Nach 40000 Jahren Frieden – 200 bis 500 Jahre weißer Völkermord

Nachdem Nachkommen der wenigen den deutschen Völkermord an den Herero und Nama Überlebenden vor einigen Wochen an diesen schwarzen Holocaust erinnerten und Wiedergutmachung einforderten, nachdem vom großen schwarzen Holocaust an über 10 Millionen Kongolesen durch Leopold von Sachsen-Gotha in Leopoldville so gut wie nicht berichtet wird. Nachdem zwar jeder weiß, dass Professor Grzimek die Serengeti gegen böse schwarze (meist Massai-) Wilderer verteidigt hat, aber vom Abschlachten der über 126 000 Maji-Maji-(meist Massai-)Aufständischen in “Deutsch-Ostafrika” hier niemand redet und die Aushungerung und Vernichtung durch Krankheit (spanisches Fieber) von rund 300 000 afrikanischen “Kolateralschäden” nicht der Rede wert ist. Nachdem die Zwangsrekrutierung für den ersten Weltkrieg aus den Überresten der Deutsch-Ostafrikanischen Völker kaum eine Fußnote füllt …  geht das Rauben und Morden, die Vernichtung afrikanischer Ökonomien und Kulturen  unter der fadenscheinigen Tarnung als “Friedensmissionen” im Rahmen der Merkelschen “Chefsache Afrika” im Windschatten des US-Africom mit seiner Stuttgarter Kommando-Zenrale munter weiter … in bestem neokolonialen Kräftemessen zwischen den europäischen Junior-Partnern der USA.  Wer meint, der deutsche Anteil am Abschlachten der afrikanischen Völker sei nicht so bedeutend gewesen, den muss Winston Churchill himself eines Besseren belehren. Der kabelte nämlich als Kriegsberichterstatter bei der Niederschlagung des Maji-Maji-Aufstandes voller Begeisterung nach London, man könne von den Deutschen gut lernen, wie man mit den eingeborenen Völkern umzugehen habe.
Aber da gab es die Concentration-Camps für die Aboriginals bei Alice Springs bereits schon einige Zeit, wo die australisch-britischen Kolonial-Behörden Thyphus- und Cholera-infizierte Pferdedecken in einem humanitären Akt an die nachts fast erfrierenden Eingeborenen verteilten.
Abo-Hunting, die Jagd auf Aboriginals gehörte bis in die 1970er in Australien zur Palette weißen Volkssports. Dabei wurden gerne Eingeborenen-Kinder bis zum Hals eingegraben und dann Zielschießen auf die Kinderköpfe gemacht. Gezielte Ausrottung in Konzentrationslagern durch Alkohol und gesteuerte Cholera- & Typhus-Infektion waren die Regel. Kinderraub und “christliche” Umerziehung wurde ergänzt durch das Verbot der traditionellen Tänze der Aboriginals an ihren heiligen Plätzen, auf ihren Traumpfaden. In ihren heiligtümern wurde und wird Uran abgebaut, hypermoderne Produktions und (weiße) Wohnanlagen errichtet. Man stelle sich das Geschrei vor, wenn Oboriginals der Petersdom abreißen würden …
 
Unter unseren wohlwollenden Blicken oder unserem Wegschauen raubt das durch unsere Regierungen unterstützte israelische Raub- und Besatzungsregime palästinensisches Land, zerstört Wohngebiete, raubt Wasser und zerstört die palästinensische Landwirtschaft, mauert ganze Städte ein, errichtet in kaum noch steigerbarem Zynismus in Jerusalem auf dem zuerst plattgemachten ältesten muslinisch-palästinensischen Friedhof ein supermodernes “Museum der Toleranz” und bombardiert zum zigsten Male den GAZA-Streifen mit tausenden von Toten, zerstörter Infrastruktur …..
 
Diese Vorinfos für all jene KommentatorINNen, die meinen, das wäre alles nicht so und wenn, dann eben nicht so schlimm. Anlässlich des Jubels über 200 Jahre Australien hat ein Ex-Australier mit deutschem Migrationshintergrund und langjähriger Reiseleiter in Australien und dem Nahen Osten (Palästina/Israel/Jordanien) 1988 in der Neuen Hanauer Zeitung eine Australien-Artikelserie geschrieben unter dem Titel “40 000 Jahre Frieden – 200 Jahre Völkermord”
Der Autor: Detlef Reinhard, Jg.1950, Ethnologe & Diplom-Geologe wanderte um 1960 von Bruchköbel nach Australien aus, kehrte 1970 zurück und bereist(e) seit 1980 jährlich als Reiseleiter eines rennomierten Touristik-Unternehmens mehrmonatlich Australien, den Nahen Osten, Balkan/Griechenland
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Der Autor: Detlef Reinhard, Jg.1950, Ethnoploge & Diplom-Geologe wanderte um 1960 von Bruchköbel nach Australien aus, kehrte 1970 zurück und bereiste seit 1980 als Reiseleiter jährlich mehrmonatlich Australien, den Nahen Osten, Balkan/Griechenland

 

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

Ein Gedanke zu „Nach 40000 Jahren Frieden – 200 bis 500 Jahre weißer Völkermord“

  1. Hallo Hartmut,
    danke für diese hervorragende Zusammenstellung!
    Ich werde da voll zugreifen, und etliches abkupfern!
    Warum sollen wir nicht auch, korrekte Geschichte, auf so viel wie möglich Websites verbreiten und nach veröffentlichen?

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