Lokführer wollen nicht als Totengräber in Grubes Gruben fahren

Unglücksstelle in Eschede

Gedenkstätte an der ICE-Unglücksstelle in Eschede

2013 errichtete Gedenktafel mit Inschrift sowie Namen und Daten der Opfer

Gedenkstein als Tor auf der Straßenbrücke

Es sind die gleichen Medien, die gleichen Schmierfinken, die sich auf die Lokführer stürzen, wenn Züge verunglücken. Dann sind sie die Schuldigen, dann war es „menschliches Versagen“ und wenn sie auch deshalb für bessere Arbeitsbedingungen streikenund für ausreichende Löhne, dann erklärt sie die Mainstream-Medien-Meute für verrückt, hetzen gegen ihre Gewerkschaft und schaffen es auch Teile der DGB-Gewerkschaften gegen sie aufzustacheln.

Und die ReGIERung betreibt unter Applaus auch dieses Teiles der GewerkschaftskollegINNen die faktische Abschaffung des Streikrechts für die kampfstarken kleineren Spartengewerkschaften und die Entdemokratisierung des DGB (wo die Großen die Kleinen erst im Regen stehen lassen und dann schlucken sollen, wie aktuell ver.di die GEW)

Was ich 2014, 20012, 2008, 2007 zu den Streiks der GDL geschrieben HaBE, gilt immer noch und immer wieder:

 

“Für Wahnsinnsprojekte graben sie gigantische Gruben und versenken Milliarden und für unsere und eure Sicherheit verweigern sie das Geld.

 

Laßt euch nicht zu Bruchpiloten machen, ihr seid ähnlich belastet wie die im Cockpit.

Ich will sicher zur Arbeit fahren, sicher in den Urlaub (wenn ich ihn mir noch leisten kann), ich will auch nicht mit Bruchpiloten in den Urlaub fliegen..

Ach ja, bevor ich es vergesse! Ihr streikt nicht nur für eure und unsere Sicherheit. Ihr streikt auch für unser gemeinsames Streikrecht, das sie uns aushöhlen… in einer Zeit, in der wir es dringender denn je brauchen… deshalb streikt weiter, jetzt erst recht.

(Em Ende des Textes folgt eine kleine Auswahl der medialen Jagd auf Lokführer vor dem Streik)

 

Unglücksstelle in Eschede

Gedenkstätte an der Unglücksstelle

http://de.wikipedia.org/wiki/ICE-Unfall_von_Eschede

2013 errichtete Gedenktafel mit Inschrift sowie Namen und Daten der Opfer

Gedenkstein als Tor auf der Straßenbrücke

Zynismus pur:

Inschrift im Tor:

Am 3. Juni 1998 um 10:58 Uhr zerschellte

an dieser Stelle der ICE 884 „Wilhelm-

Conrad-Röntgen“. 101 Menschen verloren

ihr Leben, ganze Familien wurden zerstört;

mehr als hundert Reisende wurden schwer

verletzt, viele tragen lebenslang an den

Folgen. Das Unglück hat die menschliche

Zerbrechlichkeit, Vergänglichkeit und

Unzulänglichkeit gezeigt. Beispielhaft und

aufopfernd haben Retter, Helfer und

Bürger des Ortes selbstlos eine schwere

Aufgabe angenommen, haben geholfen

und getröstet. Durch ihren Einsatz ist

Eschede auch ein Ort der Solidarität und

gelebter Mitmenschlichkeit geworden.

Inschrift auf der Gedenktafel:

Der Lebensweg dieser 101 Menschen

endete in der Zugkatastrophe von

Eschede.

Auf unergründliche Weise kreuzten und

vollendeten sich hier ihre Schicksale.

In das Leid und die Trauer um die

geliebten Menschen mischt sich

Dankbarkeit, ihnen im Leben nahe

gewesen zu sein.

Trost ist die Hoffnung:

Sie ruhen in Gottes Hand.

Seit der Zugkatastrophe treffen sich Betroffene und Hinterbliebene zu jedem Jahrestag in Eschede. Zum zehnten Jahrestag, am 3. Juni 2008, sprach neben Opfervertretern unter anderem der damalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff.[31] Zwei ICEs, die um 10:59 Uhr die Unglücksstelle passiert hätten, wurden umgeleitet. Für den übrigen Verkehr bestand während der Trauerfeierlichkeiten eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h.

Mitte 2012 kündigte die Deutsche Bahn an, die Gedenkstätte zu erneuern. Die bisherige Gedenkstätte war von der Witterung gezeichnet worden.[59] 2013 wurde die Gedenkwand aus Belgisch Granit (ein Kalkstein) ersetzt, da sie einzelne Fehlstellen und bröckelnde Fugen aufwies und sich Algen und Moos angesetzt hatten. Auch das Fundament hatte sich als nicht stabil genug erwiesen. Die neue Wand besteht aus bayrischem Granit. Die Inschriften, Namen und Daten wurden unverändert übernommen. Die Kosten trug die Deutsche Bahn.

Bahnchef Rüdiger Grube bat 2013 am 15. Jahrestag des Zugunglücks von Eschede im Namen der Bahn Opfer und ihre Angehörige für das entstandene menschliche Leid um Entschuldigung. Grube war als erster Bahnchef zu einer solchen Gedenkfeier eingeladen worden.[60] Bei dieser Veranstaltung wurde die neue Gedenkwand eingeweiht. Auch Johannes Ludewig, Bahnchef zur Zeit des Unfalls, nahm teil.[61]

Warum ist das so zynisch und verlogen?

Meines Wissens sind aus Kostengründen die ICE-Inspektionsinterwalle verlängert worden. . Mangelhafte Wartung der ICEs waren der Hauptgrund für dieses Zugunglück. Rendite erhöhen. Kosten senken. Die gleichen Gründe wie für die schechte Bezahlung und die zu langen Arbeitszeiten…

 

Hier folgt jetzt eine kleine Auswahl der medialen Jagd auf Lokführer vor dem Streik:

„Menschliches Versagen“Unfall in Mannheim: Lokführer missachtet Halt-Signale

Mittwoch, 06.08.2014, 21:30

http://www.focus.de/panorama/welt/unfaelle-nach-bahnunglueck-staatsanwaltschaft-verdaechtigt-lokfuehrer_id_4041512.html

 Zugunglück bei Oschersleben: Hinweise auf menschliches Versagen

http://www.zughalt.de/2011/02/zugunglueck-bei-oschersleben-hinweise-auf-menschliches-versagen/

 Ursache für Zugunglück war menschliches Versagen

http://www.bild.de/regional/dresden/ursache-fuer-zugunglueck-war-menschliches-20333370.bild.html

Zugunglück wegen technischen oder menschlichen Versagens?

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-01/zugunglueck-hordorf-ermittlungen

 Ursache für Zugunglück in Schwaben menschliches Versagen

http://www.mopo.de/news/donnerstag-27-09-2001–13-15-ursache-fuer-zugunglueck-in-schwaben-menschliches-versagen,5066732,6757382.html

 Zugunglück im Allgäu: Menschliches Versagen

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Zugunglueck-im-Allgaeu-Menschliches-Versagen-id2710746.html

 Menschliches Versagen oder mangelnde Technik?

http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/131714_Aktualisiert-Menschliches-Versagen-oder-mangelnde-Technik.html

 Zugunglück in Gladbeck: Menschliches Versagen?

http://www.wa.de/nachrichten/nrw/unglueck-gladbeck-lokfuehrer-springt-fuehrerhaus-3187533.html

 Zugunglück »menschliches Versagen«

Gutachen schließt technischen Defekt bei Zugunglück von Bad Lausick aus

 http://www.info-tv-leipzig.de/news/info-tv-news/allgemein/zugunglueck-menschliches-versagen/

Untersuchungsergebnis belastet Lokführer schwer

Menschliches Versagen Grund für Zugunglück

http://www.hierzuland.info/2013/01/17/51125/

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.