Amnesty-Fake-News zur Sabotage der Syrien-Friedensgespräche

Da die Fassbomben- und Giftgas-Einsatzmeldungen aus den westlichen “NGO”-Pressestuben nicht mehr einsetzbar sind, liefert jetzt amnesty international just in time die benötigten Propaganda-Meldungen gegen das “Assad-Regime”, gerade in dem Moment, in dem der syrische Außenminister seine Landsleute auffordert, nach Syrien für den Wiederaufbau zurückzukehren. In Koordination mit dem UN-Flüchtlingswerk .

So was muss neutralisiert, wenn nicht umgekehrt werden!

Mit der amnesty-Massenmord-Meldung lässt sich aus dieser frohen Botschaft ein hinterhältiges Locken in die Hölle “der blutigen Assad-Diktatur” machen, vor der bekanntlich auch schon Sarah Wagenknecht im Bundestag und bei der großen Anti-NATO-Demonstration in Kalkar gewarnt hat.

Amnesty fährt “über 80 Augenzeugen” auf, um die von ai behaupteten zwischen 10 und 13.000 Erhängungen seit 2011 zu beweisen, nennt aber keinen einzigen beim Namen., rudert dann etwas zurück, lässt die Medien melden, Assad sei nicht persönlich beschuldigt, lässt dann eine ai-Sprecherin verkünden: “Er kann tun und lassen, was er will, so lange er mit Hilfe Russlands und des Iran an der Macht ist”.

Was von den amnesty-Nahost-Meldungen zu halten ist,  zeigt der folgende Artikel aus der zeit der Bombardierung Libyens, wo amnesty nicht nur mit “adopt a revolution” eindeutig Kriegspartei war:

SIEHE DAZU AUCH: ai-Claim “Mass-Exekutions in Syria” investigated & revealed as Fake-News

Amnesty International – immer vorbildlich neutral und objektiv

Amnesty International – immer vorbildlich neutral und objektiv

((Diesen Beitrag habe ich bei Einar Schlereth geklaut))

Dank Peter ist uns dieses Dokument erhalten geblieben. Er kennt wohl seine Pappenheimer und hat beizeiten einen snapshot genommen, bevor es für ewig
im Nirwana verschwunden wäre.

Amnesty International  (AI) unterstützte den amerikanisch-europäischen Krieg gegen Libyen und machte sich mitschuldig am Tod ungezählter Libyer. Zu ihrem 50-jährigen Bestehen veranstaltete die amerikanische Sektion von AI nun eine Umfrage  „Helden der Menschenrechte – Wer inspirierte Sie, sich für die Menschenrechte einzusetzen?“.

Dies war der letzte Stand – der inzwischen auch im ‘freien Internet’ im ‘freiesten Land’ der Welt ausradiert wurde.
In der Umfrage führte Muammar Gaddafi. Und er muss wohl so stark geführt haben, dass Amnesty International kalte Füße bekam und die Umfrage vorzeitig beendete und das Ergebnis nicht bekanntgab. Es wäre wohl nicht im Interesse der „humanitären“ (Nicht-?)Regierungsorganisation gewesen.Aber warum sollte Amnesty International tapferer sein als die mächtige UNO?
Die hat ja auch blitzschnell ihren Report zu Libyen und die Menschenrechte von Januar 2011 zurückgezogen, als ihr aus Washington ein scharfer Wind um die Nase blies.

Libyen-Bericht des UN-Menschenrechtsrats, Januar 2011
Quelle: Vereinte Nationen
Hier ein Auszug: “Der Schutz der Menschenrechte ist in diesem Land Nordafrikas sichergestellt. Inbegriffen sind nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Das Land kann sich auf seine wegweisenden Erfahrungen auf dem Feld der Verteilung des Wohlstands und des Rechts auf Arbeit berufen. Frauen sind in diesem Land hoch angesehen, und ihre Rechte werden von allen Gesetzen und der Gesetzgebung garantiert.”

Und man entblödete sich bei der UNO nicht einmal, die Wahl Libyens in den Menschenrechtsrat vom Mai 1910 rückgängig zu machen. Aber es bleibt einem wohl nichts anderes übrig, wenn man im Herzen eines erzfaschistischen Landes sein Lager aufschlägt.

 

Macht “ai” Kriegspropaganda gegen Syrien – wie früher gegen Libyen?

alt

Die eidgenössische Organisation  HÄNDE WEG VON SYRIEN – BÜNDIS GEGEN KRIEG übt scharfe Kritik an einer Amnesty International – Kampagne , die vorgibt die Lage der Menschen in Syrien verbessern zu wollen, jedoch dabei nicht eine Silbe  gegen die Sanktionen zur Aushungerung Syriens verliert.

Das Verhalten von ai im Falle Syriens ist nahezu identisch mit der kaum verhüllten ai-Kriegspropaganda beim Überfall auf Libyen, wo sich amnesty schon damals mit dem Rosstäuscher-Slogan “Adopt a Revolution” in die Reihe der Unterstützer der CIA-Prinz-Idris-Mörderbanden in Benghasi stellte und die Forderung nach einer Flugverbotszone -nicht für die NATO-ÜberFalljäger sondern nur für die libysche Luftwaffe forderte und so das Land und hunderttausende Zivilisten den NATO-Bombardements und den luftunterstützten Killerkommandos auslieferte.

 

So gerne  ai sonst immer mit christlichen Oberhäuptern in seinen Reihen wirbt, hier verhält sich amnesy wie die berühmten drei Affen. ai überhört konstant die Appelle, Bitten und Stellungnahmen  des syrischen christlichen Klerus, die jederzeit bei der vatikanischen Nachrichtenagentur FIDES abrufbar sind. zum Beispiel hier:

Syrischer katholischer Erzbischof Jacques Hindo: “Gemäßigte Rebellen gibt es nicht, .. “

Syrischer katholischer Erzbischof: “Glauben die USA wirklich, dass wir so blöd sind? Gemäßigte Rebellen gibt es nicht, wenn Assad geht, endet Syrien wie Libyen. “  (Oktober 2015)

oder hier:

Der syrisch-christliche Klerus appelliert: “Schluss mit den Sanktionen!” (Mai 2016)

Hier folgt jetzt die Stellungnahme des Bündnisses gegen Krieg:

Basel, Mai, 2016

Amnesty International (AI) verschickt per Ende Mai 2016 Flyer und Einzahlungsscheine zu Syrien in die Schweizer Haushalte mit den reisserischen Titeln „Warum lässt dieser Mann sein Volk derart leiden?“ (mit Bild des Präsidenten Bashar Al-Assad) und „Das Leben in Syrien ist kein Leben mehr“ (mit Bild eines verwundeten Mädchens).
Wir können diese AI Kampagne nicht so stehen lassen.
Wir stellen fest:
Seit Beginn der Ereignisse im 2011 reiht sich AI in die Hetze gegen den Syrischen Präsidenten und die Syrische Regierung ein. Dazu werden alle gängigen Klischees und Vorurteile bemüht: Der Präsident „würde eisern an seiner Macht festhalten“ Richtig ist: Er wurde legitim gewählt! Er würde „Menschen verschleppen und in überfüllten Kerkern verschwinden lassen“ Die Armee „würde Ortschaften abriegeln und die Menschen verhungern lassen“ und weiteres mehr. Wo sind die Beweise für diese Behauptungen?
Nehmen Sie bitte zur Kenntnis:
Seit Beginn der Unruhen im Jahr 2011 unternimmt die gewählte und legitime Regierung Syriens mit Präsident Bashar Al-Assad alles in ihrer Macht stehende, um den Konflikt zu entschärfen und die Kämpfe zu beenden. Dass dies nicht oder nur zum Teil gelingt, ist den hier FSA, IS al Nusra und al Kaida genannten Söldnern und Todesschwadronen geschuldet. Diese werden via Saudi Arabien, Qatar und der Türkei von den USA und den NATO Mächten finanziert und ausgebildet.
Syrien ist, nach Palästina, dem Irak und Libyen in der Region ein weiteres, von den USA, den NATO-Mächten und Israel angegriffenes Land.
Mit derartigen Aufrufen versucht AI den Syrischen Staat noch weiter zu destabilisieren und zu diffamieren, dies empfinden wir als Schande. AI missbraucht damit die Solidaritätsbereitschaft vieler Menschen, welche sich vermeintlich für die „Menschenrechte“ einsetzen und sich für eine bessere Welt engagieren wollen. Es ist in der Tat auffällig, wie AI immer wieder Kampagnen gegen angegriffene Länder führt, Syrien steht keineswegs allein da. So prangern sie u.a. Kuba, Ägypten und Venezuela an. Hingegen werden Israel, die USA und die NATO Staaten, welche Krieg, Völkermord und verbrannte Erde zu verantworten haben von AI in aller Regel ebenso wenig kritisiert wie deren Vasallen Saudi Arabien, Qatar, die Türkei und andere.
Hände weg von Syrien – Bündnis gegen den imperialistischen Krieg protestiert hiermit in aller Form gegen diese hetzerischen Kampagnen von AI. Wir fordern Sie auf, über die angegriffenen Länder korrekt zu berichten: Wenn Folter und Menschenrechtsverletzungen in diesen Ländern passieren, dann handelt es sich in aller Regel um westlichen „Import“. Erinnert sei an Abu Ghraib, erinnert sei an Guantanamo, erinnert sei auch an die zahllosen, noch immer nicht vollständig aufgedeckten Foltergefängnisse der CIA rund um den Globus.

Hochachtungsvoll:

Für „Hände weg von Syrien – Bündnis gegen Krieg“

Markus Heizmann

 

buendnis.gegenkrieg@gmx.net

http://www.syrieninfo.at/

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Der syrisch-christliche Klerus appelliert: “Schluss mit den Sanktionen!”

Nachdem über 5 Jahre aus den Reihen den LINKEn Prominenz nicht mehr als ein Duzend Unterschriften unter einen Appell zur sofortigen Beendigung der gezielten Aushungerung des syrischen Volkes kam, nachdem so unter stillschweigender Duldung der LINKEn Partei- und Fraktionsspitze das gezielte in die Fluchttreiben und somit nicht erst nach der mörderischen Schließung der Balkan-Route das gezielte Ertränken zur tausendfachen TagesTötungsordnung der FrontEx-ekutionskommandos wurde …. .   Siehe ganz unten:

Vom Vergasen zum Ertrinken lassen: Die EU & der Tod auf See

geht die direkt wie indirekt US-EU-geförderte Zerstörung Syriens weiter.- trotz der Dank russischer Unterstützung zunehmenden Erfolge der syrischen Armee gegen die Mörderbanden:

https://urs1798.wordpress.com/2016/05/26/hat-die-angekuendigte-al-kaida-terroristen-offensive-gegen-aleppo-begonnen/

Es ist zu hoffen, dass die syrischen kirchlichen Würdenträger jetzt beim deutschen Katholikentag in Leipzig mit ihrem Appell ausreichende Initiativen anstoßen können. Wie hat doch Fidel Castro zusammen mit Ernesto Che Guevara immer gesagt: “Wenn die LINKEn ihre Pflicht nicht tun, müssen wir mit denen zusammenarbeiten, die so handeln wie Linke!”

 

APPELL KIRCHLICHER WÜRDENTRÄGER AUS SYRIEN:

Die Sanktionen gegen Syrien und die Syrer sind unverzüglich
                                            aufzuheben

2011 hat die Europäische Union beschlossen, Wirtschaftssanktionen gegen Syrien zu verhängen. Die EU stellte sie als „Sanktionen gegen Persönlichkeiten des Regimes“ dar. Tatsächlich verhängte sie gegen das ganze Land ein Öl-Embargo, eine Blockade jeglicher Finanztransaktionen und ein Handelsverbot für sehr viele Gütern und Produkte. Diese Maßnahmen sind immer noch in Kraft. Dagegen wurde 2012 aufgrund einer schwer verständlichen Entscheidung das Öl-Embargo für die Regionen aufgehoben, die die bewaffnete und dschihadistische Opposition kontrolliert. Dadurch soll offenkundig den sogenannten „revolutionären Kräften und der Opposition“ wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

In diesen 5 Jahren haben die Sanktionen gegen Syrien dazu beigetragen, die syrische Gesellschaft zu zerstören: Sie lieferten sie dem Hunger, Epidemien und Elend aus
und arbeiten somit den Milizen von Integralisten und Terroristen, die heute auch in Europa zuschlagen, in die Hand. Die Sanktionen vergrößern die Schäden durch den  Krieg, der bereits zu 250.000 Toten, 6 Millionen intern Vertriebenen und 4 Millionen Flüchtlingen geführt hat.

Die Situation in Syrien ist verzweifelt: Es fehlt an Lebensmitteln, es herrscht eine allgemeine  Arbeitslosigkeit, medizinische Behandlungen sind unmöglich geworden,  Trinkwasser und Strom sind rationiert. Dazu kommt, dass das Embargo die Syrer, die sich bereits vor dem Krieg im Ausland niedergelassen haben, daran hindert, ihren Verwandten und Familienangehörigen im Heimatland Geld zu überweisen. Selbst Nichtregierungsorganisationen, die Hilfsprogramme durchführen möchten, können ihren Mitarbeitern in Syrien kein Geld schicken. Firmen, Stromwerke, Wasserwerke, und Krankenhäuser sind gezwungen, zu schließen, weil sie keine Ersatzteile und kein Benzin bekommen können.

Heute sehen die Syrer nur eine Möglichkeit für das Überleben ihrer Familien: die Flucht aus ihrem Land. Aber auch diese Lösung stößt auf nicht wenige Schwierigkeiten und  führt zu hitzigen Auseinandersetzungen innerhalb der Europäischen Union. Es kann nicht sein, dass die Flucht die einzige Lösung ist, die die internationale Gemeinschaft diesen Menschen in ihrer Not noch lässt.
Wir unterstützen deshalb alle Initiativen humanitären Charakters und alle Initiativen für den Frieden von Seiten der internationalen Gemeinschaft, insbesondere die schwierigen Verhandlungen in Genf. In der Erwartung und der Hoffnung, dass sie nach so vielen bitteren Enttäuschungen ein konkretes Ergebnis bringen, fordern wir, dass die Sanktionen, die im tagtäglichen Leben jedes Syrers zu spüren sind, unverzüglich aufgehoben werden. Ohne konkrete Anstrengungen für die Menschen, die heute unter den Folgen des Embargos leiden, kann es nicht zu dem ersehnten Frieden kommen. Die Auswirkungen des Embargo lasten auf dem ganzen Volk.

Das Gerede über die Kriegsflüchtlinge aus Syrien sieht nach purer Heuchelei aus, solange man gleichzeitig, diejenigen, die in Syrien bleiben, weiter aushungert, ihnen die medizinische Versorgung, Trinkwasser, Arbeit, Sicherheit und die elementarsten Rechte verweigert.

Wir wenden uns deshalb an die Abgeordneten und Bürgermeister jedes Landes, damit
die Bürger der Europäischen Union (bis heute absolut unwissend) über die Ungerechtigkeit der Sanktionen gegen Syrien informiert werden und die Sanktionen endlich Gegenstand einer ernsthaften Debatte und entsprechender Beschlüsse werden.

Unterzeichner:

Georges Abou Khazen, Apostolischer Vikar von Aleppo
Pierbattista Pizzaballa, Kustos emeritus des Heiligen Landes
Josef Tobji, Erzbischof der Maroniten von Aleppo
Boutros Marayati, Armenischer Bischof von Aleppo
Die Schwestern der Kongregation des heiligen Josef der Erscheinung des Krankenhauses „Saint Louis“ von Aleppo
Ordensgemeinschaft der Trappistinnen in Syrien
Dr. Nabil Antaki, Arzt in Aleppo von der Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Maria
Die Schwestern der Kongregation der immerwährenden Hilfe – Zentrum für Minderjährige und Waise von Marmarita
Pater Firas Loufti, Franziskaner
Jean – Clement Jeanbart, griechisch-orthodoxer Erzbischof von Aleppo
Jacques Behnan Hindo, syrisch-katholischer Bischof von Hassake – Nisibi
Mtanios Haddad, Archimandrit der katholisch – melkitischen Kirche
Hilarion Capucci, emerit. Erzbischof der melkitischen griechisch-kath. Kirche
Ignaz Youssef III Younan, Patriarch der unierten syrisch-kath. Kirche von Antiochien
Georges Masri, Prokurator beim Heiligen Stuhl der syr.isch-kath. Kirche
Gregor III Laham, Patriarch der melkitisch griechisch-kath. Kirche

Übersetzung aus dem Italienischen: Bernd Duschner

Orginal:
„Basta sanzioni alla Siria e ai Siriani“

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Stellungnahme von WatchTheMed Alarm Phone zur aktuellen Situation im Mittelmeer und den Ereignissen gestern

 

Die EU und der Tod auf See –

Vom kalkulierten und überwachten Sterben im zentralen Mittelmeer

 

Über vier Stunden hat es am gestrigen Donnerstag Vormittag gedauert, bis Rettungsschiffe eintrafen. Vier Stunden Bangen und die Bemühung, die Menschen an Bord eines überfüllten Holzbootes zu beruhigen. Um 6.21 Uhr hat das Schichtteam des WatchTheMed Alarm Phone die GPS-Daten als SOS an die Rettungsleitstelle der italienischen Küstenwache in Rom (MRCC) durchgegeben. Zuvor kam der Notruf via Satelliten-Telefon, der Anrufer berichtete von zwei Booten mit jeweils 500 Menschen an Bord, darunter viele syrische und irakische Flüchtlinge. Um 10.31 Uhr kam endlich Rettung in Sicht, doch eine Stunde zuvor war das zweite Boot in Sichtweite bereits gesunken. Wie viele Menschen dabei ertrunken und verschwunden sind, ist bislang unbekannt. Die Küstenwache aus Rom berichtet in ihrer Tagesbilanz u.a. vom Kentern eines Bootes sowie von

96 Geretteten. Todesopfer werden keine erwähnt. Doch das private Rettungsschiff Sea-Watch, das am frühen Nachmittag die Unglücksstelle erreichte, musste Ertrunkene bergen.

 

Kalkuliertes Sterben

In den vergangenen drei Tagen sind erneut Tausende von Flüchtlingen und MigrantInnen auf überfüllten Booten von der libyschen Küste Richtung Sizilien gestartet: 2600 Menschen am Dienstag, 3000 am Mittwoch, über

4000 am gestrigen Donnerstag. Niemand kann mehr überrascht sein, schon gar nicht die Verantwortlichen der EU-Migrationspolitik. Doch sie weigern sich, das tödliche Visumregime abzuschaffen und legale sichere Einreisewege zu eröffnen. Im Gegenteil: die im Sommer letzten Jahres erkämpfte offene Balkanroute wurde in den letzten Wochen mit aller Gewalt wieder verschlossen. Unter den Opfern des gestrigen Tages im zentralen Mittelmeer befinden sich erstmals wieder syrische und irakische Flüchtlinge. Sie wären über die Ägäis und die Balkanroute sehr viel sicherer gereist, doch deren Schließung zwang sie auf die viel gefährlichere Route über Libyen.

Als Resultat der Schließung der Balkanroute and des inhumanen EU-Türkei-Deals, droht in Griechenland ankommenden Flüchtlingen die Abschiebung in die Türkei, während diejenigen, die sich bereits auf dem griechischen Festland befinden, ohne jegliche Perspektive der baldigen Weiterreise bleiben. Diese politische Veränderung zwingt Flüchtlinge auf die gefährlichere Route über Libyen.

 

Überwachtes Sterben

Seit fast einem Jahr läuft die Militär-Operation EUNAVFOR MED/Sophia zur Überwachung des zentralen Mittelmeeres zwischen Libyen und Italien. Ihr zentraler Auftrag ist die Bekämpfung der sogenannten Schleusernetzwerke.

Die „Schlepperjäger“ sind mit allem High-Tech ausgerüstet, die Meereszone vor der Küste Libyens gehört zu den Bestüberwachtesten der Welt. Und was wäre einfacher als im Stundentakt mit einem kleinen Aufklärungsflugzeug entlang der allseits bekannten Routen die Boote der Geflüchteten auf See zu orten und diese sofort zu retten? Stattdessen sind es immer wieder die italienische Küstenwache, private Initiativen und NGOs, die mit ihren Rettungsbooten Schlimmeres verhindern. Und wenn sie dann mit den Geretteten unterwegs sind nach Sizilien, fehlen die Kapazitäten und es geschieht, was gestern erneut passiert und offensichtlich von den Verantwortlichen beabsichtigt ist: Das Sterben auf See geht weiter. Und solange möglich, wird es verschwiegen oder vertuscht oder kleingeredet, um neue öffentliche Aufschreie zu vermeiden.

 

Wir schreien auf, einmal mehr und immer wieder. Über die Toten der letzten 20 Jahre, über die Toten gestern. Niemand müsste auf See sterben, wenn es legale sichere Zugangswege gebe. Das Sterben auf See ist keine Naturkatastrophe und kein Unfall. Es ist vielmehr das kalkulierte Produkt eines EU-Grenz- und Visa-Regime. Das Sterben auf See ist menschengemacht und könnte morgen als dunkles Kapitel der Geschichte beendet werden: mit der Öffnung der Grenzen und dem freien Zugang zu Fähren.

Der lange Sommer der Migration auf dem Balkan hat es gezeigt: sind die Grenzen geöffnet, gibt es keine „Schlepper“ mehr. Teuer und gefährlich reist nur, wer dazu von Frontex und Co gezwungen wird.

Eine Welt ohne Grenzen ist möglich: sowohl Frontex wie auch die „Schlepper“ werden dann verschwunden sein.

In diesem Sinne: Fähren statt Frontex

 

WatchTheMed Alarm Phone (27.05.2016)

 

 

Kontakt:

wtm-alarm-phone@antira.info

 

Ein Gedanke zu „Amnesty-Fake-News zur Sabotage der Syrien-Friedensgespräche

  1. Wem schreibe ich hier eigentlich mittels der Eintragung diesem Feld “Hinterlasse eine Antwort”? Herrn Hartmut Barth-Engelbart, dessen Website ich aufgesucht habe, und dem ich gerne nun kurz etwas mitteilen würde? Oder aber dem auf dieser Website in Form einer Stellungnahme vom 27.5.2016 auftauchenden “WatchTheMed Alarm Phone”, welches offenbar die Mißachtung von Grenzen bzw. die Maximierung illegaler Migration propagiert, und dem ich nichts mitzuteilen habe?

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