Uri Avnery: ein Israeli zu Tibet und Palästina

Der in Englisch verfasste Text vergleicht Palästina mit Tibet – das finde ich zumindest etwas schräg und in Teilen sehr fragwürdig, aber Avnery zeigt mit seinen Fragen und Thesen den Fakt auf, dass genau die Mächte, die seit 1948 die Besetzung Palestinas, die Vertreibung und Ermordung von Millionen Palästinensern betrieben und unterstützt und geduldet haben, jetzt eine gigantische Kampagne los treten “zur Rettung Tibets und seiner Kultur” und dabai die eigenen Verbrechen auf einen Gegner und Konkurrenten projezieren. , um große Teile der Friedensbewegung, attacs, bis hin zur LINKEN vor den “Krieg für Menschenrechte”-Karren zu spannen und hinter dem Weihrauch der Lama-Jünger ihre weltweiten Kriegsverbrechen zu verstecken und weitere vorzubereiten: Iran, Sudan, Zimbabwe.  Das Land, das sich gegen britischen und deutschen Widerstand vom Kolonialjoch befreit hat, wo die jetzt die US-EU-gesponsorte schwarzgetünchte Großagrarier-Vereinigungs-Opposition namens Movement for Democratic Change (MDC) die Internationale Gemeinschaft zur Intervention auffordert und Merkel ja Afrika zur Chefsache erkärt und die Afrikaner, die Nachbarstaaten aufgefordert hat, Mugabe abzusetzen! In einer solchen Situation soll die Friedensbewegung zumindest virtuell auf dem Dach der Welt gebunden und gefesselt werden. Ich warte jetzt schon seit Tagen darauf, dass das zentrale Kloster in Lhasa ebenso in die Luft gejagt wird wie die Buddha-Statuen in Afghanistan, die Twin-Tower in New York … hinter solchem Pulverdampf, auf dem medial dermaßen gut vorbereitetem Boden würde die These “Das war der Chinese!” sehr gut greifen, China hätte einige Probleme und die “Internationale Gemeinschaft” einen unumgänglichen Interventionsgrund. Sender Gleiwitz und Reichstagsbrand wären nix dagegen. Und der Sarin-Anschlag der Lama-verbandelten Fallun-oder AUM – Sekte in Tokio nur eine kleiner Betriebsunfall …

Uri Avnery

5.4.08

“Not You! You!!!”

“Hey! Take your hands off me! Not you! You!!!” – the voice of a young woman in the darkened cinema, an old joke.

“Hey! Take your hands off Tibet!” the international chorus is crying out, “But not from Chechnya! Not from the Basque homeland! And certainly not from Palestine!” And that is not a joke.

LIKE EVERYBODY else, I support the right of the Tibetan people to independence, or at least autonomy. Like everybody else, I condemn the actions of the Chinese government there. But unlike everybody else, I am not ready to join in the demonstrations.

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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