Literaturpreis? Einen HaBE ich schon ABBgeschrieben

Ich krieg auch keinen von der VAC, son Kack. Auch Triton-Siemens wird mir keinen geben. Da müssen die Poeten eben, zur Not halt wie Proleten leben. Die FAZ vielleicht, die FSD, die Rest-Rundschau, so viel ich seh, ist auch von dort nix zu erwarten. Von ATLAS, OPEL und ganz sicher krieg ich auch nix vom Thermo-Fisher

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Aber den ABB-Literaturpreis an HaBE ? Das hätt er wohl gern! Gibts ja gar nicht!

Stimmt.

Gibt es den ABB-Literaturpreis denn überhaupt? 

Gute Frage!

Die SIEMENS-Foundation sponsort das Frankfurter “ensemble modern”,  HaBE hat mit hervorragenden Musikern dieses Ensembles jahrelang zusammen gearbeitet. Der Ko-Komponist des “Yellow Shark” von Frank Zappa, Wolfgang Stryi hat Hunderte von HaBE-Texten vertont.

Die “Ensemble-Akademie” wird auch von der Deutschen Bank-  und  von Novartis- oder Sanofi- und anderen Farbwerke-Hoechst-Nachfolger-Stiftungen suventioniert. Vergibt nicht auch die “Volkswagen-Stiftung” Literaturpreise ?  Bertelsmann fördert doch auch Musiker und Wortkreative, bei “Jugend musiziert” usw. , aber das ist dann doch mehr “Gruner & Jahr” und ihr STERN –  oder ist da nicht Liz Mohn mit dabei ? Egal, unter oder auf dem Strich geht die Hoch-Kultur nur am Tropf. Und da gilt die alte Volksweisheit: mitgegangen, mitgehangen.

Aber was hat das mit dem ominösen ABB-Literaturpreis zu tun ? Was haben Anlagenbauer mit  der Literatur am Hut ? Brauchen die neue Kapitalanlage-Möglichkeiten ? Ist Kunst renditierlicher als die Produktion industrieller Hardware ? Konkurrieren jetzt Belletristen mit Bellizisten ? Kunst- statt Kriegsproduktion ?  Sänger- statt Drohnenkriege? Mehr Walhall statt Trans(überf)all ? Kulturexport statt Massenmord ?

Schön wärs ja. Nur ist meist der Kulturexport ein produktbegleitender oder vorbereitender Service für Waffenexport oder direktes Friedenschaffen mit deutschen Waffen. Früher kam Wagner mit dem Kübelwagen, heute kommt Heckler & Koch mit toten Hosen …

Also, von einem ABB-Literaturpreis ist weit und breit nichts bekannt. Hat HaBE hochgestapelt ? Seine WortWerke stehen doch noch nicht Mal in den untersten Rängen der Bestenlisten!  Und die sollen dann Rendite bringen?  Im Gegenteil. Sie haben den ABB-Re-Aktionären eher geschadet.  Und zwar so:

“Es war  vor genau 5 Jahren”, gesteht HaBE, “aber jetzt beim  erfolgreichen Warnstreik der VAC-KollegINNen in Hanau fiel mir diese Preisverleihung wieder ein:

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(die ABB-KollegINNen in Alzenau haben es damals leider nicht gepackt, den Standort Alzenau und ihre Arbeitsplätze zu retten. (Siehe die Mitteilung des Alzenauer ABB-Betriebsrates vom 1.Juli 2010 am Ende dieses Beitrages)

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aktuelle VORAB-EILMELDUNG:  An die ABB-Anwälte: HaBE widerrufen- es gibt keinen ABB-Literaturpreis  (Veröffentlicht am 5. Juli 2015 von Hartmut Barth-Engelbart)          HaBEs Widerruf zur Vermeidung von kostenpflichtigen ABBmahnungen und Klagen wg. Geschäftsschädigung etc. durch die Asean-Brown-Boveri -Anwälte  HIER ANKLICKEN §§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§

Die Belegschaft von ABB- Alzenau hat mir einen Literaturpreis verliehen und ich könnte trotz der ABBwicklung vor Freude heulen

Sie schrieben am 23. Juli 2010 an Hartmut Barth-Engelbart

Lieber Hartmut,

im Namen von allen Warnstreikenden der ABB in Alzenau bedanken wir uns bei Dir für Deine Unterstützung, Deine Lieder, Deine Gedichte.


Gäbe es doch mehr von Deinem Schlag.
Wäre die Situation nicht so dramatisch, traurig und ärgerlich, könnten wir fast schon sagen, es macht uns Spaß mit Dir gemeinsam warnzustreiken.


Bleib so wie Du bist.

Deine AaaaBeeeBeeeler
 keine eMail, keine Homepage
All-gemeine Einladung zum HaBE-Newsletter-Abo: das Abonnieren geht gaaaanz einfach: in der HaBE-Portal- Spalte rechtsaußen unten (linksaußen war kein Platz mehr frei:-0)))) kann frau/man sich mit seiner e-mailadresse eintragen und wählen zwischen täglichen oder wöchentlichen Newslettern. Der wöchentliche hat den Vorteil, dass die Flut der eingehenden Mails nicht noch weiter zunimmt. Mit dem Abo lässt sich auch meine regelmäßige Fressbuch-Sperre durch Herrn Salztal etwas unterlaufen ((die 10. in Folge läuft vom 13.01 bis 20.01. Dann Verlängerung ? Schaumerma))
Hartmut Barth-Engelbart schrieb am 29.06.2010 um 14:15:
  Nochn Streikgedicht
einige von Euch haben die Stirn gerunzelt, als ich heute Mittag am Mikro gesagt habe: Wenn die ABBlerInnen ihren Arbeitsplatz verlieren, dann sind unsere Kinder in den Schulen noch schlechter versorgt als bisher. Damit wollte ich nicht sagen, dass ihr eure Kinder schlecht versorgt, aber im Vergleich zu den Kindern der ABB-Spitzenmanager sind sie eh schon schlechter versorgt. Und dann würde es eben noch schlechter …

Und jetzt das Gedicht:

Brotlos
(Für die warnstreikende ABB-Belegschaft in Alzenau)
BROTLOS  #
(Alzenau liegt nicht weit von Wasserlos und Lieblos)

Die Literaturpreise
fallen
nicht vom Himmel
wenn wir nicht
für ihre Interessen schreiben
die da für unsre Zukunft
streiken
werden sie uns nicht vergeben
die Literaturpreise
liegen
auf der Straße
warten vor der Arbeitsagentur
Ob unsre Lieder
sie verdienen
werden wir erst dann verstehen
wenn wir von unsren Denkmalsockeln steigen
und uns denen zeigen
sie denen und mit
denen singen
die uns unser täglich Brot
nachtnächtlich backen
und tagtäglich bringen
und für einen Hungerlohn
davon zur Not
noch leben können
Ohne sie
wär Kunst
nur
brotlos
 Hartmut Barth-Engelbart schrieb am 29.06.2010 um 09:33:
  Euer Streik ist unser Streik
Liebe KollegINNen,

(euch ABBlerinnen zur Mitkenntnis an meine GEW & VER.DI-usw.KollegINnen)

in Eile, weil kurz vor der Abfahrt ins bayrische-hessische Grenzland zum Warstreik der ABB-Belegschaft des Werkes Alzenau – möchte ich euch um ein Mandat bitten auch in eurem Namen dort die Solidarität unserer Organisation(en) auszudrücken. Die Stadt hat Gelände und Erschließung vorgeleistet – leider bedingungslos und so unterwürfig, dass sie jetzt beim Warnstreik nicht einmal auftaucht. Kein Politiker läßt sich dort blicken. – zu 90% wäre es ja auch gelogen und nur Stimmenfang …. Vor 20/30Jahren ging es um die Abwerbung von Betrieben aus Hessen .. wird in Alzenau abgebaut, geht der ABBau demnächst in Hanau weiter…
Die KollegINNen dort sind die Eltern unserer SchülerINNEN, sind die LeserINNEN unserer Büche. Und es sind doch unsere SchülerINNEN, die dann schlecht versorgt in die Schulen kommen, wenn zuhause HARTZ 4 regiert. Und sie kommen in schlecht versorgte Schulen zu übelasteten Lehrern …
Unterstützt die (Warn-)Streiks der Belegschaften, nehmt euch ein -zwei Stunden Zeit dafür – oder beauftragt eure Rentner damit.
Das wird heute die 11. Unterstützungs-Widerstandslesung für Warnstreiks in der Region Hanau/Aschaffenburg/ Offenbach/Frankfurt innerhalb eines Jahres -… GEW-Land-Kreis-Schulgruppen, VS-Ver.di, Literatur – Gesellschaft Hessen, Sozialforen, Kultur – Initiativen, Freidenkerverband, attac, Betriebsräte, VL-Körper, Betriebsgruppen schickt mir einfach massenhaft solche Unterstützungsbeschlüsse und ich trage sie nach Alzenau oder zum nächsten Warnstreik-Ort.
Ich muss sie auch nicht selbst vorlesen, das machen die IGMetallerINNEN auch gerne selbst. Ihr könnt sie ja auch direkt senden! Aber tut es! Beeilt euch !
Manchmal nützen auch Worte.

Solidarische Grüße HaBE

AKTUELLESDass man mit Euch nicht wie mit ABBfall verfährt !! Solidarität mit den ABB – KollegINNen in Alzenau

Liebe Alzenauer ABB-KollegINNen,

für die Hanauer VAC-KollegINNen hatte ich schon für ihren Streik einige Texte/Lieder/Gedichte geschrieben, das folgende Gedicht ist für Euch:

An die KollegINNen von ABB-Alzenau

KollegINNen
laßt euch nicht ABBspeisen
Ihr wisst genau
alles was hier
in Minden, Göttingen,
in Hanau oder Alzenau
an Werten steht
alles was
aus diesen Werten
an Mehrwert neu entsteht
alles was hier steht
ist euer Werk
Ihr seid
der VAC-Tor
der Werte schafft
ihr habt dieses Werk
mit eurer Kraft
und euren Ideen
erschaffen
Nicht die
die hier Profite raffen
und sie nicht wieder
im Werk investieren
weil sie sich
im Casinobetrieb
bei Spekulationen besser rentieren
es sind eure Werte
es ist euer Werk
es sind eure Löhne
eure Tarife
es ist eure Zeit
es ist höchste Zeit
lasst euch nicht ABBspeisen
Es ist Zeit
ihr seid so weit
dass ihr ihnen die Zähne zeigt
eure gemeinsame Stärke
wenn ihr streikt
und
fordert
was Euch
so und so gehört
euren Lohn, eure Zukunft
und die eurer Kinder die ist es wert
nicht, dass man mit Euch wie mit ABB-Fall verfährt

$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$$

Ich hatte euch versprochen, einen Vers in diesem Lied von Bertold Brecht für Euch zu dichten.
Er hatte nur einen Vers geschrieben oder zwei. Ich habe mit vielen KollegINNen von Streik zu Streik noch 27 dazugeschrieben. Mit Eurem Vers sinds jetzt mindestens 30.

Für die KollegINNen bei DUNLOP in Hanau hatte ich geschrieben:
“Die Kautschuk-Presse greuift

zwei Finger ab und schleift
sie festgeklebt zur Walze
Du schreist aus vollem Halse
Die Dunlop-Aktie reift
(weil sie)
auf Deine Finger pfeift!”

Jetzt habe ich mein ABB-Versprechen versucht einzulösen:
Abb baut ab
Profite sind zu knapp ?
Ihr lasst uns überstunden schinden
so lang bis unsre Jobs verschwinden
Erst in AlzeHanau, dann in Minden
mit Almosen uns abfinden
mit hartz am Bettelstab
gekürzte Rente bis ins Grab
Wir lassen uns nicht ABBschreiben
Werk Alzenau muss bleiben
wir sagens kurz und knapp
(besser ists)
wir bleiben! Ihr haut ab!

ABB baut ab
Zigmillionen sind zu knapp
für eure Boni, Dividenden
die fressen unsre Renten
wir sagens kurz und knapp
besser IHR haut ab

Liebe ABBlerINNEN,

was bei den Strophen oben fehlt, sind Anspielungen auf das, was ihr in Alzenau produziert, wie es in der Produktion bei euch genau aussieht. Damit habe ich mich leider nicht vorher genauer befasst. Deshalb bleiben die Strophen auch eher allgemein und man könnte sie eigentlich fast zu jeder anderen Firma singen. Bei den anderen Strophen des “Beiß, Bagger beiß”-Liedes war das anders. Da hatte ich aber schon vor dem Schreiben engeren und längeren Kontakt zu den Belegschaften der Firmen
Sozialplan für ABB Instrumentation abgeschlossen
Geschrieben von: ABB- Alzenau-Betriebsrat
am: Donnerstag, 01. Juli 2010 um 22:52 – Gelesen: 6524 mal
Druck durch Warnstreiks führt zu deutlichen Verbesserungen beim SozialplanAlzenau, 30. Juni 2010 – Heute Nacht sind in der Einigungsstelle zwischen Gesamtbetriebsrat und Geschäftsleitung der ABB Automation Products GmbH in Alzenau Interessenausgleich und Sozialplan wegen der Verlagerung der Produktion der Temperatur- und Durchflussmesstechnik von Alzenau nach Göttingen und Minden und weiterem Stellenabbau in Göttingen und Minden abgeschlossen worden. Die Einigungsstelle tagte unter dem Vorsitz von Herrn Roland Lukas, ehemaliger stellvertretender Präsident des Arbeitsgerichts Frankfurt.
Am gestrigen Dienstag wurde die Einigungsstelle vom vierten Warnstreik der IG Metall bei ABB Alzenau in der Zeit von 9 bis 14 Uhr begleitet. 170 Kolleginnen und Kollegen hatten dabei ihre Erwartung zum Ausdruck gebracht, dass das Verlagerungskonzept korrigiert wird, mindestens aber möglichst viele Stellen in Alzenau erhalten werden und ein sehr guter Sozialplan die Wirkungen des Arbeitsplatzverlusts mildert.Die Warnstreikforderung der IG Metall richtete sich auf den Abschluss eines Sozialtarifvertrags mit der Hauptforderung einer Abfindung von drei Monatseinkommen pro Beschäftigungsjahr. Ein Eingriff in die unternehmerische Entscheidung der Verlagerung selbst mittels Arbeitskampf ist den Gewerkschaften rechtlich verwehrt.
Im Ergebnis der Einigungsstelle sieht die IG Metall die Ziele des Arbeitskampfs als erreicht an.Für diejenigen Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz verlieren, hatte sich ABB im Laufe der Verhandlungen bereit erklärt, die finanziellen Mittel für den Sozialplan von 14 Millionen Euro für alle Maßnahmen auf 20 Millionen Euro für Abfindungen plus einer sechsmonatigen Transfergesellschaft ab 1. Dezember 2010 aufzustocken. Dadurch wurden deutlich erhöhte Abfindungen erzielt, die weit über das bisher bei ABB übliche Niveau hinaus gehen.Im Interessenausgleich hatte der Arbeitgeber im wesentlichen an seinem Ziel der Stilllegung der Produktion in Alzenau festgehalten. Es ist aber gelungen, die ursprünglich für Alzenau vorgesehene Personalabbauzahl von 177 auf 127 zu reduzieren. 95 Stellen bleiben in Alzenau erhalten, allerdingsvor allem in den produktionsfernen Bereichen. Hauptsächlich für Beschäftigte in der Produktion, die ihren Arbeitsplatz verlieren, werden zehn Stellen bei ABB Frankfurt-Praunheim und weitere zehn Stellen bei ABB im Rhein-Main-Gebiet angeboten.In Göttingen und Minden sind insgesamt noch 70 Arbeitsplätze abzubauen. Dafür werden dort aber gleichzeitig 64 Arbeitsplätze wegen der Verlagerung der Produktion von Alzenau aufgebaut. Diese Stellen werden auch den Alzenauer Beschäftigten angeboten, einerseits weil das aus rechtlichen Gründen so sein muss, vor allem aber um die Produktion weiterführen zu können.Nach wie vor ist aber bei den Alzenauer Beschäftigten keine Bereitschaft zu einem Wechsel nach Göttingen und Minden vorhanden. Deshalb plant ABB nun, Beschäftigte aus Göttingen und Minden für den Know-How-Transfer zeitweise in Alzenau zu beschäftigen.
Susanne Nagel, Betriebsratsvorsitzende ABB Alzenau: „Auch dieses Konzept ist aus unserer Sicht zum Scheitern verurteilt, weil in einer angemessenen Zeit nur ein Teil des benötigten Wissens weitergegeben werden könnte. Außerdem ist noch völlig unklar, wie dieses Konzept angesichts guter Auslastung mit dem vorhandenen Personal in Göttingen und Minden umgesetzt werden soll.“
Die gesamte Verlagerung soll nach den Planungen von ABB bis Februar 2011 abgeschlossen sein.
Martin Weiss, IG Metall, dazu: „Trotz des abgeschlossenen Interessenausgleichs über die Verlagerung ist wegen der Schwierigkeit des Know-How-Transfers noch immer mit wesentlichen Korrekturen des Konzepts zu rechnen. Wir freuen uns aber darüber, dass wir mit unserem Arbeitskampf den Erhalt eines Teils der Arbeitsplätze sowie eine deutliche Verbesserung der Abfindungsleistungen erreicht haben. Das wäre ohne den engagierten Einsatz der Belegschaft bis hin zum Arbeitskampf über insgesamt neun Monate hinweg nicht möglich gewesen.“
ABB Deutschland mit ca. 11.000 Beschäftigten hat im Bereich Instrumentation drei Werke in Alzenau, Minden und Göttingen, die bisher insgesamt 750 Beschäftigte im Bereich Instrumentation (Teil der ABB APR GmbH) haben. In Alzenau arbeiten 236 Beschäftigte.
Nähere Informationen finden Sie auch auf der Solidaritätsseite des Betriebsrats von ABB Alzenau im Internet unter http://abb-alzenau-soli.npage.de.

Version:1.0 StartHTML:000000202 EndHTML:000061340 StartFragment:000022414 EndFragment:000061267 StartSelection:000022443 EndSelection:000061257 SourceURL:http://www.barth-engelbart.de/?p=216674 Thermo-Fisher-Belegschaft braucht unseren Solidaritätszuschlag – barth-engelbart.de

Thermo-Fisher-Belegschaft braucht unseren Solidaritätszuschlag

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Nachdem die Belegschaft der von Heraeus an eine US -Firma verkaufte Laborgeräte-Sparte vor einem Jahr mit Warnstreiks und Demonstrationen die Streichung /bzw. Auslagerung von 100 Stellen in Niedriglohn-Länder noch verhindern konnte, will jetzt Thermo-Fisher im hessischen Langenselbold (bei Frankfurt/Hanau) erneut so zu- und kahlschlagen.

Bild: Manfred Semmler

Vor einem Jahr habe ich zur Unterstützung der Thermo-Fisher-Belegschaft den folgenden Text geschrieben

(und die Kolleginnen von Verdi/VS gebeten, sich öffentlich zu solidarisieren, mit den und für die Belegschaften zu schreiben, Soli-Lesungen zu machen usw… leider bisher weitestgehend vergeblich. meine Nachricht an Verdi/vs-hessen als Fußnote*

Wo der REAL-Kapitalismus zuschlägt, müssen wir uns wehren z.B. bei REAL & Thermo-Fisher

Wer sich nicht wehrt, wer -schlimmer noch –  co-managend Stillhalten propagiert, Tarifflexibilisierung & Lohnverzicht vorschlägt, der kassiert Rückschläge. Der rettet letztlich keinen Arbeitsplatz, nicht mal den eigenen.

Die Betriebsratsmitglieder bei REAL in Maintal, die auf Druck des Managements ihre kämpferische Vorsitzende wegputschten, konnten dadurch ihre Arbeitsplätze nicht sichern. REAL gibt es nicht mehr. REAL wurde kurzer Hand verkauft.

Profit-Abfisher

sind am Werk

Marc Caspar heißt er

Uns bescheißt er

Eins ist sicher:

Marc Caspar ist Profit-Abfisher

Wir bauen Technik fürs Labor

Wir machen Dienst für unsre Kunden

Wir schaffen mehr Wert

Wir geben Arbeit

und als Lohn

sagt der Caspar unumwunden

100 von uns sollen gehen

Setzt Caspar, der Lächler, der Hundesohn

100 von uns vors Fisher-Tor

So fährt er unser Werk an die Wand

verschiebt es in ein Hungerlohnland
dagegen leisten wir Widerstand

Der Caspar will uns treten

Wir sollen still arbeiten

betteln und beten

Und kriegen auf drei Seiten

Vom Caspar Lügen und Hohn

Wir schaffen Mehrwert

Von wegen Arbeitgeber

Die nehmen uns die Arbeit weg

Und geben Spott und Hohn

Und drohen uns mit Billiglohn

Der Caspar ist ein Arbeitnehmer

WIR sind es,  die die Arbeit geben

Unsre Jugend und unsere Kraft

Hat das Fisher-Werk erschafft

Und viele von uns gaben und geben

ein ganzes Leben

Und dafür werden wir bestraft

Bild: Manfred Semmler

Jetzt ist es genug

Mit dem Betrug

Mit den kapitalen Lügen

Wir sagen jetzt Halt

Ob jung oder alt

Wir dürfen euch nichts mehr geben

Bis unsre Stellen gesichert sind

Und lächelt der Caspar

weil Warnstreiks noch zu zahnlos sind

Dann müssen und werden wir streiken

Dann bleibt der Blaumann halt im Spind

Dann fallen die Kurse anstatt zu steigen

so lang wir den Caspern

streikend zeigen,

dass Geld nichts schafft

Wir sind es, die den Mehrwert erschaffen

Ihr könnt doch nur die Profite raffen

Jetzt streiken wir bis ihr das rafft

Dem Kapital ist das nicht egal

Wenn der Motor streikt,

wird vergeblich gelenkt

Wenn der Himmel nicht voller Rendite-Geigen

über Banken und über Börsen hängt

wenn sich Manager-Boni nach unten neigen

Und die Arbeitsklima-Katastrophe

Das Profit-Fish-Ergebnis deutlich senkt

Wenn wir dem Dollar-Caspar

zeigen

Wo in Überall-Selbold

Der Hammer hängt

Dann schickt der uns nicht mehr vors Fisher-Tor

Dann kommt er sich nicht mehr so sicher vor

Dann darf er selber nach Ungarn ziehn

Nach Schottland oder sonstwohin

Und seine Boni in Whisky anlegen

Nix dagegen

Für unsre Aufbau Leistung

Will der uns mit Almosen

Zu Langzeitarbeitslosen

Zu HARTZ4-Verlierern

Arschabfrierern

In TAFEL-Schlangen

wegrationalisieren

Und das nach einem lebenslangen

Schaffen für Leybold-Heraeus- & Fisher-Profit

Jetzt reicht es,

wir machen das

nicht länger mehr mit

und schlagen sie Warnstreiks in den Wind

dann bleibt der Blaumann halt im Spind

wer Stellen streicht und Löhne senkt

dem zeigen wir, wo der Hammer hängt

dann gehen nicht 100 alleine vor

dann kommen 1000 zusammen vors Tor

und streiken und machen den Fisher dicht

Unser Warnstreik

unser Zug durch den Ring

Kollegen kommt mit

Zum Streik ist unser nächster Schritt

(Hier folgen einige noch unfertige Versuche, die ich in den nächsten Tagen weiter bearbeiten will)

Da täuscht der Fisher-Kasper sich

wenn er meint

mit dem 3-Seitenwisch

dem Drohbrief,

so mit einem Streich

wärn 100 Stellen

in Langenselbold

Schnell vom Tisch

Und Osterrode trifft dann der nächste Stich

Das ist es was der Caspar will

Die Profitgier ist lange noch nicht gestillt

Wenn Fisher 100 Stellen killt

Und wehrn wir uns nicht

Und halten wir still

Werden wir asozial

verplant und verhöhnt

Dann ist die nächste Abteilung dran

Und der Lächler, der Caspar zeigt was er kann

wenn Löhne sinken

Renditen steigen

und Caspar uns mit Lob verhöhnt

Dann wird der nächste Standort stillverlegt

Dorthin wo Fisher hungerlöhnt

Löhne drücken . Rendite steigen

Es wird Zeit dem Caspar zu zeigen

Geld schafft nichts,

Wir sind es, die den Mehrwert schaffen

Und nicht die Casper, die nur raffen

Die Banker-Shareholder-Marionetten

gegen die hilft kein Betteln

und kein Beten

Es ist höchste Zeit sich zu weigern

die Knochen zu opfern

um Profite zu steigern

Wenn man uns die Finger einzeln bricht

Halten wir zusammen Hand in Hand

unsere Streiks, die brechen sie nicht

Marc Caspar fährt unser Werk an die Wand

Da hilft nur noch eines:

Widerstand

Es wird Zeit dagegen zu streiken

Von: Hartmut Barth-Engelbart <habebuechnerei@web.de>
Gesendet: Freitag, 13. Juli 2018 07:03

Der real-Kapitalismus schlägt wieder zu / nicht erst am Freitag dem 13. dagegen kämpfen
http://www.barth-engelbart.de/?p=203770

Thermo-Fisher kauft sich für 500.000,-€ den Magistrat der Stadt Langenselbold, der wegen der Totsparpolitik des Landes Hessen und des Bundes kein Geld für Kitas hat. Dafür macht der Magistrat dann nicht Mal mehr den Mund auf, wenn es darum geht Widerstand gegen die Streichung von 101 Arbeitsplätzen im Langenselbolder Thermo-Fisher-Werk  zu leisten. Und das ist nur der Anfang.
Der Fisher-Kapital-Casper wird weiter “verschlanken” und dem sollen wir danken ? Der beutet uns aus bis auf Knochen-Marc!

Die laufenden Aktionen gegen die METRO-real-Kapitalisten möchte ich mit meinen Texten ebenfalls unterstützen, so wie ich es bei Thermo-Fisher , bei der VAC, bei der FR, bei Siemens-TRITON, bei MAREDO, ABB Alzenau und schon vor 5 Jahren bei real-Maintal gemacht HaBE

Für meine Langenselbolder KollegINNen
Nur Muth hilft manchmal auch nicht, man braucht auch Arsch in der Hose und Courage und Hand und Herz und Hirn auf der Seite der “kleinen Leute”

Sie streichen mir den Arbeitsplatz

doch schenkt der Herr dem Kind, mein Schatz
das wir uns dann – so wie die meisten
Entlassenen sich nicht mehr leisten
können und vielleicht abtreiben
lassen., was die Pfaffen hassen,

denn wer füllt später ihre Kassen?

die AOK wird uns abschreiben
Du wärst doch jung und kern gesund
für den Abort gäbs keinen Grund
das ALG gekürzt & knapp

weil ich mich grad geweigert hab

nen Dumpinglohn zu akzeptieren

die ARGE droht: “Wir sanktionieren

bis Sie auf Marschbefehl marschieren!”

so wie Millionen von HARTZ-Vierern …

mit Extra-Sold zum Auslandseinsatz

mit Heldenfriedhofs-Ehrenplatz

Nee, mein Schatz

Lebenslänglich von der Leichen

um unsre Schulden zu begleichen?

Ich bitte Dich!

Ohne mich!

Gehörn wir jetzt zu den Verlierern?

Ach  Schatz, frag doch den Bürger Muth

Wozu sind KITAS denn noch gut

Wenn Kinderkriegen Armut bringt

Und Muth das Fisher-Loblied singt

Die Antwort weiß sogar der Wind

wie unser ungebornes Kind

Lieber Bürgermeister Muth

als es drum ging: Hoch den Arsch

gegen Stellenabbau -Marsch!

da fehlte Dir doch die Courage

und was der Magistrat jetzt tut

bringt uns in Rage, kalte Wut

…. Ich glaub es wäre doch ganz gut,

Du nähmst den Hut

und nimmst den Stadion-Namen gleich mit

unsre Kinder sind dem Thermo-Casper scheißegal

der geht über Leichen fürs Kapital

für schnelle Rendite, für Höchstprofit

das bringt zwar auf die Schnelle

bei Fisher-Thermo keine Stelle

im Gegenteil, es ist ein Zeichen

für weiters Stellenstreichen

Profit-Abfisher
Sind am Werk
Marc Caspar heißt er
Uns bescheißt er
Eins ist sicher:
Marc Caspar ist Profit-Abfisher

Das hatten wir schon

Mann, sag einen Ton

Was machen wir mit dem Bürgermeister?

wir wählen uns dann, na klar, mein Schatz,

vielleicht nen besseren Ersatz

nicht nur ne Hose ohne Arsch

einen mit Mut

und ohne h

und mit Courage

na,

schaumerma

(vor ein paar Monaten hatte ich versucht für die Belegschaft von Thermo-Fisher  gegen die geplante Entlassung ein Lied zu schreiben. Ich habe es nicht schnell genug geschafft.

Jetzt folgen die Gedichte, die ich 2014 gegen den real-Kapitalismus für die Kolleginnen nicht nur im Maintaler METRO-real-Laden geschrieben habe

Für die Maintaler REAL-Markt Betriebsratsvorsitzende Nina Skrijeli – gegen METROpolys KAPITAL“spiele“
GANZ REALER KAPITALISMUS
auch in Maintal herrscht brutal-real METROpoly- das Kapital

Die kapitalen Herren von REAL haben der Maintaler Betriebsratsvorsitzenden Nina Skrijeli während ihres Urlaubs gekündigt. Mit gespielt bei diesem ScheißKapitalspiel Marke METROpoly hat offenbar eine unter Druck gesetzte Mehrheit im Betriebsrat, die die Kollegin ebenfalls während ihres Urlaubs für abgewählt erklärt und sie von der Liste zu den kommenden Betriebsratswahlen gestrichen haben soll.

Seit letzter Woche gibt es nun Aktionen in und um Maintal zur Unterstützung der Forderung nach sofortiger Rücknahme der (auch nicht rechtmäßigen) Kündigung. Für die kommenden Akltionen HaBE ich schnell eine Reihe von Gedichten, sogenannten Rohlingen geschrieben

Vor der real-Filiale Maintal und ….

Für Nina Skrijeli & die KollegINNen, die sie unterstützen


…. beim Linken Liedersommer auf der Burg Waldeck im Einsatz 
zusammen mit dem blinden Bariton, Akkordionisten, Multi-Instrumentalisten Philipp Hoffmann

REAL

Da ist dem Kapital

Dein Leben

so eben

scheiß

egal

Es geht

Dem Kapital

nun eben ganz real

Nur um die Höchstprofite

Und stehst Du in der Mitte

Im Weg der höheren Rendite

Der Steigerung zur Höchst-Ausbeute

Der Aktien-Eigentümer-Meute

Mit deiner Mittags-Pausen-

Überzugs-Sekunde und

in der Hetze nicht

geleertem

Mund

Im

Weg

Dann bist

Du weg und

Dein Betriebsrat

auch, wenn er nicht

Vor den Herren kuscht

Den netten Marionetten

Des in Maintal so realen Kapital

Is und muss nun mal so sein & wird

Es auch so bleiben, reden Dir die Herren ein ..

Die spielen mit uns ihr METROpoly

Ist der Betriebsrat raus

ist bei den Herren

von REAL,-

alles

drin:

Höchstprofite

Kursgewinn

und im Überfluss

Rendite

für die Belegschaft

Hetze, Hohn

Mehrarbeit und Dumpinglohn

mit Doppel-Job, da reicht das schon

fürs Essen, die Klamotten, nur nicht für die Miete

im REAL-Kapitalis muss man halt soeben grade noch zur Hälfte leben

MIT BESTEN WÜNSCHEN und in der Hoffnung, dass sich weitere Mitglieder von ver.di/VS , dem Schriftstellerverband mit dir – mit euch solidarisieren, bei euren Aktionen lesen und für euch schreiben.. Vielleicht können ja der DGB, ver.di und die IG Metall einen  realen & symbolischen Main-Taler und einen Langen-UNSELL-bolder als SoLiteraturpreis ausschreiben.

Weiterlesen? Geht hier http://www.barth-engelbart.de/?p=203770

*

Ein paar Zeilen an den
Verband deutscher Schriftsteller (VS/ver.di)
und seine Mitglieder

Wenn jetzt
Manch eine(r)
Von euch meint
Es sei doch keine Kunst
Euch öffentlich die Meinung
Ins Ohr und ins Gesicht zu sagen
So mag das schon
So sein.

Wes Brot ich ess
Des Lied ich sing
Ach liebe Leute
Vom VS
Die Binsen- und die Volksweisheit
In Sprichwort und in Bauernregel
Das ist ein eigen Ding
Die Weisheit lügt
Die Wahrheit liegt
Dahinter und daneben

Wes Brot ich ess
Des Lied ich sing
Das soll uns grad mal eben
Benebeln und belügen
Denn auch in diesem
Fortschrittsladen
Muss Mann und Frau
Dem Markt und seiner Macht
Dem Wolfsgesetz des Kapitals
Genügen
Dem singen wir ein Lied
Zwo, drei
Und wissen doch genau
Wer tags und nachts in Contischicht
Den Schweiß in seinem
Angesicht
Das Brot backt
Das wir essen

Und Leute, wenn ihr ehrlich seid
Ihr habt es längst vergessen
Wer baute erst die Bäckerei
Wer backt uns unser täglich Brot
Und für wen schreibt ihr
Meist ohne Not
Für wessen
Interessen

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

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