Zuflucht, Zwingburg, Brückenkopf: Israel – ein grenzenloser Siedlerstaat für ein “Volk ohne Raum” ?

Die Antwort Jacob Tauts aus Tel Aviv auf meinen Artikel und den Vortrag Jakob Monetas: Antisemitismus, Zionismus und die Irrtümer der Sozialisten folgen in den nächsten Tagen oder Wochen: hier erst Mal der Anfangsartikel: geschrieben im Juni 1991

“Zuflucht, Zwingburg, Brückenkopf: ‘Volk ohne Raum ?’ – einige Thesen zur Nähe von (rechtem) Zionismus und Faschismus” beginnt mit einer Widmung:

“Für meinen Lehrer Ernst Jablonsky, der als Widerstandskämpfer der Résistance in Lyon gegen Klaus Barbie kämpfte, für Thomas weißbecker, dessen familie zum größten Teil in Auschwitz ermordet wurde, der den heutigen deutschen Herren “nicht noch Mal den Juden spielen” wollte und in Augsburg 1972 von Staatsschützern erschossen wurde

und für Hanni W., die mir auf einer Fahrt mit dem LKW nach Polen erzählte, wie sie Theresienstadt und Auschwitz überlebte, zwei neugeborene Kinder aus dem KZ rettete, nach Israel auswanderte und nach Westdeutschland kam.

Nach dieser Widmung müßten drei noch nicht geschriebene Bücher folgen. Aus Platz- und Zeitgründen beschränke ich mich auf einige schroffe Thesen und die Veröffentlichung eines Dokumentes, aus dem die Verwandtschaft von Zionismus und Faschismus hervorgeht: Yitzhak Shamirs Angebot an die nationalsozialistische Reichsregierung von 1941, bei der “Lösung der Judenfrage in Europa” behilflich zu sein und auf der Seite Deutschlands gegen England zu kämpfen.

·    Der Zionismus – besonders der rech­te Flügel – hat den Widerstand der jüdi­schen wie der nichtjüdischen Bevölke­rung gegen Rassismus, speziell gegen den Antisemitismus und die faschisti­schen Regime in Europa geschwächt.

·    Mit der Schaffung des Staates Israel wurde dem Antisemitismus in Europa und Nordamerika und anderen Teilen der Erde ein Alibi verschafft: »Geht doch nach Israel, wenn es euch hier nicht paßt. / Ihr paßt hier nicht rein.« Jüngstes Beispiel: die deutsche Quotierung für die Einwanderung sowjetischer Juden.

·    Israel ist demnach ein relativ komfor­tabel eingerichtetes Welt-Ghetto.

·    Die Zionisten haben die Angst der Juden vor dem Antisemitismus für ihre kolonialistischen Pläne benutzt.

·    Die Zionisten haben einerseits mit den Kolonialmächten der Anti-Hitler­Koalition bei der Niederhaltung der ara­bischen Unabhängigkeitsbewegungen kollaboriert.

·    Andererseits haben die rechten Zion­isten mit den italienischen Faschisten, den polnischen Antisemiten unter Gene­ral Pilsudski und dann mit den Nazis kol­laboriert, um Palästina zu erobern und die arabische Bevölkerung zu dezimie­ren und zu vertreiben (und dies schon lange vor dem Holocaust.)

·    Sie haben sich an der »Lösung der Ju­denfrage in Europa« beteiligt.

·    Der Zionismus ist eine eurozentristi­sche Herrenmenschen-Ideologie, ist ein Produkt der Identifikation mit dem Aggressor, eine Sonderform des Kolo­nialismus, macht aus einer religiösen und kulturellen Zugehörigkeit eine ras­sische Kategorie, mit der wahnwitzigen Besonderheit, daß Kinder aus Misch­ehen nur dann als Juden anerkannt wer­den, wenn die Mutter Jüdin ist. (Was die Nazis nicht dazu bewegen konnte, ihren Rassenbegriff zu ändern.)

Die Zusammenarbeit zwischen arabischen Staaten und den Nazis

Daß ranghohe Nazis, Politiker und Wissen­schaftler in der Endphase des Zweiten Weltkrieges und danach in arabischen Staa­ten untertauchen konnten, ist allgemein bekannt. Entscheidende Industrialisierungs­und Rüstungsprojekte wurden dort von ehe­mals reichsdeutschen Experten betreut. Aus

diesen Wurzeln stammen auch die Bezie­hungen verschiedener arabischer Staaten zur rechtsradikalen Szene der Bundesrepublik. Auf welchem Hintergrund diese Beziehun­gen allerdings entstanden, ist weniger be­kannt. Die aus dem Osmanischen Reich noch überkommenen regionalen reaktionä­ren Machthabe, genauer Ohnmachthaber, versuchten mit den Feinden ihrer Feinde anzubandeln. Um die englische Kolonial­herrschaft abzuschütteln, verhandelten di­verse Muftis mit den Nazis. Die lehnten jedoch eine Unterstützung der arabischen Unabhängigkeitsbestrebungen ab mit dem Hinweis auf die Vichy-französischen Kolo­nialgebiete in Nordafrika und dem Nahen Osten.

Die Briten, die seit der Balfour-Deklara­tion eine von ihnen kontrollierte Einwande­rung europäischer Juden nach Palästina zu­ließen, förderten nach der Devise »teile und herrsche« antisemitische Strömungen in der arabischen Bevölkerung.

Als 1948 mit Unterstützung der Westal­liierten der Staat Israel gegen die arabische Bevölkerung Palästinas erzwungen wurde (unter Duldung durch die UdSSR), waren die arabischen Staaten angesicht der Verschwö­rung der gesamten Nordhalbkugel gegen sie bei der Wahl ihrer Bundesgenossen nicht sonderlich wählerisch.

Flüchtige Nazis waren als Wissenschaft­ler, militärische Berater etc. willkommen, denn sie waren »anti-britisch«, »anti­amerikanisch«,»anti-israelisch« und ihre eigene rassistische, kolonialistische Ideolo­gie war »ungefährlich«, weil machtlos.

Im übrigen ist diese Anlehnung an die deutschen Nazis keine arabische Spezialität: ein Teil der irischen Unabhängigkeitbewe­gung hat ebenso Kontakte zu Nazi-Deutsch­land gesucht, wie Teile der indischen, paki­stanischen Unabhängigkeitsbewegungen nach dem Motto: die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde.

Israel »auf dem Weg

zum faschistoiden Staat«

Diese These vertritt kein »linker Antise­mit«, wie der Herr Professor Micha Brumlik jetzt gerne zusammen mit Hendryk Broder behaupten würde, sondern kein Geringerer als der Zionist, Talmud-Gelehrte und Frie­denspreisträger des deutschen Buchhandels, der israelische Professor Yeshayahu Leibo­witz. Über ihn schreibt der amerikanische Wissenschaftler Noam Chomsky in einem Brief an eine amerikanische Friedensaktivi­stin in Frankfurt: »… Er war es hauptsäch­lich, der seit Juni 1967 [dem Ende des 6­Tage-Krieges] voraussagte, daß das, was er »Judäo-Nazismus« nennt, das Land beherr­

schen wird, wenn sie nicht die Besetzung [der arabischen Gebiete] beenden … Zur Waldheim-Affäre befragt sagte er, er ver­stünde nicht, warum die Leute in Israel dar­um viel Aufhebens machten. Nach allem, selbst wenn alle Anschuldigungen stimm­ten, sei Waldheim ein relativ kleiner Mitläu­fer gewesen, der Befehlen folgte, während Israel sich mit einem Ministerpräsidenten brüstet, der im Januar 1941 aus eigener Ini­tiative den Nazis ein Angebot machte, im Mittleren Osten einen totalitären Staat nach Nazi-Vorbild zu gründen und dort die Neue Ordnung zu repräsentieren …«

Es geht mir nicht um die Existenzberech­tigung des Staates Israel.

Dieser Staat ist mit verbrecherischen Mitteln installiert worden. Trotzdem war er, obwohl er von den zionistischen Theoreti­kern und Praktikern nicht dafür erbombt wurde, für viele Juden Europas ein Zuflucht­sort vor ihrer durch die Nazis industriell betriebenen Vernichtung. Es geht mir um die tödliche Sackgasse, tödlich für die arabische Bevölkerung wie für die israelische, in die die Politik der Zionisten geführt hat. Es geht um die Kritik der israelischen Regierungs­politik und ihre ideologischen Grundlagen, die den für beide Seiten notwendigen Dialog verhindern. Wollen die zweite und dritte Ge­neration, die die Gründungsverbrechen nicht verschuldet haben, in Israel überleben, müs­sen sie vom Zionismus, der Herrenmen- sehen- und Expansions-Ideologie verab­schieden. Das heute unmöglich Erscheinen­de wagen: mit den Palästinensern, den arabi­schen Nachbarstaaten in eine gleichberech­tigten politischen, wirtschaftlichen und kul­turellen Austausch eintreten und als erstes die Vertreibungs-, Diskriminierungs- und Unterdrückungspolitik der Regierung be­kämpfen.

Terroristen und Nazi-Kollaborateure machten den Weg frei

Yitzhak Shamir, der heutige israelische Ministerpräsident, hat nicht nur Zeit seines Lebens versucht, jeden Dialog zwischen Israelis (bzw. Juden) und Arabern zu verhin­dern: er hat 1948 die Ermordung des schwe­dischen UNO-Beauftragten Graf Folke Ber­nadotte in Jerusalem organisiert, als der im Auftrag der Vereinten Nationen in Palästina zwischen Arabern und Juden vermitteln soll­te.

Die von Shamir und Consorten betriebe­ne Siedlungspolitik in den besetzten palästi­nensischen Gebieten ist die logische Fortset­zung seines auf der folgenden Seite doku­mentierten Angebots an Nazi-Deutschland aus dem Jahre 1941 (Rechtschreibung wie im Original):

 

Deutsche Botschaft Ankara

Der Marineattache (Dienstsitz Istanbul) B.Nr. 1629 geh.

 

Sehr geehrter Herr Botschafter!

Istanbul, den 11.1.41

Anlage 2

 

Kurzer Überblick über die Entstehung, das Wesen und die Tätig­keit der N.M.O. in Palästina.

 

 

In der Anlage übersende ich Ihnen:

3.) einen Vorschlag der nationalen Militärorganisation in Palästina zur Lösung der jüdischen Frage in Europa.

Mit einer Empfehlung bin ich Ihr ergebener (Unterschrift)

Anlage:

Grundzüge des Vorschlags der Nationalen Militärischen Organisa­tion in Palästina (Irgun Zewai Leumi) betreffend der Lösung der jüdi­schen Frage Europas und der aktiven Teilnahme der N. M.O. am Kriege an der Seite Deutschlands.

Es ist des Öfteren von den leitenden Staatsmännern des national­sozialistischen Deutschlands in ihren Äusserungen und Reden hervor­gehoben worden, dass eine Neuordnung Europas eine radikale Lösung derJudenfrage durch Evakuation voraussetzt („Judenfreies Europa«).

Die Evakuierung derjüdischen Massen aus Europa ist eine Vorbe­dingung zur Lösung der jüdischen Frage, die aber nur einzig möglich und endgültig durch die Übersiedlung dieser Massen in die Heimat des jüdischen Volkes, nach Palästina, und durch die Errichtung des Juden­staates in seinen historischen Grenzen, sein kann.

Das Jüdische Problem auf diese Weise zu lösen und damit das jüdische Volk endgültig und für immer zu befreien ist das Ziel der politische Tätigkeit und des jahrelangen Kampfes der Israelitischen Freiheitsbewegung, der Nationalen Militärischen Organisation in Palä­stina (Irgun Zewai Leumi).

Die N.M.O., der die wohlwollende Einstellung derdeutschen Reich­regierung und ihrer Behörden zu der zionistischen Tätigkeit innerhalb Deutschlands und zu den zionistischen Emmigrationsplänen gut be­kant ist, ist der Ansicht, dass

1)  eine Interessengemeinschaft zwischen den Belangen einer Neu­ordnung Europas nach deutscher Konzeption und den wahren nationa­len Aspirationen des jüdischen Volkes, die von der N.M.O. verkörpert werden, bestehen könne,

2)  eine Kooperation zwischen dem Neuen Deutschland und einem erneuerten, völkisch-nationalen Hebräertum möglich wäre und

3)  die Errichtung des historischen Judenstaates auf nationaler und totalitärer Grundlage, der in einem Vertragsverhältnis mit dem Deut­schen Reich stünde, im Interesse der Wahrung und Stärkung der zukünftigen deutschen Machtposition im Nahen Orient sei.

Ausgehend aus diesen Erwägungen tritt die N.M.O. in Palästina, unter der Bedingung einer Anerkennung der oben erwähnten nationa­len Aspiration der Israelitischen Freiheitsbewegung seitens der Deut­schen Reichsregierung, an dieselbe mit dem Angebote einer aktiven Teilnahme am Kriege an der Seite Deutschlands heran.

Dieses Angebot seitens der N.M.O., deren Tätigkeit auf das militä­rische, politische und informative Gebiet, in und nach bestimmten or­ganisatorischen Vorbereitungen auch ausserhalb Palästinas, sich er­strecken könnte, wäre gebunden an die militärische Ausbildung und Organisierung der jüdischen Manneskraft Europas, unter der Leitung und Führung der N.M.O., in militärische Einheiten und deren Teilnahme an Kampfhandlungen zum Zwecke der Eroberung Palästinas, falls eine entsprechende Front sich bilden sollte.

Die indirekte Teilnahme der Israelitischen Freiheitsbewegung an der Neuordnung Europas, schon in ihrem vorbereitenden Stadium, im Zusammenhange mit einer positiv-radikalen Lösung des europäischen Judenproblems im Sinne der erwähnten nationalen Aspirationen des jüdischen Volkes, würde in den Augen der gesamten Menschheit die moralischen Grundlagen dieser Neuordnung ungemein stärken.

Die Kooperation der Israelitischen Freiheitsbewegung würde auch in der Linie einer der letzten Reden des deutschen Reichskanzlers liegen, in der Herr Hitler betonte, dass er Kombination und Koalition benutzen werde um England zu isolieren und zu schlagen.

 

Die N.M.O. ist zum Teil aus dem jüdischen Selbstschutze in Palästina und der Revisionistischen Bewegung (Neue Zionistische Or­ganisation) hervorgegangen, mit der die N.M.O. durch die Person des Herrn V. Jabotinsky bis zu seinem Tode in einer losen Personalunion sich befand.

Die pro-englische Haltung der Revisionistischen Organisation in Palästina, die eine Erneuerung der Personalunion unmöglich machte, führte im Herbst diese Jahres zum vollkommenen Bruch zwischen ihr und der N.M.O. und zu einer darauf folgenden Spaltung der Rev. Bewegung.

Das Ziel der N.M.O. ist die Errichtung des Judenstaates in seinen historischen Grenzen.

Im Gegensatz zu sämtlichen zionistischen Strömungen, lehnt die N.M.O. die kolonisatorische Infiltration als das einzige Mittel zur Er­schliessung und allmählichen Besitzergreifung des Vaterlandes ab und erhebt zu ihrer Devise den Kampf und das Opfer als die einzig wahren Mittel zu Eroberung und Befreiung Palästinas.

Durch ihren militanten Charakter und ihre anti-englische Einstel­lung ist die N.M.O gezwungen, unter ständigen Verfolgungen seitens der englischen Verwaltung, ihre politische Tätigkeit und die militärische Ausbildung ihrer Mitglieder in Palästina im Geheimen auszuüben.

Die N.M.O., deren Terroraktionen schon im Herbst des Jahres 1936 begannen, ist besonders im Sommer 1939, nach Veröffentl ichung des engl. Weissbuches, durch die erfolgreiche Intensivierung ihrer ter­roristischen Tätigkeit und Sabotage an englischem Besitz hervorgetre­ten. Diese Tätigkeit, sowie die täglichen geheimen Radiosendungen, sind ihrerzeit fast von der gesamten Weltpresse registriert und bespro­chen worden.

Bis zum Kriegsbeginn unterhieltdie N.M.O. selbständige politische Büros in Warschau, Paris, London, Genf und New York.

Das Büro in Warschau war hauptsächlich mit der, militärischen Organisierung und Ausbildung der nationalen zionistischen Jugend betraut und stand in engem Kontakt mit den jüdischen Massen, die be­sonders in Polen den Kampf der N.M.O. in Palästina mit Begeisterung verfolgten und ihn auf jegliche Art unterstützten. In Warschau erschie­nen zwei Zeitungen (»Die Tat« und »Jerozalimawseljona«), die der N.M.O. gehörten.

Das Warschauer Büro unterhielt enge Beziehungen zu der ehema­ligen polnischen Regierung und den militärischen Kreisen, die den Be­strebungen der N.M.O. grösstes Interesse und Verständnis entgegen­brachten. So wurden während des Jahres 1939 geschlossene Gruppen der Mitglieder der N.M.O. aus Palästina nach Polen entsandt, wo sie in den Kasernen durch polnische Offiziere in ihrer militärischen Ausbil­dung vervollkommnet wurden.

Die Verhandlungen, die zwischen der N.M.O. und der polnischen Regierung in Warschau, zwecks Aktivierung und Konkretisierung ihrer Hilfe, geführt wurden, und die aus den Archiven der ehemaligen poln. Regierung leicht zu ersehen sein werden, fanden durch den Kriegsbe­ginn ihr Ende.

Die N.M.O. ist ihrer Weltanschauung und Struktur nach mit den to­talitären Bewegungen Europas eng verwandt.

Die Kampffähigkeit der N.M.O. konnte zu keiner Zeit, weder durch die rücksichtslosen Abwehrmassnahmen seitens der englischen Ver­waltung und der Araber, noch die derjüdischen Sozialisten, paralysiert oder ernstlich geschwächt werden.

POLITISCHES ARCHIV DES AUSWÄRTIGEN AMTES

AKTENZEICHEN: E234158

 

 

Dieses vorstehende Dokument, das der Kreisverband der Grünen Main-Kinzig nach Anfrage im März 1988 vom Auswärtigen Amt in Bonn als Kopie erhielt, ist nur eines von vielen, die die Kollaboration von Zionis­mus und Nazi-Faschismus belegen. (Neben­bei bemerkt erhielt auch einer der schärfsten Ströbele-Kritiker, Herr Otto Schilt’, damals noch Grüner Bundestagsabgeordneter, vom Kreisverband einen Hinweis auf dieses Dokument.)

Ein weiterer Beleg ist das Berliner Ila’avare-Abkommen zwischen den Zion­isten und Nazi-Deutschland, das die (Zwangs-)Auswanderung ausschließlich reicher Juden aus Deutschland nach Palästi­na oganisierte (Mindestvermögen 1000

Pfund Sterling).                                                n

Literaturempfehlungen

Wie und warum die Zionisten (Ben Gurion und die Jewish Agency) die reaktionärsten arabi­schen Regime unterstützten, beschreibt und dokumentiert Shima Flapan in seinem Buch »The Birth of Israel – Myhts and Realities«, New York 1988, ISBN 0-679-72098-7. Das Buch ist mittlerweile auch auf deutsch erhält­lich.

Um die notwendige differenzierte Auseinan­dersetzung mit dem Zionismus leisten zu können, muß man seine Geschichte, seine Strömungen kennen. Der amerikanische Historiker Lenni Brenner, als Nicht-Zionist aus einer jüdischen Familie stammend, macht es als Quasi-Insider mit drei Büchern

möglich, die keine Tabuzone unangetastet lassen:

»Zionism in the age of dictators«, ISBN 0-88208-164-0,

»The iron wall – zionist revisionism from Ja­botinsky to Shamir«, ISBN 0-86232-217-0, »Jeves in America today«, ISBN 0-8184­0482-5.

Für alle, die wenig Zeit, wenig Englisch-Kenntnisse und wenig Geld haben: »Zionismus, Faschismus, Kollektivschuld«, Bremen 1989,Broschüre derGruppe Arbeiter­politik und der Autonomen Nahostgruppe Hamburg, 28 S. A4, Preis DM 2.-Bestelladresse: Gesellschaft zur Förderung des Studiums der Arbeiterbewegung e.V., Postfach 150247, 2800 Bremen 15.

Das Ha’avara-Abkommen zwischen dem “Dritten Reich” und den Zionisten

»Politisch bedeutet (der Ha’avara-Transfer) eine wertvolle Unterstützung
zur Errichtung eines jüdischen Nationalstaates mit Hilfe deutschen Kapitals.«

Dem in Berlin ausgehandelten Abkommen zufolge wurde in Tel Aviv die Ha’avara-Gesellschaft und in Berlin die Schwestergesellschaft Poltreu gegründet. Das Verfahren wurde in folgender Weise abge­wickelt: der jüdische Auswanderer zahlte sein Geld (der Mindestbe­trag lag bei einer Summe von 1000 Pfund Sterling) auf die deutschen Konten der Ha’ avara ein (in Berlin beim Bankhaus Wassermann oder in Hamburg beim Bankhaus Warburg). Mit diesem Geld konnten jüdische Importeure deutsche Waren für den Export nach Palästina kaufen, während sie den Gegenwert in palästinensischen Pfund auf ein Ha’avara-Konto bei der Anglo-Palestine-Bank in Palästina ein­zahlten. Wenn der Auswanderer in Palästina eintraf, erhielt er aus diesem Konto den Gegenwert des von ihm in Deutschland eingezahl­ten Betrages ausgezahlt (wobei Ball-Kaduri hinzufügt: »nach Abzug der ziemlich hohen Spesen«).

Im Zusammenhang mit der durch das Ha’avara-Abkommen forcier­ten Auswanderung nach Palästina gründeten die Zionisten eine eigene Schiffahrtsgesellschaft, die Palestine Shipping Company, die das deutsche Passagierschiff »Hohenstein« kaufte und in »Tel Aviv« umbenannte. Anfang 1935 unternahm dieses Schiff seine erste Fahrt. Bei dieser Fahrt trug das Schiff am Rumpf in hebräischen Lettern den neuen Namen »Tel Aviv«, während vom Mast die Hakenkreuzfahne wehte, »eine Kombination von methaphysischer Absurdität« schrieb ein Mitreisender später dazu. Und der Kapitän des Schiffes, Leidig, war eingeschriebenes Mitglied der Nazipartei!

Das Ha’avara-Abkommen brachte jeglichen Versuch eines wirt­schaftlichen Boykotts des Nazireiches zum Scheitern, sicherte der deutschen Wirtschaft einen umfangreichen und kontinuierlichen Export und erlaubte ihr die Eroberung eines Marktes, und das in einer Situation, da der Welthandel noch immer unter den Folgen der schweren Weltwirtschaftskrise von 1929 litt. Dies wird auch in einer Aufzeichnung des NS-Staatssekretärs Stuckart vom Reichsinnenmi­nisterium vom 17. Dezember 1937 hervorgehoben, in der es heißt: »Die hauptsächlichen Vorteile sind folgende: … Der Einfluß der Ha’avara-Gruppe in Palästina hat zu der ungewöhnlichen aber erwünschten Erscheinung geführt, daß gerade dort deutsche Waren von jüdischer Seite nicht boykottiert werden.« ( … )

Da das Abkommen ein Mindestvermögen von 1000 Pfund Sterling vorschrieb, konnten nur Angehörige der jüdischen Bourgeoisie von den Vorteilen des Abkommens Gebrauchmachen, während die Werk­tätigen jüdischer Herkunft ihrem Schicksal überlassen blieben. ( … )

Die wirtschaftlichen Abmachungen zwischen den Zionisten und den deutschen Faschisten wurden zunächst von allen Institutionen des Nazireiches gutgeheißen. Das Auswärtige Amt hatte bereits vor 1933 bei vielen Gelegenheiten eine pro-zionistische Haltung eingenom­men (so hatte es u.a. ein Treffen zwischen Chaim Weizmann und den Staaatssekretären Schubert und von Bülow gegeben). Erst nach dem Ausbruch des arabischen Aufstandes von 1936 [den die Briten nieder­schlugen, Anm. d. Verf.] kam es zu ersten Meinungsverschiedenhei­ten zwischen den verschiedenen Institutionen über die Zweckmäßig­keit einer Fortsetzung des Ha’avara-Transfers. Das Auswärtige Amt machte nun geltend, daß die de-facto-Unterstützung der zionistischen Politik dazu führen müsse, daß die Araber eine feindselige Haltung gegen Hitler-Deutschland einnehmen würden, was nicht im Interesse Deutschlands liegen könne. ( … )

So vermerkte das Außenhandelsamt der Auslandsorganisation der Nazipartei in aller Offenheit: »Politisch bedeutet (der Ha’avara­Transfer) eine wertvolle Unterstützung zur Errichtung eines jüdi­schen Nationalstaates mit Hilfe deutschen Kapitals.«

Am 17. Dezember 1937 hieß es in der Aufzeichnung des Staatssekre­tärs Stuckart vom Reichsinnenministerium, seit dem Beginn des arabischen Aufstandes in Palästina hätten sich »die Vorteile des (Ha’avara-)Verfahrens verringert, die Nachteile verstärkt…« Stuckart meinte, wenn man die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina schon nicht verhindern könne, so müsse doch »alles unter­lassen werden, was geeignet sei, das Wachsen eines solchen Staates zu fördern«. Stuckart erklärte dann unumwunden: »Es besteht kein Zweifel, daß das Ha’avara-Verfahren den größten Anteil zu dem stürmisch schnellen Aufbau Palästinas beigetragen hat. Das Verfah­ren hat nicht nur das meiste Geld (aus Deutschland!) geliefert, sondern auch den intelligentesten Teil der Einwanderer gestellt und schließlich die zum Aufbau nötigen Maschinen und Industrieerzeug­nisse, ebenfalls aus Deutschland, ins Land gebracht.«

Die Bedenken dieser Stellen … wurden schließlich Hitler vorgetra­gen. Wie aus einer Aufzeichnung der Handelspolitische Abteilung des Auswärtigen Amtes vom 27. Januar 1938 hervorgeht, entschied Hitler, das Ha’avara-Verfahren solle fortgesetzt werden.

Aus: Klaus Polkehn, »Der Zionismus im Komplott mit dem Nationalsozialis­mus«, in: Klartexte 9, Freiburg 1983

Dass die württembergisch-pietistischen Templer bereits 1858 in Palästina einen Siedlerstaat gründen wollten sei nur nebenbei bemerkt. immerhin gabs ion Jerusalem, Haifa und telAviv entsprechende deutsche Siedler-Siedlungen.  Das stützt die These, dass es sich beim Zionismus um nichts unikates handelt. Es gab neben “jüdischen” noch viel mehr christliche koloniale Ideologien, die sich bis in die sozialdemokratischen Zivilisationsträume für Afrika erhielten . “Dem schwarzen Mann den Fortschritt bringen!” (Baseler “Afrika/Kolonial–Konferenz” der zweiten Internationalen 1907) – bei Wieczorek-Zeul hieß dieses Programm dann “weltwärts!”

und der FDP-Schniepel macht bereits ganz offen den Rommel.

Die Massenmörder von Oslo –
Broders Patenbrut um Breivik
verteidigen abendländische GrundLügen

Der niederländisch-deutsch-türkisch-weltbürgerliche nicht bürgerliche Soziologe, Religionswissenschaftler, Historiker, konfessionslose Freidenker usw. Samy Yildirim belegt in einem Brief an SteinbergRecherche détailliert dieses Faktum:

Lieber Thomas Immanuel Steinberg,
Wieviele Menschen in NATO-Laendern wissen, dass Ghetto ein Stadtteil von Venedig ist, dass der Rat der Stadt Venedig im Jahre 1555 beschloss, dass die Juden fortan nur noch in Ghetto wohnen duerfen, dass dieser Stadtteil mit Mauer und Toren zu umgeben sei, dass nur Christen diese Tore bedienen duerfen, dass diese Tore abends dicht gehen und morgens wieder auf, und dass dieses Beispiel in vielen christlichen Laendern Schule machte?
Wieviele Menschen in NATO-Laendern wissen, dass der roemische Kaiser Hadrian nach Niederschlagung des Zweiten Grossen Juedischen Aufstandes (131-135 unserer Zeitrechnung) den Juden das Betreten Jerusalems verbot, die Stadt umbenannte in “Aelia Capitolina” und als griechisch-roemische Stadt wiederaufbauen liess, und das sog. “Heilige Land” in “Palaestina” umbenannte, dass die Araber, als sie den Byzantinern nach der gewonnenen Schlacht bei den Bitterseen (Dezember 640) die Provinzen Syria und Egyptus abnahmen, den Juden den Wieder-Zuzug nach Jerusalem erlaubten, dass die Kreuzritter des Ersten Kreuzzuges bereits auf dem Weg nach Konstantinopel zahlreiche Pogrome an Juden veruebten (und Byzanz so brandschatzten und das Befreiung nannten wie die gleichgeartete “Befreiung” ((besonders der Juden)) von Cordoba, Granada, der Aquitaine .. durch die fränkischen Ritterheere unter Carl Martell u.a. Anm. HaBE), und dass nach der Einnahme Jerusalems durch eben diese Kreuzritter unter Fuehrung von Godefroy de Bouillon ein Pogrom an Juden, Moslems und armenischen Christen in Jerusalem stattfand? [Bezeichnenderweise bezeichnete Anders Behring Breivik eben diesen Godefroy de Bouillon als Vorkaempfer gegen Islamismus und Judenhass!] 
Wollte man Leute wie Broder etc. beim Wort nehmen, dann muesste man schlussfolgern, dass das widerwaertige Gesicht, das das Judentum in den Buechern Josua [strafrechtlich gesprochen eine Bekennerschrift, in der das Judentum sich selbst des Angriffskrieges annex Voelkermordes bezichtigt] und Esther zeigt, das wahre Gesicht des Judentums sei, und alles andere nur Camouflage. 
Was Esther betrifft, so ermordeten die Juden unter Fuehrung von Mordechai nicht 75.000 Perser, sondern andere Leute, insbesondere Babylonier, Kanaaniter und nicht linientreue Juden, was moeglich war, weil die – historisch nicht verbuergte – juedische Ehefrau des Perserkoening, eben besagte Esther, ihren Ehemann zur Parteinahme fuer die Juden bewegte, und dieser den 10.000 Unsterblichen [der Elitetruppe der Perser, verantwortlich fuer Personen – und Objektschutz, gewissermassen das Pendant zu den roemischen Praetorianern Jahrhunderte spaeter] befahl, Mordechai und den von ihm angefueherten Juden Waffen zur Verfuegung zu stellen, mit denen sie dann ihren Massenmord begehen konnten. Dass die Juden es den Persern zu verdanken haben, dass die sog.. “Babylonische Gefangenschaft” endete und der Tempel zu Jerusalem erbaut werden konnte: wieviele Menschen in NATO-Laendern wissen das, und wieviele von ihnen wollen das wissen?
Ni dieu ni maitre!
Samy Yildirim
Zaaandam / Nordholland / Niederlande

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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