Prima Klima mit Greta?

Version:1.0 StartHTML:000000233 EndHTML:000071340 StartFragment:000026090 EndFragment:000071274 StartSelection:000026119 EndSelection:000071264 SourceURL:

https://alexandrabader.wordpress.com/2019/01/28/prima-klima-mit-greta/

Nachdem mit Hilfe der kanadischen Journalistin Cory Morningstar, die u.a. auch für COUNTERPUNCH schreibt, und weiterer eigener Recherchen geklärt werden konnte, dass es sich bei der Hype um Greta um eine AVAAZ-Inszenierung handelt, schreibt die österreichische Journalistin Alexandra Bader in ihrem Blog “ceiberweiber” ausführlich über die Hintergründe und die angebliche “NGO” AVAAZ. Sie lässt die von den mainstream-medien verschwiegenen wirklichen Heldinnen zu Wort kommen Dass mit diesem Al Gore-Event von den aktuellen US-Nato-Kriegen, der drohenden auch militärischen Intervention der USA, NATO, EU in Venezuela abgelenkt werden soll, bzw. die Youngsters eben nicht dagegen demonstrieren sondern den Al Gore- MoveOn- AVVAZ-Pfeifen hinterhermarschieren sollen, liegt als deren Absicht nahe. Zu hoffen ist, dass die Youngsters nicht so doof sind, wie Al Gore und Ricken Patel, der Chef “der weltgrößten NGO” & Co sie gerne verAVAAZt hätten.

Prima Klima mit Greta? | Ceiberweiber

{ -ms-touch-action: auto; touch-action: auto; }


Prima Klima mit Greta?

28. Januar 2019

Medien, Politik68er, Afrika, Ahed Tamimi, Aldo Moro, Alfred Herrhausen, anti fracking movement, Anti-AKW-Bewegung, Ökologie, Bana Alabed, Benno Ohnesorg, Bewegung 2. Juni, Charles de Gaulle, Claas Relotius, Davos, Detlev Carsten Rohwedder, Dieselautos, Eliten, Extinction Rebellion, Gerold von Braunmühl, Giles Jaunes, Gilets Jaunes, Grüne, Greta Thunberg, Hanns Martin Schleyer, Investmentbanking, Izabella Nilsson Jarvandi, Janna Jihad, Jürgen Ponto, Karl Heinz Bekurts, Kinderarbeit, Kiribati, Kohlekraftwerke, Nachhaltigkeit, not Climate Change, Occupy, RAF, Regime Change, Rohstoffe, Rudi Dutschke, Schuldenstreichung, Schweden, Siegfried Buback, Strom, Studentenbewegung, Svante Thunberg, System Change, UN Agenda 2030 Global Action Plan, USA, Verfassungsschutz, WEFalexandrabader

Wie aus dem Nichts ist die seit wenigen Tagen 16jährige Greta Thunberg weltbekannt, die mit dem Zug von Schweden zum World Economic Forum nach Davos reiste. Es erinnert an andere Mädchen, die zu Ikonen gemacht wurden, etwa an die Palästinenserin Ahed Tamimi, ihre Cousine Janna Jihad oder Bana Alabed (Bana aus Aleppo). Inzwischen wurde bekannt, dass Greta angeheuert wurde und dass sie ihre auf einem Video zu sehende Rede bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz beinahe ohne Auditorium hielt: „Ende Dezember enthüllte das Magazin Samhällsnytt, dass Greta ihre Rede auf der Uno-Klimakonferenz in Kattowitz vor leeren Stühlen gehalten habe, während das staatliche schwedische Fernsehen so tat, als habe sie vor einer grossen Zahl begeistert applaudierender Politiker gesprochen. Gretas Mutter Malena Ernman, eine bekannte Sopranistin, bestätigte daraufhin auf Facebook, dass der Umweltschutzaktivist Bo Thorén ihre Tochter angeworben habe.

Thorén gehört dem Vorstand des Umweltverbands Fossilfritt Dalsland an und ist ein namhafter Repräsentant der internationalen Umweltbewegung Extinction Rebellion, die seit letztem Herbst auch in Schweden aktiv ist. Diese Bewegung will mit Hilfe von direkten Aktionen und zivilem Ungehorsam eine klimafreundliche Politik erzwingen. In Grossbritannien hat die Bewegung für Schlagzeilen gesorgt, mehrere Aktivisten wurden verhaftet. Auch in Schweden sind Aktionen geplant, um der Bewegung Aufmerksamkeit zu verschaffen.“ Damit sieht die Sache schon anders aus, wobei hinzukommt, dass sie unter dem Asperger-Syndrom leidet und stets von ihrem Vater begleitet wird. Die „Öko-Pippi“ („Bild„) „sagt den Mächtigen den Kampf an“, ist sehr genau mit Fakten und Zahlen und saß ab August 2018 jeden Freitag als „Schulstreik für das Klima“ vor dem Parlament.
In Kattowitz begleitete sie ihr Vater Svante auf die Bühne (siehe Video), der Autor und Schauspieler ist. Nachhaltigkeit und Umdenken wollten auch frühere Generationen, die Vertreter der Industrie ebenfalls als „Betonköpfe“ betrachteten. „Greta blamiert Politiker“  wird gejubelt und so getan, als habe sie bei ihrer Rede  fast ohne Zuseher Massen begeistert.

Greta und Svante Thunberg

Manche haben sofort das Gefühl einer Inszenierung, die bei vielen aber die richtigen Knöpfe drückt, ohne dass sie noch genauer hinsehen wollen. Gretas Mimik wirkt starr, man sieht sie nicht in eine Gruppe integriert, sondern nur sitzend oder stehend mit ihrem Schulstreik-Schild oder auf einem Podium. Wem dient ihre allgemeine Politikerschelte, die doch ihrem angeblichen Detailwissen von vernetzten Zusammenhängen widerspricht? Geht es um das Weltklima oder um die europäische Industrie? Wer angesichts des Medienhypes an Claas Relotius denkt, liegt auch aus einem anderen Grund richtig, denn er hat auch beim Klima gelogen. Und zwar, indem er über Kiribati schrieb, ohne je dort gewesen zu sein; er wollte hin, cancelte dann aber den Flug (sehr klimafreundlich immerhin) und verfasste trotzdem einen Text. Atolle haben das Problem der Überbevölkerung, für die vorhandenes Süßwasser nicht ausreicht, es ist jedoch nicht der Fall, dass sie aufgrund eines klimatisch bedingt steigenden Meeresspiegels versinken; manche wachsen sogar.

Sie „stiehlt allen die Schau“

Wenn man heute feststellen muss, dass Relotius‘ Fälschungen eigntlich leicht zu entlarven waren, gilt dies auch für den Hype um Greta. Dem preisgekrönten Lügner zufolge sind die Siedlungen London, Paris und Polen auf Kiritimati verschwunden, doch ein Blick in die Wikipedia hätte dem Spiegel-Dokumentationsteam genügt, um ihn aufzublatteln. Keiner der drei Orte ist im Meer versunken, Paris wurde schon vor Jahren aufgegeben. „Öko-Pippi“ ist mal in 33 Stunden per Bahn von Schweden nach Davos gereist, auch 65 werden genannt (siehe unten, hin und retour eben), sie selbst spricht von 25 und wird wie nach Kattowitz von ihrem Vater begleitet.  Auf Wikipedia lesen wir: „Am 22. Januar 2019 brach Greta Thunberg in Schweden – um die hohe CO2-Emission einer Flugreise zu vermeiden mit dem Zug als Transportmittel – nach Davos auf, um vom 23. bis 25. Januar 2019 am 49. Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums teilzunehmen. Dort traf sie sich mit prominenten Forumsteilnehmern wie Christine LagardeBono und Jane Goodall und übernachtete im Arctic Base Camp klimagerecht in einem Zelt.“ Wie in Polen kam sie fast zu spät, denn die meisten Teilnehmer waren bereits abgereist. Aber womit fährt man eigentlich Bahn?

Nach Davos in 65 Stunden (?)

Greenpeace schrieb 2011, dass die deutsche Bahn zu 25% Atomstrom verwendet (und Strom aus Kohlekraftwerken). So toll ist die Klimabilanz der Bahn nun auch wieder nicht; auf AKWs werden die meisten Länder nicht verzichten, sondern neue bauen. Und woher kommt der Strom, mit dem Svante Thunberg sein Elektroauto auflädt, mit dem er nach Polen fuhr? Siehe „Positionskarte Kernkraftwerke in Schweden„? Wenn sie keine Fähre benutzt haben, fragt sich, wie ökologisch die Öresundbrücke ist (naja, Schiffe sind auch nicht öko). Das Mädchen begeistere tausende Jugendliche, heißt es, die in mehreren Städten für das KIima demonstrieren (bis zum Burn-Out?), auch den Schulstreik nachmachen. Hämische Kritiker vergessen aber leicht, dass es ohne Ökobewegung wohl kaum eine Menge Bioläden und Niedrigenergiehäuser gäbe, um nur zwei Beispiele zu nennen. Und doch bleibt ein Nachgeschmack, nicht nur, weil Greta noch minderjährig ist, sondern auch, weil sie sehr kindlich wirkt, sich in keiner Weise konstruktiv verhält. Fast möchte man meinen, ihre Zöpfe sollten die Amadeu Antonio-Stiftung auf den Plan rufen, weil das doch nach „Nazi“aussieht. Sie macht den Eindruck einer speziell auf uns zugeschnittenen Öko-Ikone aus der Retorte, wie Ahed Tamimi und Janna Jihad Sympathien für die Sache der Palästinenser generieren sollen und Bana aus Aleppo für die jener Kräfte, die einen Regime Change in Syrien wollen.

Bana Alabed

Nicht von ungefähr ist eine Parole in der Klima-Auseinandersetzung ja „System Change, not Climate Change“ (so heisst auch ein Bündnis), was man auch so lesen kann, dass es um einen vollständigen System (Regime) Wandel geht. Und damit ist nicht ein glückliches nachhaltiges Leben gemeint, in dem jeder nur das kauft, was er wirklich braucht. Es gibt auch eine junge schwedische Aktivistin, die nicht vermarktet und gepusht wird:  „Izabella Nilsson Jarvandi, die eine schwedische Mutter und einen iranischen Vater hat und in Göteborg lebt, ist längst nicht so ein Star wie Greta Thunberg. Aber sie hat ihre Stimme erhoben und auf Probleme hingewiesen, die in Schweden virulent sind. ‚Ich bin so wütend auf die Politiker‘, sagt sie. ‚Ich werde niemals schweigen und so lange kämpfen, bis in Schweden wieder Ordnung herrscht.‘ Izabella gibt zu bedenken, dass die Schweden vielleicht nicht in der gleichen Weise demonstrieren werden wie die gilets jaunes in Frankreich, dass man die Söhne und Töchter der Wikinger aber nicht reizen dürfe.“ Wie Greta ist auch Izabella auf Twitter, hat aber weit weniger Follower. Wenn Ahed Tamimi unten von Democracy Now interviewt wird, sind wir übrigens wieder bei George Soros, der zu den Unterstützern des weltweit übertragenen „alternativen“ Newsprogramms gehört.

Ahed Tamimi

Eigenständiges Engagement von Teenagern ist nichts Verwerfliches, hat aber seine Grenzen, was „früher“ selbstverständlich schien, als sie etwa bei Anti-AKW-Demos dabei waren. Aber was ist aus den Bewegungen geworden, mit denen die Eltern und Großeltern jener „Kids“aufgewachsen sind, die nun Greta nacheifern (oder sehr kritisch sind und sich lieber mal umfassend informieren, bevor sie einem Trend hinterherrennen)? Bereits im Jahr 1968 geriet man leicht auf Abwege, da sich die Szene in Deutschland radikalisierte, nachdem am 2. Juni 1967 der Student Benno Ohnesorg bei einer Demonstration erschossen wurde; 1968 gab es dann ein Attentat auf Rudi Dutschke, zu dem die „Bild“ indirekt angestiftet hatte, wobei der Schütze Kontakt zur Neonazi-Szene hatte: „Bei den folgenden, teils gewaltsamen ‚Osterunruhen‘ bewarfen einige das Berliner Springer-Verlagsgebäude mit Steinen und zündeten mit Brandsätzen, die der Spitzel des Berliner Verfassungsschutzes Peter Urbach verteilt hatte, Auslieferungsfahrzeuge der Bildzeitung an. Deren Auslieferung verhinderten sie nicht.“ Die Studentenbewegung in Deutschland war mit jener in Frankreich im Austausch, die jedoch auch nicht von selbst entstand, da Präsident Charles de Gaulle den Amerikanern ein Dorn in Auge war. Die Polizei war nicht zimperlich, aber weniger brutal als sie heute gegen die Giles Jaunes vorgeht.

Janna Jihad

Der deutsche Terror (RAF, Bewegung 2. Juni, Revolutionäre Zellen,…) verhalf nicht den Idealen der 68er zum gesellschaftlichen Durchbruch (die u.a. gegen den Vietnam-Krieg war), sondern nahm diese eher in Geiselhaft. Er spaltete die kritische Szene und sorgte für den Aufbau eines bis dahin unvorstellbaren Sicherheits- und Fahndungsapparates. Doch es wurden auch weit verbreitete Positionen konterkariert durch die Auswahl der Ziele, die man dann mit Bekennerschreiben und RAF-Stern in Verbindung mit Terror brachte. Aber wem waren gefährdete Personen wirklich im Weg? Und waren Überfälle auf US-Einrichtungen nur pro forma erfolgt? Jürgen Ponto platzierte die Dresdner Bank international; 1977 wurde er in seinem Haus ermordet, da Susanne Albrechts Schwester Julia Patenkind der Pontos war und man daher Susanne arglos die Tür öffnete. Der Verfassungsschutz wusste, dass Susanne bei der RAF ist, warnte Ponto aber nicht. Er hätte entführt werden sollen, wehrte sich aber, sodass er erschossen wurde; drei Monate später wurde der Arbeitgeber- und Industriellenpräsident Hanns Martin Schleyer entführt und ermordet. Er war älter als andere Opfer, man konnte ihm NS-Vergangenheit (SS und Arisierungen) vorwerfen; es schien aber auch wie eine Generalprobe für die Entführung und Ermordung des Christdemokraten Aldo Moro 1978 zu sein, die unter dem Deckmantel Rote Brigaden auf das Konto von Gladio ging; Moro wollte mit den Kommunisten regieren. Bei Schleyer und bei Moro gab es zahlreiche Hinweise auf ihr Versteck, denen nicht nachgegangen wurde und weitere unglaubliche Fahndungspannen.

Greta Thunberg beim WEF

Alfred Herrhausen wollte die Deutsche Bank zum internationalen Player machen, ins Investmentbanking einsteigen, schlug eine Schuldenstreichung für die Dritte Welt vor und war in seinen Aufsichtsratsfunktionen u.a. an der Fusion von Messerschmitt-Bölkow-Blohm  mit der Daimler-Tochter DASA maßgeblich beteiligt (der Konzern ging später in EADS, heute Airbus Group auf). Es gibt sicher schlimmere Kapitalisten aus der Sicht jener Szene, der die RAF den Boden unter den Füssen wegzog mit dem Anschlag auf Herrhausen im November 1989 nach der Öffnung der Berliner Mauer. Auch bei ihm fiel reduzierte Sicherheit auf bzw. dass sein von der Bank gestellter Personenschutz nicht versuchte, ihm zu helfen, sich ihm erst näherte, als er im zerstörten Wagen verblutet war (gar nicht davon zu reden, dass einem Gärtner ein Kabel auffiel, welches das LKA an seiner Fahrstrecke übersah usw.). Typisch bei den meisten Opfern ist, dass Nachfolger einen weit zahmeren Kurs fuhren, was auch für Hilmar Kopper in der Bank gilt oder für Birgit Breuel, die nach Detlev Carsten Rohwedder die Treuhandanstalt leitete. Er wurde 1991 in seinem Haus erschossen, da nur im Parterre die Fenster aus Panzerglas waren; er wollte ostdeutsche Betriebe nicht verramschen und man legte ihm in den USA nachdrücklich nahe, sie doch US-Investoren zu überlassen (siehe Ex-Sowjetunion). Auch Herrhausen hätte wohl nicht dabei zugesehen, wie Ostdeutschland verschleudert wird.

Greta Thunberg beim WEF

Wurde 1986 mit der Ermordung des Kernphysikers und Siemens-Managers Karl
Heinz Bekurts und seines Chauffeurs Eduard Groppler mit einer (der RAF zugeschriebenen) Sprengfalle die AKW-Bewegung diffamiert oder ging es um Konkurrenz? Der Wikipedia-Eintrag führt jedenfalls in die Irre, wenn spekuliert wird, dass die RAF damit nach Tschernobyl „Sympathien“ bei der Bewegung gewinnen wollte. 2013 fordert Witwe Ina Beckurts immer noch Aufklärung und erzählt, dass ihr Mann als bedroht galt, er aber keinen Schutz in seinem Privatbereich wollte, weil man ihn ohnehin au​ch beim Spazierengehen im Wald erwischen kann. Gerold von Braunmühl war Diplomat im Auswärtigen Amt und wurde 1986 erschossen; er arbeitete an einer  Verbesserung der Beziehungen zur Sowjetunion (siehe Olof Palme?) und zu Polen und lehnte Ronald Reagans SDI-Programm ab. Witwe Hilde von Braunmühl sprach 2001 bei einer Kundgebung nach Beginn des Afghanistankriegs. Die Brüder des Toten unterstützten den „Osterappell“ zur Zusammenlegung von RAF Gefangenen, der aber nach dem Mord an Herrhausen von offiellen Stellen als hinfällig betrachtet wurde. Ihnen ging es wie Sohn Patrick von Braunmühl auch darum, sich mit Angehörigen der RAF direkt auseinanderzusetzen, um zu verstehen und so das ihnen zugefügte Leid besser verarbeiten zu können, Er sagt in einem Interview, dass er Paragraf 129a für einen schweren Fehler hält, der kritische Diskussionen verhinderte, weil jeder Angst haben musste, zum Umfeld der RAF gezählt und verhaftet zu werden. Mit zwei seiner Onkel machte er 1995 einen „gespenstischen“ Besuch bei Birgit Hogefeld im Gefängnis; sie erklärte, die Opferauswahl der RAF sei „schematisch und abstrakt“ gewesen.

Extinction Rebellion in UK

Die Relotius-Presse war stets bemüht, die Legende von einer Zellensteuerung durch realiter psychisch und physisch schwer gezeichnete und isolierte Gefangene zu unterstützen. Denn man hatte im Lauf der Jahre das Problem einer immer besseren Fahnungstechnik und perfekt ausgeführter Attentate, ohne dass nennenswerte Spuren hinterlassen wurden. Die erste Generation der RAF (Andreas Baader, Ulrike Meinhof usw.) brachte es gerade mal auf 20 Tage Kampf im Untergrund, ehe sie gefasst wurde. Deshalb ist es kein Wunder, wenn Hergard Rohwedder meint, die RAF könne ihren Mann nicht alleine ermordet haben. Michael Buback, desen Vater Siegfried als Bundesanwalt sowohl im Bereich RAF ermittelte als auch die Affäre um den Kanzlerspion Günther Guillaume aufarbeitete, muss auf brisante Zusammenhänge gestoßen sein. Man mauerte ihm gegenüber und war offensichtlich nicht daran interessiert, den Tod seines Vaters 1977 aufzuklären. Dieser wird sich wohl u.a. gewundert haben, dass Guillaume ein halbes Jahr nach seiner Enttarnung noch an Willy Brandts Seite sein durfte, bevor man ihn hochgehen ließ (und der Kanzler zurücktrat). 2018 zeigte das ZDF den Zweiteiler „Der Mordanschlag“ (hier online zu sehen), der Anleihen bei Schleyer nimmt, da Angelika Speitel, die ihn bewachte, ihn wider Erwarten sympathisch fand. Es geht aber um einen Chef der Treuhand, an den die RAF eine Assistentin heranspielt, die sich auf seiner Seite findet, weil er für den Erhalt der DDR-Betriebe kämpft, aber so beseitigt wird wie das reale Vorbild Rohwedder.

Greta Thunberg

Während Greta gehypt wird, beobachteten die Angehörigen von Terroropfern, dass diese medial negativ dargestellt wurden, ehe sie dann den Preis für ihre Ambitionen bezahlten. So konnte man sie auch als vermeintliche Feinde der Menschen darstellen, die Veränderungen in Deutschland und der Welt herbeiführen wollen. Wieviele wohl unter Druck sind, weil sie sich als „Störfaktoren“ und „Betriebsunfall“ erweisen? Und wie oft schätzt die Bevölkerung sie falsch ein, sodass sie nur allzu bereitwillig auf ein Mädchen aus der Retorte hereinfällt, das auf „die“ Politiker schimpft? Nicht nur, aber auch in der Szene, die den Staat ablehnt (und sich in Traumwelten flüchtet, was u.a. Alt-68er entsetzt), ist die Vorstellung verbreitet, dass eh alle „Eliten“ (i.e. Politiker, Manager usw.) pädophil seien. Man kann sich mit realen Vorfällen seriös befassen (siehe diese Sammlung an Links) oder sehr weit abdriften und Propaganda glauben. Greta verkörpert auch, da sie aus einer Welcomer-Familie kommt, das neoliberale Ideal der grenzenlosen Zuwanderung. Der Kampf gegen Dieselautos (und dann gegen jene, die mit Benzin fahren) mag „öko“ erscheinen, ist aber gegen die deutsche und europäische (Auto-)Industrie gerichtet – cui bono?

PS: Noch ein paar Infos zu Extinction Rebellion, jener Gruppe, deren Agenda von Greta getreu wiedergegeben wird und die es auch bei uns gibt. Hier eine Warnung: „The Globalists need the Anti Globalists to use for their protests and from ‚Occupy‘ onwards the protests advance the goals of ‚Sustainable Development‘ and the UN Agenda 2030 Global Action Plan.“ Man beachte, dass in Großbritannien der Verkehr lahmgelegt wurde, während in Frankreich Menschen u.a. gegen soziale Ungerechtigkeit auf die Strasse gingen. Kritisch betrachtet: „There is no such thing as workshops on civil disobedience. That is conning people out of good money! I asked a promoter of Extinction Rebellion why they needed training. She told me that it is so that everyone knows what to do and can act safely. Under the Reclaim the Power branding these people have been very disruptive to the anti fracking movement for 5 years.“

PPS: Beim Hashtag #GretaThunberg auf Twitter merkt man, dass die Rechnung aufgeht: nur böse „Rechte“ wagen es, die Instrumentalisierung eines Mädchens zu kritisieren; dies wird beinahe unmöglich, weil man ihr dann ja auch vorwirft, dass sie Autistin sei und sie diskriminiere, ihr nichts zutraue (ausgewogener ist es bei #Greta). Sie sei im Gegenteil eine mutige 16jährige, vor der sich Rechte „fürchten“… Doch selbst Wikipedia formuliert es so: „Nach eigenen Angaben beschäftigte sie sich im Alter von acht Jahren erstmals mit dem menschengemachten Klimawandel und begann ihr Klimaschutzengagement zunächst damit, zur Energieeinsparung im Haus die Beleuchtung auszuschalten. Später beschloss sie, nicht mehr zu fliegen und sich vegan zu ernähren, ebenso überzeugte sie ihre Familie davon. Im Alter von 11 Jahren wurde sie durch die Beschäftigung mit dem menschengemachten Klimawandel depressiv und hörte auf zu sprechen und zu essen. Anschließend wurden bei ihr das Asperger-SyndromZwangsstörungen sowie selektiver Mutismus diagnostiziert. Später begann sie sich aktiv öffentlich für Klimaschutz einzusetzen.“ Im Alter von 11 Jahren war ich total happy, weil ich das erste Mal geflogen bin, nach Norwegen über Kopenhagen, allein…

PPPS: Elektroautos brauchen Batterien und diese wiederum Rohstoffe wie Kobalt und Lithium; auch Gretas Altersgenossen in Afrika arbeiten schon in Minen, auch Jüngere. Bodenschätze kommen weniger der Bevölkerung in den einzelnen Ländern zugute als fremden Gesellschaften wie der vom KaDeWe-Deal bekannten Beny Steinmetz Group. Diese macht zwar keine Geschäfte mehr mit René Benko, wohl aber mit Signa-Aufsichtsrat Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer.

PPPPS: Treffend wird Greta von Hartmut Barth-Engelbart beschrieben, den sie an „Nayira“ erinnert, angeblich ein ganz normales kuwaitisches Mädchen (mit schwarzem Zopf), das irakische Soldaten dabei beobachtet haben will, wie sie Babies aus Brutkästen rissen. Wie das Phänomen Greta vom „Non Profit Industrial Complex“ erschaffen wurde und welchem Zweck es dient, analysiert die kanadische Journalistin Cory Morningstar.

Autor: Hartmut Barth-Engelbart

Autor von barth-engelbart.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.