Nie wieder Auschwitz & Leningrad! Freiheit für Gaza! Schluss mit dem Siedler-Terror in der Westbank! Frieden für Jemen & Syrien & an der ukrainisch-russischen Grenze…

Gegen das Vergessen: der doppelte Gedenktag 27.01. Befreiung von Auschwitz 1945 durch die Rote Armee, Befreiung Leningrads 1944 durch die Rote Armee

https://www.telepolis.de/features/Blockade-Leningrads-Das-schaurigste-Stadtdrama-das-die-Geschichte-jemals-gesehen-hat-9609882.html?seite=all

Den folgenden Kundgebungsbeitrag hat die Berliner Freidenkerin und Arbeiterfotografin Elke Zwinge-Makamizile bereits am 27.01.2021 vor dem Brandenburger Tor gehalten. Ich vermute, heute wäre sie dort gleich festgenommen worden: (facebook “versteckt” das Bild aus dem belagerten Leningrad wegen “Darstellung von Gewalt”, wie fürsorglich! Siehe dazu auch: Erinnern wir uns an den aufhaltsamen Aufstieg der Judenschlächter & ihre Steigbügelhalter & Drahtzieher – barth-engelbart.de)

Wir erinnern uns heute am 27.1. 2021 an die Befreiung des KZ-Auschwitz-Birkenau am 27.1.1945 und an das Ende der Belagerung Leningrads ebenfalls am 27.1. 1944 , beides durch die Rote Armee

Ich danke Ana von Keitz, dass wir hier und heute auch an das barbarische Verbrechen der Wehrmacht in Leningrad erinnern.

216 01.10.1942 Трое мужчин хоронят умерших в дни блокады в Ленинграде. Волково кладбище. Борис Кудояров/РИА Новости

Der 27.1. 1944 war das Ende einer Belagerung von 871 Tagen, die im September 1941 begann.

Das faschistische Hitler-Regime wollte die symbolträchtige Stadt nicht erobern und besetzen – sondern  durch eine Blockade langsam durch Hungertod strangulieren und vernichten. 

Es war ein Todesurteil ohne Beispiel in der Geschichte. Für dreieinhalb Millionen Menschen innerhalb des Belagerungsrings begann eine “Nacht ohne Ende”.

Es gab Tage, da erfroren und verhungerten 6000 Menschen. Sie fielen einfach um, überall – auf Straßen, Krankenhausfluren, Hinterhöfen. Sanitätstrupps hielten mit der Bergung nicht Schritt.

Die Bilanz war schauerlich. Als die Belagerung nach genau 871 Tagen, am 27. Januar 1944, beendet war, hatten rund 1,1 Millionen Leningrader ihr Leben verloren – verhungert, erfroren, verreckt im Hagel von 100.000 Fliegerbomben. Eine weitere Million Soldaten der Roten Armee starb bei der Verteidigung Leningrads. 

Nie hat eine Stadt Vergleichbares erlitten.

 40 Grad

 Frost. Hunger und Delirium,

Menschen aßen  Katzen, Ratten, Sägemehl, Leim und Menschenfleisch, unvorstellbar!?

Ich möchte einen Einschub machen mit dem Gedicht von Bertolt Brecht:

Ein Pferd klagt an

Kaum war ich da nämlich zusammengebrochen
Da stürzten aus den Häusern schon
Hungrige Menschen, um ein Pfund Fleisch zu erben
Rissen mit Messern mir das Fleisch von den Knochen
Und ich lebte überhaupt noch und war gar nicht fertig
mit dem Sterben.

Aber die kannt‘ ich doch von früher, die Leute!
Einst mir so freundlich und mir so feindlich heute!
Plötzlich waren sie wie ausgewechselt! Ach, was war
mit ihnen geschehen?

Da fragte ich mich: Was für eine Kälte
Muß über die Leute gekommen sein!
Wer schlägt da so auf sie ein
Daß sie jetzt so durch und durch erkaltet?
So helft ihnen doch! Und tut das in Bälde!
Sonst passiert euch etwas, was ihr nicht für möglich haltet! 

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Trotz alledem. Es gab so etwas wie ein Wunder!

An dieser Stelle das Einspielen der Leningrader Sinfonie auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor

Im belagerten Leningrad führten am 9. August 1942 völlig entkräftete Musiker Schostakowitschs 7. Sinfonie auf. Es spielten nur 15 Musiker, die von dem Leningrader Sinfonieorchester  noch am Leben waren.

Vor Schwäche konnten sich die Musiker kaum auf den Beinen halten,

probten mit dem Dirigenten Karl Eliasberg unter Hunger und Schwäche bis zum 9. August 1942.

Da erklang die Leningrader Sinfonie über viele Lautsprecher in der belagerten, schon zerstörten Stadt.

Es war ein Fanal gegen die Barbarei und bestärkte den unglaublichen Lebenswillen zum Überleben des Menschlichen.

Schostakowitsch sagte:

“Meine Sinfonie Nr. 7 widme ich unserem Kampf gegen den Faschismus, unserem sicheren Sieg über den Feind und meiner Heimatstadt Leningrad”

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Ich möchte auch hier einen Einschub machen, um an wenigen Beispielen die Bedeutung der Kultur als Stärkung der Widerstandskraft und der kulturellen Identifikation in existenziellen Zeiten der Geschichte zu nennen.

Wie besonders die unvergessliche Aufführung der Leningrader Sinfonie.

Welche Widerstandskraft bewirkte die Musik  Theodorakis zur Zeit der Diktatur.

Die Musik Victor Jaras nach dem Putsch in Chile ist unvergessen.

Eine spanische Volkssängerin singt auf den Straßen Lieder und wird von der Inquisition verbrannt (in dem Film „Goya“ von Konrad Wolf)

In afrikanischen Ländern zur Zeit des Kolonialismus ist die einheimische Musik verpönt, verspottet und wird unter brutalster Strafe untersagt.

Selbst im heutigen Berlin wird bei Corona-Protesten Musik verboten.

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Zurück zu der Bedeutung von Musik und anderen Künsten in Leningrad.

Denn selbst unter schwierigsten Bedingungen versahen Filmemacher  ihre Arbeit. Ihre Aufzeichnungen dienten späteren Dokumentationen über die Blockade und gingen ein in sowjetische Spielfime.

Im heutigen St. Petersburg gibt es einen Gedenkfriedhof, den Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof  (Пискарёвское мемориальное кладбище) er ist eine Gedenkstätte für  die Toten während der Blockade und Massenbegräbnisstätte  für etwa 470.000 Personen.

Das Mahnmal wird von einer hohen Granitmauer umgeben. Dort ist ein Gedicht von Olga Bergholz, einer Überlebenden der Blockade, eingraviert:

Hier liegen Leningrader.
Hier liegen Bürger – Männer, Frauen und Kinder.
Neben ihnen Soldaten der Roten Armee.
Mit ihrem Leben.
Verteidigten sie Dich, Leningrad.
Die Wiege der Revolution.
Nicht alle ihre edlen Namen können wir hier nennen.
So viele sind es unter dem ewigen Schutz von Granit.
Aber wisse, der du diese Steine betrachtest.
Niemand ist vergessen und nichts wird vergessen.

Deshalb sind wir hier:

Niemand ist vergessen und nichts wird vergessen.

Es ist nicht vergessen :

am 22.Juni 1941  beginnt der ungeheuerlichste Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, den die moderne Geschichte kennt.

Im Kriegsverlauf  sterben zwischen 24 und 40 Millionen Bewohner der Sowjetunion durch die von Hitler geplanten und der Wehrmacht ausgeführten Massenverbrechen an der Zivilbevölkerung

Was für eine Nacht!

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Es kam ein Morgen:

 1945  rief eine erschütterte Weltgemeinschaft  die UNO ins Leben.

Sie schrieb die UNO-Charta als eingemeißelte Lehre aus Faschismus und Krieg.

Präambel:

Wir, die Völker der Vereinten Nationen-sind fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat.

Artikel 1

Die Vereinten Nationen setzen sich folgende Ziele:

den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren  um Bedrohungen des Friedens zu verhüten und zu beseitigen,

 Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und inter-nationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen;

(2)freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbst-bestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln.

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So soll es sein!

Das internationale Recht als Garant der Zivilisation, 

als völkerrechtliches Schutzschild gegen alte und neue Seilschaften, gegen Kriegstreiberei und Feindbilder aller Art. 

Deshalb sind wir hier, um zu erinnern, zu mahnen und zu fordern,

dass die Politik des Westens die seitens der Politik (nicht der Bevölkerung) eine zunehmende Russlandfeindlichkeit zeitigt, diese zu beenden.

Die Nato- Aufrüstung und Kriegsmanöver gegen Russland sind brandgefährlich.

Die Lehre aus zwei Weltkriegen kann und muss eine Politik der Entspannung und Kooperation sein.

Gerade Deutschland ist aufgerufen, seine politische und moralische Verantwortung gegenüber Russland in reale Politik umzusetzen.

Wir, die Faschismus und Krieg im Sinne der UN-Charta als „Geißel der Menscheit“  verurteilen und auf vielerlei Weise bekämpfen, danken der Roten Armee, die die größten Opfer für die Befreiung vom Hitlerfaschismus geleistet hat.

Alle friedliebenden Menschen sagen Dank- nicht nur heute.

Elke Zwinge-Makamizile, Berlin, Freidenkerin

An alle (noch nicht) UnterstützerINNEN Remas & Nassers in Uganda/Kampala :

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Rema hat geschrieben:

Thank you so much. i went and received the money, …

Für die Feier zur Überreichung des Grundschul-Reife-Zertifikates der privaten Vorschule mussten die Eltern zusätzlich zur Schuluniform, zum Schulgeld usw. dieses Kostüm kaufen. In den staatlichen Vor- und Grundschulen muss zwar offiziell kein Schulgeld bezahlt werden, dafür aber Lehr- und Lernmittel. Und die Lehrer sind dort schlecht oder gar nicht ausgebildet und so schlecht bezahlt, dass sei drei, vier Nebenjobs brauchen. u.a. als Nachhilfe-Lehrer, die sich dann eben auch nur reichere Familien leisten können …

… am going now to pay Nasser’s school fees

i would like to take this opportunity and thank each and every individual who helped us in all our short commings, but i would also like to thank very much for helping me support Nasser through he’s education levels a big thank you. Because of your help he has now gone into primary level. I can’t thank you enough for everything this is the least i can do. As a mother am even lacking the proper words to use…

Nächste Woche will Rema mit ihrer Ausbildung zur Fotografin beginnen, auch, um von unseren Spenden unabhängig zu werden. Dafür braucht sie einen Laptop und dafür  – wie bis auf Weiters auch für Miete, Schulgeld, Lernmittel, Medikamente, Kleidung, Lebensmittel, teures sauberes Wasser, Strom, Gas ….  bitte ich euch/Sie weiter um Spenden.  Entweder über den gelben PayPal:-((-Spendenknopf hier rechts oben, (dabei werden allerdings Gebühren abgezogen) deshalb besser auf mein Konto bei der VR-Bank Büdingen-Main-Kinzig / IBAN: DE66 5066 1639 0001 1400 86   / unter dem Kennwort: „Remas Laptop“

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

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6 Gedanken zu „Gegen das Vergessen: der doppelte Gedenktag 27.01. Befreiung von Auschwitz 1945 durch die Rote Armee, Befreiung Leningrads 1944 durch die Rote Armee“

  1. Viktor Klemperersagt: BearbeitenMan war als Deutscher wirklich froh, das man nach 1945 wieder eine Freundschaft zu den Russen aufbauen konnte und diese wurde durch Lügen und einseitiger Propaganda durch Grüne Sozis vorsätzlich und böswillig jetzt zerstört. Für westliche Werte und Partner schalten diese Volksvertreter ihren Verstand und das eigene Land aus….
  2. FBsagt: BearbeitenDer 27.Januar war auch der Geburtstag Wilhelm des II, letzter deutscher Kaiser.
    Bei allen Fehlern die dieser Mann vielleicht hatte- eine so hochriskante und geschichtsvergessene Politik wie der jetzt agierende Zeitenwendepöbel, Klimawandelsektierer und Globalistenlakaien hätte er sicherlich nicht gemacht.
    Ich gedenke somit auch dem letzten Kaiser; kürzlich las ich seine Briefe an Zar Nikolaus – sein Cousin “Nikki”.
  3. Harry Heinesagt: BearbeitenLieber HaBE,es ist gut, daß Du diese doppelte Erinnerung, auf die selbst Altsozimüllers Nachdenkseiten verwiesen, veröffentlichst. Grad in diesen Tagen. In der die AA-Bossin Ihren (nicht unsern & meinen schon gar nicht) KRIEG GEGEN RUSSLAND führt.Sei gegrüsst, Harry
  4. Hanna Fleisssagt: BearbeitenDer 27. Januar 1944, der Tag der Befreiung von Leningrad, wird in der BRD nicht erwähnt. Was für eine Schande!
    Hier wird zu Recht beklagt, dass deutsche Politiker, die Leningrad (heute St. Petersburg) besuchten, nie auf dem Friedhof der Blockadetoten waren. Die deutschen Panzer, die nach US-Beschluss und der Willfährigkeit des deutschen Kanzlers wieder Russen ermorden sollen, in Russland wird vom Ukrainekrieg als dem “Heiligen Krieg” gesprochen, müssten für jeden Deutschen ein Fanal sein. Aber im deutschen Bundestag lautet die Parole: “Endlich Panzer!” Und es wird nicht lange dauern, dann werden Kampfjets geliefert. Ich finde, es ist heutzutage nicht leicht, zu sagen, dass man Deutscher ist, die Schande, die von diesem Deutschland ausgeht, ist zu groß, als dass eine Entschuldigung ausreichen würde. Falls es dazu käme. Viele Deutsche wollen sich mit diesem Deutschtum nicht beschmutzen lassen und wandern aus in Länder, möglichst fern von Deutschland. Wenn ich heute aus Russland käme, was würde ich von den Deutschen denken?
  5. Ulrich Meyersagt: BearbeitenEs gibt die Formel, dass angesichts der deutschen Verbrechen des Holocaust das Existenzrecht und die Sicherheit Israels Teil der deutschen Staatsräson sein müssen und auch sind. Das ist richtig so.
    Jeder deutsche Poliker besuch bei einem Aufenthalt in Israel auch die Gedenkstätte Yad vachem. Auch das ist sehr gut.
    Ich habe leider noch nie gehört, dass ein deutscher Politiker selbstverständlich bei jedem Besuch in Russland auch den Friedhof in Piskarsjowskoje in Petersburg (oder einen anderen der vielen Orte deutscher Verbrechen) besucht. Und das ist sehr sehr schlecht.
    Der “andere Holocaust” an den Menschen der Sowjetunion muss endlich in das Bewußtsein der Menschen in Deutschland dringen. Sicherlich die Hälfte der 27 Millionnen sowjetischen Kriegstoten sind durch gewolltes Verhungern lassen, durch Mordaktionen und Terror umgekommen. Übrigens etwa 3 Millionen jüdische Opfer des Holocaust waren “Sowjetmenschen”.
    Die Existenz und die Sicherheit Russlands und natürlich auch der Nachfolgestaaten der Sowjetunion müssen endlich Teil der deutschen Staatsräson werden. Nichts davon.
    Zur Zeit ist Deutschland aber sogar im Krieg gegen Russland (Annalena Baerbock).
  6. Schoon Karl Heinzsagt: BearbeitenSchämen muss ich mich ein DEUTSCHER zu sein.Unsere Regierung hat aber auch nichts dazugelernt.Was Willy Brandt,Helmut Schmidt und Helmut Kohl aufgebaut haben wird von einer ungebildeten,geschichts vergessenden und Kriegs geilen Bundesregierung mit den Füssen eingetreten.
    Ich möchte mich bei Russland und der Ukraine entschuldigen. Waffen haben noch nie Menschenleben gerettet.

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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