RAF-Book-Mist oder was haben Schäubles “Drei Friseure” mit einer Handvoll Mogadischu-Sand in Baaders Schuh zu tun

Wenn aus dem Mainstream ein Tzunami wird, brechen auch die letzten
Grundgesetz-Dämme. Aber nur keine Panik, so viel Wind kann auch Schäubles Wolf-Gang nicht machen. Vielleicht kann er Angelas Busen beben lassen, aber noch nicht die Erde und die See.
Für die Beseitigung großer Teile der noch verbliebenen bürgerlichen
Freiheitsrechte drängen die Groß-Berliner WarLords für Innen und Aussen zu
einem “DuBistDeutschland”-staatstragenden Konsens der inneren Sicherheit,
die vom nördlichen Sauerland bis zum südlichen Himalaja noch nicht
ausreicht. Alles, was die Sicherung “deutscher Interessen” auch nur bremst,
steht unter dem Generalverdacht zumindest der Nachbarschaft zum
Terrorismus.
Das kann vom Streik der Fluglotsen über die LokFührer bis zu
Hausbesetzungen, Truppenübungsplatzblockierungen, internetkampagnen gegen
Auslandseinsätze der Bundeswehrmacht, standortschädigenden Widerstand gegen
GenTech oder gegen Abschiebungen und ähnliche Segnungen der Menschheit
reichen. Was aber haben die “Drei Friseure” Schäubles mit dem
Mogadischu-Sand in Baaders Schuh zu tun?
Der RAF-Book-Mist, mit dem der
Ex-SchmuddelSex-Magazin-Sankt-Pauli-Nachrichten- und heutige SPIEGEL- und
Henryk M. Broder-Chef Stefan Aust uns vermittels öffentlich-rechtlicher
Anstalten die Birne vernebelt, die Hirne knebelt,
dieser Book-Mist kommt nicht von ungefähr zum gleichen Zeitpunkt wie die
“Drei Friseure” des Wolfgang Schäuble mit ihrem WasserstoffSuperOxyd.
(Neven Dumont hat jetzt schon die Rechte an diesem Titel für eine neue
OstBullewardZeitung gesichert!).
Um die Heimatfront richtig kriegstauglich zu machen, benötigt der
Groß-Berliner geschäftsführende Ausschuss der herrschenden Klasse und
Kasten
dringend eine Stimmung deutschen Herbstes. Bleierne Zeiten werden
herbeigeschossen und so die Reihen an der Heimatfront geschlossen.

(http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,504662,00.html):

“Jeder zweite Deutsche ist laut der Umfrage bereit, wegen der Terrorgefahr
vorübergehend Einschränkungen persönlicher
Freiheitsrechte hinzunehmen, etwa durch heimliche Online-Durchsuchungen
privater Computer. ( . ) Die Untersuchung zeigt, dass die
Deutschen sich große Sorgen wegen des islamistischen Terrorismus machen.
Eine deutliche Mehrheit, 72 Prozent, halten ihn sogar für
bedrohlicher als den Terrorismus der Rote Armee Fraktion (RAF) vor 30
Jahren. ( . ) Ein Viertel der Befragten gab an, sich durch
islamistische Terroristen persönlich bedroht zu fühlen.”
……
“Bei der Bereitschaft, Einschränkungen in die persönlichen Freiheitsrechte
hinzunehmen, gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle: Sie
ist in den westlichen Bundesländern bei 49 Prozent Zustimmung gegen 46
Prozent Ablehnung erheblich größer als in den neuen Ländern.
Dort sind 43 bereit, Einschränkungen hinzunehmen, 53 Prozent lehnten dies
ab.”

Ruggediguh, ruggediguh, Sand ist im Schuh, Sand ist im Schuh
eine Hand voll Sand aus Mogadischu
Wie kommt denn die Pistole
so leicht in die Konsole
wie steckt man -tot bereits- im Sturz
die Pistole noch Mal kurz
zurück hinter den Gürtel
Wie kommt der Strick
denn in die Zelle ?
Da hat die Meinhof auf die Schnelle
gehext und sich dann selbst gerichtet
Das taten auch die andren drei
noch während sie die Nachricht von der Landshut hörn.
Wir haben nix gehört und nix gesehn, kein Schuss, kein Schrei
und alle Wärter können das beschwörn
Nicht Mal die Nummer Fünf ist davon aufgewacht
Die hat sich auch nicht umgebracht
Ihr lieben Kinder. Gute Nacht

Und morgen abend gibts wieder was vom Sandmännchen

Na hörn Sie Mal:
dass man in Baaders Schuhen
noch etwas Sand fand
zeigt doch ganz klar.
dass Baader in der Tat
in jeder Zelle
konspirativ für alle Fälle
Pistolen eingemauert hat

Was mich zumindest bei diesem erneuten Aust-RAF-Aufguss etwas resignieren
lässt:
es scheint kein Schwein mehr zu interessieren. Ey Alter, was willste denn
mit der RAF ?
Apo-Opa !!! Das sind doch Terroristen!

Klar, freilich sind sie’s und deshalb auch nicht mein Ding und auch
politisch zu bekämpfen. Aber man muss doch studieren,
untersuchen und sagen, wie sie benutzt werden und wurden.
Und dabei wird klar, dass diese Sendungen nicht zufällig mit der
“Terrorismusbekämpfungsverschärfung” à la Schäuble zusammenfallen.
Das Publikum muss gut dosiert und präpariert an die Zielverschiebungen
gewöhnt werden: es geht zunehmend um die “Heimatfront” , ins Visier
genommen
werden nicht mehr die fremden, die fremd aussehenden EXOTEN sondern der
ganz
normale Widerstand in diesem Land, um den Auslandseinsätzen die Etappe zu
sichern.
Solche Leute sind – wie das jetzt die sogenannten TerrorismusExperten durch
die Monitore rattern – die sind noch viel gefährlicher, weil die nämlich
aussehen wie du und ich und akzentfrei Deutsch oder zumindest einen
deutschen Dialekt sprechen. Besonders gefährlich sind ostfriesische,
sächsische, bayrische, hessische , ruhrpottige, fränkische, pfälzische,
schwäbische, badische und saarländische Terroristen: watch your
neighbour!!!!, denn gerade die Unauffälligsten sind am verdächtigsten.

Der RAF-Book-Mist, den sie jetzt senden, führt bei mir nur noch zu
Brechreiz und Abschalten und wieder anschalten und wieder Brechreiz.
Bolomie
oder so ähnlich ?…
Die Nachgeborenen können die Herrschaften um den
Ex-SchmuddelSex-St.PauliNachrichten-und
heutigen SPIEGEL-Chef mit ihren gekauften Zeugen und ihren Montagen noch
schwer beeindrucken. Aber wer nur ein bisschen sich mit dem Thema
beschäftigt,
weiß wie und wo und auch warum sie lügen. WievieleMünder sind mit
Strafandrohungen und auch mit Schecks gestopft worden oder auch geöffnet,
für gefällige Kommentare und Zeugenaussagen, nicht wahr Herr Book ?

Diese lächerliche Story mit den konstruierten Selbstmorddrohungen von
Baader, Ensslin, Raspe, Meinhof …, ein unkontrollierter Plattenspieler,
den Beamte dem Baader in die Ausweichzelle transportieren und nicht merken,
dass er schwerer ist als sonst, bei den letzten
Zwangsverlegungen oder bei der Beschlagnahmung wg. Strafe, einen
Plattenspieler, von dem sie wissen, dass er viel Hohlraum hat, von dem sie
wissen, wem sie ihn bringen. Und den sie selbst lange genug in Händen
hatten, um ihn zu präparieren. Soll einer doch seiner Großmutter erzählen,
dass bei den ganzen Installationsarbeiten in Stammheim während der
Schleyerentführung KEINE VIDEOÜBERWACHUNG eingebaut wurde ! Da
lachen doch alle STASI-Hühner “DAS LEBEN DER ANDEREN” gabs bei Bedarf hier
bei uns im Westen doch viel besser.

Selbstmorde der vier RAF-Gefangenen wären für die Regierung Schmidt ein
Desaster gewesen: keine Pokermasse mehr auf der Hand, nix mehr zum Foltern.
Selbstmorde mussten unbedingt bis zur Erledigung des Jobs in Italien, in
Jemen, in Mogadischu mit allen Mitteln verhindert werden.
Und sie sagen, die RAFlerINNEN hätten ihre Suizide detailiert angekündigt:
wenn das so gewesen sein sollte, dann hätte es eine lückenlose
Videaoüberwachung aller RAF-Gefangenen geben müssen und das hat es auch

In dem SPIEGEL-Aust Machwerk gab es neben der Folkerts-Aussage eine
Stelle,die tatsächlich authentisch war: die von Helmut Schmidt
nachgefragten
“exotischen Vorschläge”: da kam aus dem BND der Vorschlag, Schleyer
freizupressen durch Hinrichtungen nach und nach. Mit Erhängen zu drohen.
Und
Knut
Folkerts haben sie ja auch mit Erhängen gedroht.

Um das Landshut Kommando zu blenden haben sie Baader, Meinhof, Raspe und
Ensslin nach Mogadischu verfrachtet, dort den Entführern als Siegesprämie
präsentiert und in dem Moment des beginnenden Siegestaumels zugeschlagen.
Die Siegesprämie wurde durch das Gelände in Sicherheit und aus der
Sichtweite der Entführten geschleift und zurück nach Stammheim geflogen und
anschließend beseitigt. Die nicht mitgeflogene und stillgelegt-sedativierte
RAF-Gefangene Möller konnte in ihrem Zustand kaum etwas bemerken. Sie hat
aber sehr bald nach den “Selbstmorden” in Stammheim von einer erhöhten
Unruhe damals im Trakt gesprochen.

Die Meldungen von den ersten Zellendurchsuchungen nach den “Selbstmorden”,
die Aktennotizen dazu sprachen noch vom Sand in Baaders Schuhen. Diese
Meldungen tauchten später nicht mehr auf. Sie verschwanden auch aus den
Akten. In Stammheim gab es im Bereich der RAF-Gefangenen keinen
Sand. Weder in den Zellen, noch beim isolierten Hochsicherheits-Hofgang

Und das Foto in El Pais, der spanischen Tageszeitung, das vier RAFlerINNEN
vor der Landshutmaschine zeigt, ist auch irgendwie vom
Erdboden verschluckt.

Die Lobby der RAF war und ist bekanntlich etwas schmaler als z.B. die der
Bush-IRAK-Kriegsgegner und dementsprechend steht hier die Chance
schlechter als bei den Twintowers etwas über die Wahrheit zu erfahren.
Vielleicht in Hundert Jahren.

Schleyer wurde der Staatsraison genauso geopfert wie Aldo Moro, mit dem man
so nebenbei auch noch einen Zeugen der mafiösen Verbindungen & Strukturen
der DC und der PSI loswerden konnte und der engen Zusammenarbeit
italienischer Geheimdienste mit der CIA bei der gemeinschaftlichen
Organisation der
Terroranschläge in Oberitalien (Bologna u.a) zusammen mit NeoFaschisten,
die
man dann den Roten Brigaden in die Schuhe schieben wollte und schob, um in
der italienischen Öffentlichkeit einen grundlegenden Umschwung zu
erreichen:
Nicht dass die Mehrheit der Italiener für die Roten Briganden gewesen
wären,
Nein, aber sie waren mehrheitlich gegen diesen Staat, gegen den
Kapitalismus
eingestellt. Und der Terror sollte die Mehrheit in die Arme des Staates
treiben und staatliche Repression (für Streikbekämpfung,
Demonstrationsniederschlagung)
als Schutz gegen Terrorismus akzeptieren lassen. Auch die Aufwendung von
Steuermitteln zur Finanzierung des Ausbaues dieses Repressionsapparates bei
gleichzeitiger Kürzung aller Mittel für soziale Zwecke, das alles sollte
durch die Terrorabwehrstimmung möglich werden ohne größeren Widerstand.
Hausbesetzungen, Mieterstreiks, Fabrikbesetzungen, Straßenblockaden gegen
Kriegspolitik …all das wurde in diesem Zuge unter Terrorismus
subsummiert.

Und darum ging es auch im Deutschen Herbst und darum geht es auch heute:
einen Trend zu wachsendem Einfuß der Linken, zur Infragestellung des
Kapitalismus, zu Forderungen nach und Anstrengungen für Alternativen —
diesen Trend umzukehren … und jeglichen Widerstand gegen HARTZ 4 und
GenTech, gegen Rentenkürzungen und Betriebsschließungen, Studiengebühren,
AKWs und (auch andere) CO2-Schleudern, Bahnprivatisierung, Rüstungsexporte
und Auslandseinsätze der Bundeswehrmacht usw. als terrorismusverdächtig
und
seine Organisation als kriminelle Vereinigung erscheinen zu lassen.

Dass Hans-Martin Schleyer einer der höchstrangigen und der bissigsten
Kapitalfunktionäre in der Bundesrepublik war, bissiger noch als Olaf
Henkel,
dass er SS-Offizier war … all das spielt hier keine Rolle. Weder die
Hegemonie des Kapitalismus und seiner Ideologie(en) noch der Faschismus
sind
mit Erschießungskommandos zu besiegen. Es geht darum , die Köpfe und Herzen
der Mehrheit zu gewinnen und nicht um Kopfschusswettkämpfe

Und egal wie man zu ihm politisch stehen mag, die Art undWeise, wie dieser
Staat mit dem Sohn Hans-Martin Schleyers umgegangen ist, spricht Bände.
Der Moloch geht über Leichen. Im Notfall auch mal über die von Reichen.

HaBE

Manchmal verstehe ich Leute wie meinen Freund Harald R, der hiesige
mehrfache Kulturpreisträger, der sich aufgehängt hat.
… Etwas muss man sich schon mit Sisiphus anfreunden und abfinden, aber
man darf nicht aufhören, die Steine nach oben zu tragen, man muss ihnen
manchmal geschickt ausweichen, weil sie uns sonst erschlagen, sie weiter
nach oben tragen, weil sie uns sonst begraben.
Nicht verrückte (auch vor-)klassische Griechen wurden Seher, sondern die die
sahen, wurden verrückt, weil sie sich erst zu spät mit Sisiphus befreundet
haben.

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.