Wenn die AFD vorm Gewerkschaftshaus steht, ist es für Widerstand noch nicht zu spät

Wenn heute

die AFD

in Hanau aufmarschiert

Vorm Gewerkschaftshaus steht

und unsre Arbeit blockiert

Und die  AnFührer Deutschlands

zur Aufteilung winken

der harte Kern blank zieht

Zum Büro der LINKEn

Dann, Leute

Haben wir noch etwas Zeit

Denn die Heimatfront

Ist noch nicht so weit

Im Auslandseinsatz wird scharf geschossen

Zuhause noch nicht, gemach, Genossen

Kollegen, wir  haben, das weiß ich,

noch gut 15 Jahre,

ich schon auf der Bahre

vielleicht noch dabei,

bis zum 2. Mai

zweitausenddreiunddreißig

Die Geschichte von den angeblich bösen Krokodilen

Von den angeblich bösen Krokodilen

(liebe Martina, dieses HERRliche Krokodil habe ich bei Dir geklaut, es stand da völlig damen- und Du sprangst Hüllen-los in sein Maul auf Deiner Seite. Oder hab ich das nur Alb-geträumt? Du weißt, ich kann auch sonst nie die Klappe halten,  aber hier, bei diesem Tier!, da versagt auch Toyota! Das Bild stammt aus der Feder von Martina Jäger aus Würzburg. Mit ihr zusammen haben wir Kultur zum Zug kommen lassen -im Hanauer Orient-Express:  Hier einfach mit einem nicht-drohnen-auslösenden Mouse-Klick starten:

https://www.youtube.com/watch?v=AOmYmp4SzLE

Warum ein Wessie die DDR um Entschuldigung bittet

Schuldbekenntnis I

oder

Ein Sieg der Chaostheorie

 

Angestiftet von den Alten

Vater, Mutter, Schwestern, Brüder

letztere mit noch nicht ausgeträumten

Wehrwolfträumen

haben wir im zarten Alter

zwischen drei und dreizehn Jahren

beim Onkel in der DDR

als Ferienkinder

tagtäglich

unsre Händchenvoll

Kartoffelkäfer

in die Felder

der Genossen

aberteuerlistig um uns blickend

und die Amihosen voller Angst

vorm bösen Russen

durch die Kommunistenfurchen kriechend

zwischen den Kartoffelstauden

subversiv verteilt

 

Die LPG

für uns ein Sammelsurium

HaBE: (auch un-)politische Lyrik und Lieder 2004-2018 (Teil 1: 2004-2008)

Dank der Mithilfe einer Reihe langjähriger “AbonnentINNen” meiner Seite, konnte ich die 2008 durch eine n Festplatten-Totalschaden verloren gegangenen Gedichte und Lieder wiederfinden. Da sie zwischen den Artikeln und oft in den Artikeln schlecht aufzufínden sind, habe ich jetzt damit angefangen, sie hier zusammenzufassen. der 1. Teil umfasst die Gedichte und Lieder von Ende 2004 bis Ende 2008. Teil 2 – 2009-2014, Teil 3 : 2015-2018.

Frühere Gedichte und Lieder, vor 2004 entstanden, sind 2005 im ZAMBON-Verlag als Buch erschienen: „unter-schlag-zeilen …. befreite worte, gebrochene reime zur lage“  mit einem Vorwort von Ingrid und Gerhard Zwerenz

Eskalierende Gewalt

Der Aufschrei
der Leistungsbüttel
hallt
durch den Blätterwald
kreischt aus der Röhre
flimmert exotisch
über den Bildschirm

Die Welt geht unter
zumindest aber
ein Weltbild

Ausgerüstet
mit schwersten Waffen
Notenbüchern
Zeugnisformularen
und Bußgeldtournistern
ziehen sie
täglich an die Front
Schulkampf

Schulhöfe
sind
Selektionrampen
geblieben
die deutsche
Industrie Norm
hat sich schon
vor der Schädelform-
vermessung
als viel zu starr
erwiesen
um den Arbeitssklavenmarkt
bedarfsgerecht
und passgenau zu füllen

der Kinderkopf
als Bildungsziel
betrommelfeuert
und behämmert
gedrückt
gepresst
gerichtet
und betrichtert
bis er paßt

Anforderungsprofile
kreischen sich
cd-gesteuert
in der Schuldrehbank
durch Fleisch und Blut
durch Bauch und Herz und Hirn
und Knochenmark

Presseecho

HaBE in der Presse
eher auf die Fresse –
& mit “unter-schlag-zeilen”
& Knüppel(n) zwischen Beine, Augen & Ohren gekriegt

Unterschlagen hat der Hanauer Anzeiger, dass der Falschinformant, ein angehender Juruíst,  aus den lokalen GRÜNEN-“Fischerchören” kam. Der hat anschließend eine Karriere bei der SPD versucht, die ihn aber abblitzen & hinten sitzen ließ, weil sie zwar den Verrat liebte, aber nicht den Verräter. Und der wurde später Pressesprecher einer FRAPORT-Tochter, wo der Hahn drei Mal kräht, wenn’s um’s Lärmschutz-Fliegen geht.

Lakonisches Lächeln

OlivenfriedhofTalblickSündenbockNektarEiFeigenblattFolterstuhlDauerflautealte Frau kl.BlechstadtBergdorfEleaEukaLakonisches Lächeln

Erzählung

 

 

 

 

Auszug

Natürlich fühle ich mich nicht wohl. Seit zwölf Jahren komme ich in dieses Dorf, zweimal im Jahr und jedes Mal merke ich, dass etwas in mir wegbröckelt. Mit jedem herausgerissenen Olivenbaum, mit jedem eingestürtzten Haus im Oberdorf, jedem Stück planierter Bergwiese, mit jeder eingeebneten Düne, mit jedem Meter verteertem Strand geht mir ein Stück Traum verloren.

 

Hier fehlen noch die Rezensionen von Main-Echo, Hanauer Anzeiger, Neue Hanauer Zeitung usw…. und natürlich die Bilder – zumindest eine kleine Auswahl

unter schlag zeilen

unter
schlag
zeilen

befreite worte
gebrochene reime
zur lage

Aus dem Vorwort von Ingrid und Gerhard Zwerenz:

“Nur keinen Streit vermeiden …

Es kann einen Autor teuer zu stehen kommen, hält er sich strikt an das, was er schreibt. MundTod ist der Titel eines Gedichts von Hartmut Barth-Engelbart: »Wenn wir/ nicht früh/ genug/ den Mund/ aufmachen/ haben wir/ am Ende/ gar nichts/ mehr/ zu sagen.« Der Lyriker und Lehrer aus Hanau denkt gar nicht daran, den Mund zu halten, seine Feinde finden, er hat eine zu große Klappe. Die zitierten epigrammatischen Zeilen erinnern an Erich Fried, dem seine Verse nicht wenig Ärger eintrugen. Für Barth-Engelbart eskalierte der Ärger.