Was hat Haile Selassie mit Ghaddafi zu tun ? Libyen – Lokale Opposition gegen Aufständische & NATO

Libyen – Lokale Opposition gegen Aufständische / Ein Beitrag von Joachim Guilliard  & Anmerkung des deutsch-türkisch-niederländischen Historikers und Soziologen Samy Yildirim: historische Parallele: Ras Tafari gegen Mussolini/ Libyer gegen die Nato.
Wie die israelische Zeitung Haaretz berichtete, hatten sich vor wenigen Tagen die Oberhäupter örtlicher Stämme in die umkämpfte Stadt Misurata begeben, um die Führer der Aufständischen dort zum Niederlegen der Waffen zu
bewegen. Unter anderem weil durch die seit Wochen andauernden Gefechte der wichtige Hafen der Stadt blockiert ist, seien sie entschlossen eine Lösung zu Beendigung der Kampfhandlungen zu finden.
Sollten die Verhandlungen mit den Rebellen scheitern, werden sie eventuell mit eigenen Kämpfern auf Seiten der Regierung eingreifen. Nach Angaben des libyschen Vizeaußenministers könnten die sechs größten Stämme der Region bis
zu 60.000 Kämpfer aufbieten.

“Unsere Zukunft braucht unser Gedächtnis” – Gedichte, Lieder und Geschichte(n) zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus – einen Abend in der “Alten Scheune” mit HaBE am Fr. 6.5. 19.30 Uhr

veranstalten die NaturFreunde Bad König (im hessichen Odenwald). Hartmut Barth-Engelbart weckt mit Gedichten, Liedern und (Lokal-) Geschichte(n) aus der Zeit vor und nach dem 8.Mai 1945 Erinnerungen, ohne die es den Nachwachsenden nicht gelingt, die Zukunft besser zu gestalten …. Es wird ein interaktiver Abend werden, denn HaBE leuchtet mit Passagen aus seinem Odenwald-Roman “Der Damenschneider” in die dunkelsten Winkel, legt zubetonierte Dreckecken und dabei etliche Leichen in Michelstädter Kellern frei, welche aus grauer Vorzeit  – aber die meisten aus der jüngeren Vergangenheit.

Do.5.5. und 26.5. Jubiläums-/Geburtstagsveranstaltungen. 12. Erzählabend des Historisch-Demokratischen Vereins Mittel-Gründau

Historisch Demokratischer Verein Mittelgründau von 1848
in der IAS e.V.
Einladung zum 12. Erzählabend am Do. 5.5.
um 18.30h in der Gaststätte Stenger/Heiss
Einladung zur Sonderveranstaltung mit der Historikerin und Autorin Dr. Christine Wittrock am Do. 26.5. 2011
auch um 18.30H in der Gaststätte Stenger/Heiss
der Erzählabend hat am 5.5. seinen ersten Geburtstag. Thema dieses Jubiläums-Erzählabends wird sein “Wie Mittel-Gründau endlich zum Zug kam”.
Dabei wird von der Arbeit in Mittel-Gründau und von der Arbeit der Mittel-Gründauer erzählt. 
Berichtet wird über den Gründer der Bahnstrecke Gelnhausen-Gieesen, den 1848er Paulskirchenabgeordneten Dr. Christian Heldmann.
Warum so viele Mittel-Gründauer und wie und wann sie zur Bahn gingen oder fuhren, die Wege zur Arbeit …. all das wird besprochen…
Begonnen hat der Historisch Demokratische Verein als IAS-Arbeitsgruppe bereits 1998 mit der Durchführung der beiden Jubiläumsveranstaltungen zum 150. Jahr der Demokratischen Revolution 1848 in Mittel-Gründau und in Hanau. Es waren damals die einzigen Gedenkveranstaltungen zur ersten deutschen Demokratischen Verfassung im Main-Kinzig-Kreis .
Die Jubiläums-Sonderveranstaltung am 26.5. mit der Historikerin Frau Dr. Christine Wittrock dreht sich um die Volksabstimmung zur Enteignung der Fürsten, d.h. zur entschädigungslosen Rückgabe aller Wälder und Ländereien, die den Gemeinden von den Fürsten über Jahrhunderte abgenommen wurden.
Frau Dr. Wittrock hat über die jüngere Regional- und Industriegeschichte der Region viele Bücher geschrieben: u.a. zu Gelnhausen, Steinau/Schlüchtern, Langenselbold ….

Wofür bombt die NATO Libyen frei

Um jeden Preis- Krieg ist Frieden!!! Deshalb auch keinen Waffenstillstand und keine Verhandlungen mit Gadaffi!

Angriffskrieg auf Libyen, um jeden Preis….Was ist das Öl nochmal wert?

URS: “Hätte nie gedacht mal Rasmussen zu malen…UN-Charta, scheint er nicht kennen zu wollen…Was für einen Zweck erfüllt die Nato…wozu ist die UN noch da? Um  Raubzüge abzusegnen…die Absolution zu erteilen, sich die Hände zu reiben wenn Libyer auf Libyer losgehen? Einen Waffenstillstnd zu verhindern, Partei für mörderische Rebellen zu ergreifen, Bomben auf  Familienväter zu werfen, auf Söhne, Ehemänner? Um sie dann in der Wüste in Massengräbern notdürftig zu verscharren? …”
Nur wer die Geschichte kennt, wird auch die Gegenwart verstehen. Angesichts der massiven Falschmeldungen und Lügen, die über Libyen in den letzten Monaten verbreitet wurden, erscheint es angebracht, noch einige interessante Hintergründe zur Vorgeschichte dieses rohstoffreichen Landes aufzuführen. (aus “Saschas Welt “)

Mensch bleiben – restiamo umani — im Gedenken an Vittorio Arrigoni, Juliano Mer-Khamis und Rachel Corrie

Vittorio Arrigoni

Im April 2011
(ein Nachruf von Ellen Rohlfs)

Ich bin fassungslos – noch immer
Es bedrückt mich – es lähmt mich
Meine Gedanken kreisen nur um das eine:
Wie ist es möglich,
dass Menschen  Menschen dies  antun,
und zwar solchen, die sich in einer Weise menschlich zeigen
wie wenig andere, die die Not der andern sehen
und sie auf sich nehmen
und mit ihnen leiden und kämpfen ……………………….

Zur Ermordung des 36jährigen Friedensaktivisten Vittorio Arrigoni schreibt sein deutscher Verleger Dr. Giuseppe Zambon

Presseerklärung des Zambonverlages, Leipziger Str. 24, 60487 Frankfurt

www.zambon.net     zambon@zambon.net

~ Stay Human ~ Vittorio Arrigoni

~ Stay Human ~ Vittorio Arrigoni

image copyleft URS

„Ein italienischer Aktivist einer pro-palästinensischen Gruppe ist wenige Stunden nach seiner Entführung tot aufgefunden worden. Wie die Hamas-Regierung am frühen Freitagmorgen mitteilte, wurde der 36-Jährige bereits kurz nach seiner Entführung am Donnerstagmittag getötet. Er sei „auf furchtbare Weise“ umgebracht worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Kidnapper hätten die Ermordung des Aktivisten von Anfang an geplant, ein Gefangenenaustausch sei nie angedacht gewesen.“

http://www.welt.de/politik/ausland/article13178991/Islamisten-toeten-italienischen-Aktivisten-in-Gaza.html

Wir sind erschüttert, traurig und wütend. Bei dem 36-Jährigen handelt es sich um unseren Autor des Buches „Gaza-Mensch bleiben“, Vittorio Arrigoni, der sich für die propalästinensische Internationale Solidaritätsbewegung (ISM) engagierte.

Vittorio Arrigoni entführt und ermordet – von angeblichen “militanten Islamisten” – erst Juliano Mer Khamis, jetzt Vittorio Arrigoni, wann wird Barenboim von “Islamisten” erschossen ?

Vittorio Arrigoni ist das zweite prominente Opfer einer Offensive gegen die Friedens-und Freiheitsbewegung in Palästina- keine 14 Tage nach der Hinrichtung des Freedom-Theatre-Regisseurs Juliano Mer Khamis wurde der Dokumentarfilmer, Autor und Journalist Vittorio Arrigoni bei seiner Arbeit im Rahmen des International Solidarity Movement (ISM) zusammen mit weiteren Geiseln entführt und umgebracht.~ Stay Human ~ Vittorio Arrigoniimage copyleft
Regierungseinheiten in GAZA haben heute morgen das Geisel-Gefängnis gefunden, konnten einige Leute befreien, Vittorio Arrigoni war jedoch bereits einige Strunden vorher zusammen mit weiteren Geiseln ermordet, erdrosselt worden.  Angebliche “militante Salafiten” mit der Selbstbezeichung “Brigade Mohammed Bin Moslama” hatten nach der Entführung der Hamas ein Ultimatum mit einer Frist von 30 Stunden gestellt: Freilassung  Vittorio Arrigonis und der anderen Geiseln nur im Austausch gegen inhaftierte ultrafundamentalislamistische Salaftiten.Vittorio Arrigoni hatte letztes Jahr bei einer Deutschland-Rundreise auch in Hanau sein Buch, seinen Tatsachenbericht über GAZA  im Zentrum Metzgerstraße vorgestellt: “Restiamo Umani” ist sein Titel und seine Aufforderung: “Lasst uns Menschen bleiben” , er ist Mensch – mitmenschlich geblieben, hat weiter palästinensische BauernRestFamilien zu Feldarbeiten begleitet, um sie vor Beschuss als menschliches Schutzschild zu schützen …. bis in den Tod. Nach Juliano Mer Khamis wurden jetzt  mit dem Il Manifesto-Aktivisten und Journalisten Arrigoni weitere Friedensaktivisten von angeblichen islamistischen Militanten ermordet. Gilad Atzmon, der ex-israelische Jazz-Saxophonist wies mich darauf hin, dass die israelische Regierung seit langem “islamistische” Spezialeinheiten ausgebildet, arabisch eingekleidet, frisert, auf “arabisch-lebend” dressiert  und eingesetzt hat,  um gezielte Liquidierungen durchzuführen und die arabisch-muslimische Bevölkerung zu spalten. Die Nachricht über die Entdeckung seiner Leiche habe ich erst vor einigen Minuten erhalten. Ich würde an Ostern so gerne an eine Wiederauferstehung glauben können. Du hast mir nach unserer Lesung in Dein Buch geschrieben: “IL GIORNO CHE HO CONOCIUTO BRECHT -RESTIAMO UMANI. IN AMICIZIA  V.Arrigoni ”  Vittorio, das war der Tag an dem ich in Hanau Primo Levi traf, der auf die erste Seite deines Buches schrieb: Ist das ein Mensch ?Ihr, die ihr gesichert lebet
In behaglicher Wohnung
Ihr, die  ihr beim abendlichen Heimkehren
Warme Speise findet und vertraute Gesichter:
Denket, ob dies ein Mensch sei.
Der schuftet im Schlamm,
Der Frieden nicht kennt,
Der kämpft um ein halbes Brot,
Der stirbt auf ein Ja oder Nein.
Primo LeviVittorio, für einen Nachschrei für Dich reicht mir die Zeit nicht mehr. Ich dachte Du wärest unsterblich. Als Du Deine Dokumentarfilme vom israelisch gegossenen Blei über GAZA gezeigt hast, von der tagtäglichen und nachtnächtlichen Lebensbedrohung und den alltäglichen Erniedrigungen , Foltern und Morden, bin ich in Deckung gegangen, habe meine Gedichte Dir vorgestottert und vor Angst geschlottert schon vor den nur virtuellen Gefahren. Und Du ? Du bist zurück nach Palästina gefahren, hast weiter gekämpft für ein Palästina in Frieden und Freiheit. Und jetzt haben Dich die gleichen Mächte wie zehn Tage zuvor schon Juliano ermordet. Jetzt kann ich Edvard Munchs SCHREI verstummt wie betäubt verstehen. Aber das wollen sie nur erreichen. Sie wollen uns Furcht und Schrecken einjagen, damit wir es nicht mehr wagen unsre Stimmen zu erheben. Vittorio, in unsren Stimmen, wenn wir sie nicht abgeben, wenn wir nicht aufgeben, wirst Du weiterleben…infogaza-A2hanau (1)
Bei unserer gemeinsamen Lesung in Hanau im besetzten Haus Metzgerstraße, als Vittorio auch seine Filme aus GAZA zeigte, haben wir uns gegenseitig Widmungen in unsere Bücher geschrieben. Vittorio hat mich nach Palästina eingeladen, ich solle Lesungen in GAZA machen, er würde übersetzen
JETZT FOLGT DER ORIGINALTEXT DER MELDUNG
Übersetzung und ein Statement des Zambon-Verlages, in dem Vittorios GAZA-Buch erschien, werden folgen
Sent: Thursday, April 14, 2011 9:27 PM
Subject: Entführung Arrigoni

DAI SALAFITI

Gaza, rapito volontario italiano

Ultimatum: tra 30 ore lo uccidiamo

Unternehmen “Brückenkopf” : ein versuchter Brückenschlag mit Hilfe Hanauer Brückentechnologie zwischen Militär-Historie & militärischer Gegenwart , Tobruk & Hanau, Deutschand & Libyen, Benghasi & BASF, zwischen TOTAL, Transall & Wintershall

Der Brückenkopf, das Brücki, das ist doch diese Szenekneipe in Hanau an der Kinzig? Ja, die Kinzig ist ein Nebenfluss des Maines kurz vor Frankfurt. EZBankfurt.  Mit eine fast mittelalterlichen Gewschichte. ? Hä ? Da war doch alles platt ab 1945 im Februar ?  Stimmt nicht so ganz. Hier begann das gr0ßbürgerliche Hanau, so wie das fast unzerstörte Frankfurter Westend, nur viel kleiner.  Mit dem Vorteil, dass es an die Kasernen grenzte – nun doch gut abgeschirmt durch Fluss und Bahnlinie.  Aber die Kneipe wurde tatsächlich erst in den späten 50ern gebaut… hieß früher auch anfdrers, Namen  sind s chal und Rauch. Der alte Kneipen-Name auch. Es geht aber mehr um den neuen Namen und die Neuere Geschichte. Bis auf notwendige Ausflüge in vorige Jahrhunderte, wo es an dieser Stelle schon diverse Brückenköpfe gab.
Zurück, nein, VORWÄRTS zur Neuzeit-Kneipen-Geschichte: nachdem die Übernahme des “Willem” , der Kneipe “Zum goldenen Herz” in der Innenstadt gescheitert war (nach Aufgabe des KOZ im Haus der Bäckerinnung (neben dem derzeitigen (noch-)Standort der Feuerwehr (oder is die schon komplett weg?)  – auch wegen der Überlegung, dass Willem vor 1945 SA-Mann und das “Goldene Herz” SA-Stammkneipe war, bevor sie dann in den End-50ern und den 60ern zur roten Debattier-und Saufzelle wurde)  –also nach dem Scheitern der “Herz”-Übernahme und nach der AsylPhase der Neuen radikalen und frühautonomen und AntiAKW-Alternativ-Öko-Linken im Juso-Thomas-Müntzer-Keller wurde weiter nach einer zentralen Bleibe mit Seminar- und Produktions-Hintrerzimmern für die “Neue Hanauer Zeitung” und mit Gastronomieräumen gesucht. Nach zähen Verhandlungen mit der Babenhäuser Michelsbräu mussten 30.000,- DM als Abstand aufgebracht werden, um die heruntergekommene Kneipe an der Wilhelmsbrücke übernehmen zu können. Ich habe die von mir eingebrachten 3.000,- DM nie aus der Kneipe abgerufen, nicht zurückgefordert aus Solidarität mit diesem Projekt – auch wenn es zwischendurch nicht mehr ganz so das war, was wir bei der Gründung intendierten… Im Unterschied zu den Grünen ist der “Brückenkopf” jedoch kein Brückenkopf für die Zerschlagung Jugoslawiens, den Krieg gegen Afghanistan und den Irak und jetzt gegen Libyen geworden.
Ein Beitrag zur Hanauer Regional- & Lokal- und ihrer Verbindung zur Global-Geschichte
Jemand sollte dem Minister für alles, was der Merkel so einfällt, wenn sies vorgeschrieben bekommt, .. also jemand sollte dem Minister pourtout de Maizière empfehlen, statt verharzte Sorben und Sachsen, beherzte Hessen nach Libyen zu schicken. Die haben sich schon im Kampf um KopfprämienSiedlungsland in Nordamerika bei der Skalpierung aufständischer Siedler und ihrer roten Söldner gut bewährt: “Erbarmen, die Hessen kommen!” war der Schreckensruf derer, die nicht mehr ihre Steuern an die britische Krone bezahlen wollten.

Besonders Hanauer Jungs und Blitzmädels wären doch bestens geeignet, in die Fußstapfen ihrer (Ur)Großväter in Tobruk zu treten und dort eine zweite historische Schlacht zu schlagen . Diesmal findet der Afrika-Feldzug nicht mehr unter dem Wüstenfuchs Erwin Rommel und Benito Mussollinis Generälen statt.   Dafür kriegt der LuftschlagOberst Klein-MyLai vielleicht seine Bewährungsaufstiegschance als MenschenrechtsHochkommissar und darf nach ersten AWACS-ErKUNDUS-Flügen das NATO-Menschenrechts-Brückenkopf-Kommando-Tobruk anführen. Apropos BRÜCKEN-Technologie”: Die Hanauer sind auch an den Umgang mit ab- und an-gereichertem Uran gewöhnt, sind hochleistungmotiviert und kerngesund. Die bekamen ihre Lebensdosis bereits mit der Muttermilch. Was die nicht umbringt, macht sie hart.   Da bringt der Einsatz von Uran-Munition überhaupt keine Probleme. Wer zwischen ALKEM, NUKEM, RBU, HOBEK und unter der Original Hanau-Heraeus-Höhensonne geboren ist, der strahlt halt auch bei Schlechtwetterlage ….

Nachdem die Hanauer Grünen jetzt tief betrauern, dass man mit ihrer Hilfe nicht nur der Heimat nicht mehr allzuferne Länder über-, sondern auch an der Heimatfront Platanen fällt, dass neben Bomben auch Bäume fallen (müssen) für den Sieg der Nato-Oliv-Grünen Befriediger unserer Kapitalinteressen –

Die Ballade vom Fall der Platanen am Hanauer MiniGroundZERO, dem Freiheitsplatz und warum man den auf den TahrirPlätzen Nordafrikas und bis nach Bahrain noch spürt

Die Ballade vom Fall der Platanen
am Hanauer MiniGroundZERO,
dem Freiheitsplatz

Vorbemerkung für alle Nicht-Hanauer:  1945 wurde der bereits 1944 von seiner Randbebauung weitgehend freigebombte alte “Paradeplatz” zwischen Hanauer Mittel-Alt- und Barock-Neustadt in “Freiheitsplatz” umgetauft, was mit dem Schwur “Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!” zusammenhing.  (Ob er nach der weitgehend freien Panoramasicht über das völlig niedergebrannte Alt-Hanau so genannt wurde ?  Tatsächlich standen in Hanau nur noch die Kasernen, die Industrieanlagen und der Bahnhof, von dem aus ungehindert auch die Zulieferungen in die KZs abgefertigt werden konnten. Auch die Gleisanlagen der Bahnpioniere bei den später von der US-Army übernommenen Kasernen blieben weitgehend in Takt) Zugegebenermassen haben die GRÜNEN damals nicht mitgeschworen. Sie könnnen also diesen Schwur “Nie wieder Krieg!” schwerlich brechen.
Zur Zeit findet eine  – man kann sagen – die nach 1944 größte Entvölkerung der Stadt Hanau statt begleitet von einen Armada von Abrissbaggern und “bürgerschaftlich dialogisierenden” Umsiedlungsberatern, die während der laufenden Abrissarbeiten die unbelehrbaren Zurückgebliebenen feinfühlig betreuen. Die Fraktion der GRÜNEN hat dem “Umbau” der Stadt Hanau zugestimmt und meldet sich jetzt nach der Fällung der ersten Platanen in der Frankfurter Rundschau mit der unschlagbaren Schlagzeile “Grüne trauern um Platanen”..  Der Freiherr von und zu Guttenberg und seine Oberste Chefin, sein Nachfolger De Maiziere trauern zusammen mit dem noch-Außenminister Westerwelle so wie Herr Steinmeier, Herr Fischer, Herr Struck, Herr Schröder, Herr Gentscher, Herr Kinkel, Herr Scharping, Herr Tom Königs, Herr Trittin, Frau Wiezcorek-Zeul, Frau Künast um die Opfer ihrer Befriedungs- und Ölbefreiungskriege, auch um die bei ihrer nicht ungefährlichen Arbeit umkommenden Soldaten (denn die Ziele zielen manchmal hat auch zurück oder zuerst! Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich war Reserveoffiziersanwärter bei der Bundeswehr)

Wer zur Rettung dieser Welt
andre Lander über-
und zuhaus Platanen fällt
der ist bomben sicher
für kommende Wahlen aufgestellt

Klar, dass der den Job erhält
weil jetzt nur der Standort zählt
dessen Ranking zu erhalten
geht halt nicht mehr mit den Alten

Happy Birthday Fukushima! und zum 25. Tschernobyl – GAU – Geburtstag für einen krebstoten Helden von weit über 100.000 – für Wladimir Tschernoussenko-

Wladimir Tschernoussenko war als Kernphysiker und Leiter des Kernkraft-Programmes der UdSSR sofort zur Stelle und hat die Arbeiten dort selbst geleitet. Bis zu seinem Krebstot hat er weltweit gegen alle Nuklearprogramme gekämpft. Ihm  habe ich mein Gedicht noch vortragen können:  meine

Liebeserklärung

an einen strahlenden

Verlierer

Texte zum Jahrestag Tschernobyl /TschernoWyhl/ Tschernobyblis

Zunächst das harmlosteste Geburtstagsständchen: weil das in Hanau so harmlos war – mit den kleinen Lappen: nach der bekannten Melodie von Bettina Wegeners “Sind so kleine Hände..” Die Seitenbemerkung zum AbSailer ins Öko-Institut bezieht sich auf das OK aus der rotgrünen-Regierungsetage damals zur Errichtung eines Atommülllagers in Hanau unter der Regie einer französischen Tochter der DB Mehdorns

Sind ganz kleine Lappen
und sie strahlen kaum
my-Dosen, Mikro-Happen
davon stirbt kein Baum
Nur bei Katastrophen
gibt es Mal Alarm
doch machen dann die Strahlen – nur
zwei Kilometer warm

Du musst dich nicht AbSailen
ins Öko-Institut
das wird schon wieder heilen
wenns auch Mal brennen tut
Das ist doch völlig harmlos
Das weiß ich ganz genau
der Dos.-my-Milli-Meter
zeigt keinen SuperGAU

Sind nur Arbeitssocken
von dem EinEURO-Mann
bringt liegend und im Hocken
den Block auf Vordermann
Block Biblis A, den säubert
doch nicht der General
das ist für die Verlierer
von HARTZ 4 ein Fall

Putzt bis alle strahlen
und die Börse bebt
Niedrigstlöhne zahlen
wenn er’s überlebt
von ihm blieb nur der Gürtel
Du Geigerzähler spinnst
im Gastarbeiterviertel
sieh dass du Land gewinnst

Zurück und ohne Rente
BG und BFA
stehn mit dir vor der Pleite
ratlos vor Block A
gehst ohne Unterschenkel
und schreibst mit Oberarm
pfeifst auf die halbe Lunge
und den halben Darm

Wiegst einen von den Enkeln
der zu viel schlief statt schrie
auf beiden Oberschenkeln
und tippst auf Leukemie
dir liegt schon auf der Zunge
Dank an die Chlorchemie
denn du weißt gut, mein Junge
braucht Chemotherapie

Anhand eines extrem strahlenden Gürtels aus der Arbeitskleidung eines italienisch-deutschen Leiharbeiters, der nach Einsatz als Reinigungskraft in den Hanauer Nuklearbetrieben an Strahlenkrebs erkrankte und starb, ließ sich noch nachweisen, welch tödlichen Strahlungsdosen – (dauer- und niedrig) er dort ausgesetzt war. Er musste jahrelang um Entschädigung und Rente klagen. Christoph-Maria Fröhder berichtete in einer Sendung des hr-Fernsehens Ende der 80er zur “Primetime” im ERSTEN, dass der Gürtel so stark strahlte, dass der Geigerzähler zeitweilig seinen Geist aufgab. Ein solcher Gürtel käme jetzt in das Mehdorn’sche NCS-Zwischenlager. Und seit es den hessischen Rotfunk nicht mehr gibt, weil Koch und Co viele Redakteure die Fliege machen ließ, heißt das neue hr-logo: Schwarz hören und sehn – kommt teuer zu stehn … und solch einen Beitrag gibts nicht mehr zu sehn – na ja kaum noch. Ja doch ! Zur Mitternacht im Sommerloch. (Dass die Sendung in den 80er Jahren direkt nach der TAGESSCHAU über alle ARD-Kanäle gesendet wurde, lag nicht an der engagierten Haltung der zuständigen Redaktionen sondern war das Ergebnis einer “Erpressung” durch den Anwalt des Opfers: nach meiner Erinnerung durfte Christoph-Maria Fröhder nur gegen Zahlung einiger Spenden an das Opfer und gegen die feste Zusage drehen, dass die Sendung zur “Primetime” um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Das wurde vertraglich fixiert und erst danach die Drehgenehmigung erteilt.)

Wladimir Tschernosenko war der Held von Tschernobyl

Er hat nach den Rettungsversuchen in Tschernobyl bis zu seinem Krebstod die Welt bereist und gegen die Atomprogramme geredet, gefleht, gekämpft.
Auf die Frage eines SIEMENS-Ingenieurs in Hanau, ob er nicht wüßte, dass deutsche AKWs sicherer seien als die sowjetischen, hat er geantwortet: “Das stimmt. Sie explodieren etwas später.”
Ingrid & Gerhard Zwerenz haben mir in ihrer Antwort auf die JubiläumsTextsendung einen weiteren AKWSicherheitssatz von Wladimir Tschernosenko geschickt:
“Danke für die Sendung, der Mann wurde auch von uns hoch geschätzt. Gerade vor einigen Wochen, erwähnte ich ihn oft bei Veranstaltungen in Potsdam. Erinnerte mich eines anderen treffenden Satzes von Tschernosenko, er antwortete den hiesigen Großschnauzen, als sie sagten, 100 % ihrer Aufmerksam richteten sie auf die russische Atomkraft-Sicherheit: “50 % reichen, die anderen 50 widmen Sie Ihren eigenen Meilern”

Liebeserklärung

an einen strahlenden

Verlierer