“ReMalaria”-Hilfe kommt trotz Zahlendreher bei der Kontonummer nach Uganda

http://www.barth-engelbart.de/?p=203665

(die beiden oberen Fotos zeigen übrigens nicht die Malaria-Medikamente. Es sind Medikamente gegen Typhus und deren Infusion bei Rehema. Das von VEOLIA-betriebene verrottete Trinkwassernetz in Kampala ist die Haupt-Ursache für die Ausbreitung von Typhus in der ugandischen Hauptstadt. Das dritte Bild zeigt Nasser bei seiner ersten Malaria-Erkrankung)

Danke für die ersten Spenden für “ReMalaria” –

so HaBE ich vor einigen Tagen geschrieben und mich dann doch gewundert, dass so wenige Spenden eingingen. Nun, manche haben die falsche IBAN korrigiert, mir die Spenden direkt in Bar gegeben oder telefonisch mit mir den Zahlendreher geklärt.  Zahlendreher war es nicht, es war nur eine 6 zu viel: DE66 65066 1639 0001 1400 86 hatte ich falsch geschrieben. Richtig lautet die IBAN :  DE66 5066 1639 0001 1400 86

Bisher hatten nur zwei Menschen für die Malaria-Therapie  gespendet: J.K. aus Gelnhausen 25,-€,  C.H.  30,-€.  Was auch sehr erfreulich war, ein deutsch-ugandisches Ehepaar hat seine Hilfe und eine erste Zahlung von 20,-€ innerhalb Ugandas zugesagt. Das reicht vielleicht für erste, dringendste Medikamente.  Welche Malaria-Art es ist, weiß ich nicht. Der kleine Nasser hatte schon einmal Malaria …

Mittlerweile sind die 20,-€ auch unterwegs nach Kampala.

Nasser ist schon als Kind wie seine Mutter ein Opfer deutscher Neo-Kolonialpolitik & Abschiebepraxis. Nasser soll leben, soll gesund werden und seine Mutter soll sich und ihrem Kind eine erträgliche Existenz in Uganda aufbauen..

Deshalb brauche ich Eure Spenden, da ich die Unterstützung in Altersarmut gebrachter Berufsverbots-Opfer und die Unterstützung für Rema und ihren Sohn nicht gleichzeitig und alleine schaffen kann. (Meine Altersversorgung wurde berufsverbotsbedingt um die Hälfte gekürzt)

Spenden entweder über meinen gelben PayPal-SPENDEN-Button (hier oben rechts)  oder unter dem Kennwort „ReMalaria“auf mein Konto bei der  VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen eG    IBAN: DE66 5066 1639 0001 1400 86 …

Sind Malaria, Ebola & Typhus Fluchtursachen & Asylgründe?    hier habe ich etwas ausführlicher zur Lage geschrieben

Da die Überweisungen via WESTERN UNION  so um die 20 € kosten, werde ich erst dann das Geld überweisen, wenn mindestens 150 € bei mir eingetroffen sind. Und das wird hoffentlich sehr bald der Fall sein.

Ich sammele aber weiter für die ärztliche Behandlung, die Medikamente und auch für Rehemas Deutsch-Kurs am Goethe-Institut, mit dem sie ihre Deutschkenntnisse auffrischen und sich für einen besseren Job als den einer Fruchtsaft-Straßenverkäuferin  qualifizieren will.

 

Da doch eine Reihe von Anfragen übers Internet zur Malaria und der Therapie und deren Kosten kommen, hier noch  einige zusätzliche Infos:

eine Medizinerin aus Leipzig schrieb:

Malariamedikamente sind in Uganda wie in den meisten afrikanischen Ländern vorhanden und kosten in Uganda mit Sicherheit nicht mehr als 10 Euro. Die Behandlung muss aber sofort beginnen. Fast ausschließlich kommt auch in Uganda die Malaria tropika vor. Eine eventuell zusätzlich notwendige Bluttransfusion kann die Behandlung verteuern. Eine Nachbehandlung mit Folsäure- und Eisenpräparaten ist immer bei Kindern angezeigt. Insgesamt müsste nach meiner nicht geringen Erfahrung in der Malariabehandlung das eingegangene Geld also reichen.

Nasser ist 2 Jahre alt und hatte schon einmal Malaria und ein im Flüchtlingslager im Südsudan und auf der Flucht nach Uganda durch Hunger/Unterernährung/Krankheiten angegriffenes/geschwächtes/ Immunsystem.  Seine  ca. 18-jährige Mutter ist mit Sicherheit nicht ausreichend medizinisch vorgebildet, um grassierende Kinderkrankheiten von verschiedenen Malaria-Arten zu unterscheiden. Da sie mindestens 12 Jahre nicht mehr in Uganda/Ruanda-Burundi und in Deutschland von  “schwarzafrikanischen volksmedizinischen Kenntnissen im Umgang mit Tropenkrankheiten” abgeschnitten war und wahrscheinlich auch noch nicht wieder ausreichend re-integriert ist, besteht die Gefahr, dass sie die Malaria zu spät erkannt hat. Ob die von der Medizinerin aus Sachsen empfohlene Folsäure- und Eisen-Therapie nach der ersten Erkrankung stattgefunden hat, wie ich nicht.

Nasser braucht dringend eine Behandlung im Hospital. Die Mutter muss mit ihrem Billigjob (Fruchtsaft-Straßenverkäuferin) den Lebensunterhalt verdienen – und das ist für eine junge Frau schon zu wenig und für ein Kind zusätzlich noch schwerer und für die Bezahlung einer “Tagesmutter” reicht es auch nicht…. Man darf also die Medikamentenpreise nicht isoliert betrachten …

 

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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