Mengen atomwaffenfähigen Materials , das in nicht allzu ferner Vergangenheit bereits zur Entwicklung pakistanischer Nuklear-Waffen aus Hanau-Wolfgang, Gelnhausen (unter Isenburg-Büdingenscher Beteiligung via NTG) und aus dem belgischen Mol inklusive des Know-How der SIEMENS-Nuklearsparte illegal exportiert wurde.  Ob Deutschland trotz des von ihm unterzeichneten Atomwaffensperrvertrages über eigene Atomwaffen verfügt, möchte ich nicht so kategorisch verneinen.  Einer, der mit hoher Wahrscheinlichkeit über das wundersame Verschwinden etlicher Zentner A-Waffenfähigen Materials aus deutschen Atomkraftwerken und Wiederaufbereitungsanlagen wußte und drohte sein Wissen zu veröffentlichen, der Nuklear-Manager Holz kam auf ebenso wundersame Weise in seiner Untersuchungshaft-Zelle in Frankfurt-Preungesheim ums Leben.

Ein Bauernopfer, dessen Karriere und Ende ich mit Hilfe von Insidern, anonym bleibenden Verfahrenstechnikern, Kernphysikern, Reaktorsicherheitskommissionsmitarbeitern in weiteren nhz-Artikeln rekonstruieren konnte – so wie die Schwundwege der militärisch interessanten Abfallprodukte deutscher Atomkraftwerke.. (Auch die Ausgaben der nhz mit diesen Artikel-Reihen sind noch erhältlich).

HaBE Geschichten, die machen Schule (schöner).

das war erst der Anfang gaaaanz frühmorgens als ich von der Transportbrigade die Makulaturbögen der Umschlagseiten der Fidel-Biografie für meine "Straßenzeitung" nach einem kleinen Umtrunk und etlichen Gesprächen erhalten hatte. Spätestens ab 8 Uhr waren die "Straßenzeitungen" von Kndern und Erwachsen belagert

das war erst der Anfang gaaaanz frühmorgens in der Zitadelle von Havanna bei der Buchmesse 2006 als ich von der Transportbrigade die Fehldruck-Makulaturbögen der Umschlagseiten der zu seinem 80. Geburtstag frisch gedruckten Biografie Fidel Castros für meine “Straßenzeitung” nach einem kleinen Havanna-Club-Umtrunk und etlichen Gesprächen erhalten hatte. Spätestens ab 8 Uhr waren die “Straßenzeitungen” von Kindern und Erwachsen belagert. Einen schöneren, besseren  “Untergrund” für meine Straßenzeitungstexte konnte ich mir nicht vorstellen

 

Der Michelstädter “Damenschneider” kommt mit Liedern nach Goddelau

Mehr Erzählung, weniger Lesung. HaBEs “Damenschneider”-Michelstadt- & Odenwald-Roman kommt mit Liedern ins
Riedstadt-Goddelauer Büchnerhaus am 4. September 2016.   18 Uhr
Columbus entdeckt Krähwinkel, Paola Loew, Charlie Chaplin jun.
Also, wegen der nicht endlosen Sitzplätze, entweder jetzt schon  versuchen Karten zu besorgen oder, was noch besser ist, weitere “Damenschneider”-Werkstatt-Lesungen organisieren. Der Autor ist bekannter Maßen käuflich ab 300 € pro Abend aufwärts. Bei Schul-Lesungen macht er es auch für weniger, für wieviel weniger ist dann Verhandlungssache … da muss es aber nicht nur der Damenschneider sein. Auswahlmöglichkeiten gibt es bei HaBEs Kindergeschichten und Jugendromanen ….
Im Rahmen des Kultursommers Südhessen kommt der Michelstädter Zwangs-Damenschneider Maximilian Mayer endlich dorthin, wo er nach seiner Bilderstürmerei gegen die Steigbügelhalter der Nazis und seiner beinahe Verbrennung und dann doch glücklicher Rettung in einer Ludwigshafener Spezialklinik eingewiesen werden wollte: von der Titelseite der “Abendpost/Nachtausgabe” als “Bilderstürmer von Michelstadt” nach Goddelau und um Himmelwillen nicht nach Heppenheim. Der Brand -man munkelt “versuchte Warmsanierung” und der anschließende Abriss seines Vaterhauses macht  den Blick frei vom RathausDOERR bis zum Diebsturm. Das ist der Merkur-geschmückte Hexenkerker, der bis ins 18.Jahrhundert auch als Billig-Bordell genutzt wurde. Manche der Hexen glaubten sich so freikaufen zu können. Verkauft wurden sie vom unzünftigen Flickschuster, der eben nicht nur als Kerkermeister den Diebsturm in der Stadtmauer zuhalten musste … die Mark Michelstadt von Hexen säubern, das war nicht sein Díng. Das machten Andere. Er musste sie nur gefangen und sauber halten für das schwarze Nebengeschäft, mit dem er seinen Spitznamen “Fickschuster” verdient hatte. Und meist ging es ja auch gut, zumindest bis auch das nicht mehr ging, denn dann war der Scharfrichter Nord dran. Nur einmal sind ihm die Hexen entwischt. Beim Brand der Südstadt, den rebellierende Gesellen nach der Hinrichtung eines ihrer Kumpane gelegt haben sollen, nachdem sie “Das war Mord, das war Nord, das war Mord!”- vom Richtpatz, vom Lindenplatz grölend durch die Stadt in die Häfnergasse gezogen waren. Da war der Diebsturm explodiert, zumindest hatte er ein Loch und die Hexen waren verschwunden. Dem Gesindel, den vaterlandslosen Gesellen, den undankbaren Wanderburschen war alles zuzutrauen. Und er, der vom Schiksal geschlagene Fickschuster musste drinnen in den Trümmern suchen und fluchend den Turm reparieren…  Als Meckie, wie er sich lieber nannte als Maximilian (denn ein Schell war er nun wirklich nicht!),  als er in den 50ern versuchte, Charlie Chaplin jr. bei den “Krähwinkel”-Dreharbeiten auf dem Marktplatz etwas über die Zwangsarbeiter bei den Spritzgusswerken des Ex-Wehrwirtschaftsführers, NS-Musterbetriebs-Patriarchen & Messerschmidt-Wunderwaffen-Armaturenherstellers Rowol und die Unterstützung der Erbacher Grafen für die NSDAP zu erzählen, wird er nicht durchgelassen.

Rüsselsheim hat(te) keinen Ober- sondern einen OPEL-Bürgermeister, vor 45 wars ein Nazi, nach 45 wars wieder ein Nazi

Datei:Bundesarchiv Bild 101I-303-0554-24, Italien, Soldaten auf LKW Opel-Blitz.jpg

Ein Opel Blitz 3,6-6700 A (Allradantrieb) der Wehrmacht im Einsatz 1944 in Italien

 

Logisch, denn der OPEL-Blitz wurde ja auch direkt für Hitlers Blitzkrieg gebaut. Von daher hat er seinen Namen, Also nicht der Krieg, sondern der OPEL-Transporter.  Dieser Artikel hat nur in sofern mit Rüsselsheim etwas zu tun, als er in der Wiederveröffentlichung einer Deutschlehrerin mit Migrationshintergrund an einer Gesamtschule in der Gegend um  Rüsselsheim gewidmet ist. Einer Lehrerin, die die Power schon in ihrem Namen trägt.  Ansonsten stellt sich die Frage, warum in Rüsselsheim Schulen und Sporthallen nach einem FASCHISTEN BENANNT WERDEN und Antifaschisten nicht zu dieser Ehrung kommen so wie z.B der Altbürgermeister von Mittel-Gründau, Wilhelm Pfannmüller. Zur Rolle der rechten Hand von Georg-August Zinn, des NS- und späteren hessischen Städtetags-Juristen und Rüsselsheimer OPEL-Bürgermeister  Walter Kölbl habe ich Einiges geschrieben, wie auch zu den Koaltionspartnern der hessischen SPD, dem Altfaschisten-Sammelverein BHE, dem “Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten”, die dann mit dem Alt-Nazi Gustav Hacker den hessischen Landwirtschaftsminister stellen durften. …

 

Mit (Auftrags-)Terror Kriegs- & Atomwaffeneinsatz-Zustimmung erzeugen

Weltmeister wird man nicht mit einem Schlag

Die Modernisierung des Atomwaffen-Arsenals in Büchel, die kollektive defakto Kriegserklärung Frankreichs und der EU gegen Syrien obwohl die AttentäterINNEN in Paris doch französische und belgische StaatsbürgerINNEN sind, Bombardierungen ohne UN-Mandat, ohne Absprache mit der syrischen Regierung, verstärkter Einsatz der Bundeswehr in Mali schaffen eine Lage, die der von 1982/83 mit dem “FULDA-GAP” und der “First Battle of the Next War” sehr ähnelt. Hochrangige Offiziere wie Mannschaftsgrade des Grenzschutzes und der Bundeswehr bestätigen heute gegenüber dem Autor dessen Recherchen, als die USA mit dem Großmanöver “Able Archer” den Atomkrieg gegen die UdSSR probten, das beinahe den Gegenschlag der UdSSR provozierte. Es gab damals sogar grenzübergreifende Absprachen zwischen westdeutschen und DDR-Grenzern (bei nächtlichen Zigaretten- und Lebensmittel-Tauschtreffen, Umtrunksrunden und inoffiziellen Lagebesprechungen), im  Ernstfall nicht aufeinander zu schießen.

Die Arbeit der (westdeutschen) Friedensbewegung hat damals die Kriegsmobilisierung der “Heimatfront” wirkungsvoll  und ansatzweise auch das US-Atom-Kriegsmanöver behindert. Verhindert hat damals den Krieg die Arbeit Rainer Rupps, der als Spion “Topas” in der NATO-Zentrale alle Manöverpläne/-Daten sammelte und der Führung der UdSSR in  sprich-wörtlich letzter Minute übermittelte.

Die Anti-Kriegsbewegung in Deutschland muss aus dieser Arbeit in den 80er Jahren lernen.  Dazu will ich hier weiter unten einige Dokumente wiederveröffentlichen. (die wichtigsten nhz-Ausgaben dazu sind (noch) als Printversionen erhältlich gegen 15 € in Briefmarken).

Ein sehr wesentlicher Faktor bei möglichst störungsfreien Kriegsvorbereitungen sind die offen oder versteckt „embeddeten“ Medien. Hier besonders die, die in den Anti-Kriegsbewegungen Einfluss haben wie etwa die taz oder die Frankfurter Rundschau.  Zu Beginn der 80er gab es die taz noch nicht, da war die FR das entscheidende Medium zur Einflussnahme auf die Friedensbewegung.

Mundtöten durch FRschweigen, Rufmorden durch FRreißen, Beweise FRnichten,

Die Anti-Kriegsbewegung über Jahre klammheimlich, still und leise kleinhalten, kleinschreiben, sowas nennt man auch FRhindern

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Das geht  bei der Frankfurter Rundschau mit wikipedia Hand in Hand:  Berichte , Kritiken zu den über 150 Anti-Kriegs-Interventions-Lesungskonzerten. die ich zusammen mit dem Saxophonisten, Bassklarinettisten & Komponisten des Frankfurter “ensemble modern” zwischen 1991 und 2005 gegeben habe, gibt es in der FR gerade Mal eine und die verschweigt Wolfgang Stryis Musik und ist nur noch ein Verriss meiner Erzählung “Lakonisches Lächeln”.

Die Kollegin Pamela Dörrhöfer – die hoffentlich das FRaten und FRkaufen der FR durch die SPD-Holding, die VerFAZung, die Verwandlung der FR in eine Abendpost-Nachtausgabe für besserverdienende Mittelschichtler ohne Honorareinbußen überlebt hat

Meinen Syrer HaBE ich schon seit über 20 Jahren mit 5-Jahres-Garantie

Back to the roots: endlich HaBE (hatte) ich eine Lesung Daheim mit ZORA in der Hanauer Lamboy-Moschee. Schuld daran war ein syrischer Aramäer. Der von Nazareth soll ja auch einer gewesen sein. “Assad ist nicht gut, aber besser als Alles was jetzt droht!”, sagte mir mein Syrer schon 2006, “Schau mer ma, was er von seinen Reformversprechen einhält!”.

2002 so um den 1. Mai – nein, es wird nicht gleich wieder ein Gedicht- also im Frühling vor 13 Jahren musste ich ohne Morgen-Cappuccino zur Arbeit fahren. Es war eine traumhafte Reise ins Hanauer Lamboy-Viertel – Kennen Sie nicht ? Sollten Sie aber. Hier im US-KASEREN-VIERTEL wurde nicht nur deutsche Rock-Geschichte geschrieben. Nö- hier haben meine Kids mir ihre Lieder und Bücher diktiert; von UncleDaddy erzählt und von Mammies abblätternder Nachtschicht, wenn sie morgensfrüh vom Dienst kam…
Ich noch im Halbschlaf auf die Autobahn – zwischen Auffahrt Gründau-Lieblos-MöbelWalther (oder wars schon nach dem Walther-Mega-Infarkt, neben Media-Markt, da hieß der Möbel-Laden bereits Krieger oder Höffner – daran kann ich mich nicht mehr erinnern, aber an die Abfahrt von der A66/45, dort wo früher die große Essotankstelle war, die mit den Cocktail-Glas-Säulen (, die der Denkmalschutz leider vergessen hat,) und der Club Cherie, der Puff, die Hehlerzentrale, Lederjacken , Autoradios … aus der Alptraum …. 
kurz hinter der Brücke über die A66, diese westdeutsche Antwort auf die Route 66 und Rollbahn nach Osten,  wache ich aus dem KoffeinEntzugsSchlaf auf … das geht Gottseidank automatisch. Denn ab hier könnten mir meine Kids vor die Stoßstange geraten…
Ach, was erzähl ich schon wieder vom letzten Krieg ? War da nicht noch was ? Klar, der Möbel Höffner heißt in Wirklichkeit nicht Kerkeling sondern Krieger. Jetzt kriegen die aus dem Möbel-Walther gnädig Übernommenen Verträge mit Arbeitszeiten und Löhnen aufgebrummt, dass jeder Widerstand verstummt. Um es mit der IM Angela zu sagen: der Höffner ist in der Region halt alternativlos. Oder alternativ haltlos, oder alternativ arbeitslos. Eine ARGE Geschichte, ärger könnt sie nicht sein. In den Ostkolonien ist der Höffner noch alternativloser: Dort sind es dann eben Kriegers Kollatteral-Schäden und Neo-Kolonial-Looser. Er wird ja regelmäßig mit seinem Kampfhubschrauber zu den Luftschlägen gegen die Altbelegschaften und ihre Restbetriebsräte eingeflogen und versprüht Adrenalinschübe bis zum Herzinfarkt und Lohnsenkungsmittel. Das drückt neben den Löhnen auch den Altersdurchschnitt , so verschlankt und verjüngt der MöbelKriegsHerr sein SöldnerHeer mit DumpingSold. Von irgendwas muss er ja das Kerosin und die Piloten und den Schraubhuber und die Reststeuern bezahlen.
Das waren noch Zeiten, als die drei goldenen W-Patriarchen Gründau beherrschten: Bauer Würfl, Apotheker Witte, Möbel-Walther. Der Alte, der jedes Jahr in Gründau oder Gelnhausen die Main-Kinzig-Schulchorkonzerte inklusive Verpflegung bezahlte. Good Times….,  vom Krieger kriegt mer heut nix mehr. Da wünscht mer sich den Alten Fritz, den Kaiser Wilhelm oder wenigstens den Ludwig Ehrhardt zurück, den erprobten, geläuterten ReichsWehrWirtschaftsführer. Oder halt den Alten Walther.
Upps, fast hätte ich die Ausfahrt Hanau-Lamboy verpasst.
Ich hatte die Espresso-Maschine Marke Rancilio Silva vorsorglich eingepackt und erinnerte mich rechtzeitig daran, bevor ich zur Gebeschus-Schule auch automatisch rechts abbog, automatisch ? Automatisch funktionierte an diesem chromglänzenden Suchtgerat nichts mehr.  Schlaftrunken hatte ich um 5 Uhr 45 den Kippschalter an der Machine vorschriftsmäßig gekippt und schon stand ich im Finstern. Die Schnell-Unterrichtsvorbereitung musste entfallen. So wird man zum Schwellenlehrer. Zwangsläufig. Glücklicherweise war die Sicherung auch per Kippschalter wieder zu sichern- im Dunkeln in den Keller und wieder rauf, schon fast im Dauerlauf. Noch Mal Kippschalter , noch Mal Sicherung raus, runter in den Keller und wieder und wieder…. Dann eben ohne Kaffee und ohne Vorbereitung: Eilabfahrt….
Der Kaffe-Maschinen-Händler in Frankfurts facegelifteter Bergerstraße wollte beim ersten Schaden gleich 300 Euro haben, was die Wertschätzung dieser Maschine dann auf 1200 Euro gesteigert hätte. Das wär heute meine komplette Monatrente…
Meister Targli, den ich an diesem Mai-Morgen noch vor seiner Kundendiensttour durch alle Eis-Cafés der Region in seinem Laden erwischen konnte – also, statt rechts in die Friedrich-Engels – nach links in die Karl-Marx-, dann politisch korrekt beschrieben  rechts durch die Breitscheid-Straße rund um das “Lückhardt-Dorf” – wieder auf die Vierspur-Lamboystraße,  diesmal aber stadtauswärts und STOPP vor der alten Lückhardt-Metzgerei mit ihrer neoklassizistischen Fassade, diesem ehemaligen Rechenzentrum des ganzen Blockes. Rechenzentrum ? Hä?
Bis auf die Kasernen hatten die US-Bomber in Hanau alles platt gemacht, oder wars der Bomber Harris ? egal,  alles freie Sicht bis zum Feiheitsplatz, der heute schon wieder fast so aussieht wie 1944  und rund um die niederländisch-wallonische 44er TrümmerGedächtniskirche siehts ja demnächst auch so aus wie nach der Bombennacht.  Hanau haut um ! Die Stadt wird zum Privateigentum eines Hamburger GroßImmobilien Fuzzis… 
Nur eines blieb bombenfest stehen: die als Hospital belegte Bezirksschule Nr. 5, die ganzen Kasernen, das Offizierskasino, wo später Elvis, BillHealy und die Tillmann-Brothers und die Monks auftraten …. und das “Lückhardt-Dorf” mit ein paar Häusern gegenüber und mittendrin die alte neoklassizistische Metzgerei (doch den halben Schweinen oder Rindern und den Lamboy-Kindern war das völlig schnurz, die wurden Worschd, ob lang ob, kurz!)  – klar, hier ging die Miete übern Ladentisch oder auch nicht, denn Metzgermeister Lückhardt, der längst in seinem Rinderhimmel Schafe hütet, verschenkte manchmal nicht nur Kuddeln, Nieren oder Leber an die armen meist tief roten Schlucker in seinem “Dorf” für die DPs und das ganze Gesocks “underdocks” wies die Amis nannten, er hatte auch ein Herz für seine Lamboy-Lumpen, die “LambeLumbe” …. und das bereits seit über tausend Jahren. Viele wohnten auf Kredit und wenn Lückhardt mit dem Schlachtbeil aus dem Hinterhof hinter die Theke kam, wurden auch die BlockwartsGroßmäuler kleinlaut. Die Oma Schwab, die Oma Schüssler mit ihrer über hundertköpfigen Sippe zwischen Zwangsarbeitslager,  Arbeitsamt und Jugendarrestanstalt. Wie halt im richtigen Leben eben oder im falschen Film. Aber dafür hat die Sippe ihn angehimmelt. Er war der Übervater, wenn die Alten einfach die Flatter gemacht hatten und die Weiber mit den Bälgern übrig und zurückblieben. Die Schüsslerweiber hatten in der Sippe das sagen, und die Oma das OmaKommando und die Sippe hat den ÜberMetzgerVater auch beschützt. Vorm Krieg und nach dem Krieg und vor dem Krieg und nach dem Krieg .. Und auch in den Kriegen, denn im Lamboy war immer verschärfte Heimatfront vor der Kaserne vor dem großen Tor…. Hehlerkneipen, Straßenstrich, Kinderparadies zwischen ausrückenden Panzern, eilmarschierenden Kompanien, Rushhour bei schichtwechsel, Pappa an der Kautschukpresse Mama aufm Strich und qwenn der Alte Nachtschicht hatte konnte Mama ihre Nachtschicht zuhause machen und die Kids schliefen bei der Oma. Oder nächtliche Kinderspiele zwischen Bahnschwellen-Stapeln auf den Gleisbauhof “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?” Das roch herrlich nach Karbol und Terr und nachts war jeder schwarz. Angst? Wovor?  Ja, dass die Mammie nach der Nachtschicht wieder  mit blutigem Hals rumlief und blauen Augen oder dass der  Alte nachts in die Kinderbetten stieg und stank wie die Pest, aber so waren die Männer, egal ob schwarz gelb oder weiß…
Meister Targli – dieser aramäische Syrer mit armenischem Namen und kurdisch-jesidischen Wurzeln – ach weiß der Teufel, wo er herkommt – das ist mir zu kompliziert – und sooo wach bin ich jetzt auch noch nicht. 
– Meister Targli kennt mich aus den Berichten der Kinder seiner zwei Angestellten. Drei Dichtungen (der Mann könnte Schriftsteller sein, und bei seiner Biographie muss er auch gar nix erfinden, der war bestimmt in Syrien Schriftsteller und kennt Rafik Shami,
Kaffeeautomaten repariert der sicher als AutomatenDidakt, weil er hier nicht genügend Leser und Zuhörer findet mit seinem Aramäisch. Ich könnte ihm Deutsch-Nachhilfe anbieten gegen einen Rancilio Silva-Betreuungsvertrag ?) 
Drei Dichtungen und eine Sicherung und ein neuer Kippschalter… Geben Sie mir 20 Euro, sagt er und ich weiß nicht, warum er mich nicht Duzt.  Und denke: Ey Alter, das ist doch vielleicht grad mal der Materialwert ! Und Deine Arbeit und der Mehrwert ?  Klar, schwarz und ohne Steuer. Ich geb ihm das Geld und zum Abschied die Hand und im Umdrehn biete ich ihm das Du an. Dass er schätzungsweise 20 Jahre jünger ist als ich, das ist mir nicht aufgefallen. Er hat im Laden auch keinen Spiegel. Ist ja ne Werkstatt,  auch der alte weißgekachelte Verkaufsraum vom Lückhardt im Rinderhimmel. Die Haken für das gut abgehängte hängen noch. Nur hängen jetzt dort Ersatzteile für Espresso-Maschinen.. der Meister Lückhardt würde sich drüber freuen. Über seinen Metzpresso-Laden.
Ja,  und dann komme ich 8 Jahre später auf der gleichen Strecke zum gleichen Parkplatz und habe wieder die Maschine dabei. Meister Targli hatte im Mai 2002 gesagt: jetzt hast Du mindestens 5 Jahre Ruhe und es waren dann doch etwas mehr als 8. Einen Tag vor dieser erneuten Hanaufahrt hatt ich dem unbeschreiblichen Teil, mit dem man den Kaffee an die Machine presst (Aha, daher kommt der EsPresso) den schwarzen Hebelarm abgebrochen. Wieder ein Morgen ohne Cappuccino. Aber es waren ja schon Sommerferien und ich musste erst um 9 Uhr dreißig in der Lamboy-Moschee zur Lesung sein. “Zora”, mein KinderBilderLeseBuch mit der Ziege, … Meister Targli schenkte mir noch vor der Lesung erst einen ungebrochenen Maschinenarm und dann einen Espresso ein…. Die Idee mit der Moschee-Lesung stammte übrigens auch von diesen aramäischen Schlitzohr: “Les Deine ZORA doch Mal in der Moschee, das tut denen gut!” Meine hessischen Dialektik-LehrerINNEN hätten da eher gesagt: “Des lässde mo schee bleiwe” – = Das lässt Du Mal schön bleiben!  Nun. wenn schon Angst, dann mehr vorm schwarzen Mann: aus Michelstadt musste ich vor evangelisch-katholischen Fundis fliehen, aus Mannheim vor evangelisch-Deutschen Christen, bei denen auch die SS-Dienstkleidung tiefschwarz war. In Michelstadt machte der örtliche schwarze Mann des Pontifex Maximus noch bis Mitte der 60er Jagd auf Mischehen. Beide Kirchen organisierten und deckten Missbrauch und machten Jagd auf die, die sich dagegen wehrten. Und trotzdem habe ich in katholischen Schulen gelesen, in evangelischen Kirchen . Warum in drei Gotts Namen sollte ich Angst vor den Immamen haben?
Aufgekratzt erschien ich in der Moschee über dem SÜPERMARKET und der Döneria. Das ist im Islam nicht anders als bei den christlichen Religionen: die Märkte, Kneipen und Bordelle befinden sich zum Teil in den Gotteshäusern oder direkt daneben. Mit einer Ausnahme: Bordelle in der Nachbarschaft von Moscheen habe ich noch nicht gesehen. Allerdings ist es schon möglich, dass bei Moscheen-Neubauten in den Industriebrachen, in die sie meist städischerseits abgeschoben werden, hie und da Mal ein Bordell aus der nachbarschft grüßt.
In der Barbarossa-Stadt Gelnhausen grenzt die Notre Dame des Kinzigtales, die Marienkirche an die Petersiliengasse, die nach dieser (vermeintlich) abtreibungswirksamen Wurzel benannt ist, die im Mittelalter die Huren  zur vermeidung von ZwangsBetriebsFerien benutzten. In den Kircheneingängen buhlten die Dirnen nicht nur vor der Weihnachtsfeier im Portale um die Freier.
Und drinnen predigte der Pfaffe von einer Kanzel, die der berüchtigtste Hexenjäger der Region gestiftet hatte. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, er habe eine sich ihm verweigernde Pfarrersfrau oder gar eine von ihm geschwängerte des (fingierten) Kirchenschatz-Raubes überführt und als Hexe verbrennen lassen. …..
Die drei Töchter des Immam begleiteten mich nach oben, zeigten mir die Schuhregale, bis sie an meine Gehbhinderung dachten und lachten – verlegen und ließen mich dann auch beschuht eintreten. Der Raum war voller Kinder, alles Jungen, die beiden Mädchen blieben draußen. Es war eine schöne und sehr kommunikative Lesung und nach ein paar Zugaben, Gedichten und Liedern und den fast überschwänglichen Dankesworten des Immam sagte ich zum Abschied: Ich komme sehr gerne wieder, aber beim nächsten Mal wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass die Mädchen mit dabei sind. Der Immam lächelte, nickte freundlich und versprach es.
 
 
Neue Wege
Einst haben mir die GRÜNEN die rote Karte gezeigt. ***
Wenn Du so weiterschreibst,
kannst Du sehen wo Du bleibst
Das hast Du dann von der Courage:
auch von LINKS gibts keine Gage.
Du tatst der SPD
seit über 68 weh
Du jammerst wegen Deiner Rente
Du schreibst, Du bräuchtest eine Spende
nix geklebt, geschafft, zu faul ?
immer ein zu großes Maul ? !
dann halts doch endlich
Ende
Das riet mir neulich ein Kollege, der junge Neue
jetzt geh ich in mich und bereue
HaBE 2000 und 8
19 Jahre nach der Wende
geschrieben
kurz nach Mitter-
Gute Nacht