Alles aus der historischen Suppen-Wundertüte: Zwangsarbeiter, Vernichtung durch Arbeit, von ADLER zu VERITAS

Eine sehr dringende Vorbemerkung:  jüngere Recherchen haben ergeben, dass Julius Vogel die OCHSI-Suppenfabrik bereits Ende der 1940er/Anfang der 50er Jahre  in den Konkurs getrieben hat, wahrscheinlich durch Kreditaufnahmen und Privat-Verkauf von Maschinen, überhöhte Privatentnahmen aus dem kaum noch vorhandenen Eigenkapital der Firma usw .. zur Finanzierung seiner Auswanderung nach Paraquay.  Die übriggebliebene Konkursmasse hat ein Mitarbeiter nach Vogels Verschwinden dann übernommen, um die Arbeitsplätze bei OCHSI zu retten. Die heutigen Besitzer der Firma OCHSI haben mit der NS-Geschichte dieser Firma, mit der lukrativen Ausbeutung der Zwangsarbeiter nicht nur nicht viel, sie haben damit wirklich nichts zu tun. Und die Höchstprofite aus der Zwangsarbeit? Die hat Julius Vogel nach Paraquay mitgenommen. Die stecken also auch nicht mehr in der heutigen Firma, was man bei anderen (größeren) Betrieben im Kinzigtal nicht so behaupten kann. Und noch etwas: die schwarze Abfallmasse fällt wegen Produktionsumstellung auch nicht mehr an oder ab. — Das alles konnte ich jedenfalls von zahlreichen Langenselboldern und Langendiebachern in den letzten Monaten erfahren.