Betrogen wARD und werdet ihr am laufenden Band: Venezuela

gerade heute zeigte die Tagessau genau die Brücke, die für den Verkehr noch nie geöffnet war, wie das die “iunge Welt” schon letzte Woche gemeldet hat. Schlimmer geht’s nimmer. Die USA würden gerne in die Fußstapfen der Welser treten, die das Land von Kaiser Karl V. als Ausgleich für seine Kaiser-Wahl-Kredit-Schulden erhielten und es “Klein Venedig” = Venezuela tauften wegen seines Reichtums an Gold, Indigo usw. … Unklar ist, ob Heiko Maas nun von der Welser Stiftung angestiftet wurde, die CIA-Marionette Guaido anzuerkennen, um die ehemalige deutsche Welser-Kolonie zurückerobern zu können. Die Colonia Dignitat und Pinochet aus Chile lassen herzlich grüßen!

Lieber Jean, dafür möchte ich Dich umarmen. Gegen den Überfall auf Libyen und dessen Vernichtung konnten wir unsere Stellungnahmen nicht mehr rechtzeitig in die Waagschale werfen. Das Buch zusammen mit Alfred Grosser, Renate Eisel, Noam Chomsky u.a. kam nicht mehr zustande. Diesmal sind wir publizistisch hoffentlich früh genug dran, um dabei zu helfen, den militärischen Überfall der USA und ihrer Vasallen zu verhindern. Heiko Maas ist größenwahnsinnig geworden. Nach dem Nato-Vormarsch unter deutscher Führung bis an die Memel scheint er jetzt vom Groß-Reich Kaiser Karls V. zu träumen, dem bekanntlich die Sonne nie unterging.

siehe dazu auch: http://www.barth-engelbart.de/?p=207722

Journalistisches Marionettentheater
Unverfroren demonstriert ARD-aktuell mit ihren Venezuela-Berichten Ignoranz gegenüber dem Völkerrecht.

von Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam

Gegenpäpste hat die Geschichte reihenweise hervorgebracht. Gegenkaiser auch. In der Neuzeit ist man davon abgekommen. Heutzutage darf ein Volk sich seine Führer selbst wählen — vorausgesetzt, die Kandidaten wurden vom jeweiligen Geldadel für geeignet befunden. Dass es dabei mal zu Meinungsverschiedenheiten kommt, war zu erwarten. Wozu wären denn sonst, beispielsweise, unsere ARD-aktuell-Qualitätsjournalisten nütze? Die mussten schließlich helfen, einen Gegen-Präsidenten herbeizuquasseln. Okay, es ist vollbracht. Natürlich nicht hier bei uns, sondern in Europas lateinamerikanischen Kolonien (1). Genauer: in Venezuela. Bald wird es mit Nicaragua weitergehen (2), und Kuba kommt garantiert auch noch dran.

Inzwischen kann die Tagesschau schon mal richtig loslegen. Und zwar so: Der „international anerkannte Übergangspräsident“ Guaidó. Die Formel löst in typischer ARD-aktuell-Manier ein kleines Problem: Das Wort „international“ verdeckt nämlich elegant, dass eine beträchtliche Mehrheit der Völkergemeinschaft den Quisling Guaidó als Produkt aus dem US-Geheimdienstlabor für völkerrechtswidrigen regime change betrachtet (3) und weit davon entfernt ist, ihn formell anzuerkennen. Nicht mal die EU-Mehrheit hat sich bis dato dazu bereit gefunden, auch wenn ARD-aktuell das ständig zu soufflieren versuchte.

Binnen kurzem wird die Tagesschau ganz unauffällig für Guaidó den Dauertitel „Interimspräsident“ verwenden. Das klingt vornehm und ist nicht so umständlich wie „international anerkannter Übergangspräsident“, und viele Zuschauer wissen eh nicht so genau, was das eigentlich heißen soll. Wetten?

So, lieber Nachbar, nach diesem kleinen Schlenker können wir uns kurz deinem Parteigenossen Heiko Maas widmen. Für manche Leute ist er der größte Außenminister aller Zeiten, für Normalos — noch rechnen wir auch dich dazu — der größt-anzunehmende Unfall der deutschen Diplomatie.

Tja, da stehste als Soozi machtlos vis-à-vis, gelle? Aber komm erst mal rein, nimm vor der Wunderlampe Platz! Betrachten wir gemeinsam, wie Häuptling Große Klappe öffentlich den Abschied von seinem restlichen Kleinvorrat an politischer Logik zelebriert. Am 4. Februar 2019, nach ergebnislosem Ablauf seines großkotzigen Ultimatums gegen Präsident Maduro, tönte er wortwörtlich:
„Ich bin fest davon überzeugt, dass den (sic) internationalen Druck, den es gibt, auch insbesondere aus Europa, mit dazu beiträgt, dass es zu keiner Gewalt kommt“ (4).

Das ließ ihm die Tagesschau samt verkorkster Grammatik tatsächlich durchgehen, ohne einordnend darauf hinzuweisen, dass er nicht zuletzt mit seinem Ultimatum alle erdenklichen US-Gewaltmaßnahmen mitgemacht hatte, bis hin zur wirtschaftlichen Erpressung. Die Tagesschau verschwieg, dass er als Einpeitscher auf der europäischen Sklavengaleere eine tiefe Spaltung der Europäischen Union herbeigeführt hatte: Nicht einmal die Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten hat seine völkerrechtswidrige Anerkennung Guaidós mitmachen wollen. Darauf kommen wir später nochmal zurück, man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben.
Hier zum ganzen Artikel: https://www.rubikon.news/artikel/journalistisches-marionettentheater

Auszüge:
(…)
Darf‘s noch etwas mehr sein? Zusammen mit den USA war ihr europäischer Hampelmann, Heiko Maas, im Weltsicherheitsrat ebenfalls vor die Wand gefahren. Sogar in diesem erlauchten Kreis hatte unser Gernegroß ultimativ „unverzügliche Neuwahlen“ in Venezuela gefordert (17). Dass er dort auch zu Chinesen und Russen sprach und sein Auftritt so passend war wie der Pups im Parfümladen, scheint er nicht bemerkt zu haben. Benehmen wie die Axt am Stamm … deutsche Diplomatenkunst im Großformat.
Für entsprechende, angemessen meinungsbildende Informationen war in einer Tagesschau-Hauptausgabe natürlich wieder kein Platz. Berichte über ein Nein im UN-Sicherheitsrat, wo es doch galt, die Amtsenthebung Maduros herbei zu schwadronieren? Da sei der deutsche Qualitätsjournalismus vor.

(…)
Tatsächlich, aus Venezuela, dem Land mit dem modernen, vorbildlichen Wahlsystem, transportiert die Tagesschau den hirnrissigen Ruf nach „freien Wahlen“, macht den Präsidenten Maduro damit unausgesprochen zum Usurpator und verklärt seinen Gegner zum Freiheitshelden; einen Mann, den 81,2 Prozent der Bevölkerung bis vor wenigen Monaten noch nicht kannten. Und nicht ein einziges Mal kommt bei den Tagesschauern die Frage auf, was wohl in Deutschland geschähe, wenn sich ein erfolgloser Oppositionspolitiker nach monatelangen Geheimgesprächen in Moskau und Beijing selbst zum Kanzler erklärte, sofort von Moskau anerkannt würde und die Bundeswehr zum Sturz der Regierung aufriefe: Garantiert würde ihm Schlimmeres widerfahren als nur „Einschüchterungsabsichten“ der Polizei. Er säße umgehend wegen Hochverrats im Knast. Oder in einer Gummizelle.
(…)

Auf einer Facebook-Seite “aufstehen” hat ein kritischer Akademiker diesen Artikel kommentiert und ich habe ihm geantwortet:

K.U: Ich bin zugegeben nicht informiert.

Stimmt es nun, dass die Bevölkerung unter der Inflation leidet? Dass sie massenweise fliehen?

Wenn ja, warum? Nur weil der Präsident sich Sozialist nennt, heißt das doch noch lange nicht, dass alles nur manipuliert ist, oder?

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Hartmut Barth-Engelbart Lieber Herr Doktor, Inflationen sind machbar, nicht nur der Nachbar Brasilien unter einem US-geförderten Faschisten, auch das benachbarte Columbien beteiligen sich eifrig an den Sanktionen der USA gegen Venezuela, die Inflationsschübe bewirken. Das kann sogar der sich Sozialist nennende Ex-Finanzminister Oskar Lafontaine bezeugen … Das hat bis zu einem gewissen Grad auch gegen Kuba geklappt. Gut ging das auch unter Anleitung des Nazi-Finanziers Abs mit der Kronberger Währungskonferenz und der Teilung Deutschlands mit der Schaffung der DeMark: es wurde beschlossen, die entwerteten Reichsmark-Bestände nicht zu verbrennen, einzuschmelzen, sondern sie in die sowjetische Zone zu schaffen, um dort eine Inflation zu kreieren. Mit der Aufblähung der Geldmenge in der kleineren, wirtschaftlich noch schwächeren SBZ verlor die Reichsmark, das noch gültige Zahlungsmittel in der SBZ ca die Hälfte seiner Kaufkraft. Die erst fast ein jahr später begonnene schrittweise Ersetzung der Reichsmark durch ein Notgeld, oder den Aufdruck auf die Scheine. Das war alles unheimlich teuer und weder die durch die Nazis verbrannte UdSSR noch die darniederliegende kriegszerstörte und durch Demontage zusätzlich gebremste Wirtschaft in der erst nach der westallierten Abtrennung Westdeutschlands 1949 gegründeten DDR kaum zu schffen. Die Kaufkraft der Löhne sank rapide, Lohnerhöhungen konnte die junge Volkswirtschaft besonders bei der Wohnungsnotlage nicht Mal so locker bezahlen. Lebensmittel wurden subventioniert, so stark, dass der größte teil der Westberliner selbst bei der “Blockade” beim KONSUM und der HO einkauften, zu Hunderttausenden in die Ostberliner Werkskantinen zum Essen gingen.

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Hartmut Barth-Engelbart Besonders perfide waren die dienstlich geförderten schwarzmarkt-Aktionen. Mit Lastzügen fuhren die “Händler” über die offene Grenze in die SBZ und kauften dort im großen Stil Lebensmittel gegen Reichsmark ein. Dagegen ging die Volkspolizei zwar vor, hatte aber wenig Erfolg. Viel Bauern verkauften auf Teufel komm raus, machten das schnelle Geld, wurden vermeintlich zwar nicht gerade reich aber es ging ihnen erheblich besser als dem Durchschnitt der SBZ-Bewohner. Über diesen Weg kam die entwertete Reichsmark neben anderen Schmuggelwegen in die SBZ und brachte der von Westen ersehnten Inflationssegen. Augenzeugen berichten , dass solche Lastzüge bis an die Kartoffel- und Rüben-Mieten heranfuhren, diese aufrissen, die Hänger vollpackten und dann das Weite suchten, bevor die Vopo eintraf. Mitten im bitterkalten Winter 48/49, aber auch schon vorher in 46/47 lief das so und sie ließen die Mieten halb ausgeraubt offen liegen mit dem Ergebnis, dass alles erfror.

K.U: Das nenne ich plausibel. Danke!

Schade, dass man das SO nie, nicht einmal auf arte präsentiert bekommt.

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Hartmut Barth-Engelbart Über die Demarkationslinie konnten alle Menschen Lebensmittel einkaufen, in kleinen Mengen, damit das kein Ausverkauf wurde und die Lebensmittelversorgung nicht weiter zusammenbrach. Dafür sorgte die Volkspolizei. Die Auswirkung der westerzeugten Inflation kumulierten und bildeten die Grundlage für die Bauarbeiterstreiks 1953. Dass die dann durch Westdienste angeheizt, umgedreht wurden gegen den FDGB , bis hin zur Brandschatzung von KONSUM und HO-Läden, SED-Parteibüros wird in unseren Medien immer verschwiegen. IN Berlin wurde übrigens während der Blockade gegen den Ausbau Westberlins zum Militär-Brückenkopf die Parole ausgegeben “Kauft nicht beim Russen!”, weil eben so viele Menschen das günstige Brot bei HO und KONSUM kauften, über die grüne Grenze zum Lebensmittel einkaufen gingen. “,5 Millionen Menschen mit Rosinenbombern zu ernähren war damals rein frachttechnisch unmöglich -auch weil vordringlich militärische Materialien eingeflogen werden mussten und auch die Betonteile für den bau des Kraftwerks “Ernst-Reuter” und die Kohle dafür. Denn Kohle, Gas, Wasser, Lebensmittel, alles kam aus dem Osten auch während der gesamten Blockade .. aber die Westalliierten wollten einen möglichst autarken Brückenkopf-Stützpunkt ausbauen. Ich habe dazu auf meiner seite viel geschrieben: einfach unter dem Suchbegriff “Luftbrücke” nachschauen.

Auf arte präsentiert? arte hat sich zu DEM Propaganda-Medium entwickelt, das speziell auf die meinungsbildenden Multiplikatoren zielt. Da wird sehr geschickt vorgegangen, denn man weiß ja, die leute sind nicht sooo blöd.

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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