“Der Tag” war 2004 noch zu retten, jetzt wird hr2-kultur ganz abgewickelt

Der im Internet zirkulierende Offene Bitt-Brief an Intendant Krupp wird abprallen. Der Mann ist, wenn es um die Wellenhoheit im Mainstream geht hart wie Kruppstahl

Und wenn man sich anhört, was nach der erfolgreichen Rettungsaktion vor 15 Jahren aus dem “Tag” geworden ist, hätte man den Tag nicht vor dem Abend loben sollen:

2004 habe ich geschrieben:

 Der Tag goes Gut Nacht, HR-FR goes Bulleward

 Zurettenden soll man beim Rettungsversuch auch die Meinung sagen, das prägt  sich nachhaltig ein: eine ganze Reihe von HR-Redakteuren (und für solche der  FR gilt das ganz genau so) sollten den Niemöller-Text (“Als sie die …

 holten…”) noch Mal gründlich lesen! “Dienstag” wurde spätestens seit dem  Weggang von Haffner schon sehr mainstreamig, “Der Tag” hatte bereits seit  Jahren zumindest schwarze Ränder – teilweise hätte er schon “Gut Nacht”  heißen können.

Die Scheren im Kopf haben in der Bertramstraße schon lange  einen guten Schnitt gemacht und Reitze vorbereitet mit lussdisch un  bulleward un wetterevent und vipp. Und der Stier-Scherenbergsche Edelloden  war eben doch kein Ausrutscher sondern die Frühverstoiberung einer ehemals  (links?)sozialdemokratisch-bildungsbürgerlich(im besten Sinne) aufklärerischen  Festung.

Roll back to the early fifties, mit Adels-Schleimer Holger Weinert

Ich warte drauf, dass Werner Lamb  the Wetteroutlook for tumorro zelebriert. Frankfurter Wecker goes Big Apple, Werres  Schlagerbörse spielt das Beste aus den …

Wer als Zielgebiet arte, 3sat, Phönix  ansteuert, hat sich schon selbst die Flügel gestutzt.

 Warum soll der Moloch etwas sponsern, was ihn eventuell grundsätzlich in  frage stellt. Die frage nach dem verblödungsfunk ist immer eine nach dem  niveau. es bedarf schon einer schichtenspezifischen verblödung sonst  funktioniert die ganze befriedung nicht. oder umgekehrt. Ich habe seit  jahren  die entwicklung von arte und 3sat verfolgt und mir kommt das kalte grausen,  wenn ich die teilweise gut intellektuell verpackte eurozentristische  propaganda anschaue. Der molochmagen kann balast vertragen, das hält die  bestie kerngesund und fit  und wir machen fröhlich dabei mit.

 Als pausenclowns bei der frischzellenkur eines untoten.

 Ich werde euch mit jeder faser meines könnens unterstützen.

 Repressive toleranz ist eines messers schneide, sie kann ins ohr und ins  auge gehen. Isch hör jetz uff. Schaumerma.

 und dank kulturattac kann ich jetzt abends zielzappen.

 gruß

 Hartmut Barth-Engelbart

 (komm ich jetzt auch in die Rubrik: Meinung des Tages?)

Und wie sieht es heute beim hr aus?

zur zeit läuft eine Petition durchs internet zur Rettung der hr-welle HR2-Kultur. Ich habe da ziemliche Bauch- & Kopfschmerzen bei der Entscheidung, ob ich sie unterstützen soll oder nicht. Vor einigen Jahren haben wir in Hessen mit Erfolg versucht, den letzten Rest  unabhängigen Radio-Journalismus im hr , die Sendung „Der Tag“ zu retten, nachdem bereits die wenigen verbliebenen kritischen Geister  in so beliebte hr-geisterbahnen wie „Nix wie raus“ und „Das dolle Dorf“ verbannt wurden und solche Kanaill-und Journaillen wie der Adels-Beschleimer Holger Weinert das Ruder übenommen hatten. Samuel Schirmbeck landete bei „Nix wie raus!“, Lutz Weber beim „Dollen Dorf“ usw. kaltgestellt bis zur Verrentung ….

Damals ging es um die Rettung der Reste und die Sendung „Der Tag“ war ein solcher: featuring Florian Schwinn, der für seine SOLIDARNOSC-Unterstützung zusammen mit der CIA-Tochter „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ höchste polnische Auszeichnungen erhielt.  Sozusagen als Unterstützer einer der erfolgreichsten  „bunten Revolutionen“, die in der Lieferung an faschistische Ärzte und den Beicht- und Ziehvater Lech Walesas, den glühenden Antisemiten und Kindermissbraucher Jankowski gipfelten. Mit Lech Walesa nahmen wir unter der schützenden Hand von Pater Jankowski 1982 ein Interview auf, dessen Abdruck die Frankfurter Rundschau verweigerte. In diesem Interview forderte Lech Walesa westeuropäische, westdeutsche Kapitalgruppen auf, sich in Polen einzukaufen. Diese Vorfälle  führten zu heftigen Auseinandersetzungen in der Gruppe der Hanauer/Frankfurter SOLIDARNOSC-Unterstützer. Florian Schwinn war für die weitere Zusammenarbeit mit Leuten aus den Umfeld der IGFM und die weitere Belieferung aller Zielgruppen in Polen.  Im Falle Florian Schwinns besonders der „trotzkistischen“ Gruppierungen u.a. in Wroclaw. Florian Schwinn verstand sich selbst als „Trotzkist“. Das hat mich sonst nie gestört. Ich habe mit vielen Mitgliedern der 4. Internationalen hervorragend zusammengearbeitet u.a. mit Jakob Moneta, mit Noam Chomsky und anderen … Aber in diesem Fall war das eine Kooperation mit dem US-Imperialismus. Meine Aufforderung, die Annahme des Ordens in Wroclaw angesichts der offenkundig gewordenen (von mir recherchierten) Hintergründe und der NATO-Entwicklung in Polen zu verweigern, hat Florian Schwinn zurückgewiesen.

Nach der Rettung der Sendung ist Florian Schwinn zum „Tage-Dieb“ geworden: er war an der Verwandlung dieser Sendung in eine Mobilisierungswelle für die WWG und die Atlantikbrücke führend beteiligt. Mit der klassischen Mischung aus „kritischen“ Öko-Sendungen,  solchen zur Rettung bedrohter Völker , wie der Kurden in Nord-Ost-Syrien, wo Florian Schwinn an vorderster Front die Statthalter und Bodentruppen des US-Imperialismus , die YPG als Garanten der Emanzipation, der Frauenrechte, der Selbstbestimmung der Völker usw.  feiert. Es ist das gleiche Muster, wie bei der SOLIDARNOSC-Unterstützung. Klar sind da immer emanzipatorische Momente, Flügel, Gruppen enthalten, die auch ich vorbehaltlos unterstützt habe. Aber genau über diese Schiene habe auch ich mich instrumentalisieren lassen, wie schon 1953, 1956 und ich hatte geglaubt, ab 1968  sei das bei mir nicht mehr möglich .  Tatrsächlich hat es bis 1998 gedauert, als ich auch die „linken“ GRÜNEN verlassen habe, denn ich habe den Überfall auf Jugoslawien als Konsequenz der Vorarbeiten von Genscher., Kinkel, Horst Köhler vorausgeahnt. Beim „Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens“ bin ich den Organisatoren der „bunten Revolutionen“ schon nicht mehr auf den Leim gegangen. Und „Free Tibet“ hat mich nur zu weiteren Recherchen angestachelt.#

Zu Florian schwins Kreigspropaganda-Aktivitäten hier nur ein paarLinks und vorab ein Abschnitt:

Hat Roberto Blanco Tzangvirais MDC gegen Mugabe & die ZANU/PF unterstützt ?

Der beliebte MöbelhausEröffner Roberto Blanco (“Der Puppenspieler von Mexico..”) soll im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung den  EU-US-Liebling Tzangvirai  gegen den amtierenden zimbabwischen Präsidenten Robert Mugabe mit einer Wahlkampfhymne unterstützt haben: “Der Tzangvirai muss rein!” Der als Schoko-Kuss bekannte Blanco (“außen schwarz, innen weiß”) hatte bereits seit den 70er Jahren gute Erfahrungen bei der Unterstützung der Schwarzen gesammelt: er sang für die CDU unter dem Slogan: “Black is beautifull!”…

Das war jetzt nur etwas Spaß muss sein, jetzt wird es ernst: unter dem obigen Satire-Titel folgen hier grundlegende Texte zu Afrika und besonders zu Zimbabwe. Bezeichnender Weise wird der Angriff auf Gaza unmittelbar mitgenutzt, um die Kampagne gegen Robert Mugabe wieder zu eröffnen:

“… Während der Stuttgarter Hassprediger, Herr Galow-Bergemann, die
zionistischen Kriegsverbrecher bei ihrem Versuch unterstützt mit Provokationen den Iran in diesen Krieg zu verwickeln, um so die USA noch unter Bush und den noch nicht sattelfesten Barak Obama in die Phalanx der (Mu-)Baraks zu zwingen und gegen den Iran ziehen zu lassen, versucht der HR-Journalist Florian Schwinn am selben “TAG” in diesem Feldzug gleich noch den Sturz Robert Mugabes in Zimbabwe unterzubringen. Wie wärs mit Nord-Korea ? Oder mit Kuba ? Vielleicht auch gleich noch Venezuela ? Oder “Free Tibet”? Oder sollte man nicht sofort in putativer Notwehr den kommenden Präsidenten Zuma in Süd-Afrika ….?  Wie sagt Florian Schwinn doch immer am Ende der beliebten HR2-Sendung:
“Morgen ist auch noch ein Tag!” Solche Jung-Helden brauchts an der Heimatfront.

Dem gefährlichen Schwachsinn aus dem Munde des HR-Journalisten Florian Schwinn muss hier etwas entgegengehalten werden, denn er beteiligt sich mit seiner Denunziation Mugabes als dem “Prototyp des Tyrannen” an dessen Freigabe zum Abschuss wie die führender Fuktionäre der Hamas und der Regierung des Gaza durch den israelischen Geheimdienst und die Armee. Zu Zimbabwe und der ZANU/PF wie zu Mugabe werden grundlegende Fakten mit Vorbedacht verschwiegen, unterdrückt … Hier kann man sie nachlesen:

Hat Roberto Blanco Tzangvirais MDC gegen Mugabe & die ZANU/PF unterstützt ?

Diese Artikel gelten u.a. besonders dem Moderator der HR2-Kult-ur-Sendung “Der Tag”- dem ehemaligen Linken Florian Schwinn, der diese Kultursendung des Hessischen Rundfunks für Kriegshetze gegen Syrien und seinen Präsidenten Assad genutzt hat. Er hat die FSA-Kopfabschneider-Bande als “demokratische syrische Armee” bezeichnet.

Siehe dazu: Nennt der HR die FSA-Terroristen “Demokratische Armee Syriens”?

und HaBE in Afrika nach Gaddafi gefragt, als Antwort kam Lumumba

So, das vorab zu deinem Faible für Florian Schwinn, der durchaus auch richtige, wichtige Sachen schreibt.

Zur “Migrationsdiskussion“ habe ich eine Reihe von Artikeln geschrieben unter dem General-Tenor des klassischen Zpigniev Brzezinski-Zitats: „Die Krise als Chance nutzen und wo es keine gibt, welche machen!“ oder so ähnlich.

Die Verwandlung der Völker ganzee Target-Erdteile in beliebig verschiebbare Zwangsnomaden in Lagerhaltung ist einerseits das Ergebnis verschiedener  nicht unbedingt bewusst gemachter Krisen, wie z.B. der unleugbaren globalen Erdüberhitzung (über deren Ursachen gerne weiter gestritten werden darf, soll, muss), und solcher Krisen, wie der Zerstörung  regionaler, nationaler Ökonomien, Zerstörung von Nationalstaaten, Vernichtung nationaler Kulturen,  … durch bewusst und gezielt gesetzte Sanktionen und Terrorkriege, die sowohl die „Target-Staaten” als auch die Nachbarländer destabilisieren und zerstören .  Die gezielte Zerstörung der Infrastrukturen, Elektrizitäts-, Trinkwasser-, Lebensmittel-Versorgung durch Angriffe via internet können viel wirksamer bei den beabsichtigten „Regime-Changes“ sein, als die Entsendung von  „Humanitätstruppen“. Regierungen von Ländern ohne Klimaanlagen, funktionierende Krankenhäuser, Wasserversorgung, Bewässerung usw, werden von breiten Bevölkerungsschichten – informiert über „social-media“ á la Twitter, Facebook usw  und NGOs like AVAAZ, Reporter  und Ärzte ohne Grenzen, amnesty und medico ….  Schneller gestürzt als US-Peacecorps- & NATO-Friedens-Truppen mit dem gleichen Ziel eingreifen können.  Sei werden dann die gewünschte Entwicklung militärisch absichern“helfen“, „demokratische“ Polizei und Truppen aufbauen und schulen von a bis z, vom Afghanistan bis Zaire oder Zimbabwe.

Zur Frage der gezielten Schwächung des/der europäischen Konkurrenten – auch mit Hilfe der Flüchtlings-Migration soll hier ein eigener Artikel folgen. Dabei wird der zynische Beschwerde über die mangelnde Rückkehrwilligkeit syrischer, afghanischer usw. Flüchtlinge ein besonderes Kapitel zu widmen sein. Es sind nämlich die US- und die EU-Sanktionen kombiniert mit militärischen Aktionen , die vielen Flüchtlingen die Rückkehr unmöglich machen.

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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