Todenhöfer kritisiert
“Massaker-Marketing-Strategie”
syrischer “Rebellen”

Der frühere Medienmanager und CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer hat den syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad für die ARD interviewt. In einem anschließend in der Bild-Zeitung erschienenen Artikel kritisierte Todenhöfer, dass radikalisierte Gruppen der “Rebellen” in Syrien eine “Massaker-Marketing-Strategie” verfolgen.

Radikalisierte Gruppen der “Rebellen” kritisiere er, weil sie gezielt Zivilisten töten und diese anschließend als Opfer der Regierung ausgeben, so Todenhöfer. Diese „Massaker-Marketing-Strategie“ gehöre zum Widerlichsten, was er in kriegerischen Auseinandersetzungen jemals erlebt habe. Außerdem warf er den radikalen Gruppierungen der “Rebellen” vor, dass sie sich inzwischen mit Al-Qaida-Kämpfern verbündet haben.

Er habe in Syrien lange mit einem jungen Mann aus Hula gesprochen, berichtete Todenhöfer. Freunde aus den Nachbardörfern, mit denen der junge Mann noch vor Kurzem gegen Assad demonstriert habe, seien in sein Haus eingedrungen, um ihn und seine Familie zu ermorden. Sie hätten ihm vorgeworfen, zum schiitischen Glauben übergetreten zu sein. Dem jungen Mann sei es glücklicherweise gelungen, seine früheren Freunde zu überzeugen, dass er weiterhin Sunnit sei, so Todenhöfer. Doch anschließend seien die “Rebellen” in das Nachbarhaus eingedrungen, in dem der Bruder des jungen Mannes mit seiner Familie lebte und hätten die Familie zusammen mit ihren Kindern ermordet, weil sie zum schiitischen Glauben übergetreten seien, so Todenhöfer in der Bild-Zeitung.

Aus den friedlichen Demonstrationen der ersten Monate sei längst ein Krieg staatlicher Sicherheitskräfte gegen schwer bewaffnete “Rebellen” geworden und die friedlichen Demonstranten von einst sind an den Rand gedrängt, so Todenhöfer. Wer diesen Krieg mit dem Slogan beschreibe: „Ein Diktator tötet sein eigenes Volk“, habe nichts verstanden, erklärte Todenhöfer.

Das Interview mit dem syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad habe er geführt, um zu erreichen, dass der Westen einen seiner Hauptfeinde etwas näher kennenlerne. Weil er nach den Katastrophen in Afghanistan und im Irak noch immer hoffe, dass unsere Politiker einsehen, dass Verhandlungen besser sind als Kriege, so Todenhöfer abschließend in der Bild-Zeitung.

Dass Jürgen Todenhöfer die “Massaker-Marketing-Strategie” syrischer “Rebellen” in der Bild-Zeitung offenbart, ist erfreulich. Was dabei allerdings noch fehlt, ist, dass die Hintermänner der “Massaker-Marketing-Strategie” in Medien und Politik westlicher und arabischer Staaten entlarvt und ihre Motive benannt werden. Ohne Komplizen in Medien und Politik westlicher Staaten könnten die syrischen “Rebellen” ihre mörderische “Massaker-Marketing-Strategie” schließlich nicht ansatzweise umsetzen.

Obwohl die UN-Mission für Syrien nun endlich die politische Komponente des Annan-Planes in den Vordergrund rücken will, ist leider noch nicht klar, ob die kriegslüsternen Führer von NATO-Staaten es beim mit Terror- und Propaganda geführten Proxykrieg gegen Syrien belassen, dem derzeit etwa 40 Menschen täglich zum Opfer fallen, oder ob sie sich angesichts der sich ansonsten abzeichnenden Niederlage ihrer Lakaien in Syrien bald entschließen, in einen offenen Angriffskrieg mit regulären Streitkräften von NATO-Staaten gegen Syrien überzugehen. Syrien jedenfalls rechnet offenkundig damit. Die syrischen Streitkräfte bereiten sich bereits auf einen potenziellen offenen Angriffskrieg von NATO-Staaten mit einem Großmanöver vor.

In zahlreichen westlichen Medien von der BZ über Holtzbrinck bis ARD geht der anti-syrische Propagandakrieg unterdessen ungebrochen weiter, wobei sich die westlichen Medien immer stärker darum bemühen, den Konflikt in Syrien ethnisch und religiös aufzuladen.

 

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Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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