corona mutando 21: “Die USA haben das sicherste Gesundheitssystem der Welt“ /“The USA has the safest health system in the world”-The Johns Hopkins University and the global management of pandemics

Ein Artikel von Werner Rügemer vom Aporil 2020 | Verantwortlicher: Redaktion der nachdenkseiten (aus denen ich den Artikel raubkopiert HaBE) (Translated and published in English by Tlaxcala & Fausto Guidice)

HaBE ein Vorwort: Der Anlass für mich, diesen Artikel zu veröffentlichen, war nach den Impfüberfällen auf die Altersheime das Eindringen der Impf-Task-Forces in die Einrichtungen für Behinderte. Ich habe nach meiner Verweigerung als Offiziersanwärter und Uffz-Ausbilder bei der Bundeswehr im anschließenden Ersatzdienst in den 1960ern viele Zwangsimpfungen an Behinderten in Heimen der “Inneren Mission” und zwangseingelieferten Menschen in Psychiatrischen Landeskrankenhäusern nur in wenigen Fällen verhindern können. Jetzt werden Behinderte und ihre Angehörigen unter Druck gesetzt und willigen dann auch meistens in die Impfungen ein. Denn es besteht die Gefahr, dass Behinderte, die sich nicht impfen lassen, deren Angehörige nicht einwilligen, nicht in den Einrichtungen bleiben dürfen. Dazu müsste ich eigentlich einen eigenen Artikel schreiben.

Die ARD-Tagesschau und andere Medien weltweit zitieren die Johns Hopkins University, wenn es um die Infizierten und Toten beim Corona-Virus Covid-19 geht. Die Zahlen sind immer etwas höher als die zeitgleichen Zahlen der zuständigen Behörden, etwa in Deutschland des Robert Koch-Instituts (RKI). Wie kommt das? Und wieso ist die private Universität in Baltimore/Maryland bei der Definition, der globalen Inszenierung und beim Management von Epidemien und Pandemien sowieso ungleich wichtiger als das kleine deutsche RKI? Und warum lobt Johns Hopkins das US-Gesundheitssystem als das gegen Pandemien bestgeschützte der Welt? Ein erster Einblick.

Von Werner Rügemer.

Immer ein paar Schritte voraus

Die Johns Hopkins University (JHU) holt sich nicht nur die Daten des RKI und der Weltgesundheitsorganisation WHO, sondern recherchiert selbst zeitnah in weiteren Quellen, z.B. bei lokalen Gesundheitsbehörden, Krankenhäusern und deren Twitter-Accounts, bei Forschungsinstituten und Testlabors, bei den Presseämtern von Städten wie Berlin, München, Köln und der Infektionszentren wie des besonders betroffenen Kreises Heinsberg in NRW, in Interviews von Virologen, in Fachzeitschriften und dergleichen. Niemand kennt diese Landschaft so genau wie das Center for Systems Science and Engineering (CSSE) der JHU und hat dafür so viele Ressourcen.

Und so verfährt das CSSE nicht nur in Deutschland, weil dieser Staat besonders wichtig wäre, sondern ebenso in Frankreich, Italien, Spanien, England, dem Kosovo, China und auch in den USA selbst: Insgesamt gleichzeitig in 195 Staaten der Erde.

Und soll das schlecht sein? Die Menschheit muss doch über sich möglichst genau Bescheid wissen, gerade bei gefährlichen Krankheiten, die sich um die ganze Erde ausbreiten, oder?

Man muss übrigens nicht davon ausgehen, dass Daten wissenschaftlichen Standards genügen, nur weil sie von einer sich wissenschaftlich nennenden Institution kommen. Die JHU-Daten verletzen z.B. eine Grundregel der ärztlichen Kunst. Bei einer ärztlich-amtlichen Todesbescheinigung muss die Hauptursache des Todes angegeben werden. Das geschieht bei den JHU-Todeszahlen nicht: War Covid-19 nur ein Beifang oder die Haupt-Todesursache? Was das bedeutet, geht z.B. aus den Covid-19-Zahlen in Italien hervor: Nach dem nationalen italienischen Gesundheitsinstitut ISS betrug das Durchschnittsalter der positiv Getesteten 81 Jahre. 80 Prozent der Verstorbenen hatten 2 oder mehr chronische Vorerkrankungen (Herz-Kreislauf, Diabetes, Atemprobleme, Krebs), 50 Prozent hatten 3 oder mehr solche Krankheiten. Bei weniger als 1 Prozent der Verstorbenen handelte es sich um gesunde Personen.[1]

Wir sollten also, ohne die schwer fassbaren Gefahren zu leugnen, der Frage nachgehen: Wieso werden hier hochwissenschaftlich die berechtigten Ängste in der Bevölkerung noch gesteigert?

Weltweites Daten-Management

Auf dem Gebiet von Krankheiten, Gesundheitspolitik, Epi- und Pandemien betreibt die JHU auch Institute für Global Health, Health Security und dergleichen. Sie sind zudem vernetzt mit nationalen und internationalen Institutionen. Das begann vor über hundert Jahren, im 1. Weltkrieg.

1916 wurde an der JHU die School of Public Health gegründet. Das meiste Geld kam von der damals größten Unternehmensstiftung des damals reichsten US-Unternehmers, der Rockefeller Foundation. Der Gründungspräsident war William H. Welch, Pathologe und Hygieniker von der privaten Elite-Universität Yale. 1916 beschlossen die USA auf Drängen der Wall Street und großer Konzerne, entgegen dem Friedens- und Neutralitätsversprechen von Präsident Woodrow Wilson, in den Krieg in Europa einzutreten. Wilson war übrigens Absolvent der JHU. Die Regierung kümmerte sich um die Gesundheit der künftigen Soldaten: Welch wurde einer der Chefberater der Army und dann auch einer der führenden Wissenschaftler bei der Bekämpfung der Spanischen Grippe: Sie verbreitete sich zum Ende des Kriegs 1918 von den USA ausgehend in den Schützengräben und Bevölkerungen der Kriegsstaaten in Europa.

Welch war gleichzeitig bis 1932 Präsident des Rockefeller Institute for Medical Research. Welch, Rockefeller und die JHU School of Public Health haben die Einbindung in die US-Globalstrategie begonnen, etwa mithilfe des Union Medical College in Peking: Westliche, d.h. vor allem US-Medizin sollte in den Entwicklungsländern verbreitet werden, die wie mit Generalissimus Tschiang Kai Shek in China, von den USA gefördert wurden. Mediziner aus solchen Staaten bekommen Stipendien für das Studium in den USA.

Beziehungen zu Militär, Milliardären, Regierung

Wir halten zunächst fest: Die JHU, 1876 aus Vermögen des Bankers, Eisenbahnunternehmers und Multimillionärs Johns Hopkins gegründet, ist erstens eine private Universität, zweitens unterhält sie direkte Beziehungen zum Militär und zur US-Außenpolitik. Sie beherbergt z.B. die Paul H. Nitze School of Advanced International Studies (SAIS). Die ist benannt nach dem Investmentbanker Nitze, der in den 1950er Jahren Marine- und stellvertretender Verteidigungsminister der USA war und als „Falke“ dann mit Ronald Reagan für die Stationierung der Mittelstreckenraketen in Westeuropa eintrat.

Eine JHU-Absolventin ist Madeleine Albright, Ex-US-Außenministerin. Sie bekräftigte: Die 500.000 toten Kinder im Irak aufgrund des US-Embargos waren „den Preis wert“.[2]

Die JHU ist ein Tummelplatz für US-freundliche Multimilliardäre. So finanziert die Stiftung des Reeder-Oligarchen Stravros Niarchos, der mit der CIA den Militärputsch in Griechenland unterstützte, an der JHU das SNF Agora Institut: Es tritt für die „Stärkung der globalen Demokratie“ ein.[3] Auf die für Gesundheit wichtigen Stiftungs-Milliardäre kommen wir noch.

Diese private, unternehmens-, militär- und regierungsnahe Universität handelt im „nationalen Interesse“ der USA. Dieses ergibt sich aus dem Verbund mit Regierungs-Institutionen, Konzernen, Banken, reichen StifterInnen, anderen Elite-Universitäten, Militärs und dem State Departement: Auch die Gesundheit und Krankheit aller Menschen der Erde sind wichtig für das Wohlergehen, die Sicherheit (und die Geschäfte) der angemaßten „einzigen Weltmacht“, wie es der Berater mehrerer US-Präsidenten formulierte.[4] “America First“ gilt seit der Staatsgründung und ist keine Erfindung des jetzigen US-Präsidenten Trump.

Bevor wir auf das erweiterte gegenwärtige Instrumentarium der JHU eingehen, greifen wir ein ungewöhnlich gut dokumentiertes Großprojekt auf. Wir gehen damit weiter der Frage nach: Ist es gut, dass die JHU zu Viren forscht und die Gesundheits- und Krankheitsdaten der Menschheit verwaltet?

JHU vor Gericht: Infizierung mit Geschlechtskrankheiten in Guatemala

Die JHU steht gegenwärtig zusammen mit der Rockefeller Foundation und dem Pharma-Konzern Bristol-Myers Squibb in Washington vor Gericht.

Die Anklage lautet: Von 1946 bis 1948 haben JHU-Mediziner in Guatemala mit Beteiligung der beiden anderen Angeklagten 1.500 dortige Gefängnisinsassen, Geisteskranke, Prostituierte und andere Frauen, Heimkinder (Waisenkinder) sowie Soldaten niedriger Ränge ohne deren Wissen mit Geschlechtskrankheiten infiziert, vor allem Syphilis, dann auch Tripper und weicher Schanker. Die Mediziner animierten in der ersten Phase Gefängnisinsassen zu Sex-Treffen mit bereits infizierten Prostituierten. Später wurden die Bakterien direkt injiziert. Als Medikament wurde Penicillin getestet. Die Auswertung dauerte bis 1953. Insgesamt fanden 5.128 Tests statt. Nachgewiesen sind 83 Tote im unmittelbaren Zeitraum danach. Spätere Folgen, auch bei Nachkommen, sind nicht genau erforscht.[5]

Die hilflosen, armen Versuchs-Objekte wurden mit lächerlichen Geschenken gelockt, etwa mit Zigaretten. Die Chefs der ärmlichen Institutionen – Gefängnis, von christlichen Nonnen geführtes Kinderheim, psychiatrisches Krankenhaus – bekamen Spenden. Manche Versuchspersonen wurden unter Fantasie-Namen registriert, etwa „Die Stumme von St. Marcos“.

Die 12 beteiligten US-Mediziner kamen mehrheitlich von der JHU. Sie traten mit weißen Kitteln auf, verletzten massenhaft und nachhaltig den hippokratischen Eid – während gleichzeitig US-Staatsanwälte beim Militärtribunal in Nürnberg und den Folge-Tribunalen die verbrecherischen Experimente von Nazi-Ärzten mit KZ-Häftlingen anprangerten.

Die Experimente waren ein Auftrag des US-Militärs. Er wurde schon während des Krieges von der Regierung Roosevelt vorbereitet: Forschungen zu „medizinischen Problemen, die die nationale Verteidigung berühren“. US-Soldaten, für deren sexuelle Bedürfnisse die USA bei allen Einsätzen weltweit sorgen, kamen aus früheren Kriegen oft mit Geschlechtskrankheiten zurück. Und nach dem 2. Weltkrieg wurde für die vielen weiteren Einsätze in Asien (Vietnam, Korea, Laos, Kambodscha) mit ähnlichen Folgen gerechnet. Es ging um die durch Geschlechtskrankheiten geminderte Einsatzfähigkeit: Wieviele Mann- und Kampftage fallen aus, wenn wir kein wirksames Medikament finden?

„Verbrechen außerhalb der USA nicht strafbar“

Die Täter verbargen ihre Verbrechen. Nicht die der Wissenschaft verpflichtete JHU deckte sie schließlich auf. Durch Zufall stieß 2010 die Professorin Susan Reverby vom Wellesley College, ohne sie gesucht zu haben, auf Notizen von Charles Cutler, einem 2003 verstorbenen Spezialisten für Geschlechtskrankheiten. Er war nach seinem Tod in US-Medien noch als „Pionier der Prävention von Geschlechtskrankheiten“ gewürdigt worden. Er hatte die Menschenversuche geleitet. Die damalige Außenministerin Hillary Clinton und Präsident Barack Obama entschuldigten sich bei der Regierung in Guatemala.

Menschenrechts- und Opferanwälte verhandelten im Namen von 774 Opfern und deren teilweise ebenfalls geschädigten Nachkommen mit der JHU, der Rockefeller-Stiftung und dem Pharma-Konzern um Entschädigung. Sie forderten eine Mrd. Dollar – ohne Erfolg. Deshalb gingen sie 2012 in Washington vor Gericht – es wies die Klage ab: Die Taten seien zwar belegt, aber seien außerhalb der USA geschehen und deshalb nach US-Recht nicht strafbar.[6]

Die Kläger gingen in Widerspruch. JHU, Rockefeller-Stiftung und Bristol-Myers Squibb forderten die Einstellung des Verfahrens. Aber US-Bundesrichter Theodore Chuang wies die Forderung zurück. Die Klage blieb bisher unentschieden.

Obamas Ethik-Kommission ermittelt – JHU will nichts wissen

Präsident Obama ließ nach Reverbys Veröffentlichung eine hochrangig besetzte Presidential Commission for the Study of Bioethical Issues einrichten. Sie sichtete 125.000 Dokumente und veröffentlichte ihren 220 Seiten-Bericht 2011.[7]

Laut Bericht begannen solche Experimente bereits während des Krieges. 1942 wurden sie im US-Gefängnis Terre Haute/Indiana durchgeführt. Prof. Joseph E. Moore von der JHU School of Medicine, Direktor der Abteilung für Geschlechtskrankheiten, entwickelte dafür das Forschungsdesign. Er schätzte 1943: Etwa 350.000 US-Soldaten könnten sich frisch infizieren, das ergebe dann 7 Millionen Fehltage beim Einsatz.

Moore leitete dann nach dem Krieg die 12-köpfige Wissenschaftlergruppe für die Experimente in Guatemala. Von der JHU kamen weitere Mitglieder, mehr als von jeder anderen Universität: Dr. Harry Eagle vom Labor für Geschlechtskrankheiten; Dr. Lowell Reed, Dekan der School of Hygiene and Public Health, später Präsident der JHU; Dr. Thomas Turner, Prof. an der School of Medicine, später Dekan. Von der Harvard University kam Dr. Harry Solomon, von der University of Pennsylvania kam Dr. John Stokes.Die anderen kamen von der Army, der Navy, einer vom Amt für Veteranen, die restlichen von der Regierungsbehörde für Public Health (U.S. PHS). Weitere zwei Mitarbeiter, Dr. Kenneth Maxcy und Dr. Lewis Weed, kamen ebenfalls von JHU.[8]

Die JHU erklärte zum Kommissions-Bericht: Wir lehnen diese „unethischen“ Aktivitäten total ab. Aber kein Gremium der Universität habe die Aktivitäten genehmigt, die Verantwortung habe ausschließlich bei der US-Regierung gelegen. Keine Entschuldigung.[9]

Die Bloomberg School of Public Health

Die JHU nimmt für sich in Anspruch, bei der Wissenschaft über die Gesundheitssysteme weltweit führend zu sein. Dazu werden 9 Fakultäten mit 30 Zentren und Instituten betrieben: Das schon erwähnte CSSE, Globale Gesundheits-Sicherheit, Globale Gesundheits-Prävention, Risiko-Bewertung, Gesundheits-Informatik, Biomedical Engineering, Medizinische Ethik, Angewandte Verhaltens-Analyse, Verhaltens-Biologie, Biotechnisches Unternehmertum und ähnliche, auch ein eigenes Krankenhaus für Erwachsene und Kinder. 35 Nobel-Preise landeten hier.

Die jetzige JH Bloomberg School of Public Health ist die über die Jahrzehnte erweiterte School of Public Health, die 1916 von Prof. Welch mit der Rockefeller-Stiftung gegründet worden war. 2001 wurde „Bloomberg“ zum Namen hinzugefügt: Das geht auf die mehreren Milliarden Dollar zurück, die der New Yorker Banker Michael Bloomberg gespendet hat. Er hatte an der JHU studiert. Er war als Miteigentümer von Wall-Street-Banken, zuletzt Merrill Lynch, zum Multimilliardär geworden. Danach baute er eine Holding mit Print, TV und Radio für Finanzmedien auf. Die Agentur Bloomberg verbreitet weltweit vielzitierte Informationen der Wall Street, aber auch aus der Bloomberg-School.

Der stockreaktionäre Multimilliardär – mit 55 Mrd. Vermögen auf Platz 9 der Forbes-Liste (2019) der reichsten Menschen der Erde – ist eigentlich Mitglied der Demokratischen Partei. Er wechselte aber ohne Skrupel zu den Republikanern, als mit ihr die Aussichten besser waren, zum Bürgermeister von New York gewählt zu werden. Er blieb dies von 2002 bis 2013. Sein Programm Stop&Frisk (Polizei stoppt auf der Straße Verdächtige und filzt sie sofort gründlich) traf vor allem Ausländer und wurde schließlich vom Bundesgericht als verfassungswidrig verboten.

Ende 2019 wollte er sich mithilfe von 400 Millionen Dollar Werbeeinsatz schnell als Präsidentschaftskandidat durchsetzen, diesmal der Demokratischen Partei – das Clinton-Establishment hatte gegen den superreichen Opportunisten nichts einzuwenden. Er wollte den erfolgreichen sozialistischen Bewerber Sanders verhindern. Bloomberg musste zurückziehen, weil er kaum Stimmen holte.

JHU Bill&Melinda Gates Institute

Neben Bloomberg ist die Stiftung des Microsoft-Gründers William Gates der größte Sponsor der JHU auf dem Gebiet der Gesundheit. Neben Projektspenden und anderen Kooperationen gründete die Bill&Melinda Gates Foundation (BMGF), die größte Unternehmensstiftung der Erde mit dem bisherigen 40 Milliarden-Budget, 1999 an der JHU ein eigenes Institut: Bill&Melinda Gates Institute for Population and Reproductive Health.

Es organisiert Familienplanung und „sozialen Wandel“ in 30 ausgesuchten Ländern vor allem Asiens, dann auch Afrikas, Lateinamerikas und des Mittleren Ostens. An der JHU werden Wissenschaftler von dort mit Stipendien bedacht, in „strategischer Führerschaft“ ausgebildet und dann in ihren Herkunftsländern als medizinische Führungskräfte eingesetzt.

Das Institut gründet dazu in Staaten, die den USA besonders nahe stehen, Zentren für reproductive health (Fortpflanzungs-Gesundheit). Ziel ist das befriedigende und sichere Sexualleben mit freier Entscheidung über Geburten. Besonders soll die Übertragung von AIDS, Hepatitis und Syphilis von Mutter auf Kind verhindert werden. Solche Zentren bestehen u.a. in Ägypten, Uganda, Nigeria, Australien, Neuseeland und auf den Philippinen.

Auf diese Weise bekommt das Institut tiefe Einblicke in die Verhältnisse der beteiligten Staaten.

18. Oktober 2019: Corona-Virus-Szenario „Event201“

Die JHU ist auch Organisator von Kampagnen. Dabei steht sie mit einschlägigen Akteuren in Verbindung. Dazu gehören in den USA die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die oberste US-Gesundheitsbehörde mit 21.000 Beschäftigten; das National Institute of Health (NIAD) mit 20.000 Beschäftigten; die Center for Global Health anderer privater Elite-Universitäten wie Harvard; international die Weltgesundheits-Organisation WHO; große Privat-Stiftungen mit an erster Stelle die Bill&Melinda Gates Foundation und die Bloomberg Family Foundation sowie Pharma-Konzerne wie Wellcome, GlaxoSmithKline, Novartis und Sanofi.

Am 18. Oktober 2019 organisierte das JHU-Center for Health Security in New York das dreieinhalbstündige Planspiel Event201. Mitveranstalter waren die Gates-Stiftung und das World Economic Forum.

Die Ausgangslage: Ein von Tier auf Mensch übertragenes, neues und SARS-ähnliches Corona-Virus, aber aggressiver, breitet sich von Schweinefarmen in Brasilien in südamerikanische Großstädte aus, gelangt durch Flugreisende nach Portugal, in die USA und nach China und von dort in die ganze Welt. Im ersten Jahr ist noch kein Medikament verfügbar. Die Infizierten und Toten verdoppeln sich zunächst jede Woche, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen werden immer heftiger.

Ende des Szenarios: Nach 18 Monaten hat die Pandemie 65 Millionen Tote erfordert. Entweder ist nun ein Medikament gefunden oder 80 bis 90 Prozent der Erdbevölkerung werden noch mit dem Virus exponiert.[10]

Am Planspiel nahmen unter der Leitung von Tom Inglesby, Direktor des Center for Health Security, Vertreter folgender Akteure teil:

  • Gates-Stiftung
  • Weltbank
  • Pharma- und Medizingeräte-Konzerne Johnson&Johnson und US Medical Group Henry Schein
  • Hotelkette Marriott
  • Logistikkonzern UPS
  • Lufthansa Group Airlines
  • auf Politikbeziehungen und Risikoanalyse spezialisierte US-PR-Agentur Edelman
  • Medienkonzern NBC Universal Media
  • zentrale US-Gesundheitsbehörde CDC
  • ein Ex-Direktor der CIA und Ex-US-Sicherheitsberater.[11]

Die CIA ist Partner der JHU. Der Geheimdienst organisiert in der Universität öffentliche Rekrutierungs-Events. Sie finden statt in der Washingtoner Niederlassung des JHU-Paul Nitze School of Advanced International Studies. In der „career week“ können sich Studenten unter dem Motto „learn about working at the Central Intelligence Agency“ über die Karrieremöglichkeiten informieren. Das war z.B. am 15.3.2019 von 9.00 am – 12.pm.[12]

Event201 ist dem Muster des Event101 nachgebildet: Es wurde entwickelt vom Council of Foreign Relations (CFR), dem privaten außenpolitischen Beratungsgremium der USA, das – neben Terrorismus, Migration u.ä. – ebenfalls eine Abteilung Global Health unterhält, mit dem Schwerpunkt ansteckender Krankheiten wie AIDS und Ebola sowie von Krebs und Demenz; Diabetes in Mexiko hat gegenwärtig besondere Aufmerksamkeit. Hauptsponsoren sind auch hier die US-Regierung und die Gates-Stiftung.[13]

Das Planspiel Event201 mit einem neuen Corona-Virus fand im Oktober 2019 statt. Zwei Monate später brach in der chinesischen Millionenstadt Wuhan die Covid-19-Epidemie aus. Dann relativierte die JHU die 65 Millionen Toten und die Nicht-Verfügung eines Medikaments: Es habe sich nicht um eine Voraussage gehandelt, sondern um eine Fiktion.[14] Zwei Monate später gab JHU bekannt: Wir haben den Covid-19-Test entwickelt.[15]

„Der heimliche WHO-Chef heißt Bill Gates“

Wir kommen jetzt zur Weltgesundheits-Organisation WHO. Zunächst: Mit dem Generalsekretär Kofi Annan begann die Privatisierung der UNO. Die Internationale Handelskammer unter dem Nestlé-Chef Helmut Maucher bereitete seit Mitte der 1990er Jahre mit Annan das vor, was sie die „gemeinsame Gestaltung der Globalisierung“ nannten. Annan präsentierte die Kooperation 1999 beim Welt-Wirtschafts-Forum in Davos.[16]

Aus den damals 50 beteiligten Konzernen – neben Nestlé u.a. Coca Cola, Goldman Sachs, der Bergwerkskonzern Rio Tinto, McDonald’s und Unilever – sind es inzwischen 9.500 geworden. Sie können sich mit dem Menschenrechts-Image der UNO schmücken, lehnen aber jede sanktionsbewehrte Verpflichtung auf die Einhaltung der Menschenrechte ab. Ihr Motto: „Transform the World through Business“.[17]

Gates und Bloomberg, inzwischen unterstützt vom populistisch geübten Großspekulanten Warren Buffett, mit ihren Stiftungen und mit den von ihnen finanzierten JHU-Instituten agieren als die öffentlichen Propagandisten des globalen Gesundheits- und Krankheits-Managements. Sie wurden die Hauptfinanziers der Weltgesundheits-Organisation WHO. Die BGMF finanziert an der Spitze mit etwa 700 Millionen jährlich das Fünf-Milliarden-Budget der WHO, zusammen mit der US- und der britischen Regierung, die ansonsten die UNO möglichst kurzhalten oder boykottieren.[18] Die WHO legt u.a. fest, welche Krankheiten für die Welt wichtig sind und wann eine Epidemie zur Pandemie geworden ist.

„Der heimliche WHO-Chef heißt Bill Gates“, titelte Die ZEIT, die den selbsternannten Menschheitsbeglücker tief bewundert.[19]

Private Globalsteuerung der Gesundheit

Die JHU-Institute und die WHO sind für das Management des globalen privaten Gesundheitsbetriebs nicht ausreichend. Deshalb gründen sie seit zwei Jahrzehnten weitere Organisationen und bauen Kooperationen nach dem Muster Public Private Partnership auf:

  • GAVI: Die Gates-Stiftung gründete mit Pharma-Stiftungen 1999 die Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI). Die Gates-Stiftung spendete im Zeitraum 2016-2019 1,56 Mrd. Dollar. WHO, Weltbank, UNICEF machen mit. GAVI koordiniert die Entwicklung von Impfstoffen. Chef seit 2011 ist Seth Berkley, Harvard-Absolvent, der zunächst in der US-Gesundheitsbehörde CDC arbeitete und dann acht Jahre in der Rockefeller-Stiftung die Health Sciences Division leitete. Er ist Mitglied im Council on Foreign Relations und im Aufsichtsrat des Pharmakonzerns Gilead.
  • GHIT: Der Global Health Innovation Technology Fund (GHIT) wurde 2013 von der Gates-Stiftung und dem britischen Wellcome Trust (hervorgegangen aus dem Pharmakonzern Glaxo) zusammen mit den wichtigsten Pharmakonzernen Japans gegründet. Ansteckende und bisher vernachlässigte Krankheiten in Entwicklungsländern sollen stärker bekämpft werden als bisher.
  • CEPI: Die Coalition for Epidemic Preparedness Innovation (CEPI) finanziert und koordiniert seit 2017 die Entwicklung von Impfstoffen gegen alle Viren, die von Gates & Co bzw. von der WHO als pandemisch eingestuft werden. Mit jeweils 100 Millionen Dollar waren die Gates-Stiftung und der Wellcome Trust die Initiatoren. Die Regierungen Japans, Norwegens, Großbritanniens, Deutschlands und die EU sind weitere Sponsoren. Chef ist Richard Hatchett: Er leitete im Homeland Security Council unter George W. Bush die Abteilung für Biodefense Policy.[20] CEPI verteilt Forschungsgelder für die Entwicklung von Impfstoffen, zur Zeit für Covid-19 an etwa 40 Pharma- und Biotech-Unternehmen, v.a. aus den USA (Moderna, Novavax, Inovio), auch an zwei in Deutschland, Curevac und Biontech. An Curevac ist Gates mit 52 Millionen Dollar beteiligt.[21]
  • Weltbank: 2017 hatte auch die Weltbank erkannt, dass Pandemien ein neues Geschäftsfeld sind. Sie stellte zum ersten Mal einen Kredit über 500 Millionen in Dollar zur Bekämpfung von ansteckenden Krankheiten zur Verfügung, und zwar für arme Staaten. Die Kredite werden vergeben, wenn folgende Viren beteiligt sind: Influenza Virus A, Coronaviren wie SARS und MERS, Ebola, Marburg und andere von Tier auf Mensch übertragene Viren. Die Kredite sind abrufbar, wenn die WHO den Pandemie-Fall erklärt. Die Kredite werden über die drei Rück-Versicherer Munich Re, Swiss Re und Guy Carpenter verteilt.[22] Nebenbei: Der jeweils größte Aktionär der beiden größten Rückversicherer, Munich RE und Swiss Re, ist BlackRock.
  • Welt-Wirtschafts-Forum (WEF): Diese jährlich in den Schweizer Bergen in Davos tagende, informelle Versammlung von Konzern-, Banken-, Staats- und Medienchefs, geleitet vom Harvard-Absolventen Klaus Schwab, ist inzwischen Mitorganisator des globalen Gesundheits-Managements. 2017 wurde in Davos CEPI mit großem Auftritt von Gates gegründet. WEF war Mitveranstalter von Event201.
  • GIJN: Das Global Investigative Journalism Network (GIJN), 2003 gegründet, Sitz in Maryland/USA, wird vor allem von der Open-Society-Stiftung des US-Hedgefonds-Spekulanten George Soros finanziert.[23] Das Netzwerk stellt auch für die genannten Kampagnen, jetzt für das Covid-19-Management aufbereitete, Pressematerialien her und organisiert dafür Trainingsprogramme.[24]

Epidemien-Fanatiker Gates: Aktivist von „America First“

Seit der Gründung von GAVI 1999 prophezeit Gates das baldige und häufige Kommen von Pandemien mit Millionen von Toten, so wie im Oktober 2019 im Event201-Planspiel 65 Millionen Corona-Virus-Tote angenommen wurden.

Für diese Spekulation leugnet der Fanatiker den Hunger, der täglich ungleich mehr Menschen vom Babyalter an krank macht und auch dahinrafft, insbesondere im Einzugsbereich von „America First“, in US-amerikanischen Slums und weltweit. Des weiteren leugnen Gates & Co nicht nur die Gefahr von kommenden Kriegen, sondern auch die gegenwärtigen und möglichen Kriege.

„Während meiner Kindheit war ein Atomkrieg die Katastrophe, vor der wir die meiste Angst hatten. Heute sieht das Risiko einer globalen Katastrophe anders aus. Es sind keine Raketen mehr, es sind Mikroben“,[25] so verkündet der Philantrop – während alle von ihm bisher gestützten US-Regierungen im Namen von „America First“ zahlreiche todesbringende Kriege rund um den Erdball geführt haben und weiter führen und jetzt auch atombestückte Raketen gegen inszenierte alte und neue Feinde aufstellen und auf dem Boden, in der Luft und auf den Meeren gegen Russland und China aufrüsten – präventiver Ersteinsatz von Atombomben eingeschlossen, seit Präsident Obama wieder offizielle US-Militärdoktrin.[26]

Gates hat noch nie einen Krieg der USA kritisiert. Die Toten dieser Kriege und Stellvertreterkriege und Dauer-Besetzungen wie in Afghanisten interessieren diesen Menschenfreund nicht. Er ist zudem, wie Bloomberg, politisch gnadenlos opportunistisch, jedenfalls im hochkapitalistisch üblichen Spektrum: Die Demokraten sind gut, die Republikaner sind auch gut, je nach Bedarf. Gates spendet für beide etablierten Kriegs-Parteien. Um bei den Demokraten jetzt den Sozialisten Sanders oder sogar die gemäßigte Sozialdemokratin Elizabeth Warren als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern, würde er sich für Trump einsetzen, erklärte er.[27]

Gates, seine Stiftung, seine weltweiten Gesundheitsprojekte sind mit der JHU und den anderen Kooperationspartnern aktive Akteure von „America First“. Microsoft unter Gates’ Leitung nutzte von Anfang an die Ausbeutung rechtloser und auch illegalisierter Niedrigstlöhner, zunächst in Silicon Valley selbst, dann in den Arbeitskasernen des taiwanesischen Organisators von Niedrigstlöhnerei, Foxconn, in China – dort versuchte Microsoft wie Apple und andere Silicon-Valley-Konzerne 2006 die Umsetzung menschenrechtlicher Standards – angelehnt an die Internationale Arbeitsorganisation ILO, die zur UNO gehört – zu verhindern, Gottseidank erfolglos.[28]

Mit Microsoft-Software in staatlichen Verwaltungen, Unternehmen und Militär ist die EU eine Microsoft-Kolonie.[29] Gleichzeitig ist Microsoft der aktuell größte Auftragnehmer des Pentagon: Für dessen letztes Künstliche-Intelligenz-Projekt gewann Microsoft 2019 die Ausschreibung – 10 Mrd. Dollar für 10 Jahre.[30]

Die Gates-Stiftung bekam bzw. bekommt ihre Milliarden aus Beteiligungen vor allem an US-Konzernen wie Microsoft, Coca Cola, Monsanto, Shell, Bayer, BASF, Dow Chemical, BP, Exxon Mobil, Glencore, McDonald’s, Walmart.[31] Während Bill Gates noch mit sechs Prozent an Microsoft beteiligt ist und damit Multimilliardär bleiben kann, sind die Großaktionäre von Microsoft ebenso wie bei den anderen genannten Konzernen inzwischen die großen Kapitalorganisatoren Vanguard, BlackRock, State Street, Capital World, T Rowe Price, Fidelity, Wellington, Bank of New York Mellon, JP Morgan.[32]

Teilnehmer des JHU-Planspiels Event201 waren UPS, Marriott, Johnson&Johnson und Lufthansa: Auch deren größte Aktionäre sind Vanguard, BlackRock, State Street: Für sie sind auch Pandemien wie jetzt Covid-19 mit den begleitenden Schwankungen der Aktienkurse ein besonders lukratives Geschäftsfeld.[33] So nutzen die Microsoft-Großaktionäre wie BlackRock jetzt auch die „Corona-Krise“.[34]

Global-Health-Security-Index: „USA am besten gerüstet“

Zur Bloomberg School of Public Health gehört auch das Johns Hopkins Center for Health Security. Es erstellt den Global-Health-Security-Index. Er bewertet die Qualität der Gesundheitssysteme von 195 Staaten: Wie gut sind sie vorbereitet, um Epidemien erfolgreich zu bekämpfen?

Beim Erstellen wird die JHU unterstützt von der Gates-Stiftung, der Robertson-Stiftung des New Yorker Hedgefonds-Managers Julian Robertson (Tiger Management), vom Open Philantropy Project des Facebook-Mitgründers Dustin Moskovitz („der jüngste Milliardär aller Zeiten“), von der Economist Intelligence Unit (gehört zur Zeitschrift The Economist, berät Unternehmen bei der globalen Suche nach dem günstigsten Standort für Auslagerungen und Dienstleistungen) und der Nuclear Threat Initiative, gegründet von Ted Turner/CNN und Senator Sam Nunn (Ex-Vorsitzender des Streitkräftekomitees im Kongress).[35]

Zum Experten-Panel gehören neben JHU-Wissenschaftlern Vertreter der Gates-Stiftung, der General-Electric-Stiftung, der Weltbank, des Economist Intelligence Unit, der US-Universitäten Georgetown und Columbia und zahlreicher Entwicklungsländer wie Uganda, Pakistan, Indonesien, Liberia, auch Japan und Finnland.

Ergebnis des aktuellen Index 2019: Im Durchschnitt sind die Gesundheitssysteme „sehr schlecht“ vorbereitet, mit 40,2 von 100 möglichen Punkten. 75 Prozent der Gesundheitssysteme, vor allem der Entwicklungsländer, sind in einem „katastrophalen“ Zustand.

Aber welches Gesundheitssystem ist am besten vorbereitet, steht auf Platz 1? Es sind die USA. Und zwar in dreifacher Hinsicht: Erstens insgesamt, zweitens bei der Veröffentlichung von Erregern und Risiken, drittens bei verantwortlicher Wissenschaft. Bei der schnellen Eindämmung stehen die USA „nur“ an zweiter Stelle – nach dem ähnlich kaputt gemachten Gesundheitssystem Großbritanniens! Übrigens: Die Volksrepublik China steht an 51. Stelle.

Wenn die angeblich kritischen Medien jetzt besserwisserisch auf dem Dumpfbeutel Trump herumtrampeln, weil er die Verbreitung der Covid-19-Pandemie in den USA allzu lange verleugnet hat – diese ebenso dummen Medien sollten lieber auf den Dumpfbeuteln der JHU, der Gates-Stiftung usw. herumtrumpeln. Denn Trump berief sich auf den Global-Health-Security-Index, den er im Weißen Haus der versammelten Weltpresse vorhielt. „Johns Hopkins, glaube ich, ist eine hoch respektierte, große Institution“, lobte er.[36]

Das US-Gesundheits-System als globales Muster

So können wir die Anfangsfrage nun beantworten: Es ist nicht gut, sondern sehr schlecht, ja lebensgefährlich, dass die Aufbereitung der Gesundheits- und Krankheitsdaten und das Pandemien-Management der Menschheit im Eigentum der Johns Hopkins University in Privatgemeinschaft mit Gates, Bloomberg, Robertson, CDC, GAVI, CEPI, GHIT, WEF, Weltbank, Economist, GlaxoSmithKline, Novartis, BlackRock, Vanguard & Co sind.

Obwohl JHU, Gates, US-Regierungsbehörden, WHO & Co seit der CEPI-Gründung 1999 ständig vor kommenden Pandemien mit vielen Millionen Toten warnen – trotzdem wurden vor allem in den USA durch Privatisierung, Stellenkürzung, Methode der Fallpauschale usw. die Reserven für zusätzliche Tests und Behandlungen abgebaut, dann auch in der EU, vor allem in den jetzigen Covid-19-Todesstaaten Italien und Spanien.[37]

Durch Nicht-Testung und Nicht-Behandlung werden zudem noch mehr Tote verursacht. Das müssen JHU, Gates, Bloomberg & Co nicht bewusst wollen – Kapitalisten schützen sich routiniert durch professionelle Selbsterblindung vor der Erkenntnis der von ihnen verursachten Folgen – die wiederkehrenden Finanzkrisen sind das bekannteste Beispiel.

Also zum Abschluss ein kurzer Blick auf das von JHU, Gates & Co gelobte „sicherste Gesundheitssystem der Welt“ mit ein paar bekannten Daten:[38]

  • 2,8 Krankenbetten pro 1.000 Einwohner, ähnlich wie in Großbritannien und knapp vor Entwicklungsländern. Zum Vergleich: Russland und Deutschland verfügen über 8 Betten, Frankreich über 6.[39]
  • Deshalb schon im Normalbetrieb zahlreiche Nicht-Aufnahmen bei Notfällen.
  • 27,5 Millionen US-AmerikanerInnen sind ohne jegliche Krankenversicherung. Diese offizielle Zahl ist zudem zu niedrig, denn Millionen Illegale, die in privaten Haushalten, in der Gastronomie und anderen niederen Diensten den Betrieb aufrechterhalten, sind auch nicht versichert.
  • Etwa 100 Millionen US-AmerikanerInnen haben nur eine Teil-Versicherung: Für Zahnersatz, Operationen, Krankenhausaufenthalt, Medikamente usw. sind Zuzahlungen nötig, die aber von vielen Versicherten nicht geleistet werden können.
  • 60 Prozent der Privatinsolvenzen gehen auf teure Behandlungskosten zurück.
  • Privatisierung und hohe Versicherungsprämien: Das Gesundheitssystem ist bei weitem das teuerste pro Kopf, obwohl Millionen schwerer Krankheiten eines Teils der Bevölkerung gar nicht behandelt werden.
  • Höchste Kindersterblichkeit und niedrigste Lebenserwartung im Vergleich aller entwickelten Staaten (auch z.B. im Vergleich mit Kuba), dies zudem hoch gespreizt zwischen Arm und Reich.
  • Schon im Normalbetrieb: Doppelt so viele AmerikanerInnen im Vergleich der entwickelten Staaten sterben wegen eigentlich beherrschbarer Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung.

So sieht also das hochwissenschaftlich von JHU& Co gepriesene, gegen Epi- und Pandemien bestgerüstete Gesundheitssystem der Menschheit aus. Es ist ein Geschäftsmodell.

Das Pandemien- Weltmodell

JHU, Gates & Co verabsolutieren die Pandemien-Gefahren und halten in der Praxis die viel größeren, auch gesundheitlichen bis tödlichen Gefahren und deren Ursachen für die Menschheit aufrecht: Hunger, Kriege, national wie global organisiertes working poor sind eigentlich mit – im Prinzip – einfachen Mitteln überwindbar. Die Einhaltung des UNO-Völkerrechts und der Universellen Menschenrechte – zu ihnen gehören auch die Arbeits- und Sozialrechte – sind dazu eine gute Orientierung. Doch davon halten die Philantropen à la Gates, Bloomberg & Co gar nichts.

Aber nein: Hunger, Kriege, verdeckte militärische Operationen, Unterernährung, global ausgelagerte Niedrigstlöhnerei mit Niedrigst-Umweltstandards, Arbeits-, Renten- und Altersarmut, verunreinigtes Trinkwasser, verpestete Luft sind die viel größeren, dauerhaften Gefahren für die Gesundheit von Milliarden Menschen. Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge – wie sehen deren Gesundheitsgefahren aus, etwa an den Grenzen, Zäunen, Mauern der USA und der EU? Schon mal darüber nachgedacht, Mr. Menschheitsfreund?

Nach den SARS- und MERS-Corona-Viren-Varianten war in der Wissenschaft klar: von Tieren ausgehende bzw. übertragene Corona-Viren, auch in China, verändern sich schnell, bringen neue Varianten hervor. Die Weltgemeinschaft muss ihre Gesundheitssysteme darauf vorbereiten. Dies fasste ein Dutzend Wissenschaftler anderer US-Universitäten, aus Wuhan und Zürich 2015 zusammen.[40] Aber JHU, Gates & Co sandten panische Prophezeiungen kommender Pandemien in die Welt, zuletzt im Oktober das Planspiel Event201, und drängten nicht auf die Ertüchtigung der Gesundheitssysteme – nur China, Singapur und andere Staaten taten das.

JHU, Gates&Co: Wissenschaftliche und moralische Kompetenz verwirkt

Die westlich infizierte Weltgemeinschaft hat sich für ihre Gesundheit und ihre Krankheiten über die Jahrzehnte vieles gefallen lassen. Auch die EU, die Europäische Kommission und die Regierungen haben sich auch hier am Vorbild der USA orientiert und die Gesundheitssysteme der Mitgliedsstaaten nach der „besten aller (kapitalistischen) Welten“ zugerichtet.

Die Globalisierer à la JHU, Gates&Co haben den Anspruch, nicht zuletzt die wissenschaftliche und moralische Kompetenz und Autorität für die Gestaltung der globalen Verhältnisse der Menschheit nun endgültig verwirkt.

Diese asoziale, unmenschliche, vielfach tödliche Un-Ordnung ist durch eine demokratische zu ersetzen. Wieder ist ein Anlass, ein Grund dafür da. Nutzen wir ihn![41]


[«1swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

[«2youtube.com/watch?v=xYXK7uh93Uo

[«3] Snfagora.jhu.edu, abgerufen 15.3.2020

[«4] Zbigniew Brzezinksi: Die Einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft. Weinheim 1997

[«5] Rory Carroll: Guatemala victims of US syphilis study still haunted by the ‘devil’s experiment’, The Guardian 8.6.2011

[«6] Opfer amerikanischer Syphilis-Experimente scheitern vor Gericht, Der Spiegel 14.6.2012

[«7] „Ethically Impossible“. STD Research in Guatemala from 1946 – 1948, Washington September 2011

[«8] „Ethically Impossible“ S. 30f.

[«9] A Commentary on Reports by the President Commission for the Study of Bioethical Issues, hopkinsmedicine.org/news/stories/study_bioethical-issues.html, abgerufen 26.3.2020

[«10centerforhealthsecurity.org/event201/scenario.html, abgerufen 15.3.2020

[«11] Event201 Pandemic exercise underscores immediate need for public-private cooperation to mitigate servere economic and societal impacts of pandemics, centerforhealthsecurity.org/event201/190117-press-release.html, abgerufen 16.3.2020

[«12] Advance your career today, sais.jhu.edu/events/cia-campus-recruiting, abgerufen 15.3.2020

[«13world101.cfr.org/global-era-issues/globalhealth, abgerufen 20.3.2020

[«14] Statement about nCoV and our pandemic exercise, centerforhealsthsecurity.org/news 24.1.2020

[«15] Voronavirus Screening Test Developed at Johns Hopkins, hopkinsmedicine.org 14.3.2020

[«16] Belen Balanya u.a.: Europe Inc. London 2000, S. 166ff.

[«17] Unglobalcompact.org/what-is-gc, abgerufen 28.3.2020

[«18] People’s Helath Movement: Who finances the WHO? phmovement.org/wp-content/uploads/2018/07/D1.pdf, S. 250ff.

[«19] Zeit online 9.4.2017

[«20] Nach dem Terror-Anschlag auf das World Trade Center im September 2001 beschloss der US-Kongress mit dem Model State Emergency Health Power Act vom 21.12.2001 im Falle von „public health“-Notlagen auch Maßnahmen gegen „ansteckende Krankheiten“ und „Epidemien“.

[«21] Der Mann, der die Pandemie voraussagte, Handelsblatt 20.3.2020

[«22] The World Bank: World Bank launches first-ever pandemia bonds to support $500 Million pandemia emerging financing policy, press release june 28, 2017

[«23] Journalism Needs to Reinvent Itself, gijn.org 19.9.2018

[«24] Tips for Journalists Covering COVID-19, gijn.org 10.3.2020

[«25] Seine Welt, Süddeutsche Zeitung 28.3.2020

[«26] Florian Rötzer: Pentagon – (Erst)Einsatz von Atomwaffen kann hilfreich sein, telepolis 22.6.2019

[«27] Der Mann, der die Pandemie voraussagte, Handelsblatt 20.3.2020

[«28] Werner Rügemer: Die Kapitalisten S. 278ff.

[«29] Elisa Simantke: Europe’s dire dependency on Microsoft, Investigate Europe 21.6.2017; Harald Schumann /Arpad Bondy: Das Microsoft-Dilemma, ARD 19.2.2018

[«30] Microsoft Wins Pentagon’s $ 10 Billion JEDI Contract, Thwarting Amazon, New York Times 25.10.2019; JEDI = Joint Enterprise Defense Infrastructure

[«31] Aufgrund einer öffentlichen Divestment-Kampagne hat sich die Stiftung möglicherweise von einigen dieser Unternehmen getrennt, Wikipedia: Bill&Melinda Gates Foundation, abgerufen 15.3.2020

[«32] Werner Rügemer: Die Kapitalisten S. 162

[«33] Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, 2. Auflage Köln 2020, S. 18ff.;

[«34] Jens Berger: Die Gewinner der Krise – BlackRock & Co kassieren gleich doppelt, www.nachdenkseiten 24.3.2020

[«35ghsindex.org, abgerufen 25.3.2020

[«36] Trump held up a map showing the US is the best prepared country in the world for a pandemic, businessinsider.de/international 27.2.2020

[«37] Emma Clancy: Austerity Kills. EU Commission Demanded Cuts to Public Healthcare Spending 63 Times from 2011 – 2018, braveneweurope.com 28.3.2020

[«38] Warum das US-Gesundheitssystem so teuer ist, Ärzteblatt 15.3.2018

[«39] Handelsblatt 26.3.2020

[«40] Vineet D Menachery u.a.: A SARS-like cluster of circulating bat coronaviruses shows potential for human emergence, Nature Medicine Volume 21, Number 12 December 2015, S. 1508ff

[«41] Dazu werden jetzt immer mehr Vorschläge entwickelt. Siehe auch Werner Rügemer: Heuchler, Profiteure und andere Menschenfreunde – „Corona“ als Anlass für kollektive demokratische Selbstorganisation, nachdenkseiten.de 19.3.2020

“The USA has the safest health system in the world

The Johns Hopkins University and the global management of pandemics

(Translated and published by Tlaxcala & Fausto Guidice)

Werner Rügemer

Media around the world quote the Johns Hopkins University when it comes to the count of the infected and dead from the corona virus Covid-19. The figures are always slightly higher than the figures released simultaneously by the competent national authorities, in Germany for example the Robert Koch Institute (RKI). Why, in terms of the definition, global presentation and management of epidemics and pandemics, is the private university in Baltimore/Maryland incomparably more important than the national authorities? And why does Johns Hopkins praise the US health care system as the best protected against pandemics in the world?

Always a few steps ahead

The Johns Hopkins University (JHU) obtains its data not only from national authorities and the World Health Organization (WHO), but also conducts its own timely research in other sources, e.g. local health authorities, hospitals and their Twitter accounts, research institutes and test laboratories, municipal press offices and infection centers in particularly affected regions, from interviews with virologists and specialist journals. Nobody knows this landscape as well as the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) of the JHU and has as many resources to this end.

The CSSE also operates in this way in the USA itself and in 195 countries around the world. According to the JHU, the website with the Covid-19 data is visited more than a billion times a day.

And that is somehow bad? Mankind surely needs to know as precisely as possible about itself, especially with dangerous diseases that spread around the whole earth?

By the way, one should not necessarily assume that data meet academic standards just because they come from an institution that calls itself academic. In nations of law official medical death certificates must state the main cause of death. This is not the case with the JHU death figures: was Covid-19 merely coincidental or was it the main cause of death? What this means can be seen, for example, from the Covid-19 figures in Italy: According to the Italian National Institute of Health ISS, the average age of those who tested positive was 81 years. 80 percent of the deceased had 2 or more chronic pre-existing conditions (cardiovascular, diabetes, respiratory problems, cancer), 50 percent had 3 or more such conditions. Less than 1 percent of the deceased were healthy persons.[1]

So, without denying the elusive risks, we should pursue the question: why is it that the public’s legitimate fears are being exacerbated here in a highly scientific way?

Global data management

In the field of diseases, health policy, epi- and pandemics, the JHU runs numerous institutes. They are also networked with national and international institutions. This began more than a hundred years ago, during World War I.

In 1916 the School of Public Health was founded at the JHU. Most of the money came from the then largest corporate foundation of the richest US entrepreneur at the time, the Rockefeller Foundation. The founding president was William H. Welch, a pathologist and hygienist from the private elite university Yale. In 1916, at the urging of Wall Street and major corporations, the USA decided to enter the war in Europe, contrary to President Woodrow Wilson’s promise of peace and neutrality. Wilson, by the way, was a graduate of the JHU. The government took care of the health of its future soldiers: Welch became one of the Army’s chief advisors and then one of the leading academics in the fight against Spanish flu: It spread from the United States to the trenches and populations of warring nations in Europe at the end of the war in 1918.

Welch was also president of the Rockefeller Institute for Medical Research until 1932. Welch, Rockefeller and the JHU School of Public Health launched the integration into US global strategy, for example with the help of the Union Medical College in Beijing: US medicine was to be disseminated in developing countries, which, as with Generalissimo Chiang Kai-shek in China, were supported by the USA. Doctors from such countries receive scholarships to study in the USA.

Connections to the military, billionaires, government

For starters, let us note that the JHU, founded in 1876 from the assets of the banker, railroad entrepreneur and multimillionaire Johns Hopkins, is firstly a private university, and secondly it has direct connections to the military and US foreign policy. For example, it is home to the Paul H. Nitze School of Advanced International Studies (SAIS). It is named after the investment banker Nitze, who was US Secretary of the Navy and Deputy Secretary of Defense in the 1950s and who, as a “hawk”, then joined Ronald Reagan in advocating the stationing of medium-range missiles in Western Europe.

Madeleine Albright, former US Secretary of State, is a JHU graduate. She asserted: The 500,000 dead children in Iraq due to the US embargo were “worth the price”.[2]

The JHU is a stomping ground for US-friendly multi-billionaires. For example, the foundation of the shipowner oligarch Stravros Niarchos (headquarters: Vaduz/Liechtenstein), who supplied US oil companies with his fleet of tankers and supported the 1976 military coup in Greece with the CIA, finances the Agora Institute at the JHU: it advocates the “strengthening of global democracy”. The foundation also makes donations to the JHU in general, to the SAIS and to the JHU School of Medicine.[3] We will turn later to the other foundation billionaires who are more important for health.

This private university, with close links to business, the military and government, acts in the “national interest” of the USA. This results from its association with government institutions, corporations, banks, wealthy donors, other elite universities, the military and the State Department: the health and sickness of all people on earth are also important for the well-being, security (and business) of the arrogated “sole world power”, as the advisor to several US presidents put it.[4] “America First” has been valid since the founding of the state and is not a brainchild of the current US President Trump.

Before we look at the expanded current toolbox of the JHU, we examine an unusually well documented large-scale project. Thereby continuing to pursue the question: Is it good that the JHU researches viruses and manages the health and disease data of mankind?

JHU on trial: Infection with venereal diseases in Guatemala

The JHU is currently on trial in Washington, together with the Rockefeller Foundation and the pharmaceutical company Bristol-Myers Squibb.

The indictment: From 1946 to 1948, JHU physicians in Guatemala, with the participation of the other two defendants, infected 1,500 prison inmates, mental patients, prostitutes, children in institutions (orphans) and low-ranking soldiers with venereal diseases without their knowledge, primarily syphilis, along with gonorrhea and chancroid. In the first phase, the doctors encouraged prisoners to have sex with prostitutes who were already infected. Later, the bacteria were injected directly. Penicillin was tested as a drug. The evaluation lasted until 1953. 5,128 tests were carried out in total. It is proven that 83 deaths occurred in the immediate period thereafter. Subsequent consequences, including among descendants, have not been researched in detail.[5]

The hapless guinea pigs were lured with ridiculous gifts, such as cigarettes. The heads of the impoverished institutions – prison, children’s home run by Christian nuns, psychiatric hospital – received donations. Some subjects were registered under fantasy names, such as “The Mute of St. Marcos”.

Most of the 12 US physicians involved came from the JHU. They appeared in white coats, blatantly violated the Hippocratic oath en masse – while at the same time US prosecutors at the military tribunal in Nuremberg and subsequent tribunals denounced the criminal experiments of Nazi doctors on concentration camp prisoners.

The experiments were an assignment from the US military. The ground was laid during the war by the Roosevelt administration: Research on “medical problems affecting national defense”. US soldiers, whose sexual needs are taken care of by the US on all missions worldwide, often came back from previous wars with venereal diseases. And after World War II, similar consequences were expected for the many other missions in Asia (Vietnam, Korea, Laos, Cambodia). It was a question of reduced operational capability due to venereal diseases: How many man- and combat days will be lost if we do not find an effective medication?

 “Crimes outside the USA not punishable”

The perpetrators hid their crimes. It was not the JHU, duty bound to science, that finally uncovered them. By chance, in 2010, Professor Susan Reverby of Wellesley College, without having been looking for them, stumbled upon notes by Charles Cutler, a specialist in venereal diseases who died in 2003. After his death, he had been honored in the US media as a “pioneer in the prevention of venereal diseases”. He had directed the human trials. Secretary of State Hillary Clinton and President Barack Obama apologized to the government in Guatemala.

Human rights and victims’ lawyers negotiated with the JHU, the Rockefeller Foundation and the pharmaceutical company for compensation on behalf of 774 victims and their descendants, some of whom were also injured. They demanded one billion dollars – without success. That’s why they went to court in Washington in 2012 – it dismissed the case: although the crimes had been proven, they had occurred outside the United States and were therefore not punishable under US law.[6]

The plaintiffs appealed. JHU, the Rockefeller Foundation and Bristol-Myers Squibb demanded the termination of the proceedings. But US Federal Judge Theodore Chuang rejected the demand. The lawsuit has remained undecided so far.

Obama’s Ethics Commission investigates – JHU doesn’t want to know

In the wake of Reverby’s publication, President Obama established a high-level Presidential Commission for the Study of Bioethical Issues. It reviewed 125,000 documents and published its 220-page report in 2011.[7]

According to the report, such experiments already began during the war. In 1942, they were conducted at the US Prison at Terre Haute, Indiana. Prof. Joseph E. Moore of the JHU School of Medicine, Director of the Department of STDs, developed the research design for this. He estimated in 1943 that about 350,000 US soldiers could be newly infected, resulting in 7 million days of absence from duty.

After the war, Moore then headed the 12-member group of scientists for the experiments in Guatemala. From the JHU came other members, more than from any other university: Dr. Harry Eagle from the STD Laboratory; Dr. Lowell Reed, Dean of the School of Hygiene and Public Health, later President of the JHU; Dr. Thomas Turner, Professor at the School of Medicine, later Dean. From Harvard University came Dr. Harry Solomon, from the University of Pennsylvania came Dr. John Stokes. The others came from the Army, the Navy, one from the Office of Veterans, the others from the Governmental Public Health Agency (US PHS). Another two staff members, Dr. Kenneth Maxcy and Dr. Lewis Weed, also came from JHU.[8]

The JHU commented on the Commission report: We totally reject these “unethical” activities. But no university body had authorized the activities, the responsibility lay exclusively with the US government. No apology.[9]

The Bloomberg School of Public Health

The JHU claims to be the world leader in the science of health. To this end, it operates 9 faculties with 30 centers and institutes: The already mentioned CSSE, Global Health Security, Global Health Prevention, Risk Assessment, Health Informatics, Biomedical Engineering, Medical Ethics, Applied Behavioral Analysis, Behavioral Biology, Biotechnical Entrepreneurship and the like. The in-house hospital with 226 departments and 1,600 doctors is located on the extensive campus in 37 buildings. Annual research budget: USD 2.5 billion. The School of Nursing sets the national standards for nurse training. 35 Nobel Prizes ended up here.

The current JH Bloomberg School of Public Health is the School of Public Health, which has been expanded over the decades and was founded in 1916 by Prof. Welch with the Rockefeller Foundation. In 2001 “Bloomberg” was added to the name: This is due to the several billion dollars donated by the New York banker Michael Bloomberg. He had studied at the JHU. He had become a multi-billionaire as a co-owner of Wall Street banks, most recently Merrill Lynch. He then built up a holding company with print, TV and radio for financial media. The Bloomberg agency distributes much-cited Wall Street information worldwide, but also information from the Bloomberg School.

The stock-reactionary multi-billionaire – with USD 55 billion assets in 9th place of the Forbes list (2019) of the richest people on earth – is actually a member of the Democratic Party. However, he switched without scruples to the Republicans when the prospects of being elected mayor of New York were better. He remained in office from 2002 to 2013, privatizing schools, hospitals and virtually all public services. His Stop&Frisk program (police stop suspects on the street and immediately frisk them thoroughly) hit foreigners in particular and was eventually banned by the federal court as unconstitutional.

In late 2019, with the help of USD 400 million in advertising, he wanted to quickly assert himself as presidential candidate, this time for the Democratic Party – the Clinton establishment had no objection to the super-rich opportunist. He wanted to prevent the successful socialist candidate, Sanders. Bloomberg had to withdraw because he was barely winning votes.

JHU Bill&Melinda Gates Institute

Besides Bloomberg, the foundation of Microsoft founder William Gates is the largest sponsor of the JHU in the field of health. In addition to project donations and other collaborations, the Bill&Melinda Gates Foundation (BMGF), the world’s largest corporate foundation with a budget of USD 40 billion to date, established its own institute at the JHU in 1999: Bill&Melinda Gates Institute for Population and Reproductive Health.

It organizes family planning and “social change” in 30 selected countries, mainly in Asia, but also in Africa, Latin America and the Middle East. At the JHU, scientists from these countries are awarded scholarships, trained in “strategic leadership” and then deployed as medical leaders in their countries of origin.

To this end, the Institute establishes reproductive health centers in states that are particularly close to the USA. The aim is a satisfying and safe sex life with free choice on childbirth. However, abortion is rejected. In particular, the transmission of AIDS, hepatitis and syphilis from mother to child is to be prevented. Such centers exist in Egypt, Uganda, Nigeria, Australia, New Zealand and the Philippines, among others.

In this way, the Institute gains deep insights into the prevailing conditions in the countries involved.

October 18, 2019: Corona virus scenario “Event201”

The JHU also organizes campaigns. In the process it is in contact with relevant actors. In the USA, these include the Centers for Disease Control and Prevention (CDC), the highest US health authority with 21,000 employees; the National Institute of Health (NIAD) with 20,000 employees; the Center for Global Health of other elite universities such as Harvard; internationally, the World Health Organization (WHO); major private foundations, with the Bill&Melinda Gates Foundation at the forefront, the Bloomberg Family Foundation and the Wellcome Trust as well as pharmaceutical companies such as GlaxoSmithKline, Novartis and Sanofi.

On October 18, 2019, the JHU Center for Health Security in New York organized the three-and-a-half-hour business game Event201. The Gates Foundation and the World Economic Forum were co-organizers.

The starting point: a new and SARS-like corona virus, transmitted from animal to human, but more aggressive, spreads from pig farms in Brazil to large South American cities, reaches Portugal, the USA and China via air travelers and from there to the whole world. No drug is available in the first year. Initially, the number of infected and dead people doubles every week, and the economic and social consequences become increasingly severe.

End of the scenario: After 18 months, the pandemic has caused 65 million deaths. Either a drug has now been found or 80 to 90 percent of the world population is still exposed to the virus.[10]

Under the leadership of Tom Inglesby, Director of the Center for Health Security, representatives of the following actors took part in the simulation:

*Gates Foundation

*World Bank

*Pharmaceutical and medical device companies Johnson&Johnson und US Medical Group Henry Schein

*Hotel chain Marriott

*Logistics company UPS

*Lufthansa Group Airlines

*US PR agency specializing in political relations and risk analysis Edelman

*Media company NBC Universal Media

*central US health authority CDC

*one ex-director of the CIA and former US security consultants.[11]

The CIA is a partner of the JHU. The secret service organizes public recruiting events at the university. They take place at the Washington office of the JHU Paul Nitze School of Advanced International Studies. During the ‘career week’ students can inform themselves about career opportunities under the motto “learn about working at the Central Intelligence Agency”. This took place for example on 3/15/2019 from 9.00 am – 12.pm.

Event201 is modelled on the pattern of Event101: It was developed by the Council of Foreign Relations (CFR), the private foreign policy advisory body of the USA, which – in addition to terrorism, migration, etc. – also maintains a Global Health Department, with a focus on contagious diseases such as AIDS and Ebola as well as cancer and dementia; diabetes in Mexico is currently receiving special attention. The main sponsors are once again the US government and the Gates Foundation.[12]

The business game Event201 with a new corona virus took place in October 2019. Just over a month later the Covid-19 epidemic broke out in the Chinese megacity of Wuhan. Later, the JHU put the 65 million dead and the non-availability of a drug into perspective: it was not a prediction, but a fiction.[13] Two months later, JHU announced: We have developed the Covid-19 test.[14]

 “The secret head of the WHO is Bill Gates”

We now come to the World Health Organization WHO. First of all: With Secretary General Kofi Annan, the privatization of the UN began. Since the mid-1990s, the International Chamber of Commerce under Nestlé CEO Helmut Maucher had been preparing with Annan what they called the “joint shaping of globalization”. Annan presented the cooperation at the World Economic Forum in Davos in 1999.[15]

The 50 companies involved at the time – in addition to Nestlé, including Coca Cola, Goldman Sachs, the Rio Tinto mining group, McDonald’s and Unilever – have now grown to 9,500. They can adorn themselves with the human rights image of the UN, but reject any sanctions-based commitment to respect human rights. Their motto: “Transform the World through Business”.[16]

Gates and Bloomberg, now supported by the practiced populist major speculator Warren Buffett, with their foundations and with the JHU institutes they finance, act as the public propagandists of global health and disease management. They became the main financiers of the World Health Organization WHO. The BGMF leads the way, financing the WHO’s five-billion budget with about 700 million annually, together with the US and British governments, which otherwise keep the UN on as short a lease as possible or boycott it.[17] Among other things, the WHO determines which diseases are important for the world and when an epidemic has become a pandemic.

“The secret head of the WHO is called Bill Gates”, was the title of the German leading medium Die ZEIT (comparable to the New York Times), which has deep admiration for the self-appointed God’s gift to mankind.[18]

Private global governance of health

The JHU institutes and the WHO are not sufficient for the management of the global private health business. They have therefore been founding other organizations for two decades and have been building up collaborations along the lines of public-private partnerships:

*GAVI: The Gates Foundation, together with pharmaceutical foundations, established the Global Alliance for Vaccines and Immunization (GAVI) in 1999. The Gates Foundation donated USD 1.56 billion over the period 2016-2019. WHO, World Bank, UNICEF are involved. GAVI coordinates the development of vaccines. The head since 2011 is Seth Berkley, Harvard graduate, who first worked at the US health authority CDC and then headed the Health Sciences Division at the Rockefeller Foundation for eight years. He is a member of the Council on Foreign Relations and of the Supervisory Board of the US pharmaceutical group Gilead.

*GHIT: The Global Health Innovation Technology Fund (GHIT) was established in 2013 by the Gates Foundation and the British Wellcome Trust (which emerged from the pharmaceutical company Glaxo) together with the most important pharmaceutical companies in Japan. Infectious and previously neglected diseases in developing countries are to be combated more intensively than before.

*CEPI: Since 2017, the Coalition for Epidemic Preparedness Innovation (CEPI) has been funding and coordinating the development of vaccines against all viruses classified as pandemic by Gates & Co and the WHO. Currently, about 40 pharmaceutical and biotech companies are being funded for Covid-19 vaccines, mainly from the USA (Moderna, Novavax, Inovio), along with two in Germany, Curevac and Biontech. Gates has a USD 52 million stake in Curevac.[19] The Gates Foundation and the Wellcome Trust were the initiators of CEPI with USD 100 million each. The governments of Japan, Norway, Great Britain, Germany together with the EU are further sponsors. It is headed by Richard Hatchett: He was head of the Department of Biodefense Policy at the Homeland Security Council under George W. Bush.

*World Bank: In 2017, the World Bank also recognized that pandemics are a new business line. For the first time, it provided a loan of USD 500 million to fight infectious diseases, for poor countries. The loans are granted when the following viruses are involved: Influenza virus A, corona viruses such as SARS and MERS, Ebola, Marburg and other viruses transmitted from animals to humans. The loans are available when WHO declares a pandemic. The loans are distributed via the three reinsurers Munich Re, Swiss Re and Guy Carpenter.[20] By the way: the largest shareholder of each of the two largest reinsurers, Munich RE and Swiss Re, is BlackRock.

*World Economic Forum (WEF): This informal gathering of heads of corporations, banks, states and the media, which meets annually in the Swiss mountains in Davos and is chaired by Harvard graduate Klaus Schwab, is now a co-organizer of global health management. In 2017 CEPI was founded in Davos with a major appearance by Gates. WEF was co-organizer of Event201.

*GIJN: The Global Investigative Journalism Network (GIJN), founded in 2003 and based in Maryland/USA, is primarily funded by the Open Society Foundation of US hedge fund speculator George Soros.[21] The network also produces tailored press materials for the above-mentioned campaigns, now for the Covid 19 management, and organizes training programs to this end.[22]

Epidemic fanatic Gates: “America First “activist

Since GAVI’s inception in 1999, Gates has been predicting the imminent and frequent advent of pandemics with millions of deaths. In October 2019, for example, 65 million corona virus deaths were assumed in the Event201 simulation.

For this speculation, the fanatic ignores the hunger that makes incomparably more people ill every day, from baby age upwards, and wreaks death, especially in the catchment area of “America First”, in US-American slums and worldwide. Furthermore, Gates & Co deny not only the danger of coming wars, but also the present and potential wars.

“During my childhood, nuclear war was the catastrophe we feared most. Today, the risk of global catastrophe looks different. It is no longer missiles, it is microbes,”[23] the philanthropist proclaims – while all the US governments he has supported so far have waged and continue to wage numerous deadly wars around the globe in the name of “America First” and are still now deploying nuclear missiles against staged old and new enemies and arming themselves against Russia and China on the ground, in the air, in space and on the seas – including preventive first use of nuclear bombs, once again official US military doctrine since President Obama.[24]

Gates has never criticized a US war. The dead of these wars and proxy wars and permanent occupations as in Afghanistan do not interest this philanthropist. He is also, like Bloomberg, politically mercilessly opportunistic: Democrats are good, Republicans are also good, according to need. Gates donates to both established war parties. In order to prevent the socialist Sanders or even the moderate social democrat Elizabeth Warren from running for president for the Democrats now, he would back Trump, he professed.[25]

Gates, his foundation, and his worldwide health projects, together with the JHU and the other cooperation partners, are active players in “America First”. From the very beginning, Microsoft under Gates’ leadership used the exploitation of lowest-wage earners, deprived of all rights and indeed illegalized, first in Silicon Valley itself, then in the labor barracks of the Taiwanese organizer of low-wage exploitation, Foxconn, in China – where Microsoft, like Apple and other Silicon Valley companies, tried in 2006 to prevent the implementation of human rights standards – based on the International Labor Organization ILO, which is part of the UNO – but without success.[26]

With Microsoft software in public administrations, businesses and the military, the EU is a Microsoft colony.[27]  At the same time, Microsoft is currently the Pentagon’s largest contractor: Microsoft won the 2019 tender for its latest artificial intelligence project – USD 10 billion for 10 years.[28]

The Gates Foundation got or gets its billions from stakes primarily in US corporations such as Microsoft, Coca Cola, Monsanto, Shell, Bayer, BASF, Dow Chemical, BP, Exxon Mobil, Glencore, McDonald’s, Walmart.[29] While Bill Gates still has a six percent stake in Microsoft and can thus remain a multi-billionaire, the major shareholders of Microsoft, as with the other groups mentioned, are now the big capital organizers Vanguard, BlackRock, State Street, Capital World, T Rowe Price, Fidelity, Wellington, Bank of New York Mellon, JP Morgan.[30]

Participants in the JHU business game Event201 were UPS, Marriott, UPS, Johnson&Johnson and Lufthansa: Their largest shareholders are also Vanguard, BlackRock, State Street: For them, pandemics like Covid-19 now, with the accompanying swings in share prices, are a particularly lucrative business area.[31] Microsoft’s major shareholders like BlackRock are now also taking advantage of the “Corona crisis”.[32]

Global Health Security Index: “USA best equipped”

The Bloomberg School of Public Health also includes the Johns Hopkins Center for Health Security. It produces the Global Health Security Index. It evaluates the quality of the health care systems of 195 countries: How well prepared are they to successfully fight epidemics?

In creating it, the JHU is supported by the Gates Foundation, the Robertson Foundation of New York hedge fund manager Julian Robertson (Tiger Management), the Open Philanthropy Project of Facebook co-founder Dustin Moskovitz (“the youngest billionaire ever”), the Economist Intelligence Unit (part of The Economist magazine, advising companies in the global search for the most favorable location for outsourcing and services) and the Nuclear Threat Initiative, founded by Ted Turner/CNN and Senator Sam Nunn (former Chairman of the Congressional Armed Services Committee).[33]

In addition to JHU scientists, the expert panel includes representatives of the Gates Foundation, the General Electric Foundation, the World Bank, the Economist Intelligence Unit, the US Universities of Georgetown and Columbia and numerous developing countries such as Uganda, Pakistan, Indonesia, Liberia, as well as Japan and Finland.

Result of the current index 2019: On average, health systems are “very poorly” prepared, with 40.2 out of a possible 100 points. 75 percent of health systems, especially in developing countries, are in a “catastrophic” state.

But which healthcare system is best prepared, is in first place? It’s the United States. In three respects: firstly, overall; secondly, in the publication of pathogens and risks; thirdly, in responsible science. In terms of rapid containment, the USA is “only” in second place – after the health system in Great Britain, which was similarly broken! By the way: The People’s Republic of China is in 51st place.

When the supposedly critical media smart alecs now trample on the stupid twerp Trump because he denied the spread of the Covid 19 pandemic in the USA for too long – these equally stupid media should rather trample on the twerps of the JHU, the Gates Foundation, etc. Because Trump referred to the Global Health Security Index, which he presented to the assembled world press at the White House. “Johns Hopkins, I believe, is a highly respected, great institution,” he swooned.[34]

The US health care system as a global paragon

So we can now answer the initial question: It is not good, but very bad, even life-threatening, that the processing of health and disease data and the pandemic management of humanity are in the hands of Johns Hopkins University in private association with Gates, Bloomberg, Robertson, CDC, GAVI, CEPI, GHIT, WEF, World Bank, Economist, GlaxoSmithKline, Novartis, BlackRock, Vanguard & Co.

Although JHU, Gates, US governmental authorities, WHO & Co. have been constantly warning of pending pandemics with many millions of deaths since CEPI was founded in 1999 – nevertheless, especially in the USA, privatization, job cuts, case-based lump sum methods etc eroded reserves for additional tests and treatments, then in the EU as well, especially in the current Covid-19 death states Italy and Spain.[35]

In addition, failure to test and treat other seriously ill patients causes even more deaths. JHU, Gates, Bloomberg & Co do not necessarily consciously want this – capitalists routinely protect themselves by professional self-blindness to the recognition of the consequences they have caused – the recurring financial crises are the best-known example.

To close, a short look at the “safest health system in the world” praised by JHU, Gates & Co with some known data:[36]

*2.8 hospital beds per 1,000 inhabitants, similar to the UK and just ahead of developing countries. For comparison: Russia and Germany have 8 beds, France 6.[37]

*Hence, even in normal operation, numerous non-admissions in urgent cases.

*27.5 million Americans are without any health insurance. What is more, this official figure is too low because millions of illegals who keep things running in private households, restaurants and other low-grade services are also not insured.

*Approximately 100 million Americans have only partial insurance: co-payments are required for dental prostheses, operations, hospitalization, medication, etc., but many insured persons cannot afford them.

*Privatization and high insurance premiums: The health system is by far the most expensive per capita, even though millions of serious diseases among part of the population are not treated at all.

* Highest infant mortality and lowest life expectancy in comparison with all developed countries (also in comparison with Cuba, for example), with a yawning gulf between rich and poor.

*Even in normal operating mode: Twice as many Americans in comparison to developed countries die due to infectious diseases that are actually controllable, such as pneumonia.

There you have mankind’s best-equipped health system against epi- and pandemics, praised in the highest academic terms by JHU& Co. It is a business model: predict many deaths but fail to equip the health system to cope.

The pandemics world model

JHU, Gates & Co also focus exclusively on the dangers of pandemics while in practice leaving the much greater, often deadly threats to human health and their causes intact: hunger, wars, nationally and globally organized working poor are actually surmountable with – in principle – simple means. Compliance with UN international law and universal human rights – which also include labor and social rights – are a good starting point. But the philanthropists à la Gates, Bloomberg & Co do not think much of this.

No: hunger, wars, covert military operations, malnutrition, globally outsourced low-wage labor with the lowest environmental standards, poverty at work, in retirement and in old age, contaminated drinking water, polluted air are the much greater, permanent threats to the health of billions of people. War and economic refugees – what are the health risks to them, for example at the borders, fences and walls of the USA and the EU? Have you ever thought about that, Mr. Humanitarian?

Following the SARS and MERS corona virus variants, it was clear to the scientific community that corona viruses originating from or transmitted by animals, including in China, are changing rapidly and creating new variants. The global community must prepare its health systems for this. This was summarized in 2015 by a dozen scientists from other US universities, from Wuhan and Zurich.[38] But JHU, Gates & Co sent panicky predictions of looming pandemics around the world, most recently the Event201 business game in October, and did not urge the bolstering of health systems – only China, Singapore and a number of other countries did so.

JHU, Gates&Co: Scientific and moral competence forfeited

The US-infected world community has put up with a lot for its health and its diseases over the decades. The EU, the European Commission and the national governments have also followed the US example and designed/messed up/screwed up the health systems of the member states according to the “best of all (capitalist) worlds”.

The globalizers à la JHU, Gates&Co have now finally forfeited their claim, not least their scientific and moral competence and authority, to shape the global conditions of humanity.

This asocial, inhuman, often deadly dis-order must be replaced by a democratic one. Again, there is an occasion, a reason to do it. Let’s seize it! [39]


[1] https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

[2] youtube.com/watch?v=e53xltZeds

[3] snf.org/en/grants/grantees, downloaded 3/15/2020

[4] Zbigniew Brzezinksi: Die Einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft. Weinheim 1997

[5] Rory Carroll: Guatemala victims of US syphilis study still haunted by the ‘devil’s experiment’, The Guardian 6/8/2011

[6] Opfer amerikanischer Syphilis-Experimente scheitern vor Gericht, Der Spiegel 6/14/2012

[7] “Ethically Impossible”. STD Research in Guatemala from 1946 – 1948, Washington September 2011

[8] “Ethically Impossible” p.30f.

[9] A Commentary on Reports by the President Commission for the Study of Bioethical Issues, hopkinsmedicine.org/news/stories/study_bioethical-issues.html, downloaded 26.3.2020

[10]www.centerforhealthsecurity.org/event201/scenario.html, downloaded 3/15/2020

[11] Event201 Pandemic exercise underscores immediate need for public-private cooperation to mitigate severe economic and societal impacts of pandemics, www.centerforhealthsecurity.org/event201/190117-press-release.html, downloaded 3/16/2020

[12] world101.cfr.org/global-era-issues/globalhealth, downloaded 3/20/2020

[13] Statement about nCoV and our pandemic exercise, www.centerforhealsthsecurity.org/news 1/24/2020

[14] Corona virus Screening Test Developed at Johns Hopkins, www.hopkinsmedicine.org 3/14/2020

[15] Belen Balanya i.a.: Europe Inc. London 2000, p.166ff.

[16] Unglobalcompact.org/what-is-gc, downloaded 3/28/2020

[17] People’s Health Movement: Who finances the WHO? https://phmovement.org/wp-content/uploads/2018/07/D1.pdf, p.250ff.

[18] Zeit online 4/9/2017

[19]Der Mann, der die Pandemie voraussagte, Handelsblatt 3/20/2020

[20]The World Bank: World Bank launches first-ever pandemic bonds to support USD 500 Million pandemic emerging financing policy, press release June 28, 2017

[21] Journalism Needs to Reinvent Itself, gijn.org 9/19/2018

[22] Tips for Journalists Covering COVID-19, gijn.org 3/10/2020

[23] Seine Welt, Süddeutsche Zeitung 3/28/2020

[24]Florian Rötzer: Pentagon – (Erst)Einsatz von Atomwaffen kann hilfreich sein, telepolis 6/22/2019

[25] Der Mann, der die Pandemie voraussagte, Handelsblatt 3/20/2020

[26] Werner Rügemer: Die Kapitalisten p.278ff.

[27] Elisa Simantke: Europe’s dire dependency on Microsoft, Investigate Europe 6/21/2017; Harald Schumann /Arpad Bondy: Das Microsoft-Dilemma, ARD 2/19/2018

[28] Microsoft Wins Pentagon’s $ 10 Billion JEDI Contract, Thwarting Amazon, New York Times 10/25/2019; JEDI = Joint Enterprise Defense Infrastructure

[29] Due to a public disinvestment program the Foundation has possibly shed some of these stakes, Wikipedia: Bill&Melinda Gates Foundation, downloaded 3/15/2020

[30] Werner Rügemer: Die Kapitalisten p.162

[31] Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts, 2. Auflage Köln 2020, p.18ff.;

[32] Jens Berger: Die Gewinner der Krise – BlackRock & Co kassieren gleich doppelt, www.nachdenkseiten 3/24/2020

[33]https://www.ghsindex.org, downloaded 3/25/2020

[34] Trump held up a map showing the US is the best prepared country in the world for a pandemic, https://businessinsider.de/international 2/27/2020

[35] Emma Clancy: Austerity Kills. EU Commission Demanded Cuts to Public Healthcare Spending 63 Times from 2011 – 2018, https://braveneweurope.com 3/28/2020

[36] Warum das US-Gesundheitssystem so teuer ist, Ärzteblatt 3/15/2018

[37] Handelsblatt 3/26/2020

[38] Vineet D Menachery u.a.: A SARS-like cluster of circulating bat coronaviruses shows potential for human emergence, Nature Medicine Volume 21, Number 12 December 2015, p.1508ff

[39] More and more proposals to this end are being developed. See also Werner Rügemer: Heuchler, Profiteure und andere Menschenfreunde – „Corona“ als Anlass für kollektive demokratische Selbstorganisation, www.nachdenkseiten.de 3/19/2020

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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