82. Erzählabend in Mittel-Gründau: die Wanderarbeiter blieben nicht Rad-los

“Gutes Rad ist zu teuer, sagten sich die Wanderarbeiter  und die, die allmorgendlich zig Kilometer, wenn nicht direkt zur Arbeit in die Stadte, so doch wenigstens zum nächsten Bahnhof wandern mussten, wenn die Bahnfahrt nicht zu teuer war. Deshalb wurde zwischen 1896 und 1910 die genossenschaftlich betriebene Fahrradfabrik des “Solidaritätsverbandes” in Offenbach aufgebaut. Der Vertrieb lief über die Solidaritäts-Radsportvereine. Dort holten sich die Arbeiter gutes und guten Rad. Denn in den weit über 1000 vereinseigenen Fahrradwerkstätten wurden nicht nur Fahrräder repariert. In den Radsportvereinen wurde nicht nur für die Arbeiter-Olympiade 1925  in Frankfurt und die im letzten Moment durch Reichspräsident Hindenburg, Reichskanzler Brüning und den preussischen Innenminister Severing verbotene Arbeiter-Spartakiade 1931 in Berlin trainiert. …”

DGB-Volks-(H)Ausverkauf gestoppt ? Gewerkschaftshäuser &-Druckereien?

NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - Logo

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=10443

zumindest in Leipzig wurde der (H)Ausverkauf gestoppt und dazu konnte ich etwas beitragen:

Trotz alledem! Volkshaus bleibt unser Haus!

Besetzung des Leipziger Gewerkschaftshauses - Bild von Gerd Eiltzer (H)Ausverkauf
Hartmut Barth-Engelbart

Kollegen
da habt ihr etwas
falsch verstanden:
“Friede den Hütten
Krieg den Palästen”
heißt wirklich nicht,
dass ihr aus dem Westen

Leipziger Volkshaus
euch unsere Häuser nehmt
und gegen einen Judaslohn
ans Kapital verramscht

Das heißt doch nicht,
dass ihr im Westen wie im Osten
uns unsre Druckereien nehmt
von Union bis apm
seid ihr plemplem?
meint ihr denn ehrlich
unsre Gegner würdenStoppt den Verkauf der Gewerkschaftshäuser!
uns unsre Zeitungen
und Streikaufrufe drucken
damit wir besser gegen sie gewappnet sind?